Whiskystats.com hat wie immer knapp nach Monatswechsel die neuesten Zahlen aus dem Sekundärmarkt für Whisky veröffentlicht – und diese kann man als durchaus positiv für Verkäufer betrachten: 29.600 Flaschen wurden im Juni in Auktionen gehandelt, ungefähr 4.000 Flaschen weniger als im Mai – aber das ist saisonal bedingt zu erwarten gewesen. Interessant ist, dass der Gesamtwert der gehandelten Flaschen dabei von 9,7 Millionen Euro auf 10,5 Millionen Euro gestiegen ist, und der Whiskystats-Index, in dem die 500 meistgehandelten Flaschen abgebildet werden, legte ebenfalls zu, und zwar um 2,6%. Das bedeutet, dass es insgesamt betrachtet im ersten Halbjahr 2026 mit den erzielten Auktionspreisen leicht bergauf ging (von 210,35 auf 213,17, bezogen auf einen Wert von 100 im Dezember 2012 – das bedeutet, dass sich die Preise seit damals immer noch mehr als verdoppelt haben).

Besonders hoben sich die Abfüllungen von Port Ellen heraus: Ihr Wert legte im ersten Halbjahr um 10,5% zu. Nicht ganz so gut, oder besser gesagt: gar nicht gut, geht es Glendronach und Glengoyne. Diese haben im Mai und Juni verloren, obwohl sie sich bis dahin recht wertbeständig zeigten und den Abwärtstrend nur bedingt mitmachten. Details zu den einzelnen Abfüllungen der drei Destillerien können Sie auf whiskystats.com finden.
Summa summarum war das erste Halbjahr 2026 für den Sammlermarkt so etwas wie die Bodenbildung nach dem stetigen Abwärtstrend seit März 2022, mit einem leicht nach oben weisenden Momentum. Über die Sommerzeit wird das Volumen der Auktionen wohl eher geringer sein, aber mit dem Herbst wird sich dann zeigen, wo die Reise in der nächsten Zeit hinführt…















