Mittwoch, 10. August 2022, 12:20:20

Whiskystats: Preissturz am Sekundärmarkt beschleunigt, Top-Whiskys aber teurer und teurer…

Der Abwärtstrend bei Auktionspreisen hält weiter an, in manchen Bereichen beschleunigt er sich - Top-Sammlerwhiskys werden teurer

Zwei Trends haben sich in den Daten von whiskystats.net, die den Sekundärmarkt für Whisky beobachten und dokumentieren, herauskristallisiert, und sie sind auf den ersten Blick doch recht widersrpüchlich.

Einerseits legen die „Fabulous 50“ Whiskys (ausgewählte, als absolut sammelbar geltende Whiskys) auch im Juni um 1,9% im Wert zu, und sind nun knapp 50% teurer als sie es Anfang 2021 waren. Andererseits verlieren die 500 am häufigsten gehandelten Whiskys bei Auktionen deutlich an Wert, verglichen mit dem Vormonat. Das mag zunächst einmal recht schlimm aussehen, allerdings ist anzumerken, dass der Index immer noch deutlich über dem liegt, wo er im Januar 2021 lag.

Scotch Whisky hat es in diesem Kursverlust besonders getroffen – am schlimmsten Whiskys aus den Highlands, die gleich über 8% ihres Wertes einbüßten. Hier sei zum Beispiel ein Glenury Royal 1970 aus den Rare Malts genannt, der im Dezember noch 1800 Euro in einer Auktion erzielte, und nun im Juni um 970 Euro den Zuschlag bekam. Auch Brora wird nun wesentlich günstiger gehandelt als noch vor einem halben Jahr, ein Oban 16yo aus der Manager’s Dram Serie wird nun zu einem Preis verkauft, den er schon 2018 erzielte.

Dem Trend widersetzt sich zum Beispiel Rosebank, der als Flora & Fauna-Bottling in Auktionen nun bereits über 1600 kostet. Aber generell scheint momentan etwas Ernüchterung in den Sekundärmarkt einzuziehen – was nach Monaten oder Jahren permanenten Wachstums durchaus erwartbar war.

Vielen Dank wie immer an unseren Leser Jedi, der uns auf das Erscheinen des neuen Artikels aufmerksam machte.

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