Insgesamt fünf neue Abfüllungen stehen bald bei Ihrem Händler ins Haus, alle von Kirsch Import nach Deutschland gebracht. Ein dunkler rauchiger Whisky aus der Elements of Islay-Serie, der exklusiv für Deutschland abgefüllt wurde, und fünf neue Bottlings von Single Malts of Scotland, darunter auch ein Ruadh Mhòr, ein rauchiger Glenturret.
Hier alle Details für Sie. Die Preise der Abfüllungen können Sie wie üblich bei Ihrem Händler erfragen:
Dunkel, rauchig & kraftvoll: Elements of Islay Peat & Sherry – exklusiv für Deutschland!
Von Laphroaig an der Südküste bis Bunnahabhain ganz im Norden: Für Elements of Islay wählen die Elixir Distillers Abfüllungen aller aktiven sowie teils inaktiven Brennereien der Whisky-Insel aus. Ihre köstlichen Elementarteilchen komponieren die Abfüller, die sich unter anderem mit ihrer Marke Port Askaig einen ausgezeichneten Ruf unter Islay-Liebhabern erworben haben, aus Fässern unterschiedlichen Alters und zum Teil unterschiedlicher Destillerien. Das Ziel: die volle Bandbreite der insularen Malt Whiskys mit ihrem medizinischen, torfigen und maritimen Charakter abbilden.
Diese Islay-Essenz fängt eine limitiert erhältliche Abfüllung ein – in Verbindung mit herrlichsten Sherry-Noten. Peat & Sherry Cask ist eine von Kirsch Import exklusiv für Deutschland ausgewählte Komposition aus drei First Fill Sherry Hogsheads, in denen der torfige Elements-of-Islay-Standard Peat reifte. Aus ihnen floss der Islay Blended Malt Scotch Whisky in nur 1.400 Flaschen. Ploppt der Korken, enthüllt der Dram starke Rauchnoten in Verbindung mit dunklen, süßen Beeren, Lakritz und Getreidenoten sowie anhaltender Sherry-Süße.
Peat & Sherry Cask Elements of Islay Exclusive to Germany
Abgef. 2021 Fasstyp: First Fill Sherry Hogsheads Flaschen: 1.400 57,2 % vol. Cask Strength 0,5 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Tasting Notes:
Nase: Lagerfeuerrauch, Räucherofen und rußige Noten, dann intensive Sherry-Aromen mit dunklen Trauben und Beerenfrüchten.
Gaumen: Maritime Noten mit süßlichen Beeren, dazu Lakritze und etwas Eiche.
Nachklang: Langanhaltend mit Getreidenoten, Würze und mundfüllendem Rauch, der der Süße des Sherrys weicht.
Rauchzeichen aus den Highlands: Der limitierte Ruadh Mhòr von Single Malts of Scotland
The Single Malts of Scotland steht Synonym für konstant herausragende Abfüllungen. Nicht weiter verwunderlich, wenn man hinter die Kulissen der Marke schaut, die Teil des unabhängigen Abfüllers Elixir Distillers sind. Hier ziehen zwei der wohl renommiertesten Whiskyhändler weltweit die Fäden: die Brüder Rajbir Singh und Sukhinder Singh. Die Range besteht aus handverlesenen Single-Cask-Whiskys aus allen WhiskyregionenSchottlands – für intensive Genusserlebnisse entweder in Fassstärke oder idealer Trinkstärke von 46% vol. abgefüllt sowie weder gefärbt noch kühlfiltriert.
Exklusiv für unsere Kunden konnten wir ein besonderes Fass für Rauchfans abfüllen lassen, destilliert bei Ruadh Mhòr. Der goldgelbe Dram entstammt dem rauchigen Zweig der kleinen Highland-Brennerei Glenturret und ist damit ein Geheimtipp für Genießer. Der kräftig getorfte Single Malt hatte 11 Jahre Zeit, um sich im Hogshead Nr. 55 bestens zu entwickeln. Davon kann man sich bei knackigen 63,9% vol. Cask Strength überzeugen. Lediglich 331 Flaschen des Ruadh Mhòr 2009/2020 sind verfügbar.
