PR: Neu in Deutschland – Compass Box Canvas und Compass Box Orchard House

Compass Box Canvas und Compass Box Orchard House: Diese neuen Abfüllungen aus dem Hause Compass Box werden voraussichtlich ab Mitte August auch auf dem deutschen Markt erhältlich sein. Darüber informierte uns die Prineus GmbH in ihrer heutigen Aussendung.

Alle weiteren Details finden Sie untenstehend:


Neu in Deutschland – Compass Box Canvas und Compass Box Orchard House


Wir möchten Ihnen die in Kürze erscheinende neue limitierte Abfüllung Compass Box Canvas sowie den Nachfolger vom Oak Cross in der Malt Whisky Kollektion, den Compass Box Orchard House, vorstellen.

Beim Compass Box Canvas handelt sich um einen Blended Malt Scotch Whisky.

Er enthält ein experimentelles Paket Malt Whisky, der drei Jahre lang in Vino Naranja Fässern nachgereift wurde. Vino Naranja ist ein spanischer Orangenwein. Diesem Sherry-ähnlichen Likörwein werden Orangenschalen zugesetzt. Er wird ausschließlich in dem Weinanbaugebiet Condado de Huelva in Südspanien hergestellt. Um die Fantasie neuer Compass Box-Fans anzuregen, wurde dieser mutige Whisky kreiert. Er ist fruchtig, keksig und reichhaltig.

Das Rezept

Tomatin DistilleryRefill Bourbon Barrel43,4%
Glenburgie DistilleryFirst Fill Bourbon Barrel24,2%
Glen Elgin DistilleryRecharred American Oak Hogshead15,4%
Tomatin DistilleryVino Naranja Barrel10,9%
Imperial Distillery     First Fill Bourbon Barrel6,1%

Abgefüllt mit 46%
Nicht kaltgefiltert
Natürliche Farbe
5.880 Flaschen weltweit
Lead Whiskymaker James Saxon
Geschenkkarton

UVP : 129,90€

Beim Compass Box Orchard House handelt sich um einen Blended Malt Scotch Whisky.

Der Großteil des Rezepts verwendet Whiskybestände, die von Compass Box frisch destilliert gekauft wurden. Diese Destillate wurden dann in Fässern nach hauseigener Spezifikation ausgereift. Viele der Brennereien, aus denen der New Make bezogen wurde, sind für ihren fruchtigen Stil bekannt. Orchard House zeigt diese Fruchtigkeit und profitiert von den vielen Fassreifungsmethoden, die man in den letzten 20 Jahren entwickelt und durchgeführt hat. Orchard House steht für ein neues Geschmackserlebnis: Kreiert nach eigenen Vorstellungen.

Das Rezept

Benrinnes DistilleryFirst Fill Bourbon Barrel20,0%
Linkwood DistilleryFirst Fill Bourbon Barrel39,0%
Clynelish DistilleryFirst Fill Bourbon Barrel29,0%
Distillery near the town of AberlourRevatted Oloroso Sherry Seasoned Butt8,0%
Highland Malt BlendEigenes French Oak Barrel – Heavy Toast2,0%
Caol Ila DistilleryFirst Fill Bourbon Barrel2,0%

Abgefüllt mit 46%
Nicht kaltgefiltert
Natürliche Farbe

UVP : 39,90€

Video: Ralfy verkostet Jim Beam Black Triple Aged 6yo @43%vol (Review #886)

Es geht bei Ralfy Mitchell und seinen Verkostungs-Videos weiter mit sogenannten Malternatives, also um Alternativen zu Malt Whisky aus dem großen Bereich der Spirituosen. Nach dem Exkurs in das Thema Canadian Whisky in der letzten Woche widmet er sich nun der großen weiten Welt ‚Bourbon‘. Der Kandiat, den es zu verkosten gilt und der den Einstieg in diese Welt bildet, kommt aus dem Hause Jim Beam und ist der Black Triple Aged, abgefüllt mit 43 % Vol.. Eine recht schmale Bewertung mit 81 Punkten zeigt, dass der Jim Beam Black Triple Aged sicherlich kein schlechter Bourbon ist. Doch wie wir in den Kommentaren zu seinem Video auf Youtube lesen können, scheint es für einen Exkurs in das Thema ‚Bourbon‘ empfehlenswertere Kandidaten zu geben. Wir wünschen viel Spaß und Vergnügen mit Ralfys 15 Minuten langem Video – auf Youtube oder hier auf unserer Seite.

PR: International Spirits Challenge 2021 zeichnet The House of Suntory als „Japanese Whisky Distiller of the Year“ aus

The House of Suntory erhielt bei der International Spirits Challenge 2021 eine Reihe von Auszeichnungen. Wie The House of Suntory in der dazugehörenden Pressemeldung schreibt, unter anderem mit dem Preis der Kategorie als Japanischer Whisky-Destiller des Jahres sowie mit Doppelgold für Hibiki 21, eine der nur elfmal im gesamten Wettbewerb vergebenen Doppelgold-Auszeichnungen.
Alles Weitere, unter anderem auch die komplette Liste der Ergebnisse des Wettbewerbs für The House of Suntory, finden Sie in der folgenden Pressemeldung:


International Spirits Challenge 2021 zeichnet The House of Suntory als „Japanese Whisky Distiller of the Year“ aus

Als Bester der Kategorie gewinnt Hibiki® 21 Doppelgold. Yamazaki® und Hakushu® erhalten bei dem renommierten globalen Tasting-Event mehrere Gold-Auszeichnungen.

Frankfurt, im Juli 2021 – The House of Suntory, Begründer und Pionier der japanischen Whisky-Tradition, wurde bei der diesjährigen International Spirits Challenge 2021 für sein Kernportfolio an Premium-Whiskys erneut mit einer Reihe von Branchenauszeichnungen gewürdigt. Darunter mit dem
Preis der Kategorie als Japanischer Whisky-Destiller des Jahres sowie mit Doppelgold für Hibiki® 21, eine der nur elfmal im gesamten Wettbewerb vergebenen Doppelgold-Auszeichnungen.

Weitere Goldprämierungen für The House of Suntory gingen an Hibiki-, Yamazaki®- und Hakushu®-Abfüllungen. Markenübergreifend wurde The House of Suntory mit 21 Medaillen ausgezeichnet, darunter 13 Goldmedaillen. Die im Juni in London stattfindende International Spirits Challenge würdigt herausragende Qualität, Kompetenz und Spitzenleistungen bei Spirituosen auf der ganzen Welt.

„Wir fühlen uns geehrt, dass uns diese außergewöhnliche Anerkennung durch einen der renommiertesten Branchenwettbewerbe der Welt Jahr für Jahr zuteilwird“,

sagt Jon Potter, Managing Director für The House of Suntory bei Beam Suntory.

„Diese Auszeichnungen sind ein Beleg des Engagements unseres Unternehmens für Qualität, Präzision und herausragende Leistungen. Wir gratulieren unserem Chief Blender Shinji Fukuyo und seinen engagierten Teams in unseren Destillerien, die ein Höchstmaß an Können und Leidenschaft für ihr Handwerk an den Tag legen. Sie setzen sich tagtäglich dafür ein, nur die besten Spirituosen zu produzieren.“


Die komplette Liste der Ergebnisse des Wettbewerbs für The House of Suntory:

DOPPELGOLD
Hibiki 21 Year Old

GOLD
Hibiki Blender’s Choice
Hibiki Japanese Harmony
Hibiki Japanese Harmony Master’s Select
Hibiki 30 Year Old
Yamazaki Single Malt 12 Year Old
Yamazaki Single Malt 18 Year Old
Yamazaki Single Malt 25 Year Old
Yamazaki Single Malt Mizunara 2020 Edition
Yamazaki Single Malt Spanish Oak 2020 EditionYamazaki Single Malt Bordeaux Wine Cask 2020 Edition
Hakushu Single Malt 12 Year Old
Hakushu Single Malt 18 Year Old
Hakushu Single Malt 25 Year Old

SILBER
Suntory Whisky Chita
Suntory World Whisky AO
The Hakushu Single Malt Whisky
The Hakushu Single Malt Whisky Peated Malt 2021 Edition
The Yamazaki Single Malt Whisky
The Yamazaki Single Malt Whisky Puncheon 2020 Edition
The Yamazaki Single Malt Whisky Peated Malt 2020 Edition

ÜBER THE HOUSE OF SUNTORY

Seit 1923 gilt Suntory als Pionier des japanischen Whiskys, anerkannt für sein House of Master Blenders und die Art of Blending. Der Gründervater des japanischen Whiskys, Shinjiro Torii, baute Japans erste MaltWhisky-Destillerie in Yamazaki. Sein Sohn Keizo Saji führte das Erbe von Suntory fort, er wurde Suntorys zweiter Master Blender und gründete weitere Destillerien wie die Hakushu-Destille. Auch mit den folgenden Generationen der Suntory Master Blender bleibt Suntory Whisky stets seinem Erbe und der Innovation verpflichtet. Bei der International Spirits Challenge in London (Vereinigtes Königreich) wurde The House of Suntory Whisky bereits viermal zum „Distiller of the Year“ gekürt (2010, 2012, 2013, 2014).

PR: Die Blindtastings von Simple Sample gehen in die nächste Runde!

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Simple Sample haben wieder ein neues Sample Set für ein Blindtasting veröffentlicht. Es enthält alle Samples doppelt. So können vor dem Livetasting auf der Webseite in einem Formular Tipps abgeben und auch am Livetasting am 28.07.2021 teilgenommen werden.

Alles Wissenswerte dazu und sowie natürlich auch die Bestellmöglichkeiten finden Sie in der nachfolgenden Pressemitteilung:


Die Blindtastings von Simple Sample gehen in die nächste Runde!

Das Blindtasting Set #17 ist ab sofort erhältlich.
Die Besonderheit diesmal, alle Whiskys sind mindestens 14 Jahre alt!

Zu Gewinnen gibt es wieder folgende Gutscheine:

Simple Sample haben wieder ein neues Sample Set für ein Blindtasting veröffentlicht. Es enthält alle Samples doppelt, so dass sowohl auf der Webseite in einem Formular Tipps abgeben können, als auch am Livetasting am 31.03.2021 teilgenommen werden kann.

3. Platz – 10% Gutschein für das nächste Blindtasting
2. Platz – 20% Gutschein für das nächste Blindtasting
1. Platz – das komplette nächste Set 
GRATIS

Alle Details zusammengefasst:

  • im Set enthalten sind insgesamt ZWEI 2,5cl Samples JE WHISKY
  • ihr nutzt das erste 2,5cl Sample um den Whisky zu analysieren
  • ihr könnt nun in einem Formular auf unserer Webseite eure Tipps dazu abgeben
  • wer die meisten Punkte richtig hat, gewinnt einen Shopgutschein
  • am jeweils letzten Mittwoch im Monat um 20:00 Uhr gehen wir Live auf Facebook und YouTube und verkosten alle das andere 2,5cl Sample zusammen!
  • wir zerlegen ihn richtig und lesen dabei schon einige Tipps vor
  • wir lösen die jeweiligen Flaschen Live im Stream auf, der „Aha“-Effekt ist dabei besonders groß
  • der Gewinner wird Live im Video verkündigt, falls gewünscht

Die Teilnahme am Stream ist absolut keine Pflicht!

Ihr könnt die Whiskys auch einfach alleine verkosten, das Formular ausfüllen und nehmt automatisch am Gewinnspiel teil.

Der Livestream zum Blindtasting findet beim Set #17 am 28.07.2021 um 20:00 Uhr statt, alle Käufer werden aber nochmal rechtzeitig erinnert.

Das Set kostet 39,90 € (100 ml = 19,95 €) und ist ausschließlich im Onlineshop von Simple Sample erhältlich.

Love Letters from Britain: The Lakes Distillery

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Love Letters from Britain, also Liebesbriefe aus Großbritannien, verschickt die BBC in und mit ihrer gleichnamigen Serie. In dieser werden „die unerzählten Geschichten der innovativsten Luxusmarken Großbritanniens“ aufgedeckt. The Lakes Distillery steht es zu zu, im ersten Teil dieser neunteiligen Reihe die individuelle Geschichte der englischen Whisky-Brennerei darzustellen. Auf ihrer Website weist die BBC explizit darauf hin, dass das Video von The Lakes Distillery bezahlt und präsentiert wurde. Master blender Dhavall Gandhi übernimmt diese Aufgabe, und präsentiert bei dieser Gelegenheit auch seine Arbeit sowie seine Sicht auf Whisky im allgemeinen. Das viereinhalb Minuten lange Video finden im Vimeo-Kanal von The Lakes Distillery sowie im oberen Bereich dieses Posts. Es handelt sich somit dann um eine Werbefilm im Stil eines Dokumentarfilms.

Serge verkostet: Auchentoshan im Sommer-Duett

Viel Holz, wenig Spirit. So beschreibt Serge Valentin die Whiskys ohne Altersangabe, die seit circa zehn, fünfzehn Jahren das Portfolio von Auchentoshan bestimmen. Der Einstiegs in das heutige Tasting auf Whiskyfun mit Whiskys dieser Lowand-Brennerei unterstützt diese These auch sehr deutlich. Wer mit Auchentoshans andere Geschmackserfahrungen erleben möchte, muss sich wohl eher bei den Indies umschauen. Der zweite Malt im heutigen Duett weiß deutlich zu gefallen, wie Sie in unserer Tabellenübersicht sehen können:

Auchentoshan ‚Dark Oak‘ (43%, OB, 1l, +/-2020)74
Auchentoshan 22 yo 1998/2020 (51.8%, Chapter 7, cask # 100155, 199 bottles)87
Die Destillerie Auchentoshan. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Exklusiv: Gewinnen Sie mit Diversa Spezialitäten 3x den Three Ships 12yo Single Malt aus Südafrika!

Mit unserem neuen Gewinnspiel entführen wir Sie in die wohl südlichste Whiskybrennerei der Welt, die mit ihren Single Malts und Grains weltweit hohe Anerkennung genießt. Gemeinsam mit unserem Partner Diversa Spezialitäten verlosen wir drei Flaschen des Three Ships 12yo Single Malt aus der Master Distillers Private Collection – und dieser besagte Master Distiller ist die Whisky-Ikone und Master Distiller of the Year 2018, Andy Watts.

Andy Watts hat mit der James Sedgwick Distillery Whisky nach Südafrika gebracht, und von dort aus wieder in die ganze Welt. Die Whiskys aus der Brennerei (Three Ships als Single Malt und Bain’s Cape Mountain als Single Grain) haben zahlreiche Preise gewonnen und sind bei Whiskyliebhabern rund um die Welt begehrt.

Wer mehr über die James Sedgwick Distillery nahe Kapstadt oder Master Distiller Andy Watts erfahren will, dem legen wir unseren Bericht über die Brennerei (Teil 1 und Teil 2) oder unser Video-Interview mit Andy Watts, das wir dort geführt haben, ans Herz. Und wenn Sie sich über den ausgezeichneten, speziell für Europa abgefüllten Three Ships 12yo Single Malt aus der Master Distillers Private Collection, den Sie hier mit uns gewinnen können, informieren wollen, dann lesen Sie einfach weiter (damit fällt dann übrigens auch die Antwort auf unsere Gewinnfrage noch leichter):

Three Ships Whisky 12-Year-Old Single Malt

Hergestellt in der James Sedgwick Distillery in Wellington, Südafrika, ist der Three Ships Whisky 12 Jahre eine Hommage an den unermüdlichen Einsatz des leidenschaftlichen Whisky-Teams. Obwohl die Herstellung von Whisky in Südafrika nie für möglich gehalten wurde, haben wir durch harte Arbeit, Entschlossenheit und Hingabe erreicht, was viele nicht für möglich hielten.

Bild © Whiskyexperts 2019

Diese erste Abfüllung aus der Master Distiller’s Private Collection ist ein schönes Beispiel dafür, wie der Einfallsreichtum der südafrikanischen Whiskyhersteller zur Erweiterung der weltweiten Whiskykategorie beiträgt. Abgefüllt wurde der Whisky ohne Farbstoffe und Kühlfiltrierung mit 46,3% vol. Alkoholgehalt.

Tasting Notes:

Farbe: Helles Gold.

Nase: Vielschichtiges Shortbread, Trockenfrüchte, weiches Leder, Kirschen, geröstete Nüsse mit Noten von Blumen und Mokka.

Geschmack: Der offensichtliche rauchige, torfige Einfluss wird ergänzt durch Pfeffer, getrocknete Pfirsiche, Zitrusfrüchte, Anklänge von Weihnachtsplunder und einer Erdigkeit, die an einen Kiefernwald erinnert.

Abgang: Der Abgang ist lang, warm, cremig und würzig mit zarter Lakritze, die im Mund verweilt.

Und so gewinnen Sie einen der 3 Three Ships 12yo Single Malt aus Südafrika:

Beantworten Sie folgende Gewinnfrage: In welchem Ort liegt die James Sedgwick Distillery, in der der Three Ships 12yo Single Malt gebrannt wird?

a. Nelson
b. Wellington
c. Churchhill

Ihre Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff „Three Ships“!

Unter allen Einsendungen mit der richtigen Antwort und dem richtigen Betreff, die uns bis 1. August 2021, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinner der Preise und geben sie am 2. August 2021 bekannt. Die Gewinne werden durch unseren Partner Diversa Spezialitäten versendet.

Pro Haushalt ist nur eine Teilnahmemail möglich!

Die James Sedgwick Distillery in Wellington/Südafrika. Bild: Whiskyexperts 2019

Teilnahmebedingungen:

Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt, die Gewinnfrage beantwortet und seine Antwort mit dem Betreff „Three Ships“ einsendet sowie das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 1. August 2021, 23:59 Uhr. Die Gewinner*innen werden am 2. August 2021 auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts und Diversa Spezialitäten sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Gewinn wird von Diversa Spezialitäten versendet, wir übermitteln dafür die Gewinneradressen an das Unternehmen. Diese Daten werden dort wie alle Adressdaten bei uns nach Abschluss des Gewinnspiels sofort und unwiederbringlich gelöscht.

Hinweis zum Datenschutz: Wir erheben nur jene Daten von Teilnehmern, die für die Abwicklung des Gewinnspiels nötig sind (Name, email-Adresse und Postanschrift). Alle in diesem Zusammenhang erhobenen Daten werden nach Abschluss des Gewinnspiels und der erfolgreichen Versendung des Preises ausnahmslos gelöscht und weder für unsere Zwecke weiterverwendet noch an Dritte weitergegeben. Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden – und geben uns auch die Erlaubnis, Ihren Namen und Wohnort im Falle des Gewinns auf unserer Seite veröffentlichen zu dürfen.

Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen!
Herzlichst,
Ihr Whiskyexperts-Team

Neue Deutsche Whiskyvideos der Woche (241)

Willkommen zur  241. Folge der Whiskyvideos und Podcasts der Woche. Wie immer bringen wir in ihr Beiträge aus dem deutschen Sprachraum zum „Wasser des Lebens“, die uns von den Vloggern und Podcastern zugesendet wurden. In den Videos werden sowohl neue als auch ältere Abfüllungen verkostet – alles nach dem eigenen Ermessen der Verkoster und ohne kommerziellen Hintergrund.

Die Liste der teilnehmenden Vlogs ist nicht fix: Wenn Sie meinen, dass Ihr Video ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre.

In der Ausgabe 241 finden Sie neun neue Videos:

WhiskyJason – Booker’s Bourbon 2021-01E mit 62.65% 2019 vs. 2020

Whisky Evening – Benriach 16

Whisky Helden – Clynelish 1996/2020 24 Jahre (deinWhisky)

Friendly Mr. Z. – Teeling Pineapple Rum Cask Finish + Vorbelegungs-Rum

Malte Talks Malt – Glen Garioch 15 Jahre Sherry Cask Matured

World Wide Whisky – Mortlach 13 Jahre McCRAE`S

Whisky Enjoy – Koval Single Barrel Bourbon Whiskey Bottled in Bond

https://youtu.be/5I5iJpmg7Jw

Malts and Metal – Peat’s Beast PX Wood Finish Batch Strength

Pat Hock – Kavalan Podium

https://youtu.be/Prg00N5F5KU

Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.

Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu jeweils bis Freitag, 12 Uhr an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!

Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 33)

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Wir freuen uns, Ihnen jeden Sonntag ein Stück einer wunderbaren Geschichte über Schottland, Whisky und das Reisen vorstellen zu dürfen: Exklusiv auf Whiskyexerts präsentieren wir Ihnen Whisky Cycle, das neueste Buch von Uli Franz, als Fortsetzungsgeschichte.

Uli Franz lebt als Schriftsteller im Chiemgau und auf der dalmatinischen Insel Brac’. Von 1977-80 arbeitete er als Zeitungskorrespondent in Peking. Über China und Tibet veröffentlichte er zahlreiche Bücher. Zuletzt erschienen Radgeschichten und „Die Asche meines Vaters“ (Rowohlt Verlag).

Das Buch Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland (ca. 320 Seiten) ist momentan in der ersten Auflage vergriffen – über Neuigkeiten zu Bestellmöglichkeiten werden wir Sie natürlich rechtzeitig informieren.

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Die Radtour zu 17 schottischen Destillerien. Karte von Alba Collection

-hier geht es zur Folge 32-

Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 33)

In den Altstadtgassen von Inverness hatte sich inzwischen der Abend niedergelassen. Als ich wieder aus dem Fenster sah und das Licht einer tropfnassen Straßenlaterne erblickte, wurde mir klar, dass ich mich vergessen hatte. Längst musste Zeit fürs Abendessen sein, und schon meldete mein Magen Hunger und auf die Frage nach einem Restaurant, antwortete Gordon ohne zu zögern: „Black Isle hat die besten Pizzen am Ort und liegt gleich um die Ecke.“

Mit Handshake trennten wir uns ganz sportlich, ein Augenzwinkern setzte ich noch obendrauf und wünschte Gordon viele wissbegierige Gäste, die seinen eigenwilligen Humor verstünden. Im winzigen Flur des Malt Rooms zog ich die letzte Jacke, die mein Anorak war, vom Haken und trat auf die Gasse hinaus.

Regenschnüre glitzerten im Laternenlicht und fielen funkelnd zu Boden. Ihr Anblick stimmte versöhnlich, aber die Bäche, die an den Hauswänden herabliefen und sich in immer größeren Pfützen auf dem Kopfsteinpflaster sammelten, und die Kälte, die mich im Freien empfing, waren nicht gerade komfortabel. Fahrig schlüpfte ich in die Jacke und lief auf gedämpften Turnschuhsohlen los. Im Gehen stimmte mich der Regen ruhiger. Den feinen Staub der Abgase wusch er aus der Luft und den groben des Zerfalls von den Fassaden. Zum Glück verscheuchte er auch den Nebel aus meinem Kopf.

Leergefegt die Gassen und Straßen der City, nur selten aufblitzende Scheinwerfer. Die naße Luft roch salzig und nach Tang, vermutlich die Grußbotschaft der nahen Nordsee. Meine Gasse mündete in die vollgeparkte Church Street ein, hier musste ich nach rechts abbiegen. Schon von weitem sah ich das Ziel, einen Pulk von Menschen, rauchende Gestalten, die im Licht eines Schaufensters beisammen standen. Die milchigen Schwaden aus ihren Glimmstängeln stauten sich im Windfang des Lokals, als drängte es sie wie mich in die Wärme. Hinter der Schwingtür stieß ich gegen eine unsichtbare Wand, eine Wand von Düften und Ausdünstungen. Mit solch einem Ort hatte ich nicht gerechnet.

Über die ganze Decke wanden sich Röhren aus verzinktem Blech und führten zur Kuppel eines Steinofens, dessen feuriges Maul laufend knusprige Pizzen freigab. Zum Schneiden dicht, stand die Hitze des Ofens im hohen, weiten Raum, der früher eine Werkhalle gewesen sein musste. Mediterrane Gerüche von Thymian, Salbei, Rosmarie und Knoblauch vermengten sich mit den Ausdünstungen der Speisenden, die eng beieinander an langen Holztischen saßen und sich über ovale Holzbretter beugten. Die Pizzen waren groß und bunt belegt und schienen allen zu munden. Satte Zufriedenheit lag auf den geröteten Gesichtern und wer aufgegessen hatte, schob das leere Brett beiseite, griff zum Glas und widmete sich plaudernd seinen Nachbarn oder ging nach draußen eine rauchen. Die Besucher waren nicht einfach hungrige Fans der Weltspeise Pizza, oh nein, diese jungen Stadtmenschen gehörten zur Black Isle Familie. Auch ich, kaum, dass ich einen Platz ergattert hatte, wurde sofort in die Familie aufgenommen.

Die Veggie-Pizza war knusprig und großzügig mit Zwiebeln und Artischocken belegt, roch herzhaft nach Knoblauch und verlangte nicht nach einem Dram, sondern nach einem frisch gezapften Craftbeer, wie es die jungen Schotten an meinem Tisch alle tranken.

Black Isle, neben BrewDog die angesagteste schottische Biobrauerei, hat charakterstarke Biere wie Yellowhammer und Red Kite Ale im Angebot, und keine fünf Meter neben meinem Sitzplatz flossen sie alle frisch und schaumig wie ein Stich aus dem Zapfhahn. Hoch an der Wand hing über einer Liste mit Fassbiersorten – vom Golden Eye Cask bis zum Porter – der Slogan der jungen Branche „Save the planet, drink organic“.

Kaum, dass das Pint vor mir stand und ich die Lippen in die fluffige Schaumkrone eintauchte, jauchzte mein Gaumen und verlangte nach einem herzhaften Schluck. Welch ein Feuerwerk aus Frische und Frucht, aus Würze und Wohlgeschmack! Obwohl ich im Land der tausend Biere lebe, floss mir noch nie solch ein kraftvoller Gerstensaft über die Lippen. Beim zweiten Verkostungsschluck fragte ich mich, warum darf unser Bier nicht viel exotisch-fruchtiger schmecken, warum setzen unsere Brauer nicht häufiger natürliche, wohlgemerkt, natürliche Fruchtextrakte und Hefen, sei es mit Grapefruit oder Feige, dem Gerstensaft zu? Vor mir im Glas schäumte der Beweis, dass sich junge schottische Kreativbrauereien neben den großen Standard Brauereien behaupten und immer mehr Erfolg haben können.

Ein Lebensstil, der Altes mit Neuem, Schottisches mit Exotischem verband, zeigte sich auch in der Aufmachung der jungen Wilden, die erhobenen Hauptes Rastalocken trugen, an den entblößten Armen tintenschwarze Tattoos und um die Taille den Kilt. Als ich bei einigen der schwungvoll bedienenden Männer den Kilt als Hosenersatz bemerkte, erwachte in mir ein altgehegter Jugendwunsch – meine Garderobe um einen Kilt zu erweitern.

Mit siebzehn besaß ich eine einzige Krawatte, einen Binder mit rotkariertem Schottenmuster. Den schlanken Binder trug ich sorgsam geknotet über einem gebügelten, weißen Hemd unter einem schwarzen Blazer. So herausgeputzt über einer wollgrauen Hose, ging ich mit Freund Mecki am Wochenende zum Tanzen in den Scotch Club. An die schottische Zierde meiner Jugend erinnerte ich mich jetzt. Im Tischgespräch mit meinem schottischen Nachbarn erfuhr ich, dass das rote Karomuster ein Royal Stewart und der Tartan von Elisabeth II. war. Wieder hatte der Reisende etwas gelernt: nun kannte ich auch den traditionellen Dresscode der Queen – nicht pfirsich- und fliederfarbene Ascot Hüte, sondern ein rotes Schachbrettmuster mit grasgrünen und gelben Streifen und Linien.

Bereits beim ersten Eintauchen in die City von Inverness hatte ich unterhalb vom Schloss die jägergrüne Reklame „Chisholms Highland Dress“ über einem Geschäft entdeckt und mir die Adresse gemerkt. In diesem Fachgeschäft wollte ich an meinem Ruhetag vorbeischauen.

Zu Fuß machte ich mich am nächsten Morgen auf und fand in kurzer Entfernung von meinem B&B ohne weiteres Suchen das Kleiderfachgeschäft. Die Auslage in den Schaufenstern mit Tartan-Stoffen, Flachmännern aus Silber, Lederschuhen, Kilts und Tweedpullovern sowie einer folkloristisch eingekleideten Schaufensterpuppe mochte auf viele angestaubt oder gar museal wirken, auf mich wirkte sie wie ein Magnet, der mich ins Innere zog – erstmal nur zum Schnuppern. Ich bin kein Typ, der sich mit dem Erstbesten begnügt, das gilt für Whiskys und für Kilts gleichermaßen. Bei Google hatte ich recherchiert und in Inverness vier Kiltmaker gefunden: im Victorian Market, am Bahnhofsvorplatz, am River Ness und in der Castle Street, eben Chisholms, das Geschäft, das ich nun betrat.

Bei uns wird ein Mann im Schottenrock gerne mit einem Lächeln bedacht, gar einem verhaltenen Grinsen, in dem eine gewisse Überheblichkeit mitschwingt. Ernst genommen wird der Kilt nur als närrisches Faschingskostüm. Aber das ist dumm, denn der Schottenrock ist kein Spaßkostüm, kein weibisches Röckchen, das nur die freche Frage provoziert: „Na, was trägst du darunter?“

Als ich die Ladentür öffnete, war mir klar, ich wollte kein Spaßkostüm, ich wollte einen ernsthaften Rock, nicht aus Polyesterschund, sondern aus echter schottischer Schurwolle, möglichst schwer und handgenäht. Diesen Wunsch teilte ich Ian Chisholm mit und wurde von ihm königlich beraten und bedient. Wäre es nach Trusted Shops gegangen, hätte er fünf Sterne verdient.

Der Chef persönlich beugte sein Knie vor mir und vermaß in Inches meine Taille mit einem Maßband, das er sonst immer um den Nacken über der Weste trug. Herr Chisholm spürte recht schnell, ob es ein Tourist mit dem Kauf Ernst meinte oder ob er nur neugierig reinschnupperte, um ein Selfie im Kilt zu schießen. Noch während des Maßnehmens stellte er seinen Geschäftssinn unter Beweis: „Ein handgemachter Kilt kostet Sie umgerechnet um die 700 Euro…“

„Oh, das hätte ich jetzt nicht gedacht!“ Ich zeigte auf den rostbraun-olivgrünen Kilt, den er kniefrei um die Hüfte trug. „Dann ist Ihrer vermutlich auch so teuer, das schöne Stück gefällt mir ausserordentlich gut.“

„Noch teurer, weil der Stoff so schwer gewoben ist, seine sieben Meter wiegen ohne die Schnallenschließen allein schon über sechs Pfund.“

Nun ja, verglichen mit einer sämisch gegerbten, gar bestickten Lederhose ist ein edler Schurwolle-Kilt noch immer eine günstige Anschaffung. Allerdings ist es mit einem Kilt alleine noch lange nicht getan. Herr Chisholm sagte kein Wort, dafür breitete er die ganze Tracht auf dem grünen Filz eines Schneidertischs aus: Kilt, Sporran, Weste, Jackett, Kniestrümpfe, Strumpfbänder und schwarze Ghillie Brouges, zungenlose Halbschuhe mit extrem langen Schnürsenkeln. Alle Achtung! Sieben Accessoires gehörten also zu einem kompletten Set!

Während er diese Stücke zu einem stimmigen Outfit arrangierte, öffnete er die obersten Knöpfe seiner stramm sitzenden Tweedweste, vermutlich war ihm vor lauter Eifer heiß um die Leibmitte geworden. In aller Ruhe schneuzte er sich die Nase und zeigte auf die Auslage auf dem grünen Filz. „Das Set muss farblich und vom Material her harmonieren“, sagte er und ich stellte mich auf eine längere Ausführung über die schottische Kleidung ein. „Wie sollen zum Beispiel die langen Kniestrümpfe halten, wenn nicht mit Strumpfbändern, die natürlich verborgen sein müssen. Auch bei einem längeren Marsch dürfen die Strümpfe nicht rutschen, sonst käme der Marschierende ja aus dem Schritt. Also braucht man Strumpfbänder. Dafür sind diese farblich passenden Wimpel mit Gummizug da, sie werden unter dem umgeschlagen Strumpfende versteckt. Als nächstes der Sporran, die Ledertasche, die an einer langen Kette im Schritt getragen wird. Beim Sporran gibt es eine Faustregel: Silber nicht vor 6.00 p.m. Ein Sporran mit Silberbügel gehört definitiv zur Abendgarderobe. Soweit so gut, aber damit macht der Gentleman noch nichts her, auch das, was er über der Taille trägt, ist von Bedeutung. Da wäre einmal die schwarze Argyll-Weste mit versilberten eckigen Knöpfen und dann der kurzgeschnittene Spencer, ein knappes Jackett, das man Prince Charlie nennt. Eine Krawatte oder ein bauschendes Halstuch komplettieren das Erscheinungsbild und machen aus einem Mann einen stilvollen Gentleman.“

Ian Chisholm war ausgebildeter Schneidermeister und seit über 30 Jahren im Geschäft. Nicht abgestumpft, nicht lustlos, sondern liebenswert und kundenfreundlich stand er von morgens bis abends hinter dem grünen Schneidertisch und trieb erfolgreich seinen Laden und die Schneiderei um. Sein glattrasiertes Gesicht, das mit jeder Erklärung ein bisschen röter wurde, bewies seine Begeisterung, einen Kunden zufriedenzustellen. Unerwartet rückte er mit einer Nachricht heraus, die mich elektrisierte: „Aus unserem Magazin kann ich Ihnen einen Ex-Hired-Kilt anbieten. Dazu noch die passende Weste samt Prince Charlie Jackett, beides getragen, aber chemisch gereinigt und bestens gepflegt. Dann wäre der Preis nicht 1000 Euro, sondern läge erheblich darunter.“

Aha, was für ein gewiefter Geschäftsmann – kurz blitzte dieser Gedanke auf, aber gleich war er wieder in der Tiefe meiner Hirnwindungen verschwunden, denn vor mir stand ein seriöser, gutgekleideter Herr mit Silberhaar, der mit seinem Maßband um den Nacken ein wenig wie der Hofschneider Seiner Majestät aussah.

„Ja, das würde mich interessieren, vielleicht erst mal nur Kilt und Weste“, antwortete ich in höflichem Ton.

Unverzüglich verschwand der Schneidermeister hinter einem grünrot karierten  Vorhang, nachdem er nochmals meine Taille und die Länge meiner Oberschenkel von der Hüfte bis zum Knie in Inches gemessen hatte. Während ich am grünen Filztisch wartete, schaute ich mir einen Katalog mit Tartan-Mustern an, in dem der Burberry Tartan viel Raum einnahm, und ich unglaublich viele farbige und schwarzweiße Tartans entdeckte – gewiss weit über tausend oder sogar mehr.

Ursprünglich war der Kilt eine dichtgewobene Schafwolldecke. Wie eine Tunika wurde sie von den römischen Soldaten getragen, die in den kühlen Gefilden von Caledonia stationiert waren. Ein Ledergürtel hielt die breitgewobene Wolldecke um die Leibmitte zusammen, während die Schleppe wie ein Umhang über die Schulter gelegt wurde. Bei diesem alltagstauglichen Umhang handelte es sich um eine echte Outdoor-Kleidung, die auch als Zudecke zum Draußenschlafen diente. Erst im 18. Jahrhundert entwickelte sich aus diesem zweckmäßigen Plaid der Kilt wie wir ihn heute kennen. Er besteht aus einer fünf bis sieben Meter langen Bahn aus Kammgarn, die zu einem Rock gerafft wird. Dieser Rock ist auf der Rückseite vielfach plissiert und von Hand genäht. Zwei oder drei seitliche Schnallen halten ihn in der Taille.

Endlich kehrte Herr Chisholm mit mehreren Kilts über dem Arm aus seinem Magazin zurück und legte die guten Stücke auf den grünen Tisch. „Ein Dress Gordon in Schwarzweiß mit feinem Gelbstreifen, ein schwarzweißer Douglas und ein rotblauer Fraser.“

Aus Höflichkeit zögerte ich kurz und überlegte länger, dann gestand ich ihm: „Ehrlich gesagt, gefällt mir keiner davon, schauen Sie hier im Katalog, der da…“

„Ein MacKenzie, auch eine gute Wahl. Ich schaue mal, ob ich diesen Tartan finde.“ Wieder verschwand der ruhige Schneidermeister hinter dem karierten Vorhang, und ich probierte solange eine schwarze Weste aus Schurwolle mit eckigen Silberknöpfen an. Sie passte wie angegossen, und das Label „Duncan Chisholm & Sons LTD, Inverness“ mit dem Schloss in roter Linierung auf weißem Grund gefiel mir auch, weil es mich für immer an meine Kostümprobe in Inverness erinnern würde.

Bereits bei der Durchsicht des Musterkatalogs war der Entschluss gereift: Nein, das kurze Dinner Jacket kam nicht in Frage, es war mir einfach zu spießig. Schwarze Argyll-Weste ja, aber stattdessen würde ich ganz leger lieber eine kurze Lederjacke oder einen Tweedpullover tragen.

„Hier habe ich einen handgenähten MacKenzie Seaforth für Sie gefunden, der müsste passen.“ Mit diesen Worten reichte er mir einen Kilt mit tannengrünen und bläulich-violetten Karos und einem Geflecht aus feinen roten und weißen Linien.

Für das nochmalige Ausmessen der Länge musste ich hinknien und den Oberkörper kerzengerade aufrichten. Glück gehabt, der Saum des MacKenzie berührte nicht den abgetretenen Teppichboden, also stimmte auch die Länge. Auch müffelte der MacKenzie kein bisschen nach dem Schweiß diverser Vorgänger, sondern roch frisch nach chemischer Reinigung. Ich wollte ihn haben, und nach einigem Hin und Her einigten wir uns auf ein Package aus Kilt, schwarzen Kniestrümpfen, Strumpfhaltern, Argyll-Weste und schwarzen Halbschuhen im Budapester Stil für umgerechnet 530 Euro.

