Die Wiederbelebung der Destillerie Coleburn schreitet voran – 2025 soll wieder Whisky produziert werden

Im Jahr 2016 haben wir über Pläne berichtet, die 1985 geschlossene Destillerie Coleburn wiederzubeleben, im Rahmen eines Projekts, das das Gelände zum Whisky-Erlebniszentrum ausbauen soll. 2017 konnten wir darüber berichten, dass eine Baugenehmigung knapp vor der Erteilung stehen könnte. Und dann wurde es still um das Projekt.

Nun aber gibt es, dank eines Artikels in Press & Journal, wieder Neues zu berichten: Dale und Mark Winchester haben den Gedanken, das Areal mit einem 5 Stern Hotel, einem Spa und weiteren Attraktionen auszustatten und Coleburn wieder funktionsfähig zu machen, stetig, aber leise weiterverfolgt. Man sammelt Geld für das Projekt, das man ohne Fremdunterstützung durchziehen will, zum Beispiel durch Vermietung der Lagerhallen der Destillerie an unabhängige Abfüller (Murray McDavid) oder Abfüllservices sowie durch eigene Fässer.

Laut den Brüdern hätte man den Komplex bereits mehrmals verkaufen können, aber will das nicht tun, sondern den Plan, den amn schon 2016 hatte, Zug um Zug umsetzen. Beginnen will man mit einem Bistro mit 60 Plätzen, das in einem bislang ungenutzen Schweinestall am Gelände eingerichtet werden soll. Geplantes Datum der Eröffnung: Sommer 2024.

Das Gebäude mit dem Pagodendach der Destillerie wird im Verlauf von 2024 zu einem dreistöckigen Penthaus ausgebaut. Zudem wird man neue Lagerhäuser bauen und die eigene Whiskymarke auf den Markt bringen. Und, das überrascht ein wenig wegen des ambitionierten Zeitplans: 2025 soll Coleburn wieder Whisky produzieren.

Auch die Pläne für das Hotel, wenn auch etwas abgeändert, werden weiter verfolgt. Nun soll es auch Lodges am Gelände geben – und vom achtstöckigen Bau ist man abgerückt und will sich jetzt an die bestehenden Gebäude anpassen.

Bilder und mehr Infos finden Sie im Originalartikel auf Press and Journal.

Whisky im Bild: 28 Außenaufnahmen von Glenfiddich und Kininvie

zum letzten Mal in der Zeit zwischen den Feiertagen sind wir mit Jochen Wied von Joe’s Tastings  durch Schottland unterwegs. In den Tagen, wenn die News nur spärlich bei uns in der Redaktion eintreffen, bleibt Zeit und Muße für An- und Einsichten.

Diesmal geht es zu Glenfiddich und der auf dem Gelände gelegenen Brennerei Kininvie. Beide stehen im Besitz der Grant-Familie, Glenfiddich wurde 1888 gegründet, Kininvie erst 1990 gebaut. Mit 10 Millionen Litern Produktionsvolumen zählt Glenfiddich zu den Giganten in Schottland, was die Malt Whisky Produktion betrifft (Grain Distilleries produzieren dank kontinuierlicher Destillation ungleich mehr), Kininvie ist nur halb so groß, mit 4,8 Millionen Litern, die aber fast zur Gänze in die Blend-Produktion gehen, aber dennoch kein David unter Goliaths.

Von beiden Destillerien zeigen wir Ihnen heute mit Jochen Wied Außenaufnahmen, die letzten drei der 28 Bilder zeigen die nicht öffentlich zugängliche Destillerie Kininvie – wir wünschen viel Vergnügen damit!

Alle Bilder Copyright Jochen Wied

Heriot-Watt University in Edinburgh entwickelt Verfahren, um Wasserstoff aus Abwasser von Destillerien zu gewinnen

Energie-Effizienz ist ein großes Thema in der Whiskybranche – und besonders, seit die Preise für Energie und damit die Produktion in lichte Höhen geschossen sind. Für die Destillation wird ja jede Menge Hitze benötigt, und die lässt sich nur mit viel Energieeinsatz gewinnen.

