Neu: Douglas Laing’s Provenance Coastal Collection

Vier Einzelfassabfüllungen von schottischen Whiskyinseln – das sind die Bottlings, die in der neuen Provenance Coastal Collection von Douglas Laing erscheinen werden.

Die Serie beginnt mit dem soeben angekündigten Bunnahabhain 10yo, der aus einem Refill Hogshead stammt und von dem insgesamt 383 Flaschen in den Verkauf kommen. Abgefüllt wurde der Bunnahabhain mit 48%, ohne Farbstoffe und ohne Kältefiltration.

Die Abfüllungen werden auch bei uns erhältlich sein, in Deutschland über das Bremer Spirituosen Contor, in Österreich über Genuss am Gaumen, jeweils über die Importeure der Abfüllungen von Douglas Laing im entsprechenden Land. Einen Preis können wir dabei leider noch nicht nennen, auch Tasting Notes waren in der Aussendung leider nicht enthalten.

Neben dieser neuen Abfüllung wurden für die seit 2004 im Verkauf befindliche Provenance-Serie auch noch ein Glengoyne 10yo, ein Caol Ila 6yo und ein Balmenach 10yo angekündigt. 

Serge verkostet: Ardbeg 10 (2018) vs. Ardbeg 18 (1930)

Der ganz normale Ardbeg 10 – ein Standard, wie er im Buche steht: Immer zu haben, vernünftig bepreist, und ganz typisch für die Destillerie, aus der er stammt. Solche Standards haben den Vorteil, dass sie echte Klassiker wurden, sind und werden – und den Nachteil, dass man sie gerne im ganzen Marketingeschrei über neue Abfüllungen vergisst.

Daher ist der Zugang von Serge, am Tag des Erscheinens der neuen Committee-Abfüllung von Ardbeg über den Standard par excellence zu berichten, irgendwie sympathisch, finden wir. Und dass als „Beigabe“ ein ultrararer Ardbeg aus der Zeit zwischen den Weltkriegen mit dabei ist, macht die heutige Verkostung noch spannender.

Hohe Punkte gibts jedenfalls für beide Whiskys in der Verkostung:

  • Ardbeg 10 yo ‘Ten’ (46%, OB, +/- 2018): 90 Punkte
  • Ardbeg 18 yo ‚Special Liqueur‘ (91.3° US proof, OB, USA, Kraus Import New York, 4/5 quart, 1930s): 95 Punkte
Ardbeg. Bild © Jochen Wied

Wir verkosten: Ardbeg Grooves – Committee Release 51,6% vol. Alk.

Ardbeg Grooves
Committee Release
51.6% vol. Alk.
Verkoster: Silvia Behrens, Bernhard Rems
Sample: Ardbeg

Ab heute ist der Ardbeg Grooves Committee Release für Mitglieder erhältlich – und natürlich fragt man sich, ob sich der Kauf lohnt – abgesehen davon, dass man als Ardbeg Fan sowieso versuchen wird, die jährliche Committee-Abfüllung zu bekommen. Aber: was darf man sich geschmacklich erwarten? Wir haben ein Sample des Ardbeg Grooves, der in stark gekohlten Weinfässern reifen durfte, verkostet.

Nase: Sofort nach dem ersten Einschenken dominiert der typische Ardbeg-Rauch. Teerig, harzig, etwas maritim. Der nimmt sich aber nach ein paar Augenblicken zurück, und dann riecht man Paprikapulver edelsüß, am Topfboden leicht angebrannten Vanillepudding mit etwas Zitronenzesten, ein halbsaftiges Beef Jerky und eine aufgeplatzte Folienkartoffel, die etwas Holzasche abbekommen hat.

Gaumen: Die Speisefolge ist süß – rauchig – süß. Anfänglich eine Woge Crème brûlée, dann explodiert die Rauchigkeit, um sich mit erneuter Süße zu verabschieden. So rauchig und fett, süß und wuchtig ist der Groove, dass man sich schwer tut, die einzelnen Aromen im Kopf zu trennen: Türkischer Honig in Asche gewälzt mit Matchapudding und einem japanischen süßen Bällchen aus Reis und Algen plus umami. Hinten weg dann noch Nashibirne – allerhand.

