Die Geschichte von Johnnie Walker, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1820 zurückreichen, ist auch die Geschichte des Scotch Whisky. Aber wer war John Walker? Und wie ist sein Geschäft aus den Regalen eines kleinen Lebensmittelladens in Kilmarnock zum weltweit führenden Scotch gewachsen? Diesen Fragen geht Dr. Nicholas Morgan nach, und stellt seine Antworten in seinem Buch „A Long Stride“ vor. Wie uns Diageo heute informierte, wird es am 29. Oktober erscheinen und über Amazon und Waterstones erhältlich sein. Alles Weitere zu ‚A Long Stride‘, dessenn Erscheinen mit mit dem 200-jährigen Jubiläum von John Walker zusammenfällt, entnehmen Sie bitte der folgenden, englischsprachigen Presseaussendung.
200 years. Iconic whiskies. Countless fans.
This is the first in depth account of the history of the Johnnie Walker brand and business, shedding new light on the creation and evolution of the world’s No.1 Scotch. A must read for whisky lovers, brand marketeers and those curious to know how people can shape the values of a business to ensure longstanding global success.
The history of Johnnie Walker, tracing its roots back to 1820, is also the history of Scotch whisky. But who was John Walker – the man who started the story? And how did his business grow from the shelves of a small grocery shop in Kilmarnock to become the world’s No. 1 Scotch?
A Long Stride tells the story of how John Walker and a succession of ingenious and progressive business leaders embraced their Scottish roots to walk confidently on an international stage. By doing things their own way, Johnnie Walker overturned the conventions of late Victorian and Edwardian Britain, survived two world wars and flourished despite the Great Depression to become the first truly global whisky brand, revolutionising the world of advertising along the way.
Ultimately the story is a testament to how an obsession with quality and a relentless drive to always move forward created a Scotch whisky brand loved in every corner of the world.
From the 48th inductee to the Whisky Hall of Fame and the winner of the Outstanding Achievement in Scotch Whisky Award, Dr Nicholas Morgan, comes the fascinating history of Johnnie Walker. This book is the product of years of research by Dr Morgan and decades working in the whisky industry, which also sheds light on the development of Scotch as a popular drink in the UK and around the world.
The publication coincides with the 200th anniversary of John Walker starting out on this incredible journey by the opening of his grocer, laying the foundations for the Johnnie Walker business, which has since grown to be the biggest Scotch whisky brand in the world . A Long Stride is the perfect gift for whisky fans and aficionados.
A Long Stride brings to life the remarkable characters who shaped the business and brand from its earliest beginnings to the present day. Meticulously researched and using previously undiscovered archive material, the book explores the relentless tenacity, focus on quality and desire for innovation that still informs the brand today.
Über einen Wechsel auf der Position des Finance & Administration Director informiert uns heute Pernod Ricard Deutschland. Joelle Ferran hat seit dem 1. September diese Position inne. Romain Benoist, der die Position bisher innehatte, wechselt nach sieben Jahren zurück in das Headquarter nach Paris. Alle weiteren Informationen finden Sie in der folgende Presseaussendung:
Pernod Ricard Deutschland und Western Europe: Joelle Ferran ist neuer Finance & Administration Director
Joelle Ferran übernimmt seit 1. September die Position des Finance & Administration Director für Pernod Ricard Deutschland. Romain Benoist, der die Position bisher innehatte, wechselt nach sieben Jahren zurück in das Headquarter nach Paris.
Joelle Ferran: Finance & Administration Director
«Ich freue mich, nach sieben Jahren als CFO von Pernod Ricard Deutschland den Staffelstab an jemanden weiterzureichen, der mit viel Energie und neuen Impulsen das Management Board bereichert» erklärt Romain Benoist.
Diese neue Energie bringt Joelle Ferran ab September 2020 mit. Seit 2017 war sie für Pernod Ricard als Finance Director Travel Retail Caribbean & Central America tätig. Als neuer Finance & Administration Director wird sie an den Managing Director Pernod Ricard Deutschland und Western Europe Tim Paech berichten und Mitglied des Management Boards der Western Europe Entity. « Ich freue mich auf die neuen Herausforderungen und die Zusammenarbeit sowie den Austausch im Team », sagt Joelle Ferran.
Seit 2004 für Pernod Ricard tätig
Joelle Ferran hat einen Abschluss in Business Administration von der NEOMA Business School und begann ihre Karriere bei Pernod Ricard bereits 2004 – als Finance Analyst in Mexiko. 2009 kam sie als Senior Manager Financial Planning & Analysis zu Travel Retail Americas. 2011 erhielt sie die Beförderung zum Director of Financial Planning & Analysis.
Pernod Ricard Deutschland heißt Joelle herzlich willkommen und bedankt sich bei Romain für seinen langjährigen Beitrag.
Die Irish Distillers gaben in dieser Woche die Ergebnisse ihres vergangenen Geschäftsjahres 2019/2020bekannt, welches am 30. Juni endete. Natürlich zeigen sich in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres die Auswirkungen der aktuellen COVID-19-Pandemie. Doch gerade ihre Marke Jameson präsentiert sich recht widerstandsfähig. Im Geschäftsjahr 2020 notieren die Irish Distillers für Jameson einen Umsatzrückgang von lediglich 1 Prozent. Auf den Schlüsselmärkten wuchs Jameson leicht: Südafrika + 1%, Russland + 1%, Großbritannien + 9%, Irland + 2%, Australien + 17% und Deutschland sogar + 30%. In wichtigen Schwellenländern zog Jameson sehr deutlich an: Nigeria (+ 163%), China (+ 48%), Indien (+ 25%) und Japan (+ 16%). Innerhalb des breit aufgestellten Portfolios stach Jameson Black Barrel mit einem weltweiten Umsatz-Wachstum von +16 Prozent hervor.
Auch für ihren Single Pot Still Redbreast notieren die Irish Distillers ein positives Ergebnis Im abgelaufenen Geschäftsjahr 20 gab es hier einen Wertwachstum von 14%.
Copyright: Pernod Ricard Deutschland / Sonja Herpich
Mit der neuen Jura Winter Edition setzt die Inseldestillerie die Serie ihrer Cask Editions fort: Der alterslose und mit 40% vol. abgefüllte Whisky reifte zunächst in amerikanischen Bourbonfässern, um danach in spanischen Sherryfässern gefinisht zu werden.
„Winter Edition“ nennt sich die neue Abfüllung deshalb, so Gregg Glass, Whisky Maker beim Mutterkonzern Whyte & Mackay, weil sie mit ihren Geschmacksnoten auf die Weihnachtszeit abzielt: eine harmonische Vermählung von süßen Gewürzen, frisch gebackenem Apfelkuchen.
Den neuen Jura wird es in Bälde bei Tesco im Vereinigten Königreich geben, dort soll der alterslose Whisky 44 Pfund kosten. Ob der Whisky danach auch in andere Länder exportiert werden wird, können wir nicht sagen, sollten Sie ihn dann aber eventuell einmal bei uns im Handel sehen, dann wissen Sie ein wenig zu seiner Geschichte…
Auf Whiskyfun führt Serge Valentin seine Verkostungen der diesjährigen Special Releases von Diageo weiter. Heute ist die Speyside-Destilliere Mortlach mit ihrer 21-jähriger Abfüllung an der Reihe. Dieser Single Malt erhielt ein Finish in mit Pedro Ximénez und Oloroso vorbelegten Fässern. Als Sparringspartner auf der anderen Seite finden wir einen unwesentlich älteren Mortlach des unabhängigen Abfüllers ‚The Single Malts of Scotland‘. Dieser bleibt mit seiner Wertung allerdings deutlich hinter Diageos Special Release zurück:
Mortlach 22 yo ‘Marriage’ (54.2%, The Single Malts of Scotland, 1200 bottles, 2018) 80 Punkte
Mortlach 21 yo 1999/2020 (56.9%, OB, Special Releases 2020, finished in PX and oloroso seasoned casks) 87 Punkte
Aus der englischen Lakes Distillery gibt es eine neue Abfüllungen zu vermelden: In der Whiskymaker’s Edition ist der Lakes Distillery Colheita Port Cask Single Malt Whisky erschienen.
Whiskymaker Dhavall Gandhi hat für diese Abfüllung Fässer genommen, in denen Colheita Port gelagert wurde, Portwein aus einer einzigen, bestimmten Lage. Eine ähnliche Herangehensweise haben wir zum Beispiel bei alten Dalmores, die gerne eine Nachreifung in eben diesen Fässern erhalten. Zusätzlich verwendete Dhavall Gandhi auch einige wenige Bourbon-Fässer, um, wie er sagt, einige Geschmackskomponenten besser zu betonen.
Der Geschmack wird wie folgt beschrieben:
Pflaumen, eingelegte Kirschen und kandierte Orangen an der Nase, am Gaumen Feigen, gekochte Pfaumen und wärmender Zimt mit einem cremigen Mundgefühl und langem Finish.
Generell soll der Whisky laut dem Whiskymaker zugänglich und einfach zu trinken sein.
Der Lakes Distillery Colheita Port Cask Single Malt Whisky ist mit 52% vol. abgefüllt, insgesamt wird es 5400 Flaschen geben, die auf der Webseite der Destillerie oder im Handel zu finden sein werden. Der Preis in UK: 65 Pfund.
Die gobale Pandemie ist nicht nur eine Gesundheitskrise, sondern natürlich auch eine der Wirtschaft, die auf Unsicherheiten immer nervös und mit Kontraktion reagiert. Auch in der Getränkebranche ist das zu spüren, bei manchen großen Playern mehr, bei anderen weniger.
Einen, des es weniger stark trifft, ist Pernod Ricard, der noch zu Beginn der Pandemie mit 20% Minus rechnete. Der Besitzer schottischer Destillerien wie Aberlour oder Glenlivet, Produzent von Marken wie Chivas Regal oder Ballantines und ebenso mit irischem Whiskey (Jameson, Midleton und andere) am Markt vertreten, konnte dank eines Sparkurses die Einbrüche auf -12,4% begrenzen – was insgesamt immer noch satte 2,26 Milliarden Euro operativen Gewinn bedeutet.
Zwischen April und Juni, so berichtet das Handelsblatt, gingen die Umsätze des Konzerns zwar um ein Drittel zurück, aber aufs Jahr bezogen begrenzt sich der Umsatzrückgang auf 10%. Die Geschäfte im Schlussquartal über den Einzelhandel in Europa und den USA liefen zudem auch bereits wieder besser als erwartet.
Nachdem wir uns aber noch mitten in der Pandemie befinden, wird man die Auswirkungen in ihrer Gesamtheit erst später tatsächlich bewerten können.
Sie liegt ein wenig im Nirgendwo, die Destillerie Dalwhinnie, und wer den Winter gerne hat, der findet ihn dort ausführlich und lange. Mit ein Grund dafür, so sagt man in der Brennerei, dass der Standard von dort 15 Jahre alt sein muss, weil die Reifung einfach länger dauert. Das ist eine nette Geschichte, aber mehr auch nicht, denn der Dalwhinnie wird nur zu einem verschwindend kleinen Teil vor Ort gelagert, der Rest reift munter in den Lagerhäusern von Diageo in den Lowlands.
Heute gibt es den 30 Jahre alten Dalwhinnie aus den neuen Special Releases von Diageo in der Verkostung bei Serge, und den Standard, den Dalwhinnie 15yo. Die kuratierten Dalwhinnies in den verschiedenen Spezialserien waren bislang eigentlich nie eine Enttäuschung – und auch der Neue kann Serge mit seinem Charakter überzeugen.
Jede Menge Neuheiten dürfen wir Ihnen von Kirsch Import vermelden: Dort gibt es nun die neue Seasons Abfüllung von Signatory, einige schöne neue Whiskys vom unabhängigen Abfüller Gordon & MacPhail und eine Range irischer Whiskeys verschiedener Destillerien der Marke Gelston’s.
Und wie üblich gibt es zu allen Abfüllungen hier detaillierte Informationen:
Spätsommer mit Signatory: Die milde Seasons-Abfüllung aus der warmen Jahreszeit ist da!
Spätsommertage sind vielleicht die schönsten Stunden der warmen Jahreszeit. Bei gemäßigteren Temperaturen, in goldenes Licht getaucht, genießt man die ausklingende Saison und stimmt sich vorfreudig auf den Herbst ein. In dieses Stimmungsbild fügt sich unser neuer Seasons-Whisky harmonisch ein.
Destilliert wurde der Single Malt im Jahre 2007 in der Highland-Brennerei Blair Athol. Die Exklusiv-Abfüllung für Kirsch-Kunden in Kooperation mit Signatory Vintage ist goldgelb wie die Sonnenblumen, die das sommerliche Etikett zieren. Auch geschmacklich passt er bestens zur Jahreszeit – vor allem mit seinen einladenden Noten süßer Herbstfrüchte. Sanft begrüßen Äpfel und Birnen in der Nase. Auch am Gaumen zeigt sich der Scotch von der milden, cremigen Seite mit einer feinen Würze, zarten Holznoten und einer anhaltenden, dezenten Süße. Elegant und geschmeidig klingt der 12-jährige Whisky aus und zeigt abschließend Anklänge von Kräutern.
Ein verführerischer Dram für entspannte Spätsommerabende, der sich sehr gut als Einsteiger-Whisky eignet. Limitiert auf 771 Flaschen.
Blair Athol 2007/2020 – Summer 2020 Signatory Single Cask Seasons
12 Jahre Dest. 09/2007 Abgef. 07/2020 Sherry Butt Finish Fassnr. 3 771 Flaschen 48,4 % vol. 0,7 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Von Islay über die Highlands bis in die Speyside: Scotch-Whisky-Highlights von Gordon & MacPhail
Gordon & MacPhail legen seit über 120 Jahren für exklusive Scotch-Raritäten die Hand ins Feuer. Einst kleiner Feinkostladen, zählt das Familienunternehmen heute zu den internationalen Experten in der Reifung besonderer Scotch Whiskys. Bis zu 75 Jahre lang bleiben die ausgewählten Destillate renommierter schottischer Brennereien in den Fässern, bevor Gordon & MacPhail ihre Liebhaber-Abfüllungen in verschiedenen Kollektionen veröffentlichen.
Die Whiskys der Reihe „Connoisseurs Choice“ sind von niedrigen Stückzahlen und hoher Nachfrage durch Single-Malt-Fans gekennzeichnet. Die stark limitierten Bottlings fließen seit Start der Serie im Jahr 1968 in der Regel mit 46 % vol. oder in Fassstärke sowie zum Teil mit einem Wood Finish in die Flaschen.
Mit den fünf Neulingen der hochklassigen Range führt Gordon & MacPhail von Islay über die Highlands bis in die Speyside. Mit dabei sind zwei geräucherte Abfüllungen der Caol Ila Distillery, zwei Highlander von Aberfeldy und Glenturret aus verschiedenen Hogsheads sowie ein herrlich dunkler 24 Jahre alte Whisky aus einem Glenburgie-Sherry-Puncheon.
Aberfeldy 2003/2020 Gordon & MacPhail Connoisseurs Choice
16 Jahre Fässer befüllt in 2003 Abgef. 20/01/2020 Fassnr. 15603407 Fass-Typ: Refill Sherry Hogshead Batch 20/039 242 Flaschen 59,2 % vol. Cask Strength 0,7 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Tasting Notes:
Süße Aromen reifer Feigen, von Zuckerrübensirup und Erdbeere gehen über zu wärmender Pfeffer-Würze. Noten saftiger Äpfel werden abgelöst von Orangenzesten mit Anflügen von Haselnuss und sanftem Gewürz. Mit frischen Zitrusnoten klingt der Whisky lange nach.
Caol Ila 2001/2020 Gordon & MacPhail Connoisseurs Choice
18 Jahre Fässer befüllt in 2001 Abgef. 03/02/2020 Fassnr. 308901 Fass-Typ: First Fill Bourbon Barrel Batch 20/033 204 Flaschen 57,2 % vol. Cask Strength 0,7 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Tasting Notes:
Vollmundige Rauchnoten, gefolgt von sanfter Zitrone und tropischer Frucht. Aromen von gemischten Nüssen und geräuchertem Fleisch begleiten verkohlte Eiche und Vanilleschoten. Mittlerer Körper mit Apfelaroma und gerösteten Erdnüssen im Finish.
Caol Ila 1996/2020 Gordon & MacPhail Connoisseurs Choice
23 Jahre Fässer befüllt in 1996 Abgef. 23/01/2020 Fassnr. 16075 Fass-Typ: Refill Sherry Butt Batch 20/024 519 Flaschen 58,3 % vol. Cask Strength 0,7 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Tasting Notes: Aromen von Räucherfleisch und „fruit cake“ bereiten den Weg für schwarzes Johannisbeerensorbet. Noten von Blutorange und dunkler Schokolade begleiten gerösteten Kaffee. Im Finish klingen etwas Rauch sowie das Aroma in Ahornsirup marinierten Bacons nach.
Glenburgie 1995/2020 Gordon & MacPhail Connoisseurs Choice
24 Jahre Fässer befüllt in 1995 Abgef. 05/02/2020 Fassnr. 6347 Fass-Typ: First Fill Sherry Puncheon Batch 20/025 543 Flaschen 56,7 % vol. Cask Strength 0,7 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Tasting Notes: Dunkle Schokolade und intensive Sherry-Aromen ergänzen mit Zucker überzogene Rosinen und Pflaumen. Weiches Mundgefühl mit Melassesirup und Röstkaffee, die zu würzigem Zimt übergehen. Langanhaltendes Finish mit Eichentönen und Zitrone.
Glenturret 2005/2020 Gordon & MacPhail Connoisseurs Choice
14 Jahre Fässer befüllt in 2005 Abgef. 11/02/2020 Fassnr. 111 Fass-Typ: Refill American Hogshead Batch 20/040 296 Flaschen 53,7 % vol. Cask Strength 0,7 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Tasting Notes: Aroma säuerlicher Zitronenzesten und Brausepulver mit Anklängen von Vanille. Ausbrüche von Orangenschale und gemischten Nüssen bereiten den Weg für süßen Zuckerrübensirup. Leichtes Finish mit Noten von gemälztem Getreide und Eichenholz.
Von Goldrausch und Whisky-Generationen: Gelston’s Old Irish Whiskey ist seit 1869 in Familienhand
Samuel Gelston war ein erfolgreicher Mann. 1830 legte der Wein- und Whisky-Händler aus Belfast den Grundstein für die Marke „Gelston’s Old Irish Whiskey“. Als er 1869 starb, betrat ein junger Whisky-Enthusiast die Bühne: Harry J. Neill. Gerade als vermögender Goldgräber aus Australien in seine Heimatstadt zurückgekehrt, erwarb er das Unternehmen und baute es international erfolgreich aus.
Rund 150 Jahre und fünf Generationen später belebt Johnny Neill das Erbe seines Ururgroßvaters. Für die vielfältige Whiskey-Range kooperiert das Familienunternehmen mit führenden irischen Destillerien. Das Portfolio umfasst einen vielfältigen NAS Single Malt, einen 5-Jährigen sowie exklusive, bis 15 Jahre alte Single Malt Irish Whiskeys mit verschiedenen Finishes. Außerdem seit Kurzem Teil der Reihe: ein charaktervoller Pot Still Irish Whiskey, destilliert in einer einzelnen Brennerei aus einer Mischung von gemälzter und ungemälzter Gerste in der traditionellen Pot Still.
Samuel Gelston’s Single Pot Still Irish Whiskey Irish Whiskey
Fass-Typ: Ex-Bourbon Casks 40 % vol. 0,7 Liter
Tasting Notes:
Nase: Grüne Töne, Zitronenkuchen und gekochte Zitrusfrucht.
Gaumen: Walnuss und kandierte Pekannüsse, Kakaobohne und Getreidenoten.
Nachklang: Orangen-Schokolade und süßer Frühstücks-Porridge.
Gelston’s Single Malt Irish Whiskey Old Irish Whiskey
Fass-Typ: Finish in Ex-Bourbon Casks 40 % vol. 0,7 Liter
Tasting Notes:
Nase: Leicht floral mir einem Hauch Malz, pikanter Würze und Nuss-Schokolade.
Gaumen: Holzwürze, Noten von Cassia und Nüsse mit etwas gebranntem Karamell.
Nachklang: Anhaltend süßes Finish mit Marshmallows und Honig.
Gelston’s Single Malt Irish Whiskey 5 Y.O. Old Irish Whiskey
5 Jahre Fass-Typ: Ex-Bourbon Casks, Finish in Ex-Sherry Casks 41,2 % vol. 0,7 Liter
Tasting Notes:
Nase: Anklänge weihnachtlicher Gewürze, Sahne und frisch gepflückte schwarze Johannisbeeren.
Gaumen: Subtile Noten von Orangen und Trockenfrüchten mit den Aromen von „fruit cake“ und Gewürzen harmonieren mit Sherry und Eichentönen.
Nachklang: Kräftig und cremig klingt der Whiskey langsam mit Fruchtnoten aus.
Gelston’s Single Malt Irish Whiskey 10 Y.O. Old Irish Whiskey
10 Jahre Fass-Typ: Finish in First Fill Ex-Bourbon Casks 40 % vol. 0,7 Liter
Tasting Notes:
Nase: Tropische Früchte wie überreife Mango, Vanille und typische Noten aus dem Bourbon-Fass im Zusammenspiel mit Nelke und Zimt.
Gaumen: Unkomplizierter Genuss mit dem Aroma grüner Äpfel, Vanille Honigsüße, etwas Würze und einem Hauch Orange.
Nachklang: Kurz, knackig, klar.
Gelston’s Single Malt Irish Whiskey 12 Y.O. Port Finish Old Irish Whiskey
12 Jahre Fass-Typ: Ex-Bourbon Casks, Finish in Ex-Douro-Superior Port Casks 43 % vol. 0,7 Liter
Tasting Notes:
Nase: Zitronenzesten, dunkle Schokolade und Vanille ergänzt von intensiv malzigen Aromen.
Gaumen: Karamell und überreife Früchte, süßes Konfekt und anhaltendes Malzaroma.
Nachklang: Weiches Finish mit Orangenzesten und Noten von schwarzer Johannisbeere.
Gelston’s Single Malt Irish Whiskey 12 Y.O. Sherry Finish Old Irish Whiskey
12 Jahre Fass-Typ: Ex-Bourbon Casks, Finish in Ex-Pedro-Ximenéz Sherry Casks 43 % vol. 0,7 Liter
Tasting Notes:
Nase: Viel Frucht mit Apfel und Erdbeere sowie Dessertwein gefolgt von mit Honig gerösteten Nüssen.
Gaumen: Trockenfrüchte und weiße Schokolade gehen über zu malzigen Noten, ergänzt von Mandelaroma, Apfelkuchen und Haselnuss.
Nachklang: Komplex mit Zimt und einer anhaltenden Pfefferwürze.
Gelston’s Single Malt Irish Whiskey 12 Y.O. Rum Finish Old Irish Whiskey
12 Jahre Fass-Typ: Ex-Bourbon Casks, Finish in Ex-Rum Casks 43 % vol. 0,7 Liter
Tasting Notes:
Nase: Bananen, Weintrauben und Honig, dazu nussige Noten sowie Anklänge von Ananas und Würze.
Gaumen: Saftige Früchte mit viel Vanille und der warmen Würze von Zimt.
Nachklang: Exotisches Finish mit tropischer Frucht und Würze.
Gelston’s Single Malt Irish Whiskey 15 Y.O. Old Irish Whiskey
15 Jahre Fass-Typ: Ex-Bourbon Casks, Finish in Ex-Oloroso Sherry Hogsheads 43 % vol. 0,7 Liter
Tasting Notes:
Nase: Passionsfrucht und das Aroma von frischem Roggenbrot.
Gaumen: Süß mit gerösteten Kiefernnadeln, kandierten Obstschalen und tropischen Früchten.
Nachklang: Tropische Noten mit einer verbrannten Note, Quitte, zarte Eichentöne und ein Hauch süßer Gewürze.
Ende Mai konnten wir unseren Lesern von einem besonderen Bottling in der us-amerikanischen TTB-Datenbank berichten, nun ist dieses auch offiziell angekündigt: Der Coleburn 1972, 125th Anniversary Edition von Gordon & MacPhail wird noch im September zu einem Ladenpreis von 1500 Pfund erscheinen.
Vom mit 62,4% abgefüllten und aus einem refill Sherry Puncheon stammenden Whisky wird es insgesamt nur 363 Flaschen geben, die anlässlich des 125. Geburtstages des Unternehmens in Elgin abgefüllt wurden.
Der Coleburn ist einerseits die erste von vier Jubiläumsabfüllungen, andererseits auch das letzte Fass aus der Destillerie, das in den Lagerhäusern von Gordon & MacPhail reifte. Die Chancen, dass es sonstwo noch Abfüllungen dieser Lost Distillery geben wird, sind eher gering (aber natürlich nicht gleich null).
Vom Geschmack her wird er seitens des Abfüllers wie folgt beschrieben:
In der Nase Butterscotch, reife Früchte, zarte florale Noten, karamellisierter Zucker und wachsige Zitronenschale sowie frische Guave. Am Gaumen Aprikosen, Apfelkompott, Chilli, angekohlte Eiche und Minzblätter.
Auch die nächsten drei Abfüllungen der Jubiläumssereie sollen laut Stephen Rankin, Director of Prestige Gordon & MacPhail, letzte Fässer aus den Lagerhäusern des Familienunternehmens sein – wir sind gespannt darauf…
Wenn Sie bislang von der Fynoderee Distillery auf der Isle of Man noch nichts gehört haben, so haben Sie keine Wissenslücke in Sachen Whiskybrennereien – denn bislang hat man dort noch keinen Whisky produziert. Man will das aber ändern, und deshalb hat man einen Master Distiller gesucht, der den ersten Whisky der bislang auf Gin spezialisierten Brennerei produzieren soll. Mit Berle Figgins Jnr scheint man diesen nun gefunden zu haben, wie die Pressemitteilung auf der Seite der Brennerei beschreibt. Berle Figgins hat bislang in einer Whisky- und Brandybrennerei in Washington, USA, gearbeitet und wird mit seiner Familie auf die Isle of Man übersiedeln:
The Fynoderee Distillery Appoints Berle ‘Rusty’ Figgins Jnr as Master Distiller and Distillery Manager
After a global search, Manx craft spirit producer, The Fynoderee Distillery, is proud to announce the appointment of Berle ‘Rusty’ Figgins Jnr. as Master Distiller/Distillery Manager to lead its distillery operations on the Isle of Man. Rusty will continue with the distillery’s tradition of gin production and take forward an aged spirits programme including the development of the distillery’s expansion into Manx single-malt whisky.
Berle ‘Rusty’ Figgins Jnr
Rusty will be relocating with his family to the Isle of Man this September subsequent to his imminent departure from XO Alambic (a multiple award-winning producer of whisky and brandy in Walla Walla, Washington USA).
Hailing from the prominent Washington wine-producing family behind Leonetti, Figgins and Toil Oregon wine estates, Rusty launched his career in viticulture and oenology, during which he travelled extensively, making wine in France (Château Palmer), Australia (whilst attending university) and all across Washington State. In 2008, Rusty finally acted on a long-held passion for craft distilling, becoming a founding signatory of the American Single Malt Whisky Commission and winning notable accolades for his own Scythe & Sheaf single malt whisky.
In 2008, Rusty co-founded The Ellensburg Distillery, the first in Washington to craft rye and malt whiskies, fine brandy and gin. During this period, he employed his technical and engineering expertise to invent the innovative Figgins Reciprocator distillation system, a pot-and-column hybrid still. Ten of these stills are now in use at commercial distilleries across North America. The eleventh unit, currently under construction, is an “ultra-spec” model destined for The Fynoderee Distillery this autumn.
Rusty is an exuberant and passionate educator on all aspects of craft distillation, and for the past ten years has administered an educational programme for aspiring craft distillers from his distillery classroom. A graduate (with distinction) of London’s Institute of Brewing & Distilling, he is looking forward to developing the skills of the growing team at The Fynoderee Distillery, as well as playing an active role in Fynoderee’s new public tours offering.
Rusty’s arrival will coincide with the opening of the distillery’s new premises in Ramsey (the second-largest town, in the north of the Island) where a 2,000-litre Figgins Reciprocator still will sit alongside a 2,000-litre Next Gen iStill and a range of copper-pot alembics.
Of his decision to join the Fynoderee team, he said,
“This appointment represents a fabulous opportunity, putting the ‘icing on the cake’ of my professional life. Joining a stellar gin producer in its next chapter and leading their entry into Manx malt whisky production is at once ground-breaking and exciting. As a proud practitioner of the craft, it has long been an aspiration to go where no-one has gone before, as the distinctive barley grown on the Isle of Man begs to be crafted into malt whisky.”
Fynoderee CEO Paul Kerruish said,
“It feels like the stars are aligning for Fynoderee. Rusty’s desire to relocate to the Island just as Fynoderee is gearing up and expanding is serendipitous timing at its best. Together we share a kindred spirit for innovative and high-quality premium spirits, and we cannot wait to welcome Rusty and his family to the Isle of Man to take the Fynoderee story into its next exciting chapter.”
Der „The Sweet Toast of American Oak“ gehört zur im Frühjahr erschienenen Stories-Serie von The Balvenie, und ist mit seinen 12 Jahren der jüngste Spross der Familie, die Geschichten rund um die Entstehung der Whiskys und um die Expertise bei Balvenie erzählen sollen. Die Pressemitteilung, die wir im Mai dazu für Sie veröffentlichten, erklärt die Hintergrundstory des Balvenie 12yo „The Sweet Toast of American Oak“ so:
Kelsey McKechnie, Malt Mater Apprentice von David Stewart, experimentierte mit zweifach getoasteter weißer amerikanischer Eiche von der Kelvin Cooperage in Louisville, Kentucky, um einen noch fruchtigeren, süßeren Balvenie zu kreieren
aus der PR zur Balvenie Stories Serie
Ralfy konzentriert sich in seinem Video zu dieser Abfüllung natürlich ganz auf den Geschmack des Whiskys, der mit 43% angefüllt wurde, und zu Hintergrundinfos rund um ihn und die Destillerie. Er rechnet der Brennerei hoch an, dass man dort nicht von den Altersangaben abgegangen ist, aber nicht alles von dort, was er verkostet hat, wäre wirklich interessant gewesen, so sagt er.
Auch diesmal ist er alles andere als überzeugt, und er vergibt eine Wertung, die unserer Erinnerung nach eigentlich noch nie vorgekommen ist: 79 Punkte. Normalerweise macht er keine Reviews, wo das Ergebnis unter 80 Punkten liegt. Seine Anmerkung dazu: Menschen, die nicht so extrem pingelig bei Whisky seien wie er, würden ihm wohl an die 83 oder 84 Punkte geben.
Jedenfalls wie immer sehenswerte 15 Minuten – obenstehend oder auf Youtube.
Lux Row Distillers hat heute einen neuen Kentucky Straight Bourbon vorgestellt, der mindestens vier Jahre lang in amerikanischen Eichenfässern gereift und danach in Cognac-Fässern sechs Monate lang gefinisht wurde: der Rebel Yell Cognac Cask Finish Kentucky Straight Bourbon. Geschmacklich bietet er laut Destillerieangaben Eiche und dunkle Beeren an der Nase, danach Karamell, erhitzten Zucker und Rosinen am Gaumen.
Dieser mit 45% Alkoholstärke abgefüllt Bourbon wird in einer limitierten Auflage erscheinen, zunächst im September in UK, aber danach auch in Italien, den Niederlanden, Frankreich und Deutschland. Im Vereinigten Königreich wird der Rebel Yell Cognac Cask Finish Kentucky Straight Bourbon 34 Pfund pro Flasche kosten.
Interessant an ihm ist auch, dass er nicht für den amerikanischen Markt bestimmt ist, sondern ausschließlich in Europa verkauft wird – so wie schon sein Vorgänger, der
Interessant an ihm ist auch, dass er nicht für den amerikanischen Markt bestimmt ist, sondern ausschließlich in Europa verkauft wird – so wie schon sein Vorgänger, der Rebel Yell French Oak Finish.
In welchem Verhältnis stehen Qualität und Quantität zueinander? Schließen sie sich gegenseitig aus? Mit unserer monatlichen Empfehlung möchten wir regelmäßig Beides miteinander verbinden. Und hinzu kommt noch ein akzeptabler Preis, der unseren Whisky des Monats auch leistbar macht. Nach längerer Zeit befinden wir uns in in diesem Monat mal wieder auf der Hebriden-Insel Islay. Hier finden wir eine Brennerei, die viel Whisky produziert, und eine Abfüllung, die ein Klassiker ist. Denn unser Whisky des Monats im September heißt Caol Ila 12yo.
Jede Menge Bottlings
Wissen Sie auf Anhieb und ohne nachzuschauen, auf welche Destillerie die meisten Einträge bei Whiskybase entfallen? Wir geben zu, dass die Antwort auf diese Frage nicht ganz schwer fallen dürfte, wenn unsere Entscheidung für den Whisky des Monats im September 2020 auf eine Abfüllung der Brennerei Caol Ila fällt. Beeindruckende 4.276 Original- und unabhängige Abfüllungen von Caol Ila sind in der Datenbank von Whiskybase erfasst. Für die auf Platz 2 folgende Destillerie können nur ca. 500 Bottlings weniger gezählt werden, wie Sie hier sehen können (Stand 31.08.2020).
Auch wenn als Gründung der Destillerie das Jahr 1846 ausgewiesen ist: Die Brennerei, im Nord-Osten von Islay gelegen, existiert in ihrer jetzigen Ausprägung „erst“ seit 1974. Zwei Jahre zuvor entschied der damalige Besitzer Distillers Company Limited, die Gebäude der Brennerei, bis auf die Warehouses, abzureißen und die Destillerie neu zu errichten. Statt bisher zwei Stills erhielt sie nun sechs. Die drei Washstills haben ein Volumen von 35.345 Litern, die drei Spritstills fassen jeweils 29.549 Liter. Caol Ila weißt somit eine Kapazität von 6.500.000 Liter auf. Das ist mehr, als Lagavulin, Laphroaig und Ardbeg an der Südküste Islays zusammen produzieren könnten.
Der Blick aus dem Stillhouse von Caol Ila auf die Paps of Jura.
Eine der vier Ecken Schottlands
Caol Ila ist ein Arbeitspferd. Sein Malt aus mittel getorftem Malz (etwa 35 ppm Phenol sollen es sein) geht hauptsächlich in Blends. Nur 15 % der Produktion sind momentan überhaupt für Single Malts reserviert, lesen wir im Malt Whisky Yearbook 2020. Der Whisky von Caol Ila ist ein wichtiger Bestandteil von Johnnie Walker, und dies nicht nur in seinen rauchigen Versionen Black und Double Black. Auch in weiteren Blends, wie zum Beispiel J&B, findet sich Malt der Brennerei. Im Rahmen seines Projektes „Four corners of Scotland“ stellt Inhaber Diageo die Bedeutung seiner Destillerie deutlicher hervor. Insgesamt £150 Milliomen investiert der Konzern in die Realsierung der Johnnie Walker Whisky Experience in Edinburgh sowie den Umbau und die Erweiterung der Besucherzentren vier ihrer Destillerien. Die „Four corners of Scotland“ bilden dann Glenkinchie, Cardhu, Clynelish – und Caol Ila (wir berichteten).
So soll das neue Besucherzentrum von Caol Ila aussehen.
Distillery only, Rare Malt, Flora & Fauna und Hidden Malt – es bedurfte einige Zeit und kleinerer Anläufe, bis sich für Caol Ila ein Portfolio der Single Malts entwickelte. 2002 bildete der Caol Ila 18 yo und der Caol Ila Cask Strength gemeinsam mit unserem Whisky des Monats die Standards der Brennerei. Vier Jahre später erweiterte Diageo ihre erfolgreichen Classic Malts. Caol Ila 12yo kam hinzu und war nun der zweite Malt der Insel Islay in dieser Serie.
Bild mit freundlicher Genehmigung von whiskybase.com
Ein einladener Islay-Malt
Bereits die Nase des Caol Ila 12yo zeigt unverkennbar, dass wir uns auf Islay befinden. Sein Rauch ist deutlich und präsent. Manch anderer Single Malt dieser Hebriden-Insel erzwingt mit seinen rauchig-torfig-medizinischen Aromen eine mit solchen Noten nicht vertraute Nase eher zum rümpfen. Der Caol Ila hingegen lädt herzlich ein. Sein Rauch trägt die Aromen von Zitrus sowie Malz und zeigt so eine gewisse, unerwartete Süße, die positiv überrascht und einer fortdauernden Einladung entspricht. Die verwendeten Fässer hinterlassen deutliche, jedoch nicht überbordende, Vanille- und Eichen-Noten. Trotz seiner, für eine Standardabfüllung, recht hohen 43 % Vol. fällt der Caol Ila 12yo nicht mit einer Alkoholschärfe auf. Und wenn wir uns gerade schon etwas näher mit den gesetzlich notwendigen Angaben auf dem Etikett beschäftigen: Der Caol Ila 12yo ist, man möchte fast sagen selbstverständlich, gefärbt. Doch trotz dieser Färbung ist er auffällig ungewöhnlich hell. Viele Standard-Abfüllungen anderer Brennerei lassen aufgrund ihrer dunkleren Färbung auf einen kräftigeren Einsatz von Zuckerkulör schließen. Der Caol Ila 12yo erscheint im Vergleich zu ihnen eher blass. Dies betrifft die Farbe. Und zwar nur die Farbe!
Caol Ila besitzt acht Washbacks aus Holz.
Caol Ila 12yo ist in verschiedenen Größen erhältlich. Neben der gewohnten 0,7-Liter-Flasche erscheint dieser Malt auch in einer 1-Liter-Flasche sowie in einer 200-ml-Flasche. Preislich bewegen wir uns bei dieser Abfüllung knapp unter der 40 € Marke für die 700ml-Flasche. Diese findet sich im Fachhandel, im Getränkehandel sowie auch in manchem Lebensmitteleinzelhandel, der seiner Kundschaft im Spirituosen-Bereich ein „Etwas mehr“ bieten möchte. Recht häufig finden sich Single Malts von Caol Ila bei den unabhängigen Abfüllern. Gerne greifen die Indies bei den Malts dieser Islay-Brennerei zu. Im Vergleich zu manch anderer Destillerie der Insel sind Fässer aus Caol Ila für die Unabhängigen erhältlich und leistbar – von einer kurzen Phase mal abgesehen, in der die Destillerie ihren Fassverkauf stoppte respektive stark einschränkte. Aber so ist das Verhältnis zwischen Unabhängigen und den Brennereien eben: Mal schwierig, mal herzlich.