Wenn Sie als Whiskyfreund bislang nichts von der seit dem Jahr 2016 operativen Ambleside Distillery in der Nähe von Adelaide/Australien gehört haben, dann liegt das daran, dass man dort bislang Gin produziert hat.
Nun aber hat man dort laut dem australischen Food & Beverage Magazine einen Ausbau abgeschlossen, der auch die Türe zur Whiskyproduktion öffnet. Die Verantwortlichen dort, die Familie Dickson, haben die Produktionsfläche um das Achtfache vergrößert und eine 1250 Liter große Whiskybrennblase installiert. Das Brennen ist bereits angelaufen – in drei Jahren wird Australien also einen weiteren Whisky haben, wahrscheinlich aber in nur Mengen, die keinen offiziellen Export wahrscheinlich machen.
Der Ausbau wurde vom australischen Tourism Industry Development Fund mitfinanziert, mit dem Geld hat man zum Beispiel auch 90 Solarpanel installiert, die mithelfen, den CO2-Ausstoß der Destillerie zu minimieren.
Man hat bei der Ambleside Distillery nicht nur die Produktionsfläche vergrößert, sondern auch das Besucherzentrum und bietet den Besuchern dort ein Drittel mehr Fläche. Sollte es also vielleicht im nächsten Jahr wieder möglich werden, als Nicht-Australier nach Australien zu reisen, dann wäre das vielleicht ein Ausflugsziel, sollten Sie sich gerade in der Gegend um Adelaide, genauer gesagt nahe Hahndorf befinden.
Unser aktuelles Gewinnspiel ist in aller Munde – denn wir verlosen mit unserem Gewinnspielpartner, der Islay-Brennerei Bruichladdich, zwei verschiedene Preise zum Aussuchen. Und nicht irgendwelche, sondern heiß begehrte aktuelle Abfüllungen aus der Destillerie:
Gewinnen Sie mit Bruichladdich und Whiskyexperts entweder ein Set aus den drei aktuellen Octomore 12 plus 6 Octomore Gläser, oder den neuen Bruichladdich Black Art 9.1 samt 6 Bruichladdich-Gläser und einen Wasserkrug.
Machen Sie gleich jetzt mit und entscheiden Sie sich für Ihren Preis – denn das Gewinnspiel läuft nur noch diese Woche!
Und damit Ihnen die Entscheidung für einen der beiden Preise leichter fällt, haben wir hier alle Infos zu den Abfüllungen für Sie noch einmal gesammelt:
Gewinnmöglichkeit 1: Octomore 12.1, Octomore 12.2 und Octomore 12.3 mit 6 Octomore-Gläser
Octomore entzieht sich der Logik. Belohnt das Unvernünftige. Es braucht Mut und Glauben. Aber der abenteuerlustige wird belohnt.
Die Branchennorm wird hier nicht akzeptiert. In seiner Überzeugung ist Octomore fünf Jahre alt, super stark getorft und in Fassstärke abgefüllt. Die Macher, sowie die Spirituose selbst, fordern dich heraus, über das Erwartete hinaus zu gehen und neue Geschmackswelten zu erkunden. Diesen endlos verführerischen, zarten und dennoch kraftvoll aufgeladenen Single Malt muss man erlebt haben, um es zu glauben.
Octomore geht jetzt in seine 12. Serie und demonstriert seine 100+ PPM-Fähigkeiten mit Muskelkraft in jedem jugendlichen Tropfen. Wie bei früheren Ausgaben fungiert der Octomore 12.1 als Basis oder Kontrolle des experimentellen Bereichs, als notwendiges Sprungbrett für neue Entdeckungen. Octomore 12.2 bietet eine alternative Reifung zu ihrem .1-Gegenstück, diesmal in einem erhaben ausbalancierten Ex-Sauternes-Fassprofil. Schließlich entdeckt Octomore 12.3 eine spannende, noch nie da gewesene, Kombination aus eigens angebauter Islay Gerste und die Reifung in Sherry Fässern.
Auf einen Blick
OCTOMORE_12.1
100% schottische Gerste (Concerto)
Geerntet 2014, destilliert 2015
5 Jahre alt – Zu 100% auf der Insel Islay gereift
Full-Term-Reifung in First Fill-American Whiskey-Fässern
Eine 50:50 Kombination aus First- und Second-Fill-American-Whiskey-Fässern (Vatting im Jahre 2019), Anschließend Finishing in franz. First-Fill-Sauternes-Fässern
Geerntet 2014, destilliert 2015 5 Jahre alt – Zu 100% auf der Insel gereift
Der Super heavily peated 12.3 besteht aus zwei „Parcels“, die am Ende miteinander vermählt wurden. Parcel Nr.1 (75% des New Make) würde full term in First Fill-American-Whiskey-Fässern gereift. Parcel Nr.2(25%) reifte full term in First-Fill-PX-Sherry-Fässern der Bodega Fernando de Castilla.
Und damit Sie die Octomore auch stilvoll genießen können, gibt es noch sechs einzigartige Octomore-Gläser dazu.
Gewinnmöglichkeit 2: Bruichladdich Black Art 9.1 mit sechs Bruichladdich-Gläsern und einem Bruichladdich Wasserkrug
Nur wenige hätten sich vorstellen können, was die Bruichladdich Distillery in den Jahrzehnten nach der Renaissance der Brennerei im Jahr 2001 werden würde. Die dynamische Gemeinde auf der Isle of Islay an der Westküste Schottlands würde eine schlummernde viktorianische Brennerei aus der Asche erwecken, um eine progressive Neuinterpretation des schottischen Whiskys zu verfolgen.
Während eine ganze Auswahl jugendlicher Malts veröffentlicht wurde, reiften parallel die vor der Schließung destillierten Single Malts geduldig in den Lagerhäusern am Ufer des Loch Indaal. Diese Fässer wurden von Generation zu Generation weitergegeben, um eines Tages zu einer sorgfältig komponierten Cuvée zu werden.
Mit weniger als 1% aller Single Malts in den Lagerhäusern der Brennerei, sind die ältesten Destillate zu den am meisten geschätzten geworden. Diesem endlichen Black Art Jahrgang 1992 wurde, auf seiner 29-jährigen Reise von Fass zu Fass, größte Aufmerksamkeit geschenkt.
Dieser ungetorfte Scotch Single Malt Whisky wurde in Fässern aus hochwertiger Eiche, unter absoluter Geheimhaltung des Rezepts, gereift. Es ist die neunte Ausgabe und somit die älteste Black Art Abfüllung aller Zeiten. Dies ist die Quintessenz, unvergleichlich, Schwarze Kunst.
Bruichladdich Black Art 09.1 ist ab dem 01. November 2021 online und im Handel erhältlich. Er wurde in der Brennerei auf Islay mit 44,1% Vol. abgefüllt und ersetzt den Black Art 08.1 im aktuellen Bruichladdich-Sortiment.
Dazu spendiert Ihnen die Destillerie Bruichladdich noch sechs Whiskygläser und den formschönen Bruichladdich Wasserkrug.
Und so gewinnen Sie Ihren Wunschpreis – entweder das Octomore 12 Set oder das Black Art 9.1 Set:
Sagen Sie uns einfach, welches der beiden Pakete Sie gewinnen wollen:
a. Das Set mit dem Octomore 12.1, 12.2, 12.3 und den sechs dunklen Gläsern b. Das Set mit dem Bruichladdlich Black Art 9.1, den sechs Gläsern und dem Wasserkrug
Ihre Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff „Bruichladdich“!
Unter allen Einsendungen mit der Antwort auf die Gewinnfrage und dem richtigen Betreff, die uns bis 14. November 2021, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinner der Preise und geben sie am 15. November 2021 bekannt. Die Gewinne werden durch unseren Partner Bruichladdich Deutschland versendet.
