Serge verkostet: Ein Duo aus Deanston

Mit einem kleinen Duett aus der Highöand-Brennerei Deanston geht es bei Serge Valentin in die neue Whiskywoche, durch die wir Sie natürlich wie immer mit Neuigkeiten und Hintergrundinfos begleiten werden. Diesmal sind es eine Originalabfüllung aus dem Jahr 2019 und ein unabhängiges Bottling aus dem Jahr 2009, abgefüllt von Whisky Broker aka Martin Armstrong, dem Sohn des ehemaligen Besitzers der Destillerie Bladnoch, Raymond Armstrong. Die Abfüllungen von Whiskybroker gelten als Geheimtipp unter Whiskyfreunden, da die Preise moderat sind, die Qualität in der Regel hoch – was sich auch heute im Tasting bestätigt.

Hier also die Wertungen der beiden Abfüllungen in der heutigen Verkostung:

AbfüllungPunkte

Deanston ‚Dragon’s Milk‘ (50.5%, OB, Stout Cask finish, 2019)86
Deanston 11 yo 1998/2009 (55.9%, Whisky Broker)90
Die Destillerie Deanston. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Neue Deutsche Whiskyvideos der Woche (252)

Willkommen zur 252. Folge der Whiskyvideos und Podcasts der Woche. Wie immer bringen wir in ihr Beiträge aus dem deutschen Sprachraum zum „Wasser des Lebens“, die uns von den Vloggern und Podcastern zugesendet wurden. In den Videos werden sowohl neue als auch ältere Abfüllungen verkostet – alles nach dem eigenen Ermessen der Verkoster und ohne kommerziellen Hintergrund.

Die Liste der teilnehmenden Vlogs ist nicht fix: Wenn Sie meinen, dass Ihr Video ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre.

In der Ausgabe 252 finden Sie zwölf neue Videos:

Pat Hock – Royal Brackla 12

https://youtu.be/Y2xcPDysghs

WhiskyJason – Glenallachie 2014/2021 Madeira Wood Wilson & Morgan

Whisky Helden – Torabhaig Allt Gleann vs. 2017 – Whisky Battle

The Bourbon Diaries – Gentleman Jack von Jack Daniel’s

The Whisky Waiter – Kyrö’s Choice Marsala Finish

Malte talks Malt – Invergordon – 14 Jahre – Cadenhead’s

Barrel Beast – Chichibu – Ichiro’s Malt – Double Distilleries

Whisky Notes CS – NIKKA Yoichi 10y

World Wide Whisky – Glenfarclas 185th Anniversary

Whisky Enjoy – I.W. Harper Kentucky Straight Bourbon

Friendly Mr. Z. – War of the Peat IX, Caol Ila mit Sauternes Finish

Whisky Evening – Abfüllungen von Murray Mac David


Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.

Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu jeweils bis Freitag, 12 Uhr an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!

Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 44)

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Wir freuen uns, Ihnen jeden Sonntag ein Stück einer wunderbaren Geschichte über Schottland, Whisky und das Reisen vorstellen zu dürfen: Exklusiv auf Whiskyexerts präsentieren wir Ihnen Whisky Cycle, das neueste Buch von Uli Franz, als Fortsetzungsgeschichte.

Uli Franz lebt als Schriftsteller im Chiemgau und auf der dalmatinischen Insel Brac’. Von 1977-80 arbeitete er als Zeitungskorrespondent in Peking. Über China und Tibet veröffentlichte er zahlreiche Bücher. Zuletzt erschienen Radgeschichten und „Die Asche meines Vaters“ (Rowohlt Verlag).

Das Buch Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland (ca. 320 Seiten) ist momentan in der ersten Auflage vergriffen – über Neuigkeiten zu Bestellmöglichkeiten werden wir Sie natürlich rechtzeitig informieren.

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Die Radtour zu 17 schottischen Destillerien. Karte von Alba Collection

-hier geht es zur Folge 43-

Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 44)

Beim Blick auf die hochgelegene Brennerei entfuhr mir ein Seufzer: Mensch, da musst du hinauf, das wird noch `ne schöne Schinderei! Zum Glück hatte die Auffahrt noch Zeit, erst einmal durfte ich einen Hang traversieren, und anschließend konnte das Rad mit wenig Rollwiderstand das Gefälle nach Bridgend of Livet hinab nehmen.

Kurz vor dem Ortsschild zog ich die Bremsen: zwischen den Kronen alter Eichen spickte mein erstes Ziel hervor, eine steinerne Brücke. Sie war mir schon begegnet, zwar nicht in Echt, aber auf der The Glenlivet Flasche, dort am Hals wird sie als Relief dezent vignettiert. Das altertümliche Bauwerk war allemal sehenswert, deshalb bremste ich mich aus und beendete den Downhill, um sie mir genauer anzuschauen.

Kristallklar tanzte knietiefes Wasser um bemooste und rundgeschliffene Granitblöcke herum und schlängelte sich unter den drei Rundbögen der alten Steinbrücke hindurch, so weich und frisch, dass ich es am liebsten mit der hohlen Hand geschöpft und getrunken hätte. Kurz schloss ich die Augen, lauschte seinem Gurgeln, Murmeln und Glucksen, ja, für einen Moment beamte ich mich aus der Wirklichkeit weg und landete in Phantasia – oder erlebte ich für einen Wimpernschlag ein Déjà-vu mit früheren Zeiten, als vor Jahrhunderten Maultiere und Fuhrwerke, beladen mit Whiskyfässern, die Steinbrücke querten?

Wie all die Ruinen von Burgen, Schlössern und Herrensitzen war auch dieses Monument Zeuge früher Lebensumstände, als Speyside noch von den Kelten besiedelt war. In der Phantasie war es ein Leichtes, in der Zeit zurückzureisen. Dieses Kunststück gelingt dem Radreisenden nicht nur wegen der Luftigkeit der Gedanken, sondern auch dank der langsamen Art seiner Fortbewegung, die ihn seiner Umgebung ganz nahe bringt und einen mikroskopischen Blick auf das Nächstliegende und Umgebende erlaubt.

Wäre ich nicht zu Rad, sondern im Auto auf der neuen, erheblich höher angelegten B 9008 gekommen, hätte ich gewiss die keltische Steinbrücke übersehen. Die Harmonie der drei gleichen Rundbögen erinnerte mich an die Trinität eines gelungenen Whiskys, bei dem Aromen, Mundgefühl und Finale perfekt zusammenspielen – und schon lief mir das Wasser im Mund zusammen. Schade! Die Brücke stand nicht im Schlaraffenland, sondern im tiefen Tal von Livet! So baute sich vor einer wohlverdienten Verkostung noch die Hürde einer Bergfahrt auf.

Wieder zurück im Hier und Jetzt, strampelte ich im kleinsten Gang gehörig schwitzend die letzte Anhöhe zur Brennerei hinauf, die über dem Tal herrschaftlich thronte. Tüchtig schnaufend erreichte ich den Parkplatz am langgestreckten Lagerhaus. Voller Respekt sah ich mich um, ringsum alles aufgeräumt, modern und sehr beeindruckend in den Ausmaßen. The Glenlivet zeigte sich als eine gigantische Whiskyfabrik, und mit 14 Millionen verkauften Flaschen im Jahr ist die Brennerei der zweitgrößte Malt Erzeuger weltweit.

