Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 32)

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Uli-Franz-im-Kilt-Mackenzie.jpg

Wir freuen uns, Ihnen jeden Sonntag ein Stück einer wunderbaren Geschichte über Schottland, Whisky und das Reisen vorstellen zu dürfen: Exklusiv auf Whiskyexerts präsentieren wir Ihnen Whisky Cycle, das neueste Buch von Uli Franz, als Fortsetzungsgeschichte.

Uli Franz lebt als Schriftsteller im Chiemgau und auf der dalmatinischen Insel Brac’. Von 1977-80 arbeitete er als Zeitungskorrespondent in Peking. Über China und Tibet veröffentlichte er zahlreiche Bücher. Zuletzt erschienen Radgeschichten und „Die Asche meines Vaters“ (Rowohlt Verlag).

Das Buch Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland (ca. 320 Seiten) ist momentan in der ersten Auflage vergriffen – über Neuigkeiten zu Bestellmöglichkeiten werden wir Sie natürlich rechtzeitig informieren.

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist karte-fuer-text.jpg.
Die Radtour zu 17 schottischen Destillerien. Karte von Alba Collection

-hier geht es zur Folge 31-

Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 32)

Die Tartan Wahl

„Was ist eigentlich Whisky?“, fragte mich Gordon, der Bartender, und machte eine Miene wie ein Quizmaster vor großem Publikum. Ohne mir Zeit zum Nachdenken zu lassen, platzte er auch gleich mit der Antwort heraus: „Der Geschlechtsakt zwischen Herrn Alkohol und Frau Eiche. Okay, die Spießer reden um den heißen Brei herum.“ Mit abfälliger Handbewegung ergänzte er: „Verklemmt wie sie sind, vermeiden sie das Wort Geschlechtsakt und sagen dafür gestelzt ‚Vermählung von Alkohol und Eiche‘.“

„Aha!“ Mehr als verdutztes Erstaunen brachte ich nicht über die Lippen, denn hinter dem Tresen stand ein erheblich jüngerer Mann, dem ich glatt eine Doktorarbeit über Whisky zugetraut hätte, nicht aber eine so abwertende, vor allem aber so simple und auch noch provokante Definition des Wesens von Whisky. Mein Gegenüber mochte um die fünfunddreißig sein, smart, schlank und hoch gewachsen, ein durchaus stattliches Exemplar von Mann. Aber wie mir schien, war er nicht durchtrainiert und sportlich fit. Dagegen sprach seine Gesichtsfarbe, die wächsern und nicht gerade von Frischluft durchlüftet schien. Der feine Spott, der sein Lächeln formte, deutete auf eine gewisse Überheblichkeit hin. Vermutlich liebte dieser junge Mann hinter der Bartheke aus Gewohnheit zu sticheln. Wer weiß, womöglich war mein Eindruck auch falsch, womöglich sah er in mir nur ein versprengtes Individuum aus dem Touristenschwarm, der in der Highland Metropole Inverness einfällt, kaum dass der Startschuss zur Saison ertönt. Womöglich, so überlegte ich, hatte er mir nur aus Jux eine Fangfrage gestellt, vielleicht auch nur, um mit einem neuen Gast ins Gespräch zu kommen.

Die Autorität seines Auftretens rührte auf keinen Fall von seinem Outfit her. Nichts, aber auch gar nichts, hatte sein Äußeres mit der eleganten Erscheinung eines Charles Schumann mit tadellos geplätteter, weißer Langschürze und schwarzer Weste auf weißem, seidendurchwirkten Hemd zu tun. Bartender Gordon stand in Slim-fit-Jeans, marineblauem, offenen Hemd und mausgrauem Blouson hinter der Theke. Nun, es  waren seine Stimme, sein Blick und sein Barbestand, die eine Autorität verströmten, wie sie mir schon öfters bei 30- bis 40jährigen Whiskyenthusiasten begegnet war. Im ersten Moment unterschätzt man diese sehr lässig, beinahe schnoddrig gekleideten jungen Männer mit Dreitagebart. Doch kaum, dass sie ein Dram in der Hand halten, entzündet sich in ihren Augen, ihrer Mimik und auf ihren Lippen ein Feuerwerk des Wissens. Gordon gehörte zu dieser Sorte von Kennern und schnell wurde mir klar, er liebte nicht nur Whisky, nein, er lebte Whisky.

Nach längerem Umherirren in den Altstadtgassen am Victorian Market hatte ich endlich das Messingschild „The Malt Room“ an einer eisernen Haustür entdeckt. Das minimalistische Schild war der einzige Hinweis auf die kleine Bar im Herzen von Inverness, die ihrem Namen voll und ganz gerecht wurde. Der Bewirtungsraum, den ich durch einen winzigen, schlecht beleuchteten Flur betrat, war schummrig beleuchtet, im wesentlichen bestrahlt durch Spots an der Wand hinter vielen durchscheinenden Whiskyflaschen. Er bestand nur aus der Schanktheke mit der verspiegelten Flaschenwand dahinter und einer Sitznische. Eigentlich ein besseres Wohnzimmer, das war mein Eindruck beim ersten Besuch und entsprechend taufte ich die Location im Herzen von Inverness: „Gordon’s Minibar“.

Die Bar mochte noch so winzig sein, aber sie offenbarte Gordon’s Philosophie: reduziert bis aufs Äußerste das Maximale zelebrieren. Auf den Glasböden an der Barwand standen die feinsten Single Malts und Blends aus Schottland, aber auch aus Irland, Japan, Deutschland und Bourbons aus den USA. Eine wahrhaft erlesene Kollektion! Jahrelang musste er gespart und rare, inzwischen vergriffene Whiskys gesammelt haben, die er nun täglich hinter dem Tresen stehend, als Dram oder als Flights zu ambitionieren Preisen verkaufte.

Auf selbstgezimmerten Holzbrettchen konnte man zwischen vier Flights mit jeweils drei Drams wählen. „Modest Flights“ war das Einsteigergedeck, „Memorable Flights“ das Gedeck für Fortgeschrittene, darüber hinaus gab es ein „Chocolate Flights“, vorzugsweise für Damen, und „Magnificant Flights“, das Gedeck zum Abheben. Für umgerechnet 270 Euro servierte Gordon die exquisitesten Gaumenfreuden und eine kurze Erklärung dazu: „Hier links haben wir einen Macallan, 25 Jahre, in der Mitte einen Dalmore, ebenfalls 25 Jahre, und rechts einen Laphroaig mit 25 Jahren Fassreifung.“

Noch immer stand ich unschlüssig vor der gewaltigen Auswahl und überlegte, welches die richtige Wahl sein könnte. Noch immer dachte ich über Gordon’s Worte nach und fragte mich, was meinem Gemüt unter diesen Umständen wirklich gut tun würde? Mein Blick streifte das vergitterte Fenster und als ich nach draußen sah, benetzte noch immer feiner Sprühregen das Gassenplaster und rann in schwärzlichen Schlieren die Hauswände hinab. Menschen unter Schirmen liefen vorbei und nahmen mir die Entscheidung ab, nach draußen zu gehen. Als wenig später ein Pärchen trotz Regen den „Malt Room“ verließ, wechselte ich vom Barhocker auf das abgewetzte Ledersofa in der Nische und bestellte – leider nein, kein Edelgedeck vom ranghöchsten Glasboden, sondern meinem Budget entsprechend einen Hirschgeweih-Whisky, einen Dalmore[1].

