Willkommen zur 249. Folge der Whiskyvideos und Podcasts der Woche. Wie immer bringen wir in ihr Beiträge aus dem deutschen Sprachraum zum „Wasser des Lebens“, die uns von den Vloggern und Podcastern zugesendet wurden. In den Videos werden sowohl neue als auch ältere Abfüllungen verkostet – alles nach dem eigenen Ermessen der Verkoster und ohne kommerziellen Hintergrund.
Die Liste der teilnehmenden Vlogs ist nicht fix: Wenn Sie meinen, dass Ihr Video ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre.
In der Ausgabe 249 finden Sie neun neue Videos:
WhiskyJason – Torabhaig Allt Gleann The Legacy Series
Friendly Mr. Z. – The Refiners – Macduff 11 Jahre
The Bourbon Diaries – Knob Creek Smoked Maple
World Wide Whisky – Glendronach 12 Jahre Original
Malte talks Malts – 2 x Ben Nevis 8 Jahre
Whisky Evening – Die Neuen von Ben Nevis
The Whisky Waiter – Ledaig 12 Jahre Amarone Cask (Distillery Exclusive)
Whisky-Helden – Dailuaine 16 Jahre – Flora & Fauna Collection
WhiskyNotes CS – Arran 24y Premium Cask
Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.
Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu jeweils bis Freitag, 12 Uhr an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!
Wir freuen uns, Ihnen jeden Sonntag ein Stück einer wunderbaren Geschichte über Schottland, Whisky und das Reisen vorstellen zu dürfen: Exklusiv auf Whiskyexerts präsentieren wir Ihnen Whisky Cycle, das neueste Buch von Uli Franz, als Fortsetzungsgeschichte.
Uli Franz lebt als Schriftsteller im Chiemgau und auf der dalmatinischen Insel Brac’. Von 1977-80 arbeitete er als Zeitungskorrespondent in Peking. Über China und Tibet veröffentlichte er zahlreiche Bücher. Zuletzt erschienen Radgeschichten und „Die Asche meines Vaters“ (Rowohlt Verlag).
Das BuchWhisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland (ca. 320 Seiten) ist momentan in der ersten Auflage vergriffen – über Neuigkeiten zu Bestellmöglichkeiten werden wir Sie natürlich rechtzeitig informieren.
Die Radtour zu 17 schottischen Destillerien. Karte von Alba Collection
Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 41)
Im hellen Büro von GlenAllachie traf ich vor Billy Walker ein, der nach Auskunft seiner Mitarbeiter noch zwischen Oloroso- und Ex-Bourbonfässern seiner Lieblingsbeschäftigung nachging und über dem „wood management“ mal wieder die Zeit vergessen hatte. Kein Problem! Auch wenn die Pünktlichkeit als die Höflichkeit der Könige gilt, ich konnte warten. Man servierte mir eine Tasse Schwarztee mit Milch und Zucker und ich durfte mit seinem Partner Graham Stevenson plaudern. Auf einer Sofagarnitur saßen wir nebeneinander und schauten durch ein Panoramafenster in den strahlenden Sonnenschein hinaus, als die Bürotür aufschwang und Billy Walker strammen Schritts in den Raum geeilt kam.
Der Mann aus Glasgow wirkte jünger als siebzig und weitaus jünger als auf den zahlreichen Internet-Photos, was mich erstaunte, weil dies nicht dem Sinn und Zweck von Photoshop entsprach. Der echte Billy Walker, der nun im Sonnenlicht vor uns stand, war ein schlanker sportlicher Gentleman. Seine Erscheinung ließ nicht die geringste Spur eines reichen Privatiers erahnen. Dabei hätte er sich leicht aufs Altenteil zurückziehen und am Kamin seiner Glasgower Villa nur noch die besten Whiskys der Welt genießen können. Aber der Schotte, der soeben durch die Tür getreten war, wollte auch im Alter noch was bewegen. Für ihn waren die Geschäfte und das Whiskymachen nie in Konkurrenz zueinander gestanden. Schon bald nach dem Verkauf von BenRiach hatte er die Brennerei GlenAllachie von Chivas Brothers Ltd. erworben. Es klang wie eine Erkenntnis, in der auch Vabanque mitschwang, als Billy Walker sagte: „Das Leben ist wie der Kauf eines Tickets für den nächsten Zug. Du weißt allerdings nicht, ob da ein Bummelzug oder ein Express angefahren kommt.“
Diese schicksalshafte Metapher schien nicht von seinen Lippen zu fließen, sondern aus seinen Augen zu sprechen. Eifrig, gar ruhelos, bewegten sie sich, während das feine Gesicht mit den schmalen Lippen und der hohen Nase in Ruhe verharrte. In seinem Gebaren wirkte der gelernte Chemiker wie ein Arzt, der zwar seinen weißen Kittel, nicht aber seinen Habitus abgelegt hatte. Er trug an diesem Tag sein Markenzeichen: ein längsgestreiftes Hemd mit einem unifarbenen weißen Kragen und darüber leger eine whiskybraune Jacke aus weichem, edlen Rindsleder. Während des ganzen Gesprächs wirkte er gelassen, leicht reserviert mit einem Hauch aristokratischer Distanz, was ungezwungenes Fragen erschwerte.