An der Rundtreppe zum Visitors Center schloss ich das Fahrrad am Geländer an und eilte in kurzer Stretchhose und Turnschuhen die Stufen hinauf, so schwungvoll, dass mir eine Gruppe Senioren erschreckt auswich und ans Geländer flüchtete. Sorry, die Beine waren halt noch in Schwung und tüchtig Adrenalin schwappte auch noch im Blut. Zur Wiedergutmachung empfing ich die älteren Whiskyliebhaber oben am Eingang und hielt ihnen die gläserne Schwingtür auf.

Auch hier betritt der Besucher als erstes den ehemaligen Mälzboden, einen Saal mit dem allzu bekannten Interieur, mit einem langen Verkostungstresen, harten Stühlen an langen Tischen, Vitrinen und Ständern mit Reklameprodukten, mit schlammfarbenen und schwarzen Jacken, T-Shirts und Kappen, diesmal mit dem „The Glenlivet“ Logo. All das war für mich mittlerweile kalter Kaffee, als ich aber in einer Wandnische ein Bild entdeckte, war ich wie wachgerüttelt. Spotbeleuchtet und gerahmt, hing dort das Gemälde „Kampf um das Fass“ an der weißgetünchten Wand. Der Genremaler John Pettie hatte einen Zweikampf in Öl gemalt, so realistisch, dass mir ein Schauer über den Rücken lief.

Ein verwahrloster, barfüßiger und klapperdürrer Mensch mit rotem Zauselhaar will einem Dicken einen Dolch ins Herz rammen, doch dieser hält das Handgelenk des Dürren umklammert und wehrt mit kraftvollem Arm die gezückte Waffe ab. Obwohl die Gegner nicht unterschiedlicher hätten sein können, wogt der Nahkampf unentschieden. Bei dem Abgerissenen mit dem flammend roten Haar handelt es sich um einen Schwarzbrenner, bei dem Beleibten um einen Steuereintreiber, einen exiseman. Der Staatsbeamte in Zivil ist nicht nur wohlgenährt, sondern auch noch gut gekleidet, in Gamaschenschuhen und einem wetterfesten Ölmantel, aus dessen Tasche der Knauf einer Pistole lugt. Das kleine Whiskyfass, um das sie kämpfen, liegt hinter dem Schwarzbrenner am Boden, es ist sein einziges Hab und Gut, zurecht verteidigt er es mit seinem Leben. Während ich sinnend vor dem gemalten Bild stand, wurde es zum Kaleidoskop der Whiskygeschichte.

Bereits im hohen Mittelalter brannten die schottischen Bauern einen groben Sprit, der zwar jede Menge Feuer in die Kehle brachte, aber gerade mal die Bezeichnung Rachenputzer verdiente, auf keinen Fall den hochwürdigen Namen uisge beatha, Lebenswasser. Als Untertanen waren sie vom König legitimiert, sich und andere mit Selbstgebranntem zu versorgen, aber nur bis zum Jahr 1579, ab dann mussten sie für jede überschüssig destillierte Gallone eine Abgabe entrichten. Als es der Obrigkeit irgendwann dämmerte, dass sie die Menge an privat Gebranntem unmöglich kontrollieren konnte, verschärfte sie die Auflagen im Jahr 1774 drastisch. Nicht mehr das Getränk, sondern die Gerätschaften wurden ins Visier genommen. Ab jetzt wurden alle privaten Destillierhelme für Rohbrand mit weniger als 1800 Litern Inhalt und alle kupfernen Brennhüte für den Feinbrand mit weniger als 450 Litern verboten. Mit der neuen, raffinierteren Methode, eben dem Zugriff auf die Gerätschaften, waren die bäuerlichen Kleinbrennereien viel leichter zu kontrollieren. Ausgedacht hatten sich diesen cleveren Schachzug nicht die Behörden, sondern die reichen Großbrenner, die alles daran setzten, die Macht der bäuerlichen Kleinbrenner zu schwächen, um sie bei erstbester Gelegenheit zu brechen. Doch so einfach klappte das nicht, immerhin gab es über zweitausend Kleinbrennereien, verstreut über das ganze unwegsame Land. Folglich gebar die Maßnahme heftigen Widerstand, Schwarzbrennen und Schmuggeln eskalierten zu einer stillen Revolte gegen die Obrigkeit und ihre Lobby unter den Großbrennern. Dummerweise suchte die Regierung nicht den Frieden, sondern verschärfte die Lage, indem sie den Kleinbrennern die Pistole auf die Brust setzte: entweder ihr lasst die Finger von der Schwarzbrennerei und erwerbt gegen eine horrende Alkoholsteuer eine Brennlizenz. Oder ihr riskiert, dass euer gesamter Besitz, nicht nur die Destilliergeräte und Eichenfässer, sondern auch Vieh, Pferde, Häuser und Ländereien, konfisziert wird.

Der Volkswiderstand, der sich dagegen rührte, war gewaltig und teilweise so blutrünstig wie auf dem Gemälde an der Wand. Es sollte ganze zwei Jahre dauern, bis er gebrochen und im Jahr 1781 das Schwarzbrennen per Dekret verboten war. Furcht und Wut verbreitete dieses Verbot, denn das enteignete Hab und Gut wurde an die wohlhabenden Grundbesitzer und Handelsherren mit neuerworbener Brennlizenz verkauft, worauf diese feinen Herrschaften nichts Eiligeres zu tun hatten, als ihre staatlich genehmigten Destillerien auf dem Gelände der enteigneten Kleinbrennereien zu errichten. So geschah es an der Südküste der Insel Islay, im tiefen Tal von Livet und allerorts in Schottland. Dieser lange wogende Kampf bildete den Firnis des Ölbilds „Kampf um das Fass“ von John Pettie (1839-93) und kam mir beim Betrachten in den Sinn.

Der Kampf jener Zeit, der in vielem einem Bürgerkrieg glich, gehört zu Schottlands geheimer Geschichte[1], über die man heutzutage aus falschem Stolz nicht gerne spricht. Hingegen wird am Stammtisch gerne eine Anekdote erzählt – die Geschichte vom Blue Trio; von John McKinlay und seiner Ehefrau Mary Blue, die zusammen mit Bruder Johnny als Schwarzbrenner am Ende des 19. Jahrhunderts Berühmtheit erlangten. Im Geiste von Robin Hood kämpfte das Blue Trio gegen die Obrigkeit und brannte schwarz zwei legendäre Whiskys – den „Taghell“ und den „Mondschein“. Beide Malts erlangten Berühmtheit aufgrund ihrer Fassstärke und Qualität, die weitaus besser als die Brände der legalen Brennereien gewesen sein mussten. Der Grund hierfür war gewiss, dass die beiden Whiskys weder gepanscht noch gestreckt waren, sondern einfach ehrliche Single Malts, gebrannt nach dem Ethos eines alten und auch wilden Gewerbes.

Um dem legendären Ruf des Blue Trios gerecht zu werden, seien neben dem Schwarzbrennen auch ihre Schmuggelkünste erwähnt. Ja, das Trio und seine Helfershelfer schmuggelten – und zwar mit Raffinesse. Berühmt wurde ihr Trick „Fass im Fass“. Wenn der Zoll zur Kontrolle den Fasskopf öffnete, entdeckte er Butter oder eingesalzene Heringe, aber die inneren Fassdeckel unter der deklarierten Ware, hinter denen sich der eigentliche Schatz verbarg, entdeckte er nicht. Gerne wird dieser Anekdote noch die pikante Note beigemischt, dass es sich beim verstorbenen US-Präsident Ronald Reagan um einen Nachkömmling mütterlicherseits der Blue Familie handelte.

Nicht nur in Fässern mit doppelten Köpfen, sondern auch in Särgen, in denen anstelle der Leiche 35 eingeschlagene Flaschen Whisky lagen, wurde geschmuggelt. Auch in Tornistern, in Dudelsäcken und in vorgetäuschten Schwangerschaftsbäuchen. Wohlgemerkt, lange vor dem Whiskyschmuggel in Särgen oder in Fässern wurde über das Meer holländischer Genever, spanischer Brandy, französischer Wein, Salz, Zucker und Tabak auf die britische Insel geschmuggelt, denn der Warenschmuggel ist so alt wie der Warenhandel selbst.

Wahrhaft abenteuerlich, vor allem aber heiß umkämpft, ging es in den alten Zeiten zu, ganz anders als in der Brennhalle, die ich nun mit einer buntgewürfelten Besuchergruppe betrat. Vor einem riesigen Panoramafenster standen sieben gewaltige Brennblasen unter Feuer und erzeugten eine schöne Wärme, aber keinerlei Lärm. Gleich musste ich an meinen Besuch bei Roseisle denken. Hier wie dort wurde mit minimaler Manpower gearbeitet, hier wie dort waren die Dimensionen nicht auf Liter, sondern auf Hektoliter ausgelegt. Einziger Unterschied: hier war es antiseptisch sauber, vom hell gestrichenen Betonboden hätte man essen können. Und die Stille in der Brennhalle glich der Stille in einem Gotteshaus.

Beim Rundgang stoppte unsere Tour vor dem spirit safe. Während der Guide, eine adrette Schottin mit brünetten Zöpfen, sein Funktionieren erklärte, wunderte ich mich über die Position des Messing-Glas-Kastens mitten im Raum ohne sichtbare Rohrverbindung zu den mächtigen Brennblasen. Nun ja, diese könnten auch unterirdisch verlegt sein, sagte ich mir. Aber als ich mir den glänzenden spirit safe aus der Nähe ansah, wies er nicht die leisesten Gebrauchsspuren auf. Warum tat sich in seinem Inneren nichts? Warum kein Zufluss des kristallklaren Brands? Nein, kein Rückfluss, einfach nichts an Leben im Inneren des Kastens! Als meine Gruppe weiterzog, trat ich ganz nahe an den blinkenden Kasten mit der zugeklappten Öffnung heran und entdeckte, dass es sich um eine Gerätschaft handelte, die funktionslos mitten im weiten Raum stand. Kurz musste ich überlegen, was diese Attrappe für einen Zweck erfüllen sollte. Schon kam mir die Erkenntnis, dass er nur noch die Nostalgie bedienen und dem ahnungslosen Besucher einen Prozess vorgaukeln sollte, den es bei The Glenlivet schon längst nicht mehr gab.

Inzwischen wurde auch hier der Brennprozess von einem Ingenieur in giftgrüner Neonweste überwacht, der erhöht hinter einem Schaltpult mit Kontrollinstrumenten saß. Sachlich präzise entschied allerdings nicht er, sondern ein Computerprogramm, wann der Kopf vom Herz und das Herz vom Schwanz des Destillats abgeschnitten und zurückgeführt oder behalten wurde. Damit ihm ja kein Besucher über die Schulter gucken konnte, war sein Terrain mit einer rotweißen Signalkette abgetrennt. Wie der Arbeiter so mutterseelenallein und separiert auf der Leitwache saß, tat er mir leid, weil er reglos wie ein Roboter vor diversen Monitoren und Lämpchen saß und diese überwachte – nicht mehr und nicht weniger. Die Reinheit des geistigen Getränks überwachte nicht mehr ein Mensch mit Augen, Nase und Gaumen, sondern ein programmierter Automat. Eine nüchterne Maschine hatte das Unberechenbare des menschlichen Tuns, zu dem Erfolg und Versagen gleichermaßen gehören, nahezu vollständig ersetzt. Das Fingerspitzengefühl eines altgedienten stillman war überflüssig geworden und ernsthaft fragte ich mich: wann würde auch die letzte Stunde dieses einsamen Kontrolleurs schlagen? Wann würde auch dieser Arbeitsplatz wegrationalisiert und durch die Korrektheit eines Algorithmus ersetzt?

Bricht auch beim Whiskymachen schon bald die Epoche des Dataismus an, wo Algorithmen allgemeine Regeln, womöglich gar Verkostungsnormen und Geschmacksparameter errechnen und kaum, dass man sich versieht, Aromen und Geschmäcker manipulieren? Wird womöglich schon in naher Zukunft von The Glenlivet und den anderen Großbrennereien das Trinkverhalten der weltweiten Whiskygemeinde erfasst und anhand von digitalen Hinterlassenschaften im Netz analysiert, um einen hippen und umsatzstarken Geschmackstrend zu kreieren und diesen dann wieder digital dem Einzelnen aufzuoktroyieren? Noch mögen diese Überlegungen ein Gedankenspiel sein, vielleicht auch Science-Fiction – nun ja, noch heute, aber in einigen Jahren? Welcher echte Whiskyfreund hätte vor 50 Jahren geglaubt, dass es der Kühlfiltration bedarf, die unter dem Begriff chill filtered zur gängigen Norm im Spirituosengewerbe geworden ist.

Ein gewisser William Muir erfand 1972 eine spezielle Filtermethode, um schwebende Ballaststoffe aus dem Holzfass und Fettsäuren, welche die Wolkenbildung, whisky haze, im eisgekühlten Drink verursachten, zu eliminieren. Seitdem es die Kältefiltration mit Hilfe von Kieselfiltern oder papierenen Schichtfiltern gibt, kann whisky on the rocks kristallklar, also kosmetisch bereinigt, im kurzen Tumbler auf Eiswürfeln getrunken werden. Diese amerikanische Art des Whiskytrinkens, kolportiert in jedem Hollywoodfilm, beherrscht auch in Schottland noch immer das Handwerk, weil die Giganten Diageo und Pernod Ricard hauptsächlich in die USA exportieren, wo auch der größte Absatzmarkt der Brennerei The Glenlivet liegt. Fairerweise muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass The Glenlivet den Nadurra anbietet, der non-chill filtered ist, also noch alle aromatischen Schwebeteilchen aus der Fassreifung, alle Holz- und Kohlepartikel, Proteine, Ester und langkettigen Fettsäuren enthält. 


[1] Charles MacLean & Daniel MacCannell „Scotland’s Secret Historiy“, Edinburgh, 2017

Whiskyfun: Angus verkostet Ardbeg und anonyme Islays

Auch wenn Angus MacRaild an diesem Wochenende in London weilt, lässt er sich seine samstägliche Verkostung auf und für Whiskyfun nicht nehmen und findet seine Whiskys heute auf der Insel Islay. Nach den drei Botllings der Serie ‚Seaweed & Aeons & Digging & Fire‘, die Islay Single Malts ohne Angabe der Herkunfts-Brennerei präsentiert, schließen drei Ardbegs die Session ab. Und wie wir es Samstag gewohnt sind, wählte Agnus sehr gute Whisys aus, die er auch sehr gut bewertet:

Seaweed & Aeons & Digging & Fire 10 yo (40%, Atom, 2020)85
Seaweed & Aeons & Digging & Fire 10 yo ‚Cask Strength Batch 4‘ (58.3%, Atom, 2021, 1250 bottles)87
Seaweed & Aeons & Digging & Fire 10 yo ‚Sherry Casks & Cask Strength‘ Batch 2 (55.3%, Atom, 2021, 1230 bottles)86
Ardbeg 14 yo 2005/2019 (51.9%, The Whisky Cellar, cask #700038, 25 bottles)90
Ardbeg 26 yo 1994/2021 (47.4%, Cadenhead ‚Authentic Collection‘, bourbon hogshead, 210 bottles)88
Ardbeg 27 yo 1973/2000 (50%, Douglas Laing ‚Old Malt Cask‘, 228 bottles)86

Fremde Federn (169): Verkostungsnotizen deutschsprachiger Blogger

Jede Woche erscheinen viele neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den Abertausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt?

Blogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann.

„Fremde Federn“ stellt Ihnen in der nun 168. Folge Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor – eine Sammlung von Meinungen zu verschiedenen Whiskys, die Ihnen ein wenig ein Leitfaden für eigene Entdeckungen sein können. Und wenn Sie sich auf eine eigene Entdeckungsreise begeben wollen, dann finden Sie in unserem Artikel über das richtige Verkosten (vor allem in dem enthaltenen weiterführenden Link) eine hilfreiche Unterstützung.

Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.

Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!


Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, kommerzielle Links enthalten. in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein untergeordneter Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.

PR: Eggers & Franke bringt Westland American Single Malt Whiskey nach Deutschland

Importeur Eggers & Franke bringt eine interessante Neuheit für Whiskyfreunde nach Deutschland: Im Fachhandel wird bereits ab Mitte Oktober der Westland American Single Malt zu finden sein – und zwar mit drei verschiedenen Abfüllungen, die das Kernportfolio der Destillerie in Seattle darstellen, und zwei Sonderabfüllungen.

Was es über den Westland American Single Malt und die Abfüllungen zu sagen gibt, können Sie untenstehend in den Worten der Brennerei nachlesen:


Westland American Single Malt Whiskey

„We look west and see the possibilities before us.“

Westland wurde am Ende der Welt gebaut, an der Grenze, an der sich unsere Vorfahren, ruhelos im Geiste, niederließen, als sie diese Welt nicht weiter erforschen konnten. Von diesen Menschen abstammend, existiert dieser Geist auch in uns. Wir schauen nach Westen und sehen die Möglichkeiten vor uns. Die Städte aber wurden gegründet, die Straßen gebaut, die Wildnis erkundet. Heute ist unser Westen der Whisky.

Für die Herstellung unserer Whiskys verwenden wir dieselben grundlegenden Rohstoffe und Verfahren, die seit Generationen bei der Whiskyherstellung der alten Welt verwendet wurden. Dennoch versuchen wir nicht einfach diese Ergebnisse zu reproduzieren. Stattdessen arbeiten wir daran, Whiskys zu kreieren, die die besonderen Qualitäten unserer Zeit, unseres Ortes und unserer Kultur hier im pazifischen Nordwesten widerspiegeln.

Jahrhundertelang galt Single Malt Whisky als alleinige Domäne Schottlands. Aber relative Neulinge in der Branche beweisen, dass auch außerhalb der Grenzen Schottlands großartiger Single Malt hergestellt werden kann. Von Japan bis Indien, von Taiwan bis Neuseeland erweitern Regionen auf der ganzen Welt die Vorstellung davon, was Single Malt sein kann, indem sie Whiskys herstellen, die den Charakter ihres einzigartigen Terroirs ausdrücken. Westland macht genau das in Amerika – produziert Single Malts, die die Tradition ehren, aber gleichzeitig etwas Neues und Wertvolles bieten. Hier, wo Bourbon seit Generationen König ist, führen wir eine völlig neue Kategorie von Single Malt Whiskys an, die eindeutig amerikanisch ist.

AMERICAN SINGLE MALT WHISKEY DEFINIERT

  • HERGESTELLT AUS 100% GERSTEMALZ
  • ZU 100% IN EINER BRENNEREI DESTILLIERT
  • MASHED, DESTILLIERT UND GEREIFT IN DEN VEREINIGTEN STAATEN VON AMERIKA
  • IN EICHENFÄSSERN MIT EINEM FASSUNGSRAUM VON NICHT MEHR ALS 700 LITER GEREIFT

Die drei Ausdrucksformen in Westlands Kernsortiment an amerikanischen Single Malt Whiskys zeigen jeweils die grundlegende Absicht unseres Hausstils: ein ausgewogener, gerstenorientierter Whisky, der die Tradition ehrt, aber auch auf neue Weise voranbringt.

Das Kernsortiment wird aus 100 % gemälzter Gerste hergestellt, mit einer einzigartigen belgischen Saison-Bierhefe fermentiert und in einer Vielzahl von Fässern gereift – was zu neuen und eindeutig amerikanischen Geschmacksprofilen führt. Von diesem Ausgangspunkt aus bietet jeder Ausdruck eine Variation des House-Stils, der auf seine Weise von den erwarteten Konventionen des Single Malt Whisky abweicht.

Wir freuen uns diese exklusiven American Single Malt Whiskys nach Deutschland zu bringen und fokussieren uns im ersten Schritt auf den Fachhandel.

Die Abfüllungen auf einen Blick

 Westland American Oak46% vol. / UVP 59,90€
 Westland Peated46% vol. / UVP 65,99€
 Westland Sherrywood46% vol. / UVP 65,99€
 Westland Garryana Edition 546% vol. / UVP 159,00€
 Westland Colere Edition 146% vol. / UVP 159,00€

PR: Neu – Craigellachie 2013 Friends of Riegger’s Selection

Wein-Riegger hat soeben eine neue Abfüllung in der Riegger’s Selection veröffentlicht, diese ist exklusiv für die Mitglieder im Club „Friends of Riegger’s Selection“ gedacht und wird personalisiert. Es handelt sich dabei um eine Einzelfassabfüllung in Fassstärke, einen Craigellachie 2013, der für Clubmitglieder um 55 Euro zu haben ist.

Was es über die Abfüllung zu erzählen gibt und wie man Mitglied im Club werden kann, erklärt Lisa Lauinger in einem Video, das in der Presseinfo zu finden ist:


Neu – Craigellachie 2013 Friends of Riegger’s Selection (58,8 % vol)

Unser Whiskyclubjahr für die „Friends of Riegger’s Selection“ hat wieder neu gestartet.

Seit 2013 füllen wir jährlich ausschließlich für die Clubber ein separates Fass ab. Die Clubflasche wird personalisiert.

NEU ab diesem Clubjahr ist das Design der Riegger’s Selection Whiskyserie. Hierzu trägt die Clubflasche 2021/2022 zur Premiere bei.

Mit dem Craigellachie 2013 präsentieren wir die Whiskyclubflasche der Club-Saison 2021 / 2022. 

Weshalb haben wir den Jahrgang 2013 gewählt? Na weil das das Gründungsjahr des Black Forest Whiskyclubs „Friends of Riegger’s Selection“ ist! Dieses Jahr erwartet die Clubber ein Einzelfass, welches zunächst in einem Ex-Bourbon Fass ruhte und eine Nachreifung für 1 Jahr und 4 Monate im Virgin Oak mit der Nummer 756 genießen durfte. Der Craigellachie wurde am 25.06.2013 in der Speyside Brennerei destilliert und schließlich am 24.09.2021 – pünktlich zum neuen Clubjahr – abgefüllt. Es gibt lediglich 320 Flaschen der Einzelfassabfüllung! 

Kostenpunkt der Clubflasche, die Sie hier im Shop finden: 55 Euro.

Übrigens präsentieren wir mit den Clubwhisky 21/22 den ersten Riegger’s Selection Single Malt mit neuem Design

Die Whiskyclubflasche ist personalisiert. Sollte ein anderer Name als der des Bestellers auf dem Etikett vermerkt werden, bitten wir um eine kurze Info als Kommentar im Bestellvorgang. 

PR: Neuer Glen Moray „Warehouse 1“ 1998 Barolo Finish in UK erschienen

Mit heutigem Datum ist eine neue Abfüllung von Glen Moray erschienen, allerdings leider nur für das Vereinigte Königreich (Fans der Destillerie und vor allem der fassstarken Abfüllungen von dort müssen sich also selbst um den Import kümmern).

Hier die englischsprachige Info der Brennerei zum neuen Glen Moray Warehouse 1 1998 Barolo Finish:


Glen Moray unwraps new 1998 Barolo Finish as second ‘Warehouse 1’ exclusive for 2021

Today (1st October), the deep blue doors of Glen Moray’s ‘Warehouse 1’ release another hidden gem for whisky lovers to savour: the 1998 Barolo Finish, the second of three whiskies from the Warehouse 1 Collection scheduled for 2021.

Distilled in 1998, this beautiful dram was tucked away in the Elgin distillery’s celebrated warehouse to mature in ex-bourbon casks, before being transferred to three ex-Barolo casks for a final, flavourful finish.The resulting dram is autumn in a glass, bursting with flavour and perfectly marrying Glen Moray’s traditional sweet toffee and blackcurrant notes with deliciously rich hits of wood, leather, chocolate caramels and dark autumnal fruits, followed by a warming honey finish.

Just 863 bottles are being released exclusively to the UK market, exemplifying Glen Moray’s adventurous and experimental approach to small batch whiskies bottled under the Warehouse 1 banner.

Barolo Finish is the oldest release from the Collection to date and is the second of three launches scheduled this year – following on from this summer’s successful Tokaji Finish release. This year’s Warehouse 1 whiskies all share a common theme, celebrating Glen Moray’s classic Speyside spirit matured in casks sourced from some of Europe’s oldest, noblest and most distinctively flavoured wine varieties.

Considered by many to be the king of Italian red wines, Barolo is produced in the Piedmont region from Nebbiolo grapes, which are high in tannin and acid. Rich and full bodied, wine will have spent at least 18 months in the barrels used for final maturation of the Barolo Finish expression.

Glen Moray Distillery Manager Iain Allan notes:

‘Once again, our distillery team has bottled an absolute gem from Warehouse 1, their special place for experimentation, innovation and patience – time, as always, being one of the most important ingredients in creating our wonderful whiskies. ‘Our team searches the world for interesting and unusual casks, and they’re not afraid to use them to push the boundaries of flavour, as they have done with this very special 1998 Barolo Finish release. It’s a joy of a dram, a superb combination of our distillery’s sweet, light, citrus style with deeper notes of wood, caramel chocolates, plums, figs, brambles and honey. This is one to share around a table with good friends as the nights draw in – a rich, warming and very special dram from behind our big blue Warehouse 1 doors.’

Launched in late 2020 with the inaugural Sauternes Cask Matured expression, Glen Moray’s Warehouse 1 Collection promises small batch, limited release whiskies that are always non-chill filtered and bottled at cask strength with natural colour.

Crafted since 1897 in the ancient town of Elgin, the capital of the Speyside whisky region, Glen Moray distillers have been curious about flavour throughout their history. Surviving ledgers show that a wide variety of casks were used to mature new make spirit back in those early days, which was an unusual practice for the time. A deep knowledge and expertise of wood has developed at Glen Moray through generations of distillers, resulting in today’s exceptional range of whiskies with a style to suit everyone.

Glen Moray Warehouse 1 1998 Barolo Finish is bottled at cask strength (52.9% ABV) and is non-chill filtered with natural colour. It is a UK exclusive, available in 70cl packs in specialist whisky shops, RRP £139.95. 

Serge verkostet: Royal Lochnagar (Diageo Special Releases 2021)

Der Royal Lochnagar 16 yo ‚The Spring Stallion‘ kommt heute bei Serge Valentin ins Glas, als nächster Vertreter der Diageo Speical Releases 2021, und er misst sich mit einem Royal Lochnagar 12 yo ‚Game Of Thrones House Baratheon‘ – also aus dem gleichen Stall, nur einmal mit Hirsch und einmal mit Pferd auf dem Label. Die Abfüllung aus der neuen Ausgabe der Special Releases hat mit ihren 57,1% vol. bei Serge leichtes Spiel gegen die 40% der GoT-Abfüllung, und das Ergebnis der Verkostung in Punkten gesprochen sieht daher so aus:

AbfüllungPunkte

Royal Lochnagar 12 yo ‚Game Of Thrones House Baratheon‘ (40%, OB, +/-2019)80
Royal Lochnagar 16 yo ‚The Spring Stallion‘ (57.5%, OB, Special Release 2021, Untold Legends)87

Whisky des Monats Oktober 2021: Cragganmore 12 yo

Ein attraktiver Preis, eine überzeugende Qualität und eine hohe Verfügbarkeit: es bleibt weiterhin bei diesen Kriterien, die unser Whisky des Monats erfüllen muss. Und nur diesen Kriterien. Aus diesem Grund können wir hier Abfüllungen auswählen, die bei manchem einfach durch das selbst gestricktes Raster fallen. Wie zum Beispiel in diesem Monat. Denn für den Oktober 2021 empfehlen wir den Cragganmore 12 yo.

Cragganmore. Bild © Alexandra Kreutz, Genuss am Gaumen
Cragganmore. Bild © Alexandra Kreutz, Genuss am Gaumen

Entscheidungen mit stretegischer Weitsicht

Als John Smith sich 1869 vornahm, seine eigene Whisky-Brennerei in der Speyside zu errichten, setzte er viel Akribie in die Wahl des richtigen und passende Standortes. Einerseits benötigt jede Whisky-Destillerie Wasser in großen Mengen und sehr guter Qualität. Und zusätzlich musste sein Produkt dann auch zur Kundschaft möglichst unkompliziert transportiert werden. Im Dorf Ballindalloch am Fuße des Craggan More Hill fand er den richtigen Ort. Der Bach Craggan Burn war für Smith die passende Wasserquelle. Und zur nahe gelegenen Strathspey Railway ließ Smith ein privates Anschlussgleis errichten. So konnte seine Brennerei einerseits mit den für die Produktion benötigten Rohstoffe beliefert werden. Und andererseits transportierte die Strathspey Railway seine Whiskys (wie auch den der benachbarten Brennereien) zu den Blending-Firmen in den schottischen Städten und somit zu den Kunden.

Cragganmore. Bild © Alexandra Kreutz, Genuss am Gaumen
Cragganmore. Bild © Alexandra Kreutz, Genuss am Gaumen

Heute erscheinen uns diese Vorüberlegungen möglicherweise fast selbstverständlich und nicht erwähnenswert. Doch stellen Sie sich mal Folgendes vor: Wegen fehlender Weitsicht führt eine Entscheidung dazu, dass ein Produkt „Whisky“ nicht auf die Märkte der Welt gelangt und die Kundschaft diesen nicht kaufen kann. Weil es, nehmen wir mal theoretisch – und wirklich nur ganz theoretisch – an, nicht mehr genügend LKW-Fahrer gibt. Wie würde uns denn das dann erscheinen?

Der Speysider der Classic Malts

Auch die Brennerei Cragganmore kann wie sehr viele andere Destillerien in Schottland auf eine Geschichte verschiedener Eigentümerwechsel zurückschauen. Seit 1965 gehört die Brennerei (zu 100%) der The Distillers Company, aus der dann die United Destillers und schlussendlich Diageo wurde, um das hier mal stark zu verkürzen. Als es Ende der 1980er darum ging, mit den Classic Malts die schottischen Whisky-Regionen (so weit es möglich war) und damit die Bandbreite des Scotch Single Malt Whiskys abzubilden, fiel die Wahl auf Cragganmore als Vertreter und Repräsentant der Speyside.

Cragganmore. Bild © Alexandra Kreutz, Genuss am Gaumen
Cragganmore. Bild © Alexandra Kreutz, Genuss am Gaumen

Ausbalanciert und komplex

Vielleicht aus heutiger Sicht eine etwas ungewöhnliche Wahl. Denn die deutliche Süße und hohe Fruchtigkeit, die wir heute wohl mit einem typischen Speysider verbinden, finden wir im Cragganmore 12 yo nicht. Um hier genauer zu sein: Nicht in dieser Deutlichkeit und Vordergründigkeit, mit der andere Brennereien dieser Region aufwarten. Zur Fruchtigkeit, welche eher aus der leicht säuerlich-prickelnden Citrus-Richtung kommt, paart sich eine dezente Honig- sowie Toffee-Süße, ergänzt durch eine trockenen Würzigkeit und einem rauchigem Hauch. Der erste Antritt am Gaumen zeigt sich mit deutlicher Frucht und Honig-Süße, dahinter dann Malz und Getreide. Mit der Zeit wird der Cragganmore 12 yo trockener und vor allem würziger. So auch im Finish: würzig, malzig, süß, recht lang. Insgesamt ein wohl ausbalancierter, wohlschmeckender und recht komplexer Single Malt.

Bild mit freundlicher Genehmigung von whiskybase.com

Classic Malt – Destiller Edition – Special Release

Preislich bewegen wir uns mit dem Cragganmore 12 yo unterhalb der 40 € Marke. In dieser Preisklasse finden wir vornehmlich Whisky, die mit 40 % Vol. abgefüllt, kühlfiltriert und gefärbt sind. Und der Cragganmore 12 yo bilder hier auch keine Ausnahme. Die Abfüllung findet man im breit aufgestellten Whisky-Fachhandel sowie im gut sortierten Getränkehandel. Wer Gefallen an diesem Whisky und der Brennerei findet: Ab Ende des Monats sind die neuen Ausgaben der Distillers Edition aus dem Hause Diageo erhältlich (wir berichteten). Die Abfüllung von Cragganmore wurde 2009 destilliert und reifte zum Abschluss, wie immer bei der Distillers Edition von Cragganmore, in Ex-Bodega Portweinfässern. Bei den diesjährigen Special Releases ist die Brennerei Cragganmore nicht vertreten. Im letzten Jahr allerdings komplettierte ein 20-jähriger Single Malt die Special Releases. 2019 wartete Diageo mit einem ungewöhnlich rauchigen Ausdruck auf. Unabhängig, auf welche Abfüllung möglicherweise Ihre Wahl fällt: slàinte mhath! Eine Menge Gesundheit und viel Trink-Vergnügen wünschen wir.

Cragganmore. Bild © Alexandra Kreutz, Genuss am Gaumen
Cragganmore. Bild © Alexandra Kreutz, Genuss am Gaumen

PR: THE MACALLAN präsentiert „A Night On Earth In Scotland“

The Macallan startet mit „A Night On Earth In Scotland“ eine neue und jährlich erscheinende Geschenkserie von Whiskys, die nicnt nur durch ihren Geschmack, sondern auch durch ihre Aufmachung Freude bereiten sollen.

Jedes Jahr eine andere Destination, jedes Jahr ein neues Motiv, und das immer wieder gemeinsam mit renommierten internationalen Künstlern gestaltet – alle Details, auch die (recht weihnachtlichen) Tasting Notes finden Sie nachstehend:


THE MACALLAN präsentiert: „A NIGHT ON EARTH IN SCOTLAND“

Ein Single Malt Whisky, der die Freude einfängt, das neue Jahr zu feiern.

Frankfurt/Main, im August 2021 – Als Hommage an die berühmten Feiern zu Hogmanay – das ist der schottische Name für den Silvesterabend – präsentiert The Macallan einen außergewöhnlichen Single Malt Whisky, der die universelle Freude zur Feier des Jahreswechsels einfängt: „A Night On Earth In Scotland“.

„A Night On Earth In Scotland“ stellt die erste Ausgabe einer neuen jährlich in limitierter Edition erscheinenden Geschenkserie dar, die jedes Jahr eine andere Destination und ihre lokalen Traditionen widerspiegelt. „A Night On Earth In Scotland“ entstand in Zusammenarbeit mit der gefeierten japanisch- französischen Illustratorin Erica Dorn, deren Kunstwerke in den Filmen des renommierten Regisseurs Wes Anderson zu sehen waren und die bereits Designs für einige der bekanntesten Luxusmarken entworfen hat.

Die von den weltweit anlässlich des Jahreswechsels zelebrierten Feuerritualen inspirierten Illustrationen von Erica Dorn sind Teil einer innovativen mehrschichtigen Verpackung, die schon das Auspacken zu einem außergewöhnlichen Erlebnis macht.

Die verspielten, abstrakten Illustrationen enthüllen einige der charakteristischen schottischen    Hogmanay-Bräuche, einschließlich der Tradition des „first footing“, wenn man nach Mitternacht aufbricht, um Freunde zu besuchen. Ist der Erste, der nach Mitternacht die Schwelle überschreitet, ein dunkelhaariger Mann, der symbolische Geschenke – Whisky, ein Stück Kohle und schottisches Shortbread – mitbringt, bedeutet das Glück und Zufriedenheit für das bevorstehende neue Jahr.

Weitere Designelemente bilden die Aromen ab, die in diesem bemerkenswerten unter der Ägide von The Macallan Lead Whisky Maker Sarah Burgess kreierten Whisky zu finden sind. Um diesen reichen, stimmungsvollen Single Malt Whisky

zu erschaffen, schöpfte sie Inspirationen aus eigenen Familienerinnerungen an Hogmanay.

Sarah Burgess erklärt dazu:

„Die Arbeit für ‚A Night On Earth In Scotland‘ war für mich eine sehr persönliche Erfahrung, die mich zurück in unser Elternhaus in Speyside, direkt gegenüber von The Macallan Estate, brachte.

Die Vanillesüße des Whiskys verweist auf das reichhaltige schottische Shortbread, das traditionell zu Hogmanay verschenkt und gegessen wird, während Noten von getrockneter Orange und Gewürzen an die Wohlgerüche und Aromen erinnern, die unser Haus während der Weihnachtszeit erfüllten.

Dieser Whisky fängt die Hoffnungen und Träume von Hogmanay-Feiern in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ein und vermittelt zugleich den unerschütterlichen Wunsch jedes Menschen, diese besondere Zeit mit seinen Lieben zu verbringen.“

Erica Dorn sagt:

„Feuer spielt bei Neujahrsfeiern auf der ganzen Welt eine bedeutende Rolle. Um seine Wärme versammeln wir unsere Familien, Freunde und Lieben, um vergangene Erinnerungen und zukünftige Hoffnungen zu teilen. Seine reinigenden Eigenschaften befreien uns von der Vergangenheit, um den Weg freizumachen für die Zukunft. In seinem tanzenden Licht finden wir Trost in kalten Winternächten – so wie es die Menschen seit Anbeginn der Zeit getan haben. Auch wenn sich die Feuerrituale von Kultur zu Kultur unterscheiden mögen, so ist das Feuer doch universell in seiner Fähigkeit, uns zu vereinen und uns ein Gefühl von ‚Zuhause‘ zu geben.

Die Farben für diese Präsentationsbox wurden im Hinblick auf eine ganz besondere Reise ausgewählt: erstens Rot – für Heiterkeit, Vitalität, Glück und Freude; dazu Blau, um uns an einen Winterabend in Schottland mit all seiner Ruhe und Stille zu erinnern; und schließlich Bernsteingelb als eine Hommage an das süße Aroma von weicher Butter und frisch gebackenem Shortbread, das Sarah Burgess bei der Kreation dieses Whiskys inspirierte.“

Dem reichen, süßen, shortbreadähnlichen Charakter dieses besonderen Single Malt Whiskys liegt eine spezielle Auswahl von The Macallan Fässern zugrunde, die von Sherry-Aromen durchzogene amerikanische und europäische Eichenfässer mit amerikanischen Ex-Bourbon-Fässern verbindet. Mit seinem weichen, samtigen Mundgefühl offenbart dieser Whisky das Können des Whisky Makers und die ganze Hingabe von The Macallan an Handwerkskunst und den kompromisslosen Anspruch an höchste Qualität.

Tasting Notes:

ALKOHOLGEHALT: 40 % Vol.

AROMA: Vanille, Butter, Bratapfel, gebackene Kekse, Pflaume und Mandel

GESCHMACK: Weiche samtige Süße, die an Shortbread erinnert; mit einem üppigen Mundgefühl, Vanillesüße, leicht gerösteten Marshmallows, getrockneten Orangen, Feigen und Zimt

NACHKLANG: Mittellanges Finish mit Anklängen von süßen Karamellbonbons und frisch gebackenen Keksen

THE MACALLAN „A Night On Earth In Scotland“ ist ab Oktober 2021 erhältlich.

Weitere Information finden Sie unter www.themacallan.com

PR: Morrison Scotch Whisky Distillers erweitern ihre Old Perth Linie um zwei lange gereifte Qualitäten

Zuwachs bei der Old Perth Familie von Morrison Scotch Whisky Distillers. Schlumberger bringt mit dem Old Perth Vintage 1996 und dem Old Perth 12yo zwei neue Blended Malt Scotch Whiskys nach Deutschland.

Was es über die beiden Whiskys im Detail zu sagen gibt, hat Schlumberger hier für Sie in einem Pressetext zusammengestellt:


Morrison Scotch Whisky Distillers erweitern ihre Old Perth Linie um zwei lange gereifte Qualitäten

Old Perth Vintage 1996 und Old Perth 12 Years Old sind ab sofort über die Schlumberger Vertriebsgesellschaft erhältlich

Meckenheim, September 2021. Morrison Scotch Whisky Distillers, verantwortlich für die Old Perth Blended Malt Scotch Whiskys, haben zwei neue gereifte Qualitäten gelauncht. Einst von Gastwirten und Hoteliers als einer der besten Blends angesehen, war Old Perth weitgehend in Vergessenheit geraten, bis die Familie Morrison die Marke wieder zum Leben erweckt hat. Nun wurde das Sortiment, das Anfang 2021 einem Facelift unterzogen wurde, um Old Perth 12 Years Old und Old Perth Vintage 1996 erweitert, letzterer ist der erste einer neuen Reihe von jährlichen, limitierten Jahrgangs-Releases.

„Die 12 Years Old und Vintage Old Perth Releases bieten Whisky-Fans ein neues Erlebnis und zeigen die zusätzliche Tiefe und Komplexität, die erreicht werden kann, wenn großartige Single Malts verblendet werden, um etwas noch Besonderes zu schaffen“, so Niel Hendriksz, Sales Director bei Morrison Scotch Whisky Distillers. Die beiden neuen Whiskys werden in Deutschland ab sofort über die Schlumberger Vertriebsgesellschaft distribuiert.

Old Perth 12 Years Old

ist nicht kühl gefiltert, ohne Zusatz von Farbstoffen und wurde ausschließlich in einer Kombination aus PX- und Oloroso-Sherryfässern gereift. Für diese Abfüllung wurden erlesene Speyside Single Malt Whisky selektiert, die alle 12 Jahre oder länger reiften.

Verkostungsnotiz:

Nase: Sherry, süße gedünstete Früchte und sanfte Gewürze

Geschmack: Reichhaltig und komplex mit würziger Orangenmarmelade und Ingwer

Finish: Lang mit Noten von Früchtekompott und anhaltenden Gewürzen

Alkoholgehalt: 46 % vol

UVP: 49,99 €

Old Perth Vintage

ist der erste in der Reihe von limitierten Vintage Releases, bei denen jeder Whisky eine Jahrgangsnennung haben wird. Diese Abfüllungen werden auf eine kleine Anzahl von Flaschen beschränkt sein – diese erste Abfüllung ist limitiert auf lediglich 936 Flaschen. Für dieses Release wurden speziell ausgewählte Sherry-gereifte Single Malt Whiskys verblendet, die alle im Jahr 1996 destilliert wurden. Im Gegensatz zum Old Perth Kernsortiment, das ausschließlich Speyside Whisky verwendet, enthält Old Perth Vintage 1996 Whiskys aus anderen Regionen, darunter ein ikonischer Islay Malt, der eine besondere Verbindung zur Familie Morrison hat.

Verkostungsnotiz:

Nase: Getrocknete Früchte, sanfte Gewürze und ein Hauch von Tabak

Geschmack: Kraftvoll, reich und doch ausgewogen, mit Noten von gedünsteten Früchten und Torfrauch

Finish: Dunkle Früchte am Gaumen mit einem sanften langen rauchigen Unterton

Alkoholgehalt: 55,8 %

UVP: 219,00 €

Serge verkostet: Lagavulin Special Releases 2021

In den diesjährigen Special Releases von Diageo finden sich gleich zwei Whiskys aus der Islay-Destillerie Lagavulin: Der jährliche Lagavulin 12yo, und ein Lagavulin 26yo, der die teuerste Ausgabe dieses Jahres repräsentiert, mit einem Verkaufspreis von knapp an die 2000 Euro.

Serge Valentin hat heute auf Whiskyfun beide Abfüllungen besprochen, und kommt dabei in der Verkostung zu einem interessanten Ergebnis: Nicht der Ältere, sondern der „Standard“ ist mit deutlichem Abstand sein Favorit, obwohl beide sehr hohe Wertungen bekommen:

AbfüllungPunkte

Lagavulin 12 yo ‚The Lion’s Fire‘ (56.5%, OB, Special Release 2021, Untold Legends)92
Lagavulin 26 yo ‚The Lion’s Jewel‘ (44.2%, OB, Special Release 2021, Untold Legends)88

PR: Diageo Special Releases 2021 – Legends untold

Es ist ein Ereignis, auf das sich jedes Jahr Whiskyfreunde weltweit freuen und das mit Spannung erwartet wird: Die Diageo Special Releases in ihrer jährlichen Bandbreite bringen Paradebeispiele der Destillierkunst der schottischen Destillerien des Konzerns.

Die offizielle Vorstellung der Special Releases ist heute in einer englischsprachigen Presseaussendung erfolgt – die Abfüllungen werden aller Voraussicht nach ab Mitte bis Ende Oktober im Fachhandel zu finden sein.

Waren es bislang viele seltene und hochpreisige Whiskys, die in den Special Releases zu finden waren, sind es jetzt eher „leistbarere“ Abfüllungen (mit Ausnahme des Lagaviulin 26yo, der wieder an der 2.000 Euro Marke kratzen wird).

Hier also die englischsprachige Pressemitteilung, die die Special Releases 2021 offiziell vorstellt, samt den Preisen in Pfund – die wir für Sie einmal als Leitfaden grob umgerechnet haben (die Preise in unseren Ländern können dennoch davon abweichen):


DIAGEO ANNOUNCES THE LAUNCH OF “LEGENDS UNTOLD” THE 2021 SPECIAL RELEASES WHISKY COLLECTION

This year every enthusiast can discover legendary tales from eight Scottish distilleries via a unique immersive experience in their own homes.

EDINBURGH, SCOTLAND, 30th September 2021 – Today Diageo unveils “Legends Untold”, the annual Special Releases Single Malt Scotch Whisky Collection. The pinnacle of the whisky lover’s calendar, this year the collection transverses the world of whisky by reaching into the realms of augmented reality to share the untold stories of the distilleries in new and unique ways.

According to our ancient fables, otherworldly beings have fiercely protected the heartlands of remote Scottish distilleries for an eternity. This autumn by a twist of fate, the mythical creatures of the distilleries are set to come to life revealing their true characters. Drawn from some of Scotland’s most interesting, legendary distilleries, this collection nods to the hidden gems that can be found in each corner of the Scottish terrain amongst the lochs and rugged highlands. Guarded for only a privileged few to know and savour, this collection of whiskies will spark the imaginations of every whisky lover, spirit-enthusiast, and fantasist as soon as it touches their lips.

This one-of-a-kind collection highlights the diversity of Diageo’s most treasured reserves maturing in Scotland. For the first time it will feature bold heavily detailed illustrations and design work from renowned digital illustrator Ken Taylor. His striking signature style and interpretation of the mythical creatures takes cues from his portfolio of pop culture artwork and unmistakeable posters.

Master Blender Dr Craig Wilson hand-picked each of the whiskies to create the Legends Untold collection and is very proud to showcase the true essence of the distilleries.

He comments:

“We have delved into the core characteristics of several classic distilleries, exploring the elements and reimagining the liquids for the Legends Untold collection. The mythical creatures of this year’s collection represent the true expressions of the distilleries. Taking inspiration from them, we have revealed new depths of flavour and embraced the essence of each of the whiskies unique flavour profiles revealing the legend it brings to life. This year’s collection is just the very beginning of the story.”

Activated via on-pack QR code, the legends are unlocked, and the multi-sensory experience begins with a narration of the cask-strength Single Malts’ tale. Whisky fans are then guided through a mixed reality tasting experience, designed to captivate their senses, all from the comfort of their own homes.

The collection includes:

  • The darkly robust and rich Mortlach 13-Year-Old from the Speyside Dufftown distillery
  • A briny, bold fire-breathing sea-monster of a malt with smoky undertones in the Talisker 8-Year-Old
  • A rare Highland expression of the Royal Lochnagar with a nimble springtime freshness
  • Two unique and enchanting expressions of the Lagavulin, ‘The King of Islay’: A fiercely intense, yet perfectly balanced sweet and salty 12-Year-Old and, the jewel in the crown, a 26-Year-Old, finished in first-fill Pedro Ximenez/Oloroso casks

The 2021 Special Releases collection will be available in limited quantities from specialist Scotch whisky retailers and malts.com this Autumn.

Availability Autumn 2021 from specialist retailers in Europe, the USA, Canada, Australia, selected markets across Asia and in airport duty free.

Mortlach 13-Year-Old

ABV: 55.9%

Region: Speyside

Cask: Virgin and refill American oak casks Limited quantities available

RRSP £135 (ca. 155 Euro)

Singleton of Glendullan 19- Year-Old

ABV: 54.6%

Region: Speyside

Cask: Refill American oak casks, finished in cognac casks Limited quantities available

RRSP £140 (ca. 165 Euro)

Talisker 8-Year-Old

ABV: 59.7%

Region: Island/ Isle of Skye Cask: Heavily peated refill casks Limited quantities available

RRSP £90 (ca. 105 Euro)

Lagavulin 26-Year-Old

ABV: 44.2%

Region: Islay

Cask: PX/Oloroso seasoned first fill casks No. bottles available: 7,542

RRSP £1,650 (ca. 1950 Euro)

Lagavulin 12-Year-Old

ABV: 56.5%

Region: Islay

Cask: Refill American Oak casks Limited quantities available

RRSP £130 (ca. 150 Euro)

Cardhu 14-Year-Old

ABV: 55.5%

Region: Speyside

Casks: Refill American oak casks, finished in red wine casks Limited quantities available

RRSP £120 (ca. 140 Euro)

Oban 12-Year-Old

ABV: 56.2%

Region: Coastal Highland

Cask: Freshly charred American Oak casks Limited quantities available

RRSP £105 (ca. 120 Euro)

Royal Lochnagar 16-Year-Old

ABV: 57.5%

Region: Highland

Cask: American Oak and European Oak refill casks Limited quantities available

RRSP £200 (ca. 230 Euro)