Mit dem Verlust von 1,5% im Dezember im Whiskystats-Index, der die 500 meistgehandelten Flaschen in Online-Auktionen abbildet, beendet der Sekundärmarkt das Jahr 2025 mit einem Gesamtverlust von 9,8% und befindet sich mit 207,37 Punkten nach dem Allzeit-Hoch von 357,94 Punkten im März 2022 auf dem Niveau von vor sechs Jahren.
Besonders getroffen hat es dabei laut dem Marktbericht von whiskystats.com Macallan. Hier gab der Index im Dezember um gleich 6,6% nach, nachdem sich die Brennerei lange dem generellen Abwärtstrend widersetzen konnte und zwischen Mai und November sogar 3,2% zulegte. Nun aber sind die Jahresverluste beim Handel mit Flaschen aus der Speyside-Brennerei über das Jahr mit 11% sogar stärker ausgefallen als der breitere Index. Das trifft viele der gesuchten Flaschen von Macallan – wie den Macallan 10-year-old Full Proof oder den Macallan Edition No. 1, der zum ersten Mal seit dem Ende von 2020 wieder unter 1000 Euro zu haben war.
Die Japaner konnten sich im Gegenzug nach dem Kursgemetzel im November von -10,3% wieder erholen und verzeichneten im Dezember ein Plus von 5,3%. Das ist der höchste Anstieg seit dem Höchststand des Marktes Anfang 2022. Hier führt man zwei Beispiele an: der Karuizawa Noh Cask #8529 stieg von weniger als 3.000 Euro im November bis auf 4.800 im Dezember, der Hanyu Queen of Spades von 3.200 auf 4.100 Euro.
Whiskystats beobachtet, dass sich der Preisverfall am Sekundärmarkt 2025 zwar abgeschwächt habe, aber noch keine Erholung erfolgt sei. Dies ergäbe aber immer wieder auch Gelegenheiten, an schöne und begehrte Flaschen zu einem vernünftigen Preis zu kommen.
