Ruadh Mhòr 2009/2020 – peated The Single Malts of Scotland Exclusively bottled for Kirsch Import
11 Jahre Dest. 10/03/2009 Abgef. 02/07/2020 Fasstyp: Hogshead Fassnr. 55 331 Flaschen 63,9% vol. Cask Strength 0,7 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Blair Athol 2009/2021 – Reserve Cask #5 The Single Malts of Scotland
11 Jahre Dest. 2009 Abgef. 2021 Anzahl Fässer: 5 Angels Share: 33,72% 48,0 % vol. 0,7 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Mannochmore 2009/2021 – Reserve Cask #5 The Single Malts of Scotland
11 Jahre Dest. 2009 Abgef. 2021 Anzahl Fässer: 7 Angels Share: 23,57% 48,0 % vol. 0,7 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Teaninich 2007-2009/2021 – Reserve Cask #5 The Single Malts of Scotland
11 Jahre Dest. 2007-2009 Abgef. 2021 Anzahl Fässer: 5 Angels Share: 23,24% 48,0 % vol. 0,7 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Nachdem Kirstie McCallum von Glen Moray zu Halewood Artisanal Spirits wechselte (wir berichteten hier darüber), hat die Speyside Destillerie den vakanten Posten jetzt neu besetzt. Und auch der neue Head of Whisky Creation and Stocks, Stephen Woodcock, hat so wie Kirstie McCallum Wurzeln bei der Distell Group, wo er zuletzt als Master Distiller für die Single Malts von Deanston, Bunnahabhain und Tobermory zuständig war. Davor arbeitete er als Site Operation Manager für Diageo.
Woodcock ist nun nicht nur für die Whiskys von Glen Moray zuständig, sondern wird auch andere Whiskymarken der Muttergesellschaft La Martiniquaise-Bardinet wie Label 5, Cutty Sark und Sir Edward’s unter seine Fittiche nehmen.
Stephen Woodcock tritt in ein ausgesprochen erfolgreiches Unternehmen ein. In den letzten fünf Jahren sind die Verköufe um 50% gestiegen, man liegt auf Platz 16 der größten Single Malt Marken der Welt.
Ab sofort ist der neue Highland Herold erhältlich – und diesmal ist es eine Jubiläumsuasgabe: Die Nummer 50 ist es, die wie immer interessanten und vertiefenden Lesestoff zu vielen Themen rund um das Wasser des Lebens. Was genau, darüber informiert die nachfolgende
Inhaltsübersicht:
Romantic Spey: Ernie Scheiner über die abseits der Pfade arbeitende Speyside Distillery. Ergänzt durch Blindverkostungsnotizen von Kristina Wolf und Sebastian Büssing.
Phantom der Whiskyszene: Christian Kemper hat Jack Wiebers in Berlin besucht und mit ihm über seinen Werdegang und die Zukunftspläne für Jumping Jack Productions gesprochen. Blindverkostungsnotizen zu Jack’s Pirate Whisky steuern Kristina Wolf und Sebastian Büssing bei.
Liquid Irish Gold: Die Whiskeyindustrie in Irland bewegt sich. Eine Zusammenfassung von Ernie Scheiner, begleitet durch Blindverkostungsnotizen von Julia Nourney, Kristina Wolf und Thorsten Herold.
US Whiskey – Regionalisierung: Thomas Domenig beleuchtet einige der in den vielen Bundestaaten der USA vorhandenenen Regeln, welche die geografische Herkunft oder die spezielle Machart eines Whiskeys schützen.
Product of Canada: Kanadas Whiskyregeln und Produktionsmethoden kurz gefasst. Dazu gibt es drei Blindverkostungsnotizen von Pat Hock.
Rum-Fässer: Julia Nourney erklärt, welche Aromen im Whisky nach einem Rum Cask Finish zu erwarten sind.
Geister auf Reisen: Die Maturity Masters planen den New Make aus Simon’s Feinbrennerei an verschiedenen Orten der Welt reifen zu lassen.
Den neuen Highland Herold #50, Frühjahrsausgabe 2021, finden Sie hier kostenlos zum Herunterladen. Wir wünschen wie immer viel Vergnügen damit!
Eine relativ junge Destillerie ist Mannochmore. Sie produziert seit 1971 und steht im Besitz von Diageo. Klein ist sie aber nicht, 6 Millionen Liter sind ihr Output, der aber bis auf einen verschwindend geringen Teil in Blends verschwindet. Eine Flora & Fauna Abfüllung gibt es, und ansonsten nichts Regelmäßiges aus der Speyside-Brennerei. Hin und wieder können sich unabhängige Abfüller ein Fass sichern.
Zwei dieser unabhängigen Abfüllungen verkostet Serge heute – und die Wertungen fallen gut bis sehr gut aus:
Es ist eine dieser regelmäßigen Releases, die mittlerweile schon zum Whiskyjahr gehören und auf die man sich dennoch immer wieder aufs Neue freut: Kilchoman bringt morgen, am 31. März, den neuen Klichoman Loch Gorm 2021 in den Handel.
Die Eckdaten: Der Kilchoman Loch Gorm 2021 ist diesmal mindestens neun Jahre alt und wurde wie üblich mit 46% Alkoholstärke abgefüllt. 24 Oloroso Sherry Casks aus der Bodega Miguel Martin, jeweils mit 500 Litern Fassungsvermögen, befüllt im Jahr 2011 und 2012 mit New Make mit 50ppm, wurden für ihn vermählt – insgesamt ergab das 17.000 Flaschen für den weltweiten Verkauf.
Das Statement der Destillerie zur neuen Abfüllung liest sich wie folgt:
“Although we have always filled the bulk of our spirit into ex-bourbon barrels, the Loch Gorm releases have shown how well our peated Islay spirit can combine with sherry casks, something that’s not always an easy task.”“Rich bold flavours with a breadth, depth and balance of character that sets it apart, the 2021 edition is packed with juicy fruit, macerated lemon and sweet chargrilled BBQ smoke”
Anthony Wills, Kilchoman Founder and Master Distiller
Und auch die originalen Tasting Notes zum Loch Gorm 2021 können wir Ihnen bieten:
NOSE: Macerated lemons, buttery shortbread and Moroccan spices give way to rich sherry notes and faint notes of peat smoke.
PALATE: Cloves, dark chocolate and juicy prunes with waves of roasted almonds, sultanas, nougat and peat embers.
FINISH: Herbaceous, earthy and maritime with liquorice, leather and a distinctly dry sherry-soaked finish.
In UK kostet der Kilchoman Loch Gorm 2021 ab morgen 69 Pfund, einen deutschen Preis haben wir nicht mitgeteilt bekommen.
Destilliert im Juni 2007, abgefüllt wird im April 2021 – das ist der neue limitierte Hazelburn 13yo, der mit 48,6% vol. in insgesamt 6.300 Flaschen kommen wird, wenn man dem Eintrag auf der us-amerikanischen TTB-Datenbank folgt. Dreifach destilliert ist der Whisky aus der Destillerie Springbank in Campbeltown, aber damit enden schon die Informationen, die uns die Etiketten geben. Nichts über die verwendeten Fässer, über Finishes und dergleichen – man könnte also von einer reinen Bouebonfass-Abfüllung ausgehen:
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.
Aus der Jura Distillery gibt es eine neue Abfüllung zu vermelden: Der Jura Rum Cask Finish ist die dritte Ausgabe der Jura Cask Editions, und folgt damit dem Jura Sherry Cask Finish und dem Jura Wine Cask Finish nach.
Der mit 40% vol. abgefüllte neue Jura reifte zunächst in ex- Bourbon Barrels, und wurde dann zur Nachreifung in Fässer gelegt, in denen zuvor karibischer Rum lagerte. Als „easy drinking“ klassifiziert, bietet der Jura Rum Cask Finish
Noten von Guave, Kokos, mit Zucker umhüllte mandel, Aprikosen und einen Hauch Zitrone in der Nase. Am Gaumen sollen Vanille und Fudge zu finden sein, gemeinsam mit exotischen Früchten wie Mango, Banane und Guave.
Ausdrücklich empfiehlt man seitens Jura, den Whisky als Bestandteil einer Früchtebowle zu probieren oder mit Ginger Beer als Longdrink. Auch eigne er sich hervorragend zu traditionell karibischen Gerichten.
Zunächst gibt es den Jura Rum Cask Finish nur im Vereinigten Königreich, und in Ein Liter Flaschen. Kostenpunkt: 45 Pfund pro Flasche.
Nachdem nur mehr sehr wenige Destillerien eigene Mälzereien betreiben, ist man für die Produktion der gemälzten Gerste auf Fremdanbieter angewiesen. Einer davon, und einer der führenden weltweit, ist Boortmalt. Auf fünf Kontinenten mit 25 Malzproduktionen ist Boortmalt tätig (unser Titelbild zeigt die Produktion in Antwerpen) und erzeugt pro Jahr 3 Millionen Tonnen Malz für seine Kunden. Eines dieser Werke steht in Buckie an der Küste von Morayshire – und das wird nun , so berichtet Herald Scotland, ausgebaut.
12 Millionen Pfund nimmt man in die Hand, um die Produktion dort um ca. 50% zu steigern (momentan produziert man dort 27.000 Tonnen pro Jahr). Die Arbeiten laufen bereits und sollten mit Ende des Jahres abgeschlossen sein und der Ausbau kommissioniert werden.