Finish: Lang, ins Süße gehend, aschig aber keine Spur trocken werdend. Bezeichnend: Im leeren Glas bleibt mehr Süße als Rauch.

Alles in allem: Spannende Sache. Irgendwie ist er gefällig und kompliziert zugleich. Man merkt ihm an, dass er ein Experiment war – und das ist gelungen. Der Rauch steht, bis auf einen fulminanten Auftritt im Mittelteil, eher im Hintergrund. Die Fässer haben dem Grooves dafür ordentlich Drall ins Süße mitgegeben, und dabei ist er ein klein wenig durchgeknallt, nur ein klitzekleines, liebenswertes Bisschen. Aber das ist genug, um ihn groovy zu machen – und uns Freude.

Seit 2016 verzichten wir in unseren Tasting Notes auf numerische Bewertungen und geben unseren Eindruck nur mehr über die Beschreibung wieder. Wir tragen damit unserem Gefühl Rechnung, dass man mit einem starren Punkteschema Vergleiche forciert, die den Whiskys nicht gerecht werden. PS: Wir haben Geschmack. Unseren. Nicht Ihren. Unsere Verkostungsnotizen sind also kein richterliches Urteil, sondern unser persönlicher Eindruck.

Israel: Milk & Honey Distillery mit zweiter Abfüllung

Bei der „Whisky Live 2018“ in Tel Aviv wird die israelische Milk & Honey Distillery ihren zweiten Single Malt Whisky aus der Experimental Serie vorstellen – nach dem Erscheinen ihrer Erstausgabe im Vorjahr.

Der schwach getorfte Whisky stammt aus der, so wie der Name sagt, experimentellen Phase der Brennerei im August des Jahres 2014, als man noch auf anderen Brennblasen arbeitete und noch nicht im Destilleriegebäude eingezogen war. Der Brennvorgang geschah in einer kleinen Potstill in einem Lagerhaus, unter der gemeinsamen Aufsicht von Master Distiller Tomer Goren und dem leider bereits verstorbenen Dr. Jim Swan, der damals ein Konsulent der Brennerei war.

43 Monate lang reifte der Whisky in zwei Fasstypen: zunächst in einem 225 Liter fassenden amerikanischen Eichenfass ohne Vorbelegung, nach 28 Monaten dann in einem ex-Bourbonfass.

Hier die englischsprachigen Tasting Notes:

Nose – a delicate maltiness with a hint of lemon in the background, combined with light oak notes and cinnamon, all enveloped in light  peat smoke  appearing in the background.

palate – light-bodied with a malty sweetness, lemon and orange peel notes followed  by a light tang of black pepper and delicate peat smoke. These combine to make a whisky that is both balanced and complex.

Finish – long. Delicate peat dominates the finish, with a hint of maltiness in the background and dark chocolate notes.

General – a balanced and complex whisky. The combination of delicate maltiness and light peat that creates an interesting whisky that develops as you drink.

Um den Whisky nach der Whisky Live 2018 kaufen zu können, muss man allerdings nach Israel reisen – er wird dort exklusiv von Hacarem Spirits Ltd. vermarktet und verkauft, berichtet Whiskyintelligence. 500ml kosten NIS 449.

 

Neu: Bunnahabhain 2004 Moine Brandy Finish, 2003 Pedro Ximénez Finish

Einmal getorft, einmal ungetorft – das sind die beiden neuen limitierten Abfüllungen, über die uns die Destillerie Bunnahabhain informierte.

Der Bunnahabhain 2004 Moine Brandy Finish ist ein getorfter Malt, der in Brandyfässern gefinisht wurde – eine Novität für die Brennerei. Abgefüllt wurde er mit 55.7% vol. Alk. – und seine Tasting Notes werden wie folgt beschrieben:

…a complex and intriguing nose of honeyed nuts and rich oak, with hints of dried fruit and grapes, and a smoky peppery finish. Truly distinctive, it has a rich and smooth palate, created by a perfect balance of dried fruit, rich brandy influence and strong smokiness with a lingering sweet finish.

