Ziemlich ernüchternde Zahlen kommen von der Food & Drink Federation (FDF) für Whiskyexporte aus dem Vereinigten Königreich: Sie fielen in den ersten neun Monaten des Jahres 2024 um -28.5% im Volumen und um -36,4% im Wert im Vergleich zu der gleichen Periode im Vorjahr.
Verantwortlich dafür sind vor allem starke Rückgänge bei Export in die USA. Der gesamte Export von Nahrungsmitteln und Getränke dorthin fiel um 10,2% – rechnet man Alkohgolika heraus,. dann wäre er dabei um 1,2% gestiegen. Der Whiskyexport in die USA ging um 23,2% zurück, was den Wert betrifft, auch das Volumen reduzierte sich um 19,8%. Gin schlitterte überhaupt in ein Debakel: -37,1% im Volumen und -38,1% wertmäßig
Balwinder Dhoot, der Director für industrielles Wachstum und Nachhaltigkeit der FDF sagte:
These figures highlight the challenges that UK food and drink continue to face when selling their products abroad. This is particularly true for the 12,000 SMEs in our industry, who struggle to overcome the administrative burdens of exporting. Providing more support for these businesses will help the UK strengthen its international trade and maintain its position on the global stage.
Dass sich der Markt für Whisky und alkoholische Getränke weltweit in der Krise befindet, sieht man auch an den Importen aus den USA nach Großbritannien: Hier gibt es -30,3% volumenmäßig und -26,1% im Wert.
Schon im 1. Halbjahr 2024 waren die schottischen Whiskyexporte weltweit um 18% gesunken – wir berichteten hier darüber.
Im November 2023 berichteten wir über ein Projekt des französischen Cognac-Produzenten Camus, der gemeinsam mit einem der weltgrößten Baiju-Erzeugern, Gujinggong, in China eine Whiskybrennerei zu errichten – genauer gesagt in der Anhui-Provinz. Der Produktionsstart war für 2025 geplant, nun ist es aber bereits soweit: Die Produktion hat begonnen.
Einerseits will man dort klassischen Single Malt Whisky herstellen, andererseits ist die Produktion von mit chinesischen Kräutern aromatisiertem Whisky vorgesehen. Man will dort zwei Kulturen vereinigen, um Neues zu erschaffen, wie der General Manager der Brennerei, Ryan Camus sagte:
“At Guqi, we believe that greatness comes from drawing inspiration across time and cultures. Through the combination of ancient Chinese wisdom and modern Western techniques, we are reimagining what is possible in whisky”
Zwei wichtige Vorteile hat der gewählte Standpunkt, so Camus: Das Wasser dort ist sehr reich am Mineralien und von Natur aus alkalisch, und das variable Klima begünstigt und beschleunigt die Reifung von Whisky.
Man legt Wert darauf, keinen Scotch zu produzieren, sondern chinesischen Whisky – und einen Whisky, der gut zum Essen passt.
Der Bericht in The Spirits Business erwähnt auch, dass man im kommenden Jahr auch ein privates Fasskaufprogramm anbieten wird, allerdings nur auf Einladung und nicht öffentlich.
Wie The Whiskey Wash aus den USA heute berichtet, wurde vor Gericht eine Sammelklage gegen MGP Ingredients in Lawrenceburg, Indiana, eingebracht. Das Unternehmen, einer der größten Whiskeyproduzenten der USA und Quelle vieler gesourcter Whiskeys des Landes, soll Investoren über die Marktsituation bei Whiskey in den USA im Unklaren gelassen und ihnen damit finanziellen Schaden zugefügt haben.
Konkret wird MGP Ingredients vorgeworfen, zwischen Mai 2023 und Oktober 2024 über nachlassende Nachfrage und steigende Überproduktion geschwiegen zu haben. Als die Probleme im Februar 2024 erstmals publik wurden, nachdem man die Erwartungen der Analysten um fast 5% verfehlte, fiel die Aktion des Unternehmens an diesm Tag im 13,65 Dollar. Im Oktober 2024 musste man zugeben, dass man sich hohen Lagerbeständen und schwacher Nachfrage gegenübersähe, aber erst nachdem der Finazdienstleister Wells Fargo „Glaubwürdigkeitsprobleme“ bei MGP Ingredients attestierte. Daraufhin fiel die Aktie um 19,71 Dollar – und Ende Oktober, als MGP Ingredients verlautbarte, dass die zu hohen Lagerbestände 2025 noch deutlichere Auswirkungen zeigen würden, nochmals um 8,27 Dollar.
