Auf den ersten Blick scheint es sich bei der Session, die sich Serge Valentin für seine heutige Verkostung zusammengestellt hat, um ein sehr ungleiches Duo zu handeln. Denn die beiden Whisky der Islay-Brennerei Caol Ila trennen 30 Jahre in ihrer Reifungsdauer. Doch zu den Gemeinsamkeiten, neben der Herkunftsbrennerei, gehört das Produktionsjahr 1983. Und dabei scheint es sich, wenn wir auf Serge’s Benotungen schauen, um einen sehr guten Jahrgang zu handeln. Denn Beide erhalten jeweils eine Wertung im 90er Bereich:
Abfüllung
Punkte
Caol Ila 1983/1996 (59.6%, Scotch Malt Whisky Society, #53.15)
90
Caol Ila 42 yo 1983/2026 (56.4%, OB, Rare Series, refill American oak hogshead and European oak puncheons, 318 bottles)
92
Caol Ila – Ölbild von David Schlierenkämper, Whisky&Art
In der Contrasts-Serie möchte Benromach immer wieder mit neuen Abfüllungen zeigen, dass sich Gegensätze durchaus auch ergänzen können. Neuester Whisky in der Abfüllungsreihe ist der Benromach Contrasts: Wine Finish Côte Rôtie Cask, der das Zusammenspiel zwischen dem leicht torfigen Charakter des Benromach-Whiskys mit den Aromen, die er durch ein Finish in französischen Rotweinfässern erhielt, in den Mittelpunkt stellt.
Der mit 46% vol. Alkoholstärke abgefüllte Benromach Contrasts Côte Rôtie ist jetzt in UK erschienen und wird wohl in kurzer Zeit auch bei uns in den Geschäften erhältlich sein. Mehr zu ihm in der nachfolgenden Presseinfo, die wir für Sie erhalten haben:
Externer Text
Inhalt verantwortet das Unternehmen
BENROMACH DISTILLERY LAUNCHES LIMITED-EDITION WHISKY IN TIME FOR FATHER’S DAY
Benromach Distillery in Speyside has launched the latest addition to its Contrasts range – a 12- year-old limited-edition single malt whisky finished in Côte Rôtie wine casks.
The Contrasts range features whiskies designed as a twist on the delicately smoky profile of brand’s signature range, with previous releases including Contrasts Kiln Dried Oak and Contrasts Unpeated.
Initially matured in first-fill bourbon casks, this limited-edition single malt was then transferred into Côte Rôtie wine casks for a finishing period of 26 months. The result is a fragrant whisky with warm spice and summer berry aromas, followed by sweet vanilla and chocolate. On the palate, dark forest fruit flavours lead to black pepper and orange zest, finishing with a lingering hint of subtle smoke.
With an ABV strength of 46%, this non-chill filtered whisky is currently available for purchase via independent whisky specialists at a recommended retail price of £60.
Elizabeth Haw, Head of Spirit Quality and Supply at Benromach, said:
“Our Speyside single malt is made by hand the traditional way, using the sharpened senses of our distillers who put their heart and soul into every drop. Matured in first-fill bourbon casks before an extended period in Côte Rôtie wine casks, it delivers a rich, full-flavoured dram with notes of forest fruits, subtle spice and our signature touch of smoke.
With a limited number of bottles available for purchase, this is the perfect dram for whisky enthusiasts seeking something a bit different – the perfect present for Father’s Day.”
For more information on Benromach Distillery or Benromach Contrasts Côte Rôtie, please visit: www.benromach.com
Tasting Notes:
Benromach Contrasts: Wine Finish Côte Rôtie Cask
RRP: £60
ABV: 46%
Nose: Warm spices and summer berry aromas, followed by sweet vanilla and chocolate.
Taste: Smooth with dark forest fruit flavours, cracked black pepper and orange zest with light ginger and charred oak.
Finish: Medium-bodied with lingering summer fruits and subtle smoke.
Der Juni startet bei unseren Gewinnspielen auch in diesem Jahr mit einem besonderen Preis einer besonderen Brennerei: Die Destillerie St. Kilian in Rüdenau (sie veranstaltet vom 26. bis 27. Juni 2025 schon das 4. St. Kilian Whisky Festival – das Programm und Restkarten zu den Veranstaltungen finden Sie hier) stellt als unser Gewinnspielpartner einen einzigartigen Whisky zur Verfügung, der vor kurzem ihre hochgelobte Exceptional-Serie erweiterte:
Gewinnen Sie eine 0,5-Liter-Flasche St. Kilian Exceptional – ex Mugi Shochu im Wert von 190 Euro – Das Besondere am Whisky: er ist eine Komplettreifung in einem japanischen Mugi Shochu-Fass, laut Auskunft von St. Kilian Distillers eine absolute Branchenneuheit.
Wie Sie gewinnen können? Einfach unseren Artikel hier zum Gewinnspiel aufmerksam durchlesen, die Gewinnfrage richtig beantworten und die Antwort an uns einsenden – und schon haben Sie Ihre Chance genutzt! Wir wünschen Ihnen viel Glück, viel Spaß und freuen uns auf Ihre Einsendung!
Jetzt mitmachen – das Gewinnspiel läuft nur mehr diese Woche!
