Dass der Brexit für den Warenverkehr zwischen Großbritannien und der EU nicht gerade ein Turbobooster sein würde, hat man ja bereits geahnt. Wie sehr der Austritt aber die Exporte – nicht nur für die Whiskyindustrie – verringern würde, sieht man erst jetzt langsam wirklich. Und die negativen Effekte sind enorm.
Um 62% weniger hat die Whiskyindustrie seit dem Brexit in die EU exportiert – statt 105 Millionen Pfund machte der Export seit Jahresbeginn nur mehr 40 Millionen aus, berichtet The Guardian. Und andere Branchen sind noch stärker betroffen: Käseexporte stürzten um 84% ab, Rind um 92%, Lachs um 98%. Insgesamt ging das Handelsvolumen zwischen EU und dem Vereinigten Königreich im Januar gegenüber dem Dezember um mehr als 40% zurück.
Natürlich hat die gesunkene Nachfrage durch die Pandemie auch ihren Anteil an diesen Teils katastrophalen Werten, aber wenn man sich die Schwierigkeiten ansieht, denen sich Importeure und Kunden bei den Bestellungen von Whisky in UK stellen müssen, ist die Vehemenz des Absturzes wohl zum Gutteil den Unsicherheiten nach dem Brexit geschuldet.
Ganz besonders sind übrigens die Exporte nach Irland (-85%) und Deutschland (-80%). Bleibt nur im beiderseitigen Interesse zu hoffen, dass sich diese Handelsbeziehungen rasch und nachhaltig erholen.
Bei Versailles denkt der Europäer an das Schloss in Frankreich – es sei denn, er ist eingefleischter Bourbon-Fan, denn dann fällt ihm dazu der Ort Versailles in Kentucky ein, wo Woodford Reserve gebrannt wird.
Nun hat Brown-Forman darüber informiert, dass man die 1996 auf historischem Gelände erbaute Brennerei dort ausbauen wird, um die jährliche Kapazität der Destillerie zu verdoppeln. Dazu wird man auch drei neue Kupferbrennblasen errichten, ein neues Kesselhaus, zusätzliche Tanks für die Fermentation und einige weitere Erweiterungen.
Der Ausbau wird im Frühjahr beginnen und bis Sommer 2022 dauern. Hier weitere Details dazu von Brown-Forman:
WOODFORD RESERVE TO EXPAND VERSAILLES DISTILLERY
Includes Addition of Three Copper Pot Stills
Versailles, KY, March 22, 2021 — Brown-Forman Corporation announces the planned expansion of the Woodford Reserve Distillery to meet the growing demand for Woodford Reserve, the world’s top-selling super-premium American whiskey. The expansion will double its production capacity, including adding three new iconic copper pot stills.
“Woodford Reserve is celebrating its 25th anniversary throughout 2021, and the expansion of the distillery allows us to look to the next 25 years,” Master Distiller Chris Morris said. “Woodford Reserve Distillery uses copper pot stills in a triple distillation process to handcraft bourbon, and today’s announcement builds on that legacy. ”
Brown-Forman President and CEO Lawson Whiting said,
“Woodford Reserve is a key driver of growth for the company — and the investment ensures the brand continues to expand around the world. Woodford Reserve has enjoyed exceptional growth over the last decade, maintaining a double-digit net sales growth rate year-to-date with more than one million case sales.”
In addition to the three new pots stills, the expansion includes a new building that will house the boiler plant; additional fermentation tanks; a grain unloading area; a barrel unloading/storage area; and a conference and training center for employees.
Construction will begin this spring and is expected to be completed in summer 2022. The site, located at McCracken Pike in Woodford County, will be fully operational throughout this period.
Brown-Forman opened the Woodford Reserve Distillery and introduced Woodford Reserve Kentucky Bourbon in 1996. Woodford Reserve Distillery is a national historic landmark where distilling first began in 1812. The expansion plans were reviewed by the Kentucky Heritage Council, the state historic preservation office.
Mit den Verkostungen heute wechselt Serge Valentin von Campbeltown nach Irland und sieht sich dort fünf irische Whiskeys näher an, die 2020 oder schon in diesem Jahr erschienen sind – darunter ein Whisky aus der Destillerie Waterford (die bei der Bezeichnung ihres Produkts auf das e in Whiskey verzichtet) von Mark Reynier, und eine Abfüllung aus Dingle. Damit haben wir dann auch die Höchst- und Tiefstnote der Session zugeordnet.
Aber sehen Sie selbst – hier die Tabelle der Whisk(e)ys in der Verkostung von heute:
Secret Irish 17 yo 2002/2020 (48.7%, DramCatcher, barrel, cask #11464)
87
An Irish 17 yo 2002/2020 (51.6%, The Whisky Mercenary)
In seinem neuesten Video widmet sich Ralfy einem unabhängig abgefüllten Bunnahabhain von Gordon & MacPhail – eine Abfüllung in der Discovery-Serie, die mit 43% vol. abgefüllt ist – also mit geringerer Alkoholstärke, als man aus der Brennerei selbst gewohnt ist (dort füllt man ja mit mindestens 46,2% ab – denn ab hier trübt sich der Whisky auch ohne Kühlfiltration beim Abkühlen nicht mehr ein).
Ein schöner Whisky, meint Ralfy, und gibt ihm 88 Punkte. Allerdings meint Ralfy, die offizielle Abfüllung sei ein Jahr älter, mit mehr Alkoholstärke und (zumindest) in UK, günstiger als die Abfüllung von Gordon & MacPhail. Zudem meint Ralfy, dass Gordon & MacPhail den Bunnahabhain unter Umständen auch kühlfiltriert und gefärbt haben könnte (da irrt sich Ralfy allerdings, denn die Abfüllung müsste dann in Deutschland diese Hinweise tragen, was sie nicht tut). Er würde die Originalabfüllung bevorzugen.
18 interessante Minuten – zu sehen obenstehend und auf Youtube.
Big Peat „Heroes“ – das ist die neueste Sonderedition des torfigen Blended Malts von Islay, aus dem Hause Douglas Laing. Mit dieser Sonderausgabe (Auflage: 1500 Flaschen) unterstützt der unabhängige Abfüller eine führende Wohltätigkeitsorganisation in Großbritannien mit einer Spende von Desinfektionsmittelsn im Wert von 10.000 Pfund, also knapp 6,67 Pfund pro Flasche.
Welche Organisation es sein soll, das können die Käufer der Abfüllung (sie wird es ab Ende März in Geschäften in Großbritannien und online im Webshop von Douglas Laing geben) selbst bestimmen. Kosten pro Flasche: 45 Pfund.
Hier die Pressemitteilung, die Douglas Laing für unsere Leser übermittelt hat:
Big Peat honours pandemic heroeswith limited edition charity bottling
The family firm behind award-winning Islay Malt brand, Big Peat, today announces a charitable bottling in honour of the heroes of the COVID-19 pandemic. The Big Peat “Heroes” Limited Edition will result in a bulk sanitiser donation to the value of £10,000.00 being made to a leading UK charitable organisation by Douglas Laing & Co.
Packaged in a rainbow-coloured premium gift tube, the Heroes Edition shows Big Peat himself tearing open his doctor’s coat to reveal a superhero costume underneath. The Whisky inside is a marriage of Single Cask Single Malts only from Islay, offered at 48% alcohol strength, without colouring or chill-filtration. It is limited to just 1,500 bottles and is exclusively for the UK, with the sale of each bottle contributing the equivalent of £6.67 worth of sanitiser to a worthy cause.
Says Cara Laing, Marketing Director and third generation in her family business, “When our Board met to establish our priorities for 2021, we unanimously agreed that we are focused on making tangible contributions to the UK’s recovery from recent catastrophic events.
We gathered our wider team on a Zoom call and between us, we came up with a number of initiatives – from donating to the BEN Society in support of the recovery of Scotland’s licensed trade, to offering our warehouse space for mass-vaccinations – plus Big Peat’s Heroes commemorative bottling. Every single individual in key worker roles deserves to be honoured, and this limited edition bottle is designed to do exactly that, by donating a substantial volume of hand sanitiser to a charity chosen by our consumers”.
Consumers are invited to vote for the charity of their choice via an on-pack QR code and Big Peat’s Social Media. The firm says it reached out to scores of UK charities, and arrived at a shortlist that includes: Erskine – caring for veterans of the British Armed Forces; Marie Curie – providing care and support for those with terminal illness and their families and Hearts & Balls, delivering financial and emotional support for rugby players affected by catastrophic injury.
Big Peat Heroes Edition will be available from late March from specialist spirits retailers across the UK and online, with an RRP of £45. Donations to Erskine, Marie Curie and Hearts & Balls can be made via the links below.
Die Loch Lomond Group hat in Österreich eine neuen Vertriebspartner: Ab sofort arbeitet man in der Alpenrepublik mit Vienna Distribution zusammen und wird gemeinsam die Marken Loch Lomond, Glen Scotia und Littlemill auf den Markt bringen. Dort hat man vor, die Marke auch über Single-Cask-Releases noch besser zu etablieren – wenn es denn soweit ist, werden wir unsere österreichischen Leser natürlich ausführlich darüber informieren.
Hier die Pressemitteilung, die wir von Vienna Distribution erhalten haben:
Die Loch Lomond Group ernennt Vienna Distribution zum neuen österreichischen Partner
Loch Lomond, Glen Scotia und Little Mill gehören nun zum Portfolio der Vienna Distribution GmbH. Maria Kitsati, Country Managerin der Vienna Distribution GmbH, freut sich, Loch Lomond als Partner zu haben:
„Sie haben ein großartiges Sortiment mit sehr interessantem Whisky von hoher Qualität, der perfekt zu unserem schnell wachsenden Whisky-Portfolio passt.“
Vienna Distribution wird durch die Organisation von Master Classes den Fokus auf das gesamte Kernsortiment legen, sich auf Bildung, Verkostungen, die Zusammenarbeit mit spezialisierten Whiskyclubs und -geschäften konzentrieren und natürlich den Whisky in alle Ecken Österreichs bringen.
Die Destillerie Loch Lomond wurde 1964 gegründet und 1984 wieder geschlossen. Glücklicherweise erwarben Alexander Bulloch und die Firma Glen Catrine das Geschäft und nahmen 1987 die Matproduktion wieder auf. Die Produktion von Grainwhisky begann 1993, zwei neue Maltstills kamen 1999 hinzu. Als die Brennerei 1994 eröffnet wurde, war sie die einzige Brennerei in Schottland, die sowohl Grain- als auch Malt-Whisky produziert. Sie betreibt auch eine einzigartige Anordnung von drei Sets Stills.
Die Loch Lomond-Brennerei hat die Fähigkeit und nötige Ressourcen, Special Editions herzustellen, einschließlich Single-Grain-Whisky und edle Blends. Die Brennerei besitzt eine eigene Küferei, die sicherstellt, dass Fassreparaturen und das Ausbrennen der Fässe nach einem hohen Standard durchgeführt werden, sodass jedes Fass perfekt geeignet ist für die Reifung des Loch Lomond Whiskys. Loch Lomond ist auch eine von nur 4 Brennereien in Schottland, die ihre eigene Böttcherei vor Ort haben.
Was können wir für dieses Jahr in Österreich erwarten?
„Mit Sicherheit ein paar Single-Cask-Releases, da die Idee darin besteht, die Marke neben dem Kernsortiment mit einigen limitierten Editionen aufzubauen, um Kunden und Whisky-Gruppen zu belohnen. Trotz Corona wächst unser österreichischer Marktanteil schnell und dies auch weiterhin, indem wir diese hochwertigen Marken in unser Sortiment an Spirituosen aufnehmen“,
Ein neuer irischer Whiskey ist vom Importeur Vranken-Pommery Deutschland & Österreich GmbH für die beiden Länder angekündigt worden: Der Lambay „Malt Irish Whiskey“. Master Blender Yonael Bernard komponierte ihn aus irischen Whiskeys, die er danach in Cognac-Fässern nachreifte.
Alle Infos zum Lambay „Malt Irish Whiskey“ finden Sie hier:
LAMBAY präsentiert Neuzugang „Malt Irish Whiskey“
Liaison auf Lambay Island: eine irisch-französische Whiskey-Freundschaft
Das kleine Inselparadies Lambay an der irischen Ostküste ist nicht nur die Heimat der drolligen Papageientaucher „Puffins“, sondern auch der Ursprungsort des gleichnamigen Whiskeys. Umgeben von salziger Meeresbrise und wechselnden Gezeiten vereinen sich auf dem grünen Inseljuwel unter dem wachsamen Auge des Lambay Master Blenders Yonael Bernard jahrhundertealte irische Whiskeykultur mit ebenso alter Destillationskunst des französischen Cognac Hauses CAMUS.
Das jüngste Resultat dieser exklusiven Liaison ist der ungetorfte „Lambay Malt Irish Whiskey“ – ein unverwechselbarer Whiskey aus mindestens drei edlen Irish Single Malt Destillaten. Dank seines „Double-Cask“-Reifungsprozesses überzeugt der weiche Whiskey mit seinem einzigartigen Charakter und einer interessanten Aromavielfalt aus Bananen, Malz, Feigen mit einem Hauch von Gewürzen.
Die perfekt balancierten Lambay Single Malts reifen zunächst in alten Bourbon- Fässern und erhalten anschließend in handverlesenen französischen Cognac- Eichenfässern ihr vollendetes Finish, das je nach Wetter zwischen drei und sechs Monaten dauern kann. Mit dem inseleigenen Trinity-Quellwasser wird der Malt Irish Whiskey anschließend auf Trinkstärke gebracht.
Die Cognac-Fässer von Camus, die für diesen Whiskey zur Nachreifung verwendet wurden
So entsteht in seit Generationen perfektionierter Handwerksarbeit ein nahezu einzigartiger Whiskey, der seines Gleichen sucht – und sich bei Whiskey-Kennern und solchen, die es werden wollen, großer Beliebtheit erfreut.
LAMBAY – MALT IRISH WHISKEY
Farbe: Mahagonibraun
Aroma: Malz, Blumen, reife Banane, Feige
Taste: Kokosnuss, Malz, getrocknete Beeren, Muskatnuss und Kardamom
Finish: Lang anhaltendes Malzfinish mit beständiger Süße und einem Hauch von Würze.
Verzehrempfehlung: Genießen Sie diesen Whiskey pur oder nur mit einer Brise Meersalz, die das Blending abrundet. Auch zusammen mit einem Stück dunkler Schokolade nach Wahl entfaltet sich das Aroma perfekt. Alternativ können Sie ein Tropfen Wasser zufügen, um die malzigen und floralen Noten noch besser freizusetzen und das Aroma des höherprozentigen Whiskeys (43%) zusätzlich zu unterstreichen.
UVP: 54,99 €
Lambay wird von Vranken-Pommery Deutschland & Österreich GmbH vertrieben.
Der Titel unseres Artikels ist heute unter Umständen etwas fehlleitend formuliert, denn Springbank, dreifach (gebrannt), nennt sich Hazelburn – und es geht bei Serge Valentin auf Whiskyfun um drei Abfüllungen des „richtigen“ Whiskys aus der Campbeltown-Brennerei Springbank.
Keiner der drei, von 15 bis 25 Jahre alt, bleibt heute unter 90 Punkten – insofern ein schöner Wochenbeginn, den wir an dieser Stelle auch allen unseren Lesern wünschen!
Als vor einem Monat der erste Whisky aus der Torabhaig Distillery veröffentlicht wurde, der neuen (und nach Talisker zweiten) Destillerie auf der Insel Skye, war die Nachfrage nach diesem Erstlingswerk riesig und weit höher als die Zuteilung an die Händler. Viele, die ihn probieren wollten, gingen leider leer aus.
Da kamen wir ins Spiel, denn zumindest die Chance auf eine Flasche konnten wir Ihnen jetzt mit unserem neuesten Gewinnspiel bieten – und deshalb verlosten wir aus unserer Sammlung eine Flasche des Torabhaig Legacy Series 2017 unter unseren Lesern.
Danke für die riesig große Beteiligung – wir dürften wieder einmal Ihren Geschmack sehr gut getroffen haben. Bevor wir Ihnen aber verraten, wer gewonnen hat, hier nochmals einige Info zum Whisky:
Hier einige Infos aus der Pressemitteilung, die wir zum Erscheinen der Abfüllung veröffentlicht haben:
Ein kleines Stück schottische Geschichte
Die Destillerie Torabhaig ist ein authentisches Abbild ihrer Umgebung, geprägt von der wilden Landschaft und dem Klima der Isle of Skye. „Alles begann mit einer verlassenen, aber gut erhaltenen Farm, die der ideale Standort für eine Destillerie ist“, erklärt Mathieson. Das ursprüngliche Gemäuer wurde aus Steinen der nahegelegenen Burgruine Camus errichtet. „Wir sahen es als unsere Pflicht an, diese Geschichte zu bewahren, das Gebäude wieder zum Leben zu erwecken, und mehr als nur eine Destillerie zu schaffen. Über vier Jahre hinweg wurden die verfallenen Gebäude sorgfältig restauriert und dabei immer wieder ein Stück Geschichte freigelegt. Darunter auch die Reste eines alten Mühlrades, welches wir nachgerüstet haben und das nun mit dem Kühlwasser der Destillationsanlagen betrieben wird.“
Die neue Generation von Brennmeistern
Die Produktion begann im Januar 2017 mit einem lokalen Team aus neun Destillateuren. Einige von ihnen waren zu diesem Zeitpunkt sogar noch branchenfremd, brannten jedoch im wahrsten Sinne für die Herstellung eines Premium-Whiskys. „Natürlich hätten wir die Leitung der Produktion einem Brennmeister übertragen können. Doch wir wollten die Tradition und das Wissen des Scotch Whisky-Blending und Destillierens weitergeben und zu einer neuen Generation von Whisky-Herstellern beitragen. Das junge, leidenschaftliche Team wurde von erfahrenen Destillateuren ausgebildet und betreut“, so Mathieson.
„Wir möchten mit Torabhaig den Kurs der Whisky-Herstellung auf der Insel ändern, in dem wir unseren eigenen unverwechselbaren Charakter einbringen und sehen eine aufregende Zukunft für Whiskys der Isle of Skye.“
Der Stellenwert, dieser neuen Destillerie auf der Isle of Skye und der Hype auf die Torabhaig Whiskys, wurde kürzlich bei einer Charity Auktion unter Beweis gestellt: sagenhafte € 4.791 wurden bei einer Online-Auktion für zwei Flaschen Torabhaig Whisky erzielt, die für caritative Zwecke gespendet wurden.
Und den den Torabhaig Legacy Series 2017 gewonnen hat:
Marc Buchwitz aus 51503 Rösrath
Wir gratulieren recht herzlich – und geben Ihren Gewinn in den nächsten Tagen in die Post. Viel Vergnügen damit!
Wir gönnen uns jetzt eine kurze Gewinnspielpause, melden uns aber schon bald wieder mit tollen Preisen zurück – seien Sie gespannt!
Willkommen zur 224. Folge der Whiskyvideos und Podcasts der Woche. Wie immer bringen wir in ihr Beiträge aus dem deutschen Sprachraum zum „Wasser des Lebens“, die uns von den Vloggern und Podcastern zugesendet wurden. In den Videos werden sowohl neue als auch ältere Abfüllungen verkostet – alles nach dem eigenen Ermessen der Verkoster und ohne kommerziellen Hintergrund.