Ganz wichtig: Pro Haushalt ist nur eine Teilnahmemail möglich! Sie müssen sich also entscheiden.
Die Destillerie Bruichladdich
Teilnahmebedingungen:
Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt, die Gewinnfrage beantwortet und seine Antwort mit dem Betreff „Bruichladdich“ einsendet sowie das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 14. November 2021, 23:59 Uhr. Die Gewinner*innen werden am 15. November 2021 auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts und Bruichladdich sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Gewinn wird von Bruichladdich Deutschland versendet, wir übermitteln dafür die Gewinneradressen an das Unternehmen. Diese Daten werden dort wie alle Adressdaten bei uns nach Abschluss des Gewinnspiels sofort und unwiederbringlich gelöscht.
Hinweis zum Datenschutz: Wir erheben nur jene Daten von Teilnehmern, die für die Abwicklung des Gewinnspiels nötig sind (Name, email-Adresse und Postanschrift). Alle in diesem Zusammenhang erhobenen Daten werden nach Abschluss des Gewinnspiels und der erfolgreichen Versendung des Preises ausnahmslos gelöscht und weder für unsere Zwecke weiterverwendet noch an Dritte weitergegeben. Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.
Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden – und geben uns auch die Erlaubnis, Ihren Namen und Wohnort im Falle des Gewinns auf unserer Seite veröffentlichen zu dürfen.
Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen! Herzlichst, Ihr Whiskyexperts-Team
Willkommen zur 257. Folge der Whiskyvideos und Podcasts der Woche. Wie immer bringen wir in ihr Beiträge aus dem deutschen Sprachraum zum „Wasser des Lebens“, die uns von den Vloggern und Podcastern zugesendet wurden. In den Videos werden sowohl neue als auch ältere Abfüllungen verkostet – alles nach dem eigenen Ermessen der Verkoster und ohne kommerziellen Hintergrund.
Die Liste der teilnehmenden Vlogs ist nicht fix: Wenn Sie meinen, dass Ihr Video ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre.
In der Ausgabe 257 finden einen Podcast und neun neue Videos:
Whisky Evening – Tomatin 21- „unbekannte“ Qualität aus den Highlands
The Whisky Waiter – Balvenie The Second Red Rose 21 Jahre
Malte talks Malts – Raasay im Vergleich – Hebridean Single Malt & While we wait
Pat Hock – Hyde No.9 Iberian Cask
WhiskyJason – Linkwood 11 Jahre 2009/2020 62,5% SMoS
Whiskynotes CS – Macallan 25y 1958/59 – Martel AG St.Gallen
Whisky Enjoy – Old Tub Unfiltered Bottled in Bond Kentucky Straight Bourbon
Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.
Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu jeweils bis Freitag, 12 Uhr an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!
Fast ein Jahr lang konnten wir Ihnen jeden Sonntag ein Stück einer wunderbaren Geschichte über Schottland, Whisky und das Reisen vorstellen : Exklusiv auf Whiskyexerts präsentierten wir Ihnen Whisky Cycle, das neueste Buch von Uli Franz, als Fortsetzungsgeschichte.
Uli Franz lebt als Schriftsteller im Chiemgau und auf der dalmatinischen Insel Brac’. Von 1977-80 arbeitete er als Zeitungskorrespondent in Peking. Über China und Tibet veröffentlichte er zahlreiche Bücher. Zuletzt erschienen Radgeschichten und „Die Asche meines Vaters“ (Rowohlt Verlag).
Nun, mit Folge 49, haben wir das Finale der Geschichte erreicht. Wir möchten uns bei Uli Franz für die Möglichkeit bedanken, unseren Lesern diese Geschichte präsentieren zu können – und bei unseren Lesern für die vielen freundlichen Zuschriften und Kommentare dazu.
Ab nächster Woche werden wir ein neues Feature für Ihre Sonntag-Vormittage bringen, zumindest einmal bis Weihnachten. Und auch 2022 werden wir Sie auch an den Sonntagen weiter mit interessantem Material für alle, die Whisky und seine Herkunfstländer lieben, versorgen. In diesem Sinne: Viel Vergnügen mit der letzten Folge.
Die Radtour zu 17 schottischen Destillerien. Karte von Alba Collection
Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 49)
Bei einbrechender Dunkelheit erreichte ich die Hafenstadt Dundee, die sich dem Design verschrieben hat. Design – ein anderes Wort für vollendete Form, weckt Erwartungen. Werden diese nicht erfüllt, ist man enttäuscht. Mehr als enttäuscht war ich, als das Chaos einer stillgelegten Hafenanlage meinen Endspurt ins Zentrum zur Slalomfahrt werden ließ. Gleich einem Kriegsschauplatz empfing mich ein Platz mit aufgerissenem Beton, stadteinwärts musste ich ihn queren, vorbei an stillgelegten Hafenschuppen, deren Wände als Malgrund für kindliches Kritzelkratzel und Sprühorgien dienten, auf keinen Fall für Kunstwerke der Street Art. Nach der Größe der verrottenden Schuppen und Kräne zu urteilen, pulsierte hier einst der Umschlag von Frachten auf Schiffe und Schiene in großem Stil.
Krater und Risse im Beton musste ich umfahren und in der Dämmerung höllisch auf scharfkantige Metallteile und Nägel achten. Im Slalom geübt, kurvte ich um rostige Container, zerbeulte Fässer, Stapel von Eisenträgern und Haufen aus Schrottblech herum. Sah so die Visitenkarte einer Stadt aus, die sich dem Design verschrieben hat? Ausrangiertes Eisen und Metall, Reminiszenz des verblichenen Industriezeitalters, lagen rostig seit ewigen Zeiten herum und wurden allein durch ihr Dasein zur Mahnung für das Heute, das Plastikzeitalter.
Bevor gar noch der Weltuntergang mein Oberstübchen erobern konnte, schob sich zum Glück ein technisch beeindruckendes Bauwerk vor den geputzten Abendhimmel – die schlanke Straßenbrücke Firth of Tay, die sich 40 Meter hoch über die zweitausend Meter breite Meerenge zwischen Dundee und Newport spannte. Diese Brücke auf ihren staksigen Stelzen fesselte meinen Blick und hinter der viktorianschen Hafenmeisterei konnte ich aufatmen. Locker platzierte Architektur aus nachhaltigen Materialien – Edelstahl, Naturstein und Holz – säumten den Kai und knapp dahinter lag wie ein ankerndes Schiff, das Designmuseum von Dundee, verkleidet mit hölzernen Streben, die dem Baukörper eine sphärische Luftigkeit verliehen.
Der Hafen von Dundee
In Museumsnähe fand ich ein Nachtquartier, das mir in Erinnerung blieb, weil es meine Ehrlichkeit auf die Probe stellte. In der Hektik des Aufbruchs am nächsten Morgen hatte ich den Zimmerschlüssel trotz einer festgebundenen, klobigen Holzkugel eingesteckt. Als ich Stunden später das Missgeschick bemerkte, schwankte ich kurz, sollte ich den Schlüssel achtlos wegwerfen oder zurückschicken? Ehrlich währt am längsten! An diesen Spruch aus dem Mund meines Vaters erinnerte ich mich und nahm ihn mir bewusst wieder zu Herzen. Ohne große Mühe überwand ich die Bequemlichkeit und sandte das fremde Eigentum in einem wattierten Umschlag zurück an die Pension.
Der Frühnebel über der Bucht von Dundee lichtete sich, als ich vom Meer wegkam und wieder in ein Auf und Ab aus Hügeln und Tälern hineinglitt. Mit wachsender Freude vertraute ich mich dem sanft gewellten Gelände an und stellte mir vor, wie die Gletscher der Eiszeit die Senken, durch die ich kam, über Millionen von Jahren in die Erdkruste frästen.