Der Bunnahabhain 2004 Moine Brandy Finish wird „in ausgewählten Märkten erhältlich sein“ (wir sind noch dabei zu eruieren, ob der deutschsprachige Raum zu diesen gehört) und kostet im Vereinigten Königreich  80 Pfund.

Ungetorft ist der Bunnahabhain 2003 Pedro Ximénez Finish. Ihn hat man nach einem Finish in genannten Sherryfässern mit 54.8% vol. Alk. abgefüllt. Die englischen Tasting Notes klingen wie folgt:

The rich, syrupy malt has a sweet nose of toffee, dried fruit, nuts and chocolate.This exceptional whisky is golden in colour, reflecting a deep palate of Pedro Ximénez influence with a taste of toffee, honeyed nuts and notes of raisins and sultanas creating a deliciously long and sweet finish.

Hier hat man einen Verkaufspreis von 85 Pfund genannt, und auch in seinem Fall können wir nur annehmen, dass er auch in Deutschland erhältlich sein wird.

Neu in der TTB-Datenbank: Bowmore 52yo

Den wird man sich wohl nicht mal nur eben so leisten, wenn er dann veröffentlicht wird: In der US-amerikanischen TTB-Datenbank findet sich ein Label für eine Originalabfüllung aus der Destillerie Bowmore. Es handelt sich um einen Bowmore aus dem Jahr 1965, der 52 Jahre reifen konnte.

Abgefüllt wurden laut dem Eintrag in der Datenbank 232 Flaschen mit je 42% Alk. /Vol. – das wäre genug, um die exklusive Abfüllung (und um eine solche handelt es sich auf Grund des Alters auf jeden Fall) weltweit zu vertreiben. Ob, wie und wann das passiert – wir wissen es noch nicht.

Über den Preis wollen wir jetzt mal nicht zu intensiv nachdenken, es reicht wohl zu wissen, dass der Bowmore 1965 nicht jedermanns Sache sein wird. Obwohl er jedermanns Sache wäre :-).

Hier die Etiketten aus der Datenbank:

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf. 

PR: Das Peat & Love Festival zum Ardbeg Day 2018 – Ardbeg Grooves

Ab morgen gelangt der Ardbeg Grooves in der Committee-Abfüllung in den Verkauf – Grund genug, Ihnen die diesjährige Sonderabfüllung der Islay-Destillerie vorzustellen. Zunächst geschieht dies heute mit der offiziellen Pressemitteilung, in der die Hintergründe der Abfüllung beleuchtet werden und auch der Ardbeg Day genauer angekündigt wird. Zusätzlich bieten wir Ihnen heute noch die offiziellen Tasting Notes zum Ardbeg Grooves.

Hier also die gesammelten Infos von Ardbeg:

Das Peat & Love Festival zum Ardbeg Day 2018

Ardbeg Grooves Committee Bottling Release am 14. März

Islay, München, Offenbach. 12. März 2018.  Die Ardbeg Destillerie dreht den Plattenteller weit zurück und gibt das Motto des diesjährigen Ardbeg Days am 2. Juni 2018 bekannt: „Peat & Love“. Ursprünglich als rein lokale Veranstaltung während des Fèis Ìle, dem Festival für Malt und Musik auf der schottischen Hebriden-Insel Islay gefeiert, ist der Ardbeg Day zwischenzeitlich auf der ganzen Welt mit hunderten Veranstaltungen zu Hause. In Deutschland wird die größte Fete in Offenbach am Main stattfinden. Inspiriert durch den alternativen Lebensstil und unorthodoxen Geist der bunten Flower-Power-Zeit, veröffentlicht Ardbeg die diesjährige Limited Edition: Den Ardbeg Grooves. Diese Abfüllung wurde in ehemaligen Weinfässern gereift. Das Besondere: Die Fässer wurden intensiv verkohlt, um tiefe Rillen (engl. Grooves) in die Fassinnenseite zu bekommen. Das Ergebnis ist ein aromatischer Single Malt Whisky mit Noten von geräucherten Gewürzen, Lagerfeuer in der Ferne und einem ungewöhnlich pikanten Duft von Chili-gewürztem Fleisch. Destillerie-Manager Mickey Heads sagt: „Die Ardbeg Kommune der 1960er Jahre war noch ein ganz anderer Ort – eine groovige, kleine Gemeinde mit eigenem Postamt, Billardhalle und zwei Chören. Heutzutage ist die Ardbeg-Community weltweit verteilt und Ardbeg Day der beste Weg für uns alle zusammen zu kommen.“

