Serge verkostet: Benriach im Alter von 24 bis 40 Jahren

Aus der Destillerie Benriach kommen immer wieder einmal ältere Abfüllungen, die in der Regel beweisen, dass der Whisky aus der Speyside-Brennerei gut reift. Serge Valentin demonstriert das an insgesamt fünf Bottlings im Alter von 24 bis 40 Jahren, die allesamt in den hohen 80ern und zweimal sogar mit 90+ Punkten bewertet werden. Die Bestnote geht dabei an eine Originalabfüllung, die im laufenden Jahr erschienen ist.

Hier die Tabelle der Bewertungen der Verkostung:

AbfüllungPunkte

Benriach 25 yo 1998/2023 (57.4%, Hunter Laing, Old & Rare, Platinum, refill oloroso butt, cask #HL20597, 234 bottles) 87 
Benriach 24 yo 1997/2021 (59.4%, malt grain & cane, hogshead, cask #7337, 197 bottles)90
Benriach 25 yo 1995/2020 (49.1%, Maltbarn, sherry, 140 bottles)86
Benriach 30 yo 1991/2023 (51.2%, La Maison du Whisky, Artist #13, second-fill sherry butt, cask #64182)89
Benriach 40 yo ‚The Forty‘ (43.5%, OB, bourbon and Port, 752 bottles, 2023)91

Whisky im Bild: 37 Aufnahmen der Destillerie Royal Lochnagar

Jochen Wied von Joe’s Tastings hat uns von seinen Schottlandreisen wieder jede Menge Bildersets mitgebracht und zur Verfügung gestellt. Wir werden sie mit Ihnen über den Jahreswechsel, wenn die News spärlicher werden, teilen.

Unsere Photo-Reise setzen wir in den Highlands bei der Destillerie Royal Lochnagar in Ballater, Aberdeenshire, fort. Sie wurde 1845 von John Begg gegründet und steht zur Zeit im Besitz von Diageo. Erst unlängst hat sie die Balmoral The King’s Birthday Edition 45yo veröffentlicht, zum Geburtstag von King Charles III. – wir berichteten hier.

Royal Lochnagar von innen und außen können Sie in unserer Galerie sehen – wir wünschen viel Vergnügen damit.

Alle Bilder Copyright Jochen Wied

Lagavulin veröffentlicht Farewell Dram für Iain McArthur

Wir haben bereits darüber berichtet, dass Lagavulins Whiskylegende Iain McArthur nach über 50 Dienstjahren in der Whiskyindustrie in den Ruhestand geht – und dass die Islay-Brennerei dafür eine Abschiedsabfüllung, einen 18 Jahre alten Lagavulin, dessen Fässer Iain selbst befüllt hat, veröffentlichte.

Nun haben wir die englischsprachige Presseaussendung mit mehr Infos (zum Beispiel ausführlichen Tasting Notes) dazu erhalten, und die teilen wir natürlich hier gerne mit unseren Lesern:

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LAGAVULIN PAYS TRIBUTE TO IAIN MCARTHUR WITH LIMITED EDITION IAIN’S FAREWELL DRAM

ISLAY, SCOTLAND, 15TH DECEMBER – Islay’s icon and Lagavulin legend, Iain McArthur, is retiring, following an illustrious career of over 50-years in the whisky industry. McArthur’s invaluable contributions have left an indelible mark on the Lagavulin distillery, its visitors and the people of Islay. In recognition of his dedication Lagavulin proudly announces the release of a very special bottling, ‚Iain’s Farewell Dram.‘

Iain McArthur, Lagavulin’s Warehouse Manager said,

Being part of the Lagavulin family has been the adventure of a lifetime, but now I’m ready for a change of pace. At 18 Years Old, this bottling brings back fond memories for me, enjoying a dram and celebrating moments in my life. I hope everyone that loves this distillery as much as I do gets to enjoy it.”

Iain McArthur started his whisky career at Port Ellen Distillery before joining the team at Lagavulin where he has been an integral part of the team for half a century. Renowned for his versatility, McArthur has seamlessly transitioned between roles, from peat cutting to overseeing casks and conducting his famous warehouse tasting sessions for distillery visitors.

The bottling was carefully selected, with the cask being filled by Iain McArthur 18 years ago, and then the bottles hand poured by Iain at the Lagavulin Distillery this week. Matured in second-fill Manzanilla casks, Iain’s Farewell Dram boasts notes of smouldering wood embers perfectly balanced with ripe orchard fruits an aromatic spice.

Iain’s friends and family were given the first opportunity to purchase a bottling on 14th December. 18 bottles will now be available to buy from Lagavulin Distillery only through a ballot. Drop by the distillery and add your name to the list between Friday 15th to Monday 18th December for an opportunity to purchase.

More information on how to secure a bottle will be released via Lagavulin and Malts.com social profiles in the coming months.

Iain’s Farewell Dram has been bottled at 58.7% ABV, with an RRP of £350.

Lagavulin Iain McArthur Farewell Dram 18-Year-Old Bottling Tasting Notes

Nose: Smouldering embers, dry cereals, Horlicks, fleshy green orchard fruits, gala apple, distant vanilla pods, yoghurt-coated raisins. Tarriness begins to emerge, white pepper, dried tea leaves, standing in the mill room as the cereal aroma envelops you, cut hay, fragrant aromatic spices (toasted cardamom and cinnamon). An almost farm-like ripeness is discovered, something you get with old peaty whiskies; the aromas meld with the spices, a sublime and complex whisky.

Palate: Smouldering wood smoke, chilli pepper, red apple freshness, subtle cinnamon, subtly sweet, yet long and powerful, a finish that lingers on the palate through its peppery tingle.

TTB-Neuheiten: Glen Moray Rioja Cask peated und unpeated, Benromach 50yo

Und auch heute haben wir wieder ein wenig in der us-amerikanischen TTB-Datenbank gewühlt, jene öffentliche Quelle, in die Neuerscheinungen auf dem US-Spirituosenmarkt eingetrahgen werden müssen (und diese Neuheiten gelten zumeist auch für die europäischen Märkte.

Aufgefallen sind uns zwei neue Small Batch Abfüllungen aus der Destillerie Glen Moray: Der Glen Moray Rioja Cask Matured 8yo (59,8% vol.) und der Glen Moray Peated Rioja Cask Finish 11yo (58,8% vol.). Sie sind zwar beide bereits im August abgefüllt worden, aber ein kurzer Check in Online-Stores zeigt, dass sie noch nicht veröffentlicht wurden. Hier sind die Etiketten dazu.

