Unser letztes Sonntagsvideo des Jahres bringt Sie wieder einmal auf die Insel Islay in Schottland – die Heimat vieler torfiger Whiskys und eine Pilgerstätte für Whiskyliebhaber. Neun Brennereien befinden sich dort und warten darauf, von Ihnen besucht zu werden – und überall findet man zudem traumhafte Landschaft.
Von oben betrachtet entwickelt Islay einen besonderen Reiz, das können Sie im Video „Islay in Scotland from The Sky“ von Marc Pricivalle auf Vimeo und hier bei uns erleben. Knapp dreieinhalb Minuten entführt Sie der Clip auf die Insel, die zu den Hebriden gehört und zeigt Ihnen die Schönheit dieses besonderen Teils von Schottland.
Viel Vergnügen, und wir sehen uns zu den Whiskyvideos und Podacsts aus Deutschland wieder!
Zum 12. Mal startet am 6. März 2020 die Whisky´n´More, die Whiskymesse für unabhängige Whiskyhersteller und Importeure in Hattingen.
Der Veranstalter hat uns dazu interessante und nützliche Infos übermittelt, die wir natürlich wie immer gerne mit unseren Lesern teilen. Hier alles Wissenswerte dazu:
Presseinfo zur 12. Whisky´n´More 2020
„Wildwasser statt Mainstream“-die ultimative-Whiskymesse für unabhängige Whiskyhersteller und Importeure
Bei der 12. Ausgabe dieser bereits traditionellen Veranstaltung ist die Ausrichtung hin zu neuen innovativen Produzenten und deren Whisky. So ist neben vielen weiteren Neuigkeiten der Messewhisky erstmals kein schottischer und auch kein Malt sondern ein deutscher Rye in Fassstärke. Das ist auch ein weiteres Merkmal der Messe. Wir wollen weg von den verdünnten Supermarkt- und Discounterwhiskies minderer Qualität.
Ruhezonen, zum Whisky passende Programmpunkte und Spezialitäten, wie heimische Craft-Biere kleiner Brauereien wie artverwandte Edelspirituosen, Schokolade und Kaffeesorten, Kunst und Accessoires sorgen für Abwechslung.
Wieder dabei sind auch heimische Brennereien…denn in einem guten Fass braucht ein fein gebranntes deutsches Destillat sich (im wahrsten Sinne des Wortes) nicht vor der ausländischen Konkurrenz zu verstecken.
Thementastings in speziell ausgestatteten und personell betreuten Räumen mit renommierten Kennern der Whiskyszene vermitteln den Besuchern einen facettenreichen Blick hinter die Kulissen des Whiskybusiness.
Darüber hinaus wird die kostenlose Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel in Zusammenarbeit mit der BOGESTRA auf das gesamte VVR Gebiet erweitert.
Hiermit laden wir am 6. und 7. März 2020 herzlich zur 12.Auflage derWHISKY´N´MORE, der Publikums- und Fachmesse zum Thema Whisk(e)y in die Räumlichkeiten des LWL-Industriemuseums und der Gastronomie des HENRICHS in Hattingen ein.
Die Messe ist geöffnet am Freitag, dem 6. März 2020 von 16 bis 22 Uhr und am Samstag, dem 7. März 2020 von 12 bis 20 Uhr.
Eintritt: 12,00€ incl Tastingglas,Museumsbesuch und freier Fahrt mit dem ÖPNV
Es ist Samstag, und ausnahmsweise ist es nicht Angus MacRaild, sondern Serge Valentin himself, der uns mit neuen Tasting Notes versorgt. Diesmal geht es um Laphroaig, und dabei hat Serge sich drei Originalabfüllungen und fünf unabhängige Bottlings ausgesucht.
