Willkommen zur 228. Folge der Whiskyvideos und Podcasts der Woche. Wie immer bringen wir in ihr Beiträge aus dem deutschen Sprachraum zum „Wasser des Lebens“, die uns von den Vloggern und Podcastern zugesendet wurden. In den Videos werden sowohl neue als auch ältere Abfüllungen verkostet – alles nach dem eigenen Ermessen der Verkoster und ohne kommerziellen Hintergrund.
Die Liste der teilnehmenden Vlogs ist nicht fix: Wenn Sie meinen, dass Ihr Video ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre.
In der Ausgabe 228 finden Sie zwei Podcasts und elf neue Videos:
The Whisky Waiter – Bulleit Blenders‘ Select No. 001
Malts & Metal – Springbank 15
Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.
Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu jeweils bis Freitag, 12 Uhr an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!
Wir freuen uns, Ihnen jeden Sonntag ein Stück einer wunderbaren Geschichte über Schottland, Whisky und das Reisen vorstellen zu dürfen: Exklusiv auf Whiskyexerts präsentieren wir Ihnen Whisky Cycle, das neueste Buch von Uli Franz, als Fortsetzungsgeschichte.
Uli Franz lebt als Schriftsteller im Chiemgau und auf der dalmatinischen Insel Brac’. Von 1977-80 arbeitete er als Zeitungskorrespondent in Peking. Über China und Tibet veröffentlichte er zahlreiche Bücher. Zuletzt erschienen Radgeschichten und „Die Asche meines Vaters“ (Rowohlt Verlag).
Das BuchWhisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland (ca. 320 Seiten) ist momentan in der ersten Auflage vergriffen – über Neuigkeiten zu Bestellmöglichkeiten werden wir Sie natürlich rechtzeitig informieren.
Die Radtour zu 17 schottischen Destillerien. Karte von Alba Collection
Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 20)
Von Loch zu Loch
Campbeltown machte dem drängenden Cyclisten den Abschied schwer, vermutlich weil die Kleinstadt meine heimliche Zuneigung verspürte. Ja, ich musste mich losreissen, um von hier wegzukommen.
Unmittelbar hinter der Uferpromenade, die sich wie ein Kummerbund um den Bauch der Bucht schlang, stieg die Ausfallstraße an und zwang mich schon früh, kraftvoll in die Pedale zu steigen. Was Anstiege in den Highlands angeht, muss man wissen, dass sie in der Regel wie diese am Ortsausgang von Campbeltown nur auf einigen hundert Metern steil, selten auch extrem steil, angelegt sind.
Die zwölf Kilogramm Gepäck in den randvollen Satteltaschen bremsten das Vorwärtskommen und bereits nach einigen hundert Steigungsmetern hämmerte der Puls und schlug mir bis zum Hals. Schon schnaufte ich wie ein alter Gaul und kurz darauf hörte ich mich hecheln wie ein Wetthund. Offen gestanden, stöhnte ich auch ein paarmal ziemlich erbärmlich, lagen doch zwei Tagen der Radentwöhnung hinter mir.
Froh war ich trotzdem, denn gleich würde es mit dem dauernden Frösteln und Bibbern während der beiden Regentage vorbei sein. Ist eine Steigung auf 12 oder gar 14 % angelegt, dann wird einem gleich warm, aber gleichzeitig bricht auch der Schweiß aus allen Poren hervor, wenn man einen Anorak mit verschweißten Nähten anhat, durch dessen Membran die Haut nur ungenügend atmen kann. Noch während ich mich abmühte, stand der Entschluss fest, mich am höchsten Punkt als erstes aus der Gore-Tex-Klamotte zu pellen. Gesagt, getan! Doch dafür musste ich anhalten und absteigen.
Von oben eröffnete sich ein Rundblick über saftig grüne Hügelweiden und eine graugrüne Bucht, an deren inneren Rändern eine Granitstadt gewachsen war – und zwar über den gewaltigen Zeitraum von vierhundert Jahren. Aus der Ferne harmonierte das urbane Ensemble mit der Natur, verträumt ruhte es zwischen den Hügeln. Aus höherer Warte wirkte Campbeltown entrückt und ungemein friedlich. Nach den Minuten des Schauens verflog die Sentimentalität des Abschieds und Dankbarkeit flutete mein Herz. Immerhin war ich an diesem alten Ort nochmals „zur Schule gegangen“ – und zwar ohne Zwang. Jetzt befand sich das Gelernte in meinem geistigen Gepäck.
Schon lockerte der Himmel über Kintyre sein düsteres Grau, und die flauschige Wolkendecke öffnete hie und da eine Luke zum Licht. Nachdem der Anorak verstaut war und mit ihm die Erinnerung, hielt ich mich nicht länger auf, sondern stieg erneut in den Sattel und fuhr leichten Herzens meinem nächsten Ziel, dem Fischerhafen Carradale, entgegen.
Die Halbinsel Kintyre ist eine einzige Abfolge von Berg- und Talfahrten, von denen sich die kürzeste nicht länger als eine weitgefächerte Kurve und die längste nicht länger als tausend Meter zieht. Diese topographische Form ist heute nur noch für die Spezies der Radfahrer wichtig. Allerdings war sie bis ins Jahr 2003 auch für die große Masse, gar für die englische Gesellschaft von Bedeutung – und zwar im Hinblick auf Moral, Sitte und Anstand. Bis 2003 beherrschte der sogenannte Mull-of Kintyre-Test den Index der britischen Filmzensur. Nacktszenen auf Zelluloid waren zwar erlaubt, aber auf der Leinwand durfte der männliche Penis keinen größeren Winkel zur Senkrechten bilden als die Halbinsel Kintyre zum schottischen Festland. Ein Blick auf die Landkarte beweist die verblüffende Ähnlichkeit der langen Halbinsel mit einem schlaff herabhängenden Glied samt großer Eichel und schnell wird jedem Kartenbetrachter klar, dass die geographische Form das genaue Gegenteil einer Erektion darstellt.
Keine Erektion, aber eine gewisse Erregung überkam mich, als ich vor dem Wind das erste Gefälle hinab zischte, während meine Gedanken bereits in die Highlands voraus eilten. Beim Summen der Reifen und lockeren Pendeln der Beine kam ich mir vor wie an einem Geburtstag mit reichlich Geschenken. Die Geschenke, die ich erwarten durfte, trugen bedeutende Namen: Oban, Fort William, Loch Ness, Glen Affric, Inverness.
