Die Restrukturierung des Spirituosen-Unternehmens Diageo (wir berichteten), die mit einem Abbau von Arbeitsplätzen einher geht, ist weiterhin das beherrschende Thema in den Destillerien und Produktionsstätten des Konzerns. Wie die Gewerkschaft Unite bestätigt, wird morgen (26. August) eine Urabstimmung über Streikmaßnahmen in Diageo’s Grain-Brennerei Cameronbridge in Windygates, Fife eingeleitet.
Cameronbridge liefert Grain Whisky für Diageos Portfolio an Blended Whiskys sowie Neutralalkohol für Marken wie Tanqueray, Gordon’s Gin und Smirnoff. Von den derzeit rund 200 Beschäftigten in Europas größter Grain-Whisky-Brennerei sind nach Schätzungen von Unite mehr als 70 Arbeitsplätze von einer möglichen Streichung betroffen. Wie bereits GMB Scotland Anfang August (wir berichteten) werfen auch hier die Mitarbeitenden dem Konzern vor, keine ordnungsgemäßen Konsultationen zu möglichen Entlassungen durchgeführt zu haben.
Sharon Graham, Generalsekretärin von Unite, sagte:
“Diageo is treating its hard-working and loyal workforce in an appalling manner. The company is extremely wealthy, and there is simply no reason to slash jobs across its operations. If Diageo continue down this callous path, then they will be met with the full force of Unite.”
Worum es bei dem Sparprogramm des Unternehmens in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar geht, erklärte der mittlerweile auch „Drastic Dave“ genannte CEO Sir Dave Lewis unmissverständlich:
“This new strategy, executing with a new, more agile, competitive and cost-effective operating model, gives us confidence that we can return Diageo to a business consistently creating value for shareholders.”
Die Abstimmung darüber, ob die Unite-Mitglieder in Cameronbridge streiken werden, endet am 9. September. Arbeitskampfmaßnahmen könnten dann bereits ab Mitte September folgen.
