Jetzt aber zunächst einmal Infos zur Brennerei und zu dem besonderen Preis, den Sie diesmal gewinnen können:
Die Destillerie St. Kilian in Rüdenau
Im unterfränkischen Rüdenau bei Miltenberg am Main treffen Whisky-Handwerk und Tradition auf modernste Technik und Innovation. 2012 von Andreas Thümmler gegründet, produziert St. Kilian Distillers seit 2016 mit größter Hingabe und Leidenschaft Single Malt Whisky nach schottischem Vorbild.
Hergestellt aus heimischem Malz sowie schottischem Torfrauchmalz aus den Highlands und doppelt destilliert in original schottischen Pot-Still-Kupferbrennblasen reifen die St. Kilian Whiskys in über 400 verschiedenen Fassgrößen und -typen inmitten der unberührten Natur des Odenwaldes.
Zum umfangreichen Produktportfolio zählen neben der dauerhaft verfügbaren Core Range (hier kam vor kurzem ein neuer Cigar Malt hinzu) limitierte Signature Editions mit individueller Fasszusammensetzung, exklusive Sondereditionen, Single Malts aus der Heavy Metal Serie, Whiskys aus der Bud Spencer und Terence Hill Reihe sowie aromatische Liköre auf New Make-Basis. Deutschlands wohl experimentierfreudigste Whiskybrennerei hat bereits über 250 Goldmedaillen bei den renommiertesten Wettbewerben der Welt gewonnen sowie zahlreiche Auszeichnungen wie „World-Class Distillery“, „Distillery of the Year“ und „Whisky of the Year“ erhalten.
St. Kilian Distillers produzieren mit einem jungen, hochkarätigen Team auf vom schottischen Unternehmen Forsyths für die Brennerei maßgeschneiderten Kupferstills.
Ihr Gewinn: Der herausragende St. Kilian Exceptional – ex Mugi Shochu in der 0,5l-Flasche im Wert von 190 Euro
Der St. Kilian Exceptional Ex Mugi Shochu ist ein streng limitierter Single Malt Whisky, der in einer Auflage von nur 400 Flaschen erschienen ist. Das Besondere an dieser exklusiven Abfüllung ist ihre Vollreifung in seltenen ex-Mugi Shochu Fässern aus Japan, in denen zuvor traditioneller japanischer Gersten-Branntwein gelagert wurde.
Fassart: Vollreifung über 6 Jahre in ex-Mugi Shochu Fässern (japanischer Gersten-Shochu). Alkoholgehalt: Kräftige 55,5 % Vol., abgefüllt in Fassstärke (Cask Strength). Produktreihe: Teil der exklusiven Exceptional Range (Single Cask Raritäten)
Tasting Notes:
Aussehen Helles Gold.
Aroma Betörende Noten von reifer Birne, gelbem Apfel, Sternenfrucht und einem Hauch Aprikose verschmelzen harmonisch mit zarter Vanille und feinem Blütenhonig, während sanft-würzige Eiche und ein Anflug von Toffee ein warmes, einladendes und vielschichtiges Bouquet schaffen.
Geschmack Die saftige Süße von reifer Birne, knackigem Apfel und Aprikose entfaltet sich am Gaumen, begleitet von angenehm wärmender Eichenwürze und einer Prise schwarzen Pfeffers, während cremige Vanille, Karamell und feiner Blütenhonig das ausgewogene Mundgefühl harmonisch abrunden.
Nachklang Wärmende Anklänge von Fruchtmarmelade, Vanillecreme und dunklem Toffee klingen lang und elegant aus, getragen von sanft trockenen Eichennoten und einer feinen Spur bittersüßer Fruchtschale.
Ein handwerklich präziser, vielschichtiger Whisky, der Finesse und florale Leichtigkeit perfekt balanciert.
Und so gewinnen Sie den St. Kilian Exceptional – ex Mugi Shochu in der 0,5l-Flasche im Wert von 190 Euro
Beantworten Sie einfach die nachfolgende Gewinnfrage: Aus welchem Land stammt das Fass, in dem der St. Kilian Exceptional – ex Mugi Shochu sechs Jahre lang reifen konnte?
A: aus Griechenland B: aus Japan
Ihre Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net und zwar mit dem Betreff „St. Kilian“!
Unter allen Einsendungen mit der richtigen Antwort und dem richtigen Betreff, die uns bis 14. Juni 2026, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir den Gewinner der Preise und geben sie am 15. Juni 2026 bekannt. Der Gewinn wird durch unseren Partner St. Kilian Distillers versendet.
Pro Haushalt ist nur eine Teilnahmemail möglich!
Teilnahmebedingungen:
Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland wohnt, die Gewinnfrage richtig beantwortet und seine Antwort mit dem Betreff „St. Kilian“ einsendet sowie das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 14. Juni 2026, 23:59 Uhr. Die Gewinner/die Gewinnerinnen werden am 15. Juni 2026 auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts und den St. Kilian Distillers sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Gewinn wird von den St. Kilian Distillers versendet, wir übermitteln dafür die Gewinneradressen an das Unternehmen. Diese Daten werden dort wie alle Adressdaten bei uns nach Abschluss des Gewinnspiels sofort und unwiederbringlich gelöscht.
Hinweis zum Datenschutz: Wir erheben nur jene Daten von Teilnehmern, die für die Abwicklung des Gewinnspiels nötig sind (Name, email-Adresse und Postanschrift). Alle in diesem Zusammenhang erhobenen Daten werden nach Abschluss des Gewinnspiels und der erfolgreichen Versendung des Preises ausnahmslos gelöscht und weder für unsere Zwecke weiterverwendet noch an Dritte weitergegeben. Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.
Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden – und geben uns auch die Erlaubnis, Ihren Namen und Wohnort im Falle des Gewinns auf unserer Seite veröffentlichen zu dürfen.
Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen! Herzlichst, Ihr Whiskyexperts-Team
Willkommen zur 497. Folge der Whiskyvideos und Podcasts der Woche. In ihr finden Sie wie immer eine Übersicht und Zusammenfassung der Beiträge, die uns von Vloggern und Podcastern für Sie zugeschickt wurden. Die Liste der teilnehmenden Vlogs ist nicht fix: Wenn Sie meinen, dass Ihr Video oder Podcast ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre.
In der neuen Ausgabe 496 finden Sie die folgenden Podcasts und Verkostungsvideos:
Podcasts:
From Drops To Drams – Whisky-Geschichte Benromach
Bourbon News Deutschland – Folge 57/ Juni 2026
Videos:
World Wide Whisky – Tobermory 21 Jahre
Whisky und Film – Glencadam PX
Whiskey aus der Sicht eines Amerikaners – Yellowstone 8yo Recollection Series
Whisky Evening – GlenAllachie Barolo Finish und Palo Cortado
Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos oder Podcasts zum Thema Whisky Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos oder Podcasts zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video oder den Podcast und einer Inhaltsangabe dazu jeweils bis Freitag, 12 Uhr an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Thema sind ausschließlich Verkostungsvideos (diese Vorgabe gilt nicht für Podcasts). Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos und Podcasts!
Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.
Whisky ist eine Leidenschaft, eine Entdeckungsreise. Keine andere Spirituose bietet aus so wenigen Grundbestandteilen eine derartige Vielfalt an Geschmackserlebnissen. Und wenn man ununterbrochen nichts anderes tun würde als Abfüllungen zu verkosten (was ohnehin nicht ratsam wäre) – man käme der Vielfalt nicht hinterher.
Diesmal stellt Ihnen unsere Rubrik für deutschsprachige Blogger in der 412. Folge wieder Tasting Notes vor – eine Sammlung von Geschmackseindrücken verschiedener Whiskys, die Ihnen vielleicht ein Leitfaden für eigene Entdeckungen sein können. Und wenn Sie sich selbst auf eine eigene Entdeckungsreise begeben wollen, dann finden Sie in unserem Artikel über das richtige Verkosten (vor allem in dem enthaltenen weiterführenden Link) eine hilfreiche Unterstützung.
Viel Vergnügen bei der Lektüre und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche! Übrigens: Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen.
Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, oder kommerzielle Links enthalten.
In lockerer Abfolge wollen wir Ihnen in der nächsten Zeit drei irische Destillerien vorstellen, die unser Leser Kurt Rottenfusser in den letzten Wochen besucht und dabei fotografiert hat. Den Bildern vorangestellt ist ein persönlich gehaltener Bericht über den Besuch, der die Hintergründe der Brennereien erklärt.
Beginnen wollen wir heute mit der Boann Distillery in Drogheda. Kurt war dort mit dem Head Distiller Alex Witt unterwegs:
Gastartikel
Autor: Kurt Rottenfusser
Besuch bei Boann (Drogheda) am 13. May 2026
Führer Alex Witt (Head Distiller)
Als es erbaut wurde, war das Gebäude ein Autohaus jetzt ist es die die Boann Distillery. Alex Witt (Head distiller) hat mir ausgiebig „seine distillery“ gezeigt.
Boann vertreibt bis heute ihren Whiskey unter zwei Marken. Whistler, welcher mehr oder weniger „Fremdwhiskey“ (z.B. Cooley, West Cork) enthält. Dieser bekommt bei Boann noch ein Finishing.
Im Moment werden drei eigene Single Malts (Madeira, PX und Marsala) unter eigenem Namen Boann vertrieben. Die Whiskeys werden in den drei italienischen Pot Stills (Wash Still 10.000l, Intermidiat Still 9.500l und die Spirit Still 6.000l) dreifach gebrannt. Die Kapazität der Anlage beläuft sich auf ca. 900.000 Liter reinen Alkohol. Z.Zt. wird ca. 600.000 Liter gebrannt.
Seit einiger Zeit wird nur noch in zwei anstatt wie früher in drei 7/24 Schichten gearbeitet. Im Moment hat die distillery drei warehouses, wobei zwei mit jeweils 6.000 Fässer voll und das dritte mit 3.000 zur Hälfte gefüllt. Das vierte warehouse ist im Moment im Bau.
Interessant ist auch dass die distillery ab nächsten Jahr, wenn das vierte warehouse fertig ist, auch Bier brauen will. Da die Besitzer noch ca. 3000 Apfelbäume besitzen wird außerhalb der Range (Whiskey und Gin) auch noch ein Apple Brandy gebrannt und verkauft.
Gordon & MacPhail geht mit seiner Speyside-Brennerei Benromach einen recht eigenständigen Weg, indem man den Stil der Sechziger in der Speyside wiederbelebt: eine leichte Torfigkeit, die sich nicht über, sondern hinter den Aromen befindet und diese in Augen vieler Whiskyfreunde klarer und deutlicher macht.
Drei Benromach-Abfüllungen hat Serge Valentin heute im Glas, und eine, die den Handelsnamen von Benormach, Glen Mosset, trägt. Offiziell ist es zwar kein Benromach, weil unabhängige Abfüller diesen Namen nicht verwenden dürfen, aber man liest Glen Mosset und denkt sich folgerichtig seinen Teil.
In unserer Tabelle der Verkostung haben wir uns nicht vertippt – alle Abfüllungen von heute bekommen 90 oder mehr Punkte:
Abfüllung
Punkte
Benromach 2003/2025 ‘Small Batch Edition #1’ (56%, OB, first fill bourbon and sherry)
90
Benromach 2002/2025 (55.6%, OB, for Wisedrink China, first fill bourbon barrel, cask #365, 150 bottles)
91
Benromach 48 yo 1976/2025 (43.8%, Gordon & MacPhail, Connoisseurs Choice Heritage Collection, first fill sherry hogshead)
91
Glen Mosset 11 yo 2014/2026 (55.9%, Le Gus’t, hogshead, cask #1018, 298 bottles)
War der März nach einem soliden ersten Quartal nur ein Schreckmoment am Sekundärmarkt für Whisky? Wir erinnern uns: im letzten Monat brach der Index um 4,7% ein – nun aber gab es wieder eine leichte Steigerung um 0,9% – und das bei sehr hohem Handelsvolumen. Der April war mit ca. 33.600 gehandelten Flaschen von 17.100 Abfüllungen der aktivste seit Beginn der Aufzeichnungen beiWhiskystats.com.
Wenn man sich die einzelnen Regionen ansieht, so ist Scotch uim 1,1% gestiegen, irischer Whiskey sogar um 2,2%. Einzig und allein japanischer Whisky konnte diesen positiven Trend nicht mitmachen. Nach einem erfolgreichen ersten Quartal fiel der Index ja bereits im April um 4,8%, und jetzt im Mai gab er weitere 5,1% nach. Um es in Relation zu setzen: Der Index für japanischen Whisky notiert immer noch über dem Tiefststand von November 2025, aber der positive Trend seitdem hat sich – zumindest vorerst – in Luft aufgelöst.
Im schottischen Whiskysegment hat man sich diesmal bei Whiskystats den Entwicklungen von Glen Grant genauer gewidmet. Abfüllungen von Glen Grant blieben ja lange trotz allgemeinem Marktrückgang stabil, allerdings gaben die Auktionserlöse dann ab dem zweiten Quartal mit dem Markt nach. An die 20 Prozent verlor der Index von März 2024 bis April 2026. Jetzt im Mai ging es wieder aufwärts – die 100 verschiedenen Abfüllungen, die von Glen Grant versteigert wurden, gewannen dabei 3,8% zum Vormonat.
Insgesamt – so schlussfolgert man nicht nur bei whiskystats – zeigt sich der Sekundärmarkt für Whisky in einer leicht positiven Seitwärtsbewegung, aber ein definitiver und klarer Aufwärtstrend ist dabei nicht zu erkennen. Die umsatzschwächeren Sommermonate werden diese Entwicklung wohl noch weiter prolongieren, mit Auf- und Abwärtsbewegungen. Wir bleben für Sie wie immer dran.
Vom Produzenten zum Kurator – so könnte man den Weg beschreiben, den die Waldviertler Whiskydestillerie Haider ab sofort beschreiten will. Die Produktion von New Make wird eingestellt, man wird sich in der neuen Phase auf die Pflege und Verwaltung des in den letzten 30 Jahren geschaffenen Fassbestandes konzentrieren.
Das Ganze begleitet man mit einer Reihe von Sonderabfüllungen, die zeigen sollen, welche Schätze man im Lager hat – die erste Sonderabfüllung ist der Dark Rye Malt J.H. Doublewood, der auch mit einem neuen Design und innovativen Label aufwartet.
Mehr zur Neuorientierung, die man seitens der Destillerie als „Chance in der Krise“ sieht, und zum neuen Dark Rye Malt J.H. Doublewood, können Sie hier nachstehend lesen:
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Inhalt verantwortet das Unternehmen
30 Jahre Waldviertler Whisky – eine neue Phase beginnt NEUVORSTELLUNG Sonderabfüllung
Roggenreith, Waldviertel – Seit drei Jahrzehnten steht die Destillerie Haider im Waldviertel, als 1. Whiskydestillerie Österreichs, für Pioniergeist, handwerkliche Konsequenz und die Entwicklung einer eigenständigen österreichischen Whiskykultur. Was Mitte der 1990er Jahre mit einer mutigen Idee begann, hat sich zu einem festen Bestandteil der heimischen Genusslandschaft entwickelt. Jetzt sieht man die Krisen der letzten Zeit wieder als Chance um sich neu zu orientieren.
Heute beginnt für die Destillerie eine neue Phase.
Nach 30 Jahren intensiver Aufbauphase der Lagerhallen richtet sich der Fokus künftig auf den Schatz, der in den Fässern reift und über 3 Jahrzehntelang entstanden ist: Whiskys, die in den Lagerhäusern des Waldviertels gereift sind und die Handschrift ganzer Generation tragen.
„Guter Whisky braucht Zeit. Vieles von dem, was wir geschaffen haben, liegt nicht in der Vergangenheit – sondern in unseren Fässern“.
Familie Haider
Mit der Neuausrichtung des Familienbetriebes verändert man bewusst die eigene Rolle: von der aktiven Produktion hin zur sorgfältigen Begleitung und Verfügbarkeit eines gewachsenen Bestands. Die Destillerie und Familie Haider versteht sich in dieser Phase als Hüterin ihrer gereiften Whiskys – geprägt von Herkunft, Handwerk und Zeit.
Jasmin Haider
„1995 haben meine Eltern eine Krise als Chance genutzt, um neu zu beginnen. Die herausfordernden Zeiten in denen wir heute sind, geben mir die Möglichkeit die Zukunft heimischer Whiskykultur für mich neu zu denken und mit Kreativität in die kommenden Zeiten zu blicken“,
so Jasmin Haider.
Neuvorstellung: Sonderabfüllung mit individuellem Design
Den Auftakt bildet eine Reihe ausgewählter Abfüllungen aus den Lagerbeständen, die über das laufende Jahr hinweg zugänglich gemacht werden. Jede einzelne steht für einen Abschnitt der Entwicklung österreichischer Whiskykultur – und für die besondere Verbindung von Region, Rohstoff und Reifung.
Die Destillerie Haider bleibt damit das, was sie von Beginn an war: ein Ort, an dem Whisky nicht nur entsteht, sondern Geschichte erzählt.
Dark Rye Malt Doublewood
Die erste Abfüllung im Reigen der Neuvorstellungen ist ein DARK RYE MALT J.H., aus 100% dunkel geröstetem Roggenmalz, die auf besondere Weise gereift ist. Der Whisky wurde im Doublewood-Verfahren in zwei verschiedenen Fässern gereift. Zum einen für 5 Jahre in einem Virgin Oak-Fass, aus heimischer Eiche, und für 7 Jahre in einem gebrauchten Fass des Weingutes Christoph Bauer, der seinen Vintage (Portweinmethode) darin gelagert hatte.
Die doppelte Fassbelegung gibt dem Whisky eine kräftige Bernsteinfarbe. In der Nase begrüßen eine intensive Note nach Zwetschken und ein Hauch von Tabak. Lebkuchen, Schoko, Krokant und Schokofrüchte sowie gerösteten Mandeln runden den ersten Eindruck ab. Danach entfaltet sich eine fruchtige Frische nach Trauben, Zitrusnoten und dezenten Getreidearomen die schließlich der Süße von roten Beeren Platz macht und eine schöne Vanillenote preisgeben.
Im Mund umspielt der Whisky cremig die Zunge und zeigt seine beerig-fruchtige Seite bevor sich die Tabaknote weiter entfaltet und übergeht zu einer leicht pfeffrigen Würze mit Kaffee-Karamellaromen.
Im Abgang ist er lang anhaltend und kräftig. Wieder der Tabak sehr präsent und eine runde Süße nach dunkler Schokolade und Nuss-Nougat mit einem pfeffrigen Nachklang.
Sehen was man probiert – Neues Design mit besonderer Innovation
Auffällig ist an der neuen Abfüllung nicht nur der außergewöhnliche Geschmack, sondern auch das besondere Labeldesign, das die Grafik mit der Aromatik des Whiskys verbindet. In dem ausdrucksstarken Gesicht einer Frau und dessen farbenreiche Konturen, werden die Tastingnotes des Whiskys visuell interpretiert. Dunkle, warme Farbtöne stehen für die kräftigen Röstaromen des 100 % Roggenmalzes, während florale Elemente wie Vanilleblüten sowie Beeren- und Fruchtdetails die Einflüsse des Doublewood-Finishs symbolisieren.
Das moderne, fast surreal wirkende Artwork macht die komplexe Geschmackswelt des Whiskys bereits auf den ersten Blick erlebbar und verleiht der Abfüllung einen unverwechselbaren, innovativen Charakter.
Über die Destillerie Haider
Die Destillerie Haider in Roggenreith im Waldviertel gilt als erste Whiskydestillerie Österreichs (seit 1995). Seit ihrer Gründung hat sie maßgeblich zur Entwicklung einer eigenständigen österreichischen Whiskykultur beigetragen. Im Zentrum stehen handwerkliche Herstellung, regionale Rohstoffe und die Geduld der Reifung.
In einer Pressemitteilung hat gestern Brown-Forman das Ergebnis des Finanzjahres 2026, das mit 30. April zu Ende ging, veröffentlicht – und es zeigt neben einigen – im Umfeld nicht unerwarteten – negativen Zahlen des Gesamtkonzerns vor allem in der Whiskysparte recht ermutigende Tendenzen (wobei sich die Aussendung vor allem mit amerikanischem Whiskey wie Jack Daniel’s und Woodford Reserve beschäftigt, die schottischen Destillerien von Brown-Forman kommen allenfalls als Fußnote vor):
Das Geschäftsjahr verlief für Brown-Forman weitgehend stabil, übertraf intern gesteckte Erwartungen am Jahresende. Allerdings war es auch von Marktvolatilität und hohen Wertminderungen geprägt. Der Nettoumsatz sank leicht um1 % auf 3,9 Milliarden US-Dollar. Auf organischer Basis blieb der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Das Betriebsergebnis ging um 10% auf 1 Milliarde Dollar zurück. „Freies“ Geld hat man dennoch sehr viel: Der operative Cashflow stieg deutlich um 402 Millionen auf 1,0 Milliarde US-Dollar. Der freie Cashflow kletterte um 462 Millionen auf 893 Millionen US-Dollar.
Im vierten Quartal stieg der Nettoumsatz um 2 % auf 912 Millionen US-Dollar (+2 % organisch). Das Betriebsergebnis brach im Quartal um 53 % auf 96 Millionen US-Dollar ein (blieb organisch aber flach).
Das Whisky-Portfolio bleibt trotz aller Widrigkeiten die tragende Säule des Unternehmens. Whiskey zeigte im Geschäftsjahr 2026 ein bemerkenswertes Wachstum und konnte damit Rückgänge in anderen Kategorien (wie Tequila, wo der Umsatz um 4 % sank) halbwegs ausgleichen: Der Nettoumsatz mit Whisky-Produkten stieg insgesamt um 3 % (+1 % organisch). Das ist unter anderem der Produktneuheit Jack Daniel’s Tennessee Blackberry und Woodford Reserve zu danken, letztere erzielte in den USA ein deutliches Wachstum. Aber auch Wechselkurseffekte haben zum Plus beigetragen.
Die Stammmarke, Jack Daniel’s Tennessee Whiskey, entwickelte sich aber negativ – vor allem un den USA ging der Absatz zurück. Auch das RDT-Segment schwächelte, vor allem, so die Presseaussendung, wegen Lieferengpässen in kanadischen Provinzen.
Deutliches Plus für Brown-Forman gab es in den Emerging Markets mit einer Umsatzsteigerung von 14%. Die am stärksten wachsenden Länder waren dabei die Türkei, die Vereinigten Arabischen Emiraten und Brasilien. Auch der Travel Retail zeigte ein Umsatzplus von 6%.
Für das Finanzjahr 2027 stellt man sich weiterhin auf ein schwieriges Marktumfeld ein. Man rechnet mit einen unveränderten organischen Nettoumsatz und ein rückläufiges Betriebsergebnis (-3% bis -5%). Mit Innovationen und Restrukturierungsmaßnahmen will man hier aber aktiv entgegenwirken.
Mit SiSa Essential Drams hat sich Simple Sample ein neues und ausgesprochen attraktives Format einfallen lassen: Es geht um Whiskys, die man als Whiskyfreund auf jeden Fall im Glas gehabt haben soll – und wenn man sie schon im Glas hatte, sehr gerne wieder verkosten möchte.
In SiSa Essential Drams #1 sind es insgesamt sechs Abfüllungen der gehobenen Kategorie – eine davon ist ein Dram, das erst im Rahmen der Verkostung enthüllt werden wird. Das Live-Tasting findet am 27. Juli statt – schon jetzt kann man sich sein Set von 6x2cl sichern.
Welche Abfüllungen am Programm stehen und das Link zur Bestellmöglichkeit können Sie unten nachlesen:
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SiSa Essential Drams #1: Klassiker und Legenden, die man mal im Glas gehabt haben sollte
Simple Sample startet ein neues dauerhaftes Live-Tasting-Format – mit GlenDronach Parliament 21, Laphroaig 21, Springbank 18, Kavalan Solist Port, Gordon & MacPhail Benriach #121 und einem geheimen Oldschool-Dram.
Mit SiSa Essential Drams startet Simple Sample ein neues, dauerhaftes Live-Tasting-Format. Der Gedanke dahinter ist bewusst einfach gehalten: keine komplizierte Battle-Mechanik, kein großes Rätselkonzept und kein künstlich aufgeladenes Thema. Stattdessen stehen Whiskys im Mittelpunkt, die man als Whiskyfan irgendwann einmal im Glas gehabt haben möchte.
Es geht um Klassiker, Legenden, prägende Namen, besondere Flaschen und Drams, über die man spricht. Mal kann das ein großer Sherry-Klassiker sein, mal ein gereifter Islay, mal ein Campbeltown-Name mit Kultstatus, mal ein World Whisky, der zeigt, wie breit die Whiskywelt inzwischen geworden ist. Genau diese Art von Abenden soll SiSa Essential Drams künftig immer wieder liefern: konzentriert, hochwertig, genussorientiert und ohne unnötiges Format-Blabla.
Die erste Ausgabe setzt die Messlatte direkt hoch. Im Set enthalten sind sechs Samples à 2 cl: GlenDronach Parliament 21, Laphroaig 21, Springbank 18, Kavalan Solist Port Cask, Gordon & MacPhail Benriach 2005/2023 #121 und ein geheimer Oldschool-Dram, der erst im Live-Tasting aufgelöst wird.
Das neue Format: Essential Drams
Viele Tasting-Formate leben von einer klaren Mechanik: blind verkosten, gegeneinander antreten lassen, ein Thema möglichst scharf abgrenzen. SiSa Essential Drams geht bewusst einen anderen Weg. Hier steht nicht die Spielregel im Vordergrund, sondern das Glas.
Das Format soll immer dann auftauchen, wenn ein Line-up zusammenkommt, bei dem man sagen kann: Diese Drams erzählen etwas. Über Whiskygeschichte, über Stilrichtungen, über Fassreifung, über Namen, die seit Jahren in Gesprächen auftauchen, und über diese kleinen Momente, wegen denen viele Menschen überhaupt angefangen haben, sich tiefer mit Whisky zu beschäftigen.
Ausgabe #1 ist daher kein klassisches „Best of“ und kein Ranking. Es ist eine kuratierte Auswahl aus sechs sehr unterschiedlichen Whisky-Momenten: Sherry-Ikone, reifer Islay, Campbeltown-Klassiker, World-Whisky-Fasskraft, unabhängige Speyside-Fassstärke und ein Oldschool-Abschluss mit Geheimnisfaktor.
GlenDronach Parliament 21 – 48 %
Der GlenDronach Parliament 21 steht für viele Whiskyfans sinnbildlich für das, was GlenDronach lange so besonders gemacht hat: satte Sherryreifung, dunkle Frucht, Tiefe und dieser klassische Highland-Charakter, der nicht laut sein muss, um Eindruck zu hinterlassen.
Für das erste Essential-Drams-Set wurde bewusst der Parliament im alten Design gewählt. Nicht nur, weil er optisch einen starken Nostalgie-Faktor besitzt, sondern weil genau diese Abfüllung für viele Menschen der GlenDronach-Moment schlechthin war. Gereift in Oloroso- und Pedro-Ximénez-Sherryfässern, mit 21 Jahren Alter und 48 % vol., bringt er genau diese Mischung aus Reife, dunkler Süße und erwachsener Sherry-Wucht mit, die ihn zu einem echten Ankerdram des Abends macht.
Laphroaig 21 – 48,4 %
Laphroaig ist einer dieser Namen, die man nicht neutral im Raum stehen lassen kann. Der Stil polarisiert, prägt und bleibt hängen: Torfrauch, maritime Noten, medizinische Anklänge und ein unverwechselbares Islay-Profil. Beim 21-jährigen Laphroaig zeigt sich diese Brennerei allerdings von einer besonders gereiften Seite.
Der Dram bringt nicht nur Rauch, sondern Tiefe, Ruhe und Reife ins Glas. Mit 48,4 % vol. und seiner Verbindung zu den Friends of Laphroaig ist diese Abfüllung ein sehr schöner Gegenpol zu jüngeren, direkteren Islay-Whiskys. Er zeigt, wie Laphroaig wirken kann, wenn der typische Brennereicharakter über viele Jahre runder, gelassener und komplexer wird.
Springbank 18 – 46 %
Springbank 18 braucht kaum Erklärung. Campbeltown, Handwerk, Eigenständigkeit und ein Status, der in den vergangenen Jahren noch einmal deutlich gewachsen ist. Springbank ist für viele Whiskyfans nicht einfach eine Brennerei, sondern fast eine eigene kleine Whiskywelt.
Der 18-jährige Springbank verbindet Reife mit dem typischen Charakter der Brennerei: malzig, leicht maritim, eigenständig, mit Struktur und Tiefe. Durch die Kombination aus Bourbon-, Sherry- und Rumfässern entsteht kein glattgebügelter Dram, sondern ein Whisky mit Persönlichkeit. Genau deshalb passt er perfekt in ein Essential-Drams-Line-up: Das ist kein Effektwhisky, sondern ein moderner Klassiker mit Substanz.
Kavalan Solist Port Cask – 54 %
Kavalan steht wie kaum ein anderer Name dafür, dass großer Whisky längst nicht mehr nur aus Schottland kommen muss. Die taiwanische Brennerei hat mit ihren Solist-Abfüllungen früh gezeigt, wie intensiv, druckvoll und eigenständig World Whisky auftreten kann.
Der Kavalan Solist Port Cask bringt mit 54 % vol. genau diese Kraft ins Set: dunkle Frucht, Portweinfass-Prägung, Dichte und Intensität. Er ist nicht kühlgefiltert und kommt ohne Farbstoff aus. Im Kontext dieses Tastings übernimmt er eine wichtige Rolle: Er zeigt, dass „Essential Dram“ nicht automatisch „klassischer Schotte“ heißen muss. Manchmal ist ein Whisky gerade deshalb wichtig, weil er die Perspektive erweitert.
Gordon & MacPhail Benriach 2005/2023 #121 – 58,4 %
Mit dem Benriach 2005/2023 #121 kommt ein unabhängiger Abfüller ins Set, und zwar Gordon & MacPhail – einer der traditionsreichsten Namen der schottischen Whiskywelt. Die Abfüllung stammt aus der Connoisseurs-Choice-Reihe und wurde mit kräftigen 58,4 % vol. abgefüllt.
Der Whisky ist 17 Jahre alt, stammt aus einem Refill American Hogshead und bringt damit eine andere Facette in das Line-up. Hier geht es weniger um offensichtliche Sherry-Schwere oder großen Markennimbus, sondern um Single-Cask-Charakter, Fassstärke, Speyside-Struktur und die Handschrift eines unabhängigen Abfüllers. Genau solche Drams machen ein Essential-Set spannend, weil sie neben den großen Namen auch zeigen, wie viel Charakter in sorgfältig ausgewählten Einzelfässern stecken kann.
Oldschool Dram – geheim
Der sechste Dram bleibt bewusst geheim. Nicht, weil das gesamte Tasting ein Blindformat wäre, sondern weil ein kleiner Oldschool-Moment zum Schluss genau den richtigen Spannungsbogen setzt.
Der Oldschool Dram soll im Live-Tasting aufgelöst werden und steht für den Teil des Formats, der nicht komplett vorab zerlegt werden muss. Manche Whiskys funktionieren am besten, wenn sie erst im Glas sprechen dürfen. Genau deshalb bleibt dieser Dram bis zum Abend unter Verschluss: ein kleiner Blick zurück, ein bisschen Nostalgie, ein wenig Überraschung und ein Abschluss, der den Namen Essential Drams abrundet.
Die wichtigsten Eckdaten
Neues dauerhaftes Live-Tasting-Format von Simple Sample
Ausgabe #1 mit sechs ausgewählten Essential Drams
Set-Inhalt: 6 x 2 cl
Live-Tasting: 29.07.2026
Voraussichtlich lieferfähig ab 15.07.2026
Setpreis: 49,90 €
Einzelwert nach normaler Kalkulation: 74,90 €
Flaschenwert insgesamt: ca. 1.100 €
Der Oldschool Dram bleibt bis zum Tasting geheim
Das Live-Tasting findet wie gewohnt online statt. Wer am Termin selbst nicht live dabei sein kann, kann den Abend später über die Aufzeichnung nachholen.
Ein kompakter Abend für große Whisky-Momente
SiSa Essential Drams #1 ist kein Tasting, das sich über eine komplizierte Idee erklären muss. Die Abfüllungen selbst tragen den Abend. GlenDronach Parliament 21, Laphroaig 21, Springbank 18, Kavalan Solist Port Cask, Gordon & MacPhail Benriach #121 und ein geheimer Oldschool Dram bilden zusammen ein Set, das viele Stilrichtungen berührt, ohne beliebig zu wirken.
Es geht um diese Whiskys, bei denen man irgendwann sagen möchte: Ja, den hatte ich im Glas.
Die neue Abfüllung aus der Destillerie Ardnamurchan (sie gehört dem unabhängigen Abfüller Adelphi) ist ab sofort in Deutschland erhältlich: Der Ardnamurchan AD/Tokaji Cask wurde aus ungetorftem Spirit erzeugt, der zunächst in 28 Bourbon-Fässern reifte und dann ein Finish in ungarischen Süßweinfässern erhielt. Das ergab, wie man untenstehend nachlesen kann, sehr interessante Tasting Notes.
Die auf 8.736 Flaschen limitierte Sonderabfüllung ist mit 52% vol. abgefüllt und hat einen unverbindlich empfohlenen Verkaufspreis von 64,95 EUR. Mehr Infos und das Datenblatt des Whiskys finden Sie hier:
Die Ardnamurchan Distillery bringt mit Stolz ihr erstes AD/Tokaji Cask Release auf den Markt. Dieser außergewöhnliche Highland Single Malt wurde aus 100% ungetorfter Spirituose hergestellt und in einer Kombination aus 28 Bourbonfässern, die nachgereift in ungarischen Tokaji-Weinfässern lagerten, sowie zwei vollständig gereiften Bourbonfässern veredelt.
Das Ergebnis ist ein komplexer, floraler und fruchtbetonter Whisky mit 52% vol., unfiltriert und in naturbelassener Farbe. Die Aromen reichen von frischer Birne, grünen Äpfeln und Bambus bis hin zu gesalzenem Popcorn, weißen Pfeffer- und Mace-Noten, kandiertem Ingwer und Rosenblättern. Das Finish ist ausgewogen, salzig und würzig. Damit vereint dieser Single Malt Whisky schottische Destillationskunst mit der süßen Eleganz ungarischer Dessertweine.
Mit einer limitierten Auflage von nur 8.736 Flaschen steht dieses Release für ein intensives Geschmackserlebnis, das Kenner und Genießer gleichermaßen begeistert.
Knapp eine Woche vor dem Start des THY Whisky Festivals im Norden Dänemarks wurde nun die vierte Festivalafüllung vorgestellt: Der Gedulgt X THY ist das Produkt einer Zusammenarbeit zwischen der Farm Distillery und der Gedulgt Bar, die in Aarhus und Aalborg beheimatet ist. Der Name bedeutet „Versteck“ oder „Geheim“, sie ist also eine nicht einsehbare Speakeasy-Bar. Interessanterweise hat man das Etikett genau nach diesem Prinzip gestaltet – gewisse Details werden erst aus der Nähe erkenn- und sichtbar.
Zum Whisky selbst: Es ist ein über Buchenrauch „getorfter“ Single Malt aus dem dritten Produktionslauf der neuen Brennanlage aus dem Jahr 2019. Er lagerte fast sieben Jahre lang in einem Oloroso Sherryfass und reifte damit in gleicher Weise wie der Thy Whisky No. 9, der als bester Whisky Europas ausgezeichnet wurde. Der Gedulgt X THY aus dem Fass Nr. 290 ist allerdings noch etwas älter. Abgefüllt wurde er mit 57,8% vol. Alkoholstärke in Halbliterflaschen.
Für ihn gilt wie für die drei zuvor präsentierten Abfüllungen: Er ist nur am Festival erhältlich. Und so sieht er aus:
We are incredibly pleased to announce our own brand single malt whisky ‘GOLDEN BROWN’ which we’ll be launching exclusively this weekend – We’ll even have on sale on site for those of you attending one of our Kelvingrove bandstand shows in Glasgow this weekend. We’ve specially selected this whisky distilled at the famous Craigellachie distillery in Speyside to create this beauty, it’s been matured in sherry casks for 14 years and is a complex and outstanding spirit which we’re proud to put our name to! It’s a limited run and there’s only 835 bottles available in total so be quick if you want a dram with us!
So kündigt die britische Rockband The Stranglers ihren eigenen Whisky an, der in Kooperation mit Caskade Drinks entstand und – natürlich – nach der 1982 erschienenen Hitsingle „Golden Brown“ benannt ist.
Der Whisky stammt aus der Craigellachie Distillery in der Speyside, ist 14 Jahre alt und wurde mit 46% vol. Trinkstärke abgefüllt. Die Tasting Notes versprechen in der Nase Noten von Kaffee, Mandeln und Rosinen, am Gaumen gebranntes Karamell, getrocknete Orangenschale und Ingwer sowie einen anhaltenden, langen Abgang.
Den The Stranglers – Golden Brown können Sie auf der Webseite von Caskade Drinks um 100,95 Euro (zusätzlich Versand) erwerben. Der Versand erfolgt ab der kommenden Woche.