Es ging auf Mittag zu, da lenkte ich das Rad in den Dunst einer Senke hinab, die sich bis weit in den Horizont erstreckte. Schon bald schälte sich aus den feuchten Luftmassen ein dunkler See, in dem sich das Süßwasser des Tay und das Salzwasser der Nordsee molekularisch vermengten. Am verschilften Ufer von Firth of Tay radelte ich entlang, und bald war ich wieder im spielerischen Auf und Ab sanfter Hügel alleine. Ja, über Stunden war ich der einzige Erdenbürger weit und breit.
Menschenleere und Stille, nur selten vom Kronenrauschen alter Eichen, Eiben und Platanen gestört, sowie das Todholz umgestürzter Bäume ließen die Landschaft in einem urzeitlichen Gewand erscheinen. Als einsamer Radler wurde auch ich, ganz ohne mein Zutun, in dieses Tuch eingewoben, so dicht, dass es mir vorkam, als hätte ich Dundee und überhaupt die Zivilisation vor Jahren verlassen. In der Einsamkeit über Stunden nahm die Empfindung zu und verführte mich zum Sattelträumen – und plötzlich tauchten Ritter auf schweren Pferden, Marketenderwagen voller Marktfrauen und Kinder und marschierende Soldaten mit Lanzen und Schwertern vor meinem geistigen Auge auf. Ewig alt begegnete mir eine Landschaft, die sich laut Straßenschild noch immer „Kingdom of Fife“ nannte.
Die Landleute, die hier mit ihren Tieren in versteckten Cottages wohnten, sollen die glücklichsten Menschen von ganz Schottland sein, erzählten mir die Einheimischen von Hazelton Walls. Ihren Erzählungen glaubte ich sofort, zumal die Geschichte dieses unsagbare Glück belegt. Bereits im Frühmittelalter lockte die Wildnis von Firth of Tay die Einsiedler der Zisterzienser und Benediktiner hierher, wo sie die Klöster Balmerino und Dunfermline gründeten – auch die Lindores Abtei, wo ich nach meiner zeitvergessenen Fahrt gleich ankommen würde.
* * *
Der dreifach gezackte Giebel einer Fabrikhalle war rundum verglast. Von der Abtei Straße aus sah ich schon von weitem die drei Brennblasen, die kupferrot in der Sonne glühten. Nach der zeitvergessenen Passage durch das Land der Glücklichsten erreichte ich am späten Nachmittag wieder die moderne Geschäftigkeit, wie sie in jeder Destillerie herrscht. Nach acht Stunden Pedalarbeit traf ich in der Lindores Abbey Distillery von Newburgh ein.
Wie in Zeitlupe stieg ich vom Rad und augenblicklich freuten sich die Füße über die Erdberührung und den festen Stand am Boden. Viel Zeit ließ ich mir und langsam, meine Schritte setzend, schob ich mein Gefährt über einen kiesbelegten Hof, vorbei an der hohen Brennhalle und an einem flachen Gebäude aus hellem Stein entlang, den ein üppig verglaster Wandelgang säumte. Dort lehnte ich das Rad an eine Holzsäule des überkragenden Dachs und löste die Hände von den Lenkergriffen. Nicht nur dinghaft befreite ich meine Hände von den Griffen, sondern auch gedanklich befreite ich mich aus dem Modus des Radfahrens. Unendlich erleichtert atmete ich auf, dabei entwich ein befreiender Seufzer meiner Kehle. Mir wurde klar: ich habe es geschafft, ich bin am Ende meiner Tour zu siebzehn Destillerien angelangt, ich habe ein verwegenes Vorhaben in die Tat umgesetzt! Wahrlich ein Grund, sich zu freuen und einen Seufzer der Erleichterung in die Welt zu schicken.
Lindores Abbey, die Geburtsstätte des schottischen Whiskys. Bild von Bubobubo2, GNU-Lizenz
Nach 1.400 Radkilometern hatte ich die siebzehnte und letzte aller besuchten Destillerien erreicht. Aber nein, nicht die letzte, sondern die erste! Mochte Lindores Abbey Distillery auf meiner Agenda die letzte Brennerei sein, in der Whiskygeschichte war sie die erste. Hier, an diesem historischen Ort, sprudelte zum ersten Mal vor fünfhundert Jahren der Quell von uisge beatha. Und kaum zu glauben: dieses Ereignis ist schwarz auf weiß belegt.
Mit Rußtinte und Federkiel notierte auf Pergament der Amtschreiber des königlichen Schatzamtes am 1. Juni 1494 die Anweisung: von König James IV. bekommt John Cor acht Bollen[1] Malz ausgehändigt, um aqua vitae herzustellen.
John Cor, der sich auch Johanni Kawe Cor nannte, war ein Mönch, der nach dem Ordensgelübde ora et labora lebte, was für ihn hieß, sowohl Gott zu dienen als auch der Pharmakologie. Bereits viele Jahre widmete er sich der Heilkunde, wofür er allerhand Meriten erhielt. Zu Weihnachten 1488, sechs Jahre vor der Ausgabe der acht Bollen Malz zum Destillieren von Lebenswasser, war er vom schottischen König für seine Dienste als Medikus seiner Majestät mit vierzehn Schillingen und einem schwarzen Gewand aus edelstem flanderischen Leinen belohnt worden. Das geschenkte schwarze Tuch trug er allerdings nur am Königshof zu Edinburgh. Kaum, dass er in sein Stammkloster Lindores zurückgekehrt war, tauschte er das schwarze gegen das steingraue Tuch, das Habit der tironensischen Mönche, die sich zum Orden des heiligen Benedikt von Nursia bekannten. Soweit die überlieferte Geschichte.
Nun war ich bekanntlich nicht als Pilger zur ehemaligen Abtei der Benediktiner geradelt, sondern um den Urquell von uisge beatha kennenzulernen und um natürlich auch das Erzeugnis der Lindores Destillerie zu probieren.
Im Visitors Center, wo man vom Fenster aus die Ruinen der Benediktiner Abtei vor Augen hat, traf ich den Manager von Lindores und im Gespräch saßen wir uns an einem Langtisch im nachgebauten Refektorium gegenüber – Gary Haggart, ein breitschultriger Schotte im schwarzen Poloshirt mit kupferfarbenem Logo auf der festen Brust, und ein Deutscher in schwarzer Radmontur. Eine Stahlrahmenbrille gab Gary Haggart’s gemütlichem Gesicht eine gewisse Strenge und ein Kurzhaarschnitt dem vollen Haar einen kantigen Halt. Obwohl sehr beschäftigt, nahm er sich Zeit für meine Fragen und im Gespräch wurde mir schnell klar, dass sich der leitende Manager gründlich mit der Geschichte der Lindores Abtei befasst hatte. Aber auch mit der schottischen Whiskygeschichte kannte er sich blendend aus.
„Es wäre grundfalsch oder zumindest naiv, beim damaligen Klosterbrand von Whisky zu sprechen“, stellte er gleich zu Beginn unserer Unterhaltung klar. „Was der Benediktinermönch John Cor aus Gerste destillierte, war ein hochprozentiger Korn, durchaus vergleichbar dem heutigen Doppelkorn, der ja auch zweimal gebrannt ist. Nüchtern betrachtet, war der damalige Brand so grob wie die Lebensumstände im Mittelalter eben waren. Die alten Niederschriften, die übrigens im Edinburgher Schloss aufbewahrt werden, belegen, dass John Cor die zugestandene Gerste von acht Bollen nicht destillierte, um sich oder seine Mönchsbrüder zu berauschen, sondern um Medizin herzustellen. Seine Arbeit mit dem Alkohol war also eindeutig auf die Gesundheit ausgerichtet. Mag sein, dass er beim Brennen mal ab und an ein Dram abgezweigt hat, aber ehrlich gesagt, das Gebräu muss schrecklich halskratzig geschmeckt haben.“ Gary Haggart lachte lauthals über seine eigenen Worte und der Adamsapfel unter seinem Doppelkinn hüpfte, als fände auch er Gefallen am Wörtchen „halskratzig“.
Mir gefiel die herzhafte, typisch schottische Heiterkeit und schon sah ich vor meinem geistigen Auge ihn als wohlgenährten Benediktinerabt im grauen Habit mir gegenüber sitzen.
Mit dem Zeigefinger tippte er auf die Tischplatte und berichtete nun sehr sachlich über seine Arbeit: „Wir forschen immer noch, weil wir vermuten, dass die Apothekermönche von damals mit Heilkräutern experimentierten, um ihr Destillat milder und weniger bitter hinzukriegen. Eins ist unumstößlich, ihr Klosterbrand mag noch so bitter geschmeckt haben, aber die Körpersäfte brachte er definitiv in Wallung und sorgte für die Heilung von vielen Krankheiten.“
Während er dies sagte, musste ich an meine Großmutter denken, die bei allen inneren und äußeren Leiden auf Klosterfrau Melissengeist schwor und gerne einige Tröpfchen auf einen weißen Würfel träufelte, um sich das Zückerchen mit Genuss auf die Zunge zu legen.
„Von Zeichnungen wissen wir, dass die Pharmakologen des Mittelalters einen kleinen Destillierhutzum Schnapsbrennen benutzten. Verglichen mit einer modernen Brennblase war der winzig und sehr primitiv, aber immerhin war er schon aus Kupfer. Was damals noch nicht erfunden war, das war die Reifung des Alkohols in Eichenfässern, die ja beim Whisky das A und O ist. Statt in Holzfässern wurde der frische Brand in Tonkrügen und Steintrögen aufbewahrt. Sie werden es nicht glauben, sogar in Schweinsblasen und in Schafmägen“, erzählte Manager Haggart und freute sich sichtlich, dass ihm jemand so gebannt zuhörte und sich auch noch Notizen machte. Seine geröteten Backen und die sprühenden braunen Augen hinter dem stählernen Brillengestell verrieten seine Freude über unser Zusammentreffen.
Erst jetzt deutete er mit dem Zeigefinger auf den Verschluss einer zimtbraunen Flasche, die schon die ganze Zeit zwischen uns auf der Tischplatte stand. Auf dem Etikett war im Relief ein Bär zu sehen, der auf den Hinterbeinen stand und mit den Tatzen einen Obstbaum schüttelte.
Schon die ganze Zeit brannte mir eine Frage zum Bären-Logo auf der Zunge. Da mein Gegenüber aber voller Feuereifer erzählte, wollte ich ihn nicht ausbremsen, sondern hörte ihm schweigend zu.
„Nun dürfen wir uns das Ganze nicht als rapide Entwicklung innerhalb von ein paar Jahren vorstellen. Ab dem urkundlich erwähnten Jahr 1494 vergingen sicher mehr als zweihundert Jahre bis ein mundendes Getränk gefunden war. Erst der sich in der Neuzeit entwickelnde Seehandel mit Indien und Arabien brachte Kräuter und Gewürze nach Schottland und schuf die Basis für unser Destillat.“
by DehraSw, CC-SA 4.0
Nun endlich griff er zur bauchigen Flasche vor uns auf dem Refektoriumstisch und erklärte wieder ruhig und sachlich: „Was wir in unseren drei Brennblasen brennen, ist streng genommen kein Whisky. Zwar nehmen wir nur Gerste von den Feldern der örtlichen Farmer, denen auch die Destillerie gehört, aber den Rohbrand lassen wir nur sechs Monate im Stahltank reifen und geben dann Kräuter und Gewürze dazu. Dabei unterscheiden wir zwischen grünen und braunen Kräutern. Zu den grünen gehört Kardamom, Gänsekraut, Melisse und Minze. Zu den braunen Ingwer, Koriander, Gewürznelke und Sternanis. Aber mehr darf ich über unsere Ingredienzien nicht verraten…ist unser Betriebsgeheimnis!“ Mit einem Anflug von Verlegenheit, als sei ihm die Geheimnistuerei ein wenig peinlich, unterbrach er seine Ausführungen und schenkte mir schweigend einen Verkostungsschluck aus der zimtbraunen Flasche ein.
Likörsüße formte den Körper des vierzigprozentigen Aqua Vitae vom ersten Schnuppern bis zum letzten Schluck. Sofort erfassten Nase wie Gaumen die Spur fruchtiger Aromen von Apfel, Birne und Pflaume. Doch mit diesen Noten war der Früchtekorb noch längst nicht voll, hinten im Mundraum schmeckte ich noch die Süße von Zimt und Vanille. In seltener Harmonie und gleich auf Anhieb erspürten Nase und Gaumen im Lindores Lebenswasser den Kräuterlikör. Untrüglich handelte es sich um einen feinen Likör, der sich bestens als eisgekühlter Cocktail Basic eignet und deshalb in jedes Barfach gehört. Ja, darin bestand kein Zweifel! Aber Lindores Abbey Aqua Vitae ist streng genommen kein Whisky. Der klare Kräuterlikör wurde deshalb von mir auch nicht bewertet und meine Stützrad-Skala wandte ich auf diese artfremde Spirituose nicht an.
Mitten in der Verkostung bekam Gary Haggart einen Anruf auf sein Handy. Geschäftig wie es sich für einen Manager gehört, nahm er das Gespräch sofort entgegen. Kurz lauschte er und nickte verständnisvoll. Zu mir gewandt, entschuldigte er sich in knappen Worten, er müsse neue Gäste empfangen! Soeben sei ganz überraschend eine Gruppe Russen eingetroffen. Mit einer Schnelligkeit, die ich dem gemütlichen Mittfünfziger nicht zugetraut hätte, stand er vom Holztisch auf. Als er mir die Hand zum Abschied reichte, gab er mir noch einen Tipp: „Besuchen Sie unsere mittelalterliche Apotheke, gleich hinter dem Refektorium.“
Voller Erwartungen folgte ich dem Rat und stand ebenfalls von der Sitzbank auf. Mit schweren Beinen mühte ich mich an einem Langtisch vorbei in den nächsten Raum, wo eine Apotheke in mittelalterlichem Stil orginalgetreu nachgebaut worden war. Über einem grob gezimmerten Regal mit Tiegeln aus weißem Porzellan und einem großen Mörser für die Zubereitung von Drogen und Spezereien stand an der Wand ein lateinischer Spruch, eine Weisheit, die mich nach all dem Erlebten schmunzeln ließ, weil sie sich für den Genuss von Whisky, Whiskey und Lebenswässern aller Art vortrefflich eignet: „Man möge aqua vitae vor oder nach dem Essen einnehmen, außerdem zum Kochen, zur Handhygiene und zwischen den Mahlzeiten als Remedium gegen die Melancholie.“
Eher heiter als melancholisch trat ich wenig später aus der alten Apotheke ins Freie hinaus, wo mein bepacktes Rad noch immer an der Holzsäule lehnte als sei es von unserer Tour restlos fertig. Ich ließ es in Ruhe stehen und machte mich mit Bedacht an der linken Gepäcktasche zu schaffen. In ihr versteckte sich zwischen den Kleidern der Gegenstand eines Versprechens und den holte ich nun hervor. Dieses kleine Utensil führte ich seit Huntly, seit meinem Einkauf beim örtlichen Cost Cutter, mit im Gepäck. Es war die Miniatur eines VAT 69, die ich sorgsam wie mein Tagebuch, aber ungeöffnet, die ganze Strecke mitgeführt hatte. Erst am Ort, wo alles vor fünfhundert Jahren begann, wollte ich meinen Schicksalswhisky verkosten.