Trotzdem erlaubte ich mir, ihm gleich zu Beginn die Frage zu stellen: „Mister Walker, Sie sind schon sehr lange in der Branche, nun sind Sie nicht nur ein Master Blender mit großen Erfahrungen, sondern auch ein Visionär. Welche Entwicklungen sehen Sie für die Zukunft?“
„Ich bin der Meinung, dass nur solides Handwerk Zukunft hat und dass bestimmte Moden keinen Bestand haben werden.“
„Zum Beispiel?“
„Nun, zum Beispiel die No-age-Fashion oder das schrille Marketing für Whiskys als Mixgetränk oder Cocktail Basic.“
„Ja, schrill ist genau das richtige Wort, jetzt wird schon eine ‚Games of Thrones‘ Edition und eine limitierte zu Halloween auf den Markt geworfen“, erlaubte ich mir einzuwerfen und fragte dann weiter: „Mister Walker, sehen Sie die Gefahr einer Überproduktion?“
„Im Moment sieht es nicht so aus, dass es zu Überproduktionen kommen könnte, aber vielleicht in der Zukunft. Aber letztendlich entscheidet die Qualität. Bei GlenAllachie achten wir auf non chill filtered und natural color, weil wir die Erfahrung gemacht haben, dass heute und in Zukunft die Konsumenten bewußter auf Qualität achten. Was mir gar nicht gefällt und was ich scharf kritisiere, ist die Entwicklung, dass Marketing so viel an Bedeutung gewinnt. Und dass bei diesem Trend nur noch die großen Konzerne mit ihren riesigen Werbeetats mithalten können. Werbung ist bei dem gewaltigen Angebot an Whisky wichtig, sollte aber nicht höher bewertet werden als das Produkt selbst. Wenn Sie mich nach der Zukunft fragen, dann geht es mir vor allem darum, dass ich der nächsten Generation ein qualitativ hochwertiges Produkt übergeben kann.“
„Darf ich Sie fragen, woran Sie gerade arbeiten?“
„Ich experimentiere mit Minnesota Eiche, von der ich am liebsten frische und unbenutzte Fässer verwende. Zwei- bis dreimal die Woche komme ich von Glasgow herauf, um die Reifung in diesen Fässern zu kontrollieren.“
Mitten im Interview wurde mir klar, dass Billy Walker gewieft und erfahren mit Journalistenfragen war. Vermutlich hatten ihn seine Erfahrungen gelehrt, sich verhalten zu äußern und lieber ein Statement abzugeben, als in einen Dialog einzusteigen.
Unerwartet stand er vom Sofa auf und trat an einen Wandtisch heran, auf dem Verkostungsgläser in einer Reihe vor drei halbgefüllten, etikettlosen Flaschen mit Schraubverschluss standen. Wortlos schenkte er für mich und sich je ein Dram aus den drei Flaschen ein und lud mit ausladender Geste zur Verkostung ein. „Diese drei Malts werden wir im nächsten Monat auf den Markt bringen, sie verkörpern den Beginn einer neuen Ära, der Billy Walker Ära.“ Mit dem Zeigefinger tippte er auf die rechte, aufgeschraubte Testflasche und sagte: „Dieser hier ist ein Zwölfjähriger mit 46 % vol., der in der Mitte hat die Fassstärke von 57 % vol. und links ist ein Fünfundzwanzigjähriger mit 48 % vol.“
Aus Anstand zögerte ich mit dem Trinken. Erst als er nach einem Glas griff, tat ich es ihm gleich. Kurz sahen wir uns in die Augen, prosteten uns zu und luden uns einen bescheidenen Schluck vom Zwölfjährigen auf die Zunge. Wie wir uns zutranken, konnte ich beobachten, wie sich seine Wangenhaut rasch von wachsbleich in zart rosa verfärbte. Mit dem Einsickern des Alkohols ins Blut sprang sein Kreislauf an und ein Strahlen erhellte sein feines Gesicht. Mir erging es nicht anders, gleich wurde mir warm, und auch mein Blut geriet durch den Schluck in Wallung.
Nun stellte sich eine kniffelige Situation ein. Der Meister schaute genau hin, wie ich auf die drei Kompositionen seines Holzmanagements reagierte – mit Ablehnung oder mit Zuspruch. Ich gab mir Mühe, unter seinem kritischen Blick nicht zu laienhaft dazustehen. Während ich das Nosing Glas mit dem Zwölfjährigen an die Lippen führte, sagte ich zu mir: langsam Junge, trink langsam und ganz überlegt!
Im Glas zeigte der Malt die Farbe von Herbstlaub. Beim Kreiseln in der Handmuschel hielt sich seine Öligkeit in Grenzen. In der Nase kam ein Bitzeln wie von sprudelnder Limonade an, dann folgten Gewürze, Rosinen und Grapefruit, unterlegt mit Vanille. Am Gaumen begegnete mir dunkle Schokolade, Ananas und Aromen, wie man sie in sehr fruchtiger Marmelade findet. Allerdings war der Abgang plump und das Brennen des Alkohols war stärker als seine Wärme und ärgerte die feine Haut der Speiseröhre in voller Länge. Nach dem letzten Schluck hatte ich den Eindruck eines Brandys, was seine trockene Süße anging. Am Ende unserer Verkostung verriet ich Billy Walker mein Stützradschema nicht, auch nicht mein Urteil über seinen Zögling – zwei Stützräder.
Gerade als es gemütlich werden sollte, schreckte mich seine Aussage auf: „Ich muss zur Bank, die Geschäfte warten. Tut mir sehr leid, dass ich Ihre Meinung über meine drei Malts nicht noch mitbekommen kann. Ich lasse Sie jetzt allein, bitte bedienen Sie sich, und später besuchen Sie unser Fasslager, dort hilft Ihnen Lindsay weiter. Lindsay wird Sie auf dem Hof in Empfang nehmen. Alles Gute, Ihr Deutschen macht ja auch ganz passablen Whisky! Warum auch nicht!“
Wir verabschiedeten uns mit Händedruck und ich blieb alleine im Raum zurück, nur in Gesellschaft der neuen Edition. Ohne den kritischen Blick des Erzeugers, ganz auf mich gestellt, verkostete ich als nächstes den Cask Strength mit 57 % vol.
Im Glas zeigte sich dieser GlenAllachie kupfern und nach der Zähigkeit der rinnenden Schlieren und Tränen zu urteilen, war er gewiss zehn Jahre gereift. Beim ersten Schnuppern roch ich kurz, wirklich nur kurz, die Bitterkeit der Phenole, auch einen Anflug von Terpentin. Aber einlenkend schob sich unmittelbar – und das auch noch mit Ellenbogenkraft – trockene Süße nach vorne. Unter dem Nasendach vereinten sich Vanille, Keks und wieder Rosinen und Feigen zu einer runden Angelegenheit, aus der allerdings noch ein Zipfel Leder hervorlugte. Am Gaumen waren Schokolade und wieder exotische Früchte präsent – all das war wirklich elegant und typisch für einen Speyside. Aber halbe Sachen zählen nicht, und ohne Abgang ist jedes Dram nur eine halbe Sache! Wieder ein Kratzen, gar boshaftes Brennen! Ja, es kam mir vor, als malträtierte der Hochprozentige den Schlund mit winzigen Messerstichen. Aus diesem feurigen Grund beurteilte ich ihn lediglich mit zwei Stützrädern.
Gespannt war ich auf die Krönung, den Alten: 25 Jahre gereift, 48 % vol. Alkohol. Ehrlich gesagt, mit gemischten Gefühlen sah ich auf das schwach eingeschenkte Nosing Glas, denn das erste Mal in meinem Leben stand ich vor solch einer Antiquität. Niemals zuvor hatte ich das Vergnügen gehabt, solch einen langgereiften Whisky zu trinken, weder auf der schottischen Reise noch davor. Solch ein alter Whisky war mir einfach zu teuer. Egal welche Marke, unter 200 Euro ist da nichts zu machen. Dieser GlenAllachie würde als limitierte Edition für 250 Euro auf den europäischen Markt kommen, das sollte ich nach meiner Rückkehr erfahren. Voller Erwartungen, auch ein wenig ehrfürchtig, griff ich zur dritten Kreation, die mir sein Schöpfer hingestellt hatte.
Wie von glänzender Kastanienhaut überzogen, stand er im Glas und beim Verwirbeln rannen Tränen kristallklar dem Glasboden zu. Allein schon das warme Kastanienbraun, wohlgemerkt natürlich und nicht manipuliert, bewies sein hohes Alter. Es waren die Tannine in der Eiche, die nach so vielen Jahren die Farbe ins Glas brachten und sich natürlich auch geschmacklich im Alkohol festsetzten. Selbst wenn dieser Malt die allermeisten Jahre in feinporiger Weißeiche gereift war, hatten die Gerbstoffe die Oberhand über die Klarheit des reinen Alkohols gewonnen. Was bei einer gealterten Haut die Falten sind, waren hier die dunklen Brauntöne von Kastanie bis Leder.
Im ersten Anflug stieg Terpentin in die Nase, auch ein Hauch von geräuchertem Schinken, doch schon drängten mit Macht Kirsche und Malz und viel Leder hinterher. Am Gaumen tüchtig dunkle Schokolade, Holz, Gewürze sowie Mandarine und Grapefruit. Im Nachhall war ein grobes Holzscheit nachgelegt, welches sich unter dem Malz verborgen hatte. Das war nicht weiter tragisch, denn der Alkohol des new make hatte über die vielen Jahre seine Wildheit verloren. Er war inzwischen gezähmt, was ich in einem wärmenden Streicheln am Magengrund spürte. Eine wunderbare Komposition – wenn da nicht die Faust einer starken Holznote gewesen wäre. Ohne Einschränkung hätte er sofort vier Stützräder verdient, aber aus besagtem Grund gab ich ihm drei.
Es gibt kein Vertun: viele Fassjahre lassen den Alkohol immer cremiger und weicher werden, aber das Prinzip der Reife funktioniert wie bei einer Balkenwaage: neigt sich die eine Schale, steigt die andere in die Höhe. So kann es passieren, dass bei einem langgereiften Malt die Wärme und Cremigkeit des gezähmten Alkohols von einer starken Holznote bedrängt wird. Genau das ist der wunde Punkt bei allen alten Whiskys. Es ist ein ehernes Gesetz, dass mit jedem Jahr die Eiche ihre Handschrift tiefer eingraviert. Dieses Gesetz hat zur Folge, dass der Brand sein Brennen verliert und immer milder wird, dass aber gleichzeitig ein trockenes und leicht adstringierendes Mundgefühl entsteht. Wer einen alten Whisky wählt, muss nicht per se die beste Wahl getroffen haben. Für die Balance zwischen samtig und holzig kommt es eben auf ein gekonntes Holzmanagement an.
Billy Walker war längst mit seinem Wagen vom Hof gefahren und ich hatte inzwischen drei Drams verkostet und bewertet. Nun war es an der Zeit, das verwaiste Büro zu verlassen. Als ich kurz nach meinem treuen Gefährt schaute, erspähte ich auf dem Hof nahe dem Löschwasserteich einen Arbeiter in grüner Neonweste, der winkend und schnellen Schritts auf mich zugeeilt kam. Das musste Lindsay, der Lagerverwalter, sein. Als wir uns die Hände schüttelten, kam mir das lustige Gesicht mit der Wuschelfrisur irgendwie bekannt vor, obwohl ich hätte schwören können, dass wir uns noch nie begegnet waren.
Lindsay Cormie im Fasslager von Glenallachie. Bild: Uli Franz
Während wir über den Hof zu den Lagerhallen liefen, schüttelte mir Lindsay nochmals die Hand und stellte sich vor, indem er sogleich wie ein Wasserfall loslegte. Wie er zu mir sprach, musste ich immer wieder sein Profil betrachten, ein markantes Profil, das mit der hohen Nase und dem unrasierten Kinn kantig und resolut wirkte. Mehrmals fragte ich mich: woher kennst du dieses auffällige Gesicht?
Plötzlich fiel es mir ein! Ja, von einem Foto kannte ich Lindsay, richtig von einem BenRiach-Prospekt. Auf dem Flyer war Lindsay zusammen mit den alten Kollegen Phillip und Calm abgebildet! Jetzt erinnerte ich mich auch wieder an die Worte von Gabelstaplerfahrer Phillip: „Calm und ich sorgen hier noch so gut wir können für den Fortbestand der Walker-Ära. Kollege Lindsay ist mit unserem alten Chef mitgegangen, der hat ihn quasi abgeworben.“
Neben diesem Ex-BenRiach Arbeiter spazierte ich nun Seite an Seite zur Goldgrube seines alten und neuen Chefs. Kaum, dass Lindsay das Hallentor aufgeschlossen und aufgeschoben hatte, schlug mich das Fasslager von GlenAllachie optisch und olfaktorisch in seinen Bann. Wieder roch die Luft mostig und schwer nach alkoholischen Verdunstungen, von denen bekanntlich ein schwarzer Pilz und ganze Engelscharen leben. Wieder lagerten Tausende graubraune Eichenfässer in einer fensterlosen Halle, und die Werte, welche sich hier in Grabesruhe stapelten, ließen mich mal wieder staunen. Die Lagerhalle war hoch und modern, so dass mir das Atmen leichter fiel als bei BenRiach und in früheren Brennereien. Allein mit Lindsay betrat ich das Fasslager und war froh, dass ich ihm ohne Gruppenzwang allerlei Fragen stellen konnte.
Nine Springs lädt ein zum gemeinsamen (und ihres Wissens nach) ersten deutschen Crowd Sourced Blending. Alle Informationen dazu finden Sie hier:
Erstes Crowd-Sourced-Blending von Nine Springs
Zusammen mit dem bekannten Blogger und Vlogger „Whisky Jason“ sowie der international anerkannten Whisky-Expertin Julia Nourney planen wir unsere erste „Crowd-Sourced Nine Springs Abfüllung“. Dazu wird es am 22. September 2021 um 20 Uhr einen Live-Stream auf dem You-Tube-Kanal von Whisky Jason geben, bei dem alle Teilnehmer gemeinsam unseren neuen Whisky blenden. Wer mitmachen möchte, bestellt sich über unseren Online-Shop das Blending Set und meldet sich bei Whisky Jason zum Live-Stream an. Das Ergebnis ist dann der J.J. & Friends Single Malt.
Das Blending-Paket besteht aus:
5 x 5 cl Miniaturen
2 x Ex-Bourbon 1 x American Virgin Oak 1 x Ex-Bordeaux 1 x European Oak
Jede Woche erscheinen viele neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den Abertausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt?
Blogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann.
„Fremde Federn“ stellt Ihnen in der nun 166. Folge Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor – eine Sammlung von Meinungen zu verschiedenen Whiskys, die Ihnen ein wenig ein Leitfaden für eigene Entdeckungen sein können. Und wenn Sie sich auf eine eigene Entdeckungsreise begeben wollen, dann finden Sie in unserem Artikel über das richtige Verkosten (vor allem in dem enthaltenen weiterführenden Link) eine hilfreiche Unterstützung.
Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.
Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!
Hier die spätsommerliche Sammlung der Verkostungsnotizen dieser Woche:
Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, kommerzielle Links enthalten, in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.
Letzte Chance! In unserer aktuellen Verlosung können Sie einen Whisky gewinnen, der durch seine Herkunft, sein Alter und sein garantiert erstklassiges Fassmanagement unter den fachkundigen Händen von Gordon & MacPhail eine kostbare Besonderheit ist: Der Glenlivet 1987, abgefüllt in Fassstärke mit 49,2% nach 33 Jahren Reife. Eine von nur 173 Flaschen weltweit gibt es hier exklusiv auf Whiskyexperts zu gewinnen – dank unseres Partners Kirsch Import.
Spielen Sie jetzt mit – das Gewinnspiel nur noch bis Sonntag! Wie Sie gewinnen können, erfahren Sie untenstehend, nach einigen Worten zu Gordon & MacPhail und der exquisiten Abfüllung, die Ihnen beim Beantworten unserer Gewinnfrage helfen:
Gordon & MacPhail: seltene Whisky-Abfüllungen renommierter schottischer Brennereien
Ein kleiner Kaufladen für Tee, Wein und Spirituosen in der South Street im schottischen Elgin – das ist der Ursprung des unabhängigen Abfüllers Gordon & MacPhail. Seit seiner Gründung hat sich das Familienunternehmen zu einem internationalen Experten in der Reifung besonderer Scotch Whiskys entwickelt. Gordon & MacPhail kaufen frische Destillate schottischer Brennereien und lagern diese New Makes zum Teil über mehrere Generationen in ihren eigenen Fässern – für 8, 20 oder neuerdings bis zu 80 Jahre , für den ältesten Single Malt Scotch der Welt. Insgesamt lässt der Abfüller die Destillate häufig länger reifen als in der jeweiligen Brennerei üblich. Eine Spezialität des Familienunternehmens sind Sherry-Fässer aus Jerez in Spanien und Ex-Bourbon-Casks von einer befreundeten Küferei im nahegelegenen Craigellachie.
Expertise aus einer Hand: familiengeführt seit Ende des 19. Jahrhunderts
Das Geschäft Gordon & MacPhail wurde 1895 von James Gordon und John Alexander MacPhail gegründet und später von ihrem Angestellten John Urquhart übernommen. Der begann erstmals eigene Fässer zu kaufen und sie bei renommierten Brennereien – darunter Glenlivet, Glen Grant und Linkwood – befüllen zu lassen. Gordon & MacPhail ist noch heute in der Hand der Familie Uruqhart. Diese ist inzwischen auch Inhaber einer eigenen Brennerei: der Benromach Destillerie – nur 12 Meilen von ihrem Shop in Elgin entfernt.
Gordon & MacPhail in Elgin
Ausnahme-Whiskys: Single Malt Scotch – bis zu 80 Jahre gereift
Gordon & MacPhail veröffentlichen ihre Abfüllungen in verschiedenen Kollektionen. Eine davon ist die „Discovery Range“, die Single Malts von unterschiedlichen Brennereien umfasst und rund um die Geschmacksprofile Rauch, Sherry und Bourbon aufgebaut ist. Kennzeichen der „Distillery Labels“ Range sind historische Etiketten von einigen der beliebtesten Destillerien Schottlands. Whiskys der Reihe „Connoisseurs Choice“ sind Abfüllungen in kleinen Auflagen – die dementsprechend stark limitiert und gefragt sind. Sie werden mit 46 % vol. oder in Fassstärke und zum Teil mit einem Wood Finish abgefüllt.
Letzterer Reihe gehört der Glenlivet 1987/2020 an. Stolze 33 Jahre gönnte Gordon & MacPhail dem Speyside Single Malt im Fass. Dafür wählte man ein Refill American Hogshead aus, in dem die Scotch-Whisky-Rarität komplexe Aromen von grünem Apfel und dunklem Honig, Orangenzesten, braunem Zucker und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer entwickelte.
Nur 173 Flaschen existieren von der edlen Abfüllung aus derselben Brennerei wie der älteste Single Malt Scotch der Welt – wir verlosen exklusiv ein Exemplar des Glenlivet 1987/2020 von Gordon & MacPhail im Wert von über 700 Euro!
Glenlivet 1987/2020, Speyside Single Malt Scotch Whisky (49,2% vol. Cask Strength, 0,7 Liter): 33-jährige Reifung im Refill American Hogshead; komplex mit hellen Früchten wie Apfel und Birne sowie Orangenzesten, mit der malzigen Süße von dunklem Honig und braunem Zucker und der Würze von schwarzem Pfeffer; weder gefärbt noch kühlfiltriert; limitiert auf 173 Flaschen.
Und so gewinnen Sie den Glenlivet 1987 von Gordon & MacPhail im Wert von über 700 Euro:
Beantworten Sie folgende Gewinnfrage: Wie lange ist der älteste Scotch Single Malt der Welt, ebenfalls ein Glenlivet von Gordon & MacPhail, gereift?
a. 40 Jahre b. 50 Jahre c. 80 Jahre
Ihre Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff „Glenlivet“!
Unter allen Einsendungen mit der richtigen Antwort und dem richtigen Betreff, die uns bis 12. September 2021, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinner der Preise und geben sie am 13. September 2021 bekannt. Die Gewinne werden durch unseren Partner Kirsch Import versendet.
Pro Haushalt ist nur eine Teilnahmemail möglich!
Teilnahmebedingungen:
Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt, die Gewinnfrage beantwortet und seine Antwort mit dem Betreff „Glenlivet“ einsendet sowie das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 12. September 2021, 23:59 Uhr. Der/die Gewinner*in werden am 13. September 2021 auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts und Kirsch Import sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Gewinn wird von Kirsch Import versendet, wir übermitteln dafür die Gewinneradressen an das Unternehmen. Diese Daten werden dort wie alle Adressdaten bei uns nach Abschluss des Gewinnspiels sofort und unwiederbringlich gelöscht.
Hinweis zum Datenschutz: Wir erheben nur jene Daten von Teilnehmern, die für die Abwicklung des Gewinnspiels nötig sind (Name, email-Adresse und Postanschrift). Alle in diesem Zusammenhang erhobenen Daten werden nach Abschluss des Gewinnspiels und der erfolgreichen Versendung des Preises ausnahmslos gelöscht und weder für unsere Zwecke weiterverwendet noch an Dritte weitergegeben. Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.
Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden – und geben uns auch die Erlaubnis, Ihren Namen und Wohnort im Falle des Gewinns auf unserer Seite veröffentlichen zu dürfen.
Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen! Herzlichst, Ihr Whiskyexperts-Team
Gestern berichteten wir, dass der im Jahr 2020 abgefüllte Yamazaki 55 – die älteste Abfüllung in der Geschichte des House of Suntory – nun auch weltweit in ausgewählten Märkten erhältlich. Die dazu gehörende Pressemitteilung erhielten wir heute:
The House of Suntory präsentiert: Yamazaki® 55 Years Old
Mit dem aus dem Ursprungsort des japanischen Whiskys stammenden Yamazaki® 55 ehrt The House of Suntory das Erbe von drei Generationen an Master Blendern. Zugleich feiert die Marke ihre Verbundenheit mit der Natur in Form einer Spende an die White Oak Initiative für jede neu auf den Markt gebrachte Flasche – jetzt in ausgewählten Märkten erhältlich.
Frankfurt/Main, 9. September 2021 – Der mit Spannung erwartete Yamazaki® 55 ist eine Hommage des House of Suntory an das Vermächtnis der Zeit und das Erbe der Gründerfamilie des japanischen Whiskys. Der im Jahr 2020 abgefüllte Yamazaki 55 – die älteste Abfüllung in der Geschichte des House of Suntory – feiert die japanische „Showa“-Ära der 1960er-Jahre, die für das House of Suntory eine wichtige Zeit des Wandels darstellte.
Nachdem im Jahr 2020 in Japan bereits 100 Flaschen Yamazaki 55 auf den Markt gebracht wurden, kommt nun eine sehr limitierte Anzahl von Flaschen in ausgewählten Ländern wie den USA, Großbritannien, Deutschland und Frankreich auf den Markt.
Im Sinne seines fortwährenden Engagements, etwas an die Gesellschaft zurückzugeben, spendet Beam Suntory 5.000 USD für jede Flasche der diesjährigen 100-Flaschen-Kollektion – also insgesamt 500.000 USD – an die White Oak Initiative, die sich aktiv für die langfristige Erhaltung von Amerikas Weißeichenwäldern einsetzt.
Yamazaki 55 ist ein Blend aus wertvollen Single Malts. Seine Komponenten wurden einerseits im Jahr 1960 unter der Aufsicht von Suntory-Gründer Shinjiro Torii destilliert und danach in Mizunara-Eichenfässern gereift, zum anderen 1964 unter Suntorys zweitem Master Blender Keizo Saji destilliert, um danach in Weißeichenfässern zu reifen. Shinji Fukuyo, Suntorys Chief Blender der fünften Generation, arbeitete eng mit Shingo Torii, dem Master Blender der dritten Generation, zusammen, um ihre charakteristische Kunst des Blendings umzusetzen und dadurch die außergewöhnliche Tiefe, Komplexität und Besonderheit von Yamazaki 55 zu offenbaren. Das Ergebnis weist ein tiefes Bernsteingelb auf, ein kräftiges Aroma mit Anklängen an duftendes Sandelholz und reife Früchte, einen süßlichen, leicht bitteren, holzigen Geschmack sowie einen zart bitteren und dennoch süßen, reichhaltigen Nachklang.
„Während des gesamten Blending-Prozesses von Yamazaki 55 habe ich mich vom Lauf der Zeit inspirieren lassen und von ‚Wabi-Sabi‘, der japanischen Überzeugung, dass Unvollkommenheiten letztendlich dazu beitragen können, Perfektion zu erlangen“, sagt Fukuyo. „Während ich andere besonders alte Whiskys oft als Kunstwerke ansehe, vergleiche ich Yamazaki 55 gerne mit einer buddhistischen Statue: ruhig und geheimnisvoll, es braucht Zeit, um die innere Schönheit wirklich zu genießen.“
Die edle Kristallasche des Yamazaki 55 trägt eine Kalligraphie des Namens „Yamazaki“, die mittels Sandstrahltechnik eingraviert wurde. Die Jahreszahl ist mit Lack und echtem Goldstaub versehen. Die Flaschenöffnung ist mit handgemachtem Echizen-Washi-Papier umwickelt und mit einer geochtenen Kyo-Kumihimo-Kordel, einer traditionellen Handwerkskunst aus Kyoto, verschnürt. Ebenso exquisit wie die Flasche ist auch die Verpackung in einer maßgefertigten mit Suruga-Lack beschichteten Holzkiste aus der in Japan heimischen Mizunara-Eiche.
Tasting Notes – Yamazaki 55, 46 % Vol.
Farbe: Tiefes Bernsteingelb, charakteristisch für Mizunara-Eichenfässer
Aroma: Ein kräftiges Aroma mit Anklängen von duftendem Sandelholz und einem süßlichen, ausgereiften Bouquet, das an reife Früchte erinnert
Geschmack: Der zart-weiche Geschmack des ersten Schlucks entwickelt sich im Mund zu voller Blüte. Eine Mischung aus süß und leicht bitter, gefolgt von einer holzigen Note aus dem Mizunara-Eichenfass.
Nachklang: Leicht bitter, duftendes Holz und ein Hauch von Rauch. Ein süßer, reichhaltiger, lang anhaltender Nachklang.
Yamazaki 55 ist ab Oktober 2021 in stark begrenzter Stückzahl zu einem UVP von $ 60.000 USD exklusive MwSt. und etwaiger Zollabgaben erhältlich. Die limitierte Edition ergänzt Yamazakis Portfolio preisgekrönter Whiskys wie Yamazaki® 12, Yamazaki® 18 und Yamazaki® 25.
Moët Hennessy Deutschland stellt uns in der heutigen Presseaussendung die neue Destillerie-Erweiterung von Glenmorangie vor. Das Glenmorangie Lighthouse ist eine eigene, ausschließlich für Experimente errichtete Glenmorangie-Destillerie innerhalb der Brennerei. Anlässlich ihrer Eröffnung ist auch eine eigene Sonderabfüllung erschienen. Die auf 3.000 Flaschen limitierte Glenmorangie Lighthouse 12 Years ist im Destillerieshop in Tain erhältlich. Alle weiteren Details sowie auch Bilder des neuen Lighthouse finden Sie folgend:
Glenmorangies neue Heimat der Fantasie
Die schottische Highland-Marke eröffnet eine eigene Destillerie für Experimente
München / Tain 10. September 2021. Glenmorangie Single Malt Scotch Whisky ist für seinen köstlichen, unkonventionellen Stil bekannt. Die am schottischen Dornoch-Firth gelegene Brennerei eröffnet eine eigene Destillerie für Experimente – bislang einmalig in der Whiskyindustrie – um künftig jeden Aspekt der Whiskykreation neu zu definieren.
Bereits heute verschiebt Glenmorangie die Grenzen der Herstellung von Single Malts, in dem die Men of Tain ständig neue, ungewöhnliche Wege gehen – von der kreativen Nachreifung in unterschiedlichen Holzfässern, Innovationen wie Glenmorangie Signet mit Mokka-Aromen bis hin zur PrivatEdition-Reihe. Dr. Bill Lumsden, Director of Whisky Creation ist unermüdlich am Experimentieren, um köstliche und ungewöhnliche Whiskys zu kreieren. Der zentrale Aspekt seiner Arbeit ist immer die Frage: „Was wäre, wenn…?“. Um das zu beantworten, eröffnet Glenmorangie das Lighthouse, die erste Innovationsdestillerie, die ausschließlich für Experimente geschaffen wurde. Ein Spielplatz, um die Fantasien und die außergewöhnlichen Ideen von Dr. Bill zum Leben zu erwecken.
Das Glenmorangie Lighthouse ist nach seinem wegweisenden Ansatz in der Whiskybereitung benannt. Wie ein echter Leuchtturm ist der 20 Meter hohe Glaskubus schon von Weitem sichtbar. Es bietet eine einzigartige Flexibilität beim Destillationsprozess. Das Stillhouse umfasst zwei giraffenhohe Brennblasen, die dem Destillat den typisch-delikaten, fruchtigen Charakter von Glenmorangie verleihen. Neu sind Modifikationen in den Brennhälsen, die die Höhe modulieren können, als wären sie niedriger oder höher. Auch die Kondensation über Kupfer oder Edelstahl mit und ohne Purifer sind technisch möglich. Das eigens, im traditionellen Stil errichtete Sudhaus bietet Raum für unzählige Experimente mit Gerstenmalz, Wasser und Hefe. Das sensorische Labor im obersten Stockwerk erlaubt die einmalige Chance, während des Destillationsprozess die Rohspirituose zu untersuchen und weiter zu variieren.
Dr. Bill Lumsden sagt: „Unser Lighthouse ist ein Haus der Fantasie. Hier lassen sich unsere kreativen Ideen zum Leben erwecken und aromatisch weiterentwickeln. Von den Rohstoffen bis zum Destillationsprozess können wir kleinere oder größere Veränderungen vornehmen, die bislang unmöglich waren. Es gibt kein Tabu, solange es köstlich ist.“
Thomas Moradpour, Präsident und CEO von The Glenmorangie Company, sagt: „Die weltweite Nachfrage nach Glenmorangie Single Malt Whisky wächst deutlich. Unser Lighthouse, die Experimentaldestillerie, ist die erste ihrer Art in der Branche. Ein Grundstein für unsere Pläne, weiterhin den Spitzenplatz für köstliche Whiskys einzunehmen. Wir geben unserem talentierten Team damit freie Hand, Konsumenten weltweit köstliche Whiskys näher zu bringen.“
Anlässlich der Eröffnung des Glenmorangie Lighthouses ist eine eigene Sonderabfüllung nur im Destillerieshop in Tain erhältlich. Auf 3.000 Flaschen limitiert ist Glenmorangie Lighthouse 12 Years ein köstlich mild-fruchtiger Whisky, gereift in ehemaligen Bourbon- und Sherryfässern. Die Dauben daraus wurden als Wandverkleidung in der Experimentaldestillerie verbaut. Das Glenmorangie Lighthouse wird neben der Hauptdestillerie eigenständig und nachhaltig aus der destillerieeigenen Biogasanlage erwärmt. Besichtigungen sind nur von außen zum Beispiel im Rahmen eines Destilleriebesuchs möglich. Weitere Informationen unter Glenmorangie.com
Da einige neuere Abfüllungen nicht ganz überzeugen konnten, gibt Serge Valentin ihnen und auch sich selbst eine weitere Gelegenheit. Die beiden offiziellen Abfüllungen, als Sommerduett auf Whiskyfun vereint, können allerdings nicht recht begeistern. Es sind für Serge keine schlechten Whisky, allerdings auch keine guten, wie sie an den Benotungen erkennen:
Abfüllung
Punkte
Cardhu 15 yo (40%, OB, +/-2020)
76
Cardhu ‚Gold Reserve Game of Thrones House Targaryen‘ (40%, OB, +/-2019)
Unter den wachsamen und aufmerksamen Augen von Jack Brockbank, dem offiziellen Juror von Guinness World Records, füllten Angestellte des unabhängigen Abfüllers Duncan Taylor mehr als eine Stunde lang Single Malt in die große 1,80 Meter große Flasche. Nachdem sie 311 Liter eines Macallan 32yo aus zwei Schwesterfässern mit 43% Vol. eingefüllt hatten, konnte Jack Brockbank einen neuen Rekord verkünden. Der alte Rekord von The Famous Grouse Experience, aufgestellt im August 2012, wurde um 83 Liter verbessert.
Die Flasche befindet sich im Besitz der Whiskyfirmen Rosewin Holdings und Fah Mai Holdings. Den beiden Firmen gehörten auch beiden Fässer mit 32 Jahre altem Macallan, die dann Duncan Taylor miteinander vermählte. Später im Jahr soll die Flasche in einem Londoner Auktionshaus versteiger werden. Und diejenigen, die an diesem Rekord beteiligt sind, glauben, dass er einen zweiten Weltrekord für den höchsten Preis für eine jemals gekaufte Flasche Whisky brechen könnte.
Es passte anscheinend nicht der ganze Inhalt der beiden Fässer in diese große Flasche. Denn parallel zu zur Weltrekord-Flasche wurden auch weitere 168 spezielle 0,5-Liter-Flaschen mit Macallan 32 yo abgefüllt. Je 12 Flaschen bilden ein Set, das wie auch die Große Flasche als „The Intrepid“ 11 der größten Entdecker und Forscher würdigt. Diese Sets werden ebenfalls später im Jahr versteigert.
Die Plattform Caskshare stellt in ihrer englischsprachigen Presseaussendung die neue Signature Series vor. Diese entstand in Zusammenarbeit mit Mark Reynier, drei seiner Fässer, die aus der Bruichladdich Distillery kommen, werden ab März 2022 abgefüllt, diese Abfüllungen können allerdings bereits jetzt reserviert werden. Diese experimentellen Abfüllungen erforschen den Einfluss unterschiedlicher Arten der Eiche auf den Reifeprozess des Whiskys, z.B. Quercus Humboldtii. Welche Fässer, welche Eichensorten und in welcher Reihenfolge Mark Reynier diese bei der Reifung der neue Signature Series einsetzte, stellt die folgende englischsprachige Presseaussendung vor:
Caskshare Launches New Signature Series in collaboration with Mark Reynier
Online cask spirit platform Caskshare is set to launch its new Signature Series, an extended collaboration with prominent industry figures and cask owners, which enables privately owned casks to be shared and sold amongst a community of fellow whisky lovers.
Caskshare is delighted to be partnering with whisky maverick, Mark Reynier, to launch this new element of their industry leading platform. The casks listed as part of this series are Reynier’s rare and exclusive laddie selection. Reynier’s passion for innovation led to the development of Additional Cask Enhancement, and these casks demonstrate the remarkable results that can be achieved by the application of this process.
To maximise balance and harmony, Reynier undertook a complex operation pooling three casks, two Bourbon and one Oloroso cask matured whiskies, one from 2008 and two from 2010 through a journey of maturation to August 2018. Then the three casks (two years) were vatted together and filled back into Andean, Amarone (French oak) and Oloroso wood for a further 18 months. They were then revatted again, and the whole was filled into a first-fill American barrel (Cask R190410003), a Virgin American barrel (Cask R190410002), and a first-fill Oloroso hogshead (Cask R190410001).
The older 2008 cask is subsumed into the 2010’s making 2010 the AYS relevant year. Each will have the same complex flavour profile, and will be bottled in consecutive years showing more age and further cask emphasis throughout the series.
These are experimental bottlings exploring oak influences and incorporate new oak from the Andes (Quercus Humboldtii), which is an oak high in eucalyptoides. Reynier through this partnership with Caskshare is giving like-minded whisky lovers the chance to share this experience with him.
The casks will be bottled starting in March 2022 and present a chance to experience a totally unique triple racked journey in oak. They are available to reserve now on Caskshare website.
“What we have here are what some might say are the extreme end of whisky making, and represent my journey in finding true individuality in the whisky industry. Working with Caskshare has given me the chance to let others experience my journey through the years, and to hold a share of this maturing whisky alongside me.”
Mark Reynier
For too long there has been a confusion about what happens to privately owned casks when they are ready to be enjoyed. Owners have a dilemma as to whether to sell the cask to the original producer, brokers or independent bottlers; which can only be done as a sealed cask; or to bottle the whole cask, which results in a large amount of whisky, more than anyone would ever need. Caskshare Signature Series is the solution to that conundrum in a way that allows cask owners to enjoy some of their own whisky, bottled at a time that suits them, and to share the remainder with fellow whisky lovers.
“Mark has been a leading light in the whisky industry for over two decades and we are delighted to be working with him to bring these casks, innovative techniques and experimental bottlings to market. Caskshare Signature Series provides a groundbreaking solution, assisting cask owners with the best option for the final phase of cask ownership – the bottling, sharing and enjoying.”
Bereits zu Beginn des letzten Jahres stellte die japanische Destillerie Yamazaki ihren ältesten Whisky vor. Der Yamazaki 55 yo wurde aus zwei Whiskys komponiert: Einem, der im Jahr 1964 in ein Fass aus Weißeiche gefüllt wurde, und einem, der sich schon seit 1960 in einem Mizunara-Fass befand. Ganze 100 Flaschen, abgefüllt mit 46 % Vol., ergaben die beiden Fässer. Für einen Yamazaki 55 yo mussten dann umgerechnet knapp über 25.000 Euro bezahlt werden. Über eine Lotterie wurden die Glücklichen ausgewählt, die ihr Exemplar dann in Japan (der Versand wurde nicht angeboten) in Empfang nehmen konnten (wir berichteten).
Wer bei dieser Verlosung leer ausging, zu dem Zeitpunkt die aufgerufene Summe aufbringen konnte, oder nicht die Möglichkeit hatte, die eigene Abfüllung dann in Japan abzuholen: Es bietet sich eine neue Gelegenheit. House of Suntory startet jetzt die weltweite Veröffentlichung dieser Abfüllung. In den kommenden Wochen wird der Yamazaki 55 yo in Großbritannien, den USA, Festlandchina und Taiwan eingeführt und auch bei Einzelhändlern wie Harrods, The Whisky Exchange und Master of Malt erhältlich sein. Der aufgerufenen Preis beträgt jetzt allerdings 60.000 US-Dollar (etwas mehr als 50.000 Euro).
Wie in den vergangenen Jahren sucht Simple Sample zusammen mit Monika Pummer, Inhaberin der Xaver Lounge, die Festivalabfüllung des jährlich stattfindenden Gin-, Whisky- & Rumfestivals in Peiting aus. Da in diesem Jahr das Festival – coronabedingt – wesentlich kleiner stattfinden muss, ist die offizielle Festivalabfüllung auch online bestellbar. Alle weiteren Details zur Abfüllung – es ist ein (fast) 4 Jahre alter St. Kilian aus einem First Fill Port Cask – inklusive Link finden Sie in der Presseinformation, die wir von Simple Sample heute erhielten:
Simple Sample stellt vor: Die offizielle Festivalabfüllung zum 3. Gin-, Whisky- & Rumfestival der Xaver Lounge – dieses Jahr auch online bestellbar!
Simple Sample sucht traditionell, zusammen mit Monika Pummer – Inhaberin der Xaver Lounge, die Festivalabfüllung des jährlich stattfindenden Gin-, Whisky- & Rumfestivals in Peiting aus.
Dieses Jahr ist es ein (fast) 4 Jahre alter St. Kilian aus einem First Fill Port Cask geworden.
Eine Vollreifung im Portweinfass ist bei St. Kilian ziemlich selten, umso besser ist der Fakt, dass die diesjährige Festivalabfüllung auch online vertrieben wird, da das Festival coronabedingt wesentlich kleiner stattfinden muss.
Simple Sample schreibt im Wortlaut folgendes zur Abfüllung:
„Es ist mal wieder soweit!
Seit dem ersten Festival der Xaver Lounge stellen wir gemeinsam mit Moni als Joint-Bottling die Messeabfüllung. Das hat ja schon fast Tradition.
Da der Willowburn letztes Jahr soo gut ankam, die Flaschen schnell vergriffen waren und wir viel Lob bekamen, für das Festival zu einem deutschen Whisky gegriffen zu haben, haben wir Drei uns dieses Mal für einen St. Kilian entschieden!
Es handelt sich hier um eine nichtrauchige Vollreifung in einem First Fill Ex-Portwine Cask.
In natürlicher Fassstärke mit 59,2%vol. kommt er ohne Farbstoff und ohne Kühlfiltrierung in die Flasche.
Die diesjährige Abfüllung zum 3. Gin-, Whisky- & Rum-Festival am 16.10.2021 ist auf 200 Flaschen limitiert.
Wir starten ab sofort den Vorverkauf – die Flaschen werden sofort versendet.
Warum jetzt schon? Wie so oft in der jetzigen Zeit: Coronabedingt.
Also Glück im Unglück: Wir gehen gemeinsam mit Moni in den Vorverkauf und ihr habt bereits jetzt die Chance eure Messeabfüllung zu ergattern! Selbstverständlich halten wir auch genügend zurück für das Festival an sich.
Also Leute, schlagt zu. Wir hoffen es bekommt jeder der möchte eine Flasche ab.
Eine Portweinvollreifung von St. Kilian ist nicht alltäglich.“
IIrish Distillers präsentieren in ihrer Method and Madness Serie ein neues Ergebnis ihrer experimentellen Mikrobrennerei in der Midleton Distillery. Für Method and Madness – Rye and Malt ließ sich Distillerin Katherine Condon (sie ist jetzt Distillerin bei der Midleton Distillery, wir berichteten) vor sechs Jahren von den persönlichen Notizbüchern von John Jameson III aus dem Jahr 1857 inspirieren. Hier wurde bei verschiedenen Maischerechnungen auch Roggen mit einbezogen. Für die neueste Veröffentlichung verwendete Katherine Condon in der Maische 60% Roggen und 40% Malz. Das Destillat lagerte und reifte dann in Ex- Bourbon-Fässer aus amerikanischer Eiche und kam mit 46 % Vol. in die Flasche.
Method and Madness – Rye and Malt soll in der Nase Noten von Zitronenmelisse, blumigem Lavendel und Gewürznelken liefern. Am Gaumen folgen Noten von weißem Pfeffer, Chiliflocken und getoastetem Holz. Method and Madness – Rye and Malt ist ab dem 20. September in Irland, Großbritannien, am Flughafen Dublin und online für einen UVP von 95 € erhältlich.
Die Klammer um die heute zu verkostenden Whiskys: Ihre Herkunft liegt auf der Insel Islay (bis auf eine Ausnahme), die Brennereien werden nicht genannt, die Abfüllungen sind recht aktuell und sie erzielen gute bis sehr gute Bewertungen. Wer sich also nicht an Marken orientiert, kann in unserer Übersicht möglicherweise die eine oder andere Empfehlung finden: