Es scheint so, als sei das Rennen um die erste Destillerie in den Borders entschieden: Wie wir über Rüdiger Jörg Hirst (alba-collection.com) von den Betreibern der Borders Destillerie in Hawick erfahren haben, will man dort in der zweiten Novemberwoche mit der Whiskyproduktion beginnen. Damit wird die im Besitz der Three Stills Company befindliche Destillerie wohl die erste Brennerei in der Region seit 1837 werden.
Das gesamte Projekt hat sich in nicht einmal zwei Jahren (Finanzierung sichergestellt im November 2015, Bauantrag eingereicht im März 2016) zur Produktionsreife entwickelt.
Einige Zeit war sie eingemottet, 2014 ging sie wieder in Betrieb: Die Destillerie Glen Keith in der Speyside. Wer Whisky aus ihr verkosten wollte (und wer fruchtige Speysider liebt, der wollte das), musste auf unabhängige Abfüllungen zurückgreifen. Das scheint sich, zumindest für Konsumenten in Großbritannien, nun zu ändern.
Eigentümer Pernod Ricard bringt nun laut The Spirits Business eine neue Abfüllung aus Glen Keith (vorerst, wie der Artikel sagt) auf den britischen Markt: Glen Keith Distillery Edition. Zum Weihnachtsgeschäft wird der alterslose, mit 40% abgefüllte Glen Keith auf den Markt kommen – und ca. 30 Pfund kosten. Leider wissen wir nicht, wie der Whisky zusammengesetzt ist. Ob er eine Mischung alter und neuer Fässer (deren Inhalt nun mittlerweile auch schon drei Jahre alt und daher als Whisky verwendbar ist) wird, wird man wohl erst durch eine Verkostung ermitteln können.
Während in der Raasay Distillery nach der Eröffnung schon mit schöner Regelmäßigkeit destilliert wird (wir aber noch knapp drei Jahre auf den ersten möglichen Whisky von dort warten müssen), überlegt man sich im Unternehmen natürlich auch, wie man die Zeit bis zum Verkaufsstart der eigenen Produktion überbrücken kann. Raasay „While U Wait“ war eine der bisherigen Antworten, und The Tweeddale (benannt nach einem Bottling, das Alasdair Day’s Großvater herstellte) als zweite Abfüllungsserie ebenso.
Und eben aus dieser Abfüllungsserie gibt es nun eine recht interessante Neuerscheinung, die, nach einer Ankündigung im Sommer, nun aktuell wird: The Tweeddale „A Silent Character“ 27yo – ein Single Grain aus zwei ex-Bourbon Fässern der Cambus-Destillerie. Der Name leitet sich vom Umstand ab, dass diese Graindestillerie seit 1993 nicht mehr produziert, also „silent“ ist.
Der Whisky, von dem es weltweit unter 500 Flaschen geben wird, ist mit 52% abgefüllt. Einen Preis dazu kennen wir nicht, aber die originalen Tasting Notes, die wir hier für Sie wiedergeben:
Nose: Fresh oaky, with peach pastries, lemon and lime, followed by a honey, toffee. A sweet and rich nose.
Palate: Hints of pear, mixed in with a spicy cognac.
Gemeinsam mit Thomas Plaue und ca. 30 whiskybegeisterten Gästen konnten wir am 11. Oktober im Union Jack Whisky Pub in Berlin sämtliche 10 Abfüllungen der Diageo Special Releases 2017 verkosten – alle an einem einzigen Abend, alle fachkundig vorgestellt vom Master of Whisky bei Diageo himself. Wieder durften wir, wie schon im vorigen Jahr, dieses Tasting auf Video aufzeichnen und möchten diese Aufnahmen nun in der nächsten Zeit mit Ihnen hier teilen.
Teil 03 – Blair Athol 23yo
Im dritten Teil unserer Videoserie nehmen wir uns eines Highlanders an – dem Blair Athol 23yo:
Destilliert: 1993 58,4 Vol.-%
Region: Highlands
Fass: Ehemalige Weinfässer aus europäischer Eiche
Max. 5.514 weltweit verfügbar
UVP: 459 €
Die ausführlichen offiziellen Tasting Notes:
Ein hervorragender Blair Athol, der seinen eigenen, vollmundigen, nussig-würzigen Charakter beibehalten hat. Ein vollmundiger, fruchtiger Malt aus besonders feinen ehemaligen Bodega-Fässern. Lebhafte Frucht- und Gewürznoten brechen durch den dicken, süßen Charakter und offenbaren die wahre Komplexität dieses Whiskys, der sich als echter Winterwärmer präsentiert.
Farbe: Die Farbe von Hagebuttensirup mit bronze- und purpurfarbenen Akzenten. Reichhaltige Perlung und Textur.
Nase: Zuerst weinartig, dann trockener. Doch schon bald machen sich Erdnusskrokant und Honig bemerkbar, intensiv süß mit einem pikanten Charakter. Toffee- und Karamellnoten setzen das Aroma fort, mit einem Hauch von Creme Brûlée und gebackenen Bananen. Danach kommt eine komplexe Schicht Kräuter und Gewürze: Estragon und Minze mit wärmenden Gewürzen. Das Aroma öffnet sich mit Butterminze und weiteren Nussnoten sowie mit pikanten Blättern und einem Hauch Waldboden. Etwas Wasser wirkt trocknend und bringt eine Spur Schokoladen-Malz ein.
Körper: Mittelschwer bis schwer, mit einer öligen, reichhaltigen Textur.
Gaumen: Reichhaltig, vollmundig, süß und wärmend. Und dazu auch fruchtig. Pikanter als die Nase, mit etwas Holzkohle vom Fass, würziger Eiche und Lakritz. Die Wärme von Anissamen und die Süße von Melassetoffee bringen leichtere, süßere Noten von kandierter Zitronenschale und gewürztem Kochapfel hervor, bevor das Aroma wieder zu blätterigen Kräutern und wärmenden Gewürzen zurückkehrt. Wasser hebt sanft die Süße mit bittersüßen Früchten und Eiche sowie mit süßem Paprika.
Abgang: Süß duftend und würzig, nachdem sich die Süße von Minzcreme und Streuzucker verflüchtigt. Ein Kräutergarten nach dem Regen sowie weiche, eichige Gewürze bleiben übrig. Frische Minze mit Waldboden-Noten und gekohlter Eiche.
Unser Eindruck: In der Nase durchaus kantig, aber dann am Gaumen ein wunderbar harmonisches Geschmackserlebnis mit einer intensiven, aber dabei durch und durch eleganten Sherrynote. Das ist ein Whisky, der dazu einlädt, sich mit ihm zu beschäftigen und der immer wieder schöne Nuancen zeigt. Mit Wasser vorsichtig sein – lieber ohne genießen.
Schon 1984 veröffentlichte Midleton ihre erste Ausgabe des Very Rare Vintage, jetzt ist die 34. Ausgabe erschienen. Dieser Irish Blend aus Single Pot Still Whiskey und Grain Whiskey stellt das Flagschiff der Irish Distillers dar, sie wenden sich mit dieser Abfüllungsserie sowohl an Liebhaber des Irish Whiskeys als auch an Sammler.
Zur 2017er Ausgabe gibt es auch Änderungen im Aussehen, das Flaschendesign und die Präsentationsschachtel wurden einer Modifikation unterzogen. Die 2017er Ausgabe dieses Blends ist in diesem Monat in den USA, Kanada, Irland und im irischen Travel Retail erhältlich. Die UVP ist, wie bei Whiskyintelligence zu lesen, mit 180,- Euro angegeben.
Zusammen mit der neuen Ausgabe des Midleton Very Rare Vintage stellen die Irish Distillers auch ihren neuen Midleton Very Rare Cask Circle Club vor. Hier können Freunde des Irish Whiskeys und Sammler ihr eigenes Fass erwerben – zum Start dieses Clubs stehen 30 unterschiedliche Fässer zur Auswahl. Die Altersspannweite reicht von 12 bis zu 30 Jahren, als Fassarten stehen Bourbon, Sherry, Malaga, Port, Irish Oak und Rum Fässer zur Auswahl.
