Im April startete John Glaser von Compass Box eine Kampagne, die helfen sollte, die Regeln für schottischen Whisky so zu ändern, dass Hersteller 100% transparent mit ihren Angaben zum Whisky sein dürfen – nachdem er von der SWA für seine Label für Flaming Heart und This is not a luxury whisky abgemahnt wurde. Zur Zeit ist es nämlich nicht erlaubt, am Etikett die einzelnen Bestandteile eines Blends oder eines Single Malts fassgenau aufzulisten. Man darf nur das Alter des jüngsten Whiskys angeben – oder gar keines.

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Nach anfänglichen Solidaritätsbekundungen und dem aktiven Eintreten für diese Änderungen von einigen Playern am Markt (Bruichladdich zum Beispiel) ist es wieder ruhig um die Initiative geworden, zumindest, was die öffentliche Wahrnehmung betrifft. Grund dafür ist wohl auch, dass sich die ganz Großen im Business, wie zum Beispiel Diageo und Pernod Ricard, in dieser Angelegenheit (noch) nicht deklariert haben.

Im Hintergrund aber arbeitet Glaser natürlich nach wie vor an der Kampagne, und Words of Whisky hat ihn in einem Interview dazu befragt. Laut dem Interview arbeitet man mit der SWA zusammen und hofft, dass es noch dieses Jahr eine Lösung des Problems geben wird.

Alle Fragen und Antworten sowie eine Zusammenfassung der Vorgeschichte auf Words of Whisky.

John Glase, Compass Box
John Glaser, Compass Box