MGP Ingredients hat im November angekündigt, die Produktion zurückzufahren (wir berichteten hier darüber) – und zwar vor allem zu Lasten der Fremdmarken und Craft Distillers. Die Eigenmarken, die man in letzter Zeit etabliert hat, sind davon weniger betroffen.
Gerüche zu erkennen ist keine einfache Sache für eine Maschine. Mittels Massenspektrometrie kann man zwar die Moleküle identifizieren, die Geruch vermitteln, aber die Sache hat einen Haken: Der Geruch unterscheidet sich zum Beispiel je nachdem, in welchen Medium (Wasser, Alkohol, Öl, der Luft) sie sich befinden, und ihre Interaktion miteinander kann ganz andere, neue Gerüche entwickeln.
Aus diesem Grund ist der Geruch von Whisky (und damit der Geschmack, denn der definiert sich auch zum Großteil über Geruchssensoren) so variantenreich und so diffizil zu beschreiben. Dessen war man sich am Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik u. Verpackung IVV in Freising bewusst, und hat dort laut einem Artikel in Sciencenews.org die „künstlichen Nasen“ mit einem Algorithmus für maschinelles Lernen verbunden um herauszufinden, ob man mit einer Molekularanalyse und künstlicher Intelligenz den Geschmack eines Whiskys voraussagen kann.
Das Ergebnis: Ja, kann man. Und zwar erstaunlich gut. Aus einem Sample von 16 Whiskys, die man der AI zur Überprüfung gab, konnte sie die 5 deutlichsten Geschmackskomponenten erkennen, und zwar so gut wie ein Panel von geübten Verkostern.
Unter den 16 Samples befanden sich sieben Bourbon und neun Scotch. Die elf Experten, die die Samples verkosteten, mussten die fünf deutlichsten Noten jedes Whiskys aus einer Liste auswählen. Da unter den elf Teilnehmern nicht immer Einigkeit herrschte, suchten die Wissenschaftler die fünf jeweils am häufigsten genannten heraus und verglichen sie mit dem Ergebnis, das auf Basis von zwei Algorithmen entstand: Ein statistisches Computermodell, das Proben auf der Grundlage der erkannten Moleküle unterscheidet, und ein neuronales Netzwerk, das darauf trainiert ist, auf der Grundlage der erkannten Moleküle identifizierbare Gerüche vorherzusagen. Das Ergebnis der „Maschine“ war dem der Menschen ebenbürtig.
Der Genuß beim Verkosten eines Whiskys, der bleibt allerdings dem Menschen vorbehalten. Und das finden wir gut so.
Statt am Mittwoch gibt es diesmal (und auch nächste Woche) am Freitag Neues vom Onlinehändler und unabhängigen Abfüller whic.de – heute ist es ein 11 Jahre alter Glen Ord, der von Arne Wesche, dem Gründer von whic, als ein Whisky voller Karamellnoten beschrieben wird. 280 Flaschen vom Lost Words Abandoned gibt es, und was über sie sonst noch zu sagen ist und wie Sie eine davon bekommen, lesen Sie hier:
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KARAMELLISIERTER JAHRMARKT-GENUSS IM GLAS
Die Bourbonfass-Serie Lost Worlds geht mit seltenem Glen Ord weiter
Bremen, 20.12.2024
Hinter dem düsteren Etikett des heute veröffentlichten Lost Worlds Abandoned verbirgt sich ein hellfruchtiger Single Malt Whisky mit intensiver Süße. Die Serie, die sich um bourbonfassgereifte Schätze dreht, überzeugt dieses Mal mit einem Glen Ord Single Malt. Nur selten ergibt sich die Gelegenheit, diesen milden Whisky pur zu verkosten.
Die 11-jährige Reifung im erstbefüllten Bourbonfass bringt eine bunte Mischung aus karamellisierten Walnüssen, cremiger Schlagsahne, Birnenkompott und Zitronenbonbons ins Spiel und verbindet sich mit dem sanft-malzigen Hausstil zu einem runden Geschmackserlebnis.
Frisch geschlagenes Holz, Ingwer und Sternanis setzen spannende pikante Akzente. Um sich auf das volle Aroma konzentrieren zu können, wurde bei der Abfüllung auf Kühlfilterung verzichtet und der Whisky bei angenehm intensiven 46% Vol. in die Flaschen gebracht.