Heute bei Serge Valentin im Programm: Clynelish mit zwei unabhängigen Abfüllungen. Die Labels dieser Bottlings fallen durch einen künstlerischen Ansatz auf. Und der Whisky steht hier in nichts zurück. Mit 88 bzw. 91 Punkten haben wir heute auf Whiskyfun eine Verkostung auf Top-Niveau – wie eigentlich sehr oft bei Clynelish.
Die beiden heutigen Clynelish:
Clynelish 20 yo 1996/2017 (48%, Artist Collective, La Maison du Whisky, 2 casks) 88 Punkte
Clynelish 21 yo (56.1%, Elixir Spirit, Art of Whisky Distilling, 251 bottles) 91 Punkte
Zwei Neuerscheinungen haben wir uns aus der TTB-Datenbank in den USA herausgepickt, wie üblich aus Copyrightgründen ohne die Labels hier selbst abzubilden – aber nachdem Informationen keine „besitzbaren“ Güter sind, können wir natürlich auf die öffentlich zugänglichen, aber nicht rechtefreien Illustrationen verlinken:
Der Macallan 40yo, der aus spanischen Sherryfässern stammt und mit 44% Alkohol abgefüllt wurde, ist auf 465 Flaschen limitiert – die Chancen, ihn weltweit zu sehen, sind wohl gegeben; ihn sich auch leisten zu können dann eher weniger. Hier geht es zu den Etiketten.
Leistbarer wird wohl der anCnoc peatheart sein, der mit 40ppm getorfte und mit 46% abgefüllte „heavily peated“ Whisky aus der Destillerie Knockdhu. Er reiht sich wohl in die mittlerweile recht umfangreiche Serie getorfter Abfüllungen der Highland-Destillerie ein. Hier können Sie die Etiketten ansehen.
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.
Auf unserem Radar ist die Aberargie Distillery bereits im Jahr 2013 aufgetaucht, als Gerüchte laut wurden, die Morrisons wollten nach dem Verkauf ihrer Destillerien (z.B. Bowmore) wieder ins Brennereigeschäft zurückkehren.
2014 wurde dann der Bauantrag für die Brennerei in Perthshire eingereicht, und danach zügig gebaut. 750.000 Liter Jahresproduktion eines leicht getorften (10ppm) Whiskys will man dort, wo jetzt schon die Lagerhäuser des unabhängigen Abfüllers Morrison & Mackay stehen und das Scottish Liqueur Centre beheimatet ist, herstellen. Man will damit, so Distillery Manager Allan Anderson, an den alten Whiskystil, der dort in der Gegend gepflegt wurde, wieder anschließen – auch unter Verwendung lokaler Gerste, die auf den umliegenden Feldern, die ebenfalls zum Teil dem Besitzer der Destillerie, Jamie Morrison, gehören.
In einer früheren Version des Artikels waren die Lagerhäuser fälschlicherweise der A. D. Rattray zugeschrieben – wir bitten den Fehler zu entschuldigen.
Gemälzte Gerste kommt heute in Aberargie an. Bild: Morrison & MacKay – Facebook.
Heute ist in der Destillerie die erste gemälzte Gerste geliefert worden (siehe obenstehendes Bild), und wie Horst Lüning von whisky.de auf Facebook schreibt soll die Lowland Distillery bereits nächste Woche in Produktion gehen. Wir bleiben jedenfalls dran für Sie.
Fast jeder Whiskyfreund kennt ihre Werke. Sie machen detaillierte und aktuelle Karten der verschiedenen Whiskyregionen der Welt, die auch mit historischen Details gespickt sind. Und wer in Deutschland Whiskymessen besucht, der hat sie wahrscheinlich auch schon einmal persönlich getroffen: Frank Waschkowski und Rüdiger Jörg Hirst von alba-collection.
Wir haben die beiden im Rahmen der Aquavitae zu ihrer Arbeit interviewt und sie zum Beispiel auch gefragt, wie sie an die Informationen kommen, die in ihrer Tiefe wohl ihresgleichen suchen. Aber auch einige andere Aspekte ihrer Arbeit versuchen wir zu beleuchten.
Viel Freude mit unserem Gespräch mit den Köpfen hinter den Karten der alba-collection, das Sie auch auf unserem Youtube-Kanal finden!
Momentan wird rund um den Globus so richtig Geld in die Hand genommen, um alte Destillerien mit neuem Leben zu erfüllen, neue zu bauen oder bestehende zu erweitern. Das nächste Unternehmen, das sich nun mit einer nicht unerheblichen Investition in die Schlagzeilen bringt, ist der US-amerikanische Erzeuger Heaven Hill.
Wie The Spirits Businessberichtet, wird man die Bernheim Destillerie in Louisville, Kentucky, wo man unter anderem die Marke Elijah Craig produziert, um 25 Millionen Dollar erweitern. Damit soll sie die größte Destillerie in Kentucky werden.
Neben Elijah Craig werden dort auch die Marken Evan Williams, Larceny und Henry McKenna erzeugt. Daher möchte man die Kapazität auf insgesamt 400.000 barrels pro Jahr erhöhen und dafür jede Menge zusätzliche Gerätschaft einbauen.
Schon vor einem Jahr hat man 15.5 Millionen in die Destillerie gesteckt und damit die ursprüngliche Kapazität um ein Drittel erhöht. Man ist sich nicht sicher, ob die neuerliche Investition jetzt ausreichen wird, denn der Bourbon-Boom geht ungebrochen weiter und man hätte ihn schon vor sechs oder sieben Jahren antizipieren müssen, um wirklich vorbereitet zu sein, meint Max L Shapira, der Präsident der Heaven Hill Brands.
Warehouses von Heaven HillEinige der bekanntesten Produkte der Heaven Hill Distillery.
Mehr als 120 Whiskybrennereien gibt es momentan in Deutschland, die meisten davon sind allerdings Mini- und Microbetriebe, die oft noch nebenberuflich betrieben werden. Die Zeitzer Whisky Manufaktur ist so eine, allerdings auf dem Sprung in eine Vollerwerbsbrennerei, wie man einem recht interessanten Artikel auf volksstimme.de entnehmen kann, auf den uns unser Leser „Jedi“ aufmerksam gemacht hat.
Im Artikel wird die Destillerie, die übrigens eine Lomond Still verwendet, ausführlich beschrieben, aber es geht auch um die deutsche Whiskyszene im Allgemeinen, mit einem Statement der Vizepräsidentin des Verbandes Deutscher Whiskybrenner, Michaela Habbel. Auch auf andere Destillerien in Sachsen- Anhalt (derer gibt es sieben) wirft man einen kurzen Blick.
Gemeinsam mit Thomas Plaue und ca. 30 whiskybegeisterten Gästen konnten wir am Mittwoch, den 11. Oktober im Union Jack Whisky Pub in Berlin sämtliche 10 Abfüllungen der Diageo Special Releases 2017 verkosten – alle an einem einzigen Abend, alle fachkundig vorgestellt vom Master of Whisky bei Diageo himself. Wieder durften wir, wie schon im vorigen Jahr, dieses Tasting auf Video aufzeichnen und möchten diese Aufnahmen nun in der nächsten Zeit mit Ihnen hier teilen.
Teil 02 – Teaninich 17yo
Wir verkosten in dieser Folge den Teaninich 17yo, den Diageo zum 200-Jahr Jubiläum der Highland Brennerei aufgelegt hat.
Destilliert: 1999 55,9 Vol.-%:
Region: Highlands (Küste)
Fass: Wiederbefüllte Hogshead-Fässer aus Amerikanischer Eiche & wiederbefüllte Fässer aus Amerikanischer Eiche
Begrenzte Anzahl weltweit verfügbar
UVP: 319 €
Die ausführlichen offiziellen Tasting Notes:
Ideal als Aperitif oder zur asiatischen Küche. Es lohnt sich, diesen raffinierten Teaninich auszuprobieren. Auf der Oberfläche erscheint er geradlinig und spritzig. Er kombiniert Gras- und Zitrusnoten auf effektive Art und Weise, während satte sowie leicht süße Untertöne seine wahre Komplexität vorstellen.