Die Liste der teilnehmenden Vlogs ist nicht fix: Wenn Sie meinen, dass Ihr Video ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre.
Eine Bitte diesmal vorab an einige Einsender: Bitte schreiben Sie Mail auch, um welchen Whisky es geht – und achten Sie darauf, dass Ihre Links nicht erst ab Sekunde 763 oder so losgehen. In der Menge ist das leider sehr mühsam und zeitaufwendig zu korrigieren. Danke!
In der Ausgabe 224 finden Sie einen Podcast und zehn neue Videos:
WhiskyJason – Bushmills 12 Jahre alt First Fill Sherry Casks
Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.
Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu jeweils bis Freitag, 12 Uhr an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!
Wir freuen uns, Ihnen jeden Sonntag ein Stück einer wunderbaren Geschichte über Schottland, Whisky und das Reisen vorstellen zu dürfen: Exklusiv auf Whiskyexerts präsentieren wir Ihnen Whisky Cycle, das neueste Buch von Uli Franz, als Fortsetzungsgeschichte.
Uli Franz lebt als Schriftsteller im Chiemgau und auf der dalmatinischen Insel Brac’. Von 1977-80 arbeitete er als Zeitungskorrespondent in Peking. Über China und Tibet veröffentlichte er zahlreiche Bücher. Zuletzt erschienen Radgeschichten und „Die Asche meines Vaters“ (Rowohlt Verlag).
Das BuchWhisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland (ca. 320 Seiten) ist momentan in der ersten Auflage vergriffen – über Neuigkeiten zu Bestellmöglichkeiten werden wir Sie natürlich rechtzeitig informieren.
Die Radtour zu 17 schottischen Destillerien. Karte von Alba Collection
Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 16)
Aileen übergab nun das Kommando an John und dieser entpuppte sich plötzlich als gesprächig und im Erklären geschult: „Mit seinen 82 % vol. brennt er nur höllisch und ist für meine Begriffe ungenießbar. Deshalb wird er nach der Fassreifung mit entsalztem, entmineralisiertem und deionisiertem Reinstwasser herunterverdünnt, für bestimmte Whiskys bis auf 40 %. Aber das sind feine Details, wichtiger als alles andere ist die Fassreifung! Erst sie macht den Feinbrand zum Whisky.“ Mit seiner schwieligen Arbeiterhand zeigte er auf das klare Bächlein, das in die dritte Glasschale floss und im Boden des Safes verschwand. Seinen weiteren Ausführungen musste ich höchst konzentriert folgen, denn John sprach mit gälischer Zunge: „Im spirit safe wird nicht nur die Dichte des Alkohols gemessen, sondern auch der Feinbrand überwacht, denn diesen kann man nicht in seiner Gänze verwenden. Er fließt in den drei Fraktionen aus dem Rohr: head, heart, tale. Um den Brand zu fraktionieren, messe ich seine Temperatur und ziehe laufend Proben. Die Kunst besteht darin, so sauber wie möglich den middle cut herauszuschneiden und nur diesen der Verwertung zuzuführen. Dafür muss ich im richtigen Moment den Fluss von der linken in die mittlere Schale umlenken. In meinem Job kommt es viel auf Erfahrung an. Ich arbeite jetzt schon dreißig Jahre hier und meine Nase ist inzwischen so gut wie die von einem Hund, ich könnte auch sagen: von einer Ratte.“ Todernst griff er zu diesem makaberen Vergleich und sprach gleich weiter: „Ja, aus der langen Erfahrung erschnüffelt meine Nase das Herz und auch den Schwanz und den Kopf. In diesen beiden sind viele Fuselöle enthalten, die das Eiweiß zersetzen und dabei einen Geruch erzeugen, den jeder Hundebesitzer vom naßen Fell seines Tiers kennt. Fuselöle sind ungenießbar, ja, in großer Dosis sogar extrem gesundheitsschädlich. Sie sorgen für den Brummschädel, weil unsere Leber die toxischen Stoffe nicht abbauen kann. Wie unappetitlich der Vorlauf ist, sehen Sie hier in der Glasflasche.“
Im vielfach erprobten Zusammenspiel mit John holte Aileen eine Flasche voll milchiger Flüssigkeit vom nahen Regal, schüttelte ihren Inhalt kurz auf und wartete einige Momente. Nachdem sich die schweren Schwebeteilchen abgesetzt hatten, war die Flüssigkeit oben milchig und unten dunkelgrün. „Diese Farbgebung“, erläuterte sie zum Glück wieder in astreinem Oxford Englisch, „stammt von den chemischen Ölen und den Kupferpartikeln im Destillat. Dieser unreine Alkohol in der Flasche enthält viel Methanol, das man früher Holzalkohol nannte, und aus dem Ameisensäure entsteht, was bei unmäßigem Genuss blind macht. Allerdings ist es wichtig zu wissen, dass die heutigen Hefestämme für die Gärung so gezüchtet sind, dass kein Methylalkohol mehr entsteht.“
Plötzlich kam Hektik auf. Mit einer schnellen Handbewegung griff John mit seinen breiten Händen durch das aufgeklappte Fenster der flachen Vitrine und legte den Metallschnabel des Zuflussarms um. Nun floss das frische Destillat in die rechte der drei Glasschalen. „Jetzt ist das Herz zu Ende, es folgt der Schwanz, den man feints nennt.“
Sehr passend dachte ich, denn übersetzt heißt feints: Finte, Täuschung.
John nickte unserem Guide zu und wieder meldete sich Aileen zu Wort: „Der Nachlauf wird mit dem Vorlauf zusammen nochmals destilliert. Auf keinen Fall wird er weggeschüttet.“
Jemand aus der Gruppe hob in Schulmanier den Arm und fragte: „Wie merken Sie, dass der Mittellauf zu Ende geht?“
„Erfahrungssache! Man riecht und schmeckt es. Zusätzlich habe ich immer dieses Hydrometer zur Hand.“ John hielt eine sehr schlanke Spindel mit roten und blauen Zahlen auf einer Skala über seinen Kopf und zeigte den gläsernen Stab in die Runde.
Wieder kam eine Frage aus der Gruppe: „Wofür braucht man eigentlich die dritte Brennblase?“
„Bei Springbank wird eine einzige Sorte dreimal destilliert, das ist der Hazelburn. Dadurch wird der Alkohol noch reiner, noch hochprozentiger. Für meinen Geschmack hat das aber keine allzu große Bedeutung, da der Malt ja vor der Flaschenfüllung mit Wasser auf 46 % verdünnt wird. Tatsächlich ist das Dreifachbrennen beim schottischen Single Malt die Ausnahme, in Irland hingegen die Regel. Böse Zungen behaupten, die Iren destillieren dreimal, weil sie vom Charakter her so misstrauisch sind und etwas erst beim dritten Mal glauben können“, erzählte John und in seinen braunen Augen zeigte sich der schottische Schalk. Doch nur für einen Augenaufschlag, schon entschuldigte er sich, er müsse nun weitermachen.
Uralte Maschinen bei Springbank. Bild Uli Franz
Bevor wir weiterzogen, klatschten wir im Chor und dankten John für seine Erläuterungen zum spirit safe. Mit Blick auf die Uhr, eilte Aileen vor uns aus dem still house über den Hof, vorbei an dem Farmtraktor, auf dessen Anhänger sich inzwischen sauer riechende Schlempe wie ein Haufen grobes Sägemehl türmte. Nach fünfzig Metern im Freien, betraten wir ein gedrungenes Backsteingebäude, wo in der Mittte ein blockischer Metalltank stand, in den über Rohrleitungen das Herz des Feinbrands gepumpt wurde. An einem Zapfhahn war ein armdicker Gummischlauch angedockt, an dessen Ende eine Tankpistole hing. Ja, im leeren Raum ging es zu wie an einer Tankstelle, mit dem feinen Unterschied, dass der gezapfte Kraftstoff der Gesundheit förderlich war. Ein Messfinger in der Pistole stoppte automatisch den Zufluss, bevor das Fass überlaufen konnte. Kaum machte die Pistole „klick“, wurde von einem Arbeiter das Spundloch mit einem Sisallappen bedeckt und über ihn ein Eichenspund mit einigen kräftigen Holzhammerschlägen in das Loch getrieben. Auf den seitlich liegenden Fasskopf pinselte nun eine geübte Hand mit Hilfe einer Schablone die Fassnummer, die Initialen des alten und des neuen Besitzers, das Jahr der Abfüllung und den Ort – alle Insignien in weißer Farbe.
Schon rollte leise summend ein Gabelstapler heran und nahm das volle Fass huckepack. Als wäre es federleicht, drehte die niedliche rote Maschine eine Pirouette und summte durch das offene Tor über den Hof ins hundert Meter entfernte Lagerhaus, wo der new make ab sofort für mindestens drei Jahre ruhen wird. Drei Jahre muss ein Malt reifen, bevor er sich schottischer Whisky nennen darf.
Auf leisen Sohlen verließ ich die Gruppe und machte einige Schritte auf das Rolltor des Lagerhauses zu, wo an der Wand in weißer Schrift „Customs Warehouse“ stand. Das dunkle Tor lockte mich an, weil ich bisher noch kein Fasslagerhaus von innen gesehen hatte. Kaum hatten sich meine Augen an das fahle Licht im hohen Raum gewöhnt, erspähte ich Tausende grauer, mit einer Staubschicht bepuderte Fässer, die wie Tiere im Winterschlaf auf dem nackten Boden lagen, so eng aneinander geschmiegt, als gehörten sie alle zu einer Familie. Die vielen Fässer lagen auf dem Kiesboden, zwar reglos, aber nicht wie tot. Sie atmeten. Der Atem, den sie verströmten, roch süß-säuerlich nach Apfelmost. Und als ich die Augen schloss und nur noch ihrer Spur in der Nase folgte, begierig schnüffelnd, ja, mit einer gewissen Erregung Aromen einsog, stand ich wie magisch entführt in einem Obstgarten, wo die Ernte reifer Früchte anstand.
Die Luft über den schlafenden Fasstieren war erfüllt vom unsterblichen Schluck für die Engel, bekannt als angels` share. Unglaublich dieses Geschenk für die Nase! Aber nicht nur die Nase wurde beschenkt, sondern auch das Gehör. Für meine Ohren wurde das Fasslager durch seine Stille zur Kathedrale. Diese Stille wäre vollkommen gewesen, hätte nicht der Regen ein Tropfenkonzert auf dem Blechdach gegeben. Doch der Campbeltowner Regen war keineswegs ein Spielverderber, im Gegenteil, er tat dem Hallenklima gut, denn er verwirbelte die Luft im hohen Lager.
Meine schweifenden Gedanken wurden vom Ruf „Sir, please…come!“ unterbrochen. Als ich die Augen wieder öffnete, zeichneten sich in der Toreinfahrt die schwarzen Umrisse von Aileens schlanker Figur gegen den grauen Regenhimmel ab. Mit ihrem Ruf und einer energischen Handbewegung signalisierte sie mir: sofort die Halle verlassen! Vermutlich war eine Besichtigung des Fasslagers im Tourenprogramm nicht vorgesehen und ich hatte mich ohne Erlaubnis von der Truppe entfernt. Auf jeden Fall hatte ihr Ruf bestimmend geklungen und ihre harte Handbewegung war alles andere als friedlich winkend wie man es vom Winke-Winke der englischen Queen gewohnt ist. Augenblicklich gehorchte ich und reihte mich wieder in der letzten Reihe ein. Als Kollektiv betraten wir nun die nagelneue Fill Hall.
Leere Fässer in der Destillerie Springbank. Bild Uli Franz
Während die Gruppe wartend und vom Hallenlärm bedrängt auf dem hellen Betonplatz herumstand, kam wieder der rote Gabelstabler mit einem Fass auf den Hörnern herangesummt und stoppte vor einem eckigen Blechbecken, das verbeult und ölig glänzend am Boden stand. Auf seiner Zwillingsgabel lag ein großbauchiges Fass, ein Butt mit 500 Litern, mit dem Spundloch unten am Bauch. Schon trat eine junge, erstaunlich zarte Frau mit einem Spundöffner an das Fass heran, beugte ihren schmalen Rücken und bohrte die Schraubspirale des Öffners ins Spundholz. Als die Schraubspirale zur Hälfte im Holz verschwunden war, begann sie mit einem Metallring gegen das graubraune Fassholz zu schlagen. Es lärmte dumpf, als das Metall auf die alten Holzdauben traf! Aber es tat sich nichts, das Spundholz sass erstaunlich fest im Loch. Plötzlich passierte ein kleines Unglück: da das gealterte Holz des Spunds morsch war, zerbrach es durch das Schlagen und die Spirale des Spundöffners brach heraus. Erst beim zweiten, beherzteren Versuch gelang es der Frauenhand, das Spundloch zu öffnen. Augenblicklich schoss ein Schwall öliger Flüssigkeit in das Sieb über der untergeschobenen Blechwanne – goldbraun schoss jahrelang gereifter Single Malt ins Auffangbecken am Boden! Kaum war das Fass geleert, wurden der edle Tropfen mit einer Elektropumpe in einen drei Meter hohen Edelstahltank gepumpt. In diesem Tank, auf dem 9.151 Liter und VAT 2 stand, sammelte man in diesem Arbeitsprozess Whisky mit 63,5 % vol. Cask Strength vom gleichen Fassbestand, aber aus mehreren Fässern.
Spundloch öffnen, abgießen, umfüllen – auf diese Weise vollzog sich hier tagaus, tagein der Arbeitsprozess und keiner der Beteiligten empfand etwas Besonderes dabei. Ganz anders ich. Kometengleich schoss mir die Erkenntnis durch den Kopf: Hier wurde nicht einfach eine hochprozentige Flüssigkeit in ein Blechbecken, ein Becken, das auch für einen Ölwechsel in einer Autowerkstatt hätte herhalten können, gekippt und anschließend in einen monströsen Stahltank umgefüllt. Nein, so sah es nur an der Oberfläche aus. Im Kern wurde hier flüssiges Gold, das himmlische Aromen in sich barg, seiner letzten Bestimmung zugeführt.
Erst nach Aileens Aufforderung traten wir einige Meter in die Halle hinein, wo das Förderband einer modernen Abfüllstraße lärmte und wo die Batterie vorwärts ruckender Flaschen klirrte und schepperte. Auf der sich schlangenförmig durch die Halle windenden Förderstraße wurden die in Reihe stehenden Flaschen befüllt, etikettiert und ihr durchscheinender Inhalt vor einer Lichtwand von wachsamen Augen kontrolliert. Die neue Anlage war bewusst nur halbautomatisch errichtet worden, denn zum Credo von Springbank gehörte die Bereitstellung möglichst vieler Arbeitsplätze für die Menschen vor Ort. So arbeiteten hier im Schichtbetrieb zehn Frauen und Männer, während vier weitere die etikettierten Flaschen zum Versand in alle Welt verpackten.
Der Kartonquader, der rasch in Richtung Decke wuchs, bestand nicht nur aus Springbank Kartons, sondern auch aus Kartons mit der Aufschrift Cadenhead’s. Ich zeigte auf dieses Label und zuckte fragend mit den Schultern, worauf Aileen den Lärm übertönend nahe an meinem Ohr rief: „Besuchen Sie den Cadenhead’s Shop gleich in der Nähe, wo auch die Verkostung stattfindet.“
Ich nickte ihr dankend zu und folgte der Gruppe über den Hof zum Ausgangspunkt unserer Tour, die nun zu Ende ging. Zum Abschied schüttelte sie jedem die Hand und gab allen einen Verkostungsgutschein bei Cadenhead’s im Laden. Dieser Coupon markierte das Ende unseres 10-Pfund-Rundgangs.
Für heute hatte ich genug gesehen, gehört – und gerochen. Das Erlebte wollte ich verdauen. Auch wollte der Radler in mir neue Kraft akkumulieren. So entschied ich mich, den Coupon für ein Dram erst am nächsten Tag einzulösen. Damit war allerdings der Tag noch nicht gelaufen, denn zum Abendessen stand mir noch eine Einladung ins Dellwood Hotel bevor.
Ein paar schöne Neuheiten aus der us-amerikanischen TTB-Datenbank können wir Ihnen für das Wochenende anbieten – allesamt Abfüllungen, die wohl auch auf unseren Märkten und nicht nur in den USA erscheinen werden.
Glenmorangie 13yo Cognac Cask Finish
Ein neuer Glenmorangie, der in Cognac-Fässern gefinisht wurde und insgesamt mindestens 13 Jahre lang reifen durfte, ist der erste im Reigen der Neuheiten. Laut Etikett wird er im Mai abgefüllt und sollte dann wohl im Sommer erscheinen.
Ardbeg Traigh Bhan 19yo Batch #3
„Bottled in a lockdown“ steht auf dem Etikett des neuen Ardbeg Traigh Bhan 19yo Batch #3, der aus Oloroso- und Bourbonfässern stammt und mit 46,2% vol. abgefüllt wird. Zum ersten Mal sehen wir auch den Namen des neuen Distillery Managers, Colin Gordon auf dem Etikett. Und zum Geschmöack verrät es uns Holzrauch, Gischt und Eukalyptus in der Nase, Fudge, rauchiger Torf und Anis am Gaumen sowie viel Rauch im langen Finish.
Laphroaig Càirdeas 2021
Auch einen neuen Laphroaig Càirdeas haben wir gefunden, abgefüllt soll dieser aus PX-Fässern mit satten 58,9% vol. werden. Nachdem es ja in diesem Jahr wieder nichts wird mit dem Feis Ile, wird es ihn dann wohl online zu kaufen geben, und auch in diesem Jahr wird man wohl Glück brauchen, einen zu ergattern. Gereift ist er dreifach: Erst amerikanische Borubon Barrels, danach Quarter Casks, ebenfalls aus amerikanischer Eiche, und zuletzt in Hogsheads aus europäischer Eiche, die mit Sherry (Pedro Ximenez) vorbelegt waren. Hier die Etiketten:
Kilchoman B.I.B.
B.I.B. steht für „Bourbon Influenced Barrels“, und die Etiketten verraten auch noch, dass der Whisky 9 Jahre lang in „wheated bourbon barrels“ gereift ist. Ansonsten ist den Etiketten für den neuen Kilchoman B.I.B. nicht sehr viel zu entnehmen; die Tasting Notes sind noch nicht ausgefüllt, allein die Stärke (50% vol.) ist noch angegeben. Wir sind uns aber sicher, dass wir bald mehr Details zu dieser interessanten Neuheit aus der Islay-Destillerie in Erfahrung bringen und dann mit Ihnen teilen können.
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.
Jede Woche erscheinen viele neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den Abertausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt?
Blogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann.
„Fremde Federn“ stellt Ihnen in der jetzt bereits 141. Folge Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor. Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.
Hier sind die Tasting Notes jener Blogger, die uns für die aktuelle Ausgabe ihre Links gesendet haben:
Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!
Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, kommerzielle Links enthalten. in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.
Highland Park und Scapa, das sind die beiden Destillerien auf den Orkneys, und Angus MacRaild, der heute wieder wie üblich das Szepter auf Whiskyfun übernommen hat, verkostet zehn Abfüllungen von dort, die entweder mit dem Destillerienamen Highland Park auftreten, oder als „Orkney Malt“ – was in der Regel (wohl ohne Ausnahme) ebenfalls besagt, dass sie von Highland Park stammen. Aber offiziell ist das nicht, daher halten wir uns an die Konvention und sagen: Von Orkney.