Ebenfalls neu ist ein ganz besonderer Benromach – der Benromach 50yo. Er ist zwar nicht der älteste Benromach (die Ehre gebührt dem Benromach 55yo aus dem Jahr 2005) und auch nicht der einzige (es gab bereits einen im Jahr 2019), aber es wird wohl dennoch ein Ereignis werden, wenn er auf dem Markt erscheint.

Auch hier das Label:

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf. 

Spiritory veröffentlicht weltweit erste Live-Marktplatz-App für Whisky und expandiert in zehn weitere Länder

Über Spiritory, die  Handelsplattform für Spirituosen, Weine und Schaumweine haben wir ja schon mehrmals berichtet. Jetzt hat man dort das Angebot deutlich erweitert und bietet den Marktplatz nicht nur auf einer App, sondern auch in insgesamt elf Ländern an: Neben Deutschland sind nun auch die Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Spanien, Portugal, Österreich, Italien, Polen und Irland auf der Plattform vertreten.

Alle Neuerungen beschreiben die Gründer von Spiritory in der nachfolgenden Pressemitteilung:

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Spiritory veröffentlicht weltweit erste Live-Marktplatz- App für Whisky und expandiert in zehn weitere Länder

  • Die Appversion bringt die radikale Einfachheit und Transparenz der Spiritory Website auf die App und erfüllt damit einen der größten Kundenwünsche
  • Als erster Live-Marktplatz ermöglich Spiritory nun also das einfache Entdecken, Kaufen und Verkaufen auf jedem Endgerät. Egal ob Smartphone, Tablet oder Desktop
  • Der europäische Rollout geht weiter und Spiritory ist nun in zehn neuen Märkten verfügbar: Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Spanien, Portugal, Österreich, Italien, Polen und Irland
  • Die Website wurde komplett überarbeitet und erstrahlt in einem neuen Design und bietet eine Vielzahl von neuen Funktionen und Inspirationsmöglichkeiten

München, 20.12.2023: Spiritory erweitert sein Angebot: Ab sofort können Kunden auch über die App, weltweit begehrte Whiskys und Spirituosen entdecken und verwalten, kaufen und verkaufen. Damit erfüllt Spiritory einen der größten Kundenwünsche und bringt sein einfaches und transparentes Angebot auf alle Geräte. Außerdem gab es ein umfangreiches Update für die Website, inklusive vieler neuer Funktionen und einem überholten Design.

“Spiritory ist als erster Marktplatz mit dem Fokus auf Transparenz, Zeitersparnis und Sicherheit gestartet und hat damit tausende Nutzer in Deutschland begeistert. Gut einem Jahr nach dem Start erweitern wir nun unser Angebot und zeigen, wie einfach das Handeln auch in der App sein kann. Damit geben wir noch mehr Sammlern und Genießern die Möglichkeit ihre Kollektion zu verwalten und innerhalb von Sekunden zu Kaufen und Verkaufen.“

Spiritory Mitgründer Janis Wilczura

Auf Spiritory können über 20.000 Whiskys und Spirituosen gehandelt werden, ebenso steht die beliebte Gebots- und Angebotsfunktion jedem zur Verfügung und macht das Handeln so einfach wie noch nie. Neu ist die Benachrichtigungs-Funktion, welche es Nutzern ermöglich immer auf dem Laufenden zu bleiben. Gab es auf der alten Website noch nicht so viel zu entdecken, so gibt es nun unzählige Möglichkeiten sich selbst, oder von anderen inspirieren zu lassen. Um sich zu registrieren, brauchen Nutzer nur eine E-Mail-Adresse. Entdecken Sie die Welt des Whiskies jetzt jederzeit und von jedem Endgerät.

Spiritory treibt seine europäische Expansion weiter voran. Ab heute können Genießer und Sammler in zehn weiteren Ländern – Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Spanien, Portugal, Österreich, Italien, Polen und Irland – den vollen Umfang von Spiritory nutzen. Damit erhalten Genussmenschen und Sammlern aus dem Großteil von Europa die Möglichkeit, einfach, sicher und transparent zu handeln.

„Unser Ziel ist es, mit unseren Nutzern zusammen das Produkt weiterzuentwickeln. Dabei konnten viele Nutzer außerhalb von Deutschland Spiritory erstmal nur eingeschränkt nutzen.“ Fügt Wilczura hinzu. „Wir freuen uns daher, dass wir Spiritory nun auch in vielen weiteren europäischen Ländern anbieten können.“ Nach erfolgreicher Expansion, möchte Spiritory mittelfristig weitere Länder, wie Großbritannien, Irland und Länder in Asien sowie Amerika anbinden.

im App-Store für iOS: Download

im Play Store für Android: Download

Über Spiritory:

Spiritory ist ein börsenbasierter Live-Marktplatz für Liebhaber und Sammler. Die Online-Plattform ermöglicht es Nutzern, begehrte Spirituosen auf eine möglichst einfache, transparente und sichere Weise zu handeln. Käufer können Gebote abgeben und Verkäufer können Angebote unterbreiten. Wenn beide Preise übereinstimmen, kommt es zu einer Transaktion; völlig automatisch. Auf diese Weise erlaubt es Spiritory Nutzern innerhalb von Sekunden Spirituosen zu kaufen und zu verkaufen. Der Handel mit Whisky oder Wein wird dabei nicht nur einfacher, sondern auch fairer und transparenter. Das Start-up stellt sicher, dass jede gehandelte Flasche von einem Expertenteam geprüft wird. Die Plattform bietet ihren Nutzern zudem Tausende von Übersichten, Verkaufshistorien und Datenpunkten, um ihnen die Kauf- oder Verkaufsentscheidungen zu erleichtern. Hinzu kommt ein Portfolio-Bereich, in dem Nutzer kostenlos Informationen und Statistiken zu ihrer Sammlung erhalten.

GourmetPool bringt die Original Single-Cask-Edition eines 20 Jahre alten Ardbeg auf den Markt

Nachdem wir heute schon über die Verkostung von unabhängig abgefüllten Ardbegs bei Serge Valentin berichteten, können wir Ihnen noch einen unabhängig abgefüllten Ardbeg anbieten: Den 20 Jahre alten Ardbeg von GourmetPool. Alle wichtigen Infos über dieses Bottling, das in einer Auflage von 227 Flaschen erscheint, die Bezugsquelle und die Tasting Notes dazu nachfolgend:

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Taste the exceptional. GourmetPool bringt die Original Single-Cask-Edition eines 20 Jahre alten Ardbeg auf den Markt.