Nur 280 Flaschen ergab das Bourbon Barrel. Ab sofort zum fairen Preis und nurbei whic.de erhältlich: https://whic.de/lost-worlds
„Dieser Single Malt weckt in mir die Assoziation eines Jahrmarkts, wo einem von Stand zu Stand immer neue Gerüche entgegenströmen. Besonders die cremigen Karamellnoten haben es mir angetan. Aber probieren Sie einfach selbst.“
Arne Wesche, Gründer der whic GmbH
Über die Serie Lost Worlds
Für die Lost Worlds Serie von whic werden leckere, nicht rauchige Whiskys aus Bourbonfässern von Signatory bei einer angenehmen Trinkstärke von 46% Vol. abgefüllt. Dank der klassischen Reifung lassen sich die unterschiedlichen Hausstile wenig bekannter oder unterschätzter Brennereien zu erschwinglichen Preisen erforschen. Natürlich sind die Lost Worlds Whiskys weder kühlgefiltert noch gefärbt. So kann jeder Tropfen sein volles Aromenpotenzial ausschöpfen. Vollendet werden die Flaschen mit eindrucksvollen Motiven vergessener, dystopischer Welten.
Mit der Verkostung von heute wendet sich Serge Valentin der Yoichi-Brennerei von Nikka, die bereits 1934 gegründet wurde. Fünf Abfüllungen von dort (darunter auch eine rauchige) stehen auf der Verkostungsliste, und die Werungen, die der Elsässer dafür vergibt, befinden sich alle im Bereich zwischen 87 bis 93 Punkten. Was auch auffällt: Keines der Bottlings wurde unter 60% vol. Alkoholstärke abgefüllt.
Das Vergnügen, das diese Verkostung für Serge darstellte, findet sich auch in den schriftlichen Tasting Notes, die Sie wie immer hinter unserem Link finden. Hier aber die Übersichtstabelle:
Abfüllung
Punkte
Yoichi 16 yo 1991/2007 (62%, OB, oak cask, cask #129493, Warehouse #15)
Die Lowland-Destillerie Lochlea hat eine neue Master Blenderin und damit eine neue Gallionsfigur nach dem Abgang von John Campbell in diesem Jahr: Jillian Boyd, bislang Matser Blenderin bei Halewood Artisanal Spirits (als Nachfolgerin von Kirstie McCallum – wir berichteten) und davor Whisky Maker und Brand Ambassador bei Compass Box.
Boyd freut sich über die neue Aufgabe:
I am so thrilled to become part of the incredible team at Lochlea. With passion and enthusiasm at the heart of everything they do, I cannot wait to contribute to their journey and help to shape the future of their exceptional whisky.
Auch der Besitzer von Lochlea, Neil McGeoch sieht in ihr die ideale Ergänzung fürs Team. Er sieht ihre Erfahrung, ihr Wissen und vor allem den Erfolg der von ihr bei Compass Box geblendeten Whiskys als wichtige Assets für Lochlea.
Am 8. Dezember 2022 erhielt die Isle of Barra Distillery die Baugenehmigung von den lokalen Behörden (wir berichteten hier darüber) – nachdem man 2021 die konkreten Absichten bekanntgegeben hatte und damals einen Produktionsstart für März 2024 avisierte.
Nun, es ist so, wie es meistens ist: Alles dauert etwas länger als geplant – und auch seit dem Erteilen der Baugenehmigung für die Isle of Barra Distillery sind mittlerweile über zwei Jahre vergangen. Aber jetzt ist es soweit: Der Bau der Brennerei hat offiziell begonnen, wie The Spirits Business berichtet. Jetzt ist ein Produktionsbeginn für den Herbst 2026 geplant.
Die 12 Millionen Pfund schwere Brennerei ist das größte private Unternehmen, das jemals auf der Isle of Barra gestartet wurde und soll 40 neue Arbeitsplätze schaffen – ein großer Gewinn für die Insel in den Äußeren Hebriden. Man hat auch bereits vorgesorgt, dass das Unternehmen auf guten Beinen steht: Mit Listungen in den großen Supermarktketten in UK hat man ein gutes Standbein für Absatz, fünf neue Teammitglieder sind angeworben worden und man hat auch ein Office auf der britischen Hauptinsel eröffnet.
Michael and Katie Morrison, die Gründer der Brennerei, wollen auch den lokalen Tourismus unterstützen und haben ein Besucherzentrum, einen Shop und ein Café geplant. Michael Morrison sagt dazu:
We see this project as more than just a development. It’s a transformative step for our island community. We’ve always believed in the far-reaching benefits it will bring to the community and that belief is stronger than ever. And this project showcases how small, remote communities can make bold moves to establish themselves on the global stage
Wir werden den Fortgang der Arbeiten an der Brennerei natürlich für Sie aufmerksam verfolgen.
Soeben ist von whiskyfass.de ein neuer und exklusiver St. Kilian aus dem Einzelfass erschienen: Der Whiskyfass.de Cask Collection No. 1 Peated Single Malt Whisky ist ein torfiger Whisky, der in einem kleinen 30 Liter Ex-PX Fass reifte und damit komplexe Aromen zeigt. Durch das kleine Fass ist er natürlich sehr streng limitiert: Nur 47 Flaschen sind von ihm erhältlich.
Untenstehend finden Sie alle Infos zum Whiskyfass.de Cask Collection No. 1 Peated Single Malt Whisky und seine Bezugsquelle, unter der er ab sofort erhältlich ist:
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Exklusives St. Kilian Ex-Pedro Ximénez Cask: Whiskyfass.de Cask Collection No. 1 Peated Single Malt Whisky
Oyten, 16. Dezember 2024 – Whiskyfass.de präsentiert mit Stolz eine außergewöhnliche Abfüllung, die die Herzen von Whisky-Liebhabern höherschlagen lässt: einen exklusiv gebrannten und abgefüllten St. Kilian Single Malt Whisky. Diese Rarität, begrenzt auf nur 47 Flaschen, bietet ein unvergleichliches Geschmackserlebnis und erzählt eine besondere Geschichte.
Die Reise dieses besonderen Whiskys begann am 20. April 2021, nur wenige Monate nach der Gründung von Whiskyfass.de im November 2020. Gebrannt in der renommierten deutschen Brennerei St. Kilian, reifte der Whisky über drei Jahre in einem kleinen, 30 Liter fassenden ehemaligen Pedro Ximénez Sherry Cask.
Die Besonderheit dieser Abfüllung liegt nicht nur in der exklusiven Fassauswahl, sondern auch in der Verwendung von getorftem Malz, der dem Whisky eine angenehm rauchige Note verleiht. Mit einem Alkoholgehalt von 57 % zeigt sich dieser Single Malt Whisky von seiner kraftvollen Seite und eignet sich perfekt für Kenner, die intensive und komplexe Aromen schätzen.
Ingo Jagels, Geschäftsführer von Whiskyfass.de, zeigt sich begeistert:
„Die Geschichte dieses Whiskys begann kurz nach unserer Gründung im November 2020. Es macht mich stolz, jetzt auf das Endresultat blicken zu können und Erinnerungen an unsere Anfangszeit aufwecken zu lassen.“
Diese streng limitierte Abfüllung ist ein Zeugnis der Leidenschaft und des Engagements, die Whiskyfass.de seit der Gründung prägen. Mit nur 47 Flaschen bietet sich Sammlern und Liebhabern eine einzigartige Gelegenheit, Teil dieser besonderen Geschichte zu werden.
Der Onlineshop Whiskyfass.de startete den Verkauf von Whiskys und Spirituosen im Oktober 2020 und blickt seitdem auf ein schnelles Wachstum zurück. Handverlesene Whiskys und Spirituosen aus der gesamten Welt werden angeboten. Bereits mehr als 1.800 Produkte befinden sich im Sortiment, das stetig weiter ausgebaut wird.
Über St. Kilian
Die Brennerei St. Kilian steht für exzellente Handwerkskunst und hat sich als führender Produzent von Single Malt Whiskys in Deutschland etabliert. Ihre Expertise und die Liebe zum Detail spiegeln sich in jeder Abfüllung wider.
Ein durch und durch winterliches Cocktailrezept können wir Ihnen heute vorstellen: Den Fireside Manhattan. Suntory Global Spirits, von dort stammt das Rezept, schlägt dabei als Bourbon den Maker’s Mark 46 vor, weil er durch seine kräftigeren Aromen gut mit dem Glühwein harmoniert (der für den Cocktail allerdings kühl serviert werden soll).
Den Glühwein können Sie selbst herstellen, wenn es einfacher sein soll, kann man sich aber natürlich auch mit vorgefertigtem Glühwein aus der Flasche behelfen.
Wir wünschen jedenfalls viel Freude beim Zubereiten und Ausprobieren.
Das Rezept:
2 Teile Maker’s Mark® 46French OakBourbon
1 Teil Glühwein*
Orangenschale mit frischen Nelken als Garnitur
*Falls Sie einen einfachen Glühwein selbst machen wollen: 2 Tassen Apfelwein, 375 ml Rotwein, 1 Zimtstange und 2 Nelken in einem großen Topf vermischen, zum Kochen bringen und 10 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen. Abkühlen lassen.
Die Zubereitung:
Zutaten ins Mixglas auf Eis geben und umrühren.
Vorsichtig in mit Eis gefülltes Coupe-Glas abseihen.
Unabhängige und offizielle Releases aus der Destillerie Ardbeg hat sich Serge für seine Verkostung von heute ausgesucht – insgesamt fünf Stück davon. Der älteste Ardbeg in dieser Session (und mit einem Preis von 25.000 Euro auch der mit Abstand teuerste) hat ganze 34 Jahre „auf dem Buckel“ und ist die am schwächsten benotete Abfüllung.
Schauen wir uns die Bottlings der Verkostung in unserer Tabelle an:
Abfüllung
Punkte
Ardbeg 2009/2023 (59%, OB, Feis Ile 2024, 2nd fill Pedro Ximenez sherry butt, cask #3771, 633 bottles)
Auf ein erfolgreiches Jahr 2024 blickt die walisische Penderyn Distillery mit ihren Standorten zurück, trotz dem Einstellen der Produktion in der Brennerei in Swansea im August dieses Jahres wegen des „geänderten wirtschaftlichen Umfelds“ (das Besucherzentrum dort hat nach wie vor geöffnet. Ungeachtet dessen hat man die globale Ausdehnung des Vertriebs der Marke in mehr als 50 Länder der Welt als ein wichtiges Ziel gesetzt – und erreicht.
In einem Presseartikel stellt man die aus der Sicht des Unternehmens wichtigsten Meilensteine bei der Expansion dar:
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Penderyn Distillery: Flying the Flag for Wales in Over 50 Countries in 2025
Penderyn Distillery, the renowned producer of award-winning Welsh whisky, is proudly representing Wales on the global stage, with its products now available in over 50 countries worldwide. This milestone achievement underscores the distillery’s commitment to sharing Welsh craftsmanship and heritage with whisky enthusiasts across the globe.
Stephen Davies, CEO of Penderyn Distillery, says:
„We’re thrilled to be ambassadors for Wales in the international spirits market. Our presence in over 50 countries is a testament to the quality of our whisky and the growing appreciation for Welsh craftsmanship worldwide.“
Penderyn’s global expansion has seen remarkable success in various regions:
Asia Pacific Growth
The distillery has reported unprecedented growth across Asian markets in 2024, particularly in China and Taiwan. Nicole Liu, Penderyn’s brand manager and ambassador for Asia, has achieved a tenfold increase in Asian sales since joining the company in 2021.
Liu commented,
„The Asian market has shown particular enthusiasm for our Dragon series, especially Penderyn Legend. Our unique selling proposition lies in our distinctive use of Madeira casks, setting us apart from the Sherry cask-finished whiskies common in the region“.
Strategic Expansion in India
Penderyn has made significant strides in India, the world’s third-largest single malt whisky market. The distillery recently appointed Dhall Foods & Beverages Pvt Ltd as its first Indian distributor, positioning itself to capitalise on the country’s burgeoning whisky market, valued at approximately USD$18.38 billion.
Simon Roffe, Director of Business Development at Penderyn says: „We have seen strong progress in both domestic and travel retail business in India, and it is a strategic market for long-term opportunities“.
Travel Retail Success
Penderyn’s presence in international travel retail has expanded significantly. The distillery’s products are now available in major Indian airports, including Delhi, Mumbai, Hyderabad, and most recently, Bengaluru. This expansion in travel retail is part of Penderyn’s strategy to double its travel retail business by 2025.
South American Venture
Following its success in Asia, Penderyn has set its sights on the South American market. With whisky revenues in the region projected to reach US$6.04 billion in 2023, this move represents an exciting new frontier for Welsh whisky.
European and Global Reach
Penderyn’s chairman, Nigel Short, recently undertook a journey to Ukraine, demonstrating the company’s commitment to its international partners and highlighting the growing global appreciation for Welsh whisky.
Unique Production and Heritage
Penderyn’s success is attributed to its unique production methods, including the use of Faraday stills – a legacy of the late Dr. Jim Swan. The distillery’s Welsh heritage has proved particularly appealing in international markets, with recent research in Japan revealing 39% consumer awareness for Welsh whisky.
Expansion at Home
As Penderyn continues to conquer global markets, it has also expanded its operations in Wales. The company opened its third distillery at Swansea Copperworks in June 2023, following the launch of its Llandudno facility in 2021. These award-winning distilleries, each holding the Visit Wales Gold Award, offer tours and masterclasses, further promoting Welsh whisky tourism.
Looking Ahead
Penderyn Distillery is committed to further expanding its global footprint while maintaining its strong Welsh identity. The company’s success in over 50 countries demonstrates the international appeal of Welsh whisky and positions Penderyn as a leading player in the world whisky category.
Am 24. März 2021 traten durch ein falsch montiertes Ventil in der Destillerie Glenlossie über 10.000 Liter siedendheißes Pot Ale aus und verbrühten eine Arbeiter an der Schulter, den Armen, Beinen und am Rumpf, was zu einer Verbrennung von 30% der Körperoberfläche führte. Der Geschädigte musste zwei Wochen in der Intensivstation behandelt werden (auch durch ein herbeigeführtes Koma). Sechs Monate konnte er nicht arbeiten, ein Jahr später ging er in Pension.
Diageo musste vor Gericht – und bekannte sich dort schuldig, gegen die Gesundheits- und Sicherheitsgesetze verstoßen zu haben und übernahm die Verantwortung für das falsch montierte Ventil, das den Unfall auslöste, und dessen mangelhafte Überprüfung. Der Richter schätzte die Schuld als mittelschwer ein und folgte der Argumentation der Verteidigung, dass der Unfall nicht auf generelles Fehlverhalten des Unternehmens zurückzuführen sei sondern man ihn als isolierten Zwischenfall betrachten müsse. Die Strafe von 537.500 Pfund wurde der Schudlschwere angemessen festgesetzt.
Diageo bedauerte in der Verhandlung den Unfall und seine Konsequenzen und bat den langjährigen Angestellten um Entschuldigung. Man gab auch bekannt, dass ein Zivilprozess, in dem es um die finanzielle Entschädigung des Opfers geht, kurz vor einer gemeinsamen Regelung steht.
Fälle wie dieser zeigen, dass Whiskyproduktion keine triviale Angelegenheit ist und Arbeitsschutz bei allen Destillerien höchste Priorität genießen muss. Gänzlich wird man wohl Unfälle nie verhindern können, aber man muss das Menschenmögliche dafür tun.
Glenlossie by Andrew Wood, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=13845164
Die Muttergesellschaft der Scotch Malt Whisky Society, die Artisanal Spirits Company (ASC), hat sich für das laufende Fiskaljahr einen Gewinn von 1 Million Pfund vorgenommen – und sieht sich durch die guten Ergebnisse bislang nach wie vor auf Kurs. Dieses Ergebnis wäre 1,5 Millionen Pfund mehr als im Vorjahr, als man einen Verlust von 500.000 Pfund erwirtschaftete. Der Umsatz soll im Vergleich zu 2023 dabei mit 23,5 Millionen Pfund gleich bleiben. Im Besitz von ASC befinden sich Fässer im Wert von 100 Millionen Pfund, das Vierfache der Verbindlichkeiten, die man für Wachstum eingegangen ist. Man stocke momentan nicht auf, sondern ergänze nur Abgänge.
Auch bei den Mitgliederzahlen gibt es erfreuliche Entwicklungen: Sie stiegen seit Juni des Vorjahres um 5% auf 42.000 – nicht zuletzt dank eines „Mitglieder werben Mitglieder“-Programms in Großbritannien.
Die USA bleiben nach wie vor ein wichtiger Markt für die Scotch Malt Whisky Society – deshalb hat man dort weitere 500.000 Pfund investiert. Auch den Kauf des unabhängigen Abfüllers Single Cask Nation gehört zu den Investitionen in den amerikanischen Markt, wie CEO Andrew Dane festhält:
„Our ambition remains to create a high quality, highly profitable and cash generative, premium global business and we are making good progress on that journey with a creditable performance against a backdrop of uncertain trading conditions prevailing in certain markets.
„Our acquisition of Single Cask Nation in the US is well aligned with our ambition to take greater advantage of the sizeable and growing American whiskey market. The additional investment in our US operations announced today further augments the exciting opportunity for ASC to deliver profitable growth in this key market.“
Scotch Malt Whisky Society’s new members rooms, Bath Street, Glasgow.
Photo/Peter Sandground