Irgendwann rollte das Fahrrad aus und gleich darauf tauchte ein rotweißes Verkehrsschild mit der Zahl 16 % vor mir auf. Sechzehn Prozent sind heftig, zumal mit Gepäck. Ohne falschen Ehrgeiz stieg ich ab und schob das beladene Rad bergauf. Wie sich schnell herausstellen sollte, brauchte ich nur zweihundert Meter zu gehen, denn länger als eine ausladende Kurve stemmte sich diese Steigung nicht in den Himmel. Nachdem ich gut zehn Kilometer im Auf- und Abmodus gefahren war, hatte ich die Gewissheit, dass sich die B 842 auf ganzer Länge als Sträßlein, nein, eher als asphaltierter Weg, nicht breiter als eine Fahrradlänge, die Ostküste entlang hangeln würde. Für den entgegenkommenden Verkehr waren Ausweichbuchten alle fünfhundert Meter eingerichtet. Da so gut wie kein Auto unterwegs war und sich das Wetter stündlich besserte, freute ich mich bald wie ein Kind auf seinem Kinderrädchen.
Die B 842 verlief als Arteriole der langgestreckten Halbinsel Kintyre nahe am Ostufer und in Sichtweite des Atlantiks, der auf den Seekarten Irische See genannt wird. Mal erklomm das Asphaltband bastbraune Hänge, mal wand es sich abwärts durch wuchernde Waldstücke und wagte sich sogar an die weiße Bordüre von Sandstränden heran. Meine flotte Fahrt durch eingezäunte Weiden wurde wieder einmal von tausenden Mutterschafen und ihren frischgeborenen Lämmern begleitet, die sich allerdings mehr für das junge Gras des Frühsommers als für den leisen Radler interessieren.
Als ich das Örtchen Torrisdale Castle durchfuhr, schob sich am Horizont zu meiner Rechten ein massiger Erdkegel, kahl und graubraun wie ein altes Ziegenfell, ins Bild. Vom Kartenstudium wusste ich, dass dieser Klotz die Insel Arran mit ihrem Gipfel Goat Fell war. Im Fahren musste ich immer wieder zu dem kargen Eiland hinüberlinsen, ob sich dort drüben Gebäude oder wenigstens geduckte Katen, überhaupt menschliches Leben, entdecken ließen. Aber jenseits der Meerenge tat sich nichts, so blieb ich allein mit meinem Gefährt. Mit der Zeit bildete ich mir in dieser Menschenleere ein, ich wäre ein Alexander von Humboldt auf Expeditionsreise, weil ich mich so einsam durch eine urzeitliche Landschaft bewegte, deren Hügel aus Gneiss vor 300 Millionen Jahren unter Eisströmen und Gletschern ihre wellige und gestaffelte Form gefunden hatten. Alexander von Humboldt! Gleich musste ich laut lachen über die Anmaßung meiner flüchtigen Gedanken während der locker driftenden Fahrt auf der autofreien Trasse.
Als gegen Mittag ein kleiner Lieferwagen auf mich zufuhr, drosselte der Fahrer seine Fahrt voller Respekt, vielleicht sogar voller Erstaunen, und winkte mir beim Passieren freundlich durch die schmierige Frontscheibe zu. So sollte es mir mit wenigen Ausnahmen auf meiner gesamten Radtour ergehen: der motorisierte Verkehr behandelte den Radfahrer meistens zuvorkommend und geduldig. Darüber habe ich viel nachgedacht und mich oftmals gefragt: warum funktioniert das nicht auch auf deutschen Straßen: außerorts, vor allem aber innerorts?
Geduld ist eben mehr als eine Tugend, Geduld ist eine Errungenschaft der Kultur, ein Traditionsbewusstein, das die Schotten immer noch pflegen, indem sie die Zeitsouveränität ihrer Urväter und Urmütter leben. Mull of Kintyre nordwärts radelnd, sagte ich mir, dass dieser Menschenschlag auch heute noch mit der Natur und ihren Zyklen vernabelt ist, viel stärker als wir vom Kontinent dies sind und gar zu träumen wagen.
Mit jeder pedalierten Meile wuchs mein Misstrauen in den Himmel. Unruhig spähte ich immer wieder in die Türme, Haufen, Walzen und riesigen Kissen tiefhängender Wolken hinauf. Würde es gleich schütten, so grauschwarz wie die Wolkendecke über mir waberte? Schneller trat ich in die Pedale – bloß nicht wieder in einen Starkregen wie auf Islay geraten.
Zum Glück begleitete mich ein verständnisvoller Kamerad, der Wind, der die Regenwolken aufs Meer hinaustrieb und wieder einmal durfte ich erleben, dass in Schottland selbst der schwärzeste Himmel nicht zwingend Gewitter und Regen bringt. Im Weiterkommen wurde aus einem tintenschwarzen ein graphitgraues Wolkendach und schon tauchten schwarzweiße, schwarze und weiße Vögel aus heiterer Höhe auf. Laut krächzend und kreischend, aber auch lautlos, schossen Elstern in Pärchen, Krähen und Möwen in Scharen durch den aufklarenden Luftraum über mir. Vermutlich würde ich schon bald auf eine Menschensiedlung treffen, deren Abfälle die Vogelschwärme anlockten.
Kurz vor der Abzweigung nach Carradale grüssten gelbblühende, sich bauschende Ginstersträucher und ich hätte schwören können, durch einen Blumengarten zu radeln. Beim Passieren der ersten Cottages und eines verlassenen, ruinösen Hotels am Ortseingang, zeigte sich schon wieder die Sonne und massierte mir wärmend den Rücken. Verwundert stellte ich fest, dass sie längst den Zenit überschritten hatte und hinter den roten Backsteinhäusern schwarze, verschoben lange Hausformen auf den Boden malte. Für die Strecke von 24 Kilometern hatte ich bei mässiger Fahrt und vier Trinkpausen doch sechs Stunden gebraucht, so hügelig hatte sich das löchrige Asphaltband die Küste entlang gehangelt.
In den gehegten Vorgärten der Fischerhäuser blühten rosarote und weiße Tulpen, Päonien und über der Pracht lag der Duft von Rosen. Sogar einen rosa blühenden Magnolienbaum entdeckte ich in der Obhut einer Hausmauer. Wieder einmal erlebte ich die wärmende Kraft des Golfstroms, der selbst Stechpalmen hier überwintern lässt. Die üppigste Gartenschau lockte vor einem Backsteinhaus, vermutlich der ehemaligen Dorfschule. Am Gußeisenzaun entdeckte ich beim langsamen Vorbeifahren das Schild B&B.
Mit schweren Beinen stieg ich ab, lehnte das Rad an den Zaun und öffnete ein quietschendes Gartentörchen, das angelehnt jedem Besucher offenstand. Im Garten begrüsste mich lange vor der Wirtin der Duft von Rosen und Pfingstrosen und aufgebrochenen roten und gelben Tulpen. Nach den zurückliegenden Fahrstunden an bastbraunen Hängen entlang, war ich überwältigt von dieser Blumenkultur und fragte mich instinktiv: wäre ein Single Malt Flores Caledonia, der den Duft schottischer Rosen, Päonien und Tulpen in die Nase bringt, nicht eine Innovation? Auch ein Gin gleichen Namens wäre denkbar. Erschöpft von der Berg- und Talfahrt ließ ich mich auf eine verwitterte Gartenbank plumpsen und trank vom Blumennektar als sei er ein Café frappé.
Vermutlich hatten die Hausbewohner längst den Fremden durch die gehäkelte Gardine erspäht, denn plötzlich ging die Haustür auf und eine blonde Frau in einem aufreizend engen Pulli stöckelte die Treppe herunter auf mich zu. Ihr blondes Haar schmiegte sich onduliert um ihr weiches Gesicht, in dem kecke braune Augen mit roten Lippen um die Wette lockten. Die attraktive Frau, die um die fünfunddreißig sein mochte, gehörte nicht zu der Sorte Schottinnen, deren Arme bis zu den Schultern hinauf tätowiert waren und deren schrill gefärbte Frisur als Rattenschwänzchen mit einem Gummiband im Nacken festgetrimmt war. Von wegen, diese Blondine war auch nicht in gothic schwarz gekleidet und schob auch keine schwabbelige Wampe vor sich her. Gut, sie war nicht gerade dünn, aber das Feste um die Leibesmitte zeugte von viel Gemüse, nicht aber von einer Fritten oder Burger lastigen Ernährung. Sie hatte das Erscheinungsbild einer blonden Skandinavierin. Auch eine Polin hätte sie sein können, noch eher als eine Schottin.
Sie lächelte als hätte sie meine Gedanken erraten und sagte in lustigem Volksschulenglisch: „Willkommen verehrter Herr, schön, dass Sie hierher gefunden haben, Sie suchen gewiss eine Unterkunft für die Nacht.“
Beim Ausfüllen des Meldeformulars sollte ich erfahren, dass sie und ihr Mann aus Litauen stammten. Gemeinsam waren sie als junge Leute vor fünfzehn Jahren nach London ausgewandert. Als ihnen vor vier Jahren die Metropole zu teuer wurde, verließen sie die Stadt und erwarben das Haus an der Dorfstraße von Carradale.
Ohne lange zu handeln, wurden wir uns schnell einig – sie genehmigte mir einen Vorsaison-Rabatt und ich bezog ihr Romantikzimmer. Die lindgrüne Blümchen-Tapete und die Gardinen mit den verschlungenen Lilien sowie der Teppichboden mit den langflorigen Sonnenblumen erzählten von einer großen Sehnsucht. Auch die zehn Plüsch- und Knuddelkissen, die sich auf dem französischen Bett türmten, ließen vermuten, dass die Besitzerin zu gerne als Prinzessin zur Welt gekommen wäre.
Um den einstigen Salon auf das Niveau eines B&B Fremdenzimmers zu heben, war in einer Zimmerecke eine Duschkabine samt Waschbecken und Kloschüssel installiert worden, eine Investition, die natürlich den Preis hob, dafür aber dem Bettplatz viel von seiner Großzügigkeit raubte. Enge am Bett hin oder her, jetzt war erst einmal eine Dusche gefragt. Eine heiße Dusche ist immer das Höchste der Gefühle nach einem langen Radtag.
Kaum war die Wirtin aus der Tür, trat ich nackt in die weiße Astronautenkapsel und ruckelte hinter mir die klemmende Kabinentür zu. Von Zuhause den Komfort einer durchdachten Mischbatterie für kaltes und warmes Wasser gewohnt, wollte ich, ohne lange nachzudenken, Warmwasser aus dem Brausekopf zapfen. Zugegeben, die Armatur in ihrer Bauchigkeit kam mir schon etwas seltsam vor. Als ich nun am blaumarkierten Wasserhahn drehte, passierte nichts, kein Tröpfchen Wasser wagte sich aus dem Brausekopf. Auch tat sich nichts, als ich den Hahn mit der roten Markierung gegen den Uhrzeigersinn drehte. Nackt und fröstelnd stand ich vor einem Gerät an der weißen Kabinenwand, das ich noch nie in meinem ganzen Traveller-Leben gesehen, geschweige denn bedient hatte. Als ich immer nervöser an der Armatur mit ihren zwei Hähnen und zwei Drehknöpfen hantierte, dämmerte mir, dass es sich um einen Durchlauferhitzer handeln musste, der nur mit Strom funktionierte.
Ärger stieg in mir hoch, Ärger über mich, weil ich mal wieder die Gebrauchsanleitung nicht gelesen hatte. Diese hing schwarz auf weiß außen an der Kabinenwand. Also ruckelte ich die klemmende Tür wieder auf und stieg nackt und inzwischen bibbernd vor Kälte aus der Plastikkapsel. Endlich hatte ich die Lesebrille aus dem Gepäck gekramt und konnte die vier Piktogramme erkennen. Aha! Als allererstes müsste ich den großen Schalter neben der Zimmertür umlegen. Diese simple Aufforderung prägte ich mir ein und lief frierend über den Sonnenblumenflor zum Hauptschalter für die Zimmerelektrik. Kaum machte es unter meinem Zeigefinger „klack“, gingen an der Armatur ein rotes Lämpchen und am Bett ein Schirmlämpchen an. Auch eine vorsintflutliche Heizspirale über der Kloschüssel fing an, sich von grau in orange zu verfärben. Hastig lief ich zurück, schloss mit kräftigem Ruck die klemmende Kabinentür hinter mir und drückte auf einen schwarzen Knopf, wie es die Anleitung verlangte. Sofort ratterte das Wandgerät ohrenbetäubend los und spuckte eiskaltes Wasser aus der Überkopfbrause. Im Reflex drehte ich an einem Regler mit roten Temperaturzahlen, um das Wasser im Durchlauferhitzer auf Körperwärme zu regulieren. Uff, geschafft! Der Wasserstrahl aus der Kopfbrause erwärmte sich tatsächlich. Wie angenehm! Was für eine Ingenieursleistung!
Doch auf einmal, als wollte sich die Armatur für mein Unvermögen revanchieren, wurde aus handwarm abrupt siedend heiß! Mit einem Seitwärtssprung wich ich dem dampfenden Wasserstrahl aus und drehte hektisch an der Scheibe, um mir nicht Kopf und Schultern zu verbrühen. Das bauchige Gerät ratterte und pumpte wie wild, weil sein abgekapseltes Innenleben nicht nur eine Heizschlange für das Warmwasser enthielt, sondern auch einen Kompressor, um das kalte und warme Wasser mit Druck aus der Brause sprühen zu lassen.
Schließlich fand ich doch noch die Balance zwischen angenehm und unerträglich temperiert und endlich ergoss sich ein sparsamer, aber immerhin warmer Strahl über meinen Scheitel. Ich gab mich trotzdem zufrieden und nahm mir vor, die nächsten Duschabenteuer klüger anzugehen. Bereits in der folgenden Herberge sollte mir solch ein Warmwasseraufbereitungsgerät von Wirlpool wieder begegnen. Da sie alle mehr oder weniger gleich konstruiert waren, fiel es mir ab jetzt nicht mehr schwer, ihre altertümliche Technik zu überlisten.
Nach dem Duschexamen trocknete ich mich wie zur Belohnung mit wunderbar flauschigen und nach Rosen duftenden Handtüchern ab und schlüpfte aufgewärmt in meine Ausgehkleidung: Jeans, T-Shirt, Wollpulli und Windbreaker. Den Zimmerschlüssel steckte ich in meine Umhängetasche zum Geld und meinen Dokumenten und verließ das Gästehaus so hungrig wie Fernradfahrer am Abend eben sind.
Ganz sicher ist es nicht, wie viele der drei Abfüllungen von heute wirklich Ardbeg enthalten, denn die erste schmückt sich mit dem Namen Kildalton (wie ein offizieller Ardbeg auch) und gibt sein Geheimnis auf den Etiketten nicht preis.
Kildalton Cross ist ein altes christliches Kreuz auf einem Friedhof an der Straße, die von Ardbeg weiter in den Nordosten führt, ein wichtiges Kulturdenkmal auf der Insel, und der Destillerie Ardbeg näher als jeder anderen, aber reicht das für die Beweisführung? Verbuchen wir es als Indiz, so wie Angus die Stärke der Abfüllung, die exakt jener vom Ardbeg Uigedail ist, als solches verbucht.
Hier jedenfalls die tabellarische Auflistung der Abfüllungen in der Verkostung, die heute alle 90 Punkte und mehr für sich verbuchen können.
Kildalton 15 yo 2005/2020 (54.2%, The Single Cask, cask #ADBG008, hogshead, 304 bottles)
91
Ardbeg 19 yo 2001/2020 (51.8%, Elixir Distillers ‚Single Malts Of Scotland‘, bottled for USA, refill barrel / 1st fill barrel, 216 bottles)
Jede Woche erscheinen viele neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den Abertausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt?
Blogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann.
„Fremde Federn“ stellt Ihnen in der jetzt bereits 145. Folge Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor. Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.
Hier sind die Tasting Notes jener Blogger, die uns für die aktuelle Ausgabe ihre Links gesendet haben:
Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!
Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, kommerzielle Links enthalten. in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.
Aus der SLYRS Bavarian Whisky Distillery kommt mit Anfang des nächsten Monats die neue Sonderedition der Slyrs Mountain Edition, und zwar in zwei Varianten:
Der Slyrs Mountain Edition „Brecherspitz“ wird ab 1. Mai 2021 in einer limitierten Auflage von 1683 Flaschen mit 50,6% vol. an den Start gehen – Vorbestellungen sind aber schon jetzt im Webshop von SLYRS möglich. Preis der Sonderausgabe: 109,90€.
Gleichzeitig wird es auch eine „normale“ Ausgabe der Slyrs Mountain Edition geben, die mit 45% vol. abgefüllt ist – diese kostet dann 84,90€.
Mehr über beide Varianten in der nachfolgenden Info der SLYRS Bavarian Whisky Distillery:
Slyrs Mountain Edition und Slyrs Mountain Edition „Brecherspitz“ – Single Malt Whisky gereift in 1.501 Metern Höhe
Die SLYRS Mountain Edition ist eine begehrte Spirituose für alle Sammler und Liebhaber des feinen Single Malt. Um zu vollem Aroma zu reifen, werden je 50 Fässer des Single Malt Whisky Jahrgangs mit dem Skilift auf 1.501 Meter Höhe befördert. Hier befindet sich das einmalige SLYRS Höhenlager, eine Lagerstätte für die SLYRS Single Malt Whisky Mountain Edition. Die SLYRS Mountain Edition reift 5 Jahre bis zu ihrer Vollendung. Reinste Bergluft und extreme Temperaturschwankungen – bis zu 60 Grad – prägen diesen besonderen Lagerort. Auf diese Weise entsteht ein sehr kraftvoller Single Malt Whisky. Er fängt das raue Bergklima ein und spiegelt es in einem klaren, intensiven Geschmacksbild und besonderer Würze wider – ein echt bayrischer Highlander eben.
Verkaufsstart der neuen Whisky-Rarität ist am 1. Mai ab 10 Uhr im SLYRS Distillery Shop in Neuhaus am Schliersee. Auch online unter www.slyrs.com und bei ausgewählten Fachhändlern ist die SLYRS Mountain Edition in beiden Varianten erhältlich: die SLYRS Mountain Edition für 84,90€, die Sonderedition „Brecherspitz“ für 109,90€.
SLYRS hoch hinaus …
Die Brecherspitz ist der Namensgeber der neuen, streng limitierten SLYRS Mountain Edition 2021. Sie liegt zwischen unserer Destillerie und dem Höhenlager am Gipfel des Bergs Stümpfling. Dort reift der Whisky auf 1501m in reinster Bergluft und bei extremen Temperaturschwankungen bis zu 60 Grad. Streng limitiert auf 1683 Flaschen spiegelt er mit 50,6% vol. die Kraft des Berges wider. Limitiert ist die SLYRS Single Malt Whisky Brecherspitz Mountain Sonderedition auf 1683 Flaschen – 1 Flasche pro Höhenmeter.
TASTING NOTE
Farbe: Strahlendes Goldbraun Geruch: Kräftige Würzigkeit mit dezenter Rauchnote. Geschmack: Außergewöhnlich komplex mit voluminöser Stärke. Nachklang: Süß und fruchtig, leicht rauchig und lang anhaltend.
… am Berg gereift!
Berge vor der Haustür, eine Idee im Kopf: SLYRS Whisky, der die Höhenluft der oberbayrischen Alpen atmet und dort zur Perfektion reift. Im Jahr 2014 setzte SLYRS Gründungsgesellschafter Anton Stetter mit Geschäftsführer und Destillateurmeister Hans Kemenater dieses Vorhaben in die Tat um. Mit dem Skilift transportierten sie ca. 50 eigens dafür ausgewählte Whiskyfässer auf 1501 Meter Höhe, auf den Gipfel des Bergs Stümpfling. Dort befindet sich das einmalige SLYRS Höhenlager. Die SLYRS Mountain Edition reift darin 5 Jahre bis zu ihrer Vollendung. Reinste Bergluft und extreme Temperaturschwankungen bis zu 60 Grad prägen diesen besonderen Lagerort und spiegeln sich in der SLYRS Kostbarkeit durch ein klares, intensives Geschmacksbild und außergewöhnliche Würze wider.
TASTING NOTE
Farbe: Goldgelb Geruch: Nach Bourbon-Vanille, Karamell und gebrannten Mandeln, ganz leicht rauchig. Geschmack: Trocken, sehr würzig und intensiv mit leicht pfeffrigen Noten von Mandeln und Nüssen. Nachklang: Süß und fruchtig, leicht rauchig, lang anhaltend.
Am 5. Mai können Sie an einem Live-Tasting mit Simple Sample und der Sauerländer Edelbrennerei teilnehmen – es geht um die Thousand Mountains Whiskys von dort. 6 Proben zu 5cl werden verkostet – Mit dabei sein wird auch Brand Ambassador Sebastian Büssing.
Hier alle Infos dazu – und wie Sie sich anmelden können. Auch der Link zur Anmeldung ist in der Presseaussendung nochmals zu finden:
Simple Sample veranstaltet Live-Tasting mit Thousand Mountains
„Unser erstes Live-Tasting mit der Sauerländer Edelbrennerei und ihren Whiskyqualitäten Thousand Mountains!
Es handelt sich hier um eine in Aufschwung befindliche, deutsche Brennerei, deren Whiskys wir euch nur wärmstens ans Herz legen können.
Mit dabei sein wird Brand Ambassador Sebastian Büssing.
Das wandelnde Whiskylexikon wird uns wieder mit unglaublichen Fachwissen und Hintergrundinformationen beeindrucken, soviel können wir euch schonmal versprechen.
Verkostet werden je 5cl
White Raven – New Make – 46,2%vol.
Mc Raven Single Malt – 46,2%vol.
Mc Raven Cask Strength – 59,6%vol.
Double Raven #3 – Bourbon & PX-Sherry – 57,9%vol.
Geheimes Sample! Wird Live im Stream aufgelöst – 56,4%vol. -> 2,5cl
In der us-amerikanischen TTB-Datenbank ist ein neuer Deanston zu finden – der Deanston 2008 12yo Oloroso Cask Matured. Der mit 52,7% vol. abgefüllte Whisky ist weder gefärbt noch kühlfiltriert – wie stark limitiert diese neue Abfüllung ist und ob sie auch in unseren Ländern erscheinen wird, können wir durch den Eintrag allein nicht sagen. Aber natürlich informieren wir Sie sofort, wenn wir mehr wissen.
Die Highland-Destillerie Glenturret hat bekannt gegeben, dass man ab 26. April nach langer, coronabedingter Schließung wieder für Gäste geöffnet haben wird. Gleichzeitig mit der Neueröffnung präsentiert man dort auch ein neues Café und einen neuen Shop für die Besucher. Beide Räumlichkeiten entsprechen den aktuellen Richtlinien für die Covid-Sicherheit.
Die Touren, die man ab dann wieder anbieten wird, sind momentan auf sechs Personen pro Tour beschränkt – eine Anmeldung vorher ist zwingend notwendig und kann hier vorgenommen werden.
Sheenagh McIntyre, die Toursimusmanagerin der Destillerie, verleiht Ihrer Erleichterung über die Wiedereröffnung Ausdruck:
‘It has felt like ages since we have been able to welcome visitors through our distillery doors. The tourism team here at The Glenturret are excited to be able to host tours and tastings again and to pass on the wealth of their knowledge and passion for our traditionally hand-crafted single malt.
‘We have missed the lovely interactions that we have with our visitors and cannot wait to get back to doing what we do best… warm and genuine welcomes, first class service and memorable experiences delivered in a safe and friendly environment.
Glenturret hat vor kurzem bekannt gegeben, dass man in der Brennerei ein Lalique Restaurant mit Mark Donald als Küchenchef eröffnen wird – mehr können Sie hier nachlesen.
Der Tag gestern endete mit unserem Bericht über die Verkostung von Serge Valentin, und heute fängt er damit an: Einen schönen guten Tag aus der Whiskyexperts-Redaktion! Diesmal geht es in der Verkostung um zwei Originalabfüllungen aus der Destillerie Glen Scotia in Campbeltown, allerdings keine Whiskys der Core Range, sondern für Clubs abgefüllt. Glen Scotia hat ja vor einigen Jahren damit begonnen, Einzelfassabfüllugen für kleinere Anbieter oder Clubs zu machen – und das sind nun zwei davon, die allerdings wohl eher nicht in die Sammlungen unserer Leser geraten werden. Es sei denn, sie stammten aus Singapur oder Zypern.
Hier die tabellarischen Daten der beiden Whiskys in der Verkostung:
Spät, aber doch: Serge Valentin hat seine Verkostungnotizen für heute auf Whiskyfun online gestellt – und diesmal geht es um die Speyside-Destillerie Craigellachie. Drei Abfüllungen sind es, allesamt unabhängige Bottlings, und sie stammen aus alter und neuer Zeit.
Zwei sehr interessante Neuheiten können wir Ihnen heute noch präsentieren: Einen neuen The Alrik von Whisky Druid, laut Kirsch Import ein echter Ausnahmewhisky, und einen Cotswolds aus Oloroso- und PX-Sherry-Hogsheads und -Butts. Beide Abfüllungen sollten in Bälde beim Händler Ihres Vertrauens zu finden sein.
Hier jedenfalls alle Details zu den beiden Whiskys, diesmal auch mit den unverbindlich empfohlenen Verkaufspreisen:
Einzigartiges Einzelfass aus dem Harz: The Alrik von Whisky Druid ist eine Ausnahme-Abfüllung
Michel Reick ist in der Whiskybranche wie als Ambassador bei Kirsch Import längst zur festen Größe geworden. Sein Händchen für Fässer belegt er nicht mehr nur als Kopf der Marken Best Dram, Scotch Universe, The Old Friends und Whisky Druid. Seit letztem Jahr füllt er unter seinem Spitznamen aus der Whiskyszene zudem exklusive Single Casks aus unserem Importmarkenportfolio ab. Erkenntlich ist die junge Spezialitäten-Serie an der rundlichen Sonderflasche „Little Sumo“, die speziell für die Einzelfassreihe ausgewählt wurde.
Stets auf der Suche nach spannenden Fässern, reiste unser Druide vor einigen Jahren in den Harz – einem seiner bevorzugten Urlaubsziele, damals, als das Reisen noch üblich und möglich war. In der seit 2002 auch für ihre vielseitige Range an Single Malts bekannte Region angekommen, konnte sich der leidenschaftliche Kenner nicht zügeln. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion hinterließ er ein Fass vor den Türen der Hercynian Distilling Co., mit der herzerweichenden Bitte um Befüllung mit feinstem The-Alrik-Whisky. Ob aus schier unfassbarem Glück oder aufgrund des großen Herzens der „Mistress of Distilling“ Anna Katharina Buchholz – Michels Wunsch wurde auf wundersame Weise gewährt.
So kommt es, dass wir heute mit absoluter Ausnahmegenehmigung ein von Whisky Druid unabhängig abgefülltes Single Cask aus der raren Hercynian-Serie The Alrik vorstellen dürfen. The Alrik begann als private Spielerei der Harzer Brenner und erscheint seit 2007 in sehr kleinen Batches oder als Single Cask. Nur 600 bis 1.500 Flaschen werden jährlich von dem kräftigen Whisky abgefüllt, der auf über Holz geräuchertem Rauchmalz basiert.
Das einzigartige Bottling reifte ausgiebig in einem ausgewogenen, mit Banyuls vorbelegten Barrique-Eichenfass. Dem Likörwein aus dem Süden Frankreichs verdankt der Single-Cask-Whisky seine herrlich fruchtig-süßen Aromen. Die vollmundigen Süßweinnoten ergänzt die wohlbekannte, feine Rauchnote der Alrik-Abfüllungen aus der Räucherung über Buchen- und Erlenholz. Selbstverständlich weder kühlfiltriert noch gefärbt, entfaltet die Ausnahme-Abfüllung bei kernigen 62,9 % vol. Fassstärke ihren vollen Charakter. Michels Tipp: Mit ein paar Tropfen Wasser öffnet sich sein ganzes Aromenpanorama. The Alrik von Whisky Druid ist auf 235 Flaschen limitiert.
Whisky Druid The Alrik The Smoked Hercynian Single Malt Whisky
Abgef. 2021 Fasstyp: First Fill Banyuls Barrique Fassnr. 615 235 Flaschen 0,7 Liter 62,9% vol. Nicht kühlfiltriert Nicht gefärbt
UVP 184,90€
Tasting Notes:
Nase: Zarter Holzrauch und süße, reife Südfrüchte, dann würzige Aromen sowie Nussecke mit Mandelsplitter, leichte Kaffeenoten und Rumrosinen.
Gaumen: Nach einem starken Antritt fast klebrig am Gaumen. Cremig-süß mit Aprikose, Orange und Honig, einer schönen Würze und Mandeln.
Nachklang: Süßer werdend, entfaltet er seine komplette Aromenpalette
Englischer Single Malt trifft andalusische Aromen: Cotswolds-Whisky aus Sherryfässern
Unberührte Natur, verschlafene Cottages neben gemütlichen Pubs und Teestuben – die Region Cotswolds gilt als eine der schönsten Englands. Inmitten dieses hügeligen Postkarten-Idylls liegt die Cotswolds Distillery, 2014 im kleinen Dorf Shipston-on-Stour als erste vollumfängliche Destillerie dieser Region gegründet. Inspiriert von der atemberaubenden Landschaft produziert die Brennerei hier naturbelassene Spirituosen – darunter einen der wenigen englischen Single Malts. Mit dem Sherry Cask Single Malt Whisky präsentiert das Team eine vollständig in ehemaligen Sherryfässern gereifte Abfüllung, die fortan jährlich erscheinen wird.
Wie für die Cotswolds Distillery üblich, kommen die Zutaten für den Engländer mit andalusischem Temperament von lokalen Herstellern: Das Wasser stammt direkt aus dem Ort, die Gerste der Sorte Odyssey liefern in den Cotswolds ansässige Bauern. Ganz der Tradition verschrieben, nutzt die Brennerei ausschließlich auf dem Malzboden gemälztes Korn. Eingemaischt fermentiert es über 90 Stunden lang – Zeit genug, um die für Cotswolds Single Malt typischen Fruchtnoten zu bilden. Bei der Destillation in den kupfernen Pot Stills der Brennerei werden Vor- und Nachlauf besonders präzise vom „heart of the run“ getrennt, um die fruchtige Komplexität im Rohbrand zu erhalten.
Für ihren Sherry Cask Single Malt Whisky gönnt die Cotswolds Distillery dem fruchtigen New-Make-Spirit eine besonders aromatische Reifezeit. Das Zubehör: Hogsheads und Butts aus amerikanischer wie spanischer Eiche – zum Teil vorbelegt mit dem trockenen Oloroso-, zum Teil mit dem süßen Pedro-Ximénez-Sherry. Sorgfältig vermählt, entsteht ein verlockender Single Malt, voll von Noten dunkler Steinfrüchte, einem Hauch von gerösteten Mandeln und pfeffriger Eichenwürze. Unverfälscht und nur minimal auf 57,4 Volumenprozente herabgesetzt, verspricht der bernsteinfarbene Whisky puren Genuss.
Cotswolds Sherry Cask English Single Malt Whisky
Fasstyp: Oloroso- und PX-Sherry-Hogsheads und -Butts Flaschen: 9.900 57,4% vol. 0,7 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
UVP 61,90€
Tasting Notes:
Nase: Brauner Zucker und Kirschkuchen mit einem Hauch von gerösteten Kaffeebohnen.
Gaumen: Vollmundig und intensiv mit dunklen Steinfrüchten, Schokolade und einem Hauch von gerösteten Mandeln.
Nachklang: Pfeffrige Eichenwürze begleitet von Trockenfrüchten.
Heute angekündigt, ab nächsten Mittwoch zu haben: Kilchoman veröffentlicht den Kilchoman Fèis Ìle 2021, einen auf 2832 Flaschen limitierten und aus acht Fässern stammenden Single Malt, der mit 56,3% vol. in die Flasche kommt. 55% des Inhalts stammt aus Bourbon Casks, 45% aus Sherryfässern (genauere Angaben entnehmen Sie bitte der Grafik).
99,96 Pfund wird der Kilchoman Fèis Ìle 2021 kosten, wenn er am 21. April um 15 Uhr deutscher Zeit im Webshop von Kilchoman online gestellt wird – und man kann mit Sicherheit davon ausgehen, dass die Server wieder ins Schwitzen kommen werden.
Hier noch das, was die Brennerei über den Whisky zu sagen hat:
Fèis Ìle is almost here but sadly, as with last year, we will be celebrating online. This year’s release of 2,832 bottles will be available online from 2pm (Islay time) on April 21st from our website along with three tasting packs for live events on our Fèis day, June 3rd.
Anthony has selected eight 100% Islay casks for this year’s release, two 2011 oloroso sherry butts and six 2012 bourbon barrels. The casks were filled with 20ppm 100% Islay spirit, distilled from Optic and Publican barley varieties, harvested at Kilchoman in 2010 and 2011. This Single Farm Single Malt was matured in our onsite dunnage warehouses before being bottled at cask strength; 56.3% abv.
“As you might know, I am partial to marrying bourbon and sherry casks, I feel these two cask types allow me to increase complexity without losing depth of character. The bourbon barrels I’ve selected give a solid structure to the dram that allow for a balance of maritime Islay flavours and the natural citrus sweetness of our spirit to shine through. The two oloroso sherry butts I chose add depth and richness to the whisky, I’ve had an eye on these casks for a while and they’ve now reached their peak”
“I am delighted with this year’s Feis release and while I’m sad we won’t be sharing a dram in person we invite you to join us online for the next best thing”
Anthony Wills, Kilchoman Founder & MD
We have a packed schedule of events planned for our Fèis day on June 3rd, everything from fully immersive 360 degree interviews with the production team to behind the scenes Q&As and Live Tastings. More information on the schedule of events will be posted on our website and social media shortly.
The Kilchoman DNA, Through the Ages and Experimental Casks live tasting packs will go on sale at the same time as the Fèis Ìle release, 2pm on April the 21st (Islay time). More info regarding all Fèis Ìle items is below and on our website.
Ein neuer, stark getorfter Port Charlotte aus der Brennerei Bruichladdich ist soeben von der Islay-Destillerie angekündigt worden. Der Port Charlotte PAC:01 2011 ist die neueste Abfüllung aus der Port Charlotte Cask Exploration Serie.
Der mit 55,1% vol. abgefüllte neue Port Charlotte PAC:01 2011 hat einen unverbindlich empfohlenen Verkaufspreis von 96,99€ und ist ab 22. April im deutschen Handel zu finden. Mehr davon in der nachfolgenden Pressemitteilung.
Übrigens, wenn Sie den Port Charlotte PAC:01 2011 bei einem Grillabend genießen wollen, schauen Sie doch in unser aktuelles Gewinnspiel – wir verlosen einen Laddie Classic, den Laddie-Kugelgrill von Weber + 6 Gläser – noch bis nächste Woche!
Port Charlotte PAC:01 2011 – neu von Bruichladdich
Port Charlotte-Fans aufgepasst! Mit dem großartigen Port Charlotte PAC:01 2011 erweitert die Bruichladdich Brennerei ihre legendäre Port Charlotte Cask Exploration Serie.
„NACH NUR EINEM JAHR IN DEN FRANZÖSISCHEN FÄSSERN WAR DER EINFLUSS DES ROTWEINS BEREITS ENORM. EIN WUNDERSCHÖN RUBINROTER GLANZ UND DAS VERFÜHRERISCHE AROMENSPIEL AUS GEWÜRZEN UND FRUCHT.“
ADAM HANNETT
Mit der Cask Exploration gelingt es der kreativen Islay Brennerei einmal mehr, die enorme Bandbreite und Eleganz der Port Charlotte Range zum Ausdruck bringen.
Nach dem zwei Meilen von der Bruichladdich Brennerei entfernten Küstenstädtchen Port Charlotte benannt, steht die Range seit dem Jahr 2001 für ausdrucksstarke, heavily peated Single Malts (40ppm). Bereits im Herbst 2018 startete mit dem legendären MRC:01 2010 der erfolgreiche Versuch, die klassische Serie durch spezielle Cask Explorations zu erweitern. Gefolgt vom grandiosen OLC:01 2010. Mit ihnen sollte noch mehr verdeutlicht werden, welchen Einfluss nicht nur das Terroir, sondern auch die Reifung in unterschiedlichen, handverlesenen Fässern auf die Aromatik eines heavily peated Single Malts haben.
Seitdem wartet die internationale Whiskygenießer-Szene gespannt darauf, wann und mit welchem Finishing die Cask Exploration Serie in die nächste Runde geht…
Ab dem 22. April 2021 ersetzt Port Charlotte PAC:01 2011 seinen Vorgänger OLC:01 und ist im Fachhandel verfügbar.
Zu Port Charlotte PAC:01 2011:
Französische Spitzenweine sowie schottischer Whisky sind in ihrer regionalen Herkunft per Gesetz geschützt. Schon unsere Vorfahren kämpften für den Schutz und die Reputation unseres Nationalgetränks. In Frankreich steht AOC für höchste Qualität sowie eine nachvollziehbare, regional geschützte Herkunft und eine festgelegte Verarbeitungsweise der Rohstoffe.
Auch die Insel Islay ist per se eine in Schottland geschützte Region, allerdings gibt es hierzulande noch keine klaren AOC Regularien. Ein auf der Flasche ausgewiesener Islay-Whisky muss auf der Insel destilliert worden sein. Jedoch stellt sich die Frage, ob dies ausreichend ist, um das Label Islay-Whisky tragen zu können. Das Fehlen der Vorschrift, dass angegeben werden muss, woher die Rohstoffe stammen und wo der Whisky gereift und abgefüllt wurde, könnte dazu verleiten, diese Produktionsschritte auszulagern.
Alle Port Charlotte Islay Single Malts werden zu 100 % aus schottischer Gerste hergestellt sowie auf der Insel destilliert, gereift und abgefüllt. Es ist unsere Pflicht, das Erbe unserer Vorgänger und alles, was unsere einzigartige Insel ausmacht, zu bewahren und zu schützen. Denn das kommt der gesamten Inselgemeinschaft wieder zugute. Dieser stark getorfte Whisky kennt keine Kompromisse. Er basiert auf einer langen Reifung in Ex-American-Whiskey- Fässern und einem Finishing in handverlesenen Französischen Rotweinfässern.
Diese stammen aus der berühmten Region Pauillac, die sich am linken Ufer der Gironde, nördlich von Bordeaux, befindet. Das Ergebnis ist ein überaus lebendiger und kraftgeladener Single Malt mit einem wunderbar rauchigen BBQ-Unterton. Den Abschluss bildet ein fruchtiger Mix aus roten und schwarzen Beeren, die in Kombination mit dem sehr maskulinen Rauch einen äußerst eleganten und langanhaltenden Eindruck hinterlassen. Ein Islay Single Malt, wie er im Buche steht!
Port Charlotte PAC:01 2011 – 0,7l / 55,1% vol. / UVP – 96,99€
In Deutschland lieferbar ab dem 22.April 2021.
Tasting Notes:
DUFT
Die frischen Fruchtnoten und der trockene Torfrauch lassen einen sofort sehr tief in diesen Dram eintauchen. Das Holz sorgt für einen würzigen Duft, der an Nelke, Ingwer und Zimt erinnert. Hinzu kommen Nuancen von Schokolade, geröstetem Malz mit etwas süßem Toffee, braunem Zucker und delikaten Kokos- und Vanillenoten.
Bei einem zweiten Nosing-Anlauf treten mehr die Zitrus- und Holznoten in den Vordergrund und verbinden sich mit dem Duft von Melone, getrockneten Pflaumen und Rosinen. Der erdige Rauchton umschmiegt und vereint die intensive Frucht und Würze dieses Drams und unterstreicht einmal mehr den maritimen Port Charlotte Charakter, so dass man die Meeresbrise förmlich riechen kann.
GESCHMACK
Schon ab dem ersten Tropfen wird man von der Wucht der Aromen eingefangen. Die Süße von Malz und Holzfass, der elegante Rauch, die Zitrus- und Trockenfrüchte. Ein zweiter Schluck hilft, die Vielfalt der Aromen leichter zu sortieren … Holz, Trockenobst, Marzipan und Gewürze. Danach Karamell und Schokolade sowie erdig- intensiver Rauch.
Mit etwas Wasser kommen vor allem Zitrus-, Kokos- und Vanillearomen zum Tragen, was auch den intensiv maritimen Charakter und die aromatische Tiefe dieses außergewöhnlichen Single Malts unterstreicht.
NACHKLANG
Im Finish verwandelt sich der erdige BBQ-Rauch in ein medizinisch-phenolisches Schauspiel, gepaart mit Kokosnuss, softem Holz und floralen Noten. Maritime, salzige Elemente bilden das perfekte Finale für diesen klassischen wie außergewöhnlichen Port Charlotte.
CHARAKTER
Die aromatische Tiefe wie auch Ausgewogenheit zwischen Frucht und Rauch definieren den starken Ausdruck des Port Charlotte PAC: 01 2011.
Ein Muskelpaket und von großartiger Textur. Trocken, erdiger Rauch und eine kühle Meeresbrise – typisch Port Charlotte!
Die Malt Mariners aus Bremen veranstalten gemeinsam mit Vloggern und Podcastern aus der Whisky Community morgen am Abend einen Livestream – mit einem interessanten Thema und für einen guten Zweck: Alle Spenden, die gesammelt werden, kommen der Seenotrettung Mission Liveline aus Dresden zugute.
Hier alle Infos zur Veranstaltung „Wie gut ist LIDL Whisky?“ und die Verllnkung, damit Sie live dabei sein können:
Charity Live Tasting im Stream für Seenotrettung Mission Liveline – „Wie gut ist LIDL Whisky?“
In diesem Fun-Tasting wollen die Malt Mariners gemeinsam mit Euch der Frage auf den Grund gehen: Wie gut ist LIDL Whisky? – Für einen guten Zweck! Mit der Aktion werden Spendengelder für die Dresdner Organisation Mission Lifeline Seenotrettung gesammelt, die im Mittelmeer Flüchtlinge vor dem Ertrinken rettet. #leavenoonebehind Durch die großzügigen Spenden der 31 Teilnehmer konnten bereits 1100 € gesammelt werden!
Als Unterstützung haben sich die Bremer Jungs Frollein Scotch aka Rieke Bergmann, Simon von Whisky Violence, den Whisky Babbler aka Norman und Tim & Olli von Dram Good dem Whisky Podcast mit ins Boot geholt.