Ursprünglich mit dem Ziel gestartet, aufwendig selektierte Weine unter eigenem Label zu vermarkten, hat sich GourmetPool schon früh zusätzlich dem Thema Whisky gewidmet. Die Vorgabe lautete: ausschließlich limitierte Einzelfassabfüllungen der Spitzendestillen aus Schottland. Ein weiteres jetzt abgefülltes Fass kommt von Ardbeg, was nicht zuletzt auch den geschmacklichen Vorlieben der Macher bei GourmetPool geschuldet ist.

Entstanden ist aus dem Fass mit der Nummer 3290 ein 20 Jahre alter Ardbeg Whisky mit 50,2% ABV. Der Whisky wurde im Jahr 2002 destilliert und 2023 abgefüllt. Die Anzahl der Flaschen ist auf 229 Stück limitiert.

Auf der Website kann der Whisky unter https://gourmetpool.de/produkt/ardbeg-20-3290/ käuflich erworben werden.

„ULTIMATE PRIVATE SINGLE CASK“

Eine solche Abfüllung ist etwas sehr exklusives. Nur handverlesene, sehr hochwertige Fässer werden hierfür herangezogen. Und auch nicht jeder Abfüller bekommt die Gelegenheit, ein solch seltenes Fass zu erwerben und es als Originalabfüllung auf den Markt bringen zu dürfen.

„Wir sind sehr stolz darauf, dass wir zum Kreis der Erlauchten zählen, die Ardbeg hierfür ausgewählt hat.“

sagt Stefan Fiedler, Geschäftsführer von GourmetPool.

Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen.

Es ist schwer, den einzigartigen Geschmack und Geruch dieses 20 Jahre alten Ardbegs in Worte zu fassen, aber es ist sicherlich ein Whisky, den man nicht vergessen wird. Die Intensität und Komplexität der Aromen und Geschmacksnoten machen ihn zu einem wahren Meisterwerk und einer Erfahrung, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.

Serge Valentin von whiskyfun.com hat es mit prägnanten Worten auf den Punkt gebracht und den Whisky mit sagenhaften 90 von 100 Punkten bewertet:

FARBE: Stroh
AROMA: viel fetter, trotz der Tatsache, dass er nachgefüllt wurde, Walnussöl, gereiftes Olivenöl (ich meine, dass die Oliven gereift sind, bevor sie gepresst werden), ein Hauch von Metallpolitur, Kupfer, Bremsflüssigkeit, neuem Linoleum, Wachstuch, Artischocke, Barbour-Fett, Teer… Sie sehen. Diesmal weniger direkte Küsteneinflüsse. Mit Wasser: noch mehr Olivenöl
GESCHMACK: scharf, sehr druckvoll, pfeffrig, voller Teer und Asche, Chili, Klebstoff, Zitrusschalen (einschließlich des bitteren weißen Zeugs), pfeffriges Olivenöl… Dies ist wirklich ein sehr robuster Ardbeg. Mit Wasser: Zitrusfrüchte, Äpfel, Walnüsse, Grapefruit, Meerwasser, Muscheln, Fette.

Ruben Luyten von whiskynotes.be vergibt sogar 92 von 100 Punkten und schreibt u.a.

AROMA: ooh, auch schön. Ein bisschen sanfter, aber er hat erstaunliche bäuerliche Elemente, wie einige der torfigeren Broras. Pferdeställe und nasse Schafwolle. Dann brillante fettige Noten, samtig-erdiger Rauch und Schränke mit Fenchelsamen und getrockneten Kräutern. Subtile teerige Noten, Lederjacke, Walnuss und Menthol, sowie geräucherte Birne und leuchtende Zitronen. Es würde mir wirklich schwer fallen, allein aufgrund der Nase einen Favoriten zu bestimmen.
GESCHMACK: Diesmal keine tropischen Früchte, aber dennoch ein brillantes Profil. Germolen, mit Anklängen von Pfefferminze, Grillrauch und Meerwasser. Geräucherter Fisch, mehr teerige Noten, Zitronen und Anklänge an frische Kräuter. Im Abgang viel Asche, zerstoßene Pfefferkörner und Lakritze. Auch Anklänge von verbranntem Heidekraut und kaltem Espresso.

Neben dieser Originalabfüllung sind eine Reihe weiterer Destinationen geplant, für die ein eigenständiges Designkonzept für Label und Verpackung entwickelt wurde. Die Farbgebung und Formensprache entspricht dem puristischen, aber dennoch modernen und hochwertigen Ansatz von GourmetPool, sich als unabhängiger Abfüller in diesem Segment zu positionieren.

Frühe Bescherung in Dufftown: Whisky-Weihnachten mit Glenfiddichs „Archive Collection“ 2024 – mit Video und Galerie

12 ausgesprochen seltene Abfüllungen von Glenfiddich – sorgsam aufgeteilt auf verschiedene Märkte – und zu einem ganz besonderen Event einmalig an einem Ort zur Verkostung: Diese Gelegenheit konnte unser Gastautor, der österreichische Journalist und Spirituosenexperte Roland Graf vor kurzem wahrnehmen. Er erlebte verfrühte Whisky-Weihnachten in Dufftown bei Glenfiddich und konnte die Glenfiddich Archive Collection 2024 dort in festlichem Rahmen verkosten.

Seinen Bericht, den er exklusiv für uns von dort mitgebracht hat, können Sie gemeinsam mit einem kurzen Video und Bildern des Events in einer Fotogalerie untenstehend finden. Viel Vergnügen damit!

GastartikelAutor: Roland Graf

Frühe Bescherung in Dufftown: Whisky-Weihnachten mit Glenfiddichs „Archive Collection“ 2024

Ein intimer Einblick in Familien-Traditionen und ein Vorgeschmack auf zwölf limitierte Whiskys – zwischen 36 und 33 Jahren alt – waren gute Gründe für eine Dezember-Reise zu Glenfiddich. Denn selbst der Weihnachtsmann bekam seinen Single Malt.

Wer die Abfüllungen von Glenfiddich kennt, weiß um die Seltenheit von „Winter Storm“, „Snow Phoenix“ und dem „Grand Yozakura“. Diese drei standen zur Auswahl, um am Christmas Eve für den Weihnachtsmann vor den Kamin gestellt zu werden. Alle drei hatten gute Argumente, um als „Santa’s Dram“ 2023 nominiert zu werden. Während Brian Kinsman als Malt Master es bei technischen Erklärungen bewenden ließ, nahm Global Brand Ambassador Struan Grant Ralph mit Akribie die Abstimmungen der acht Whisky-Autoren aus aller Welt auf. Am Ende siegte der aus dem 2010 eingestürzten Lagerhaus geborgene „Snow Phoenix“ vor dem in Eiswein-Fässern gereiften „Winter Storm“. Zum zweiten Mal landete neben der Karotte für die Rentiere dieser verführerisch fruchtige Whisky.