Die Unabhängigen haben dabei die Nase vorne, und zwar in Summe dann doch recht deutlich. Hier die Ergebnisse der Verkostung:
Laphroaig ‚Select‘ (40%, OB, +/-2018): 74 Punkte
Laphroaig 10 yo (40%, OB, +/-2018): 82 Punkte
Laphroaig ‘Cairdeas’ (57.2%, OB, Feis Ile 2017, quarter cask Finish): 78 Punkte
Laphroaig 7 yo 2011/2018 ‘Hand in Hand’ (53.7%, Sansibar for Liquor Library, Helvetica Bar, Whisky and Alement and The Oak Barrel): 88 Punkte
Laphroaig 5 yo 2011/2017 (57.4%, Creative Whisky Co. for Delain, refill hogshead, 150 bottles): 89 Punkte
Le Frog 7 yo 2011/2019 (46.5%, House of McCallum, bourbon hogsheads, casks #0133-36, 1458 bottles): 87 Punkte
Kilbride 28 yo 1989/2017 (51%, The Mash Tun Tokyo, 300 bottles): 85 Punkte
Jede Woche erscheinen viele neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den Abertausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt?
Blogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann.
Unsere Rubrik „Fremde Federn“ stellt Ihnen seit nun über einem Jahr Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor, die uns von ihnen zugesendet wurden. Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.
Hier sind die Tasting Notes jener Blogger, die uns für die aktuelle Ausgabe Nummer 77 (die letzte in diesem Jahr) ihre Links gesendet haben:
Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen (die ohnehin meist nicht einheitlich ist 😉 ). Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!
Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.
Ende Mai wurde der Bauantrag bei den entsprechenden Behörden eingereicht, nun ist es endlich soweit: Laut einem Bericht von Insider.co.uk wurde die Baugenehmigung für den Nauaufbau der Islay-Brennerei Port Ellen von der Argyll & Bute Council erteilt.
Wie schon im Bauantrag erwähnt, will man die originalen Brennblasen minutiös nachbauen und zusätzlich ein zweites Set kleinerer und unterschiedlicher Brennblasen hinzufügen, um damit experimentieren zu können.
Es gibt auch ein offizielles Statement von Master Distiller Georgie Crawford, die ja eigens von Lagavulin zu Port Ellen wechselte, um den Aufbau der ikonischen Destillerie zu begleiten:
We are delighted to have reached this important milestone in our journey to bring Port Ellen back into production. We are grateful to Argyll & Bute Council and to the local community who have engaged positively with us during the planning process. We are incredibly excited to begin the next phase of the project and to make our long-cherished dream of restoring Port Ellen distillery a reality.
Die Brennerei wird wohl die 10. auf Islay tätige Brennerei werden, eventuell noch vor der ebenfalls geplanten Destillerie Farkin, die – unbestätigten, aber zuverlässigen Quellen nach – vor kurzem ihren eingereichten Bauantrag wieder zurückgezogen hat; wahrscheinlich entweder um Änderungen einzubringen oder weil das Projekt derweilen auf Eis gelegt wurde.
Über die geplante Port of Leith Distillery in Edinburgh haben wir schon mehrmals berichtet (eine Übersicht über alle Artikel dazu können Sie hier finden). Zusammen ergeben die Artikel einen schönen Überblick über das, was sich dort bis zum heutigen Datum getan hat.
Noch deutlicher und eindrucksvoller schafft das natürlich ein Video – und genau dieses Video haben die Leute hinter dem Unternehmen für die Port of Leith Distillery jetzt online gestellt: „The Port of Leith Distillery – The Story So Far“ stellt auf Vimeo und obenstehend bei uns in knapp acht Minuten die Geschichte und vor allem die Menschen hinter der Port of Leith Distillery vor, die das vertikale Destilleriedesign, wie es Mackmyra in Schweden vorzeigt, in die schottische Hauptstadt holen wird. Viel Vergnügen damit!
Es gibt Whiskys, die wird man als „normaler“ Whiskyfreund nur unter einer Verkettung außergewöhnlicher Umstände jemals verkosten können. Jene Whiskys, die in Preisregionen angesiedelt sind, in denen man normalerweise eher überlegt, ob es eine Eigentumswohnung in Hamburg oder, am anderen Ende der Liste, eine vollausgestattete Limousine sein soll.
Wine-Searcher hat heute einen Artikel veröffentlicht, in dem die zehn teuersten Spirtuosen der letzten zehn Jahre aufgelistet und in ihrer Preisentwicklung beschrieben sind (bei der Reihung geht es um Durchscnittspreise der Abfüllungen, nicht um Spitzenpreise). Hierbei handelt es sich nicht nur um Whisky, aber de facto nur um Whisky und Cognac, denn die Plätze vier, sechs und neun gehören dem französischen Brand – beim Rest handelt es sich um Whisky.
Der teuerste Whisky auf der Liste ist übrigens kein Macallan. Und kein Japaner (der liegt auf Platz 10 mit immer noch erstaunlichen 254.000 Dollar die Flasche und 76.600 im Durchschnitt). Der teuerste Whisky der abgelaufenen Dekade kommt von Islay und ist ein Bowmore 1957.
Auf Platz zwei findet sich ein Dalmore, auf Platz drei sehen wir mit Chivas Regal einen Blend – wer hätte das gedacht? Auf Platz fünf dann der Macallan, auf sieben und acht ebenfalls.
Alle Daten finden sich im verlinkten Artikel, den wir zum Lesen und Staunen empfehlen…
Vor Weihnachten haben wir darüber berichtet, dass der unabhängige Abfüller Duncan Taylor vor Gericht einen Streit um die Namensrechte für einen „Loch Ness“-Whisky verloren hat. Kurz zusammengefasst: Duncan Taylor berief sich darauf, seit 2008 die Rechte darauf über eine Tochtergesellschaft, The Original Loch Ness Whisky Company Limited, zu besitzen und verklagte die Loch Ness Spirits Limited, auf Unterlassung.
Loch Ness
Das Gericht konnte der Argumentation des unabhängigen Abfüllers nicht folgen und wies die Klage nach zwei Jahren Rechtsstreit zurück. Die kleine Firma in Dores an den Ufern des Loch Ness darf also auch weiterhin ihre Produkte (Gin, Wodka und zukünftig auch Whisky) mit dem Begriff Loch Ness bewerben – zumindest vorläufig, denn Duncan Taylor hat angekündigt, in der Angelegenheit in Berufung zu gehen.
Loch Ness
Das geht aus einem Artikel in The Inverness Courier hervor, der sich mit dem Fall beschäftigt und die Inhaber der kleinen Firma zu Wort kommen lässt. Dort befürchtet man, dass die Angelegenheit noch nicht ausgestanden ist und weiter vor Gericht ausgefochten werden muss. Höchstwahrscheinlich sind die Befürchtungen nicht unberechtigt, denn Duncan Taylor verweigerte „auf Anraten unserer Berater und wegen einer möglichen Berufung“ jeden Kommentar zu der Angelegenheit.
Es kann also sein, dass der „Weihnachtsfriede“ nur von kurzer Dauer ist…
Bild mit freundlicher Genehmigung von whiskybase.com
Springbank setzt, wenn man dem Eintrag in der us-amerikanischen TTB-Datenbank Glauben schenken darf, die Serie der Longrow Red mit einer neuen Abfüllung fort. Die letzte Abfüllung (2019) war dort erst im Februar zu finden, 2020 scheint also die Veröffentlichung etwas früher im Jahr stattzufinden als in diesem Jahr.
Diesmal ist es ein Longrow Red 13yo Chilean Cabernet Sauvignon Matured, der uns in absehbarer Zeit im Handel begegnen sollte. Abgefüllt ist er mit 51.6% vol., 9000 Flaschen wird es von ihm geben.
10 Jahre lang durfte der Whisky zunächst in Bourbon Barrels und Refill Sherry Hogsheads reifen, bevor er für drei Jahre in chilenische Cabernet Sauvignon Fässer des Mont Gras‘ Intriga Estate in Alto Maipo am Fuße der Anden nachreifte. Interessant, dass man am Label das Wort „matured“ verwendet und nicht „finished“, das uns hier eher angebracht scheint…
Über den Geschmack gibt das Etikett keine Auskunft, aber wir dürfen wohl wieder eine interessante Abfüllung erwarten.
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.
Springbank. Bild (c) ALexandra Kreutz, Genuss am Gaumen
Elf Abfüllungen aus der Destillerie Glenfarclas bringt uns Serge Valentin heute auf Whiskyfun – Originalabfüllungen ebenso wie unabhängige Bottlings – viele davon für Taiwan abgefüllt. Und auch hier gilt das, was schon am 24. Dezember zu sagen war: Nichts dabei, was man eher schief anschauen sollte.
Nicht nur in Schottland, auch in England ist Whiskytourismus mittlerweile eine wichtige Einnahmequelle für Whiskybrennereien geworden – gerade für junge Destillerien, die noch nicht wirklich Whisky anbieten können, aber auch bei jenen, die sich schon länger etabliert haben.
Der Telegraph hat in einem Artikel einen Blick auf diesen Trend geworfen. 75% der Erwachsenen in England haben zum Beispiel bei einer Untersuchung von Visit England angegeben, dass sie daran interessiert wären, während eines Urlaubs oder eines Wochenendtrips eine Brennerei oder Brauerei zu besuchen.
Die Destillerien bemerken diesen Trend deutlich. So haben sich die Besucherzahlen bei der St. George’s Distillery (im Besitz der The English Whisky Co.) innerhalb von 3 Jahren von 15.000 auf 45.000 gesteigert. Und heuer werden es 85.000 sein.
Mehr dazu und auch einige Einblicke in die Whiskyszene in England im Artikel.
Zu den meisten seiner regulären Verkostungsvideos stellt Ralfy Mitchell auch noch ein sogenanntes „Extra“ online, das sich etwas näher mit einem Aspekt beschäftigt, den er im Verkostungsvideo angesprochen hat.
In dieser Woche geht es um Bier, das zu Whisky passt – wobei Ralfy Wert darauf legt, dass es sich bei dieser Kombination nicht um ein „Pairing“ handelt, sondern einfach eine schöne und passende Verbindung.
Im Video erklärt Ralfy, nach welchen Kriterien er sein Bier zum Whisky aussucht – und dass er daraus keine Wissenschaft macht, macht sein Video in unseren Augen umso sehenswerter – und auch wenn es die Biere, die er konkret vorstellt, bei uns wohl eher nicht zu kaufen gibt, sind seine grundsätzlichen Überlegungen sehens- und hörenwert. Wenn Sie also Zeit für 11 kurzweilige Minuten haben, dann finden Sie das Video obenstehend oder auf Youtube.
Nachdem Sie die Überschrift gelesen haben, wird Ihnen unter Umständen eine berechtigte Frage in den Sinn kommen: Glendullan ist doch keine Lost Distillery, sondern produziert munter vor sich hin, vor allem den Singleton of Glendullan und für die Blends von Diageo?
Ja, das stimmt. Aber das ist nicht die Destillerie Glendullan, die hier gemeint ist, sondern jener Neubau, der 1971 zur alten Destillerie dazugebaut wurde, die wiederum im Jahr 1985 endgültig ihren Betrieb einstellte.
Und genau jene alte Destillerie Glendullan hat Jochen Wied auf seiner Schottlandreise in diesem Juni für uns fotografiert, sodass wir Ihnen hier sechs Bilder dieser seit fast 35 Jahren stillgelegten Brennerei zeigen können – eine Anlage, die man auch nicht oft sieht, weil die neue Glendullan-Brennerei auch nur während des Speyside Festivals zugänglich ist und ansonsten keine Besucher empfängt…
Diesmal ist es auch in der kleinen Whiskyhütte auf der Isle of Man, der Heimat von Ralfy, weihnachtlich – zumindest von der Deko her: Mit Weihnachtsgirlande im Vordergrund verkostet Ralfy einen schönen Islay-Whisky – aus der westlichsten der drei aktiven südlichen Destillerien der Insel, der sich im Besitz von Beam Suntory befindlichen Brennerei Laphroaig.
Der Laphroaig 16yo ist erst in diesem Jahr erschienen (Anfang September, um genauer zu sein), bei uns war er ausschließlich über Amazon erhältlich (ist dort aber schon lange ausverkauft).
Ralfy hat der Laphroaig 16yo recht gut gefallen, er gibt ihm in der knapp über 16 Minuten langen Besprechung gute 87 Punkte. Das Warum und Wieso der Wertung ist wie immer recht interessant zu sehen und zu hören, und Sie können dies entweder auf Youtube oder wie immer auch obenstehend bei uns.