Zwei neue Wolfburn – exklusiv im Webshop der Destillerie

Zwei neue Wolfburn aus der nördlichsten Festlanddestillerie Schottlands gibt es zu vermelden – wiederum handelt es sich um Sonderausgaben in limitierter Stückzahl.

Der Wolfburn 2020 Mey Games „Postponed“ ist für die gleichnamigen Spiele, die den Umständen geschuldet abgesagt wurden, gewidmet. Er stammt aus Bourbon- und Olorosofässern, lagerte darin seit 2014, ist sechs Jahre alt und wurde aus den Fässern 245 und 465 entnommen. Abgefüllt wurde er mit 46% Alkoholstärke, von ihm gibt es 550 Flaschen. Erhältlich hier.

Hier die originalen Tasting Notes:

ON THE NOSE – Glorious sherry tones are overlaid with hints of honey and demerara sugar. There’s a promising depth of aromas, fruit and flowers and sweetness.

ON THE PALATE – Rich oily and creamy flavours lead the way; this is a bountiful mouthful indeed.  Caramel is present with warming vanilla tones throughout, mixed with hints of toffee and syrup.

THE FINISH – Floral flavours gradually melt away, leaving the sweetest tones to the very end. More like this please – it is a true pleasure from beginning to end!

Der Wolfburn „From The Stills“ Summer Edition 2020 ist die erste für eine Jahreszeit abgefüllte Ausgabe, die mit leicht getorftem Whisky (10ppm) erzeugt wurde. Hier kamen drei Fässer zum Einsatz (385. 613 und 616), und das waren Bourbonfässer und Quarter Casks. Auch hier wurden 550 Flaschen (destilliert 2015, also 5 Jahre alt) mit 46% vol. abgefüllt. Erhältlich hier.

Auch hier haben wir die Tasting Notes im Original:

ON THE NOSE – Heather honey mixes with oak and hints of vanilla. Peaty aromas are present, but they are surprisingly subtle and mixed with floral tones.

ON THE PALATE –Floral tones lead to dried autumn fruit and there’s a surprising sweetness, with raisins and honey flavours both present.

THE FINISH – Floral and fruit flavours gently fade away, leaving a lingering hint of oaky smoke at the very end. Wonderful.

Jede dieser Flaschen kostet 55 Pfund, wer beide im Kombipack ersteht, zahlt nur 99 Pfund für beide, plus Porto und Verpackung.

Echlinville Distillery veröffentlicht zweiten Dunville’s Cask Strength PX Irish Whiskey

Ende Februar gab es die erste Auflage, nun wurde der zweite Dunville’s Cask Strength PX Irish Whiskey veröffentlicht. Diesmal kommt er mit einer etwas höheren Alkoholstärke von 57% vol., ansonsten ist er natürlich auch wieder in PX Sherry Casks gefinisht, so wie die erste Ausgabe.

Geschmacklich soll er in seiner neuesten Inkarnation Noten von Zitronenbonbons, Apfelstrudel, crème brulée, dunklem Kernobst und Weihnachtsgewürzen bieten. Diesmal gibt es 310 Flaschen (das dafür verwendete Fass trug die Nummer 1326), als Verkaufspreis wird 112 Pfund angebeben.

Im Fall der Erstveröffentlichung waren alle 300 Flaschen im Shop (https://shop.echlinville.com/) binnen 75 Minuten ausverkauft – auch diesmal scheint es schnell gegangen zu sein – wir konnten das Angebot nicht mehr (oder noch nicht?) online finden…

PR: Black Bottle Blended Scotch launcht 10-jährigen

Black Bottle, ein traditionsreicher Blend aus Schottland, ist ab sofort auch in Deutschland als Ausgabe mit Age Statement erhältlich, nachdem er im Januar bereits in UK auf den Markt kam (wir berichteten hier). Der Black Bottle Blended Scotch Whisky Aged 10 Years stammt von Islay, enthält aber auch etwas getorften Whisky von der Isle of Mull.

Hier alle Infos zu der Neuerscheinung, die in Deutschland von der Connaisseur GmbH vertrieben wird, in der Presseaussendung dazu:


Black Bottle Blended Scotch launcht 10-jährigen

Der Moine-infundierte Blended Scotch Whisky bewahrt die delikate, fruchtige Note des Klassikers, ist dabei aber malziger und holziger im Geschmack. 95% der Single Malts die für Black Bottle 10YO verwendet wurden stammen aus Islay, mit einer einzigen Ausnahme: dem stark getorften Whisky Ledaig, der auf der  Isle of Mull produziert wird. In amerikanischen Eichenfässern gereift, enthält dieser rauchige Blend sowohl getorften als auch ungetorften Bunnahabhain, der den vorherrschenden Malt in diesem Blended Whisky darstellt und für rund 30 € zu erwerben ist. Die Grädigkeit liegt bei 40% vol.

Tasting Notes:

Farbe: Tiefes Bernstein Gold
Nase: Rauch im Hintergrund, mit Noten von Honig, Frucht und Vanille
Gaumen: Süße, reichhaltige Eiche, Früchte, angenehm rauchige Schärfe
Finish: Langanhaltend mit einem Nachklang von süßem Pfeffer

Die bewegte Geschichte des Gordon Graham’s Black Bottle

1879 verließen die drei Brüder Charles, David und Gordon Graham die ländlich gelegene Ortschaft Torphins, um ihr Glück in der florierenden Hafenstadt Aberdeen zu versuchen. Es gelang ihnen schnell, sich als Teeblender zu etablieren; dann jedoch wendeten sie ihre Aufmerksamkeit einem vollkommen anderen Getränk zu – dem Whisky. Im Jahr 1879 kreierten die Brüder einen Blend, der durch sein bemerkenswert reiches Bouquet und seine leichte Rauchnote bestach und schnell bekannt wurde.

Black Beauty

Abgefüllt würde er in eine markante Flasche mit hohem Wiedererkennungswert. Die Graham-Brüder verwendeten für ihren Whisky eine Flasche aus schwarzem Glas, statt des üblichen Grün-, Braun- oder Klarglases. Dieses Alleinstellungsmerkmal prägte das Image der Marke bis 1914. Mit dem ersten Weltkrieg wurden die Handelsbeziehungen zu Deutschland unterbrochen, wo die legendäre schwarze Flasche produziert wurde. Fortan war man gezwungen Black Bottle in grüne Flaschen abzufüllen, lies aber den Namen unverändert. Über die Jahrzehnte wurde die Rezeptur mehrfach dem Zeitgeist angepasst, seit 2014 ist der Whisky nicht nur wieder in der auffällig schwarzen Flasche erhältlich, sondern gleicht auch vom Geschmacksprofil erneut dem Original. Im Jahr 2020 stellt Black Bottle die Limited Edition mit dem Age Statement 10 YO vor.

In ist was drin ist

Black Bottle’s Alleinstellungsmerkmal in der Whiskywelt ist die schwarze Flasche, aber auch seine Vielseitigkeit im sprichwörtlichen Sinne, denn er wird aus sieben Islay Malts hergestellt. Ein hoher Anteil hat Bunnahabhain, aber wieviel genau ist bis heute ein Geheimnis. Auch deshalb gilt Black Bottle auf Islay – wo jeder jeden kennt, und fast in jeder Familie mindestens ein Mitglied in oder für eine der Destillerien arbeitet, jahrzehntelang als sicherer Drink im Pub – denn man musss sich nicht für EINE Destille entscheiden wenn man seinen Dram bestellt. Neben Islay Whiskys fließt auch Whisky aus dem Gebiet Aberdeenshire in der Rezeptur mit ein, der Gegend, in der ursprünglich die Gebrüder Graham aktiv waren.

Aussen schwarz, innen rauchig

Im klassischen Black Bottle finden sich etwa 65-70 % Grain und 30-35 % Malt. Besonders zu erwähnen ist daß der geblendete Whisky nochmals für 2-4 Monate in Virgin Oak Fässern gelagert wird, bevor man ihn auf Flaschen zieht. Blended Scotch ist der meistverkaufte Whisky der Welt. Typisch für Blends sind allgemein ein runder, milder, weicher und gefälliger Geschmack. Ein guter Blend kann bis zu 40 verschiedene Whiskys enthalten. Blenden ist entgegen der vielfach etablierten Meinung nicht böse, Blenden ist eine Kunst. Nach unseren Einschätzungen sind 8 von 10 in Deutschland gekauften Scotch-Flaschen Blends, und die gibt es mittlerweile auch in hohen Qualitäts- und Preisklassen.

Blenden ist nicht Böse, sondern eine Kunst

Malt-Fans lieben kleine, handwerkliche Betriebe und Masterblender, die Ihnen bis ins kleinste Detail den Herstellungsprozess erklären. Manche geben sogar an, woher die verwendete Gerste stammt. An dieser Romantik haben die Blend-Marken bislang noch nicht in der Breite gearbeitet, und vielleicht müssen sie das auch gar nicht. Dem Blended Scotch-Verwender scheinen bislang andere Dinge wichtiger, vornehmlich eine zugängliche, milde Rezeptur für einen angemessenen Preis.

PR: Teeling Small Batch Irish Whiskey als „Irish Whiskey of the Year“ ausgezeichnet

Teeling Whiskey aus Dublin freut sich über drei Auszeichnungen, die die Abfüllungen des Unternehmens bei den jährlichen Irish Whiskey Masters am 1. August gewonnen haben. Insgesamt gab es 9 Medaillen, sieben davon in Gold.

Mehr in der nachfolgenden englischsprachigen Pressemitteilung:


Teeling Small Batch Irish Whiskey is Crowned Cream of the Crop

Teeling Whiskey is delighted to announce it has collected the award for Best Premium Irish Whiskey of the Year at the 2020 annual, Irish Whiskey Masters, held in London with the results announced on August 1st.  Teeling Whiskey scooped the top honours, receiving 9 medals in total, including 7 Gold across their core range of Irish Whiskeys as well as the overall Masters Title for the Teeling Small Batch Irish Whiskey.

This latest batch of honours builds on the international reputation Teeling Whiskey has earned since its formation in 2012 and brings the total to over 275 International Awards for their Irish Whiskeys. These accolades include the prestige honour of the “World’s Best Single Malt” which they received at the World Whiskies Awards in 2019.

eeling Small Batch Irish Whiskey was entered into the largest and probably most competitive category – Premium Blended Irish Whiskey retailing for between £31 – £45 per bottle.  This category is open to all the Premium extensions of the major brands of Irish whiskey as well as many of the newer entrants, so for the Teeling Small Batch Irish Whiskey to emerge as the top choice within this category is a huge vote of confidence in the quality of this whiskey.

Jack Teeling, Founder and Managing Director of Teeling Whiskey commented,

“We are extremely proud to have won over 275 International Awards for our whiskeys. To be recognised by the most knowledgeable whiskey connoisseurs in the world as a producer of the world’s best Irish whiskeys justifies all the time and effort we continually put in to crafting every bottle of Teeling Whiskey.”

Teeling Small Batch Irish Whiskey is the distillery’s flagship bottling and was their first release back in February 2013. Consisting of hand-selected casks of ex-bourbon, cask matured Grain and Malt whiskey that have been selected for their quality; this whiskey is then blended and further matured in ex-Rum barrels for on average 12 months to impart an extra layer of character. This whiskey is bottled in Small Batches at 46% with no chill filtration completing its award winning flavour. Teeling Small Batch Irish Whiskey is distributed throughout the world and is now available in over 70 countries internationally.

TTB Neuheit: Tomintoul Cigar Malt

Eine interessante Eintragung in der us-amerikanischen TTB-Datenbank, in der Neuerscheinungen (unter anderem) von Whisky in den USA eingetragen werden müssen, haben wir heute entdeckt: Es sieht so aus, als würde die Speyside-Brennerei Tomintoul in absehbarer Zeit einen Tomintoul Cigar Malt auf den Markt bringen, und dies wahrscheinlich nicht nur in den Vereinigten Staaten.

Was kann man über den Tomintoul Cigar Malt sagen? Er wurde in Oloroso Sherryfässern gereift und enthält auch einen gewissen Anteil torfigen Whiskys aus der Destillerie. Laut Etikett sei er ein idealer Partner für Zigarren. Abgefüllt wird er mit 43% vol. und auch die Tasting Notes sind auf der Verpackung angegeben. Wir haben sie sinngemäß für Sie so übersetzt:

Nase: Kräftig mit Aromen getrockneter Früchte und süßen Gewürzen, Pekannuss-Kuchen und sanfter Tirfrauch.

Gaumen: Süß und reichhaltig mit Schokorosinen, Butter Toffees, Brombeeren, vermischt mit schwarzem Pfeffer und rauchigem Holz.

Finish: Wärmend und lang mit Noten von Mokka, Ahornsirup und gerösteter Eiche,

Und so sehen die Etiketten und die Umverpackung aus:

Jetzt exklusiv gewinnen: Vier Sets der neuen und kommenden Single Malts der Waterford Distillery + Gläser mit Logo!

Unser neuestes Gewinnspiel ist wieder etwas ganz Besonderes: Gemeinsam mit unserem Partner Kirsch Import verlosen wir insgesamt vier Sets der neuen Single Malts aus der Destillerie Waterford von Mark Reynier, die sich mit jeder Faser der Bedeutung der Gerste und des Terroirs verschrieben hat.

Was gibt es zu gewinnen? Jeweils zwei Sets der aktuellen Abfüllungen, Ballykilcavan Edition 1.1 & Bannow Island Edition 1.1, sowie zwei Sets der noch nicht erschienenen Ballykilcavan Edition 1.2 & Bannow Island Edition 1.2 – Sie gehören als Gewinner dieser beiden Sets also zu den ersten, die die Abfüllungen ihr eigen nennen können!

Und damit Sie diese Whiskys stilvoll genießen können, legen wir noch zwei exklusive Whiskygläser mit dem Waterford-Logo zu jedem Set dazu.

Hier einige Infos zur Destillerie, zur Philosophie, die hinter den Abfüllungen steckt und zu den Whiskys selbst – sie helfen Ihnen, die Gewinnfrage richtig zu beantworten. Und wer die Infos aus erster Hand von Mark Reynier selbst bekommen will, der findet hier auch noch unser Videointerview mit ihm.

Waterford Whisky: Terroir-getrieben und einzigartig

Irlands Südosten ist weltweit eines der besten Anbaugebiete für Braugerste und das Zuhause der Waterford Distillery. Einst Brauerei, heute Whisky-Brennerei auf dem neuesten Stand der Technik – dank Mark Reynier. Die Koryphäe mit legendärem Werdegang in der schottischen Whisky-Szene erwarb Waterford 2014. Sein Ziel? Die Destillerie zum Epizentrum für die radikale Umsetzung einer aus der Winzerwelt bekannten Philosophie machen: Terroir. Denn wo Gerste wächst, wie der Boden beschaffen ist oder wie viel Sonne oder Wind das Getreide ausgesetzt ist, birgt das Geheimnis einzigartig authentischer Irish Single Malts. Für sie schlägt das Herz von Waterford.

Farm für Farm: die Aromen ausgewählter Orte Irlands

Eine Bandbreite ausgewählter Fässer, lange Fermentation oder langsame Destillation sind Faktoren für die Aromenreinheit des Single Malts von Waterford. Geschmacklich entscheidend für Mark Reynier und Team, ist jedoch das Korn selbst. Mittlerweile 72 irische Farmen bilden das Fundament der Brennerei. Deren Gerste wird separat angebaut, gelagert, gemälzt und destilliert. Farm für Farm entstehen so die „Single Farm Origins“ – Whiskys, die das Geschmacksprofil ihres Herkunftsortes einfangen. Jede der Editionen ist absolut einzigartig und nur limitiert verfügbar.

Vom Feld bis ins Regal: kompromisslose Transparenz

Ein digitales Logistiksystem mit über 20.000 Datenpunkten pro Destillation und Farm macht den Terroir-basierten Whisky zu 100 Prozent rückverfolgbar. Umfangreiche Informationen zum Herkunftsort, den Gerstenbauern oder der Destillerie selbst eröffnen sich für Single-Malt-Liebhaber über einen Terroir-Code auf jeder Flasche Whisky, der lediglich auf der Webseite eingegeben werden muss. Waterford hat nichts zu verstecken: An den Ufern des Flusses Suir entstehen Whiskys mit außergewöhnlicher geschmacklicher Tiefe und Vielfalt. Alle Editionen werden mit mindestens 46% vol. abgefüllt, sind weder gefärbt noch kühlfiltriert.

Wir verlosen je zwei Sets der ersten beiden Abfüllungen von Waterford – inklusive stilechter Whisykgläser mit dem Logo der Brennerei:

2 x Ballykilcavan Edition 1.1 & Bannow Island Edition 1.1 sowie 2 x Ballykilcavan Edition 1.2 & Bannow Island Edition 1.2

Die ersten Single Malts aus Waterford stammen von ausgewählten irischen Farmen mit völlig unterschiedlichen Terroirs. Destillationsbasis für Ballykilcavan Edition 1.1 und 1.2 ist Korn aus dem Kerngebiet irischer Gerste. Für Bannow Island Edition 1.1 und 1.2 bezieht Waterford Gerste von der äußersten Südküste der Grafschaft Wexford.

  • Ballykilcavan Edition 1.1, Waterford „Single Farm Origins“ (0,7 Liter, 50% vol.): 2016 destilliert, 2020 abgefüllt zählt der Single Malt zu den beiden Erstlingen der Destillerie. Gereift in amerikanischen First Fill Eichenfässern (45%), französischen Eichenfässern (37%) und Vin Doux Naturel Casks (18%).
  • Bannow Island Edition 1.1, Waterford „Single Farm Origins“ (0,7 Liter, 50% vol.): Der andere Pionier-Spirit der Waterford Brennerei. Gereift in First Fill Eichenfässern aus den USA (35%), frischen amerikanischen Weißeichenfässern (20%) sowie französischen Eichenfässern (25%) und Vin Doux Naturel Casks (20%).
  • Ballykilcavan Edition 1.2, Waterford „Single Farm Origins“ (0,7 Liter, 50% vol.): Die zweite Auflage aus Ballycilkavan, wo fruchtbare Felder von einem uralten Waldgebiet geschützt liegen. Gereift in amerikanischen First Fill Eichenfässern (55,5%), französischen Eichenfässern (22%) und Vin Doux Naturel Casks (22,5%).
  • Bannow Island Edition 1.2, Waterford „Single Farm Origins“ (0,7 Liter, 50% vol.): Whisky aus einem anspruchsvollen Terroir mit sandigen Böden und salzigen Atlantikwinden. Gereift in First Fill Eichenfässern aus den USA (36%), frischen amerikanischen Weißeichenfässern (21%) sowie französischen Eichenfässern (17%) und Vin Doux Naturel Casks (26%).

Und so gewinnen Sie eines der vier Sets aus der Destillerie Waterford:

  1. Beantworten Sie bitte die nachfolgende Gewinnfrage: In welchem Land steht die Waterford Distillery?

    a) Frankreich
    b) Schottland
    c) Irland
  2. Die Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff „Waterford“!

Unter allen Einsendungen mit der richtigen Antwort und dem richtigen Betreff, die uns bis 16. August 2020, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinnerin oder den Gewinner der Preise und geben sie am 17. August 2020 bekannt. Die Gewinne werden durch unseren Partner Kirsch Import versendet.

Pro Haushalt ist nur eine Teilnahmemail möglich!

Teilnahmebedingungen:

Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt, die Gewinnfrage richtig beantwortet und seine Antwort mit dem Betreff „Waterford“ einsendet sowie das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 16. August 2020, 23:59 Uhr. Die Gewinner*innen werden am 17. August 2020 auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts und Kirsch Import sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Gewinn wird von Kirsch Import versendet, wir übermitteln dafür die Gewinneradressen an das Unternehmen. Diese Daten werden dort wie alle Adressdaten bei uns nach Abschluss des Gewinnspiels sofort und unwiederbringlich gelöscht.

Hinweis zum Datenschutz: Wir erheben nur jene Daten von Teilnehmern, die für die Abwicklung des Gewinnspiels nötig sind (Name, email-Adresse und Postanschrift). Alle in diesem Zusammenhang erhobenen Daten werden nach Abschluss des Gewinnspiels und der erfolgreichen Versendung des Preises ausnahmslos gelöscht und weder für unsere Zwecke weiterverwendet noch an Dritte weitergegeben. Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden – und geben uns auch die Erlaubnis, Ihren Namen und Wohnort im Falle des Gewinns auf unserer Seite veröffentlichen zu dürfen. 

Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen!

Herzlichst,

Ihr Whiskyexperts-Team

Serge verkostet: Miltonduff

Sechs Abfüllungen aus der Speyside-Destillerie Miltonduff verkostet Serge heute – eine interessante Brennerei, die man bei unabhängigen Abfüllern immer wieder einmal findet – und deren Whisky ansonten gemeinsam mit Glebnurgie einen bedeutenden Bestandteil des Ballantine’s Blend ausmacht.

Sogenannte „Backbone“-Whiskys, also das Rückgrad von Blends, zeichnen sich immer durch einen recht dominanten, aber ebenso gut blendbaren Charakter aus – und die Beschreibungen und Wertungen bei Serge scheinen das zu bestätigen.

Hier die Whiskys der Verkostung und ihre Bewertungen:

  • Miltonduff 1984/2014 (43%, Gordon & MacPhail, licensed label, refill bourbon barrels): 80 Punkte
  • Miltonduff 9 yo 2008/2017 (52.6%, Duncan Taylor, sherry octave finish, cask # 8316503, 82 bottles): 85 Punkte
  • Miltonduff-Glenlivet 11 yo 2007/2019 (56.6%, Cadenhead, Authentic Collection, bourbon hogshead, 180 bottles): 88 Punkte
  • Miltonduff 10 yo 2009/2020 (46%, James Eadie, Small Batch, first fill bourbon, 576 bottles): 85 Punkte
  • Miltonduff 8 yo 2009/2018 (60%, The Golden Cask, cask #CM245): 84 Punkte
  • Miltonduff-Glenlivet 11 yo 2008/2019 (56%, Cadenhead, Small Batch, bourbon hogsheads, 1116 bottles): 85 Punkte

Foto: Potstill Vienna

Hier sind die drei Gewinner der Laphroaig 10yo Cask Strength Edition 2020 von Beam Suntory Deutschland!

Was für tolle Einsendungen hatten wir doch diesmal! Gemeinsam mit unserem Partner Beam Suntory Deutschland verlosten wir 3x den wunderschönen Laphroaig 10yo Cask Strength Edition 2020 – mit jeder Menge Torf und Wumms für einen Whiskygenuss, wie ihn nur die berühmte Islay-Brennerei bieten kann. Und wir haben gefragt, woran unsere Leser beim ersten Schluck Laphroaig denken. Die Antworten reichten von Meeresgischt über brennendes Krankenhaus bis hin zu der Frage, wie man so viele Nuancen in einen Whisky bekommt. Was wiederum zeigt, dass guter Whisky die Sinne eines jeden Menschen auch auf ganz persönliche Weise stimuliert.

Apropos Sinne stimulieren: Unsere drei Gewinner – aber nicht nur die – können ihren Laphroaig im August gemeinsam mit Master Distiller John Campbell und US Brand Ambassador Simon Brooking genießen – denn die beiden hosten Mitte August ein großes virtuelles #laphroaiglive Tasting rund um das Thema Fassstärke, zu dem unsere Leser herzlich eingeladen sind. Mehr dazu könnt ihr in Kürze auf der #laphroaiglive Website, im Friends of Laphroaig Newsletter und auf Whiskyexperts erfahren.

Wir wollten natürlich die Antworten, die ja ganz persönliche Eindrücke waren, nicht werten, und haben unsere drei Sieger aus den vielen, vielen Einsendungen per Zufall ermittelt. Bevor wir Ihnen diese bekanntgeben, stellen wir Ihnen unsere „rauchigen“ Preise nochmals vor:

Laphroaig 10 Years Cask Strength Edition 2020

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Seit Juni ist der 10 Years Cask Strength mit der streng limitierten Abfüllung 2020 zurück in Deutschland – und heiß begehrt bei allen, die torfige Whiskys lieben. Kein Wunder, steht doch die Rauchigkeit und der medizinisch jodige Touch des Whiskys ziemlich alleine in der Whiskywelt.

Cask Strength – zu deutsch Fassstärke – steht für puren und unverfälschten Geschmack. Nach seiner Reife in den Kellern der Laphroaig Destillerie auf der schottischen Insel Islay wird er direkt aus dem Fass in Flaschen abgefüllt: Unverdünnt und ungefiltert entsteht so Islay Single Malt Genuss in seiner natürlichsten Form.

Durch diese Abfüllung in Fassstärke erhält er seine Geschmacksdichte und Stärke: 60,1 % Alkoholgehalt bergen in sich ein besonders breites Spektrum an Aromen, die über mindestens zehn Jahre in ehemaligen Bourbonfässern aus amerikanischer Eiche gereift sind.

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John Campbell, der Master Distiller von Laphroaig. Bild © Beam Suntory

Bereits die Farbe zeigt seine Intensität: Ein kräftiges, tiefes Gold leitet zu einem vollen Körper, dessen Geschmacksnuancen bei aller Diversität fein abgestimmt harmonieren und einen starken Charakter in bester Tradition der Laphroaig Destillerie aufzeigen:

Er vereint die einzigartigen Torfaromen Laphroaigs mit Nuancen von Seetang. Ein intensives Rauch-Bukett paart sich mit gewisser Süße und medizinischer Note zu einem runden, vollen und intensiven Geschmack. Im Nachklang zeigt er seine ganze Stärke, lang anhaltend und pikant.

Fügt man einige Tropfen Wasser hinzu, so wird sein Geschmack weiter aufgebrochen – und es entsteht eine Veränderung der Aromen hin zu Torfrauch, Meerwind und noch süßeren Nuancen.

„DER BATCH 12 IST GEMACHT FÜR LIEBHABER UNSERER WHISKYS UND ALLE, DIE DEN GANZ BESONDEREN GESCHMACK ENTDECKEN WOLLEN. ER IST AUCH EIN KLEINES DANKESCHÖN AN DIE VIELEN FANS VON LAPHROAIG, DIE UNS TREU UND VOLLER WHISKY-LEIDENSCHAFT BEGLEITEN“,

so Lydia Michel, Marketing Managerin bei Beam Suntory.

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Und die drei Laphroaig 10yo Cask Strength Editions 2020 gewonnen haben:

Conny Naumann aus 91560 Heilsbronn
Peter Schmitz aus 45472 Mülheim an der Ruhr
Simon Flügel aus 63477 Maintal

Wir gratulieren ganz herzlich. Ihr Preis geht Ihnen in den nächsten Tagen per Post durch unseren Gewinnspielpartner Beam Suntory Deutschland zu.

Und falls es diesmal nicht geklappt haben, starten wir gleich heute die nächste Gewinnspielchance, Also bis gleich!

Herzlichst,

Ihr Whiskyexperts-Team

Neue Deutsche Whiskyvideos und Podcasts der Woche (191)


Willkommen zur  191. Folge der Whiskyvideos und Podcasts der Woche. Wie immer bringen wir in ihr Beiträge aus dem deutschen Sprachraum zum „Wasser des Lebens“, die uns von den Vloggern und Podcastern zugesendet wurden. In den Videos werden sowohl neue als auch ältere Abfüllungen verkostet – alles nach dem eigenen Ermessen der Verkoster und ohne kommerziellen Hintergrund.

Die Liste der teilnehmenden Vlogs und Podcasts ist nicht fix: Wenn Sie meinen, dass Ihr Video ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre.

In der Ausgabe 190 finden Sie einen Podcast acht neue Videos:

Podcast We talk MaltsFolge 23: Blindsamples!

The Bourbon Diaries – Woodford Reserve Bourbon US vs. EU

Friendly Mr. Z – Grace O’Malley Pirate Queen Irish Blend

Malt Mariners – Filey Bay Single Malt (England)

Malts And Metal –  Bowmore, 19 Jahre, French Oak Barrique

World Wide Whisky – Glen Moray 12 Jahre

Pat Hock – Aerstone 10yo Sea Cask & Land Cask

https://youtu.be/xFPq6fYcxc4

WhiskyJason – Benriach 12 Jahre alt Sherry Wood

Malte talks Malts – Bruichladdich 2007 / 2017 MPS


Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.

Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu jeweils bis Freitag, 12 Uhr an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!

Gastbeitrag: Treffpunkt Bunker City – ein Besuch bei St. Kilian im Juli 2020 (Teil 2)

Whisky ist immer sehr stark mit den Menschen verbunden, die ihn erzeugen. Ihre Ideen, ihre Erfahrungen prägen seinen Stil ebenso wie es die Brennblasen tun.

Es sind aber nicht nur die im Rampenlicht stehenden Menschen, wie zum Beispiel die Master Blender oder die Distillery Manager – jeder der Mitarbeiter, vom Mash Man bis zum Verantwortlichen für die Lagerhäuser, trägt seinen Teil dazu bei, dass der Whisky einer Brennerei im Idealfall etwas Unverwechselbares wird – oder, wenn es sich um Mitarbeiter des Visitor Centers handelt, der Besuch dort.

Unser Gastautor Stefan Bügler, dem wir schon einen einfühlsamen Artikel über ein Fest bei der Lindores Abbey Distillery, über Glen Scotia (Teil 1 und Teil 2) und einen über Springbank (Teil 1 und Teil 2) verdanken, nimmt sich in seinem vierten Beitrag den Menschen hinter der Brennerei St. Kilian in Unterfranken an. Deutschlands größte Whiskybrennerei konnte schon mit mehreren Abfüllungen Whiskyfreunde überzeugen – und der Blick auf die Menschen, die diese Destillerie mit viel Freude und Einsatz am Laufen halten, zeigt sie als einen wichtigen Faktor dabei.

Den Artikel bringen wir für Sie in zwei Teilen (der erste Teil ist am Freitag erschienen, Sie können ihn hier nachlesen) – und wünschen Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre:


Treffpunkt Bunker City – ein Besuch bei St. Kilian im Juli 2020 (Teil 2)

St. Kilian am Ortseingang von Rüdenau © Stefan Bügler

Jetzt wird die Vision von St. Kilian auch für mich real. Zurück am Ortseingang von Rüdenau deuten auf die größte deutsche Whisky-Brennerei (Jahresproduktion ca. 200.000 LPA) von außen eine kleine Fasspyramide, der „Whisky“-Schornstein und Malzsilos hin. Letztere wurden kürzlich um ein drittes erweitert zur sortenreinen Zwischenlagerung von getorftem Malz, welches mangels deutscher Alternativen von den Glenesk Maltings aus Schottland bezogen wird.

Der erste Blick in das Erdgeschoss der Produktion lässt Erwartungen aufkommen, die auch auf den zweiten Blick nicht enttäuscht werden. Hier wurde nicht gespart, was die Produktionsmittel betrifft und bestätigt die Einstellung von Andi Thümmler: „Qualität durch Qualität.“

Während in neuen Brennereien in Schottland nun häufig CTS Process Mühlen stehen, die natürlich keinesfalls die Robustheit von Porteus oder Boby Mills aufweisen, steht hier Qualitätskraftarbeit aus der Schweiz von Bühler, die sich im Braugewerbe bewährt hat.

Schweizer Kraft: die Malzmühle von Bühler © Stefan Bügler

Mario Rudolf kennt sich dort bestens aus, ist Diplom-Braumeister, hat Brauen und Mälzen bei der Brauerei Schmucker im Odenwald gelernt und zuvor eine Schreinerlehre absolviert. So ist es nicht verwunderlich, dass seine breite Erfahrung bei St. Kilian komplett verbaut ist.

Schon die Tatsache, dass wir uns im Bereich des Lower Tun Rooms aufhalten können, der in Schottland bei Holzwashbacks wegen der CO2-Abgase nicht begehbar ist, zeigt den Vorsprung durch Technik: das CO2 wird komplett durch Rohre nach draußen abgeleitet.

St. Kilian Distillery – Lower Tun Room – copyright Stefan Bügler

Es ist die Spitze des Eisbergs. Hier trifft deutsches Brauerei- und Brennerei High-Tech (Rohrleitungsbau, Messinstrumente, Sicherheitstechnik) auf eine schottische Anlage (Mashtun, Washbacks, Pot Stills). Eine Kombination, die sich sehen lassen kann und mit der Mario Rudolf höchst zufrieden ist:

„Es war für mich schon eine einmalige Chance, hier seit dem Planungsstadium dabei zu sein und die Anlage, sämtliche Gebäudeteile sowie die Besucherräume mit zu gestalten und aufzubauen. Hier steckt sehr viel Herzblut drin – von uns allen – gepaart mit dem Mut von Andi, das Geld für eine bisher einzigartige Brennerei in Deutschland in die Hand zu nehmen.“

In der Tat merkt man das in jedem Winkel von St. Kilian. Vergleiche zu Deanston, halten nur in Bezug auf eine Textilfabrik als vorheriger Nutzer stand und die Anpassung des Equipments an die gegebenen Räumlichkeiten. Letzteres hat sich vor allem auf die Form und Features der Brennblasen ausgewirkt, die einen trotz ihre kleinen gedrungenen Form einen weichen Rohbrand-Charakter erzielen sollen. Der Grundaufbau erinnert eher an die Glengyle Distillery in Campbeltown.

St. Kilian Distillery – Ein Blick in die Produktion – copyright Stefan Bügler

Gleich hinter der Mashtun (Läuterbottich) treffe ich Olli Fink, Brand Ambassor für Deutschlands Norden. Olli selbst ist „Nordisch by Nature“, sehr unaufgeregt aber voll des St. Kilian-Feuers, nebst des gleichnamigen Tatoos auf dem Unterarm.

St. Kilian Distillery – Olli Fink – copyright Stefan Bügler

Meet Olli Fink, Brand Ambassador

Bei St. Kilian seit: Februar 2019

Lieblingsplatz: Die Washbacks aus Oregon Pine, denn ich mag Holz sehr und stelle selbst Möbelstücke aus Paletten und Fassdauben her.

Lieblingsabfüllung:   St. Kilian Ex-Faust Eisbock – 4 Gründe: 1. French Oak, 2. Vorbelegung mit Rémy Martin Cognac, 3. genialer Eisbock, 4. leicht torfiger St. Kilian

Ihm haben es die Washbacks aus Oregon Pine besonders angetan: „Ich mag Holz. Einerseits als wichtige Geschmackskomponente für das „Bier“, welches wir als Ausgangsprodukt für die Destillation brauen. Andererseits stelle ich auch Holzmöbel her. Hinzu kommt der in der Whiskyindustrie ungewöhnliche Ansatz, mit Kühlplatten die Gärtemperatur zu kontrollieren. Ein Produktionsdetail das zeigt, dass bei St. Kilian alles konsequent durchdacht ist. Ich bin schon einige Jahre in der Whiskyindustrie und finde die umfassende Qualitätsphilosophie bei St. Kilian sehr überzeugend und die Ergebnisse spannend.“

St. Kilian Distillery – Washback mit Kühlplatten – copyright Stefan Bügler

Das von Olli angesprochene „Bier“ ist für Mario der qualitative Startpunkt für ein gutes Destillat. „Es hilft nicht, wenn man versucht nur die Maische zu destillieren. Bekommst Du die Gärung (und damit das „Bier“) nicht hin, kannst Du destillieren wie Du willst, es kommt kein guter Malzbrand raus“, sagt er und wendet sich den Brennblasen zu, die wie die zwei Königskinder zwar nebeneinander stehen, aber doch Galaxien entfernt.

St. Kilian Distillery Mario am Safe und Pot Stills copyright Stefan Bügler

Die Spirit Still ist in einem Glaskäfig gefangen, denn St. Kilian ist eine Verschlussbrennerei. Hier wacht der Zoll über jedes Tröpfchen hochprozentigen Alkohols, das produziert wird. Damit der Brand auch möglichst weich wird, ist im Hals der Spirit Still ein seltener Reflux Condenser eingebaut – eine Rohrwendel, die gezielt mit Kühlwasser beschickt wird, um den Rückfluss in die Brennblase zur nochmaligen Destillation exakt zu steuern. Dank Messtechnik geschieht dies via Computer, während Mario den Spirit Safe hinter Glas nur mit manueller „Fernbedienung“ betreibt. Für die Geschmacksprobe kann er jedoch New Make zapfen, der natürlich über einen Zähler geht. Der Zoll grüßt herzlich.

St. Kilian Distillery Reflux-Condenser im Lyne Arm Spirit Pot Still – Copyright St. Kilian Distillers

Der New Make Spirit kommt etwa mit 69% aus der Destillation und wird mit dem Industriestandard 63,5% vol. Alc. nur in die besten Fässer gefüllt, allerdings nicht mehr unter der Aufsicht des Zolls.

Den gereiften Whisky zukünftig zu verkaufen, darauf freut sich Vertriebsleiter Thorsten Manus. Geprägt von der Liebe zu Schottland, Erfahrungen bei einem deutschen unabhängigen Abfüller, einem eigenen Whiskyladen und eigenen Dudelsack Künsten, scheint er die Mizunara-Fässer im Lagerhaus sowie die Vertriebsaufgabe mit Leichtigkeit zu schultern.

St. Kilian Distillery – Thorsten Manus – copyright Stefan Bügler

Meet Thorsten Manus, Head Of Sales

Bei St. Kilian seit: August 2019

Lieblingsplatz: Die Lagerhäuser – dort reift, was ich unseren Fans                                             zukünftig anbiete

Lieblingsabfüllung: St. Kilian Signature Edition FIVE – der ungetorfte Batch aus Virgin Oak Casks versetzt mich durch die Holzaromen sofort ins Lagerhaus.

„Die Vielfalt ist einzigartig bei St. Kilian. So richtig können wir noch von keiner Standardabfüllung reden, sind in der Identitätsfindung wie ein Kind, das sich ausprobiert. Manche Sachen klappen besser als andere, aber wir stehen immer voll hinter den Abfüllungen die wir rausbringen. Den Fehler, sie mit einem 12yo Scotch Single Malt zu vergleichen, darf man jedoch nicht machen. Aber vor der Reihe neuer schottischer Brennereien brauchen wir uns in puncto Geschmack und Qualität keinesfalls verstecken. Ganz im Gegenteil. Davon haben sich viele Leute schon sehr früh überzeugt und sind zu Eignern von 30l-Fässern mit unterschiedlicher Vorbelegung geworden, wahlweise mit un- oder getorftem New Make. Die Besitzer besuchen uns sehr regelmäßig“, sagt Thorsten.

St. Kilian Distillery – Privates Fasslager nebst Preistafel – copyright Stefan Bügler

Im Lagerhaus gibt es umgehend den Beweis: einen Schluck ungetorften Spirit frisch aus dem Mizunara-Fass. Nach etwa 10 Monaten weist dieser schon eine erstaunliche Reife auf. Der New Make-Charakter ist gelben Früchten mit einer leichten Holznote gewichen – eine Aussicht auf ein spannendes Ergebnis in kommenden Jahren.

St. Kilian Distillery – Probenahme in der Brennerei- copyright Stefan Bügler

Nach weiteren Fassproben finden wir uns zum großen Finale: einem tieferen Screening einiger Cask Samples – im Besucher- und Shopbereich wieder. „Horizonterweiterung“, bemerkt Olli trocken – wer aus Schleswig-Holstein kommt, der kennt sich mit Horizonten aus. Natürlich behält er recht.

Die Aufzeichnungen von Mario sind umfassend in Bezug auf die Destillation und die Herkunft der Fässer. Sehr früh hat er sich in die Materie eingearbeitet und verfügt mittlerweile durch direkte Besuche über sehr viele eigene Kontakte für den Fassbezug. Das zahlt sich für das reifende Produkt mehr als aus.

St. Kilian Distillery – Probenahme in der Brennerei- copyright Stefan Bügler

Heute schmecken natürlich manche Samples reifer als andere, aber alle haben sie eine weiß-gelb fruchtige Kraft und eine Qualität, dass sich für mich kaum die Frage des „ob“, sondern vor allem des „wann“ hinsichtlich der Abfüllung stellt.

Die Qualitätsvision „Whisky made in Germany“ von Andi Thümmler ist schon sehr real greifbar.

Das Licht der Abendsonne berührt nur noch wenige Baumwipfel des Tals. Klare Anzeichen für das Ende eines sehr ereignisreichen Tages. Mit St. Kilian habe ich eine deutsche Whisky-Brennerei kennengelernt, die durch Andi’s Investment technisch das Beste vereinigt, was Schottland und Deutschland zu bieten haben.

Mario’s Team produziert daraus einen qualitativ hochwertigen Rohbrand, der nur in die besten Fässer gefüllt wird. Die „Mainside“ bietet mikroklimatisch sehr gute Bedingungen für die Reifung des Whiskys. Die Abfüllungen des gelagerten Rohbrands „Spirit of St. Kilian“ und die derzeitige „Signature“-Reihe mit unterschiedlichen Fassarten sowie in der Brennerei erhältliche Single Casks zeigen klar das Potenzial von St. Kilian. Für Thorsten ist es sicher der „Job of a lifetime“, diesen Stoff zu verkaufen.

St. Kilian – der Schutzpatron der Franken – und seine Gefährten Kolonat und Totnan zogen einst im 7. Jahrhundert aus, um das Frankenland zu missionieren. Andi, Mario und Thorsten sind quasi in ähnlichem Auftrag unterwegs. Vorbehalte gegen jungen und deutschen Whisky wird es zunächst in einer Community geben, die stark schottisch und von 10+ Jahre alten Whiskies geprägt ist. Doch die neuen Brennereien – vor allem in Schottland, England und Japan – machen international jüngere Whiskies derzeit salonfähig. Davon profitiert auch St. Kilian Distillers mit einem zunächst nationalen Ansatz und sehr guten Argumenten im Glas, die auch im Vergleich zu den neuen internationalen Brennereien überzeugen.

Der Wind weht den Duft reifender Fässer zum Abschied herüber. Das zaubert ein Lächeln auf mein Gesicht und die Vorstellung in meinen Kopf, dass sich St. Kilian, Kolonat und Totnan als Engel über dieser Brennerei sehr wohlfühlen. Die Reise nach Franken hat sich für sie nach über 1300 Jahren durch das Angels’ Share der St. Kilian Brennerei endlich gelohnt. Hier verfolgen sie nun die spannende Story von Anfang an.

St. Kilian Distillery – Abendsonne bei St. Kilian – copyright Stefan Bügler

Nur bis Sonntag: Mit Beam Suntory Deutschland 3x den Laphroaig 10yo Cask Strength Edition 2020 gewinnen!

Nur noch heute und morgen, Sonntag können Sie um diese tollen Preise mitspielen: Gemeinsam mit unserem Partner Beam Suntory Deutschland verlosen wir 3x den wunderschönen Laphroaig 10yo Cask Strength Edition 2020 – mit jeder Menge Torf und Wumms für einen Whiskygenuss, wie ihn nur die berühmte Islay-Brennerei bieten kann.

Übrigens: Unsere drei Gewinner – aber nicht nur die – können ihren Laphroaig im August gemeinsam mit Master Distiller John Campbell und US Brand Ambassador Simon Brooking genießen – denn die beiden hosten Mitte August ein großes virtuelles #laphroaiglive Tasting rund um das Thema Fassstärke, zu dem unsere Leser herzlich eingeladen sind. Mehr dazu könnt ihr in Kürze auf der #laphroaiglive Website, im Friends of Laphroaig Newsletter und auf Whiskyexperts erfahren.

Jetzt aber stellen wir Ihnen unsere „rauchigen“ Preise vor und sagen Ihnen, wie sie diese ganz einfach gewinnen können:

Laphroaig 10 Years Cask Strength Edition 2020

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Seit Juni ist der 10 Years Cask Strength mit der streng limitierten Abfüllung 2020 zurück in Deutschland – und heiß begehrt bei allen, die torfige Whiskys lieben. Kein Wunder, steht doch die Rauchigkeit und der medizinisch jodige Touch des Whiskys ziemlich alleine in der Whiskywelt.

Cask Strength – zu deutsch Fassstärke – steht für puren und unverfälschten Geschmack. Nach seiner Reife in den Kellern der Laphroaig Destillerie auf der schottischen Insel Islay wird er direkt aus dem Fass in Flaschen abgefüllt: Unverdünnt und ungefiltert entsteht so Islay Single Malt Genuss in seiner natürlichsten Form.

Durch diese Abfüllung in Fassstärke erhält er seine Geschmacksdichte und Stärke: 60,1 % Alkoholgehalt bergen in sich ein besonders breites Spektrum an Aromen, die über mindestens zehn Jahre in ehemaligen Bourbonfässern aus amerikanischer Eiche gereift sind.

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John Campbell, der Master Distiller von Laphroaig. Bild © Beam Suntory

Bereits die Farbe zeigt seine Intensität: Ein kräftiges, tiefes Gold leitet zu einem vollen Körper, dessen Geschmacksnuancen bei aller Diversität fein abgestimmt harmonieren und einen starken Charakter in bester Tradition der Laphroaig Destillerie aufzeigen:

Er vereint die einzigartigen Torfaromen Laphroaigs mit Nuancen von Seetang. Ein intensives Rauch-Bukett paart sich mit gewisser Süße und medizinischer Note zu einem runden, vollen und intensiven Geschmack. Im Nachklang zeigt er seine ganze Stärke, lang anhaltend und pikant.

Fügt man einige Tropfen Wasser hinzu, so wird sein Geschmack weiter aufgebrochen – und es entsteht eine Veränderung der Aromen hin zu Torfrauch, Meerwind und noch süßeren Nuancen.

„DER BATCH 12 IST GEMACHT FÜR LIEBHABER UNSERER WHISKYS UND ALLE, DIE DEN GANZ BESONDEREN GESCHMACK ENTDECKEN WOLLEN. ER IST AUCH EIN KLEINES DANKESCHÖN AN DIE VIELEN FANS VON LAPHROAIG, DIE UNS TREU UND VOLLER WHISKY-LEIDENSCHAFT BEGLEITEN“,

so Lydia Michel, Marketing Managerin bei Beam Suntory.

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Und so gewinnen Sie einen der drei Laphroaig 10yo Cask Strength Editions 2020:

1. Schreiben Sie uns in einem Satz, was Sie beim ersten Schluck Laphroaig empfinden

2. Die Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff „Laphroaig“!

Unter allen Einsendungen mit einer Antwort und dem richtigen Betreff, die uns bis 2. August 2020, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinnerin oder den Gewinner der Preise und geben sie am 3. August 2020 bekannt. Die Gewinne werden durch unseren Partner Beam Suntory Deutschland versendet.

Pro Haushalt ist nur eine Teilnahmemail möglich!

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Teilnahmebedingungen:

Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt, die Gewinnfrage richtig beantwortet und seine Antwort mit dem Betreff „Laphroaig“ einsendet sowie das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 2. August 2020, 23:59 Uhr. Die Gewinner*innen werden am 3. August 2020 auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts und Beam Suntory Deutschland sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Gewinn wird von Beam Suntory Deutschland versendet, wir übermitteln dafür die Gewinneradressen an das Unternehmen. Diese Daten werden dort wie alle Adressdaten bei uns nach Abschluss des Gewinnspiels sofort und unwiederbringlich gelöscht.

Hinweis zum Datenschutz: Wir erheben nur jene Daten von Teilnehmern, die für die Abwicklung des Gewinnspiels nötig sind (Name, email-Adresse und Postanschrift). Alle in diesem Zusammenhang erhobenen Daten werden nach Abschluss des Gewinnspiels und der erfolgreichen Versendung des Preises ausnahmslos gelöscht und weder für unsere Zwecke weiterverwendet noch an Dritte weitergegeben. Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden – und geben uns auch die Erlaubnis, Ihren Namen und Wohnort im Falle des Gewinns auf unserer Seite veröffentlichen zu dürfen. 

Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen!

Herzlichst,

Ihr Whiskyexperts-Team

Fremde Federn (108): Verkostungsnotizen deutschsprachiger Blogger

Jede Woche erscheinen viele neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den Abertausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt?

Blogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann.

„Fremde Federn“ stellt Ihnen schon in der 108. Folge Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor, die uns von ihnen zugesendet wurden. Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.

Hier sind die Tasting Notes jener Blogger, die uns für die aktuelle Ausgabe ihre Links gesendet haben:

Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen (die ohnehin meist nicht einheitlich ist 😉 ). Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!


Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.

Whiskyfun: Angus verkostet Highland Park x10

Zehn Abfüllungen aus der Destillerie Highland Park hat Angus MacRaild bei seiner Verkostung auf Whiskyfun heute im Glas, und ohne Ausnahme scheinen diese zehn Whiskys in der Verkostung recht vergnüglich gewesen zu sein:

  • Highland Park 18 yo (43%, OB, 1990s): 92 Punkte
  • Highland Park 19 yo 1985/2005 (54%, Signatory Vintage ‘Cask Strength Collection, cask #2911, hogshead, 296 bottles): 87 Punkte
  • Highland Park 15 yo 2002/2017 (56.9%, OB for NOR’EASTER, cask #3249, refill sherry butt, 546 bottles): 90 Punkte
  • Highland Park 15 yo 2002/2018 (58.3%, OB for HKexcl, cask #2123, 1st fill American oak sherry butt, 523 bottles): 89 Punkte
  • Highland Park 14 yo 2003/2018 (59%, OB for Sweden ‘Ltd Edition 2018: 1’, cask #6147, 1st fill European oak sherry butt, 575 bottles): 88 Punkte
  • Highland Park 15 yo 2003/2018 (59.9%, OB for Sweden ‘Ltd Edition 2018: 2’, cask #4462, 1st fill American oak sherry puncheon, 600 bottles): 89 Punkte
  • Highland Park 12 yo 2004/2017 (65.3%, OB for BevMo!, cask #6737, 1st fill European oak sherry butt, 360 bottles): 87 Punkte
  • Highland Park 13 yo 2004/2018 (63.5%, OB for Glasgow Airport Duty Free, cask #6569, refill butt, 660 bottles); 87 Punkte
  • Highland Park 13 yo 2004/2018 (64.9%, OB for Duty Zero Hong Kong, cask #5424, refill butt, 644 bottles) : 90 Punkte
  • Highland Park 13 yo 2004/2018 (65.4%, OB for Vinothek Massen – Luxembourg, cask #5975, refill butt, 619 bottles): 85 Punkte

Whisky des Monats August 2020: Dingle Single Malt 5th Small Batch Release

Limitiert! Dieser kleine Zusatz hat sich zum Zauberwort im Whisk(e)y-Handel entwickelt. Die Aussicht auf eine vermeintliche Exklusivität lässt Augen und Preise größer werden. Bei unserer regelmäßigen Suche nach der monatlichen Genuss-Empfehlung aus der Redaktion ist eine eingeschränkte Verfügbarkeit allerdings ein Ausschlusskriterium. Und eine uns nicht überzeugende Qualität und ein ambitionierter Preis sind es ebenso. Im August finden wir unseren Kandidaten, der den Kriterien unseres Dreiklangs Qualität-Verfügbarkeit-Preis entspricht, auf der Grünen Insel. Doch drücken wir beim Kriterium der Verfügbarkeit in diesem Monat ein Auge zu und wählen eine limitierte Abfüllung. Denn unser Whisky des Monats im August ist das Dingle Single Malt 5th Small Batch Release.

Limitiert: Begrenzte Verfügbarkeit oder hohe Exklusivität?

Was ließe es sich trefflich über das kleine Wörtchen ‚Limitiert‘ philosophieren! Abseits von Zeit und Raum unterliegt möglicherweise alles einer Limitierung. Doch sicher sein können wir uns hier nicht. Auch in unserer kleinen, beschaulichen Whisk(e)y-Welt sind wir nicht in der Lage, mit Sicherheit zu behaupten, welche Abfüllung ein Label ‚Limitiert‘ tragen darf. Oder sogar tragen muss. Oder sich auf keinen Fall damit schmücken sollte.

Bei manchen Bottlings ist die begrenzte Verfügbarkeit explizit und auffällig ausgewiesen. Manches mal nur mit einem leichten Hinweis auf eine beschränkte Flaschenanzahl. In einigen Fällen ist diese exakte Zahl der abgefüllten Flaschen auch im Kleingedruckten zu lesen. Und bei wenigen Abfüllungen dokumentiert eine (möglicherweise auch noch per Hand geschriebene) Flaschennummer auch noch den eigenen Platz im Ranking der Exklusivität.

Welchen Exklusivität hat eine nummerierte Flasche aus einem Batch, welches 30.000 Bottles umfasst? Können wir hier noch von ‚Limitiert‘ sprechen? In diesem Monat küren wir die fünfte Ausgabe der Dingle Single Malt Small Batch Releases zu unserem Whiskey des Monats und verneinen somit diese Frage. Möglicherweise wählen wir zu einem anderen Zeitpunkt einmal die andere Option der Beantwortung. Denn im August 2020 berücksichtigen wir zusätzlich, dass eine Brennerei, die am 19. Dezember 2012 ihr erstes Fass abfüllen konnte, nur ‚Limitiert‘ abfüllen und veröffentlichen kann. ‚Limitiert‘ ist hier also keine künstliche Verknappung zum jetzigen Zeitpunkt, sondern in der bisherigen Geschichte der Destillerie verankert.

Dreifach gebrannt im County Kerry

Anders als manche der neuen irischen Brennereien, füllt The Dingle Whiskey Distillery im Süd-Westen Irlands, im County Kerry, nur ihren eigenen Spirit in ihre eigenen Flaschen. Sie stellen (neben Vodka und Gin) sowohl Single Malt Whiskey als auch Single Pot Still Whiskey her. Beide Varianten sind klassisch-irisch dreifach destilliert. Und es dauerte dann natürlich auch diese berühmten drei Jahre und einen Tag, die in Irland nötig sind, bis die Brennerei aus Dingle zum ersten Mal eine Flasche Whiskey in und mit ihrem Namen abfüllen durfte. Ihr Fass Nr. 2 ergab 252, mit 60,8 % Vol. in Fassstärke abgefüllte Flaschen.

The Dingle Small Batch Releases

Schon im Folgejahr erschien die erste Ausgabe ihrer Small Batch Releases. Das Konzept hinter den Releases bleibt bis heute unverändert: In natürlicher Farbe und ohne Kühlfiltrierung bilden zwei in unterschiedlicher Alkoholstärke abgefüllte Bottlings ein Small Batch Release. Der in Fassstärke abgefüllte Teil ist auf 500 Flaschen limitiert, der mit 46,5 % Vol. befüllte Teil kommt in einer deutlich höheren Auflage daher. Mittlerweile sind es bekanntlich 30.000 Flaschen, wir erwähnten dies ja bereits.

Bourbon, Pedro Ximénez und Madeira Fässer miteinander vermählt

Für die aktuelle Nummer 5 ihrer Small Batch Releases wählte die Dingle Distillery aus ihrem gut gefüllten Fasslager Bourbon, Pedro Ximénez und Madeira Fässer aus und vermählte diese miteinander. Auf die Bourbonfässer entfallen 45 % stellen, den gleichen Anteil nimmt der Pedro Ximénez ein. Die verbleibenden 10% stehen den Madeira-Fässern zur Verfügung. Dingle Single Malt 5th Small Batch Release finden wir im stationären wie digitalen Fachhandel zu einem Preis von etwas mehr als 60 €.

Das mag preislich ein wenig höher als sonst an dieser Stelle gewohnt sein. Doch wer Interesse an der dynamische Szene der neuen irischen Destillerien hat, erhält hier einen fein komponierten und ausgewogenen Irish Whiskey. Neben ihren dreifach destillierten Single Malts kommen aus der Dingle Whiskey Distillery auch noch der typisch-irische Single Pot Still Whiskeys. Dieser wird ebenfalls in Batches veröffentlicht. Allerdings ist Batchgröße hier deutlich kleiner. Vom aktuellen Dingle Third Single Pot Still Release sind 3.400 Flaschen verfügbar. Allerdings bewegen wir uns preislich dagegen mit knapp 100 € auch in einer höheren Region.

Wer möchte über die Destillerie am Rande des beschaulichen Ortes Dingle erfahren möchte: Vor knapp einem Jahr bot sich uns die Gelegenheit, die Dingle Whiskey Distillery zu besuchen. Den Bericht zu unserem Besuch finden Sie hier, eine fotografische Führung durch die Brennerei hier.