Denn in im Vorjahr man erstmals zur spät im Jahr stattfindenden Präsentation der „Archive Collection“ nach Dufftown geladen. Der ungewöhnliche Zeitpunkt ist stark mit der Geschichte der ersten Brennerei von William Grant & Sons verbunden. „Der erste von William Grant destillierte Whisky lief am Weihnachtstag des Jahres 1887 in die Fässer“, schilderte Kirsten Grant Meikle als Teil des „Cousins‘ Council“, das heute die Geschäfte führt. Spätestens zur 100 Jahr Feier ließ man diese Tradition wieder aufleben:

„Ich weiß nicht mehr genau, wann wir begonnen haben, aber irgendwann in den 1980er begannen die Familien-Mitglieder, die zu Weihnachten in der Speyside sind, ein Fass Single Malt gemeinsam abzufüllen“.

Kirsten Grant Meikle

Der ungewöhnliche Brauch blieb bislang „auf ein paar Flaschen für den Familienkreis“ beschränkt. Das wird sich 2024 ändern, denn Besucher des Destillerie-Shops werden exklusiv den Inhalt des „American Oak Hogshead 1987“ erwerben können. Wie alle zwölf Abfüllungen der „Archive Collection“ werden auch die lediglich 110 Flaschen des Familien-Whiskys nur für einen Markt zur Verfügung stehen – in diesem Fall dem Glenfiddich-Shop in Dufftown. „Das passt ja auch irgendwie“, will man auch so die Verbundenheit der Familie zur Brennerei unterstreichen. Persönlich sehe sie sich „nie als Besitzerin eines Geschäfts, sondern eher als Bewahrer der Marke“, so Kirsten Grant Meikle.

Die außergewöhnliche Qualität der Fässer zeigt sich schon bei der Aufstellung der ersten fünf Samples – sie stellten eine Farbpalette von fahlem Bernstein bis dunklem Kastanienbraun vor.

„Es sind wirkliche Einzelstücke, die alle eine Geschichte erzählen. Denn am Anfang ihrer Reise sahen sie alle gleich aus“

Brian Kinsman, Malt Master

Haushistoriker Andy Fairgrieve führte noch ein pragmatisches Argument angesichts der Whisky-Rezession der späten 1980er Jahre an: „Dass die 1987er und 1988er nicht in einem „12 years“ landeten, spricht für den schon damals außergewöhnliche Charakter“. Woran sich eine echte Feierstunde anschloss, die neben den Whiskys selbst – dazu gleich mehr! – vor allem die Gäste beitrugen. Es ist ein Unterschied, ob man von „amerikanischen Hogsheads“ hört oder ob einem der Jahrzehnte lang aktive Küfer Ian McDonald zeigt, wie er die ursprünglichen Fässer mit einem „Enlarger“ versehen hat. Gemeinsam mit dem schalkhaften Brennblasen-Schmied Dennis McBain, der 1958 (!) bei Glenfiddich begann, forschte man nach der geschmacklichen Veränderung des „new make“ in den so unterschiedlichen Fässern.

„Das intensive „charring” des US-Fasses haben wir damals mit der Stahlbürste abgetragen“, gab Ian McDonald z. B. eine Erklärung für die helle Farbe des über drei Jahrzehnte alten Whiskys aus dem Weinfass, das für die Emirate vorgesehen wurde. Es eröffnete den Reigen der raren Glenfiddichs, die ihre Weltpremiere – und das mehrheitlich aus den jeweils die Nummer „001“ tragenden Flaschen – erlebten.

Fünf der Einzelfass-Abfüllungen, deren Stärke zwischen 44,6% und 57,8% vol. ebenfalls beträchtlich variieren, werden für die exklusiven „Distiller’s Library“-Boutiquen in Asien bereitgestellt. Explizit für den deutschsprachigen Raum wurde hingegen das „Refill Barrel 1990“ (Cask No. 47698) freigegeben. „Es ist praktisch ident mit dem Einzelfass No. 47688; auch bei der Füllung liegen nur einige Tage dazwischen“, erläuterte Brian Kinsman. Wie unterschiedlich die Fass-Zwillinge dennoch waren, zeigen die exklusiven Verkostnotizen von WHISKYEXPERTS. Der eigentliche Unterschied liegt in den Füllstärken, „denn wir füllen seit vielen Jahren jeden Whisky mit zwei Stärken ins Fass: 63,5% und 66,5%“. Während diese Stärken für die Standard-Abfüllungen in der Regel vermählt werden, entwickelten diese beiden Fässer über 33 Jahre ihr Eigenleben – wenngleich diesen Vergleich nur eine Handvoll Personen nachvollziehen können.

Auf den einzelnen Märkten dürfen sich die Single Malt-Freunde mit den sprichwörtlich „tiefen Taschen“ aber schon jetzt auf noch mehr Ungewöhnliches einstellen. Schließlich kamen auch die letzten Jahrgänge (1987-1989) ins Fass, bei denen der „Whisky Act“ den Zusatz des Sherry-Konzentrats Paxarette noch nicht untersagt hatte. Den Rekord in Punkt „sherried Whisky“ stellte aber der fast schon schwarze Single Malt aus einem 1990 befüllten Sherry-Fass dar. Auch, wenn es nicht seinem persönlichen Geschmack („der Glenfiddich-Charakter muss immer erkennbar sein“) entspricht, war dieses Fass auch für ihn „ein einziges Fest der europäischen Eiche“. Der Duft nach Guyana-Rum und betonter Gerbstoff im Abgang machten einen polarisierenden Schluck aus diesem Whisky. Wobei ansonsten die 1990er Abfüllungen mit einer enormen Fülle an tropischen Früchten zu betören wussten. Die gute Nachricht für Sammler: Das am „leichtesten“, nämlich im globalen Duty Free-Handel, erhältliche 1990er Hogshead lieferte einen herausragenden Whisky (siehe Tasting Notes!). Und von ihm gibt es immerhin sogar 276 Flaschen.

In den Handel kommen alle Whiskys der zweiten „Archive“-Kollektion jedenfalls im Frühjahr 2024. Die Flaschenpreise werden voraussichtlich zwischen 3.500 und 4.600 Euro liegen, heißt es seitens William Grant.

