Ingvar Ronde hat auch heuer wieder einen der wichtigsten Begleiter eines Whiskyfreundes publiziert: Das Malt Whisky Yearbook. Es wird am 1. Oktober, also am kommenden Montag, erscheinen und wieder eine Menge nützlicher Infos bieten.
Für die, die das Malt Whisky Yearbook nicht kennen: Es enthält Infos zu allen aktiven und vielen geschlossenen schottischen Brennereien sowie weiteren rund um die Welt. Diesmal sind es 526 Destillerien, die im Jahrbuch beschrieben werden, zum Teil mit ihren Abfüllungen. Insgesamt mehr als 250 Tasting Notes, 500 Farbfotos und viele Artikel, unter anderem von Charles MacLean oder Jonny McCormick sind auf 200 Seiten zu finden – eine unerschöpfliche Quelle von Wissen rund um das Wasser des Lebens – und das zu einem Verkaufspreis von unter 20 Euro.
Für die, die es bei ihrer Buchhandlung bestellen wollen (support your local dealer): Die ISBN-Nummer ist wie folgt: ISBN 978-0-9576553-5-5.
Die Schweiz hat einen Single Malt mehr – und was für einen: 15 Jahre lang durfte der erste St. Moritzer Single Malt des Hotels Waldhaus im Fass reifen, bevor er nun abgefüllt wurde. Damit haben sich die beiden Besitzer des für seine umfangreiche Whiskybar berühmten Hotels, Claudio und Nico Bernasconi, einen Traum erfüllt, der nicht ohne Hürden zu erreichen war.
Zunächst einmal, so schildert der Artikel in der Onlineausgabe der Südostschweiz, machten die Schotten beim ursprünglich vorgesehenen Namen „The Real Highlander“ (verständlicherweise) Probleme, die aber amikal aus der Welt geschafft wurden: Die ersten beiden Abfüllungen (5 und 10 Jahre) konnten noch unter dem alten Namen verkauft werden, danach – für die aktuelle Ausgabe – stand die Namensänderung an. Weiters mussten für verschiedenen Tätigkeiten rund um den Whisky (wie Transport des Whiskys in einem Tankwagen zur Abfüllung) Genehmigungen eingeholt werden.
Nun aber ist der nach Angaben der Hoteliers vermutlich älteste Schweizer Whisky fertig – und schon zur Hälfte ausverkauft. Wer also eine Flasche haben will, sollte sich bald darum bemühen…
Port Askaig von Elixir Distillers ist unter Islay-Fans sehr beliebt, bietet die Marke doch schöne Qualität zu einem guten Preis. Unter Whiskyfreunden hält sich hartnäckig das Gerücht, dass Port Askaig eigentlich ein Tarnname für Caol Ila sei, anderswo kann man vernehmen, dass das nicht unbedingt zwingend so sein müsse. Wir lassen den Schleier des Geheimnisses unangetastet – lüpfen ihn aber bei einer möglichen neuen Abfüllung.
Auf der us-amerikanischen TTB-Datenbank sind nur die Etiketten für einen Port Akaig 33yo aufgetaucht, der mit satten 50.3% in die Flasche gekommen ist. Laut Rückseite ist er rauchig und fruchtig mit einem honigsüßen Unterton. Tropische Früchte, Zitrustöne – all das sei in ihm zu finden.
Was der Port Askaig 33yo kosten wird, können wir noch nicht sagen – und auch nicht, ob er in Deutschland erhältlich sein wird. Wenn wir es erfahren, erfahren Sie es jedenfalls auch.
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.
Wer sich wunderte, warum man gestern von Serge keine Tasting Notes lesen konnte: Er besuchte die Whisky Live Paris, eine der großen europäischen Whiskymessen, die sich in den letzten Jahren immer mehr zum Pflichttermin entwickelt.
In der Einleitung zu den Notes heute fasst er den Haupttrend der Messe zusammen (der aber nicht nur für die Messe gilt): Die Abfüllungen werden jünger und teurer. Und tatsächlich ist dies nun schon seit einiger Zeit, vor allem auch bei unabhängigen Abfüllern, zu beobachten.