Farbe: Blassgoldenes Sonnenlicht. Feine Perlung.
Nase: Zugänglich und sanft trocknend. Als erstes fallen die Zitrusfrüchte und der Duft auf: Pfirsich in Sirup, Litschis, Mandarinen und Zitronensorbet mit Heckenkirsche und duftender Eiche. Dahinter verbirgt sich ein würzigeres Flair, mit Noten von Zimt und Muskatnuss, dann Toffeeäpfel, grünes Gras oder Moos und Gebäck. Ganz zuletzt lassen sich Mandeln erkennen. Nach ein paar Minuten dominieren die süßen Noten mit Bonbons, Vanilletoffee und cremigen Karamellbonbons, ausgeglichen durch einen leicht würzigen Hintergrund. Etwas Wasser lässt die weichen Karamellbonbons mehr in den Vordergrund treten.
Gaumen: Ölig und süß, erinnert an Fondant mit einer würzigen Note. Die anfängliche Zitrusexplosion wird durch Bonbonsüße und kribbelnde Gewürze verdrängt, die durch Zitronenkuchen, Vollkornkekse und gewürzte Haferflocken abgelöst werden. Noten scharfer Eiche verblassen und lassen einen Hauch Weingummi und Zitronenschale zum Vorschein kommen. Wasser verdünnt die Bonbonsüße und bringt blätterige Noten, süßes und cremiges Toffee und mehr Gartenobst mit süßen Äpfeln und reifen Birnen hervor.
Abgang: Langanhaltend und wärmend mit würzigem Eichenholz, einer Prise weißem Pfeffer und nachhaltiger Bonbonsüße.
Unser Eindruck: Ein Wechselspiel aus Süße, exotischen Tönen (Lychee) und Zitrusnoten, am Gaumen dann würziger, kann durchaus Wasser vertragen, was ihm dann mehr Toffeenoten gibt. Insgesamt aber für uns kein Überflieger, sondern ein (nicht gerade günstiger) Whisky, der es schwer hatte, sich gegen die anderen Abfüllungen durchzusetzen.
Ein Klassiker und ein Klassiker, der neu aufgelegt wurde: das sind die beiden Kandidaten in der Verkostung von Serge Valentin: Der Glenmorangie Original tritt gegen den Glenmorangie Astar an, und zwar in seiner Version von 2017.
Der Original schneidet mit einem schwachen Gut ab, er ist Serge zu unfokussiert, zu wenig fordernd (was aber, wie er schreibt, auch mit seiner Vorliebe für Fassstärken zu tun haben kann). Und der Astar? Der „Clou“ beim Astar ist ja die Ozark-Eiche, die für die Fässer verwendet wurde, aber in Serges Augen ist sie vielleicht auch die Achillesferse des Whiskys, denn während er generell eigentlich gut über ihn schreibt, ist ihm die Eiche darin zu laut, zu vordergründig und trifft damit bei ihm eines seiner persönlichen Dislikes.
Im Rahmen der Aquavitae 2017 war – unter anderem – auch Whiskyautor, Schauspieler (Angels‘ Share) und Journalist Charles „Charlie“ MacLean zu Gast. Wir haben es uns natürlich nicht nehmen lassen, ihn zu den aktuellen Entwicklungen rund um die Wiedereröffnung von Brora, Port Ellen und Rosebank zu interviewen und seine Meinung zu der ganzen Sache einzuholen. Charles, mit dem wir übrigens im Zuge eines Besuchs von Lagavulin vor zwei Jahren bei Port Ellen vor Ort waren und dort sehen konnten, wie wenig bis nichts von der Brennerei übrig geblieben ist, spricht darüber, was ihn am meisten an der Sache verwundert, wer seiner Meinung nach die treibende Kraft hinter dem Sinneswandel bei Diageo sein könnte und was diese Entwicklung für die Whiskyszene bedeutet.
Viel Vergnügen bei unserem exklusiven, sechseinhalb Minuten dauernden Interview!