Ardbeg Grooves Committee Release (51,6 % vol. Alk.): Verkauf am 14. März 2018 über http://Ardbeg.com  solange der Vorrat reicht.

Verkostungsnotiz

Die Farbe: Wie Berbere, eine orange-rötliche, afrikanische Gewürzmischung

An der Nase: Intensive Aromen von geräuchertem Zimt und Paprika, antikes Leder und Sattelseife, mit den klassischen Ardbeg-Aromen von Kiefernharz, Teer und salziger Meeresgischt im Hintergrund. In der Ferne ein duftendes Lagerfeuer an der Pier der Destillerie mit einer ungewöhnlich pikanten Note von Chili-gewürztem Fleisch. Ein kleiner Spritzer Wasser gibt einige schöne, unerwartete Aromen frei: Lavendelseife, gemahlener weißer Pfeffer mit floralen Noten. Frischer Blumenduft mischt sich mit Korianderblättern und Minze.

Auf der Zunge: Ein kraftvoll-salziges Mundgefühl driftet in süße Schwingungen von Melassesirup, Vanille-Popcorn, gesalzenen Früchten wie Pfirsiche mit Ruß und Teer. Unverwechselbare pikante Noten von rauchigem BBQ, Paprika und Senf – gewürzt mit einem Schleier aus Äpfeln und geräucherten Birnen, fast wie Birnen Cider.

Im Nachhall: Geräucherte Paprika und Aromen eines Lagerfeuers mit einer sanften Süße.

Neu: Old Ballantruan 15yo

Tomintoul kommt mit einer neuen Abfüllung des Old Ballantruan auf den Markt: Wie unter anderem scottishfield.co.uk schon vor einer Woche berichtete, wird die Speyside-Destillerie Tomintoul mit dem Old Ballantruan 15yo ihre Range an getorften Whiskys erweitern.

Er ist damit nach dem 10yo und dem alterslosen Old Ballantruan das dritte und bislang älteste Mitglied der Serie. Seine Rauchigkeit kommt, in den Worten der Destillerie, ohne die von Islay bekannten maritimen und jodigen oder teerigen Noten aus, trägt dafür leichte Süße, wie es dem ungetorften Destillat von Tomintoul entspricht. Der Level der Torfung ist mit 55ppm ansehnlich, wird mit 50% abgefüllt und kostet in England 69 Pfund. Erhältlich wird er auch bei uns sein, sowie in ausgesuchten asiatischen Märkten.

Danke an Glen Farclaus für den Hinweis!

Serge verkostet: Highland Park x4

Zu den Destillerien, die einen Sonderstatus im Mindset von Whiskyfreunden besitzen, zählt sicherlich auch Highland Park, eine der beiden Brennereien auf den Orkney Islands im Norden Schottlands. So ein Status bringt einige Vorteile mit sich – aber auch einige Nachteile. Ein Vorteil wäre, dass man der Destillerie viel guten Willen entgegenbringt, ein Nachteil, dass man sie auch schärfer beobachtet als andere.

Wir merken zum Beispiel immer wieder, dass Artikel über Highland Park mehr gelesen werden als – um einen willkürlichen Vergleich zu bringen – über Glen Spey. Serge geht es da mit seinen Verkostungsnotizen wahrscheinlich auch nicht anders, etwas über Highland Park ist immer interessant zu lesen.

Heute sind es vier verschiedene Abfüllungen, die Serge bespricht, zwei aus der Destillerie, zwei unabhängige. Ohne viel weitere Vorrede kommen wir gleich zu den Eckdaten der Verkostung:

  • Highland Park ‘Voyage of the Raven’ (41.3%, OB, travel retail, 2017): 80 Punkte
  • Highland Park 18 yo ‘Viking Pride’ (43%, OB, +/-2018): 87 Punkte
  • Highland Park 14 yo 1996/2010 (46%, Mo Or Collection, bourbon hogshead, cask #6457, 475 bottles): 90 Punkte
  • Orkney 10 yo 2007/2018 (63%, Claxton’s, hogshead, cask #1836-008, 330 bottles): 88 Punkte
Highland Park © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen

The Harrogate Distillery baut aus, steigt in Whiskyproduktion ein

Etwas nördlich von Leeds findet man Harrogate, und in diesem Ort die nach ihm benannte Harrogate Distillery. Sollten Sie von ihr noch nie etwas gehört haben, so liegt es daran, dass sie keinen Whisky produziert, sondern Gin. Und zwar Whittaker’s London Dry, Navy Strength und Clearly Sloe.

Das soll sich jetzt aber ändern, denn wie die Brennerei gestern bekanntgab, will man die Destillerie ausbauen, ein Besucherzentrum hinzufügen und vor allem auch in Zukunft einen eigenen Whisky produzieren. Weiters will man auch Ausrüstung zum Brauen kaufen, einen eigenen Kräutergarten anlegen und das Dach mit Solarzellen versehen. Generell möchte man sich, so der Artikel in The Spirits Business, mehr in die Richtung „from Grain to Glass“ bewegen, also möglichst viele Schritte der Produktion und möglichst viele Zutaten vor Ort haben. 

Die 2015 gegründete Destillerie in Yorkshire beschäftigt momentan vier Personen und will den Personalstand mit dem Ausbau auch aufstocken. Einen genauen Zeitplan hat man nicht vorgelegt.

Photo credit: 70023venus2009 / CC BY-ND

Neu: The Brisbane von Fusion Whisky

Nach The Glover, The E&K und The Winter Queen bringt Fusion Whisky aus Edinbrugh einen neuen „internationalen“ Whisky, diesmal ein blended Malt aus Schottland und Australien, der sich „The Brisbane“ nennt.

Der Name kommt nicht von der Stadt in Australien, sondern vom berühmten Wissenschaftler, der ihr (und einem Mondkrater) den Namen gab: Thomas Makdougall Brisbane aus Largs in Schottland, wo er 1773 geboren wurde.

Der australische Whisky für den Blend kommt von der Starward Distillery, wo die Abfüllung auch am Wochenende von Alex Bruce, Master Distiller bei Ardnamurchan und Master Blender für Fusion Whisky, vorgestellt wurde. Auch David Broom und Charles MacLean waren vor Ort.

Im Whisky finden wir Anteile von fünfjährigem Starward Whisky aus fünf ex-Apera Fässern, sowie zwei ex-sherry hogsheads aus Glen Garioch und Teile eines ex-sherry butts aus Glen Grant. 932 Flaschen zu je 150 Pfund gibt es von ihm, abgefüllt wurde er mit 57.5%. Wir haben hier auch die englischsprachigen Tasting Notes für Sie:

Mahogany with amber lights. initially nose drying, with freshly baked croissants topped with butterscotch sauce, pecan pie, ginger, runny honey, chocolate éclairs and banoffee.

Chocolate éclairs in the taste with stone fruits in the development:  ripe plum, apricot and tinned prune juice.

Sweet overall in the finish; creamy mouthfeel, bitter chocolate and more toffee to finish.

Der Whisky ist übrigens auch der erste, der die Blockchain-Technologie benutzt, um dem Konsumenten die komplette Erzeugungsgeschichte der Flasche auf einer Website nachvollziehbar zu machen. Adelphi hat die Technologie bereits für einen einjährigen Spirit benutzt, dies ist aber das erste Mal, dass sie auf einen Whisky angewendet wird.

 

Video: Ralfy verkostet Ben Nevis 14yo Single Cask 46% (Review #717)

Nicht immer werden Einzelfassabfüllungen auch in Fassstärke auf den Markt gebracht. Manchmal füllen sie die Abfüller (ob unabhängig oder in der Destillerie) auch mit Trinkstärke ab. Dies ist auch beim heutigen Whisky in Ralfys Videoreview der Fall.

Es handelt sich um einen 14-jährigen Ben Nevis aus der Destillerie, der im Jahr 2007 mit 46% in die Flasche und dann in eine recht hübsche Holzbox kam. Ralfy hat die Flasche im Video zum Ben Nevis 10yo vor zwei Wochen bereits gezeigt, nun bespricht er sie in seinem neuesten Video, Nummer 717.

87 Punkte gibt es im 15 Minuten langen Video für den Whisky, und wie immer ist es sehenswert auch der Zusatzinformationen, die man von Ralfy bekommt. Sie finden es obenstehend oder direkt auf Youtube.

The Shout: So geht es bei der australischen Nant Distillery weiter

Nachdem die Australian Whisky Holdings (AWH) im Vorjahr die durch fragwürdige Geschäftsgebarung in der Existenz bedrohte Nant Distillery aufgekauft hatte (Berichte zur Nant Distillery können Sie hier abrufen), hat man sich einige Zeit gelassen, um die weitere Zukunft der Brennerei zu überdenken und die wirtschaftliche Vorgehensweise abzuklären.

Nun ist man laut einem Artikel in The Shout zu einem Ergebnis gekommen und präsentiert der Öffentlichkeit den Plan zur Fortführung der Nant Distillery, die trotz aller Turbulenzen doch ein Stück australischer Whiskygeschichte ist:

  • Zunächst will man die Produktion in einem ersten Schritt von ca. 400 Fässern im Jahr auf ca. 700 Fässer steigern.
  • Dazu wird man die bestehende Infrastruktur benutzen, mit einigen leichten Modifikationen an den bestehenden Brennblasen.
  • Diese Änderungen werden in ca. vier bis fünf Monaten zum Tragen kommen und etwa eine halbe Million Australische Dollar kosten
  • Die zweite Stufe wird ein zusätzlicher Neubau der Brennerei auf dem Nant-Gelände sein. Dazu hat die AWH bereits zwei Brennblasen, die die existierenden Stills der Destillerie replizieren, in Schottland erworben.
  • Damit hat man dann die Möglichkeit, je nach Geschäftsgang, die Produktion auf bis zu 1500 Fässer im Jahr auszubauen, sollte man sich zu einem Betrieb rund um die Uhr entschließen.
  • Diese Ausbaustufe wird nochmals 2.5 Millionen Australische Dollar kosten

Wann man mit der zweiten Stufe des Ausbaus beginnt, ist noch nicht festgelegt, so der Artikel in The Shout.

Serge verkostet: Springbank Local Barley

Let’s do the time warp again – Serge Valentin vergleicht heute mit seiner Verkostung zwei Abfüllungen einer Destillerie, die durch jede Menge Zeit getrennt und jede Menge Gemeinsamkeiten verbunden sind.

Diesmal geht es um Springbank und dabei genau gesagt um den Local Barley 10yo vs. den Springbank Local Barley 32yo aus dem Jahr 1998, der Destillat aus dem Jahr 1966 enthält und für Taiwan produziert wurde.

Serge geht dabei nicht spärlich mit Lob um – der alte Local Barley erreicht astronomische Höhen bei der Punktezahl, aber auch der neue Local Barley kann mt einer Neun an der ersten der beiden Stellen aufwarten. Keine schlechte Wertung für einen gerade mal zehn Jahre alten Malt.

Hier die beiden Whiskys aus der Verkostung mit ihren Daten:

  • Springbank 10 yo 2007/2017 ‘Local Barley’ (57.3%, OB, 9000 bottles): 90 Punkte
  • Springbank 32 yo 1966/1998 ‘Local Barley’ (55.1%, OB, Taiwan, cask #496): 94 Punkte