Nicht mehr ganz so unbekannt wie bisher sei Deanston, merkt Serge zu Beginn seiner Verkostung an, und da hat er wohl nicht unrecht. Die südafrikanische Distell-Gruppe, zu der Deanston genauso wie Bunnahabhain und Tobermory gehört, hat sich um die Marke, die längere Zeit ein gewisses Schattendasein führte, bemüht und versucht, ihr mit neuen Abfüllungen und einer gewissen Experimentierfreudigkeit neues Leben einzuhauchen.

Zwei Deanston verkostet Serge heute, einen Unabhängigen und einen Offiziellen, der in einem Sauternes-Fass gefinisht wurde, was bei Serge ja immer auf eine gewisse Skepsis stößt. Aber dafür ist auch der zweite Deanston in der Verkostung recht gut benotet:

  • Deanston 10 yo 2008/2019 (56.6%, Cadenhead, Authentic Collection, bourbon hogshead, 276 bottles): 88 Punkte
  • Deanston 15 yo ‘Sauternes finish’ (57.3%, OB, 1194 bottles, 2018)
Die Destillerie Deanston. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings