Sollten Sie in nächster Zeit einmal verreisen und in Zuge dessen Lust auf einen außergewöhnlichen Whisky bekommen, und sollten Sie weiters gerade das nötige Budget dafür haben, dann können wir Ihnen eine Neueinführung im Global Travel Retail empfehlen, die gerade von House of Suntory vorgestellt worden ist. Im exklusiven Fachhandel gibt es ja den Yamazaki 55yo bereits seit einiger Zeit (wir berichteten hier und hier), nun hat man für diese Rarität noch einen weiteren Vertriebskanal für einen Teil der insgesamt 100 Flaschengeöffnet und bietet ihn an den Flughäfen London, Paris, Hainan, Hongkong, Taipeh, Amsterdam, Seoul, Delhi, Istanbul, Dubai und Singapur an.
Hier finden Sie jetzt alle Infos, wie sie vom Eigentümer der Brennerei veröffentlicht wurden:
House of Suntory Whisky führt Yamazaki® 55 Jahre Old™ im weltweiten Reiseeinzelhandel ein
CHICAGO, 24. Oktober 2021 /PRNewswire/ — Das House of Suntory hat heute eine extrem begrenzte Stückzahl des stark limitierten Yamazaki 55-Whiskys für den weltweiten Reiseeinzelhandel zur Verfügung gestellt. Er ist zu einem empfohlenen Verkaufspreis von 60.000 USD erhältlich.
Der Yamazaki 55 wurde 2020 abgefüllt und ist die älteste Ausgabe in der Geschichte des House of Suntory. Er zollt der Gründerfamilie des japanischen Whiskys Tribut und feiert die japanische Shōwa-Zeit der 1960er Jahre.
Der Yamazaki 55 steht in ausgewählten Geschäften der weltweiten Reisebranche in London, Paris, Hainan, Hongkong, Taipeh, Amsterdam, Seoul, Delhi, Istanbul, Dubai und Singapur zur Verfügung.
Beam Suntory spendet 5.000 USD pro Flasche aus der diesjährigen 100-Flaschen-Kollektion, insgesamt 500.000 USD, an die White Oak Initiative, eine Organisation, die sich für die langfristige Nachhaltigkeit der amerikanischen Weißeichenwälder einsetzt.
Yamazaki 55 ist eine Mischung aus wertvollen Single Malts, deren Komponenten 1960 unter der Aufsicht von Suntorys Gründer Shinjiro Torii destilliert und dann in Mizunara-Fässern gereift sind. Im Jahr 1964 wurden sie dann von Suntorys Zweitem Master Blender Keizo Saji destilliert und reiften dann in Weißeichenfässern.
Shinji Fukuyo, Chief Blender der fünften Generation bei Suntory, arbeitete eng mit dem Master Blender Shingo Torii der dritten Generation zusammen. Ihre charakteristische Kunst des Mischens hat die außergewöhnliche Tiefe, Komplexität und Weisheit des Yamazaki 55 hervorgebracht.
Das Ergebnis: Der Whisky zeichnet sich durch eine tiefe Bernsteinfarbe und ein robustes Aroma aus, das an Sandelholz und gut gereifte Früchte erinnert, süß, leicht bitter und holzig am Gaumen und leicht bitter, aber dennoch süß und reich im Abgang.
Manuel González, Marketingleiter GTR von Beam Suntory, erklärte:
„Wir sind sehr stolz darauf, den Reisenden etwas so Einzigartiges und Exklusives wie den Yamazaki 55, das älteste Produkt aus dem House of Suntory, anbieten zu können. Dieses äußerst limitierte Produkt wird an einigen unserer besten House of Suntory-Standorte präsentiert und durch eine integrierte Förderkampagne vermarktet. Wir engagieren uns für das Wachstum des Reiseeinzelhandels, indem wir unser innovatives Angebot ausbauen und unseren Kunden das beste Premium-Einkaufserlebnis bieten.“
Auf jeder Kristallflasche ist „Yamazaki“ in Kalligraphie eingraviert, die Altersangabe ist mit Goldstaub akzentuiert und mit Lack geschützt. Der Flaschenhals ist in handgefertigtes Echizen-Washi-Papier gewickelt und mit einer Kyo-Kumihimo-Kordel, einem traditionellen Kunsthandwerk aus Kyoto, gebunden. Jede Flasche ist in eine maßgeschneiderte Box aus japanischem Mizunara-Holz verpackt, die mit Suruga-Lack beschichtet ist.
Drei Abfüllungen aus der Destillerie Glenturret in den schottischen Highlands stehen heute auf dem Verkostungszeittel von Serghe Valentin. Eine davon ist eine Originalabfüllung aus der Brennerei, zwei sind unabhängige abgefüllte Whiskys von dort.
Der knappe „Sieg“, wenn man bei Verkostungen überhaupt in solchen Begriffen reden will, geht an einen 35 Jahre alten Glenturret von That Boutique-y Whisky Company. Hier die gesammelten drei Resultate der Verkostung:
Abfüllung
Punkte
Glenturret 12 yo ‚2021 Release‘ (46%, OB)
85
Ruadh Maor 10 yo 2009/2020 (53.8%, Claxton’s for Fadandel, Moscatel quarter cask, cask #156A, 178 bottles)
80
Glenturret 35 yo (47.7%, That Boutique-y Whisky Company, batch 2, 365 bottles, 2016)
Kunst und Glenfiddich – eine Beziehung, die international seitens der Destillerie mit viel Engagement und interessanten Aktionen umgesetzt wird, um so zum Beispiel exklusive Neuinterpretationen der Grand Series zu kreieren. Über eine dementsprechende Aktion im Wien im Sommer haben wir bereits berichtet – nun steht im Rahmen der KaDeWe Celebration Days vom 27.-30. Oktober mit dem Illustrator und Designer Tilmann Trittmacher vom globalen Kunstkollektiv „The Grande Composition“ die deutsche Aktion bevor, in der die Neugestaltung der auf zehn Flaschen limitierte deutsche Sonderausgabe des Grande Couronne 26yo vorgestellt wird.
Darüber hinaus werden Besucher bei dem „Everyone is Art“-Erlebnis selbst zu Kunst. Sie verschmelzen auf einem Bildschirm mit Trittmachers grafischer Kunst und werden zu animierten Avataren.
Der Künstler Tilmann Trittmacher wird im KaDeWe am Samstag, den 30. Oktober von 10:00 bis 20:00 Uhr vor Ort sein ebenso wie Markus Heinze, der deutsche Markenbotschafter von Glenfiddich. Vielleicht ein Anlass zu einem Besuch?
Hier die Presseaussendung dazu:
Kooperation des Kunstkollektivs „The Grande Composition“ und Glenfiddich startet mit Tilmann Trittmacher bei den „KaDeWe Celebration Days“ in Berlin
Berlin, 25. Oktober 2021 – Glenfiddich setzt mit dem globalen Kunstkollektiv „The Grande Composition“ neue kreative Maßstäbe und bietet internationalen Künstlern eine Bühne für die Neuinterpretation der Grand Series Reihe. In Deutschland ist die Marke mit dem Illustrator & Designer Tilmann Trittmacher nun Teil der Kunstoffensive. Ziel ist es, dem 26 Jahre alten premium Whisky Grande Couronne mittels dieser digitalen Kunstwelt ein neues Gewand zu geben. Im Rahmen der KaDeWe Celebration Days vom 27.-30. Oktober werden die zehn limitierten Flaschen von Tilmann Trittmacher erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert und exklusiv zum Kauf angeboten.
Die Affinität von Glenfiddich zu Kunst und Design lässt sich bis in die 1960er-Jahre zurückverfolgen, als der bahnbrechende modernistische Künstler Hans Schleger beauftragt wurde, eine neue Flaschenform für diesen meistausgezeichneten Single Malt Scotch Whisky der Welt zu entwerfen. Schlegers neuartige, dreieckige Flasche, die die drei Säulen der Whiskyherstellung – Wasser, Luft und Gerstenmalz – repräsentiert, war die erste ihrer Art in der gesamten Spirituosenbranche und ist bis heute ein unverwechselbares Designmerkmal von Glenfiddich, dem Pionier in Sachen Whisky-Innovationen. Für die Originalflasche von Glenfiddich Grande Couronne aus der Grande Series erschuf der französische Künstler Jean-Charles Deserve das aufwendig in Gold verzierte Design.
Im Rahmen der im September 2021 lancierte Plattform „The Grande Composition“ zeigen aktuell Künstler aus 19 Ländern ihre Interpretationen des Grande Couronne. In Deutschland stehen die Arbeiten des Grafikdesigners Tilmann Trittmacher dafür, wie Glenfiddich seinen unkonventionellen Geist auslebt: kollidierende Welten von Kunst und Technologie verschmelzen in der digitalen Kunst. Trittmacher sagt dazu:
„Kunst ist eine Möglichkeit, mit anderen Menschen zu kommunizieren. Technologie ist ein Medium, das ich nutzen kann, um meine Botschaften zu vermitteln. Als Künstler und Designer versuche ich, relevant zu bleiben und neue Möglichkeiten für Kommunikation zu finden.“
Claudia Falcone, Global Brand Director von Glenfiddich, fügt hinzu:
„Bei Glenfiddich sind wir ständig bestrebt, Grenzen zu überschreiten und uns selbst herauszufordern, immer wieder Innovationen zu entwickeln.“
Bei der Gestaltung der deutschen Neuinterpretation des Grande Couronne Designs beschäftigte sich Tilmann Trittmacher intensiv mit Fragen zu der Bildsprache, um Glenfiddich als Luxusmarke widerzuspiegeln. Auch sollten geschichtliche und traditionelle Aspekte in das Design einfließen, während der Künstler es interessant und frisch gestaltet wollte.
Trittmacher erklärt:
„In der Überlegung kam mir der Gedanke, den Bauhaus-Stil aufzugreifen, der hier in Deutschland eine wichtige und schließlich global prägende Rolle im zwanzigsten Jahrhundert übernommen hat und modernes Denken und Gestalten wesentlich prägte. Um Neues zu schaffen, braucht es sowohl den Rückgriff auf Vorhandenes, aber auch den Mut für das Unbekannte. Das Thema >Kollision zweier Welten< brachte mich zu der Frage, wie Glenfiddich Grande Couronne wohl auf die Verbraucher wirken würde und die Antwort war recht simpel. Letztlich sind vier Sinne daran beteiligt, wenn es um den Genuss dieser Spirituose geht: Sehen, Schmecken, Hören und Riechen. Schmecken und Riechen nehmen hierbei eine übergeordnete Rolle ein, wohingegen Sehen und Hören als unterstützend und anregend fungieren. Da sich das finale Design über vier Seiten der Verpackung erstreckt, konnte jede Seite einen am Verzehr beteiligten Sinn grafisch abbilden, wobei die zwei Hauptsinne – also Riechen und Schmecken – die größeren Flächen zugeteilt bekamen. Da die Aromen im Whisky eine Atmosphäre von Café Crème, braunem Zucker und Gewürzen verbreiten, mussten sich die Farben dahingehend auch ausrichten. Es entstand ein Design, was die Verbraucher visuell auf dieses hervorragende Geschmackserlebnis vorbereitet.“
Dies macht während der KaDeWe Celebration Days in Berlin das „Everyone is Art“-Erlebnis unmittelbar greifbar. Gäste haben vor Ort die Möglichkeit, auf einem Bildschirm mit Trittmachers grafischer Kunst zu verschmelzen. Die einzelnen Bausteine und Design-Elemente ordnen sich wie von Geisterhand und in immer neuen Variationen am Körper des Betrachters an, was zu einzigartigen, individuellen und animierten Avataren führt. Damit wird jede und jeder selbst zu einem Teil des Kunstwerkes.
Die zehn exklusiv von Tilmann Trittmacher gestalteten Flaschen sind im KaDeWe vom 27.-30. Oktober für 599,99 Euro käuflich zu erwerben. Jeder der zehn neuen Besitzer erhält ein nummeriertes und von Tilmann Trittmacher signiertes Kunstwerk zu seinem Grande Couronne. Dazu wird der Künstler am Samstag, den
30. Oktober von 10:00 bis 20:00 Uhr vor Ort sein ebenso wie Markus Heinze, der deutsche Markenbotschafter von Glenfiddich.
Ort: KaDeWe, Tauentzienstraße 21-24, 10789 Berlin
KaDeWe Celebration Days: 27.-30. Oktober
Zeit: tägl. 10:00-20:00 Uhr
Tilmann Trittmacher &Markus Heinze vor Ort: Sa., 30. Oktober
In unserem aktuellen Gewinnspiel machen Sie eine Genussreise ans andere Ende der Welt, zu einer der interessantesten Brennereien außerhalb der „klassischen“ Whiskyregionen. Und genau diese Betonung der eigenen Linie statt Nachahmung der „Klassiker“ macht sie die Whiskys der Starward Distillery in Melbourne/Australien besonders.
Gewinnen Sie mit unserem Partner Kirsch Import jetzt drei Starward-Sets mit dem Starward Left-Field und dem Starward Ginger Beer Cask #6, beides spannende und vergnügliche Whiskys der Extraklasse.
Die letzte Woche des Gewinnspiels ist angebrochen – machen Sie jetzt mit und nutzen Sie Ihre Chance!
Was Sie da als glücklicher Gewinner schon bald im Glas haben könnten, erzählen wir Ihnen hier (und die Lektüre hilft Ihnen auch bei der Beantwortung unserer Gewinnfrage:
Starward: Whisky aus Australiens Genuss-Hauptstadt
Zwischen Craft Beer und Weinbars, einer hoch gelobten Croissanterie und duftendem Kaffee liegt Starward. Die appetitanregende Atmosphäre ist typisch für die Heimatstadt der urbanen Whiskybrennerei. Melbourne – die Genuss-Metropole Australiens. Eine junge und innovative Food- und Bar-Szene belebt die Stadt an der Südostküste des Kontinents. Von ihr inspiriert produziert die Starward Distillery einen für Australien völlig neuen Whisky, der das Genusserlebnis in den Mittelpunkt stellt, Konventionen den Rücken kehrt – und schlicht all jenes erlaubt, was gefällt und schmeckt.
Australische Essenzen: Weinfassreifung & wildes Wetter
Starward lebt und macht Whisky anders. Unkonventionell, casual und kulinarisch ist die Destillerie ganz Kind Melbournes. Befreit von Traditionen schaut die Destillerie mit den Augen von Brauern und Winzern auf ihren Whisky. Der entsteht aus Zutaten der Region wie Gerste oder ehemaligen Süß- und Rotweinfässern australischer Weingüter. Was für viele die Ausnahme ist, ist für Starward dabei die Regel: Die Destillate der Melbourner reifen stets für mindestens drei Jahre in den weinseligen Barrels. Viel länger benötigt Starward Whisky nicht für seine fruchtige Reife. Dafür verantwortlich: das wilde Melbourne-Klima. Die sogenannten „four seasons in a day“ entstehen durch trockene, warme Luft aus dem Landesinneren und kalte, feuchte Winde aus der nicht weit entfernten Antarktis. Ständige Wetterwechsel, die einen Whisky entstehen lassen, den es so sonst nirgendwo gibt.
Single Malt Australian Whisky: Allrounder & Ausnahmetalente
Fruchtig und vielseitig, zugänglich und unkompliziert: Left-Field ist der Inbegriff von Starward. Der Single Malt ist die neueste Standardabfüllung der progressiven Brenner – und ein echter Allrounder. Zu 100 Prozent in teils ausgebrannten Rotweinfässern gereift, hat Left-Field vollmundige Frucht- und würzige Eichennoten zu bieten, die pur, geschüttelt und gerne auch zum BBQ oder Bananenbrot schmecken. Single Malt Whisky ohne Allüren, mit Vergnügen – das passt auch zu Starwards „Projects“. In ihrem „Labor-Programm“ haben die innovativen Australier Raum für Ideen und neue, einzigartige Ausdrucksformen für ihren Single Malt. Eines der gelungene Experimente: Starward Ginger Beer Cask. Für die komplexe Batch-Abfüllung mit eigener Fangemeinde baut Starward in (Süß-)Weinfässern gereiften Single Malt in den prickelnden Fässern des hauseigenen Ingwerbieres aus.
Wir verlosen drei Starward-Sets, bestehend aus je einer Flasche der beiden kontrastreichen Single Malts der australischen Brennerei, Starward Left-Field und Starward Ginger Beer Cask #6.
Starward Left-Field, Single Malt Australian Whisky (40% vol., 0,7 Liter):
Zugänglicher, vielseitiger Single-Malt-Allrounder aus australischer Braugerste mit vollmundigen Frucht- und würzigen Eichennoten. Gereift in ehemaligen, teils ausgebrannten Rotweinfässern der Region (Barossa Valley und Yarra Valley) aus französischer Eiche.
Starward Ginger Beer Cask #6, Single Malt Australian Whisky (48% vol., 0,5 Liter):
Innovative Abfüllung der Project-Serie. Single Malt aus australischenRotwein- und Apera-Fässern, ausgebaut in Ginger Beer Casks, die zuvor mit dem hauseigenen Ingwerbier belegt waren. Spritzig, würzig und süß mit Aromen wie Ingwer, dunkler Schokolade oder Orange.
Und so gewinnen Sie eines der 3 Packages mit dem Starward Left-Field und dem Starward Ginger Beer Cask #6:
Beantworten Sie folgende Gewinnfrage: Wie bezeichnen die Melbourner das Klima, das die Reifung des Starward Whiskys so besonders macht?
a. „Five continents in a place“ b. „Four seasons in a day“ c. „Three coins in a fountain“
Ihre Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net und zwar mit dem Betreff „Starward“!
Unter allen Einsendungen mit der richtigen Antwort und dem richtigen Betreff, die uns bis 31. Oktober 2021, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinner der Preise und geben sie am 1. November 2021 bekannt. Die Gewinne werden durch unseren Partner Kirsch Import versendet.
Pro Haushalt ist nur eine Teilnahmemail möglich!
Teilnahmebedingungen:
Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland wohnt, die Gewinnfrage beantwortet und seine Antwort mit dem Betreff „Starward“ einsendet sowie das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 31. Oktober 2021, 23:59 Uhr. Der/die Gewinner*in werden am 1. November 2021 auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts und Kirsch Import sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Gewinn wird von Kirsch Import versendet, wir übermitteln dafür die Gewinneradressen an das Unternehmen. Diese Daten werden dort wie alle Adressdaten bei uns nach Abschluss des Gewinnspiels sofort und unwiederbringlich gelöscht.
Hinweis zum Datenschutz: Wir erheben nur jene Daten von Teilnehmern, die für die Abwicklung des Gewinnspiels nötig sind (Name, email-Adresse und Postanschrift). Alle in diesem Zusammenhang erhobenen Daten werden nach Abschluss des Gewinnspiels und der erfolgreichen Versendung des Preises ausnahmslos gelöscht und weder für unsere Zwecke weiterverwendet noch an Dritte weitergegeben. Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.
Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden – und geben uns auch die Erlaubnis, Ihren Namen und Wohnort im Falle des Gewinns auf unserer Seite veröffentlichen zu dürfen.
Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen! Herzlichst, Ihr Whiskyexperts-Team
Am 21. Oktober 2021 ist Valentino Zagatti verstorben.
Wenn es den Inbegriff eines Whiskysammlers geben sollte, der aus Leidenschaft für das Wasser des Lebens sammelt, dann ist es Valentino Zagatti. Seine Sammlung zählt zu den wertvollsten, die jemals zusammengetragen wurden. Und doch konnte Zagatti seine Schätze niemals sehen: Er hat im Alter von 11 Jahren durch eine Landmine sein Augenlicht verloren.
Zagatti sammelte über 50 Jahre lang Whiskys. Seine Sammlung ist ein Archiv des Besonderen, eine Zusammenstellung des Besten, was die Destillerkunst zu bieten hat. ehr als 3.000 Flaschen umfasst sie, die älteste aus dem Jahr 1843, und 2014 verkaufte MisterMalto, wie er auch genannt wurde, diese Sammlung in die Niederlande. Bedingung war, dass die Sammlung in einem Museum ausgestellt werden soll.
Das geschah auch. Das Museum stellt die imposante Sammlung unter dem Titel „The Unseen Collection“ aus und ist, wenn man in der Nähe ist, ein Pflichtbesuch für Whiskyfreunde. Mehr kostbare Whiskys an einem Ort wird man wohl nirgendwo sonst finden – so zum Beispiel vier Abfüllungen der Brennerei Parkmore, die bereits 1931 geschlossen wurde.
Hans und Becky Offringa, in der Whiskyszene als „The Whisky Couple“ bekannt, haben sich vor zwei Jahren die Mühe gemacht, die Sammlung in einem Buch abzubilden – oder besser gesagt in fünf Büchern in einer Kassette. Leider ist die Auflage dieser Buchsammlung sehr begrenzt, und nicht viele werden das imposante Nachschlagewerk bei sich zu Hause haben.
Aber immerhin ist das Erbe von Valentino Zagatti über seinen Tod hinaus gesichert und bleibt der Whiskywelt erhalten.
Willkommen zur 255. Folge der Whiskyvideos und Podcasts der Woche. Wie immer bringen wir in ihr Beiträge aus dem deutschen Sprachraum zum „Wasser des Lebens“, die uns von den Vloggern und Podcastern zugesendet wurden. In den Videos werden sowohl neue als auch ältere Abfüllungen verkostet – alles nach dem eigenen Ermessen der Verkoster und ohne kommerziellen Hintergrund.
Die Liste der teilnehmenden Vlogs ist nicht fix: Wenn Sie meinen, dass Ihr Video ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre.
In der Ausgabe 255 finden Sie diese zwölf neuen Videos:
World Wide Whisky – Glenfarclas -The Family Casks 2008
Whisky Evening –
Whisky Buzz – Nc’Nean Organic Whisky Batch 7
Whisky Violence – Starward 2016 2021 Red Wine Single Barrel bottled for Whic
Pat Hock – Eagle Rare 10
https://youtu.be/LCe1TR4e0sM
WhiskyJason – Laphroaig Cáirdeas PX Cask Strength Feis Ile 2021
The Malthead – Glenmorangie A Tale of Winter . 46 % Vol.
Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.
Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu jeweils bis Freitag, 12 Uhr an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!
Wir freuen uns, Ihnen jeden Sonntag ein Stück einer wunderbaren Geschichte über Schottland, Whisky und das Reisen vorstellen zu dürfen: Exklusiv auf Whiskyexerts präsentieren wir Ihnen Whisky Cycle, das neueste Buch von Uli Franz, als Fortsetzungsgeschichte.
Uli Franz lebt als Schriftsteller im Chiemgau und auf der dalmatinischen Insel Brac’. Von 1977-80 arbeitete er als Zeitungskorrespondent in Peking. Über China und Tibet veröffentlichte er zahlreiche Bücher. Zuletzt erschienen Radgeschichten und „Die Asche meines Vaters“ (Rowohlt Verlag).
Das BuchWhisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland (ca. 320 Seiten) ist momentan in der ersten Auflage vergriffen – über Neuigkeiten zu Bestellmöglichkeiten werden wir Sie natürlich rechtzeitig informieren.
Die Radtour zu 17 schottischen Destillerien. Karte von Alba Collection
Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 47)
Im Visitors Center wurde uns von einer dunklen Thailänderin der fünfzehnjährige Single Malt von Glen Garioch als Dram auf der runden Metallplatte eines Stehtischs serviert. Rechts und links und überall von der üblichen Palette an einfallslosen Vermarktungsartikeln bedrängt, kam ich mir inzwischen auch schon als eine Art Werbeonkel vor.
Während Alistair durch das Adressverzeichnis seines Handys scrollte, wanderten meine Gedanken zurück zur leeren VAT-Flasche mit dem Tequila-Hütchen aus rotem Plastik. Wie traurig und verlassen das Maskottchen einer Berühmtheit von einst doch auf dem Eckregal gestanden hatte! Vermutlich schon lange, so eingestaubt wie die dunkelgrüne Flasche war. An der ironischen Hütchen-Maskarade war abzulesen: vorüber, die glorreichen Zeiten, mit den Jahren verdrängt, vergessen, im Kabinett der Erinnerungen gelandet. Zu meiner Jugend war der VAT 69 noch ein illusterer Name gewesen, ein großer Name wie Black & White, Johnnie Walker und Dewars. Aber heute bot er nur noch Anlass zum Schmunzeln.
Nachdem Alistair in seinem Adressenspeicher fündig geworden war, sagte er: „Kontaktieren Sie Joanne McKercher in den Diageo Archiven, die kennt sich mit der Geschichte des VAT 69 gut aus. Ich kann Ihnen da leider nicht weiterhelfen.“ Vermutlich spürte er einen Anflug von Wehmut bei mir, deshalb hob er gleich das Dram und prostete mir aufmunternd zu: „Cheers, dann probieren Sie mal unsere Nummer Eins – Glen Garioch, 15 Jahre, 53 % vol., ausschließlich im Oloroso Sherryfass gereift.“
Als ich das bauchige Nosing Glas mit der Gravur 1797 gegen das einfallende Sonnenlicht hielt, strahlte das Schlücklein wie leichter Tokajer. Trotz der hellen Farbe wälzte es sich beim Kreiseln im Glas erstaunlich ölig. An Sesamöl musste ich denken. Die schwere Dichte gefiel dem Auge und sofort verlangte es mich nach einer Schnupperprobe.
In die Nase strömten Aromen von buttrigen Bisquits, Honig und Zimt. An der Zungenspitze meldeten sich nicht Früchtchen, sondern langgereifte Früchte von Ananas, Rosinen und Feigen, allesamt süß und nochmals süß – für mich zu süß. Plötzlich dann der Umschwung: gleich einem Kuckucksei entdeckte ich mittendrin eine medizinische Note, so ein Nelkengeschmack wie man ihn vom Zahnarzt kennt. Abgesehen von dem Quentchen Bitterkeit, gestaltete sich der Nachklang wieder klebrig süß. In der Tiefe des Gaumens verwandelte sich schlagartig die Wärme des Alkohols in ein Brennen und böses Kratzen. Zuviel Holz domininierte den Abgang und ließ einen plumpen Eindruck zurück. Insgesamt war die Süße ein gefälliges Potpourri, aber der Früchtekorb war nicht raffiniert genug geschichtet. Die übertrieben süffige Note brachte Einseitigkeit in die Textur, die ich auf den ausschließlichen Ausbau im Sherryfass zurückführte. Komplex bewertet, enttäuschte der Single Malt meine Erwartungen, deshalb erhielt er nur zwei Stützräder.
Nach der Verkostung redeten wir noch kurz über das umständliche Hin und Her im Arbeitsablauf zwischen den einzelnen Stationen hier und in Glasgow. „Digger“ Grant murmelte etwas von Hektik und fehlender Ruhe. Sein Vorgesetzter sagte nichts, ihn drängte es schon wieder zum Aufbruch, er müsse heute noch zurück nach Glasgow. So verabschiedeten wir uns vor seinem Dienstwagen auf dem Hof. Alistair nahm noch mein Rad unter die Lupe und fragte mich nach meinem nächsten Ziel.
„Morgen Aberdeen, dann Dundee und weiter nach Edinburgh.“
„Brave German! Also alles Gute, kontaktieren Sie auf jeden Fall noch Joanne in den Diageo Archiven, sie kann Ihnen gewiss weiterhelfen.“ Mit diesen Worten überreichte er mir seine Visitenkarte und ich revanchierte mich mit meiner, die neben seiner recht bescheiden aussah.
Tage später sollte ich eine Email aus den Diageo Archiven erhalten, die das VAT 69-Puzzle um entscheidende Elemente ergänzte und mein Wissen komplettierte.
William Sanderson, der VAT 69-Erfinder, eröffnete im Jahr 1863 im Edinburgher Vorort Leith einen Laden, wo er französische Weine, Cognac, Sherry und Portwein verkaufte – und heimische Whiskys. Aber diese waren nur ein Nischenprodukt, denn die Kunden von damals verlangten nach Spirituosen vom Kontinent, insbesondere liebten sie französischen Cognac. Zur damaligen Zeit war solch ein Getränkeladen nichts anderes als ein düsterer Lagerraum mit vielen Fässern und Fässlein am Boden und auf grobgezimmerten Regalen. Die Laufkundschaft brachte ihre eigenen Gefäße zum Befüllen mit, meistens Tonkrüge oder Krüge aus Steinzeug, beliebt waren auch ausgetrunkene französische Weinflaschen, die aus dunkelbraunem oder dunkelgrünem Glas handgeblasen waren. Als Schotte wollte Kaufmann Sanderson erreichen, dass seine Stammkunden mehr heimischen Whisky konsumierten, so kam er auf eine für die damalige Zeit verwegene Idee: er mischte Whiskys unterschiedlicher Reifungsgrade und Geschmacksrichtungen. Mehr noch! Er ging sogar soweit, dass er schottische Malts mit amerikanischen Grains vermählte. Mit diesem Schritt folgte er seinem Geschäftsfreund Andrew Usher II, der als Urvater des Blendings gilt.
Archivaufzeichnungen belegen, dass William Sanderson ein geselliger Mensch war. Bevor er seine Blends im Laden verkaufte, lud er Freunde und Kunden immer wieder zu Blindverkostungen ein. Zu diesem Anlass stellte er hölzerne Bottiche, vats, nebeneinander auf und nummerierte jeden vat mit einer Zahl, die er mit Kreide auf die Holzwand schrieb. Als er wieder einmal zur Blindverkostung einlud, entschieden sich alle Gäste einstimmig für den Blend aus dem Bottich 69 als mit Abstand besten Blend. Der VAT 69 war geboren und wurde ab 1882 zum erfolgreichsten Whisky der Welt.
Erst nach dem Tod seines Vaters im Jahr 1908 lüftete sein Sohn William, der ebenfalls nie eine eigene Brennerei besaß, die Rezeptur des Bottichs Nummer 69, und die Welt erfuhr, dass 40 Malts und Grains, alle in der Glen Garioch Destillerie gebrannt, vermählt worden waren.
Vater und Sohn Sanderson, Andrew Usher II, Richard Paterson, Billy Walker und alle Master Blender der Welt würden sich die Haare raufen, definierte man das Verfahren des Blending als Cocktailisieren oder bloßes Mixen von Spirituosen. Blenden ist ein stilistisches Komponieren nach Prinzipien von leicht, medium und schwer, um einen ausgewogenen Körper zu erschaffen. Hierfür wird ein nach Gras duftender und nach Karamell schmeckender Getreidewhiskey, der aus Weizen, Mais und Roggen gebrannt sein kann, als Gast eingeladen, um die Aufgeregtheit, die Würze und das Klobige eines getorften Malts zu verfeinern. Stets entwickelt sich das Wechseln der Fasslagen, das Trennen und Zusammenführen unterschiedlicher Komponenten wie der Bau eines Gebäudes – in Etappen. Gereifte Destillate aus Getreide und aus Malz verschiedener Jahrgänge und Sorten werden in einem Bottich vermengt und anschließend als Verschnitt in ein einziges Fass oder in mehrere Fässer gegeben. Und zwar in Fässer, die zuvor anders belegt waren.
Neu komponiert, reifen sie nun als homogenes Ganzes über einen Zeitraum von ein, zwei oder drei Monaten und finden schließlich in Ruhe zueinander. Nun ist über der Zeit ein neuer Geschmackskörper gewachsen und am Ende eines gelungenen Blendings kann sein Schöpfer stolz auf das geschliffene Wesen seines Blends sein, dem die Zacken und das Ungestüme eines Single Casks fehlen.
* * *
Über einen Monat war ich nun auch schon „gereift“ und hatte die Hörner des Drängens abgeworfen. Die 30 Kilometer bis in die Hafenstadt Aberdeen ging ich mit dem Gleichmut des Geübten an und wählte eine abgelegene, überaus ruhige Nebenstraße. Via Newmachar pirschte ich mich an die große Stadt an der Küste heran. Da ich nach 25 Kilometern aus der Ruhe kam, bekam ich auf der restlichen Strecke ins Zentrum Ohrensausen. Ja, kaum, dass die Stadtfahrt begann, hieß es Ohren zu und durch.
Motorenlärm vom Boden und aus der Luft lag über dem Aberdeen Heli-Port, wo getaktet Hubschrauber von und zu den Ölplattformen in der Nordsee flogen. Mit erhöhtem Pulsschlag brachte ich diese Hölle hinter mich und stoppte erschöpft an einem Kaffeebüdchen, um nicht mit leerem Magen in den Bannkreis einer nervzehrenden Urbanität einzudringen.
Die Nervosität, die mich immer in der Weichzone einer großen Stadt befiel, flammte jetzt wieder auf, zum Glück aber nur kurz, denn ein gut ausgeschilderter Radweg schlängelte sich am buschigen Ufer des Don bis tief ins Zentrum hinein. Über dem Schauen auf Wohnhäuser und Industriebauten spulte ich die letzten Kilometer ab und kaum, dass ich mich versah, stand ich auf der Stadttangente, die Schottlands drittgrößte Stadt wie einen Brotlaib in zwei Hälften zerschneidet. Hier war ich von Beton, Asphalt und sich langsam vorwärtsschiebenden Autos umzingelt und ernsthaft fragte ich mich: bist du in einer rad- oder autogerechten Großstadt angekommen?
Über dem Schauen nach rechts und links hatte ich zwar die gesprühte Kampfparole „Go Yoga, go vegan“ an der Bretterwand einer Baustelle entdeckt, mich aber verfahren. Entweder hatte ich an einer Ampel den Hinweis zum Union Square übersehen oder ich war vor lauter Aufregung statt über eine Brücke geradeaus gefahren. Jetzt blieb mir nichts anders übrig, als auf einem schmalen Asphaltstreifen neben dem Feierabendstau herzufahren und reduziert zu atmen. Glück gehabt! Da vorne kam wieder eine Brücke über die tiefergelegte Tangente in Sicht und ich fand einen Fluchtweg, markiert durch ein königsblaues Schild, das mich in ruhigere Straßen lenkte.
Um zu verschnaufen, auch um das Wesen der Granitstadt zu erspüren, hielt ich am Bordstein an – ohne abzusteigen. Mit den Turnschuhsohlen auf dem Kopfsteinpflaster abgestützt, konnte ich mich um die eigene Achse drehen und mir einen ersten Rundblick über die Altstadt erlauben. Hinter einem kleinen Park entdeckte ich etwas Befremdendes: Seite an Seite, keine fünf Meter voneinander entfernt, wuchs ein verglaster Betonspargel neben einem spätgotischen Kirchturm in den Himmel. Kannte die Granitstadt keinen Denkmalschutz und keinen Respekt vor sakralen Bauten? Oder waren auch hier wie in Edinburgh und Inverness viele der Kirchen keine Kirchen mehr, sondern Kneipen und Cafés für Presbyterianer wie für Moslems, Juden, Hindus, Buddhisten und Atheisten gleichermaßen?
Als ich gemächlich weiterfuhr, stieß ich auf einen Boulevard, wo unmittelbar vor der Ampel großflächig ein Feld mit dem Piktogramm eines Radfahrers auf den grauschwarzen Boden gemalt war. Zeigte die Ampel rot, war das Radfeld autofrei und tatsächlich nur von Radfahrern besetzt. Mich erstaunte, wie diszipliniert sich die wartenden Autofahrer an diese Regelung hielten und nur bis an das maisgelb umrandete Feld heranfuhren und in zweiter Reihe stoppten. Selbst als sich der Verkehr zweispurig auf hundert Meter staute, kam kein Autofahrer auf die Idee, die freie Busspur, die außer den Bussen nur Radfahrer benutzen durften, zu befahren, um sich am Stau vorbeizumogeln. Da diese Regelung an allen großen Straßenkreuzungen galt, machte das Durchfahren der Granitstadt richtig Spaß. Immer wieder radelte ich forsch an einer Autoschlange links vorbei und besetzte auf dem autofreien Radfeld die Pole-Position, eine Position mit vielen motorisierten Followern im Rücken. Als die Ampel von Rot auf Grün wechselte, musste sich der anfahrende Autoverkehr an meinem Tempo orientieren, erst als ich auf die seitliche Busspur einschwenkte, durfte er mich überholen. Famos, dachte ich und wünschte mir dieses Privileg auch in deutschen Städten.
Das Zentrum querte ich entspannt, meistens die Bustrasse befahrend, und erreichte Murray Terrace im Süden, wo ich am Duthie Park das empfohlene Hotel fand. Die ruhige Gegend um meine Unterkunft lebte von zweistöckigen Stadthäusern mit runden Erkern und schaufenstergroßen Wohnzimmerfenstern, deren Granitfassade hinter wildem Wein und Efeu kaum auszumachen war. Oft hatten die Hausbewohner die Auffahrten mit immergrünen Büschen von Rhododendron und Kirschlorbeer bepflanzt, und den Portikus der Häuser säumten violette und weiße Hortensien. Typisch für das Wohngebiet waren aber auch kurze Auffahrten mit gekiesten Stellflächen für die zwei, drei Familienkutschen.
Am nächsten Tag vertrödelte ich die Stunden. Locker in den Waden, erkundigte ich die Straßen der Granitstadt und ganz ohne Absicht landete ich im „Old Aberdeen Bookshop“, einem Antiquariat in Spital, wo ich ein rares Whiskybuch im Bücherallerlei fand und für einige Pfund kaufte. So vergingen die Ruhestunden recht schnell. Die Schlenderfahrt kreuz und quer durch die City zeitigte die Erkenntnis, dass Aberdeen eine „No-problem-Stadt“ ist. Anstatt „ja“ oder „okay“ oder gar „that’s brilliant“ zu sagen, hörte man aus dem Mund der Aberdeener bei jeder Gelegenheit: „no problem“. Selbst in einem winzigen Plumcake Shop, wo eine Schülerin selbstgebackene Kuchen zu keltischer Fidelmusik verkaufte, begegnete mir dieser Spruch, als mir das Selbstgebackene angeboten wurde. Gerne empfing ich das süße Küchlein, das mir lächelnd angeboten wurde. Warum immer nur Drams, warum nicht mal einen Pflaumenkuchen probieren? Leider schmeckte das Kuchenstückchen für meinen Geschmack viel zu süß. Also bedankte ich mich ohne etwas zu kaufen, worauf die blutjunge Verkäuferin nur mit „no problem“ antwortete und mich lächelnd entließ.
Als sich zur Mittagszeit mein Magen meldete, steuerte ich in der Hafengegend das Gasthaus Crees Pub, estab. 1848 an. Der Wirt vom Pub stand draußen vor der Tür. Vermutlich war er Wirt und Koch zugleich, denn um die Hüfte trug er eine lange weiße Schürze. Alles sah einladend aus, das Haus, der Mann und die Blumen vor der Tür. Hier wollte ich pausieren und zu Mittag essen.
Eine Neuerscheinung aus Deutschland gibt es an diesem Wochenende zu vermelden: Die Brennerei Henrich GbR hat mit dem Gilors PX Sherry 10 Jahre ihre erste zehnjährige Abfüllung auf den Markt gebracht. Erhältlich ist sie im Onlineshop der Brennerei und im ausgewählten Fachhandel – die Infos dazu gibt es bei uns:
DER ERSTE 10JÄHRIGE BEI GILORS
Gilors PX Sherry 10 Jahre
Ein wahres Feuerwerk an Aromen zündet die neue Abfüllung aus der Brennerei Henrich, die mit einer Fassstärke von 60,1% vol. Alkoholgehalt aufwartet.
Ein Füllhorn von üppigen Aromen strömt aus dem Glas – Sherry, harmonische Fruchtsäure, gebrannte Mandeln, Kaffeetöne, etwas Torf, kräutrige Anklänge, die an Liebstöckel erinnern. Am Gaumen dominiert eine würzige Fruchtsüße, gefolgt von Bittermandelnoten, Torf und einem Hauch von Amarenakirschen. Der langanhaltende Abgang überzeugt mit herber Würze und leichten Bittermandeltönen. Aninimierend!
Wie alle Gilors Single Malt Whiskys sind diese nicht gefärbt und nicht kältefiltriert. Die UVP liegt bei 119,- EUR.
Über Brennerei Henrich GbR
Die Brennerei Henrich GbR mit Sitz in 65830 Kriftel/Hessen wurde innerhalb der letzten Jahre mehrfach mit Gold und Silber auf der renommierten Edelbrandmeisterschaft DESTILLATA in verschiedenen Kategorien ausgezeichnet.
Ursprünglich wurde das Familienunternehmen 1970 als Obstbaubetrieb gegründet. In 2005 wurde die Verschlussbrennerei eingerichtet. Seit 2010 verlagerte sich der Schwerpunkt vom Obstbau sukzessive auf die Brennerei und Kelterei. Neben Edelobstbränden wurde der Whisky Gilors erfolgreich am Markt platziert.
Jede Woche erscheinen viele neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den Abertausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt?
Blogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann.
„Fremde Federn“ stellt Ihnen in der nun 172. Folge Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor – eine Sammlung von Meinungen zu verschiedenen Whiskys, die Ihnen ein wenig ein Leitfaden für eigene Entdeckungen sein können. Und wenn Sie sich auf eine eigene Entdeckungsreise begeben wollen, dann finden Sie in unserem Artikel über das richtige Verkosten (vor allem in dem enthaltenen weiterführenden Link) eine hilfreiche Unterstützung.
Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.
Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!
Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, kommerzielle Links enthalten. in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein untergeordneter Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.
Vier Pärchen verkostet heute Angus MacRaild auf Whiskyfun – quer durch das schottische Gemüsebeet, sozusagen, denn vom Stil her sind sie natürlich recht unterschiedlich, aus drei verschiedenen Regionen noch dazu. Benriach, Blair Athol, Inchgower, Talisker – ein abwechslungsreiches Lineup.
Zwei der Abfüllungen können Angus nicht überzeugen – fünf sind gut bis sehr gut bewertet, und einer, ein alter Talisker, nimmt die Hürde von 90 Punkten. Hier die Verkostung im Überblick:
Abfüllung
Punkte
Benriach 10 yo ‚Curiositas‘ (40%, OB, L code L12.10.06)
72
Benriach 11 yo 1994/2005 Heavily Peated (59.7%, Signatory Vintage Cask Strength Collection, cask #05/355/1 port pipe finish, 863 bottles)
85
Blair Athol 14 yo (46%, North Star ‚The Wee Star‘, PX finish)
86
Blair Athol 14 yo (51.1%, North Star, 14 months Mezcal Finish, 72 bottles)
84
Inchgower 13 yo 2008/2021 (55.8%, Lady Of The Glen, cask #800479, hogshead + refill PX sherry finish, 268 bottles)
Nachdem ja im November in Glasgow die Klimakonferenz COP26 stattfinden wird, hat man sich seitens der SWA, der Scotch Whisky Association, ein Giveaway überlegt, das den Delegierten der Konferenz Freude machen und eine Botschaft mitgeben soll. Dass dieser Whisky danach wohl vereinzelt auch in Sammlerkreisen zu finden sein wird, obwohl die Abfüllung nicht in den Verkaufr kommt, kann mit einiger Berechtigung vermutet werden.
Zum Whisky selbst: Der COP26 Whisky ist ein Blended Whisky aus 26 Destillerien aller fünf schottischer Whiskyregionen – und er soll ein Zeichen für die Hinwendung der schottischen Whiskyindustrie zur Nachhaltigkeit sein.
900 Flaschen davon werden aufgelegt, und sollen die Delegierten der Konferenz durch folgende Features überzeugen:
Die Flaschen sind zu 97% aus recyceltem Glas.
Der Korken ist aus echtem Kork, wiederverwerteten Korkabfällen und Holzabfällen und zu 100% recyclebar.
Das Papier der Etiketten ist zu 55% aus Altpapier und enthält auch Abfälle aus der Maische
Der Überkarton ist aus 100% wiederverwerteten Fasern.
Auch wenn die 900 Flaschen nicht in den Handel kommen werden, wird eine davon in der Scotch Whisky Experience in Edinburgh bis Jahresende ausgestellt werden.
Wenn man sich die wertvollsten Marken der Welt ansieht, wie sie von dem Managment Consulting Unternehmen Interbrand zusammengestellt und jetzt veröffentlicht wurde, so stehen auf den Medaillenplätzen Apple, Amazon und Microsoft. Nach Spirituosenmarken muss man noch etwas länger suchen, aber auf Platz 81 im diesjährigen Ranking steht laut einem Artikel auf The Spirits Business Jack Daniel’s – und ist damit die wertvollste Spirituosenmarke der Welt.
Besitzer Brown-Forman kann sich für den Markenwert laut dem Consultingunternehmen die Summe von 6,537 Milliarden Dollar in die Bücher schreiben – umgerechnet sind das mehr als 5,6 Milliarden Euro.
Das Ranking im Report basiert auf der finanziellen Performance der Marken, die Rolle bei Kaufentscheidungen und die Stärke gegenüber dem Mitbewerb.
Im Vorjahr lag Jack Daniel’s noch einen Platz hinter der diesjährigen Platzierung, auf Platz 82.
Zu dieser Meldung haben wir nun am Freitagnachmittag von Brown-Forman auch eine englischsprachige Pressemitteilung erhalten, die wir Ihnen untenstehend gerne nachreichen:
JACK DANIEL’S TENNESSEE WHISKEY NAMED MOST VALUABLE SPIRITS BRAND IN THE WORLD
Jack Daniel’s moves to #81 in Interbrand’s Best Global Brands 2021 report; only spirits brand in top 100
LYNCHBURG, Tenn. (October 21, 2021) – Jack Daniel’s Tennessee Whiskey has been named as the most valuable spirits brand in the world by Interbrand in its Best Global Brands 2021 report. Jack Daniel’s is the only spirits brand ranked in the top 100 and comes in at #81 with a value of $6.5 billion, a 4% increase and moving it up one spot from #82 in 2020.
“From its humble beginnings back in the late 1800’s, Jack Daniel’s has steadfastly held to its mantle of craftsmanship, quality, authenticity, and an uncompromising free spirit.” said Sophia Angelis, Jack Daniel’s Vice President and Global Brand Director. “Now over 150 years later, our commitment is unchanged, and we’ll continue to make everyday count while pushing forward with Mr. Jack’s guiding words, ‘Every day we make it, we’ll make it the best we can.’”
Interbrand’s 22nd annual report analyzed how the world’s leading brands successfully navigated a rapidly changing business landscape, with valuations determined by the brand’s financial performance, role in purchase decisions, and competitive strength among other factors. For the complete Top 100 ranking and report and more information, visit www.bestglobalbrands.com.
About Jack Daniel’s
Officially registered by the U.S. Government in 1866 and based in Lynchburg, Tenn., the Jack Daniel Distillery is the first registered distillery in the United States and is on the National Register of Historic Places. Jack Daniel’s is the maker of the world-famous Jack Daniel’s Old No. 7 Tennessee Whiskey, Gentleman Jack Double Mellowed Tennessee Whiskey, Jack Daniel’s Single Barrel Tennessee Whiskey, Jack Daniel’s Tennessee Honey, Jack Daniel’s Tennessee Fire, Jack Daniel’s Tennessee Apple, Jack Daniel’s Tennessee Rye, Jack Daniel’s Sinatra Select and Jack Daniel’s Country Cocktails. Today, Jack Daniel’s is a true global icon found in more than 170 countries around the world and is the most valuable spirits brand in the world as recognized by Interbrand.
Your friends at Jack Daniel’s remind you to drink responsibly.
Die ersten fünf Abfüllungen der Warehouse 6 Collection, die Jahrgänge 1971, 72, 75 und 77, erhalten nun einen weiteren Begleiter, den Tomatin 1978. Dabei handelt es sich um einen 42 Jahre alten Single Malt, der aus zwei Fässern (Fass 49541 und 49542) komponiert wurde, die nach 30 Jahren Reifung für weiter 12 Jahre in Oloroso Sherryfässer transferiert wurden, um dort noch ein intensives Finishing zu erhalten.
Entstanden ist ein Single Malt, abgefüllt mit 47% vol., der schon vor seinem offiziellen Releasedatum mit einer hohen Auszeichnung bei der diesjährigen ISWC, nämlich Gold Outstanding, ausgezeichnet wurde. Bewertet wurde er von den Juroren dort mit hervorragenden 98 Punkten.
Sein Geschmack wird von Master Distiller Graham Eunson wie folgt beschrieben:
Aromas of stewed fruits, dark maple syrup and bursts of orange peel and bergamot, meeting soft flavours of dark chocolate, warming spices and salted caramel before a long, silky finish
Noch im Oktober wird der auf 350 Flaschen weltweit limitierte Tomatin 1978 bei ausgewählten Fachhändlern erhältlich sein, der Verkaufspreis in UK ist mit umgerechnet 3550 Euro angegeben.
Die Lochlea Distillery in den Lowlands nahe Kilmarnock und östlich der Insel Arran steht kurz davor, ihren ersten Single Malt auf den Markt zu bringen. Schon im November soll dieser erscheinen (mehr haben wir darüber hier berichtet), und es steht anzunehmen, dass von den 7.500 Flaschen davon auch eine gewisse Zahl Deutschland erreichen wird. Anfang 2022 wird es dann die Standardausgabe aus der Brennerei geben.
Grund genug für uns, der Destillerie Lochlea eine Fotostrecke zu widmen – möglich wird das durch die Crew von Kirsch Import, die die Brennerei vor einigen Wochen besuchte und uns ihre Bilder von diesem Besuch zur Verfügung gestellt hat. Vielen Dank dafür!
Kommen Sie also mit in die Brennerei und besichtigen Sie mit uns das Stillhouse, das Malzlager, die Produktionsstätten sowie die Abfüllstation und die Lagerhäuser. Die Bilder können durch Anklicken vergrößert werden.