Exklusiv! So schmecken die 12 Whiskys der “Archive Collection 2024″

1 Wine Cask Barrel 1989 (abgefüllt für die Vereinigten Emirate)

Das neue getoastete Fass wurde mit Paxarette eingelassen („wine-treated“, nennt es der ehemalige Küfer Ian McDonald). Für Brian Kinsman ist der für sein Alter sehr helle Single Malt ein „Glenfiddich unplugged“. Eine fast schon Obstbrand-intensive Fruchtigkeit von Marille und Zwetschke wird in der Nase von kandiertem Ingwer flankiert. Auch helle Getreide-Duftnoten, die mit Wasser an Makronen erinnern, sind vorhanden. Sanft und zugänglich zeigt sich der „Bleiche“ am Gaumen, wo Birne und Orange die feine Toastbrot-Note und Weißen Pfeffer konterkarieren.

2 Refill Barrel 1990 (die Abfüllung für den deutschsprachigen Markt)

Praktisch gleich alt wie No. 3 und auch nur zehn Inventarnummern „älter“, aber mit ursprünglich höherer Fassfüll-Stärke (66,5%) versehen. Nougat, Kokosraspel und etwas Malaga-Eis sind zu riechen. Auch der Geschmack erinnert an Patisserie mit seinem Mix aus Schokolade, Kakao und Piment. Auffällig ist die Minze-Note, die im Nachgeschmack an Spearmint-Zahnpasta anklingt und von einer pikanten Schlagseite (gesalzene Macadamia-Nüsse) abgelöst wird. Sehr komplex!

3 Refill American Oak Barrel 1990 (exklusiv für „The Distiller’s Library”/Asien)

Praktisch gleich alt wie die No. 2 der „Archive Collection“, aber mit weniger Stärke (62,5%) ins Fass gekommen. Deutlich zeigt sich hier mehr Frucht (sogar Erdbeere!), aber auch ein Anflug von Teer in der Nase. Orangenkandis und Marzipan gehen im Mund zu Tropenfrüchten wie Papaya über. Die dunkle Würze erinnert am Gaumen an die Schoko-Chili-Sauce „Mole“, während ein Tropfen Wasser die exotischen Früchte final stärker akzentuiert.

4 American Oak Hogshead 1987 (exklusiv im Distillery Shop in Dufftown)

Das erste von der Familie Grant traditionell zu Weihnachten befüllte Fass, das auf den Markt kommt, braucht viel Luft. Dann spannt sich der Duftbogen von Schoko-Brownie über Orangen-Öl und Erdbeer-Confit bis zu Marmorkuchen. Der ausgeprägte Destillerie-Charakter – schlank und nach Birne – ist von Beginn an erkennbar; Nuss-Schokolade und Lorbeer setzen widerstreitende Akzente vor einer an Consommé erinnernden Eindringlichkeit. Süße Orangen, Majoran und Thymian ergänzen einen vielschichtigen „dram“.

5 Archive Collection Sherry Barrel 1990 (exklusiv für „The Distiller’s Library”/Asien)

Für Brian Kinsman ein „Fest der europäischen Eiche“, erinnert der dunkelste Whisky der Kollektion im Geruch an Demerara-Rum: Zigarrenkiste, Rosinen, Melasse und Schokolade im „Toblerone“-Stil prägen den ungewöhnlichen Whisky. Kalter Kaffee, Süßorange und ein alkoholischer Biss weichen mit etwas Wasser einem reichhaltigen, leicht bitteren Ton (Lakritze), der final den Whisky-Charakter umso deutlicher zeigt. Polarisierend, allerdings ein wirklich außergewöhnlicher Single Malt!

6 Wine Cask Barrel 1989 (exklusiv für „The Distiller’s Library”/Asien)

Das zweite ehemalige Weinfass der Serie nötigt einem sofort ein „Wow!“ ab. Ananaskuchen mit Zuckerguss, Mango und Pfirsich legen hier reichlich Frucht vor. Sonnige Freude verbreiten die gelben Früchte auch am Gaumen. Das zart rauchige Mittelstück setzt den Kontrapunkt und wird von hellem Getreide und einem auffrischenden Gerbstoff abgelöst. Der weinige Nachklang wird so vorweggenommen und regt zum Weitertrinken an.

7 Refill American Oak Barrel 1988 (exklusiv für „The Distiller’s Library”/Asien)

Der einzige 35-jährige des Raritäten-Dutzends liefert einen Dufteindruck wie Pralinen mit kandierten Veilchen. Die Intensität in der Nase wird von Pekannuss, Kokos und Kardamom noch verstärkt. Saftig wie Schokoglasur netzt er den Gaumen, die würzigen Noten aus dem Geruch setzen sich fort und setzen Akzente auf dem an getrocknete Früchte (Mango, Nashibirne) erinnernden Mittelstück. Als Bonus gibt es im Nachgeschmack auch noch Salzmandeln und Bitterschokolade zu genießen.

8 Refill American Oak Barrel 1989 (für den Heimmarkt UK bestimmt)

Einladend und reichhaltig ist hier der Duft: Kirsche, Nougat, Weichkaramellen und die Birnen-Note des Haus-Stils tanzen förmlich einen Reigen. Wie eine fruchtig gefüllte Praline bringt dieser Single Malt dann am Gaumen die Geschmackbausteine in Stellung. Viel Kirsche zeigt sich erneut, dazu eine Selektion an hellem Obst, aus der Pfirsich und überreife Ringlotte herausragen. Schmelzige Schokolade sorgt dafür, dass man hier keinen „dash“ Wasser braucht, um das Spektrum zu genießen.

9 Refill American Oak Barrel 1990 (dem australischen Markt vorbehalten)

Frische, Frucht und Bitternoten äußern sich hier in einem mustergültig ausgewogenen Duftbild: Getrocknete Ananas, dazu geflämmte Zimtrinde, Grapefruit-Zesten und „Bienenstich“-Kuchen sind zu erschnuppern. Die trockene Anlage dieses Whiskys am Gaumen erinnert an Kakao und Zitronenschale zugleich. Der Mittelteil hat dann eine überraschende Palo Santo-Note vorzuweisen, während das Finale lang und pikant nachklingt.

10 American Oak Hogshead 1987 (exklusiv für „The Distiller’s Library”/Asien)

Eine Spezialität der hauseigenen Küferei ist der Umbau von Bourbon-Fässern zu Hogsheads. Den „Enlarger“ hat Küfer Ian Mc Donald eingesetzt, dazu kamen neue Fass-Deckel. Getrocknete Ananas und „Bellini“-Pfirsiche, ja sogar gelbe Gummibärchen ergeben einen leichtfüßig-fruchtigen Charakter. Zugänglich und deutlich weniger expressiv am Gaumen, lässt der Whisky „Apfel im Schlafrock“ ebenso erkennen wie Milchkaffee und gedörrte Marille. Ein Dessert zum Trinken mit sanften 48,1%. Es gibt allerdings nur 110 Flaschen davon.