Wie ein Handschmeichler liegt das dunkelgrüne Fläschchen in meiner Rechten, als ich schweren Schritts die Abtei Straße überquere und durch ein offenes Eisentor zwischen Ruinen trete, zwischen die steinernen Überreste der Benediktiner Abtei von Lindores. Vom Zahn der Zeit zerfressen, vermutlich aber auch von Kämpfen weitgehend zerstört, ragen die Bogenreste eines Wandelgangs empor und lassen mich rätseln: war dies einst das gotische Kirchenportal? Auch in den verstreuten Steingefügen kann man nur mit Mühe Säulen erkennen, so dicht sind sie von einem Efeupelz überwuchert. Am knorrigen Stamm einer Eiche finde ich ein angemessenes Plätzchen im Gras. Klösterliche Stille ringsum, nicht mal ein Lüftchen streicht durch den Ruinengarten. Nun wird es Zeit, dass ich mich dem Mitbringsel aus Huntly widme.
Es knackt nur leise, als ich den Schraubverschluss mit einem leichten Ruck aufdrehe. Ich bin beruhigt, die Stille im ehemaligen Klostergarten habe ich nicht gestört. Kaum halte ich das geöffnete Fläschlein VAT 69 an die Nase, springt mich eine Note von geräuchertem Schinken und Leder an. Alles klar, ich halte einen getorften Whisky und keinen Kräuterlikör in der Hand! Diese Erkenntnis kann mich nach so vielen Verkostungen nicht mehr schrecken. Überrascht bin ich allerdings über das Wölkchen Frische, das sich naseweis in der medizinisch-bitteren Wolke tummelt. Kommt dieser Kitzel womöglich von der frischen Luft, an der ich sitze?
Couragiert nippe ich und schon schmeckt die Zunge Weichheit und Frucht und die Knospen registrieren erleichtert, dass sich Rauchschinken und Leder zügig verdünnisieren. Als ich die paar Tropfen kaue, kommt es mir vor, als beiße ich auf saftig grüne Blätter. Aber vermutlich ist auch dies nur Einbildung, weil ich den Scotch im Gras verkoste. Kurz züngelt ein böses Brennen im Schlund, aber nur kurz, schon erlischt der Brand und bündelt sich in wohliger Wärme. Ein zweiter Schluck grüsst wieder mit jener Rauchspecknote, die Freunde des Torfwhiskys so lieben. Längst ist mir klar: die herbe Note ist der Eintrittspreis für die Performance der Früchte.
Die Miniatur ist leergetrunken, genossen habe ich das Dram. Noch länger schlecke ich mir die Süße von den Lippen und spüre dem letzten fruchtigen Tropfen nach, während ich das grüne Fläschchen im Gras abstelle. Anhaltend grüssen Nachzügler von Fruchtnoten und füttern die Erinnerung an all die Tastings auf der Reise. Doch irgendwann sind auch die schönsten Aromen verflogen. Ich ziehe Bilanz und die fällt nüchtern aus: selbst bei angenehmer Süße verdient mein Jugendwhisky keine vier Stützräder.
Nun ja, das war auch nicht der Grund, warum ich ihn an diesem Ort, wo alles begann, verkostet habe. Ich nahm ihn mir nochmals zur Brust, weil mir die Aussöhnung am Herzen lag. Auch wenn er für meinen frühen Tod und die lange Abstinenz verantwortlich war, bleibt der VAT 69 doch der prägende Whisky meines Lebens.
* * * *
Anhang
Die17 besuchten Brennereien in den Whiskyregionen
Lowlands
Auchentoshan
Lindores Abbey Distillery
Campbeltown
Springbank
Glen Scotia
Inseln
Islay
Laphroaig
Lagavulin
Ardbeg
Bruichladdich
Kilchoman
Arran
Lochranza
Highlands
Oban
Glen Garioch
Speyside
Roseisle
BenRiach
Glen Grant
Glenlivet
Glenallachie
Die 8 entdeckten perfect drams
Lagavulin, Bottler’s Edition Exclusive
Glenlivet, 21 y, Archives
Glen Grant, 170th Anniversary, 2010
Balvenie, Carribbean Cask, 14 y
Benromach, 10 y
Springbank, 15 y
Tobermory, 10 y
Old Pulteney, 12 y
[1] altschottisches Getreidehohlmaß entspricht 496 kg
Caisteal Chamuis, benannt nach einer geheimnisvollen Ruine an der Ostseite der Knock Bay auf Skye – so nennt sich eine neue Abfüllungslinie von Blended Malts der Mossburn Distillers (ihnen gehört auch die Torabhaig Distillery), in der zum Start zwei Whiskys erschienen sind. Beide sind getorfte Abfüllungen.
Caisteal Chamuis Blended Malt Scotch Whisky ist aus Single Malts von der Insel Skye zusammengesetzt – was eine genauere Benennung recht einfach macht, denn außer Talisker und Torabhaig gibt es dort keine anderen Brennereien. Abgefüllt ist er mit 46% vol.. Er hat ein Finish in First Fill Bourbon Casks erhalten.
Caisteal Chamuis 12 Year Old Sherry Barrelled Blended Malt Scotch Whisky ist ebenfallls mit 46$% vol. abgefüllt, hier stammen aber die Whiskys von Skye und den Orkneys (aus Altersgründen kommt auf Skye da nur Talikser in Frage). Der Whisky reifte mindestens 12 Jahre lang und wurde danach nochmals in speziell angefertigte Oloroso Sherryfässer gefüllt.
Beide Whiskys sind im Laufe des Novembers im britischen Fachhandel erhältlich – zum Preis von 39 und 49 Pfund – ob sie auch international ausgerollt werden, können wir momentan noch nicht sagen.
Jede Woche erscheinen viele neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den Abertausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt?
Blogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann.
„Fremde Federn“ stellt Ihnen in der nun 174. Folge Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor – eine Sammlung von Meinungen zu verschiedenen Whiskys, die Ihnen ein wenig ein Leitfaden für eigene Entdeckungen sein können. Und wenn Sie sich auf eine eigene Entdeckungsreise begeben wollen, dann finden Sie in unserem Artikel über das richtige Verkosten (vor allem in dem enthaltenen weiterführenden Link) eine hilfreiche Unterstützung.
Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.
Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!
Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, kommerzielle Links enthalten. in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein untergeordneter Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.
Ein neuer Bowmore ist heute angekündigt worden: Die Bowmore Masters‘ Selection, ein 21 Jahre alter Whisky aus der Islay-Brennerei, ist in Zusammenarbeit mit der Kultmarke Aston Martin entstanden und verwirklicht als erster Whisky das Prinzip des .Goldenen Schnitts“ – ein Prinzip, das man vom Autobauer übernommen hat.
Wieso goldener Schnitt? Der Whisky ist zusammengesetzt aus 61,8% eines 21 Jahre alten Bowmores. Die restlichen 38,2% bestehen aus Whiskys aus den Jahren 1983, 1984 und 1985 sowie Whiskys, die in Fässern gereift sind, die zuvor mit weißem Port oder Pinneau de Charentes gefüllt waren – und zwar in Anteilen, die dem goldenen Schnitt entsprechen, nämlich 0,618 hoch 3, 4, 5, 6 und 7.
Was das konkret bedeutet und welchen Geschmack man sich von der neuen Bowmore Masters‘ Selection erwarten darf, finden Sie nachstehend in der Pressemitteilung aus der Traditionsdestillerie im gleichnamigen Ort auf Islay:
Die Bowmore Masters‘ Selection verbindet die Welten von Whiskytradition und Automobildesign
Ein neuer Single Malt Whisky in limitierter Edition vereint das meisterhafte Können des Chief Creative Officer von Aston Martin mit jenem des Bowmore Master Whisky Blenders.
Aus dem einzigartigen Wissen um die Proportionalität der beiden Meister entstand ein Whisky von exquisiter Tiefe und Ausgewogenheit.
Erstmals hat Bowmore zur Kreation eines neuen Whiskys das Prinzip des „Goldenen Schnitts“ übernommen.
Die Bowmore Masters‘ Selection ist ab November 2021 erhältlich.
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Frankfurt, im November 2021 – Die Bowmore® Masters’ Selection vereint die Welten von Whiskyherstellung und Automobildesign und ist gleichzeitig Ausdruck der gemeinsamen Leidenschaft für Tradition, Handwerkskunst und Innovation.
Die Bowmore Masters‘ Selection trägt die Handschrift von zwei Meistern: Bowmore Master Whisky Blender Ron Welsh und Aston Martin Executive Vice President und Chief Creative Officer Marek Reichman. Ein Whisky, der zwei unterschiedliche Welten auf ebenso kraftvolle wie inspirierende Weise verbindet. Das Ergebnis einer Zusam- menarbeit, die geprägt ist von gegenseitigem Vertrauen und Respekt für die Welt des anderen sowie von der Leidenschaft, Neues zu entdecken und voneinander zu lernen. Beide Meister bringen ihre Kreativität und ihren individuellen Charakter ein und prägen die Masters‘ Selection dadurch mit ihrer ganz persönlichen Handschrift.
Marek Reichman, Chief Creative Officer von Aston Martin, sprach oft über das Prinzip des „Goldenen Schnitts“. Dieses der Natur inhärente mathematische Verhältnis ist der Schlüssel zu ästhetischer Ausgewogenheit und das Herzstück des Designs eines jeden Aston Martin. Das perfekte Verhältnis einzelner Proportionen des Autos lässt absolute Schönheit entstehen.
Reichman erklärt:
„Jedes Designdetail eines Aston Martin wird durch seine Proportionen definiert. Unser Ziel ist dabei stets das Optimum – der Goldene Schnitt. Es ist diese Kraft, die uns bei der Erschaffung absoluter Schönheit leitet, und um das zu erreichen, müssen wir unser Können, unsere Leidenschaft und unsere Erfahrung vereinen. Das Zusammentreffen mit Ron eröffnet neue Perspektiven, es ist sehr inspirierend und bereichernd. Dieser wunderbar ausgewogene Whisky ist ein perfekter Ausdruck unserer harmonischen Zusammenarbeit.“
Bei Bowmore wird während des gesamten Herstellungsprozesses jede einzelne Komponente perfekt aufeinander abgestimmt – von der Fassauswahl bis hin zum Blending. Ron Welsh, Master Blender bei Bowmore, erklärt:
„Inspiriert von Marek und seinem Team, haben wir für diesen Whisky zum ersten Mal das Prinzip des Goldenen Schnitts angewendet, um die Aromen jedes Elements bestmöglich einzubringen und die optimalen Fässer auszuwählen, damit der Charakter des Whiskys nach unseren Vorstellungen geformt werden kann. Was zunächst völlig gegensätzlich erscheint, ist in der Tat ausgewogen und perfekt in seinen Proportionen. Die Zusammenarbeit mit Marek hat mir für die Whiskyherstellung neue Perspektiven eröffnet. Dieser Whisky feiert die Verbindung unseres Wissens und unserer Erfahrung, unserer gemeinsamen Leidenschaften, Werte und Ideen.“
Inspiriert vom Goldenen Schnitt, wurde die ideale Zusammensetzung exakt berechnet: Ein 21 Jahre alter Bowmore, gereift in First-Fill Pedro-Ximenez- und Oloroso-Sherryfässern, ist zu 61,8% enthalten. Für die verbleibenden 38,2% wurden gemäß der Berechnung Anteile älterer Reifungen, darunter ein über 35 Jahre alter Bowmore, hinzugefügt.
Auf den ersten Blick scheint es, als hätten die Schöpfer dieses Single Malts mit seinem kraftvollen, komplexen und zugleich süßen und wärmenden Charakter absolute Kontraste hervorgebracht. In Wirklichkeit aber gelang es ihnen, perfekte Proportionen und vollkommene Ausgewogenheit zu erschaffen. Eine Komposition, die ein aufregendes Geschmackserlebnis verspricht.
Kraftvoll und doch elegant, süß und zugleich würzig, mit Noten von Sherry bis Kaffee und von Honig bis Pfeffer – perfekte Proportionen verleihen der Masters‘ Selection ungeahnte Tiefe und Ausgewogenheit.
Die Bowmore Masters‘ Selection ist ab November in Deutschland erhältlich.
TASTING NOTES:
FARBE: Mahagony
AROMA: Süß und nussig mit Noten von Manuka-Honig und Ahornsirup, kombiniert mit Pralinen und gegrillten Haselnüssen, verbunden mit reichen Aromen von frisch gegerbtem Leder, Zigarrentabak, Süßholzwurzel, getrocknetem Thymian und Heideblüten.
GESCHMACK: Edel-eleganter Sherry verschmilzt mit rohem Islay-Torf, während dunkle Bitterschokolade, schwarzer Pfeffer und Karamellsoße sich mit Vanille und Kaffeebohnen verbinden; Morello-Kirschen und ein Hauch von Papaya sorgen für ein fruchtiges Flair.
NACHKLANG: Warm, süß und würzig, mit Noten von Eichenwürze, Kastaniencreme und Kokosnuss.
Auch am Wochenende gibt es auf Whiskyfun, keine Verkostungspause. Heute, wie meist am Samastag, übernimmt Angus MacRaild die Agenden von Serge – und widmet sich sechs Abfüllungen aus der Islay-Destillerie Bruichladdich. Offizielle sind dabei, aber auch unabhängige Abfüllungen. Auch der Black Art 9.1 wird verkostet, und nachdem Angus so wie Serge kein besonderer Freund von Weinfässern ist, steht der mit seiner guten Wertung hinter den sehr guten der anderen Abfüllungen etwas zurück.
Hier sind die fünf Abfüllungen, die heute verkostet wurden, und ihre Wertungen:
Abfüllung
Punkte
Bruichladdich 13yo 1984/1997 (59.0%, Scotch Malt Whisky Society #23.26)
87
Bruichladdich 10 yo 2011/2021 ‚Bere Barley‘ (50%, OB, bourbon)
90
Bruichladdich 28 yo 1992/2021 ‚Black Art 09.1‘ (44.1%, OB, 2021)
83
Bruichladdich 12 yo 2008/2021 (59.8%, Dramfool ‚Jim McEwan Signature Collection‘, cask #2666, 1st fill barrel, 215 bottles)
89
Port Charlotte 8 yo 2013/2021 ‚Islay Barley‘ (50%, OB, 7 years in bourbon with 25% finished in French wine casks)
87
Lochindaal 10 yo 2010/2021 (53.5%, North Star, refill barrel, 288 bottles)
Wie versprochen haben wir hier für Sie nach dem Artikel über die Neuheiten von Compass Box noch die anderen Einträge in der us-amerikanischen TTB-Datenbank zusammengestellt.
Neu ist zum Beispiel Batch 12 vom Glendronach Grandeur 29yo, der in Oloroso-Fässern reifte und danach mit 49,2% vol. abgefüllt wurde. Die Flaschenanzahl ist auf dem Etikett noch nicht vermerkt, es wird aber wie üblich eine eher kleiner Auflage sein. Hier die Etiketten:
Auch neu zu finden ist der Macallan Classic Cut 2022, abgefüllt mit 52,5% vol. Er stammt aus ex-Bourbon Fässern und präparierten Sherryfässern – weitere Infos wie zum Beispiel die Tasting Notes sind auf den Etiketten nicht zu finden:
Und dann ist da noch ein interessanter neuer Talisker, der Talisker Forests of the Deep, mit Whisky aus „marine charred caks“, also Fässern, die mit Kelp und „mariner Eiche“ ausgebrannt wurden. Mit 44 Jahren ist das ein sehr, sehr alter, und damit wohl auch sehr, sehr kostspieliger Talisker, von dem es 1997 Flaschen geben wird, abgefüllt mit 49,1% vol. Er ist wohl ein Teil der Zusammenarbeit mit Parley, über die wir vor einem Jahr berichteten. Hier jedenfalls die Etiketten:
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.
Eggerssohn, Importeur der Whiskys aus Knockdhu, die unter dem Namen anCnoc erscheinen, hat uns eine Info zum Release des anCnoc 2009 (über den UK-Launch haben wie hier berichtet und der Hoffnung Ausdruck verliehen, dass der Whisky auch in Deutschland auf den Markt kommen sollte). Mitte November ist es im Fachhandel soweit – zu einem UVP von 59 Euro.
Hier alle Infos dazu:
Neue Enthüllung von anCnoc – Vintage 2009
anCnoc Highland Single Malt Scotch Whisky feiert die neuste Abfüllung der vielgepriesenen Vintage Collection mit anCnoc 2009 Vintage.
Diese Limited Edition ist stolzer Ausdruck des Erbes des Knockdhu Distillery Teams – ein markanter, und doch zugänglicher Whisky, mit Tradition, Handwerkskunst und Leidenschaft in jedem einzelnen goldenen Tropfen.
In der Nase delikate Gewürztöne, kombiniert mit anCnoc typischen Honig- und Zitrusaromen. Jeder Schluck offenbart eine besondere Reichhaltigkeit, eine harmonische Verbindung aus Gewürzen, süßen grünen Äpfeln, dunkler Schokolade und einem Hauch Butterscotch. Der wunderbar weiche Abgang rundet diesen Single Malt in seiner Komplexität ab.
anCnoc Vintage 2009 durfte über 12 Jahre in Ex-Bourbon Fässern aus Amerikanischer Eiche sowie Fässern aus Spanischer Eiche reifen. Separat ausgebaut, doch dann miteinander verblendet, kreiert die Knockdhu Distillery das Beste aus zwei Welten. Der Scotch ist nicht kühlfiltriert und wurde mit 46% vol. abgefüllt.
anCnoc wird von der Knockdhu Distillery im Dorf Knock, bei Huntly in Aberdeenshire, gefertigt, wo sich Distillery Manager Gordon Bruce und sein langjähriges Team ihrem Handwerk mit Leidenschaft widmen.
Gordon:
„Wir haben 12 Jahre auf diesen Vintage gewartet, und das Warten hat sich definitiv gelohnt. Er hat all die Leichtigkeit und Frische, die anCnoc Freunde so lieben, aber hier in Verbindung mit einer reichhaltigen Würze und Komplexität von der langen Fassreifung. Es ist jedes Mal eine Freude, einen neuen Whisky in die Welt zu bringen. Hier bin ich besonders stolz darauf, dass dieser Vintage einerseits widerspiegelt, wie wir die Dinge bei Knockdhu handhaben, die Traditionen, die wir in Ehren halten, und doch schmeckt er gleichzeitig wie ein sehr moderner Single Malt. anCnoc 2009 wird ein besonderer Genuss sein für diejenigen, die nach etwas ein wenig Anderem suchen, etwas zum Erkunden, oder als besonderes Geschenk für jeden, der einen gut gemachten Single Malt schätzt.“
Ab Mitte November ist dieser limitierte anCnoc Whisky in stilvoller, zeitgemäßer Optik mit metallisch blauer Schrift erhältlich.
Über anCnoc. Eine moderne Tradition.
Die im Jahre 1894 in den schottischen Highlands gegründete Knockdhu Distillery bekam 2017 bei den Icons of Whisky vom renommierten Whisky Magazin die Auszeichnung „Distiller of the Year“ verliehen. Ihre Single Malts vermarktet die Destillerie seit 1993 unter dem Namen „anCnoc“ (Gälisch „der Hügel“). Damit wurde nicht nur die namentliche Nähe zum Speyside-Malt „Knockando“ umschifft, sondern auch nachhaltig betont, dass das mitunter altmodische Image von schottischem Whisky abgeschüttelt werden soll. Dabei geht es beileibe nicht darum, die große Tradition zu verstecken, sondern sie auf zeitgenössische Weise in den Markenauftritt zu integrieren und auch jüngere Malt-Konsumenten anzusprechen.
Der Hausstil präsentiert sich komplex und ist zugleich erstaunlich frisch, modern und zugänglich. Die Single Malt Whiskys haben eine typisch weiche und blumige Nase, am Gaumen finden sich Körper und Charakter eines Highland Malt, süß mit Honig und Zitrone. Das klare Quellwasser der nahen Anhöhe Knock Hills, die heimische Gerste sowie der charakteristische Torf der Umgebung prägen die Whiskys und tragen zu ihrer außergewöhnlichen Weichheit bei. anCnoc steht für modern gelebte Whisky- Tradition. Die Single Malts sind eine Offenbarung für jeden Whisky-Liebhaber und ein„Must have“ in jeder Whiskysammlung.
Tilo Schnabel, bekannt für seine unabhängigen Abfüllungen unter dem Label The Caskhound, stellt mit einem 28 Jahre alten Tullibardine eine neue Abfüllung in der Exquisite Casks-Serie vor – ein Whisky zum Trinken, nicht zum in der Vitrine verstauben, wie Tilo Schnabel sagt.
Was es über diese neue Abfüllung zu erzählen gibt, inklusive der Tasting Notes und den Bezugsmöglichkeiten, finden Sie in der folgenden Pressemitteilung, die wir gerne für Sie veröffentlichen:
THE CASKHOUND präsentiert das neue EXQUISITE CASKS-Bottling: einen 28 Jahre gereiften Tullibardine Highland Single Malt Scotch Whisky
Premium-Whisky zum Genießen, nicht zum in der Vitrine verstauben!
Tilo Schnabel aka THE CASKHOUND präsentiert mit seiner Abfüllungsreihe EXQUISITE CASKS gereifte Whiskys ab 25 Jahren. Diese „Elder Statesmen“ der Whiskywelt folgen dabei weder einem Hype, noch sind sie eines Bottleflippers feuchter Traum. Es sind einfach gelungene Single Cask-Abfüllungen, die dank solcher Faktoren wie Alter, Reife, geschmacklicher Tiefe und angemessenem Preisrahmen sowohl Whisky-Neulinge wie auch erfahrene Liebhaber gereifter Tropfen gleichermaßen überzeugen.
Wie von THE CASKHOUND gewohnt, werden die EXQUISITE CASKS-Bottlings in natürlicher Fassstärke abgefüllt und sind weder kühlgefiltert noch gefärbt. Auftritt und Verpackung der Abfüllungen sind dem Inhalt entsprechend hochwertig. Sie erfreuen mit exklusivem Design, präsentiert in einer edlen, schwarzen Holzbox. Ein beigefügter Einleger mit Wissenswertem zum Destillat, zur jeweiligen Brennerei sowie Tasting Notes des Whiskys rundet das Ganze ab.
Nach der Veröffentlichung der ersten beiden EXQUISITE CASKS-Bottlings – dem 47-jährigen Lowland Single Grain NORTH OF SCOTLAND und dem 30-jährigen Highland Malt OLD RHOSDHU aus der Loch Lomond Distillery – bleibt der Independent Bottler aus Deutschlands Südwesten auch mit der neuen Abfüllung seiner Prämisse treu: Der 1993er TULLIBARDINE Highland Single Malt Whisky zeigt, wie seine Vorgänger, mit Bravour, was das Zusammenspiel von Destillat, Fasseinfluss und Zeit möglich macht.
Ein vielseitiges Juwel der Highlands
TULLIBARDINE im Süden der Region Perthshire ist nicht unbedingt ein Publikumsmagnet wie andere Destillen in den Highlands oder der Speyside, doch ihre historische Wurzeln reichen weit zurück und sind ein Teil der uralten Whiskytradition Schottlands. Der dort produzierte Whisky ist ein klassischer Highland Malt, dessen florale wie nussige Noten und feiner Charakter ihm interessanterweise eine große Vielseitigkeit verleihen – was durch die hohe Anzahl aktueller Tullibardines mit unterschied-lichsten Fassreifungen bestätigt wird. Der 28-jährige TULLIBARDINE von EXQUISITE CASKS ist vom Charakter her eher ein ‚Old School Malt’, und ein gelungenes Beispiel für eine gut ausbalancierte Reifung im Refill Bourbon Hogshead, deren feine Nuanciertheit zu begeistern weiß.
Einem solchen Whisky, der fast 3 Jahrzehnte im Fass verbracht hat, sollte man definitiv eine gehörige Portion Zeit und Luft gönnen, damit er sich im Glas ordentlich entfalten kann. Es lohnt sich …
EXQUISITE CASKS TULLIBARDINE Highland Single Malt Scotch Whisky,28 Jahre alt (1993/2021), 47,4 % ABV, Full Maturation in a Refill Bourbon Hogshead,Auflage 224 Flaschen (0,7 l) à 224,90 Euro (UVP)
Tasting Notes
Nase:
Cerealien, Honig, leichte Staubigkeit, Weintrauben und frische Pfirsiche, florale Noten und
Kräuter, Vanillekipferl
Geschmack:
Ölig, weich und honigsüß im Antritt, Würze, Malzbonbon & Keksteig, nussige Aromen,
die zu Marzipan umhüllt von Milchschokolade werden
Abgang:
Kakaopulver, gefolgt von Eichenwürze, die trocken werdend in bitterre Nussigkeit
und Holz endet
Haben wir Sie hinreichend neugierig gemacht? Besuchen Sie doch unsere ausgewählten Handelspartner – die Liste finden Sie im Shop unter www.thecaskhound.de oder melden sich dort einfach für unseren Newsletter an, um keine Nachricht zu neuen Bottlings zu verpassen.
„Wer sagt eigentlich: Whisky ist nur was für Männer?“ – diese rhetorische Frage stellt Glenlivet am Beginn ihrer Pressemitteilung zu einer neuen Kampage namens „Original by Tradition“. Die Antwort geben nicht nur zahlreiche erfolgreiche Master Blenderinnen, Frauen in führenden Positionen im Whiskybusiness und eine Unzahl versierter und leidenschaftlicher Frauen in der Whiskyszene – auch Glenlivet selbst gibt eine Antwort – mit einem recht dynamischen Spot und Anzeigensujets.
Mehr darüber lesen und sehen Sie nachfolgend:
Wer sagt eigentlich: Whisky ist nur was für Männer?
Manche Traditionen sind dafür da, um gebrochen zu werden: The Glenlivet, der feine Single Malt Scotch Whisky aus dem Hause Pernod Ricard, launcht seine neue Kampagne „Original by Tradition” in Deutschland! Die Kampagne zeigt die moderne und lebendige Realität von Scotch Whisky. Damit will die traditionsreiche Marke vor allem einer neuen Generation von Whisky-Konsumenten den Einstieg in die Genuss-Welt und die Kategorie Whisky erleichtern: The Glenlivet ist für alle aufgeschlossenen, zukunftsorientierten Menschen jeden Geschlechts und jeder Herkunft.
Andreas Höhner, Head of Brand Management Pernod Ricard Deutschland:
„Ledersessel, Zigarrenrauch, ein Glas Whisky in der Hand – das ist das typische Image der Premium-Spirituose, mit dem The Glenlivet jetzt aufräumen will. Die Kampagne zelebriert Whisky, ermutigt dazu, die Spirituose auf unerwartete Weise zu entdecken und sich nicht von traditionellen Konventionen aufhalten zu lassen. The Glenlivet hat schon immer mit Wagemut und Euphorie Grenzen überschritten und tut dies auch noch heute.“
Breaking Walls. Breaking Traditions.
Die Eröffnungsszene zeigt den Gründer und Pionier der Marke, George Smith, der im Jahr 1824 den Speyside-Whisky-Stil definierte. Der nächste Meilenstein der Marke wird durch das Durchbrechen von Wänden inszeniert: So war The Glenlivet einer der ersten Single Malts, die in die USA geliefert wurden. Der erste Whisky, der mit dem Klischee aufräumte, dass Scotch ausschließlich ein Getränk für wohlhabende Männer sei. Der erste Single Malt, der Eis zum Whisky servierte. Und der Whisky, der Scotch Single Malt Whisky vom Sessel und Büro in die Bars auf der ganzen Welt brachte. The Glenlivet setzt neue Maßstäbe, indem er jeden Erwachsenen einlädt, diesen Whisky als Teil eines Cocktails in geselliger Runde zu genießen.
Die „Original By Tradition“-Kampagne wurde in Zusammenarbeit mit Crispin Porter Bogusky London entwickelt und ist die erste Digitale Kampagne für The Glenlivet in Deutschland.
Im August dieses Jahres haben wir über das Verschwinden eines japanischen Whiskys im Wert von 5800 Dollar, der dem unter Donald Trump als Außenminister fungierenden Mike Pompeo übergeben wurde, berichtet. Er hatte diese Flasche 2019 in Saudi Arabien als Gastgeschenk erhalten, und seitdem ist sie verschwunden. Das ist insoferne ein Problem, weil Geschenke ab einem Wert von 390 Dollar in Staatsbesitz übergehen. Pompeo gab im Zuge der Ermittlungen an, sich an die Flasche nicht einmal erinnern zu können und über deren Verbleib nichts zu wissen.
Wir haben damals versprochen, dass wir uns mit der Lösung des Falles wieder bei Ihnen melden werden. Nun, dieses Versprechen können wir nur halb einlösen, denn: Melden können wir uns, allerdings nicht mit der Lösung, sondern nur mit der Info, dass die Angelegenheit wohl nie geklärt werden wird.
Wie NBC News heute berichtet, dass zwar einige der Geschenke, die in seiner Amtszeit „verloren gingen“, wieder gefunden werden konnten, der Whisky (und einige andere) gehören aber nicht dazu. Die Kammer, in der die Geschenke aufbewahrt wurden, wurde von Ermittlerteam in einem „Zustand der Unordnung“ vorgefunden. Neben dem Whisky fehlten auch andere Gegenstände im von weit über 20.000 Dollar (die teuersten davon, acht Vasen, konnten allerdings in einem Lagerhaus gefunden werden). Nachdem die Kammer keine Überwachungskameras besitzt, wird nicht mehr zu ermitteln sein, was mit den fehlenden Geschenken geschehen ist. 77 Personen hatten Zutritt dazu, viele davon befinden sich nicht mehr im diplomatischen Dienst.
Also in Sachen Whisky: Ermittlungen ergebnislos abgeschlossen. Und die Geschichte für uns damit auch.
Sie durfte sich lange die kleinste Destillerie Schottlands nennen, diesen Titel hat sie durch den Boom der letzten Jahre mit den vielen Neubauten, aber auch durch die eigene Vergrößerung, längst verloren. Behalten hat Edradour allerdings viele Fans, die die Abfüllungen von dort sehr schätzen, sei es die offizielle Linie, seien es die vielen unabhängigen Abfüllungen, die man finden kann.
Eine Originalabfüllung mit Whisky, der in den Jahren vor der Übernahme durch Andrew Symington reifte, und drei Unabhängige sind bei Serge Valentin in der Verkostung gewesen – aber nur drei davon sind auch bewertet. Grund: Die alten Abfüllungen aus der Zeit vor Symington haben einen fabelhaften Ruf, allerdings keinen guten. Und das scheint auch auf den Edradour 10yo aus dem Jahr 2002 zuzutreffen. Alle anderen werden mit hohen Noten belohnt.
Hier jedenfalls die Wertungen der Verkostung von heute: