Verschlankung hat sich Diageo angesichts der momentanen Marktflaute auf die Fahnen geschrieben, und der neue CEO David Lewis zieht diese Verschlankung recht konsequent durch. Insgesamt, so haben wir bereits berichtet, wird der Getränkemulti 2.000 Stellen weltweit abbauen, das liegt im einstelligen Bereich (momentan gibt es mehr als 27.000 Mitarbeiter).
Hart wird es allerdings das nordamerikanische Headquarter treffen: Laut einem Bericht von Global Drinks Intel sind es dort 305 Mitarbeiter, mehr als ein Drittel der 839 Beschäftigten vor Ort. Dies steht so in einer New York Department of Labor Worker Adjustment and Retraining Notification (WARN) Eingabe, die das Unternehmen im Rahmen eines sozialen Frühwarnsystems eingereicht hat.
Die Kündigungen sollen Ende dieses Monats beginnen und sich über ein Jahr hinziehen.
Global Drinks Intel bat Diageo um eine Stellungnahme, die blieb allerdings recht vage:
As we shared at the start of August, we have been redesigning our operating framework to deliver a more competitive Diageo. We understand that this is a difficult time for colleagues, and we remain committed to supporting everyone through these changes.”
Sprecher von Diageo
Wo die restlichen Jobs eingespart werden, ist nur zum Teil bekannt. Die Gewerkschaft GMB Scotland hat Anfang August bekanntgegeben, dass auch in schottischen Brennereien 172 Positionen zur Kündigung vorgemerkt seien, vor allem bei Cardhu, Cragganmore, Port Ellen und Dufftown (wir berichteten hier). Auch in Irland wackeln 150 Jobs – ob diese sowohl in Schottland als auch in Irland tatsächlich wegfallen werden, steht aber noch nicht wirklich fest.
