Über Dalmore hatte ich schon viel gelesen und gehört, denn diese 1839 gegründete und nördlich von Inverness gelegene Destillerie, die heute zum philippinischen Brandy-Konzern Emperador gehört, ist unwiderruflich mit dem Namen Richard Paterson verbunden. Jeder Connaisseur zwischen New York und Tokio kennt diesen Namen, und alle Eingeweihten kennen die Arbeitskleidung dieses berühmten Master Blenders: pechschwarzer Anzug, stilisiert zu höchster Akkuratesse mit seidenem Einstecktuch und silbern changierender Krawatte. Seine gewiss hochversicherte und nicht gerade bescheidene Nase, unter der ein Schnäuzer einen dauerhaften Akzent im fein geröteten Gesicht setzt, hat sich im Laufe eines Lebens in hunderttausende Nosing Gläser versenkt, um das perfekte Dram zu kreieren – was ihm auch vielfach gelang, wie zahlreiche Prämierungen belegen.

Meine Wahl war auf einen Dalmore gefallen, weil ich nämlich keine Stunde zuvor einen spannenden Fund in Leakey’s Book Shop gemacht hatte. In diesem Antiquariat, etabliert in einer ehemaligen Kirche, war mir die Autobiographie „Goodness Nose“ von ebendiesem Richard Paterson und Gavin S.Smith in die Hände gefallen, und second hand hatte ich sie günstig erworben. Das reichbebilderte Buch lag nun als Beiwerk neben dem Dalmore Dram auf dem Sofatischchen und sein Großformat forderte mich während der Verkostung zum Durchblättern auf.

Pfefferbraun stand der Zwölfjährige im Glas, was verwunderte, denn in seiner alkoholischen Dichte wirkte er nicht gerade sehr ölig. Ohne sein Alter zu kennen, hätte ich ihn nach der Farbprüfung für einen Achtzehnjährigen gehalten. Ob er wohl Farbstoff enthielt, fragte ich mich und auch Gordon, der mir beim Verkosten zusah, während er Gläser spülte.

„Kann schon sein, bei uns braucht man diesen Zusatz nicht auf dem Etikett zu vermerken.“

„In Deutschland muss der Begriff ‚Zuckerkulör‘ auf dem Etikett stehen“, erwiderte ich und ergriff das kleine Glas am Bauch, um es an die Nase zu führen. Aromatisch schmeichelhaft waren gleich Vanille und Zimt auszumachen, aber genauso schnell wurden die süßen Töne von Noten aus Malz und Leder verdrängt, und rasch gewann das Erdige die Oberhand. Vielversprechend – der erste Kontakt, ja, so einladend, dass ich gleich nochmals schnuppern musste. Derweil fragte ich mich: wie mochte sich wohl die Blume am Gaumen entfalten?

Die erste Zungenbegegnung ließ sofort viel Speichel einschießen, obwohl die Fassstärke auf 40 % vol. verringert worden war, und füllte den Mundraum mit einer gehörigen Portion Schokolade, einer mit viel herbem Kakao. Vor mir sah ich einen ganzen Kakaobaum, wie er fett braun seine Früchte trug, aber wie ich den Dalmore zu kauen begann, verkehrte sich der Kakaogeschmack in eine seifige Note, die schleimig den hinteren Gaumen belegte, was einen schalen Eindruck hinterließ, den man zugegeben auch als Milde hätte auslegen können.

Nach dem ersten Schluck stand fest: das Vorspiel in der Nase hatte mehr Vergnügen als die Schmeckbegegnung gebracht. Und das, was schließlich im Schlund ankam, war nur noch ein Hauch von Orange und Rosine, weil die Eiche den Abgang von A bis Z bestimmte. Beim zweiten Schluck zeigte sich der Nachhall gar bitter – und was mir noch bei keiner Verkostung untergekommen war – die Zungenspitze wurde pelzig. Im Mundraum setzte sich außerdem ein bitter-adstringierender Geschmack durch wie man ihn von bissigen Tanninen im Rotwein kennt. Sorry, Master Paterson! Leider verbarg ihr zwölfjähriges Kind doch zuviel Bitterkeit unter seinem süßen Mäntelchen, was in der Konsequenz zu einer Bewertung mit zwei Stützrädern führte.

Wie hingeworfen lag auf dem Bartresen das schlanke Buch „Bad Whisky“ von Edward Burns und wirkte mit dem Totenkopf auf dem Titel ebenso provokant wie Gordon’s Geschlechtsakt-Vergleich. Der Dalmore hatte meine Zunge gelockert, so deutete ich auf das Buch und fragte Gordon, der immer noch hinter der Bar für Ordnung sorgte: „Hast du das mit dem Geschlechtsakt da draus?“

„Ach was, glaubst du wirklich, das habe ich ernst gemeint“, sagte er grinsend, „das sagte ich doch nur so zum Spaß. Na ja, ein wahrer Kern ist schon dran. Aber du musst wissen, so verklemmt sind wir Schotten auch wieder nicht. Jetzt aber ernsthaft: was darf ich dir auf Kosten des Hauses zum Probieren anbieten?“

Mein Blick schweifte über das Flaschenheer, das durch die Wandspots in den schönsten Malt-Tönen erstrahlte. Ein vielschichtiges Gold und ein warmes Bernstein schmeichelten dem Blick und ich ließ mir Zeit, die Etiketten zu studieren. Da sie von hinten angestrahlt wurden, waren sie leider alle verschattet und ich musste mich über die Theke nach vorne beugen. Am Rand eines höheren Glasbodens entdeckte mein suchender Blick zwei geliebte Japaner: Hibiki 17 years und Hakushu 12 years. Spontan wollte ich einen der beiden Edlen wählen. Doch schnell kam der Gedanke auf, es wäre doch einfallslos, einem alten Bekannten meine Aufwartung zu machen. Viel verheißungsvoller wäre es, einen Unbekannten kennenzulernen.

Also tat ich, was alle Whiskykundler tun, wenn sie eine Fährte aufnehmen: sie studieren ausgiebig die Etiketten. Etiketten sind mehr als eyecatcher, sie sind kleine Enzyklopädien, die oftmals Geheimnisse in sich bergen! Nicht ohne Grund tüfteln ganze Werbeagenturen am Erscheinungsbild von Labels und suchen meist lange und kostenintensiv nach einem gefälligen oder ausgefallenen Image für das Produkt. Das Posterbuch „The Art of Whisky“ fiel mir ein, diese nostalgische Bilderreise, die mehr als tausend Worte über die Menschen und ihre Trinkkultur von anno dazumal offenbarte. 

Mein Etikettenstudium zeitigte schließlich ein Resultat, das mich selbst erstaunte. Ein schmales Etikett, kaum mehr als eine Banderole, das dem flüssigen Gold hinter Glas viel Raum ließ, fand mein Wohlgefallen. Die Flasche wirkte edel, denn am Bauch trug sie die Prägung 1798.

Gordon, der während meines Studiums noch immer mit Gläserpolieren beschäftigt war, schenkte das Dram mit der Erläuterung ein: „Gute Wahl, der Ledaig. Er reifte achtzehn Jahre und bringt 46,3 % vol. ins Glas. Sein Finish hat er in Sherry-Batches erhalten. Er ist getorft, deshalb leicht rauchig und kommt aus der Brennerei Tobermory auf der Insel Mull. Wohl bekomm’s!“

„Oh ja, Tobermory kenne ich bereits, ich habe den Zehnjährigen verkostet, der war perfekt, allerdings ungetorft.“

Das indirekte Licht in Gordon’s Minibar taugte nicht wirklich zur Bewertung der Goldnuancen im Glas, deshalb legte ich viel Wert auf die Öligkeit des Ledaig. Mehrmals ließ ich ihn kreiseln, wodurch er in flüssigen Fäden und Tropfen an der Glaswand hinunter rann, was meinen Kennerblick beruhigte. Ja, hier stimmten Dichte und Jahresangabe überein. Gleich beim ersten Schnuppern kletterten Aromen süßlich bis süß hinauf ins Nasendach. An diese Wolke von Karamell hatte eine erdige Torfnote angedockt. Als ich mit dem linken, dem sensibleren Nasenloch schnüffelte, gesellte sich noch eine frische Kühle hinzu. Der erste Schluck startete mit einem leichten Brizzeln an der Zungenspitze, gefolgt von einer schönen Ladung Vanille und holziger Süße. Im Finish kulminierte das alkoholische Brizzeln in einer Welle von Malz und bitterem Rauch. Diese Welle nahm gegen Ende überhand und machte es meiner Zunge schwer, die süßen und würzigen Früchte der Sherry-Eiche herauszuschmecken. Schade, wirklich schade, diese Ernüchterung nach dem verheißungsvollen Kitzeln in der Ouvertüre. Insgesamt gesehen fehlte dem Ledaig, von dem das Dram umgerechnet 11,50 Euro kostete, der Spannungsbogen: ein Bogen, der in der Nase seinen ersten und in der Magengrube seinen Abschlusstreffer landet. Vor allem im Abgang fehlte ihm das Komplexe eines fülligen Körpers. Anstatt vier Stützräder wie sein jüngerer, ungetorfter Bruder erzielte der um acht Jahre ältere nur drei.

Schuld am Verlust eines Rads war im wesentlichen der malzlastige Abgang. Gewiss, der Ledaig hatte meine Gunst gewonnen. Aber für vier Stützräder war seine Mundgravur einfach zu blass, und beim Abschied fehlte der herzhafte Händedruck, die Berührung einer Hand, die man gerne für länger gehalten hätte.

 Zum Ende meines Besuchs in Gordon’s Minibar erwartete mich noch eine Denkaufgabe auf der Winztoilette, wo über dem Pinkelbecken das Spruchtäfelchen hing: „If whisky goes in, wisdom comes out!“ Was mochte der tiefere Sinn dieses Klospruchs sein? Beim Lesen verwirrte mich diese „Weisheit“ mehr als sie mir erklärte. Erst nach längerem Überlegen interpretierte ich den Spruch so: im Resultat siegt die Erkenntnis, dass man etwas Gescheites zu sich genommen haben muss, damit was Gescheites rauskommt.

(Fortsetzung folgt)


[1] dal-moor

Fremde Federn (157): Verkostungsnotizen deutschsprachiger Blogger

Jede Woche erscheinen viele neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den Abertausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt?

Blogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann.

„Fremde Federn“ stellt Ihnen in der nun 157. Folge Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor – eine Sammlung von Meinungen zu verschiedenen Whiskys, die Ihnen ein wenig ein Leitfaden für eigene Entdeckungen sein können. Und wenn Sie sich auf eine eigene Entdeckungsreise begeben wollen, dann finden Sie in unserem Artikel über das richtige Verkosten (vor allem in dem enthaltenen weiterführenden Link) eine hilfreiche Unterstützung.

Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.

Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!

Hier die urlaubsschlanke Sammlung der Verkostungsnotizen dieser Woche:


Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, kommerzielle Links enthalten. in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.

Letzte Chance: Gewinnen Sie die vier Zodiak Whiskys von Seven Seals Whisky, inkl. dem neuen Age of LEO

Einen ganz besonderen Preis können wir Ihnen in unserem neuesten Gewinnspiel gemeinsam mit unserem Partner Seven Seals Whisky präsentieren: Wir verlosen die vier Whiskys der Zodiak Serie von Seven Seals Whisky – inklusive dem brandneuen Age of Leo, der erst dieser Tage auf den Markt kommt. Bei der Zodiak Serie hat man versucht, die positiven Eigenschaften der Sternzeichen in Geschmack zu übersetzen – und unser Gewinner oder unsere Gewinnerin kann dieses spezielle „Pairing“ ausgiebig genießen.

Das ist die letzte Chance: Das Gewinnspiel läuft nur mehr bis Sonntag – spielen Sie also gleich mit!

Die vier Whiskys (sie stammen aus der Zusammenarbeit der Schweizer Destillerie Langatun und der Seven Seals Innovation) wurden nach der durch die schottischen Regularien vorgeschriebenen Reifezeit mit einer enzigartigen und zu 100% natürlichen Finishing-Methode vollendet und zeigen laut Seven Seals Whisky dadurch die Charakterisika wesentlich länger gereifter Abfüllungen. Ein Gewinn also für alle, die bei Whisky nach Geschmack suchen und über den Tellerrand hinausblicken wollen.

Bevor wir Ihnen aber die Gewinnfrage verraten, stellt Ihnen Seven Seals Whisky das Unternehmen, die Methode und die einzelnen Abfüllungen vor.

SEVEN SEALS WHISKY

Dolf Stockhausen, unser Erfinder des Seven Seals Verfahrens, beschloss im Alter von 72 Jahren das klassische Fassreifungsverfahren des Whiskys zu verbessern, da er nach diesem Verfahren sonst womöglich seinen ersten Whisky nicht mehr hätte degustieren können. Doch wie es mit den besten Erfindungen üblich ist, ist es erst durch die enge Zusammenarbeit mit der Schweizer Destillerie Langatun zu einem ausgesprochen schmackhaften und mittlerweile sogar vielfach preisgekrönten Produkt gekommen. Im hier verlinkten Video erfahren Sie vom Erfinder höchstpersönlich, wie wir unsere handgefertigten Whiskies herstellen.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist team-1024x576.jpg
Das Team von Seven Seals Whisky v.l.n.r.: Dr. Dolf Stockhausen – Erfinder und Mitinhaber Seven Seals Distillery AG Chris Lauper – CEO Langatun und Mitinhaber Seven Seals Distillery AG Reto Salfinger – Produktionsleitung und Entwicklung Oliver Schneider – Head of Sales and Marketing Patricia Haas – Business Development Fast Forward Maturation

Nebst den klassischen Whiskies wurde die bestehende klassische Produktlinie um die Zodiak Serie erweitert, mit dem Ziel die vielfältigen Möglichkeiten des Verfahrens und die zahlreichen Ideen des Teams umzusetzen.

Seven Seals übersetzt bei seinen Whiskies der Zodiak-Linie einige Eigenschaften der Sternzeichen auf die Whiskys, wobei sie nur mit den positiven Eigenschaften des jeweiligen Sternzeichens arbeiten. In der Produktion des Whiskys wird auf diese charakterlichen Eigenschaften eingegangen und auf den Whisky übertragen. Das Resultat sind unglaublich spannende Whiskies mit interessanten Geschmacksnoten.

The Age of SCORPIO

Die Idee und deshalb natürlich auch der erste Zodiak Single Malt Whisky wurde als Dankeschön an die Frau des Erfinders des Fast Forward Finishing Verfahrens, umgesetzt und ins Leben gerufen. So steht der erste Single Malt Whisky dieser Linie im Sternzeichen Skorpion, dem Geburtsmonats von Ia Stockhausen und ist willensstark, zielstrebig, fleißig, kritisch und die Einflüsse des Pluto verleihen diesem Whisky zudem seine geheimnisvolle Art.

Deshalb ist er von Anfang an subtil aber bis zum Nachklang auf den Punkt gebracht! Er ist geschmacklich sehr ausgewogen und komplex mit Anklängen von Vanille und einem Hauch gerösteter Nüsse und Holz.

Am Ende bleibt eine fruchtige Note welche perfekt in eine vielschichtige Komplexität eingebunden ist.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Seven-Seals-Scorpio-50cl-Packshot-mit-Awards-592x1024.jpg

The Age of AQUARIUS

Zu Ehren des Erfinders wurde ein zweiter Whisky kreiert, welcher im Sternzeichen des Wassermanns steht, also dem Geburtsmonats von Dolf Stockhausen. Dieser Single Malt Whisky ist exzentrisch, fortschrittlich, zukunftsorientiert, gesellig und bringt seine Individualität zum Ausdruck, weshalb er von Anfang an ausgewogen ist. Er ist ein sanfter Riese und hat sein voluminöses Raucharoma geschickt in Samt verpackt.

Feine Aromen von Lebkuchen, dunkler Schokolade, feinen Gewürzen werden von Röstaromen vom Lagerfeuer begleitet. Ein sehr langer Abgang krönt den Genuss.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Seven-Seals-Aquarius-70cl-Packshot-mit-Awards-540x1024.jpg

The Age of TAURUS

Da die ersten beiden Single Malt Whiskies der Zodiak Linie von Seven Seals so gut bei unseren Whiskyliebhabern ankamen, wurden noch zwei weitere Single Malt Whiskys kreiert. Dieser Whisky ist der Seven Seals «The Age of Taurus», welcher auch wie seine zwei Vorgänger mit den positiven Charaktereigenschaften seines Sternzeichens versehen wurde.

Dieser Single Malt Whisky des Sternzeichens Stier ist bodenständig, ausgeglichen, genussvoll, selbstbewusst und ausdauernd. Der Seven Seals «The Age of Taurus» steht wie das Sternzeichen für den vollen Genuss des Lebens.

Aus diesem Grund ist dieser Whisky unsere Rauch-Portwein-Bombe mit Triple Wood Double Tawny Port Finish. Er ist intensiv und kräftig, erdig mit einer leichten getoasteten Rauchnote und einer verspielten Bitterkeit mit dezenter süsse im Hintergrund.

Er wird zum erlauchten Kreis der Whiskys gehören, die Dom Roskrow in der Neuauflage seines erfolgreichen Buchs „1001 Whiskies You Must Taste Before You Die“ beschreiben wird.

Wie alle Single Malts der Zodiak Serie ist auch der «TAURUS» in einer limitierten Auflage von verschiedenen Batches von 365 Flaschen erhältlich.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Seven-Seals-Taurus-50cl-Packshot-210322-473x1024.jpg

Neu: The Age of LEO

Das vorläufig jüngste Kind in der Zodiak Linie ist der LEO, welcher ab Mitte Juli in ausgesuchten Fachgeschäften erhältlich ist.  Auch der Seven Seals «The Age of LEO» wurde wie seine drei Vorgänger mit den positiven Charaktereigenschaften seines Sternzeichens versehen.

Dieser Single Malt Whisky des Sternzeichens Löwe ist ein echter Sieger-Typ.Er tritt selbstbewusst auf, ist er doch eine absolute Sherrybombe. Er ist zielstrebig, gesellig mit einem grossen Herz und viel Feuer.

Er ist unser dicker Löwe, mit Triple Wood und Double Pedro Ximenez Sherry Finish, eben eine absolute Sherrybombe. Er hat schon die Goldmedaille von Wizards of Whisky erhalten. Der Whisky ist sehr ausgewogen, wunderbar intensiv, schön fruchtig und wird von holzigen Noten mit intensivem Waldhonig begleitet.

Wie alle Single Malts der Zodiak Serie ist auch der «LEO» in einer limitierten Auflage von verschiedenen Batches von 365 Flaschen erhältlich.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Seven-Seals-Leo-50cl-Packshot-210322-473x1024.jpg

Und so gewinnen Sie das Set mit den vier Whiskys aus der Seven Seals Zodiac-Serie:

Beantworten Sie folgende Gewinnfrage: Welches der untenstehenden drei Tiere ist kein Sternzeichen?

a. Löwe
b. Widder
c. Hirsch

Ihre Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff „Zodiak“!

Unter allen Einsendungen mit der richtigen Antwort und dem richtigen Betreff, die uns bis 11. Juli 2021, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinner der Preise und geben sie am 12. Juli 2021 bekannt. Die Gewinne werden durch unseren Partner Seven Seals Whisky versendet.

Pro Haushalt ist nur eine Teilnahmemail möglich!

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Seven-Seals-1024x780.jpg

Teilnahmebedingungen:

Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland oder Österreich wohnt, die Gewinnfrage beantwortet und seine Antwort mit dem Betreff „Zodiak“ einsendet sowie das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 11. Juli 2021, 23:59 Uhr. Die Gewinner*innen werden am 12. Juli 2021 auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts und Seven Seals Whisky sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Gewinn wird von Seven Seals Whisky versendet, wir übermitteln dafür die Gewinneradressen an das Unternehmen. Diese Daten werden dort wie alle Adressdaten bei uns nach Abschluss des Gewinnspiels sofort und unwiederbringlich gelöscht.

Hinweis zum Datenschutz: Wir erheben nur jene Daten von Teilnehmern, die für die Abwicklung des Gewinnspiels nötig sind (Name, email-Adresse und Postanschrift). Alle in diesem Zusammenhang erhobenen Daten werden nach Abschluss des Gewinnspiels und der erfolgreichen Versendung des Preises ausnahmslos gelöscht und weder für unsere Zwecke weiterverwendet noch an Dritte weitergegeben. Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen!
Herzlichst,
Ihr Whiskyexperts-Team

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist sevenseal-titel-1024x427.jpg

Karen Betts wechselt zur Food and Drink Federation – Scotch Whisky Association sucht neuen CEO

Die Interessensvertretung der schottischen Whisky Industrie, die Scotch Whisky Association oder kurz SWA, muss sich nach einem neuen CEO umsehen. Karen Betts, die seit 2017 in dieser Position die SWA leitete, verlässt diese noch im Laufe des Jahres, um als CEO der Food and Drink Federation vorzustehen, die die gesamte Lebensmittelindustrie vertritt.

Karen Betts. Bild: SWA

Karen Betts hat die Whiskyindustrie durch recht turbulente Zeiten geführt. Angefangen bei den Strafzöllen auf Whisky im Verlauf des Handelsstreits mit den USA über den Brexit bis hin zur Pandemie war ihre Amtszeit von schwerwiegenden Ereignissen betroffen. Gleichzeitig musste sie die Industrie auf dem Weg zur angestrebten CO2-Neutralität führen und diese auch in anderen Bereichen fit für die Zukunft machen. Dazu der Chairman der SWA; Scott McCroskie:

She has steered the industry successfully through a turbulent period, critically while punitive tariffs were imposed on Scotch Whisky by the US, through the UK’s departure from the EU, and during the Covid-19 pandemic. Karen and her team have also positioned the industry to take advantage of the opportunities that lie ahead. Her focus on increasing diversity in our workforce, achieving our net-zero emissions target and growing trade in key global markets will help to secure the industry’s success in years to come“

Die Suche nach ihrer Nachfolgerin oder ihrem Nachfolger hat laut einem Artikel in Business Insider bereits begonnen, und wir werden Sie natürlich über die kommenden Entwickungen informieren.

Laphroaig Cáirdeas PX Cask Strength 2021 ab nächster Woche online erhältlich

Wie uns unser Leser Jedi informiert, wird der Laphroaig Cáirdeas PX Cask Strength 2021 in der kommenden Woche online erhältlich sein.

Die neueste Ausgabe wird in der Info an die Friends of Laphroaig wie folgt beschrieben:

Der 2021 Cáirdeas ist eine besondere Abfüllung in Fassstärke mit einem einzigartigen Charakter, der durch eine besondere Tiefe und Komplexität besticht. Er reifte dreifach – anfangs in ex-Bourbonfässern aus amerikanischer Eiche, gefolgt von einer Lagerung in Quarter Casks und zu guter Letzt in Hogsheads aus europäischer Eiche, in denen vorher Pedro-Ximénez-Sherry lagerte. 

Und von der offiziellen Seite zum Laphroaig Cáirdeas PX Cask Strength 2021 haben wir die folgenden Tasting Notes und Infos:

LAPHROAIG CÀIRDEAS PX CASK STRENGTH

58.9% ABV

Cask Details: Triple Matured – Ex-Bourbon Barrel followed by Quarter Casks followed by European Oak Perdo Ximenes Hogsheads.

Colour: Tawny.

Nose: Medicinal, nutty and sweet with notes of pine tar, strong almond and marzipan, hazelnut and praline character combine with candyfloss, stewed apple and toffee but also cherries, gooseberries and cinnamon.

Taste: Smoky and peaty with slightly ashy notes of cured ham and grilled bacon but also sweet and fruity flavours of Manuka honey, liquorice roots, but also cooked apples, malt and oak spices edging toward pencil shavings.

Finish: Still hot and spicy, with a touch of sea salt and dried seaweed.

Serge verkostet: Drei aus Glendronach

Von „ganz ok“ bis zu „fantastisch“ spannt sich heute der Bogen bei der Verkostung von Whiskys aus der Destillerie Glendronach, die bei Serge Valentin auf Whiskyfun zu finden ist. Drei Abfüllungen sind es, die ins Glas kommen. Der Glendronach 10yo, der Revival mit seinen 15 Jahren (in der Ausgabe 2020) und ein 26 Jahre alter Glendronach aus dem Einzelfass, der vor zwei Jahren für Australien abgefüllt wurde.

Hier die Ergebnisse der Verkostung in einer Tabelle:

Glendronach 10 yo ‚Forgue‘ (43%, OB, +/-2020)80
Glendronach 15 yo ‚Revival‘ (46%, OB, +/-2020)86
Glendronach 26 yo 1993/2019 (51%, OB, for The Whisky List, Australia, First Fill Oloroso Sherry, cask #392, 657 bottles)91

Neu in Irland: Currach – Atlantic Wakame Seaweed Cask

Nach dem Currach – Atlantic Kombu Kelp Seaweed Cask, das im Vorjahr erschienen ist, bringt Origin Spirits Ireland Ltd einen neuen in Fässern, die mit Seetang ausgebrannt wurden, gereiften irischen Single Malt Whiskey auf den irischen Markt: den Currach – Atlantic Wakame Seaweed Cask.

Der mit 46% vol. abgefüllte dreifach destillierte irische Single Malt Whiskey reifte zunächst in first fill Bourbon Barrels aus amerikanischer Weißeiche, bevor er in Weißeichenfässern, die mit Wakame Seetang ausgebrannt wurden, gefinisht wurde.

Die beiden Ausgaben sollen sich geschmacklich sehr stark unterscheiden, aber gemeinsam haben sie einen süßen, herzhaften und maritimen Geschmack.

Der neue Whiskey wird noch im Juli für 60 Euro in irischen Geschäften erscheinen – so wie der Vorgänger wird er aber später auch in 20 internationalen Märkten zu finden sein.

PR: Tomatin 1999/2021 PX Sherry Single Cask exklusiv für deinwhisky.de

Einen 21 Jahre alten, im PX-Butt gereiften Tomatin als Einzelfassabfüllung, gibt es ab sofort im webshop von deinwhisky.de zu erstehen. Durch die Einzelfassabfüllung ist er natürlich limitiert, aber wegen der Fassgröße (Butt) sind zumindest 651 Flaschen erhältlich.

Hier alle Infos dazu, direkt von deinwhisky.de:


Tomatin 1999/2021 PX Sherry Single Cask exklusiv für deinwhisky.de

Liebe Whiskyfreunde,

heute dürfen wir Ihnen voller Freude eine neue Exklusiv-Abfüllung für deinwhisky.de vorstellen, die sowohl geschmacklich wie auch optisch mächtig was zu bieten hat. Bereits im vergangenen Jahr konnten wir Ihnen ein Single Cask dieser Brennerei präsentieren, welches innerhalb weniger Stunden ausverkauft war. Nun haben wir einen adäquaten Nachfolger erhalten. Glücklicherweise mit deutlich mehr Flaschen und diesmal sogar aus einem Pedro Ximenez Sherry Butt

Dieses wundervolle Einzelfass aus der Tomatin Brennerei wurde am 01.11.1999 destilliert und reifte über 21 Jahre in einem Pedro Ximenez Sherry Butt bevor es am 12.04.2021 exklusiv für deinwhisky.de auf insgesamt 651 Flaschen abgefüllt wurde. Ein traumhafter Single Malt dieser tollen Brennerei aus den schottischen Highlands.

Der Whisky überzeugt mit würzigen Honignoten, roten Früchten und Leder, welche nach einiger Zeit im Glas durch Süße, Kräuter, Puderzucker, etwas Mokka und ausgebannte Eichennoten ergänzt werden. Im Geschmack cremig und süß, nach fruchtigen Gummibärchen und würzigen, aber zarten Eichen-, sowie Schokoladennoten. 

Die Abfüllung kommt in einer schweren, dekorativen Holzbox mit Magnetverschlüssen, sowie einer Filztasche

Destilliert: 01.11.1999
Abgefüllt: 12.04.2021
Fassnummer: 34094
Limitiert auf 651 Flaschen.

Die Abfüllung gibt es ab sofort im Shop von deinwhisky.de unter: https://www.deinwhisky.de/exklusiv/

PR: Glenfiddich präsentiert die globale digitale Kunstplattform „The Grande Composition“

In den Räumlichkeiten der Schlumberger Kellerwelten in Wien präsentierte Glenfiddich gestern die weltweite digitale Kunstplattform „The Grande Composition“ – und in diesem Rahmen auch den Abschluss der Grand Serie – den Glenfiddich Grande Couronne. Beim Event waren auch drei Künstler zugegen, die mit ihren Werken die Grand Serie neu interpretierten und einzigartige und limitierte Überverpackungen schufen.

Den Bericht zu der Veranstaltung gestern finden Sie nachstehend, so wie auch Portraits der Künstler aus Vorarlberg, Wien und Glasgow (alle Bilder, so nicht weiter angegeben: Glenfiddich):


GLENFIDDICH PRÄSENTIERT DIE GLOBALE DIGITALE KUNSTPLATTFORM „THE GRANDE COMPOSITION“

Der meistprämierte Single Malt Scotch Whisky der Welt[1]  beauftragt zur Markteinführung der Grande Couronne internationale Künstler die Grand Series  – eine extravagante Reihe von Single Malts, die sich durch Opulenz auszeichnet, kunstvoll in Szene zu setzen.  

(Dufftown, Schottland/ Wien, 7. Juli 2021) Glenfiddich präsentiert die Kunstplattform „The Grande Composition“ für internationale Künstler mit dem diesjährigen Ziel einer kulturübergreifenden Neuinterpretation der Grand Series Reihe, um gemeinsame kunstvolle Genussmomente zu schaffen.

Der zu Glenfiddichs revolutionärer Grand Series gehörende Grande Couronne ist ein 26 Jahre alter Premium-Whisky, der ein Finishing in einem französischen Cognacfass erfuhr – ein Verweis auf Glenfiddichs omnipräsenten Nonkonformismus, der die Grenzen der Whiskyinnovation immer wieder neu definiert. Der französische Künstler Jean-Charles Deserve erschuf das aufwendig mit einer Filigranarbeit in Gold verzierte Originaldesign der Glenfiddich-Flasche, inspiriert vom einzigartigen Cognacfinish des Grande Couronnes. Es veranschaulicht die perfekte Symbiose der zwei Luxuswelten des schottischen Whiskys und des französischen Cognacfasses, die einen ebenso vielschichtigen wie traditionsreichen Whisky hervorbrachte.

Mit September 2021 wird Glenfiddich einige der spannendsten Künstler aus 19 Ländern rund um den Globus – u.a. Südafrika, Nigeria, Polen, Großbritannien, Deutschland, Spanien, Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten – auf der „The Grande Composition“ präsentieren. Sie stellen sich der Herausforderung, sich vom Originalentwurf und dem Geschmack des Whiskys inspirieren zu lassen und eine eigene nonkonformistische Interpretation desselben zu entwickeln, um etwas Neues zu schaffen, das einzigartig, ausdrucksvoll und originell ist. Auf diese Weise wird eine globale Sammlung an Kunstobjekten entstehen, welche die traditionsreiche Geschichte von Glenfiddich mit lokaler Kunst in Verbindung setzt und durch den individuellen Stil jedes einzelnen Künstlers mit neuem Leben erfüllt.

Österreich hat drei Künstler mit der Interpretation der Glenfiddich Grand Series betraut, deren Kunstwerke ab September 2021 auf der „The Grande Composition“ zu sehen sein werden. Der bereits international renommierte Clemens Wolf aus Wien entwarf eine extravagante Hülle für die Grande Couronne, die Krönung genussvoller Momente. Der gebürtige Amerikaner und in Wien lebende Andrew Mezvinsky, hat während seines Studiums an der Art School in Glasgow Whisky lieben gelernt und interpretierte das Erscheinungsbildes des Grand Cru neu. Die 21 Jahre alte Gran Reserva bettet die Vorarlbergerin Barbara Anna Husar in eine Landschaft ein, die vom Mars stammen könnte   -inspiriert von Erde, Rauch und Torf – die möglicherweise ein Wolf sein zu Hause nennt.  

Glenfiddich The Grande Composition_Clemens Wolf, Barbara Husar mit Gran Reserva, Andreas Trattner, Top Spirit_Andrew Mezvinsky

Glenfiddichs Affinität zu Kunst und Design lässt sich bis in die 60er-Jahre zurückverfolgen, in denen der Künstler Hans Schleger, ein Pionier der Moderne, beauftragt wurde, eine einprägsame neue Flaschenform für die Marke zu entwerfen. Schlegers wegweisende dreieckige Flaschenform für Glenfiddich, welche die drei Säulen der Whiskyproduktion – Wasser, Luft und Gerstenmalz, repräsentiert – war die erste ihrer Art in der gesamten Spirituosenindustrie und ein unverwechselbares Designelement, das bis heute bei Glenfiddich verwendet wird.

Bild: Whiskyexperts

2021 wird auch das 20-jährige Jubiläum des „Artist in Residence“- Programms der Marke gefeiert. Diese Initiative fördert Künstler durch einen Aufenthalt in der Glenfiddich Destillerie, die als idyllischer Rückzugsort inmitten der Highlands zu neuen Kunstwerken inspiriert, die in der Galerie vor Ort ausgestellt werden.

Die Glenfiddich Grand Series:

Glenfiddich Grande Couronne

Glenfiddich Grande Couronne ist der einzige Glenfiddich Single Malt, der in amerikanischen und europäischen Eichenfässern reifte und in raren französischen Cognacfässern ein Finishing erfuhr.

Glenfiddich Grande Couronne (70cl, 43,8 Vol.-%)

Verkostungsnotizen:

Farbe:

Altgold

Nase:

Aromatisch und lebhaft mit intensiver toastiger Eichensüße. Erweckt Erinnerungen an eine französische Patisserie, frisch gebackene Tarte Tatin und buttriges Brandteiggebäck.

Geschmack:

Tief, samtig weich, ein Schwelgen in Süße. Café crème mit feinem braunen Zucker und einer Andeutung von Würze.

Finish:

Sehr lang anhaltend, süße Eiche

Glenfiddich Grand Cru 

Glenfiddich Grand Cru. Fotocredit: William Grant & Sons Group

GlenfiddichGrand Cru, der 23 Jahre in amerikanischen und europäischen Eichenfässern reifte und danach in französischen Cuvée-Weinfässern verfeinert wurde.

Glenfiddich Grand Cru (70cl, 40 Vol.-%)

Verkostungsnotizen:

Farbe: dunkles Gold

Nase: ein intensives Aroma nach Apfelblüten, frisch gebackenem Brot und kandidierter Zitrone

Geschmack: mehrere Schichten vanilliger Eiche, süßes Brioche, Sandelholz, Birnensorbet und grüne Trauben.

Finish: lang, opulent und süß

Glenfiddich Gran Reserva

Glenfiddich Gran Reserva, der 21 Jahre geduldig in Ex-Bourbonfässern auf sein fulminantes Finale in karibischen Rumfässern wartete. Die intensive Rum-Note im Nachklang hebt die Gran Reserva deutlich von den anderen Glenfiddich Single Malts ab – ein wahrer Exot.

Glenfiddich Gran Reserva (70cl, 40 Vol.-%)

Verkostungsnotizen:  

Farbe: Vanille, Karamell & Feige

Nase: sehr vielseitig, Intensives Vanillearoma, mit einem Hauch von Banane, Brioche, Butter, Äpfeln und Orangenzesten

Geschmack: süß und reichhaltig mit einem leichten und seidigen Körper, Gartenfrüchte in zauberhafter Balance mit süßem Karamell, Eichenholz und Crème Brulée.

Finish:  langer und nachhaltiger Abgang mit einer gelungenen Balance zwischen seinen fruchtigen und würzigen Tönen.

In Österreich ist die Glenfiddich Grand Series im gehobenen Whisky-Fachhandel, über den Onlineshop www.spiritsandco.at und in der Premium-Gastronomie erhältlich.

Barbara Anna Husar, inspiriert von Glenfiddich Gran Reserva gestaltete „Der Wolf am Mars“

Bild: Whiskyexperts

Annas Inspiration zu Glenfiddich Gran Reserva:

Eine Landschaft, die vom Mars stammen könnte, lädt die Geschmacksknospen auf eine sinnliche Verbindungsfahrt von Erde, Rauch und Torf mit einem überirdischen Hauch. Die marsialische Topografie entpuppt sich dabei als eine Annäherung aus Meteoriten und Meteoritenstaub. Eine porentiefe Bühne zur Synchronisation mit dem gustatorischen Ereignis öffnet sich. Mit viel Glück kann dabei auch ein Wolf gesichtet werden.

Clemens Wolf, inspiriert vom Glenfiddich Grande Couronne gestaltete “Expanded Metal Painting”

(red and blue 3)

Clemems Inspiration zu Glenfiddich Grande Couronne:

In meinen neueren Arbeiten den „Expanded Metal Paintings“ spielt das „Pattern“ von Streckmetallen eine zentrale Rolle. Ein Pattern, welches durch die Wiederholung wiederum zu einer abstrakten Komposition wird und nur bei genauerer Betrachtung zu identifizieren ist. Es ist ein Spiel mit der Sinnlichkeit von Wahrnehmung und dem verschleiern von Information für das Auge, das sich automatisch auf die Suche nach Anhaltspunkten macht.

Für den Sleeve des Glenfiddich Grande Couronne 26 habe ich eben dieses Pattern verwendet um auf das florale und organische Original mit einer geometrischen und mechanischen Komposition zuantworten. Die Farbwahl steht im direkten Kontrast zum Original und zieht eine starke Visibilität nach sich.

Zusätzlich zur Gestaltung des Sleeves habe ich 26 Limited Editions geschaffen. Die Editionen sind aus Streckmetall gefertigte „Hüllen“ die um den Karton und den Sleeve gestülpt werden. Durch die Lackierung entsteht die Illusion von Bewegung. Eine Art kinetische Skulptur die nach dem Austrinken der Flasche als eben solche übrig bleibt. Die Skulptur kann nicht nur gestellt werden sondern auch an die Wand als Objekt gehängt. 

Andrew Mezvinsky, inspiriert vom Glenfiddich Grand Cru gestaltete ‚Liquid Humanity‘

Grand Cru 2021 – ‚Great time….I can’t remember it, but I’ll never forget it!

(Mixed media on Plexi-glass)

Andrew Mezvinsky Inspiration zu Glenfiddich Grand Cru: Andrew Mezvinsky kommt schließlich in Wien an. Während seiner Zeit an der Glasgow School of Art unternahm er viele Wochenendausflüge ins schottische Hochland, um den köstlichen Geschmack von Whisky zu genießen und seiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Als die flüssige Befreiung durch seine Adern lief und in seine Finger goss – es entspannte die innere Vorstellungskraft, seine künstlerische Auseinandersetzung -Welche unentdeckten Geschichten liegen versteckt zwischen den Zeitschichten, aus denen sich zusammensetzt, wie wir die Gegenwart wahrnehmen? Was geht in diesem interstitiellen Transit zwischen dem, was ausgedrückt wird, und dem, was wahrgenommen wird, verloren? Als ausgebildeter Maler und Zeichner untersucht Mezvinsky diese Bedenken im historischen und materiellen Rahmen der Bildebene. Durch formale Methoden des Schneidens, Sezierens, Saierens und Zeigens nähert er sich der zweidimensionalen Oberfläche mit der chirurgischen Präzision eines Archäologen, um die rohsten Erfahrungselemente, die in der Übersetzung ständig verloren  gehen, räumlich darzustellen und sichtbar zu machen.


[1]     Das Glenfiddich Sortiment hat seit 2000 bei zwei der renommiertesten Wettbewerben, der International Wine & Spirit Competition und der International Spirits Challenge, mehr Preise gewonnen als jeder andere Single Malt Scotch Whisky.

Serge verkostet: Zwei junge Whiskys aus der Destillerie Glengoyne

Heute geht es wieder weiter mit den Sommerduetten bei Serge Valentin, und diesmal begibt er sich in die südlichen Highlands zur Brennerei Glengoyne. Von dort hat er den Cask Strength Batch #008 im Glas, und eine Einzelfassabfüllung, die dann punktemäßig doch deutlich in Front liegt.

Hier die beiden Flaschen aus der Verkostung, und danach einige Bilder von unserem letzten Besuch in der Destillerie:

Glengoyne ‚Cask Strength Batch 008‘ (59.2%, OB, 2020)85
Glengoyne 2009/2020 (57.1%, OB, The Family Legacy, PX hogshead, cask #1009, 318 bottles)90

MoM: Interview mit Stephen Davies, CEO der Penderyn Distillery

Die walisische Penderyn Distillerie produziert seit kurzem an zwei Orten, jetzt auch in LLandudno (wir berichteten). Für den Blog bei Master of Malt Anlass, mit dem CEO der Brennerei, Stephen Davies ein Gespräch zu führen, in dem es um die Brennerei und ihre Verbindung mit dem verstorbenen Dr. Jim Swan, die Whiskys und die Besonderheiten von Wales als Standort für die Whiskyproduktion geht.

In der neuen Brennerei in Llandudno

Hier ein kurzer Ausschnitt, der Ihnen Lust aufs Weiterlesen machen soll:

Since the early days fighting for credibility, the distillery has come a long way. In 2013, on Swan’s advice they installed a couple of pot stills in addition to another Faraday still. This produces small quantities of heavy new make which is used in some bottlings. “We could do with them being a bit fuller bodied,” Davies said. They don’t do this for all whiskies and Davies wanted to keep which ones contain pot still a “trade secret”. But he would tell me that the award-winning (double gold in San Francisco, no less) Penderyn Peated contains about 10-15% pot still.

Den ganzen Artikel finden Sie hier.

Stephen Davies

PR: Ardbeg 8yo for Discussion heute ab 10 Uhr für Committee-Mitglieder erhältlich

Ardbeg hat die Committee-Mitglieder in Österreich und in Deutschland heute am frühen Morgen mit folgendem Brief darüber informiert, dass der Ardbeg 8 Years Old ab heute, 10 Uhr, zu bestellen ist – mit dem Hinweis, dass es mehr als eine Chance geben wird, die Abfüllung zu kaufen. Nach wie vor wird seitens Ardbeg kein Preis genannt. Hier die Verlinkungen zur Kaufoption ab 10 Uhr, die natürlich nur für Committee-Mitglieder nutzbar sind:

Link für Österreich
Link für Deutschland

Und falls Sie vorher lesen wollen, wie er uns geschmeckt hat, finden Sie hier unsere Besprechung.

Gleichzeitig kündigt man für den 30. Juli ein Live-Tasting mit Distillery Manager Colin Gordon an, bei dem man gemeinsam den Ardbeg 8 Years Old verkosten wird.

Den Wortlaut der Aussendung finden Sie unten:


Liebe Committee Mitglieder,

Unverkennbare rauchige Intensität. Holzkohle und Teer. Geheimnisvolle Fenchel- und Sellerienoten vermischt mit Holzrauch…

Ardbeg 8 Years Old ist nicht für jedermann. In der Tat ist dieser exklusiv nur für unsere engagierten Committee Mitglieder erhältlich. Er ist heute ab 10 Uhr in Österreich im Verkauf* – Klicken Sie einfach HIER, um eine Flasche zu ergattern, um eine Flasche zu ergattern. Bitte beachtet, dass Bestellungen nur online aufgegeben werden können und auf eine Flasche pro Mitglied begrenzt sind – aber denkt daran, dass ihr mehr als eine Chance haben werdet, diese Abfüllung zu ergattern!

SAGT UNS EURE MEINUNG

Wie der Name der Abfüllung bereits verrät, wollen wir immer hören, was unser geschätztes Ardbeg Commitee zu unserer neuesten Release zu sagen hat.

Wenn ihr eine zusätzliche Herausforderung mögt, sagt uns mit nicht mehr als 8 Worten, was ihr über Ardbeg 8 Years Old denkt! Diese Worte könnten auf einer Plakette verewigt werden und somit für die ganze Welt sichtbar werden. Wenn ihr den Whisky selbst probiert habt, teilt eure malzigen Gedanken auf den Sozialen Medien unter #Ardbeg8ForDiscussion.

COUNTDOWN ZUM LIVE TASTING

Jetzt schon im Kalender vormerken: Am 30. Juli 2021 um 21:00 Uhr veranstalten wir ein virtuelles Live-Tasting mit Colin Gordon, dass ihr sicher nicht verpassen wollt. Schaltet bequem von zu Hause aus zu, wenn er mit unseren geschätzten Committee Mitgliedern über die Aromen des Ardbeg 8 Years Old diskutiert. Die Einladung erhaltet ihr wie immer per Email, also behaltet euer Postfach im Auge.

Slàinte!

Wir verkosten: Ardbeg 8yo For Discussion

Ardbeg 8yo For Discussion
Originalabfüllung
Bourbon- und Ex-Sherryfässer
50,8 vol. %

Sample von: Ardbeg
Verkoster: Bernhard Rems

Ein Ardbeg aus einer Parallelwelt, so kündigt die Islay-Destillerie den Ardbeg 8yo For Discussion an. Die Committee-Mitglieder sollen ihre Meinung zu diesem Whisky äußern und faktisch mitentscheiden, ob er es auch in unser Universum schaffen soll. Ab Donnerstag, den 8. Juli, ist er auch in Österreich und Deutschland für die Mitglieder erhältlich – wir haben vorab eine Probe bekommen und stellen nun also unsere Eindrücke zur Diskussion:

Tasting Notes:

Nase: Erster Gedanke: „Oha, ein Keller-Ardbeg“. Die in den offiziellen Notes trefflich beschriebenen Noten von Holzkohle und Teer vermengen sich mit einem Geruch, der offiziell als Fenchel beschrieben wird, den wir aber lieber mit dem englischen Wort „damp“ umschreiben wollen, also feucht. Es ist die (keineswegs unangenehme) Muffigkeit alter und feuchter Steingewölbe, die sich da darbietet, recht konträr eigentlich zu den anderen Standards, die wir dann wohl dementsprechend als „Küsten-Ardbegs“ beschreiben sollten. Wir finden dann noch etwas Zitrusduft in der Nase, insgesamt recht interessant und unerwartet.

Gaumen: Die ardbeg-typische Gemengelage: abgelöschtes Lagerfeuer, Sazkaramell, Teer, leichter Räucherspeck. Passt alles wie immer sehr gut zusammen und kommt mit der erhöhten Alkoholstärke auch recht forsch um die Ecke. Auffallend und unterschiedlich: Süße ist zunächst gar nicht zu finden, die muss sich erst unter dem Ingwer hervorkämpfen, und bleibt dann doch eher zurückhaltend. Die Pfeffrigkeit hat ein leichtes Britzeln dabei, als würde man die Zunge an eine fast völlig entleert 9V-Blockbatterie halten. Das Ganze sehr mundfüllend, gehaltvoll.

Finish: Da ist ein wenig mehr Süße dann, Gewürznelke und etwas Minze. Lang ist das Finish, und wärmend. Wenn es verweht ist, bleibt immer noch ein wenig Holzkohle an den Backen kleben.

Alles in allem: Der Ardbeg 8yo for Discussion kommt tatsächlich aus einem Paralleluniversum, wenn man ihn im Rahmen der Standardrange betrachtet. Sein Charakter unterscheidet sich durch die Beimengung von Ex-Sherryfässer dann doch deutlich vom Ardbeg 10yo, der aus Ex-Bourbonfässern stammt. Er hat Körper und Charakter, und genügend Eigenständigkeit, um seine Existenz begründen zu können. Fazit: Darf zusätzlich zu seinen Brüdern ins Regal. Bitte aber als Ergänzung.

Video: Ralfy verkostet Mortlach 11yo, 55,1% vol., Signatory Vintage (Review #884)

Ein unabhängig abgefüllter Mortlach kommt diesmal ins Glas bei Ralfy, und zwar einer von Signatory Vintage, der 11 Jahre alt ist und mit 55,1% Fassstärke in die Karaffe kam. Mit 88 Punkten erhält er eine recht hohe Bewertung, Ralfy mag an ihm das, was man an Mortlach an sich so schätzt: Die Dichte und Komplexität, die durch die Art der Destillation erreicht wird.

Manche Leute, so Ralfy, haben immer wieder den Eindruck, dass Mortlach leicht phenolig sei, aber dieser Eindruck stamme nicht von Phenolen, sondern ist dem Destilleriecharakter von Mortlach geschuldet. Weiters erklärt er die 2.81-fache Destillation etwas näher. Insgesamt wieder sehr informative 16 Minuten, die Sie obenstehend oder auf Youtube sehen können.