Die Notes heute beschäftigen sich mit zwei neueren Bottlings aus der Destillerie Glenfiddich, die die Brennerei im Rahmen der Experimental Series herausgegeben hat und die jeweils durch interessante Fässer zu überzeugen versuchen. Bei Serge scheint das ganz gut gelungen zu sein, denn die Wertungen der Verkostung sind im grünen Bereich:
Glenfiddich ‘Fire & Cane’ (43%, OB, Experimental Series #4, 2018): 85 Punkte
Glenfiddich 21 yo ‘Winter Storm Batch No. Two’ (43%, OB, ice wine finish, 2018): 85 Punkte
Kein Sieger, aber zwei Gewinner, könnte man das zusammenfassen…
Wenn man in einer Whiskyrunde über Blends spricht, wird man immer einige Leute finden, die die Nase rümpfen. Blend hat – auch aus historischen Gründen – bei uns einen schlechten Ruf, denn was in Opas Spirituosentruhe stand, war oft tatsächlich nur schwer zu trinken.
Aber: Man konnte schon damals hervorragenden Blends begegnen, auch unter den Billigangeboten – und heute, da der Blend aus verschiedensten Gründen (die man mögen kann oder auch nicht) eine kleine Neugeburt erlebt, zumindest was das Image betrifft, lohnt sich auch für eingefleischte Single Malt Fans ein Blick über den imaginären Tellerrand.
Hilfe dabei könnte ein Artikel auf Bloomberg bieten, der unter dem Titel „The Case for Blended Scotch Whisky“ einen Blick auf diese Gattung wirft. Ohne wirklich tief in das Thema einzusteigen, gibt er doch einige gute Vorschläge, welche Blends man einmal probieren sollte, und neben dem offensichtlichen Vorschlag, sich einmal mit der Marke Compass Box auseinander zu setzen, sind da noch einige weitere Anregungen dabei, wie auch eine Handvoll Hintergrundinfos.
Leichte Lektüre, die einen brauchbaren Einstieg ins Thema bietet.
Wir setzen heute die zehnteilige Sonderserie im Rahmen unserer Rubrik „Whisky im Bild“ mit der dritten Folge fort: „Die Schönheit Schottlands“ stellt zehn magische Plätze der Heimat des schottischen Whiskys vor – an Zauber bereichert durch das Talent und Können des Fotografen Siegfried Klingls. Der 38-jährige Franke und Betriebswirt ist ein leidenschaftlicher Landschaftsfotograf und Whiskyliebhaber konnte auf seiner diesjährigen Schottlandreise die schönsten Plätze mit seiner Kamera einfangen.
Motiv Nummer 3 zeigt die Fairy Pools auf der Insel Skye, mit eines der meistfotografierten Motive auf der Heimat der Destillerie Talisker (und seit kurzem auch der Destillerie Torabhaig). Gekonnt sind sie auf dem untenstehenden Bild, das Sie zum Vergößern anklicken können, in Szene gesetzt – wer schon einmal dort war und die Bilder im Kopf hat, wird das Staunen über die Schönheit der Natur auch noch aus der großartigen Kulisse für sich gewinnen, und aus den Eindrücken des kurzen Fußmarsches vom Parkplatz dorthin. Besonders schön ist es natürlich, wenn man auch die Stille der Umgebung genießen kann, aber dazu muss man sich die Zeiten seines Besuches schon gut aussuchen…
Tasting Tours durch Deutschland bieten Whiskyfans die Gelegenheit, Neues und Beliebtes unter fachkundiger Führung (neu) zu entdecken. Dass sich die Tours immer größerer Beliebtheit erfreuen, kann man zum Beispiel auch an der Penderyn Tasting Tour mit Jim Murray sehen, die dieser Tage zu Ende ging. Veranstalter und Importeur Schlumberger hat uns dazu einen Nachbericht als Pressetext geschickt, den wir hier für Sie gernet veröffentlichen:
Deutschlandtour mit Whiskypapst Jim Murray war ein voller Erfolg
Schlumberger Vertriebsgesellschaft veranstaltete drei hochkarätige Whisky-Tastings mit ihren Partnern vor Ort
Weit im Vorfeld ausverkauft und begeisterte Teilnehmer: Die Deutschlandtour mit Jim Murray, britischer Whisky-Experte und weltweit renommierter Kritiker, war ein voller Erfolg. In den drei Städten Rottweil, Dortmund und Siek präsentierte Jim Murray zusammen mit der Schlumberger Vertriebsgesellschaft im September die Whiskys von Penderyn, der einzigen Whisky-Brennerei aus Wales, und begeisterte damit die teilnehmenden Whisky-Fans. Ein Highlight der rund dreistündigen Tastings: die Verkostung der limitierten Edition „Icon of Wales 5/50 Bryn Terfel“. Diese hat Jim Murray in der aktuellen Edition seiner Whisky Bible mit satten 96,5 Punkten bewertet – zudem ehrt er diese besondere Qualität als europäischen Whisky des Jahres 2018 in der Kategorie „Multiple Cask“.
„Die Zusammenarbeit mit dem weltweit anerkannten Experten Jim Murray war eine große Ehre für uns“, so Rudolf Knickenberg, CEO und Geschäftsführer der Schlumberger Vertriebsgesellschaft mbH & Co KG. „Seine Expertise ist herausragend und die Tastings sind einzigartig. Wir freuen uns, dass wir den Gästen zusammen mit Penderyn und unseren Partnern vor Ort eine so hochkarätige Veranstaltung bieten konnten.“
Die Tastings fanden am 19. September im Mebold Getränkefachmarkt in Rottweil, am 20. September im Weinhaus H. Hilgering in Dortmund und am 21. September in der Weinquelle Lühmann in Siek statt.
Über Penderyn:
Penderyn ist die einzige Destillerie in Wales und eine der innovativsten der Welt noch dazu. Nachdem es rund 100 Jahre lang keine Whiskyproduktion mehr in Wales gab, wurde dieses alte, regionale Handwerk im Jahr 2000 durch die Gründung der Brennerei wiederbelebt und diese feierlich unter der Schirmherrschaft des Prince of Wales (Prince Charles) eröffnet. Seitdem hat Penderyn weltweit einen ausgezeichneten Ruf erlangt und bereits viele internationale Auszeichnungen erhalten. Penderyn produziert den derzeit einzigen am Markt verfügbaren walisischen Single Malt. Für die Destillation wird die spezielle und weltweit einzigartige Faraday-Kupferbrennblase eingesetzt. In einer nur einstufigen Pot-Still-Destillation entsteht ein hochfeines Gerstendestillat, extrem reich an Aromen mit ungewöhnlicher Kraft und Reinheit. Die Reifung des Standard-Sortiments erfolgt stets in zwei verschiedenen Fasstypen (z.B. Ex-Bourbon & Madeira oder Ex-Bourbon & Port), wodurch die Whiskys ihre Frische und Lebendigkeit erhalten. Für die Weichheit sorgt das Quellwasser der Brecon-Hügel. Die Whiskys werden ohne Kältefiltrierung oder Zugabe von Farbstoffen und Geschmacksverstärkern hergestellt.
Fast möchte man meinen, Ralfy (siehe vorige Meldung) und Serge hätten sich heute abgesprochen, was die Veröffentlichung von Tasting Notes betrifft – denn beide bringen heute etwas über Blends.
Auch wenn die beiden Bewertungsskalen (trotz des Maximums von jeweils 100 Punkten) nicht wirklich vergleichbar sind, fällt auf, dass es nur einer der Blends bei Serge über die 83 Punkte der Verkostung von Ralfy schafft (und einer knapp ran), der Rest aber von ihm eher mittelmäßig bis furchtbar eingestuft wird.
Hier also die Blends und ihre Wertungen in der Verkostung:
Whyte & Mackay ‘Special’ (40%, OB, blend, +/-2018): 69 Punkte
Robert Burns (40%, OB, blend, +/-2018): 72 Punkte
Aberdour Piper (40%, OB, blend, +/-2018): 45 Punkte
Adelphi (40%, OB, blend, +/-2018): 80 Punkte
House of Hazelwood 18 yo (40%, blend, +/-2018): 84 Punkte
Solche Mischmasch-Verkostungen sind immer etwas schwer mit einem Titelbild zu illustrieren (was aber nun wirklich einzig und allein das Problem der Redaktion ist), aber diesmal drängt sich der gute alte Robert Burns, Nationalpoet und der Namensgeber für den Blend von Arran, auf…
Nicht einem Single Malt, sondern einem Blended Scotch widmet Ralfy heute seine Review – etwas, was er in nächster Zeit laut eigenen Angaben noch zweimal machen wird. Es geht heute um den Islay Mist 17yo Blended Scotch, den es auch bei uns zu kaufen gibt – zum Teil sogar im Supermarkt (mit Preisen rund um 40 Euro ist er noch dazu recht günstig).
Wir wissen bei Ralfy, dass er keine Reviews veröffentlicht, die nicht zumindest 80 Punkte auf seiner Bewertungsskala schaffen (und damit für ihn empfehlenswert sind), und auch dieser Blend macht da keine Ausnahme. Mit 83 Punkten ist er recht gut benotet von ihm – einiges hat Ralfy aber an den Marketingmethoden für diesen Blend auszusetzen, die ihm etwas irreführend erscheinen (es geht unter anderem um Preise und deren Erwähnung auf der Verpackung – warum es im speziellen Fall eher fragwürdig ist, hört man so ab Minute 14:00 im Video).
Unterhaltsam und informativ wie immer – ebenfalls wie immer zu sehen bei uns oder auf Youtube.
Whiskyauktionen sind nun endgültig in den deutschen Mainstream-Medien angekommen: Der Spiegel online berichtet über die am 3. Oktober bei Bonhams stattfindene Auktion eines Macallan Valerio Adami 1926 in Edinburgh, bei der man sich einen neuen Rekordpreis für eine Whiskyflasche erwartet – rund eine Million Euro.
Wie der Spiegel richtig feststellt, ist dies nicht die erste Auktion dieser Abfüllung, von der nur im Jahr 1986 nur 12 Stück weltweit aufgelegt wurden, in diesem Jahr: 910.000 Euro hat die letzte Versteigerung solch einer Flasche in Hongkong ergeben (wir haben damals hier darüber berichtet).
Bleibt abzuwarten, ob eine Auktion in Europa ähnliche Preise erzielen kann wie eine in Asien – obwohl Menschen, die solche Whiskys erwerben, wahrscheinlich über den Ort der Versteigerung wenig Gedanken verlieren.
Bevor Macallan wieder zum teuersten Whisky der Welt wurde (und am 3. Oktober seinen Vorsprung möglicherweise weiter ausbaut), hatte diesen Titel japanische Abfüllungen inne – nämlich von Yamazaki und Karuizawa.
Sollte sich jemand mit dem Gedanken spielen, die Flasche für eine Flaschenteilung zu ersteigern, dann sollte er vorher diese Rechnung aufstellen: Das 2cl Sample kostet, sollte die Flasche den gewünschten Preis erzielen, knapp über 28.500 Euro – wenn man allerdings 34 Interessenten findet, die 29.500 Euro zahlen, trinkt man seine 2cl sozusagen gratis :).
Nicht unbedingt die besten Nachrichten sind das, was man von Beam Suntory heute hört: Als Reaktion auf die Strafzölle, die seitens der EU als Gegenmaßnahme zu den Strafzöllen, die die USA eingeführt haben, erhoben werden, denkt Beam Suntory darüber nach, die Bourbonpreise in Europa anzuheben.
Damit ist das Unternehmen mit seinen Marken (Jim Beam und Maker’s Mark zum Beispiel) nicht erste oder einzige Unternehmen, das diese Maßnahme in die Tat umsetzen wird – schon im Juni hat Brown-Forman eine Preissteigerung von 10% in der EU angekündigt.
Ob es dann tatsächlich zu der Erhöhung kommen wird, ist noch nicht sicher – man hoffe nach wie vor auf eine gütige Einigung der beiden Parteien, die die Preiserhöhung dann unnötig machen würde, sagt Beam Suntory im Artikel auf The Spirits Business.
Nach wie vor sind Blends die meistverkauften Whiskys weltweit – und zwar mit einem gewaltigen Abstand. Malt Whiskys, auch wenn sie nun im Mittelpunkt des Interesses stehen, kommen da erst unter ferner liefen.
Aber welches sind nun die zehn meistverkauften Malt Whiskys der Welt? Scotchwhisky.com hat sich die aktuelle Situation angesehen – und findet ein interessantes Bild vor (zum Artikel geht es hier).
Um die ersten drei Plätze rittern wie immer die drei Giganten: Macallan, Glenfiddich und Glenlivet. Hatte Glenlivet einige Zeit die Nase vorne, hat sich nun das Blatt wieder gewendet. Dann finden wir auch einen Blended Malt (Monkey Shoulder, Platz sieben) unter den Top Ten, und eine ausgesprochen rauchige Islay-Marke (Laphroaig, PLatz acht). Dazu kommen dann große und auch etwas überraschende Namen.
Interessante Lektüre für alle, die auch ein wenig ein Auge auf den Markt haben und sich einen Überblick verschaffen wollen…
Die Destillerie Glenfiddich – aktuell wieder die Nummer 1 bei Malt Whiskys weltweit…Glenlivet ist Nummer 2…
Irland blüht auf, was Whiskey betriift. Allerorts sind neue Brennereien im Werden, die Connacht Distillery im County Mayo produziert seit nunmehr über drei Jahren bereits ihren eigenen Spirit (über die Eröffnung berichteten wir damals hier). Die Produkte der Brennerei sind in Deutschland über den Importeur Irish-whiskeys.de zu beziehen.
In der nachfolgenden Pressemitteilung erfahren Sie mehr über die Brennerei und die drei in Deutschland nun erhältlichen Whiskeys:
Neues aus Irland – die Connacht Distillery stellt drei Whiskeys vor
Die Destillerie
Die Connacht Distillery wurde im Sommer 2015 eröffnet. Im Jahr 2014 begann die Idee für eine Destillerie zu reifen und nach einem guten Jahr konnte die Eröffnung gefeiert werden. Seit 150 Jahren eröffnete die erste Destillerie im County Mayo ihre Pforten. Die Destillerie steht etwas außerhalb im schönen Örtchen Ballina in der Nähe von Sligo. Die Gründer der Connacht Destillerie sind Iren und Amerikaner mit irischen Wurzeln. David Stapleton kommt aus Galway und hat dort als Engineer gearbeitet, PJ Stapleton kommt aus Pennsylvania in den USA und arbeitet dort als Anwalt. Tom Jensen ist ein weiterer Eigentümer der Destillerie, er hat viele Jahre für Remy Cointreau in den USA gearbeitet und kennt sich in der Spirituosenbranche super aus. Rob Cassell ist der Master Distiller der Destillerie, für ihn ist der besondere Unterschied zu den großen Destillerien, dass Connacht nur in kleinen Chargen produzieren wird. Er liegt viel Wert auf komplexe, gut trinkbare Produkten, mit einem qualitativ hochwertigen, einzigartigen Aromenprofil.
Blick in die Connacht Whiskey Distillery. Bild: Connacht Whiskey Distillery
Derzeit werden in Connacht zweifach und dreifach destillierter Single Malt Whiskey hergestellt. Alle Fässer reifen direkt neben der Destillerie. Die Destillerie verfügt über drei kupferne Pot Stills, auf denen zweifach- und dreifach gebrannter Single Malt Whiskey hergestellt.
Ballyhoo Single Grain Whiskey
Ballyhoo ist ein 4 Jahre alter Single Grain Whiskey, der in Portweinfässern aus Portugal nachreifte. Durch die Nachreifung in einem Portweinfass hat der Whiskey eine schöne Farbe und hat eine dunkle Furchtnote erhalten. Der Grain Whiskey wurde aus 93 % Mais und 7 % gemälzter Gerste hergestellt. Er ist nicht gefärbt, nicht kühlgefiltert und wurde mit 46 % abgefüllt.
Ballyhoo Whiskey steht für einen Whiskey, den man in gemütlicher Runde gut mit Freunden trinken kann. Es ist der einzige Single Grain Whiskey Irland’s, der in einem Red Twany Porweinfass nachreifte. Der Whiskey reifte 12 Wochen in dem Portweinfass. Dies ist genau die richtige Zeit, um dem Whiskey einen schönen Portweineinfluss zu verleihen, aber die Süße des Grains geht nicht verloren.
Spade and Bushel ist eine limitierte Abfüllung eines dreifach destillierten Single Malts. Es war die erste Veröffentlichung der Connacht Distillery. Master Distiller Robert Cassell hat die Fässer verkostet und ist zu dem Entschluss gekommen, dass der Whiskey sich am besten in Fassstärke genießen lässt.
Die Spade and Bushel Whiskey Serie steht für außergewöhnliche Whiskeys, die in Fassstärke abgefüllt werden und nicht gefärbt und nicht kühlgefiltert sind.
The Brothership Irish-American Blended Whiskey zeigt die Gründer der Connacht Destillerie. Einige Gründer sind Irish-Americans und für diese wurde The Brothership Whiskey kreiert. Die Geschichte der Connacht Distillerie geht über den Atlantik und ist geprägt von Abschieden und Willkommen zu Hause, von Kulturerben und Entstehen von neuen Tradition, aber vor allem ist eine Geschichte von Familien, Freunden und Nachbarn.
Um diese Geschichte zu feiern hat der Master Distiller, Robert Cassell, einen Whiskey kreiert, der etwas Neues und Anderes zeigt. Er hat das Beste von zwei Traditionen kombiniert, die Weichheit und Wärme des irischen Whiskeys und die Forschheit des amerikanischen Whiskey, um ein wunderbares Produkt zu erzeugen, welches eine Hommage an jede Komponente ist. Es wurde ein 10 Jahre alter irischer Single Malt Whiskey mit einem 10 Jahre alten amerikanischen Whiskey vermählt. Der Master Distiller hat diese beiden Whiskeys zusammengefügt und bei Connacht’s Partnerdestillerie New Liberty Distillery in Philadelphia, Pennsylvania abfüllen lassen.
Nächstes Wochenende findet ja in Dresden die neueste Ausgabe der Whisky & Genuss Messe Dresden statt, und rechtzeitig vor der Eröffnung haben uns die Veranstalter auch über die diesjährige Messeabfüllung informiert – schottischem Whisky in einem Fass aus Sachsen.
Hier alles Wissenswerte dazu in der Presseinfo:
Single Malt Scotch Whisky aus dem sächsischen Weinfass
Seit langem hört man die Schotten klagen über die Knappheit von guten Fässern zum Lagern ihres Nationaldestillates. Denn wie jeder Whiskyenthusiast weiß, kommt der überwiegende Teil der Aromen und des Geschmacks vom Fass in welchem der Whisky reift. Mit vielen spannenden Fassarten wurde schon experimentiert, was die Vielfalt der Whiskywelt noch einmal auf eine neue Ebene gehoben hat.
In Sachsen gibt es nicht nur das Problem das Holzfässer knapp sind, es gibt auch sehr wenige Brennereien die überhaupt Whisky herstellen. Um etwas schneller einen guten Whisky mit sächsischem Einschlag zu bekommen, erinnerten wir uns an die „klagenden Schotten“ und ihre Fassproblematik. Wenn in Französischen oder Italienischen Weinfässern wahre Whiskyperlen entstehen, warum dann nicht auch die seltenen sächsischen Weinfässer zum Nachreifen für den guten Scotch nutzen? Vor gut vier Jahren begannen wir dann mit den ersten Versuchen in Zusammenarbeit mit Unabhängigen Abfüllern aus Schottland.
Das Ganze ist jedoch nicht so einfach, denn damit sich ein Whisky „Scotch“ nennen darf, muss er in Schottland destilliert, gelagert und auch abgefüllt worden sein.
Das heißt wenn wir einen sächsischen Winzer gefunden haben, der eines der raren Weinfässer abgeben möchte, müssen wir dieses Fass über 1500 km in die schottischen Highlands bringen.
Nach einem Nachreifungsprozess, in den alten Coleburn Lagerhäusern, von ca. 6-12 Monaten hat der schottische Whisky dann einen Teil des Aromas, des Geschmacks und der Farbe des sächsischen Weines aus dem Fass gelöst.
Es entsteht ein „Single Malt Scotch Whisky finished in a Saxon Redwine Cask“.
Ein spannender Name und – wie wir und unsere Gäste bereits feststellen konnten – eine harmonische Kombination.
Zur Whisky & Genuss Messe Dresden vom 28.9.-30.9.2018 stellen wir unsere fünfte Edition vor, einen Linkwood 11 Jahre Single Malt Scotch Whisky aus dem Dresdener Spätburgunderfass vom Weingut Lutz Müller.
Aus diesem Fass wurden rund 500 Flaschen abgefüllt, welche nach der Messe über Whisky & Genuss Dresden und eWhisky vertrieben werden.