Forscher der Heriot-Watt Universität in Edinburgh haben nun ein Verfahren entwickelt, das es erstmal ermöglicht, Wasserstoff aus Abwasser von Brennereien zu gewinnen. Man braucht normalerweise neun Kilo sauberes Wasser, um daraus ein Kilo Hydrogen gewinnen zu können – momentan werden dazu ca. 20.5 Milliarden Liter Wasser pro Jahr verbraucht.

Mit dem neuen Verfahren, das mit einem Team rund um Dr. Sudhagar Pitchaimuthu entwickelt worden ist, soll es möglich sein, zumindest einen Teil der 1 Milliarde Liter Abwasser, das in Schottland bei der Whiskyproduktion entsteht, Wasserstoff zu gewinnen. Dazu filtert man mittels eines Nanofilters Verunreinigungen aus dem Abwasser aus der Whiskyproduktion heraus und kann es danach als sauberes Wasser in der Wasserstofferzeugung verwenden. Dabei kann sogar etwas mehr Wasserstoff als bei „normalem“ Wasser gewonnen werden.

Die neue Methode hilft aber nicht bei der Energieerzeugung: Weil man nun auch Abwasser nach der Reinigung durch das Filtermaterial (Nickelselenid, mit einer Größe von 1/10000stel des Durchmessers eines menschlichen Haars) nutzen kann, bleiben die natürlichen Ressourcen an sauberem Trinkwasser, die dadurch ersetzt werden, uangetastet.

Das Wasser, das im Mash Tun verwendet wird, ist nun nach Reinigung auch für Energieerzeugung nutzbar. Bild: Blick in den Mash Tun der Speyside Distillery. Von Jochen Wied, Joe’s Tastings

Serge verkostet: Whisky aus Australien und Frankreich

In der heutigen Verkostung von Serge geht es zum ersten Mal auf eine kleine Weltreise, was die Herkunft der Whiskys betrifft (und sicher nicht das letzte Mal). Konkret verkostet er sechs Whiskys aus Frankreich und Australien, wobei die Franzosen in dieser Verkostung die Nase insgesamt deutlich vorne haben.

Die Punktewertungen der Verkostung sehen Sie wie immer in unserer Tabelle:

AbfüllungPunkte

Bache-Gabrielsen 5 yo ‚BGW Batch #1‘ (41%, OB, France, single malt, 3,000 bottles, 2022)80
Armorik 14 yo 2008/2023 (58%, OB, France, LMDW New Vibrations, Spanish oak sherry, cask #3339, 244 bottles)89
Kornog 10 yo 2012/2023 ‚Le Poids d’un Nuage‘ (58.5%, La Maison du Whisky, Ex Libris, 2nd-fill bourbon)90
Spirit Thief ‚Distiller’s Cabernet Select‘ (46%, OB, Tasmania, 2023)76
Spirit Thief ‚American Oak Shiraz‘ (48.3%, OB, Tasmania, 2023)82
Hellyers Road 6 yo 2012/2023 (67.6%, OB, Tasmania, Peated, LMDW New Vibrations, cask #16322,02)89

Ardbeg All Islay Fund gibt weitere 200.000 Pfund für Umwelt- und Gemeinschaftsprojekte auf Islay frei

Nach dem Rekordverkauf eines Fasses Ardbeg (das Fass Nr. 3) um 16 Millionen Pfund im Jahr 2022 (wir berichteten darüber hier) um 16 Millionen Pfund gründete die Destillerie den Ardbeg All Islay Fund und dotierte ihn mit 1 Million Pfund. Er hat schon in diesem Jahr 200.000 Pfund an Projekte auf Islay gegeben.

Die Unterstützung wurde nach der Sichtung von allen Bewerbungen 2023 an 28 Organisationen verteilt, darunter zum Beispiel das Islay Book Festival oder der Bowmore Lunch Club.

Jetzt entnimmt man ihm nochmals 200.000 Pfund und unterstützt damit in den nächsten fünf Jahren wieder Umwelt- und Gemeinschaftsprojekte auf Islay, so wie im ersten Jahr in Zusammenarbeit mit South Islay Development (SID). Das Geld wird ab Frühjahr 2024 vergeben, und wiederum fordert man lokale Organisationen auf, sich um die Zuwendungen mit Projekten zu bewerben.

Über die Verteilung entscheidet ein Gremium, dem zwei SID-Direktoren, ein Mitglied der Glenmorangie Company und fünf Vertreter der lokalen Gemeinden besteht.

Caspar MacRae, CEO der Glenmorangie Company, sagte dazu:

“We’re delighted to see so many members of the Islay community enjoying the benefits of The Ardbeg All Islay Fund in its first year. It’s great that it’s already making a real difference to life on the island.”

Benromach verhilft Gordon & MacPhail zu 24% mehr Umsatz

Die Destillerie Benromach in der Speyside, im Besitz von Gordon & MacPhail, hat – wie jetzt bekanntgegeben – im abgelaufenen Finanzjahr, das allerdings laut dem Bericht in der Forres Gazette bereits Ende Februar 2023 endete, Umsatz und Volumen um 9,5 Prozent und 14,5 Prozent gesteigert.

Auch Gordon & MacPhail konnte in diesem Zeitraum deutliche Zuwächse verbuchen, und das nicht zuletzt durch die Veröffentlichung des Gordon & MacPhail 80 Years Old (wir berichteten über dessen Launch hier).

“It is pleasing to see the business have such a strong financial year, with the contribution of Gordon & MacPhail Generations 80 Years Old and the ongoing growth of Benromach. Over the last few months we have evolved our business, delivering on our strategic plan to focus on the company’s own brands.”

Ewen Mackintosh, Managing director at Gordon & MacPhail

Gordon & MacPhail hat im abgelaufenen Finanzjahr 24% mehr Umsatz gemacht, nämlich 46,5 Millionen Pfund und erreichte dabei eine Steigerung des Vorsteuergewinns von 10,4 Millionen auf 17,4 Millionen Pfund.

Gordon & MacPhail besitzt neben der Destillerie Benromach auch die neu gebaute Cairn Distillery. Aus dem Geschäft mit dem Ankauf von New Make anderer Destillerien als unabhängiger Abfüller hat man sich im Vorjahr wegen des Auslaufens vieler Verträge zurückgezogen (unser Bericht dazu hier), wird aber dank jeder Menge Fässer in den eigenen Lagern sicher noch über Jahrzehnte neue Abfüllungen veröffentlichen.

Whisky im Bild: 59 Bilder der Destillerie Knockdhu

Auch Anfang 2024 sind wir mit Jochen Wied von Joe’s Tastings  durch Schottland unterwegs. Mit seinen Bildern füllen wir die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr, wenn die News etwas spärlicher eintröpfeln.

Eine Megapackung interessanter Ansichten haben wir heute für Sie: Die Destillerie Knockdhu ist der Produzent der Single Malts unter dem Namen anCnoc (früher trugen sie den Namen der Destillerie, aber das wurde nach einer Vereinbarung mit der Brennerei Knockando geändert). Gegründet wurde sie 1897, und zur Zeit steht sie im Besitz von Inver House Distillers und gehört damit zur Gruppe mit Pulteney, Balblair sowie Balmenach und Speyburn.

Gerade weil Knockdhu nicht zu den meistbesuchten Brennereien in Schottland zählt, sind die Eindrücke von Jochen Wied von dort so interessant. Gleich 59 Bilder von dort können wir Ihnen heute präsentieren – wir wünschen viel Vergnügen damit!

Alle Bilder Copyright Jochen Wied

Serge verkostet: Talisker x2

Die Talisker Special Release 2023 und ein unabhängiger Talisker betreten heute den Ring, um von Serge Valentin verkostet zu werden. Beide sind 12 Jahre alt, beide offensichtlich fassstark (also nicht vor dem Abfüllen mit Wasser verdünnt) – und beide werden mit geringem Abstand zueinander von Serge in sein Herz geschlossen – der Unabhängige von Douglas Laing, den man dort für das Waldhaus am See in der Schweiz abgefüllt hat, mit einem satten 90er hat dabei die Nase leicht vorne.

Insgesamt merkt Serge an, dass beide Abfüllungen beweisen, dass sich Talisker in der letzten Zeit immer mehr der torfigen Seite zuneigt…

Die Tabelle zur Verkostung nachstehend:

AbfüllungPunkte

Talisker 12 yo 2011/2023 (56.3%, Douglas Laing, Single Minded for World of Whisky Waldhaus am See, Claudio Bernasconi ‚The Experience‘, refill hogshead, cask #DL17878, 159 bottles)90 
Talisker 12 yo ‚The Wild Explorador‘ (59.7%, OB, Special Release 2023, White, Tawny and Ruby Port Finish)88

Video: Lars Fischer – Die Wissenschaft vom Whisky

Lars Fischer unterhält den sehr informativen Youtube-Kanal „Wir werden alle sterben„, auf dem er sich mit wissenschaftlichen Themen auseinandersetzt. Auf dem Channel des CCC (Chaos Computer Club) auf Youtube wurde vorgestern ein Video mit dem Titel „FireShonks 2023 – Die Wissenschaft vom Whisky“ veröffentlicht, in dem sich Lars Fischer intensiv mit diesen beiden Aspekten des Whiskys auseinandersetzt. Der knapp 50 Minuten lange Vortrag wird danach von einer kurzen Diskussion zu weiteren Fragen rund um Whisky ergänzt.

Wir wünschen Ihnen informative Unterhaltung mit diesem Video:

Neues bei Kirsch Import: Glencadam Limited Releases, Millstone Tulip, drei Japaner und Compass Box Duality (Ardbeg & Bimber)

2024 beginnt gleich mit einer vollen Ladung von neuen Whiskys von Kirsch Import – neben zwei neuen Limited Editions aus Glencadam und drei neuen japanischen Whiskys findet sich auch ein heavily peated Whisky aus dem Oloroso-Fass von Millstone aus der Zuidam Distillery – und der spannende Compass Box Duality, in dem sich Bimber und Ardbeg vereinen.

Hier alles über die Abfüllungen, die Sie bereits in Bälde bei ihren Fachhändler in Deutschland und jetzt auch in Österreich finden können:

Externer TextInhalt verantwortet das Unternehmen

Schwarzwälder Kirschtorte, Karamellcreme & Kaffee: Vollmundig genießen mit Limited Releases von Glencadam

So klein und geheim die Glencadam Distillery auch ist: Ihre Range sorgt für Abwechslung. Rund 180 Jahre mussten Feinschmecker auf Originalabfüllungen der Brennerei aus den East Highlands warten. Die bis zu 38 Jahre alten Whiskys entstehen wie zu Glencadams Gründerzeit in zwei Pot Stills aus Kupfer. Aufgrund ihrer Bauweise erzeugen sie eine zarte und weiche Spirituose, die im traditionellen Dunnage-Warehouse in einer Vielzahl an hochwertigen Fässern reift.

Die Limited Releases der Brennerei demonstrieren den komplexen Einfluss von Butts, Barrels und Co. auf Glencadam Whisky.

Für den Glencadam 17 y.o. Reserva PX baute Master Distiller Robert Fleming seinen Single Malt in kleinen Pedro Ximénez Sherry Quarter Casks aus – und erschuf ein Erlebnis, das mit üppigen Noten von Schwarzwälder Kirschtorte, Kaffee, dunklen Beerenfrüchten und Datteln die dunkle Jahreszeit versüßt.

Likörweinfässer der portugiesischen Insel Madeira veredelten den Glencadam 15 y.o. Reserva de Madeira. Aus insgesamt 5.826 individuell nummerierten Flaschen ergießt sich ein köstlicher Single Malt mit mundfüllenden Schichten von Pfirsichkuchen, Sirup und Karamellcreme sowie gerösteten Walnüssen, Pralinen und kandierten Fruchtschalen ins Nosingglas.

Glencadam 17 y.o. Reserva PX – Limited 2006 Edition
Highland Single Malt Scotch Whisky

17 Jahre
Dest. 2006
Abgef. 2023
Herkunft: Schottland, Highlands
Fasstyp: American Oak Bourbon Casks, Pedro Ximénez Sherry Quarter Casks (Finish)
4.188 Flaschen (insgesamt)
46% vol.
0,7 Liter
Nicht kühlfiltriert
Nicht gefärbt

Tasting Notes:
 
Nase: Üppige Aromen von Sticky Toffee Pudding, Schwarzkirschen, Salzkaramell und Ahornsirup, vermischt mit dunklen Beerenfrüchten und Kakaopulver.
 
Gaumen: Üppige Schichten von Schwarzwälder Kirschtorte, Lakritze mit schwarzen Johannisbeeren, Cappuccino und Crème Karamell, gepaart mit Datteln, Pflaumen und süßen Gewürzen.
 
Nachklang: Schokoladen-Kirsch-Likör, Tarte mit Mandelcreme (Frangipane) und Rosinen gehen über in Espresso und behagliche Kuchengewürze

Glencadam 15 y.o. Reserva de Madeira – Limited 2008 Edition
Highland Single Malt Scotch Whisky

15 Jahre
Dest. 2008
Abgef. 2023
Herkunft: Schottland, Highlands
Fasstyp: American Oak Bourbon Casks, Madeira Wine Casks (Finish)
5.826 Flaschen (insgesamt)
46% vol.
0,7 Liter
Nicht kühlfiltriert
Nicht gefärbt

Tasting Notes:

Nase: Einladende Aromen von Karamell und Ingwerkeksen, gemischt mit karamellisierten Pekannüssen, getrockneter Ananas und Backgewürzen.

Gaumen: Mundfüllende Schichten von Pfirsichkuchen, Sirup und Karamellcreme, vermählt mit gerösteten Walnüssen, Pralinen und kandierten Fruchtschalen.

Nachklang: Eindrücke von Branntweinbutter, Honigkuchen und gesalzenem Karamell, die einen Hauch von dunkler Schokolade und Zimt hinterlassen.

Die Dutch Tulip Collection gedeiht: Heavily Peated Single Cask – nur für Kirsch-Kunden

1975 gegründet, sind die Zuidam Distillers eine der letzten unabhängigen Destillerien der Niederlande, die nach dem „farm to glass“-Prinzip arbeitet. Mit sympathischem Understatement brennt Patrick van Zuidam in zweiter Generation nicht nur erfolgreich Genever und Gin, sondern auch Whisky aus eigenem Getreide. Dieses wird – typisch niederländisch – in Mühlen gemahlen. Millstone heißt entsprechend die Whisky-Marke der Zuidam Distillers.
 
Zum zweiten Mal haben die Niederländer ein exklusives Single Cask für den deutschen Markt abgefüllt. Dafür fiel unsere Wahl auf ein First Fill Oloroso Sherry Butt, befüllt mit überdurchschnittlich lang fermentiertem, stark getorftem Malt Whisky.

Der Millstone Peated Oloroso Cask 2017/2023 vermählt tiefe, dunkle Noten von Früchten, nussige Anklänge und weichen, kräftigen Rauch bei 53,6% vol. Cask Strength. Die 637 Flaschen sind einer weiteren Ikone unseres Nachbarlandes gewidmet: der Tulpe.

Millstone Peated Oloroso Cask 2017/2023 – Dutch Tulip Collection No.2
Zuidam Distillers Dutch Single Malt Whisky
Selected for you by Kirsch Import

6 Jahre
Dest. 11/05/2017
Abgef. 14/11/2023
Herkunft: Niederlande
Fasstyp: First Fill Oloroso Sherry Butt
Fassnr: 17B065
637 Flaschen
53,6% vol. Cask Strength
0,7 Liter
Nicht kühlfiltriert
Nicht gefärbt

Japanische Raritäten: Single und Blended Malts von Mars

Zwei Destillerien, drei Fasslager, eine Marke: Mars destilliert hochwertige Single und Blended Malts – und spielt mit den Einflüssen dreier verschiedener Klimazonen Japans. Eine Kombination, die Mars in die Lage versetzt, immer wieder neue Whiskys hervorzubringen, die in ihrer Komplexität zu überraschen wissen.

Die Mars Tsunuki – 2023 Edition stammt vollständig aus der Tsunuki Destillerie. Erst 2016 im bis zu 36°C warmen, subtropischen Süden des Landes eröffnet, wurde die Anlage zunächst hauptsächlich zur Reifung genutzt. Tsunuki-Abfüllungen sind daher rar. Der gefragte Nachschub reifte rund sechs Jahre in Bourbon Barrels und balanciert bei 50% vol. Marmelade, Honig, subtilen Rauch und Zitrusnoten.

Mars The Y.A. #1 vereinte erstmals alle drei Mars-Standorte in einem Whisky. Der neue Mars The Y.A. #2 ebenso – allerdings als getorfte Variante. Der Blended Malt vereint rauchige Single Malts der Brennereien Shinshu und Tsunuki und wurde auf der tropischen Insel Yakushima gereift (Y.A. = Yakushima Aging). Das Resultat? Ein Erlebnis wie die Insel selbst, aus sonnengereiften Früchten, Meeresluft und weichem Rauch.

Der Mars Maltage Cosmo Wine Cask Finish ist eine limitierte Version der beliebten Standardabfüllung Cosmo. Der bernsteinfarbene Blended Malt Whisky aus japanischem und schottischem Single Malt wurde in Rotweinfässern aus dem eigenen japanischen Weingut veredelt. Einige dieser Malts lagerten dabei mehr als zwei Jahre lang in den Wine Casks. Neben der runden und angenehmen Honigsüße des Cosmo entfalten sich so würzige und dunkle Fruchtnoten sowie Tannine.

Mars Tsunuki – 2023 Edition
Single Malt Japanese Whisky

Herkunft: Japan
Fasstyp: v.a. First & Second Fill Bourbon Barrels
50% vol.
0,7 Liter
Nicht kühlfiltriert
Nicht gefärbt

Mars The Y.A. #2 – Peated
Blended Malt Japanese Whisky

Herkunft: Japan
Fasstyp: v.a. Bourbon Barrels
49% vol.
0,7 Liter
Nicht kühlfiltriert
Nicht gefärbt

Mars Maltage Cosmo – Wine Cask Finish
Blended Malt Whisky

Herkunft: Japan
Fasstyp: Japanese Wine Casks (Finish)
43% vol.
0,7 Liter
Nicht kühlfiltriert
Nicht gefärbt

Doppelt gut: Compass Box Duality vereint Bimber & Ardbeg

Blended Whisky befindet sich im Wandel. „Whiskymaker“ wie Compass Box räumen mit dem Image der Kategorie auf, heben sie mit Perfektionismus und Transparenz auf das Qualitätsniveau von Single Malt – und darüber hinaus. John Glaser und Team erschaffen Texturen und Aromen, die ein einzelner Whisky oft nicht erreichen kann. Ihre Luxus-Blends komponieren sie aus hochqualitativen Single Malt und Single Grain Whiskys aus dem eigenen Fasslager in Schottland.

Mit Duality wirft Compass Box einen Blick über den schottischen Tellerrand. Der Blended Malt entstand in Kooperation mit der Bimber Distillery aus London und belebt die uralte schottische Whiskytradition des Fasswechsels wieder: In Pedro Ximénez „seasoned“ Hogsheads gereifter Single Malt von Bimber wurde von Compass Box mit intensiv rauchigem „teaspooned“ Single Malt von Ardbeg kombiniert. Im Austausch erhielt Bimber Glendullan Single Malt aus Sherryfässern, den die Londoner mit ihrem Torf-Whisky vereinten.

Torf, Salzkaramell, Mango, Rosinen und Honig: Duality feiert den Kontrast zwischen England und Schottland, Peat und Sherry, Jugend und Alter – und richtet sich an alle, die Whiskys mit Textur, Dichte und Komplexität lieben.

Duality
Compass Box Blended Malt Whisky

Herkunft: Schottland, England
Zusammensetzung: „Teaspooned” Islay Blended Malt (Ardbeg) (60%), Bimber Single Malt (40%)
Fasstyp: Recharred Bourbon Barrels, Refill Bourbon Barrels, Pedro Ximénez „seasoned“ Hogsheads
1.050 Flaschen (insgesamt)
52% vol.
0,7 Liter
Nicht kühlfiltriert
Nicht gefärbt

TTB-Neuheit: Lochlea 5yo

Wie schnell die Zeit doch vergeht, kann man in der us-amerikanischen TTB-Datenbank an einem der neuesten Einträge sehen: Die Lochlea Distillery in den schottischen Lowlands, unter der Leitung von ex-Laphroaig Distillery Manager John Campbell, wird in naher Zukunft den Lochlea 5yo auf den Markt bringen, die natürlich bislang älteste Abfüllung aus der kleinen, aber feinen Destillerie. Mit 50% vol. Alkoholstärke abgefüllt, und wie man auf dem Rückseitenetikett nachlesen kann, sind 2 der fünf verwendeten Fässer aus dem ersten Fassbefüllungs-Run der Brennerei im August 2018!

Die Tasting Notes grob übersetzt: Rote Trauben, Rosinen und Zitronenzesten, danach kandierter Birnenkuchen, und ein Finish mit schwarzem Pfeffer und Rosenblüten.

Hier die Label dazu:

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf. 

Whisky im Bild: 33 Bilder aus Glenallachie

Auch Anfang 2024 sind wir mit Jochen Wied von Joe’s Tastings  durch Schottland unterwegs. Mit seinen Bildern füllen wir die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr, wenn die News etwas spärlicher eintröpfeln.

Heute geht es wieder in die Speyside, zur Brennerei Glenallachie, dem neuen „Spielzeug“ von Whiskylegende Billy Walker. Er hat sie vor einigen Jahren von Chivas Brothers gekauft und sich schnell bei Whiskyfreunden mit seinen Abfüllungen hohes Lob geholt. Mittlerweile gibt es von dort zahlreiche Einzelfassabfüllungen, eine schöne Core Range und sogar einige Blends, ein besonderes Steckenpferd des Altmeisters. Die Brennerei ist recht jung, sie wurde erst 1967 gegründet, aber heutzutage ist sie aus der Whiskyszene nicht mehr wegzudenken.

33 Bilder der Destillerie Glenallachie haben wir heute für Sie vorbereitet, viel Vergnügen damit!

Serge verkostet: Sieben Amerikaner

Mit einer schönen und interessanten Tasting-Session setzt Serge Valentin seine Time Warp Session fort, diesmal mit sieben Abfüllungen von Whiskys aus den USA. Diesmal sind einige Abfüllungen darunter, die man auch als „Normalsterblicher“ finden und für halbwegs vernünftige Summen erwerben kann – und die Wertungen sind, bis auf einen Ausreißer nach unten, durchaus sehr gut.

Einen ersten Überblick über die Verkostung gibt unsere Tabelle:

AbfüllungPunkte

Indiana Rye Whiskey 5 yo 2007/2023 (55%, Cadenhead, World Whiskies, Individual Cask, barrel, 222 bottles)79 
Westland 2014/2023 (53%, Berry Bros. & Rudd, The Pioneers, Single Malt, Madeira finish, cask #6235, 207 bottles)87
WhistlePig 10 yo (55%, OB, Single Barrel Rye, La Maison du Whisky, New Vibrations, cask #177026, 2023) 85
George Dickel X Leopold Bros. Rye (50%, OB, blended rye, 2022)87
Willett 6 yo (64.7%, OB, Family Estate, Kentucky Straight Bourbon, LMDW Selection, cask #22513, 173 bottles, 2023)86
I.W. Harper 6 yo (43 G.L., OB, Kentucky Bourbon, Import Carmona Paris, circa 1970)85
Evan Williams 23 yo (53.5%, OB, Kentucky Straight Bourbon Whiskey, SNPA Import France, +/-1995)88

In eigener Sache: Geplante Downtime 2. Januar 2024

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Kurz vorab: Wir werden am 2. Januar am Vormittag mit umfangreichen Wartungsarbeiten an unserem Server beginnen, um Ihnen auch in Zukunft einen ungestörten und sicheren Betrieb von Whiskyexperts bieten zu können.

Die erwartete Downtime, in der unsere Seite nicht erreichbar sein wird, ist ca. 8 Stunden, sodass wir am Nachmittag wieder mit News für Sie da sein werden.

Danke für Ihr Verständnis, und wir freuen uns auf das Wiederlesen!