Ohne es zu wissen, profitierte ich von der Kiltkrise, die seit einigen Jahren in Schottland grassiert. Der traditionelle Kilt droht zum Exoten zu werden, denn nur noch zu Hochzeiten und Beerdigungen wird er aus dem Schrank geholt. Lieber leiht man sich ein Kilt-Set für 90 Pfund pro Tag, als viel Geld für ein eigenes Set auszugeben. Und derjenige, der einen Kilt zuhause im Schrank hängen hat, hat ihn meistens vom Vater und vom Großvater geerbt.

Schließlich wurden wir handelseinig. Ian Chisholm zeigte sich zufrieden und offenbarte seinen schottischen Humor: „Da Sie vermutlich nicht zum Clan der MacKenzie gehören“, bei diesen Worten schmunzelte er mir durch den großen Anprobespiegel zu, „muss ich Ihnen jetzt noch was erzählen.“ Während er den Sitz des Kilts an meiner Taille korrigierte und im Spiegel die weiße Linie, die mittig die Karos trennte, exakt auf die Mitte meines Schritts ausrichtete, fing er an: „Dieser Tartan geht zurück auf den Clan des Kenneth, dessen Sohn MacKenzie hieß. Im royalen Inverness und in den Highlands war dieser Clan um 1819 sehr mächtig und militärisch bedeutend, denn er stellte für das königliche Heer das Regiment der Seaforth Highlander, das durch sein Motto ‚Cuidich `n Righ‘ bis heute berühmt ist…“

„Das ist sicher Gälisch, was ich nicht verstehe…“, unterbrach ich ihn.

„‚Help the King‘ heißt es auf Englisch und geht zurück auf eine Jagdgeschichte. Der Vorfall ist urkundlich dokumentiert und kein Märchen. In der Schule mussten wir auswendig lernen, dass im Jahr 1266 der Clanführer Colin MacKenzie von Kintail den schottischen König Alexander III. auf die Jagd begleitete. Es kam zu einem Jagdunfall, bei dem der König, dessen Schweißhunde einen Hirsch gestellt hatten, vom Pferd geworfen und am Boden von dem Hirsch mit dem Geweih bedroht wurde. Alle Vasallen waren wie gelähmt, nur Colin zog sein Schwert und enthauptete mit dem Kampfschrei ‚Cuidich `n Righ’ den Zwölfender. Für die Lebensrettung erlaubte der König dem MacKenzie Clan auf alle Ewigkeit diesen Ausruf als Motto zusammen mit einem Hirschgeweih im Wappen zu führen. Soweit die Geschichte, die jedes Kind bei uns kennt. Also halten Sie das Vermächtnis der MacKenzie in Ehren, auch in Deutschland.“  

Chisholms Auswahl an Sporran-Geldtaschen, aufgereiht an einer schottisch karierten Schauwand, war beachtlich: da hingen schwarze und nußbraune aus Leder mit und ohne Kordeln, aber auch weiße aus Kaninchenfell mit Silberverschluss für die Abendgarderobe. Doch der rote lederne, den ich gleich ins Herz geschlossen hatte, sollte 180 Pfund kosten, was mir zu teuer war, so verzichtete ich auf dieses Accessoire. Schließlich lagen ja noch einige Orte, natürlich auch Edinburgh, vor mir, wo ich fündig werden könnte.

Nach dem Bezahlen mit Karte brachte mir ein Mitarbeiter eine ausgediente Schachtel. Wohl überlegt schlug ich meinen Einkauf in eine wasserdichte Tüte ein, die ich in die Schachtel packte und diese mit Klebeband an allen Rändern verschloss. Diese Vorsichtsmaßnahme sollte sich als richtig erweisen, denn bereits auf dem Weg zum Postamt, wo ich das Paket gleich aufgeben wollte, begann es in Strömen zu regnen.

Einem Kilt gelingt, was einer Klamotte wie Jeans, Joggpants oder Cargohose nicht gelingt, er sorgt für Heiterkeit. Er schafft es sogar, jenes beklemmende Schweigen und die Steifheit, die oft im Flieger und in Bus und Bahn herrscht, zu überwinden. Kurzum, er erfreut das Gemüt der Menschen. Ja, ein Kilt ist ein sozialer Rock, der für eine gelöste Stimmung sorgen kann – nicht nur auf einer schottischen Familienfeier. Im Kilt leben Tradition und Kultur fort. Während Moden kommen und gehen, präsentiert er sich zeitlos in einer Reihe mit Lederhose, Kimono, Sarong, Lungi, Kaftan und Poncho, um nur eine populäre Auswahl zu nennen.

(Fortsetzung folgt)

Fremde Federn (158): Verkostungsnotizen deutschsprachiger Blogger

Jede Woche erscheinen viele neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den Abertausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt?

Blogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann.

„Fremde Federn“ stellt Ihnen in der nun 158. Folge Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor – eine Sammlung von Meinungen zu verschiedenen Whiskys, die Ihnen ein wenig ein Leitfaden für eigene Entdeckungen sein können. Und wenn Sie sich auf eine eigene Entdeckungsreise begeben wollen, dann finden Sie in unserem Artikel über das richtige Verkosten (vor allem in dem enthaltenen weiterführenden Link) eine hilfreiche Unterstützung.

Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.

Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!

Hier die sommerliche Sammlung der Verkostungsnotizen dieser Woche:


Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, kommerzielle Links enthalten. in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.

Neu: Bimber Country Collection 2021

Die Bimber Distillery hat soeben ihre Country Collection 2021 angekündigt – insgesamt 24 Einzelfassabfüllungen für verschiedene Länder (14 davon werden im ersten Go veröffentlicht). Abfüllungen für Deutschland, Österreich und die Schweiz sind im ersten Release enthalten, und zumindest zum Bottling für Österreich werden wir Ihnen in den nächsten Tagen bereits Details sagen können.

Die Fässer des ersten Release sind wie folgt:

  • Cask #182 Ex-Bourbon (58.5% ABV) Austria
  • Cask #194 Ex-Bourbon (58.4% ABV) Belgium
  • Cask #150 Ex-Bourbon (59.5% ABV) China
  • Cask #254 Ex-Rye (58.5% ABV) Denmark
  • Cask #30 Ex-Ruby Port (58.9% ABV) France
  • Cask #104 Ex-Bourbon (59.7% ABV) Germany
  • Cask #47 Ex-Ruby Port (58.7% ABV) Hong Kong
  • Cask #101/7 PX Finish (57.4% ABV) Japan
  • Cask #224 Ex-Rye (58.2% ABV) The Netherlands
  • Cask #29 Ex-Ruby Port (58.7% ABV) Poland
  • Cask #102/8 PX Finish (57.6% ABV) South Africa
  • Cask #178 Ex-Bourbon (58.1% ABV) South Africa
  • Cask #205 Ex-Bourbon (58.6% ABV) Switzerland
  • Cask #105/4 Madeira Finish (57.7% ABV) Taiwan

Hier noch ein Statement von Matt McKay von Bimber:

“Each expression within our 2021 Country Collection celebrates the individuality of our growing selection of cask styles. Our exploration of the flavour possibilities of cask experimentation reflects how our traditional processes can be employed to produce impactful and delightfully flavourful results from a wide variety of wood types. As the distillery grows, we are excited to be able to share these exceptional single cask releases with an ever-widening number of worldwide Bimber drinkers.”

Wie schon gesagt – über die Österreich-Ausgabe können wir dank des Importeurs Vienna Distribution bald genaueres sagen, bei den Ausgaben für Deutschland und die Schweiz werden wir natürlich ebenfalls noch Details nachreichen, sobald wir Input erhalten.

PR: Brough Brothers Distillery – Erste afro-amerikanische Brennerei in Kentucky jetzt öffentlich zugänglich

Die Brough Brothers Distillery, die erste rein afro-amerikanisch geführte Bourbon Distillery in Kentucky, wird heute ihre Pforten für die Öffentlichkeit öffnen. Wer ein wenig mehr über die Entstehung der (zur Zeit) Micro-Brennerei wissen will, dem sei dieser Artikel aus dem Dezember ans Herz gelegt, als die Brennerei mit der Produktion begann.

Über die Öffnung für die Allgemeinheit können Sie untenstehend in der englischsprachigen Pressemitteilung mehr lesen:


Brough Brothers Distillery Opens its Doors To The Public in Historic Grand Opening

LOUISVILLE, Ky., July 16, 2021 — Brough Brothers Distillery, the first and only African-American owned distillery in the State of Kentucky’s history, grand opens to the public today.

„As Louisville’s Congressman and the Founder and Co-Chair of the Congressional Bourbon Caucus, I’m thrilled to help celebrate the grand opening of Brough Brothers Distillery in West Louisville. Black Louisvillians have been involved in distilling for centuries, and the Yarbrough family’s work to build this company from the ground up is a tremendous step forward in making the distilled spirits industry more reflective of our nation, our city, and our people. Louisville is lucky to have Kentucky’s first Black-owned distillery call the Park Hill neighborhood home, and you don’t have to look any further than a Brough Brothers bottle to see the love Victor, Bryson, and Chris have for our hometown. Cheers to them!“

Congressman John Yarmuth.

Led by Kentucky’s First African-American Master Distiller Bryson Yarbrough, Brough Brothers distills a proprietary mash of corn, rye, and barley and can currently produce one barrel a week. Most of the historic first barrels will be aged for a minimum of one year to meet the Kentucky Bourbon designation.

In April, Brough Brothers Distillery became the 42nd member – and 24th craft-level member – of the Kentucky Distillers‘ Association. It is the first African-American owned and operated facility to join KDA since the organization’s founding in 1880.

The distillery was founded by Bryson, Christian, and Victor Yarbrough, three brothers born and raised in Louisville, Kentucky. They wanted to produce quality bourbon whiskey in an industry that has historically been largely inaccessible to minority entrepreneurs.

„I want to congratulate Victor, Christian and Bryson Yarbrough for pouring their hearts and spirits into their vision for Kentucky’s first Black-owned distillery,“ said Mayor Greg Fischer. „Bourbon is a critical part of our growing economy, and with the addition of this new distillery in the historic Park Hill neighborhood, the industry will grow stronger and investments will continue to flow into the area.“

Brough Brothers Bourbon brand is now one of the fastest growing brands in the US with distribution currently in 25 states.

Forsyths verschifft komplette Whiskydestillerie nach Ordos in der inneren Mongolei

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35 Tonnen – so viel wiegt die komplette Ausrüstung für eine Whiskydestillerie, die der schottische Marktführer im Bereich Destillerie-Anlagen Forsyths laut einem Bericht der BBC dieser Tage nach China verschifft. Sie besteht aus den Brennblasen, den Rohren und Ventilen, dem Boden und anderen Komponenten – und sie verlässt den Hafen von Buckey in Moray Richtung Tianjin.

In Auftrag gegeben hat die Brennerei die Mengtai Gruppe, und zwar schon im Jahr 2019. Die geplante Destillerie wird in der inneren Mongolei errichtet – wir haben bereits vor zwei Jahren hier auf Whiskyexperts über das Projekt detailliert berichtet. Das Projekt in Ordos sollte eigentlich bereits 2020 in Bau gehen, aber auch hier hat die Pandemie den Verantwortlichen von Forsyths, Valentine International und der Mengai Group einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Im Artikel der BBC ist auch noch erwähnt, dass im Rahmen des Vertrages zum Bau der Destillerie auch noch ein zweiter Deal abgeschlossen wurde, der die Lieferung einer großen Menge von nicht abgefülltem Whisky nach China umfasst. Auf Nachfrage wollte man seitens Valentine International nicht bekanntgeben, welche schottische Brennerei diesen Deal unterzeichnet hat, man gab nur bekannt, dass es sich um ein bereits lange existierendes Unternehmen handelt.

Ordos Opera. By PopolonOwn work, CC BY-SA 4.0, Link

Tomatin mit starkem Rückgang bei Whiskyverkauf im letzten Jahr

Die schottischen Brennereien (und natürlich nicht nur die) haben im letzten Jahr sehr unter den Auswirkungen der Pandemie gelitten. Das gilt auch für die Highland-Brennerei Tomatin, vor mehr als 50 Jahren übrigens die größte Destillerie in Schottland. Ihre Verkäufe bei Whisky sind im letzten Kalenderjahr stark eingebrochen.

Konkret sanken die Verkäufe bei Single Malt um 17 Prozent. Man führt das nicht nur auf ein Pandemie zurück, auch die 25% Strafzoll bei Exporten in die USA haben laut Angaben der Destillerie dabei eine wesentliche Rolle gespielt. Allein in Osteuropa und im Mittleren Osten konnten sich die Single Malts dabei gut halten, die Einbrüche waren in den USA, in Asien und im Travel Retail besonders stark.

Als weiterer Faktor für die negative Entwicklung wird angegeben, dass das Besucherzentrum wegen Covid-19 fast das ganze Jahr geschlossen bleiben musste und so natürlich auch die Verkäufe dort in der Bilanz fehlen.

Interessant ist, dass sich die Blends der Brennerei und die Verkäufe von Whisky für Blends positiv entwickelten, so der Artikel im Strathspey Herald.