Mit dem Ausbau will man die Whisky- und Bierindustrie in Schottland besser und vor allem nachhaltiger versorgen, weil die Trasportwege durch die Herstellung „vor Ort“ deutlich reduziert werden können. Die Anlage in Buckie gibt es übrigens seit 1974, sie beschäftigt momentan 24 Angestellte. Der Großteil der Produktion dort wird in die Speyside verkauft.
Auch ein weiterer Ausbauplan für eine Mälzerei eines anderen Unternehmens ist in der letzten Zeit durch die Presse gegangen: So will Simpsons Malt, die größte unabhängige Mälzerei des Vereinigten Königreichs, in Rothes eine Anlage mit 100.000 Tonnen Kapazität bauen (es wäre die erste des Unternehmens in Schottland) – ein Bericht dazu findet sich hier, ein weiterer hier.
Die O’Shaughnessy Distillery hat ein kurzes Video online gestellt, das die Aufbauarbeiten in der im Sommer in Betrieb gehende Destillerie zeigt. Zusätzlich erklärt Master Distiller Brian Nation, der die imposante Brennerei in Minnesota leiten wird, welche Pläne man dort hat.
Es geht vor allem darum, dass man die Tradition der dreifachen Destillation in die USA bringen will, also de facto eine irische Brennerei in den Vereinigten Staaten aufbauen – ein bemerkenswerter Schritt in der Internationalisierung von Whisky und Whiskey.
Das obenstehende Video dauert knapp eine Minute und enthält schöne Aufnahmen aus der Brennerei und von der Anlieferung des Equipments. Und wer danach noch mehr aus der O’Shaughnessy Distillery sehen will, dem sei unser Artikel von Mitte März ans Herz gelegt, bei dem man einen halsbrecherischen Drohnenflug durch die Brennerei miterleben kann….
Große Freude herrscht in der Speyside-Brennerei GlenAllachie, seit einiger Zeit im Besitz eines Konsortium rund um Whiskyveteran Billy Walker: Bei den World Whiskies Awards 2021 wurde der GlenAllachie 10yo Cask Strength Batch 4 aus weltbester Single Malt ausgezeichnet – und es zeigt wieder einmal, dass Qualität und Preis nicht unbedingt linear gekoppelt sein müssen, denn der GlenAllachie kostet zum Beispiel in UK knapp unter 60 Pfund. Und nun erscheint der Nachfolger, Batch 5 – er wird auch in Deutschland so wie sein prämierter Vorläufer im Handel zu finden sein, unseren aktuellen Informationen nach gegen Ende April. Wenden Sie sich bitte an ihren Händler deswegen.
Was es über die Neuauflage des Single Malts, die Brennerei und den Wettbewerb zu sagen gibt, finden Sie in nachfolgender Presseaussendung, gemeinsam mit den offiziellen Tasting Notes:
GLENALLACHIE RELEASES NEXT BATCH OF WORLD’S BEST SINGLE MALT
Batch 5 of the distillery’s acclaimed 10-year-old Cask Strength marks latest addition to core range
The GlenAllachie Distillery today unveils a fifth batch of its cask strength 10-year-old single malt. The release follows the success of previous batches, most notably the fourth instalment which last week was awarded one of the most competitive and prestigious accolades: World’s Best Single Malt at the World Whiskies Awards 2021.
Held by Whisky Magazine, the World Whiskies Awards recognise the very best expressions from across the globe. An international judging panel carry out blind tastings to award the best whiskies within each category. Once these winners are determined for each region, they go head-to-head in the ‘World’s Best’ final judging. The GlenAllachie 10-year-old Batch 4 outperformed all of the competition to be named the World’s Best Single Malt in March 2021, just as the next instalment is launched.
Batch 5 (UK RRSP £58.99), which is a limited release of 4,500 cases worldwide, is a combination of Pedro Ximénez and Oloroso sherry puncheons, Rioja barriques, and a small quantity of Virgin Oak casks expertly selected and blended by industry veteran and Master Distiller/Blender of the Year (World Whiskies Awards, 2020), Billy Walker.
Presented at natural strength of 55.9% ABV, without added colour or chill filtration, the punchy spirit promises waves of warming mocha, tangy orange zest, and winter spices, all alongside archetypal GlenAllachie sweet honey notes.
Commenting on the latest decade-old release, Walker revealed:
“It has been a true joy of mine to concoct every new batch of our 10-year-old, bottling each at cask strength to let the natural character and charm of the spirit reign supreme.
“Previous batches of our 10-year-old have set a high bar to meet, particularly the fourth batch which I am thrilled has been awarded World’s Best Single Malt – a long-held ambition of mine – but we’re excited to share this latest batch which delivers a moreish combination of freshly baked almond croissants, dark chocolate, and spicy cinnamon… a real treat!”
With the first batch revealed in November 2020, The GlenAllachie 21-year-old Cask Strength had been the latest addition to the core range, with hotly anticipated annual batch releases in the pipeline.
The GlenAllachie 10-year-old Cask Strength Batch 5 is available from specialist retailers globally, with a UK RRSP of £58.99.
TASTING NOTES:
The GlenAllachie 10-year-old Cask Strength Batch 5 – 55.9% ABV
Colour: Rich Mahogany.
Nose: Lashings of heather honey, dark chocolate and mocha, with almonds, cinnamon and orange peel.
Taste: Waves of dark chocolate, raisins, treacle, almonds and heather honey, with orange zest, cinnamon and nutmeg on the finish.
In den schottischen Highlands in Blackford gelegen findet man die Destillerie Tullibardine. Seit 1886 brennt man dort das Wasser des Lebens. Sie hatte über die Jahre viele verschiedene Besitzer, momentan gehört sie zur französischen Wein- und Spirituosengruppe Picard Vins & Spiritueux.
Tullibardine hat eine recht breit angelegte Standard-Range, aber gibt auch immer wieder Fässer an unabhängige Abfüller ab. Und um fünf solche unabhängige Abfüllungen geht es in der heutigen Verkostung von Serge Valentin, die er wie immer auf seiner Webseite Whiskyfun präsentiert. Und ebenfalls wie immer haben wir hier eine kurze Zusammenfassung der Verkostung in tabellarischer Form für Sie:
Tullibardine 13 yo (46%, Cadenhead, Original Collection, bourbon, 2020)
80
Tullibardine 13 yo 2007/2020 (59.3%, Golden Cask, cask #CM263, 219 bottles)
83
Tullibardine 5 yo 2015/2020 (56%, Dram Mor, 1st fill oloroso, cask #9900098)
Willkommen zur 225. Folge der Whiskyvideos und Podcasts der Woche. Wie immer bringen wir in ihr Beiträge aus dem deutschen Sprachraum zum „Wasser des Lebens“, die uns von den Vloggern und Podcastern zugesendet wurden. In den Videos werden sowohl neue als auch ältere Abfüllungen verkostet – alles nach dem eigenen Ermessen der Verkoster und ohne kommerziellen Hintergrund.
Die Liste der teilnehmenden Vlogs ist nicht fix: Wenn Sie meinen, dass Ihr Video ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre.
In der Ausgabe 225 finden Sie zwölf neue Videos:
The Whisky Waiter – Tomatin 30 Jahre Batch 3
Whisky in Drag – Ardbeg 5 vs Ardbeg 10
Malts & Metal – zwei 11 jährige Glendronach Single Casks
Friendly Mr. Z – Tamnavulin 2000 Vintages
BarrelBeast – Kavalan Solist French Wine Cask 2012/2020
Whisky Plausch – Chichibu Mizunara Wood
World Wide Whisky – Ledaig Rioja Cask Finish
Malte talks Malts – Mac-Talla – Mara
Whisky Evening – Springbank Local Barley 10yo
Whisky Enjoy – Wild Turkey Single Barrel Kentucky Spirit
WhiskyJason – Scarabus 10yo Islay Single Malt Scotch
Pat Hock – Longmorn 16
Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.
Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu jeweils bis Freitag, 12 Uhr an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!
Wir freuen uns, Ihnen jeden Sonntag ein Stück einer wunderbaren Geschichte über Schottland, Whisky und das Reisen vorstellen zu dürfen: Exklusiv auf Whiskyexerts präsentieren wir Ihnen Whisky Cycle, das neueste Buch von Uli Franz, als Fortsetzungsgeschichte.
Uli Franz lebt als Schriftsteller im Chiemgau und auf der dalmatinischen Insel Brac’. Von 1977-80 arbeitete er als Zeitungskorrespondent in Peking. Über China und Tibet veröffentlichte er zahlreiche Bücher. Zuletzt erschienen Radgeschichten und „Die Asche meines Vaters“ (Rowohlt Verlag).
Das BuchWhisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland (ca. 320 Seiten) ist momentan in der ersten Auflage vergriffen – über Neuigkeiten zu Bestellmöglichkeiten werden wir Sie natürlich rechtzeitig informieren.
Die Radtour zu 17 schottischen Destillerien. Karte von Alba Collection
Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 17)
Während der Brennerei-Besichtigung war ich Berni begegnet. Berni stammte aus Österreich und arbeitete für eine Woche als Schüler der Whisky Schule im Betrieb. Im Brennhaus hatte ich ihn angesprochen, weil er ein T-Shirt mit der Rückenaufschrift „Springbank Whisky School“ trug und ich nach zehn Tagen Entzug mal wieder unverkrampft reden wollte. Berni sprach nämlich ein gut verständliches Deutsch, auch wenn er aus Vorarlberg stammte. Ihm zu begegnen, war eine echte Fügung, um doch noch Informationen über Springbank und die Schule, die mich abgelehnt hatte, zu erhalten. Erfreulicherweise fremdelte Berni keine Sekunde, auch zeigte er keine Attitüden als Adept dieser gefragten Institution. So freute auch er sich, mal wieder auf Deutsch zu plaudern. Herzlich berührt von unserer Begegnung, hatte er mich spontan zum Abendessen eingeladen.
Die dreifache Destillation bei Springbank. Bild Uli Franz
Um 18 Uhr traf ich im Dellwood Hotel am Ortsrand von Campbeltown ein und fand auch gleich den Speisesaal hinter dem Kaminzimmer. An einem gedeckten Gemeinschaftstisch hatte der Service den Platz neben Berni freigehalten. Als ich das arrangierte Gedeck erblickte, fühlte ich mich sofort angenommen. Berni erhob sich und stellte mir die anderen am Tisch mit Namen vor. Die Gruppe bestand aus sieben Männern und einer Frau, drei stammten aus den USA und drei aus England. Der Senior hieß David Long und war 62 Jahre alt. David lebte in Kalifornien und hatte die verdammt lange Reise auf sich genommen, um sich einen lang ersparten Traum zu erfüllen. Jane arbeitete in einer Washingtoner Bar und Georg war Barkeeper in New York. Die anderen kamen aus London und Berni aus Bludenz. Alle waren rundum zufrieden mit ihrem täglichen Unterricht, der nach dem Prinzip „learning by doing“ vonstatten ging.
Nach der obligatorischen Tomatensuppe kam Berni auf das Tagespensum ihrer Schule zu sprechen: „Heute Morgen haben wir die fünf Tage lang eingeweichte Gerste aus dem Wässerungsbassin herausgeschaufelt. Du kannst dir nicht vorstellen, was für eine Knochenarbeit das war, diese feuchten Körner Schaufel für Schaufel aus dem Becken zu schippen. Anschließend erklärte uns Destillateur John wie eine Brennblase von innen aussieht und funktioniert. Wir lernen, indem wir im normalen Arbeitsprozess mitlaufen, das ist das Prinzip bei Springbank. All unsere Fragen werden sachkundig beantwortet, allerdings verstehe ich leider den gälischen Dialekt nicht immer so gut. Aber das Ganze macht großen Spaß und nach einer Woche hat man das Einmaleins des Whiskymachens kapiert.“
Als der erste Hunger gestillt war und sich am Tisch einzelne Grüppchen bildeten, fragte ich Berni an meiner Seite, warum er hier sei?
„Na ja, Whisky ist meine Freizeitbeschäftigung, sozusagen mein Hobby. Angefangen hat alles mit einer Flasche Springbank, die ich zur Hochzeit geschenkt bekam. Seit fünfzehn Jahren liebe ich jetzt den schottischen Whisky und hab mir über die Jahre eine schöne Sammlung zugelegt. Mit der Zeit ist die Beschäftigung mit Scotch, egal ob Blend oder Single Malt, für mich zu einer Art positivem Lebensgefühl geworden. So war es nur konsequent, dass ich mal das Whiskymachen kennenlernen wollte. Schon vor drei Jahren habe ich mich für die Springbank School angemeldet, erst jetzt hat es endlich geklappt…“
„Was kostet denn der Wochenkurs?“
„Wir müssen zwar 1.500 Pfund Schulgebühr plus Unterkunft und Verpflegung bezahlen, das ist für eine Woche nicht gerade billig. Aber für jeden von uns ist das die Sache wert. Erst gestern Abend sprachen wir darüber und waren alle der gleichen Meinung. Man bekommt einen ganz neuen Zugang zum Whisky, wenn man seine Herstellung begriffen hat. Schon nach drei Tagen kann ich für mich sagen: er ist inzwischen viel mehr als nur ein alkoholisches Getränk, für mich ist er inzwischen die raffinierteste aller Spirituosen. Langsam begreife ich das Wechselspiel zwischen Alkohol und Aroma, was ja der Schlüssel zum richtigen Verständnis ist. Gestern brachte einer der alten Hasen ein schönes Beispiel: beide sind wie Pferd und Reiter – der Alkohol ist das Pferd, welches das Aroma im Sattel trägt. Dabei ist keines von beiden wichtiger oder unwichtiger, denn wären sie nicht ausgewogen, bekäme man entweder ein duftiges Parfüm oder einen laschen Korn. Die ganze handwerkliche Arbeit, die ja verdammt anstrengend und vielseitig ist, und dann das ganze feinsinnige Komponieren einer runden Textur sind für mich so komplex, dass ich vollstes Verständnis für den Preis von 340 Pfund für einen 21jährigen Single Malt habe.“
Die Amerikanerin Jane, die uns gegenüber saß, mischte sich ein: „Du hast recht Berni, jeder Springbank ist handcrafted und seinen Preis wert. Aber vergiss nicht, auf den Erzeugerpreis kommen noch die Alkoholsteuer und die Mehrwertsteuer oben drauf, das macht beinahe 35 Prozent vom Ladenpreis aus.“
„Wie bitte! 35 Prozent an Steuern?! Das ist ja Wucher!“ Echt empört war ich, kaum dass ich diese Info hörte.
„Ja, die Engländer verdienen verdammt gut am schottischen Whisky.“
„Dazu kommen die Unkosten, allein die Preise für die Eichenfässer steigen von Jahr zu Jahr. Gestern erzählte mir der Lagerhausverwalter, dass ein Ex-Sherry Hogshead inklusive Transport von Andalusien hierher 800 Pfund kostet.“
„Und was da an Whisky über die Jahre im Nirvana verschwindet, das kostet ja auch `ne Stange Geld“, ergänzte Berni schmunzelnd.
So redeten wir noch eine ganze Weile kreuz und quer über den Tisch und lachten über Missverständnisse zwischen den Kulturen diesseits und jenseits des Atlantiks. Freimütig teilte die Gruppe ihre Erfahrungen mit mir und ich erzählte ihnen von meinem Plan, diverse Destillerien in den Highlands anzuradeln. Zum Abschluss unseres lockeren Treffens spendierte ich noch jedem ein Dram seiner Wahl und verabschiedete mich in die regnerische Nacht hinaus.
* * *
Schotten gehen früh zu Bett und stehen spät auf. Bei dieser gesunden Angewohnheit wundert es nicht, dass sie nach ausgedehnter Nachtruhe ein deftiges Frühstück für ihr Tagwerk brauchen. Mit einem Porridge-Frühstück empfing mich meine bemutternde Wirtin um 9 Uhr. Nun ja, ein solches Frühstück ist vor allem gesund. Schleimig wie die zarten Haferflocken nach dem Einkochen im Teller liegen, verkleistern sie die Magenwände und lindern so das Beißen der sauren Säfte. Dafür sättigt der Brei nur kurzzeitig, besteht er doch zu 80 % aus Wasser. Wohlgemerkt, als Magenschützer ist er überaus gesund, aber für die Blase ist er eher lästig, denn die regt sich schon bald, bekommt sie doch viel Zuspruch.
Nun gehörte ich nicht zu den Reisenden, für die Porridge ein Fremdwort war. Seit Jahren ist mir der Haferbrei derart vertraut, dass ich an der Porridge Weltmeisterschaft „Golden Spurtle“ hätte teilnehmen können, die alljährlich in Carrbridge in den Highlands stattfindet.
Zum Porridge kam ich nach einer Antibiotika Kur, die meine Darmflora vorübergehend ruinierte. In meinem Elend suchte ich einen Arzt der Traditionellen Chinesischen Medizin auf, der mir Haferschleim zur Regeneration der Darmflora empfahl. Der medizinische Rat half, weil ich über Monate brav die Porridge Kur befolgte. Später blieb ich beim gesunden Brei, dessen Rezeptur ich allerdings über die Jahre verfeinerte. Anfangs kochte ich mir den ärztlich empfohlenen Ingwer-Porridge mit einer Prise Salz. Später wurde mein Rezept delikater: ein feingeriebener Apfel, einige Spritzer Zitrone, drei Esslöffel Soja-Joghurt, zwei Esslöffel eingeweichte Chia- und Hanfsamen sowie Ahornsirup zum gesunden Süßen. Soweit mein bisher unveröffentlichtes Rezept, das die salzige, graue Haferpampe an diesem Morgen in Campbeltown weit in den Schatten stellte.