11 Refill American Oak Barrel 1990 (Archive-Abfüllung für Skandinavien)

Zwischen Haselnuss-Schnitten, Bienenwachs-Kerzen und gelben Tropenfrüchten, besonders: Maracuja, schillert dieser mit der zweit-kleinsten Auflage (130 Flaschen) gefüllte „dram“. Der Alkohol (54,1%) ist bei diesem Single Malt geradezu perfekt „versteckt“ worden: Frische erdige Noten à la Wiesenchampignon treffen im Mund auf Orangen-Fruchtfleisch. Löwenzahn-Honig und Grüner Pfeffer als Schlussakkorde.

12 American Oak Hogshead 1990 (die Archive-Abfüllung für Travel Retail-Shops)

Auch hier hat Küfer Ian Mc Donald „15 inches“ an Dauben und neue Fassdeckel verwendet, um aus den 40 Gallonen-Barrels 55 Gallonen (oder 255 Liter) fassende zu machen. Entsprechend einladend und reichhaltig ist der Duft nach Papaya, Mango und Maracuja – Whisky als „Fruit Punch“! Der Geschmack fällt dezenter aus und ist mit Apfel-Birnen-Melange ein Glenfiddich in Reinkultur, wenn nicht die pikanten Einsprengsel von gelber Chili und Paprika wären. Sie bieten dem süßlichen Biskuitteig am mittleren Gaumen Paroli und hinterlassen einen Nachklang von Grapefruit und Grünem Pfeffer. Großartig!

Serge verkostet: Ardbeg, Teil 2 – unabhängige Abfüllungen

Nach der famosen Verkostung offizieller Ardbegs gestern, finden sich heute bei Serge Valentin wie angekündigt unabhängige Abfüllungen aus der Islay-Destillerie. Auch bei den neun Whiskys von heute gibt es nichts zu mäkeln für Serge – eine davon, ein alter Douglas Laing aus dem Jahr 2000, wird mit 95 Punkten sogar soetwas wie der „Gesamtsieger“ der beiden Sessions.

Hier wie üblich unsere kleine Tabelle der Verkostung:

AbfüllungPunkte

Secret Islay Distillery 13 yo 2009/2023 (54.2%, Acla Selection, 10th anniversary, hogshead, cask #104, 90 bottles)91 
Ardbeg 14 yo (50.8%, Whisky Racing, Jack Wiebers, bourbon cask, 120 bottles, 2023)88
Ardbeg 14 yo 2008/2023 (63.8%, Cut Your Wolf Loose, refill butt, 274 bottles)88
Red Bag #2 17 yo 2006/2023 (57.2%, Dramfool, bourbon hogshead, cask #3, 249 bottles)90
Ardbeg 29 yo 1993/2023 (51.5%, Cadenhead, Authentic Collection, bourbon barrel, 164 bottles)88
Ardbeg 11 yo 1991/2002 (62.2%, Cadenhead’s, Bond Reserve, bourbon hogshead, 306 bottles)90
Ardbeg 30 yo 1991/2023 (47.7%, La Maison du Whisky and Spirits Shop Selection, Artist, bourbon hogshead, cask #1900657, 158 bottles)90
Ardbeg 25 yo 1975/2000 (50%, Douglas Laing, Old Malt Cask, 702 bottles)95
Ardbeg 1974/1992 (43%, Dun Eideann, Auxil Import France, casks #2026-2030, 3,800 bottles)92

Aufatmen beiderseits des Atlantiks: EU-Strafzölle auf US-Whiskey bis März 2025 weiter suspendiert

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Bis zuletzt war es nicht klar, ob sich die USA und die EU auf ein Abkommen verständigen können, das die als Reaktion auf die von Trump verhängten Strafzölle auf europäischen Stahl verhängte, abschaffen würde.

Abgeschafft ist es nicht, aber zumindest ist die Deadline für die endgültige Lösung des Problems vom 1. Januar 2024 auf 1. März 2025 verschoben. Wäre dies nicht geschehen, hätte der Strafzoll auf amerikanische Whiskeys nicht nur 25%, sondern satte 50% betragen – was den Import de facto zum Stillstand gebracht hätte.

“We greatly appreciate the efforts of the Biden administration to secure an extended suspension of the EU’s retaliatory tariffs on American whiskeys. This agreement is welcome news for US distillers across the country.”

Chris Swonger, Präsident und CEO of the Distilled Spirits Council of the United States (Discus)

Nach der Aufhebung der Strafzölle im Jahr 2022 stieg der Export von amerikanischen Whiskey in die EU um 29%, 44% aller Exporte der US-Produzenten, im Wert von 556 Millionen US-Dollar. Der Trend hat sich fortgesetzt: Laut einem Bericht in The Spirits Business stiegen die EU-Exporte von Januar 2023 bis Oktober 2023 um 69% im Vergleich zur selben Vorjahresperiode.

Jetzt fordert man seitens Discus, den Handelsstreit schon vor der nächsten Deadline endgültig beizulegen – auch der Planungssicherheit wegen. Ob das gelingen wird, wird sich weisen. Wir beobachten die Situation jedenfalls weiter für Sie.

Mittelstand macht jetzt KI – So hauchen die Bimmerle Private Distillery & Sons of Motion Pictures einer Whiskybrand Leben ein

Vielleicht sind Ihnen Theo und Wilhelm Evermann bereits im Fernsehen begegnet. Denn die Bimmerle Private Distillery erweckte ihre beiden Evermann Whisky-Sorten Theo, ein Blended Whisky, und Wilhelm, ein Single Malt, gemeinsam mit Sons of Motion Pictures für einen TV Spot zum Leben.
Mehr zu diesem Spot (den wir auch hier eingebunden haben), wie dieser zustande kam sowie zu Theo Evermann und Wilhelm Evermann in der folgenden Presseaussendung, die wir von der Bimmerle Private Distillery erhalten haben:

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Mittelstand macht jetzt KI – So hauchen die Bimmerle Private Distillery & Sons of Motion Pictures einer Whiskybrand Leben ein

Im Sommer 2022 hat die Bimmerle Private Distillery ihren EVERMANN Whisky mit den zwei Sorten Theo, Blended Whisky, und Wilhelm, Single Malt, gelauncht. Jetzt folgt der erste TV Spot der Brand. Durch eine KI erwachen die Whisky-Charaktere nun zum Leben.

Sasbach,19.12.2023. Unter der Marke EVERMANN vertreibt die Bimmerle Private Distillery seit Juni 2022 zwei Schwarzwald Whiskys. Der Blended Whisky THEO EVERMANN mit 40%vol steht für den amerikanisch-inspirierten Abenteurer mit hoher Mixability. WILHELM EVERMANN, der Single Malt Whisky mit 42% vol, verkörpert den traditionsbewussten Schwarzwälder.

Bei Bimmerle war mit Launch der Marke klar, dass die Produkte durch ihr einzigartiges Fassmanagement für zwei unterschiedliche Charaktere der EVERMANN Familie stehen werden und die Kommunikation genau die Schnittstelle zwischen Produkt und Charakter werden muss.

„Unser Briefing an die Agenturen war einfach: Wir suchen jemanden, der es schafft, unsere Realwelt, also Produkt, Herstellung und Vertrieb und die fiktive Charakterwelt von Theo und Wilhelm, in Form von zwei unterschiedlichen Darstellungsweisen mit viel Charme und Witz zu verbinden. Gematcht hat es dann direkt bei den SONS und der spannenden und vielfältigen Nutzung einer KI. Für uns war klar, dieser Spot darf etwas riskieren und mutig sein und das Thema KI barg genau dieses Abenteuer,“ so Ann-Kathrin Metzner, Head of Marketing.

Geschäftsführer und Regisseur Roman Rögner der Sons of Motion Pictures GmbH ist vom KI-Einsatz seines Teams begeistert. „Wir haben die Personen zwar real abgefilmt, Teile des Skripts, die visuellen Motive und die sehr aufwendigen Texturen der Menschen wurden dann aber von der KI maßgeblich unterstützt. Man darf dabei natürlich nicht vergessen, wie viel Manpower von Kreativkonzept, über Kundenkontakt bis hin zum Endprodukt als Basis noch benötigt wird,“ so Rögner.

Für die Verbreitung des Spots setzt Bimmerle auf den langjährigen Partner crossvertise GmbH. Gemeinsam wurde eine umfassende Kampagnenstrategie entwickelt, welche den potenziellen Kundinnen und Kunden vom Endgerät zum POS leitet. Ausgespielt werden der Spot und die angebundenen Contentpieces u.a. im TV beim Sender DMAX, im Connected TV auf den Streamingplattformen Netflix, Sky, RTL+, Joyn, Samsung TV Plus, DAZN und Freevee und sowie am POS durch DOOH- und OOH-Motive.

Da bleibt nur noch eine Frage zu stellen: „Und welcher EVERMANN bist du?“.

Angus Dundee Distillers kündigt Brennereiprojekt in China an

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Auch die Angus Dundee Distillers werden in China eine Malt Whisky Destillerie errrichten. Wie das Unternehmen, zu dem in Schottland die Brennereien Tomintoul und Glencadam gehören, heute in einer englischsprachigen Pressemitteilung bekannt gibt, haben die Bauarbeiten für das Projekt in Chun’an in der Umgebung des Thousand Island Lake bereits begonnen. Die Brennerei wird sich auf einem 20 Hektar großen Gelände befinden. Es fügt sich dann, wie es heißt, nahtlos in die umliegende Naturlandschaft ein und wird den lokalen Architekturstil von Jiangnan Huizhou widerspiegeln. In einem Berg in der Nähe der Brennerei ist der Bau des weltweit größten Höhlen-Whisky-Reifungskellers geplant. Die stabile Temperatur und Luftfeuchtigkeit in der Höhle würden ideale Bedingungen für die Lagerung und Reifung von Whisky bieten. Die Brennerei soll auch durch ein visitor’s experience ergänzt werden.

Laut Brian Megson, Direktor von Angus Dundee Distillers, ist diese Investition ein wichtiger Meilenstein für das Unternehmen. Sie baut auf die bestehende Präsenz in China auf, den dortigen betrachten sie als einen der wichtigsten Whiskymärkte der Zukunft. „We are combining our notable Western heritage in producing the finest Scottish Single Malts with Eastern traditions in a location of exceptional natural beauty and resources“, so Brian Megson weiter.

Weitere Informationen finden Sie in der folgenden Presseaussendung, die auch Entwurfs-Bilder der neuen Destillerie der Angus Dundee Distillers in China beinhaltet:

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Angus Dundee Distillers announces distillery project in China

Angus Dundee Distillers, which owns Tomintoul and Glencadam malt distilleries in Scotland, has today announced it is building a malt whisky distillery and visitor’s experience in Chun’an, China.

Construction work is now underway on the project, located in the picturesque setting of the Thousand Island Lake. This area is popular due to the exceptional natural beauty of its lakes and mountains.

Spanning a site of over 20 acres, the distillery’s iconic design will seamlessly integrate with the surrounding natural landscape and embrace the aesthetics of the Jiangnan Huizhou local architectural style. The distillery will source the purest water in China from the Nongfu Spring to make the highest quality malt whisky.

The natural environment will also play a pivotal role in the maturation process, with plans for the world’s largest cave whisky maturation cellar within a mountain close to the distillery. The stable temperature and humidity inside the cave will provide ideal conditions for storing and maturing whisky.

Brian Megson, Director of Angus Dundee Distillers, said:

“This investment is a major milestone for Angus Dundee Distillers and builds on our existing presence in China, a whisky market which we regard as one of the most important for the future. We are combining our notable Western heritage in producing the finest Scottish Single Malts with Eastern traditions in a location of exceptional natural beauty and resources.

“We want to create one of the leading distilleries in Asia, combining world-class whisky production with an outstanding visitor experience.”

Angus Dundee Distillers produces multi award winning Single Malt Scotch Whiskies at Tomintoul Distillery, situated in the heart of the Cairngorms National Park in Speyside; and Glencadam Distillery in the Highlands, one of Scotland’s oldest working distilleries dating back to 1825 located in Brechin, Angus.

Serge verkostet: Ardbeg

Ohne ein paar große Ardbeg-Sessions, von Zeit zu Zeit eingeschoben, wäre Whisky-Fun kein richtiger Whisky-Spaß. Mit dieser These leitet Serge Valentin die heutige erste Verkostung von Destillerie-Abfüllungen der Islay-Brennerei ein. Morgen wird eine weitere Session folgen, hier sollen dann eine ‚wilde Menge‘ Indie-Bottlings die Verkostung des Tages bilden. Die heutige bringt viele sehr gute Bewertungen sowie eine herausragende, wie Sie in unserer Übersicht sehen:

AbfüllungPunkte

Ardbeg 19 yo ‚Traigh Bhan Batch 5‘ (46.2%, OB, American oak & oloroso, batch #TB/05-12.02.2004/23.GM, 2023)89 
Ardbeg 2002/2023 (50.2%, OB, Private Single Cask, 2nd fill bourbon barrel, cask #3290, 229 bottles)90 
Ardbeg 25 yo (46%, OB, 2023 edition)89 
Ardbeg 26 yo 1975/2002 (46.2%, OB for Clan des Grands Malts, France, sherry hogshead, cask #4701, 252 bottles)94 
Ardbeg. Gemalt von David Christopher Schlierenkämper
Ardbeg. Gemalt von David Christopher Schlierenkämper

Falkirk Distillery kündigt ersten Single Malt an

Die scheinbar unendliche Geschichte der Falkirk Distillery nähert sich langsam einem weiteren Meilenstein. Die neue Brennerei in den Lowlands sollte eigentlich bereits 2017 eröffnen. Doch das Team der neuen Falkirk Distillery rund um Gründer George Stewart musste in den letzten Jahren sehr viel Geduld und Beharrlichkeit aufbringen. Erst im Juli 2020 konnte die volle Funktionsfähigkeit der Brennerei gefeiert werden. Und jetzt kündigt die Destillerie endlich ihre erste Single Malt Whisky Abfüllung an.

Die beiden first fill bourbon casks, die im September 2020 mit ungetorftem ungetorfte Lowland-Spirit befüllt wurden, werden miteinander vermählt und als Limited Edition inaugural release mit einer Auflage von 640 Flaschen veröffentlicht. Ab dem 10. Januar 2024 sind diese über die Website der Falkirk Distillery erhältlich. Der Kauf ist auf eine Flasche pro Bestellung beschränkt, der Versand erfolgt ausschließlich innerhalb des Vereinigten Königreichs. Hier finden Sie die weiteren Infos.

Wer nicht bis zum nächsten Jahr warten möchte: Die ersten 100 Flaschen dieser Erstveröffentlichung werden später in dieser Woche exklusiv innerhalb einer Online-Auktion bei Whisky Auctioneer erhältlich sein.

Hoch hinaus mit dem Isle of Raasay Dùn Cana aus Sherry Quarter Casks

Gestern stellte Kirsch Import innerhalb seiner Neuheiten die neuste Abfüllung der Isle of Raasay Distillery vor, heute ergänzen wir die Infos zu Isle of Raasay Dùn Cana mit der dazu gehörenden Presseaussendung. Mehr zu diesem limitierten Sherry Quarter Cask Release finden Sie hier folgend:

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Hoch hinaus
mit dem Isle of Raasay Dùn Cana aus Sherry Quarter Casks

Stuhr, 19.12.2023 Ein winziges, wunderschönes Eiland vor der Westküste Schottlands schreibt Whiskygeschichte: Seit 2017 wird auf der Isle of Raasay, gegenüber von Skye, erstmals legal Single Malt gebrannt. Jetzt stellt die gleichnamige Brennerei eine neue, limitierte Abfüllung aus dem Sherry Quarter Cask vor: Dùn Cana.

Bildnachweis: Raasay Distillery

Die Isle of Raasay Distillery ist seit ihrer Gründung vor gut sechs Jahren zum Herzstück der Inselgemeinde geworden. Über zehn Prozent der rund 160 Einwohner legen heute bei der Whiskyherstellung Hand an. Ihre Insel dient dabei als stete Inspiration. Zum Beispiel für das neue, limitierte Sherry Quarter Cask Release, Dùn Cana.

Der Single Malt ist eine Hommage an seine Heimat auf den Hebriden und den gleichnamigen, ikonischen und markanten Gipfel des Dùn Caan (gälisch Dùn Cana), dem höchsten Hügel der Isle of Raasay. Von hier oben genießen Einheimische und Besucher:innen den verzaubernden Ausblick über die kleine, malerische Insel.

Bildnachweis: Raasay Distillery

Typisch für die Brennerei verbindet er getorften mit ungetorftem Whisky. Nach initialer Reifung in Rye Casks aus Kentucky vermählt, wurde dieser für neun Monate in kleinen Quarter Casks (125 Liter) veredelt, die zuvor Pedro Ximénez und Oloroso Sherry der Bodega Miguel Martin enthielten.

Bei 52 Volumenprozent verströmt Dùn Cana so pfeffrige Würze, getrocknete Sultaninen, geröstete Nüsse und einen Hauch von Vanille, bevor er mit salziger Schokolade und einem Hauch von aromatischem Holzrauch ausklingt.

Mit Dùn Cana startet die Brennerei in eine Abfüllungsreihe, die jährlich um eine Neuauflage erweitert wird. Jede Edition wird sich in der Fasszusammensetzung oder im Alter leicht unterscheiden.

Isle of Raasay Dùn Cana – First Edition
Hebridean Single Malt Scotch Whisky
Sherry Quarter Cask Release

Bildnachweis: Raasay Distillery

Herkunft: Schottland, Islands
Fasstypen: First Fill American Oak Rye Casks, Pedro Ximénez & Oloroso Sherry Quarter Casks (Finish)
Abgefüllte Flaschen: 14.000 (insgesamt)
Alkoholgehalt: 52% vol.
Flaschengröße: 0,7 Liter
Sonstiges: nicht gefärbt, nicht kühlfiltriert

Über Raasay

Die Mitbegründer der Isle of Raasay Hebridean Distillery, Bill Dobbie und Alasdair Day, erkannten im Jahre 2015, dass die Isle of Raasay die Zutaten für den perfekten Whisky bietet. Die Baugenehmigung für den Umbau des Borodale House aus dem 19. Jahrhundert wurde erteilt und im September 2017 ging die Brennerei in Betrieb. Hier wird seitdem außergewöhnlicher Whisky hergestellt, inspiriert von älteren Stilen hebridischer Single Malts, die es heute nicht mehr gibt. Zudem wird ein handgefertigter Gin produziert, der den Stil, den Charakter und die geologische Vielfalt von Raasay widerspiegelt. Es gehört zum Ethos der Brennerei, jeden Tropfen Spirituose direkt auf der Insel herzustellen, zu reifen, abzufüllen und zu vermarkten.

Über Kirsch Import

Kirsch Import kennt die Spirituosenbranche seit 47 Jahren. Das Familienunternehmen aus Stuhr in der Nähe von Bremen hat sich früh auf das Premium-Segment spezialisiert: Über 4.500 hochwertige Spirituosen, darunter Deutschlands umfangreichstes Portfolio im Bereich Single Malt, verwaltet in zweiter Generation Christoph Kirsch.