Während ich den salzigen Haferbrei runterwürgte, durfte ich mir das Jammern meiner fülligen Wirtin anhören, die morgens wie abends eine Kochschürze trug und anscheinend im Chaos der Kochlöffel, Teller und Gerätschaften in ihrer Küchennische wohnte, während ihr schmächtiger Mann bei Wind und Wetter durch die Straßen und Kneipen strawanzte. Sie beklagte sich bitterlich über die britische Regierung, die Schottland nur ausblutete und nichts investierte. Mit Wehmut in der Stimme beschwor sie die guten alten Zeiten, als es in Campbeltown noch eine hochseetüchtige Heringsflotte und 37 Brennereien gab. „Die Jungen“, seufzte sie, „gehen alle weg, nach Glasgow oder in den englischen Süden. Wir Alten können bleiben und müssen uns nach der Decke strecken. Ich muss drei Zimmer vermieten, um einigermaßen über die Runden zu kommen. Hätten wir nicht Springbank und Glen Scotia[1], es sähe düster in Kintyre aus und die Arbeitslosigkeit wäre noch um einiges höher. Zurecht sagen alle im Ort, Springbank sei ein sozialer Betrieb. Immerhin arbeiten dort siebzig Arbeiter und Angestellte. Zum Glück hat sich die Geschäftsleitung nicht der Rationalisierung als Allheilmittel verschrieben.“
Ich konnte ihr nur zustimmen. Auch hatte ich von John gehört, dass jeder Mitarbeiter, der in Rente geht, ein Whiskyfass erhält, dessen Inhalt dem Alter seiner Betriebszugehörigkeit entspricht. Zu dieser Schenkung gehörte die Regel: Der angehende Rentner konnte das Fass entweder an seinen ehemaligen Arbeitgeber oder auf dem freien Markt verkaufen. Diese Entscheidung stand ihm frei. Bei vierzig Jahren Betriebszugehörigkeit, konnte mit etwas Glück ein beträchtliches Sümmchen von 40.000 Pfund zur mageren staatlichen Rente hinzukommen. In keiner der später besuchten Destillerien sollte ich von solch einer sozialen Errungenschaft hören.
Als meine Wirtin den Namen einer zweiten Destillerie am Ort erwähnte, horchte ich auf. Jetzt hakte ich nach: „Glen Scotia?“
Glen Scotia. Bild Uli Franz
„Ja, eine alte Destillerie gleich drüben an der Bucht.“
Noch nie war mir der Name Glen Scotia begegnet, vermutlich deshalb sah ich sie verwundert an. Statt mir auf die Sprünge zu helfen, lachte sie plötzlich aus vollem Hals, stemmte wie eine italienische Mamma die schenkeldicken Oberarme in die Hüfte und rief: „Dalli, dalli, der Tag hat längst angefangen!“ Lachend fügte sie hinzu: „Dalli, dalli habe ich von polnischen Gästen gelernt.“
Vermutlich hatte meine Wirtin einen Schalk im Nacken sitzen, gewiss aber jenen schwarz angehauchten Humor der Schotten, der mir noch öfters begegnen sollte. Ich freute mich über ihre Aufforderung, den Hintern zu heben. Möglichst unauffällig schob ich den halbleeren Suppenteller zur Seite und verschwand in mein Zimmer, wo ich mich für einen neuen Regentag fertigmachte. Kurz hatte ich überlegt, von ihr einen Regenschirm auszuleihen, aber dann kam mir das doch etwas verweichlicht vor, zumal es um 10 Uhr nur noch nieselte. Auch lag mein Ziel nur dreihundert Meter entfernt, die Union Street in Richtung Zentrum hinab.
Ja, Campbeltown, das stand mir nach dem Klagen meiner Wirtin noch deutlicher vor Augen, war ein abgeratzter Ort. Auf meinem Weg stadteinwärts kam ich am Trauerspiel eines armseligst bestückten Trödelladens vorbei, konnte im Vorbeigehen durch die verwitterte Tür eines Handyladens ins Innere spicken und durch die offene Tür eines indischen Gemischtwarenladens ein Allerlei von Curry bis Koriander riechen. Die Hausfassaden zwischen den Geschäften waren mit Strichen, Linien und verschwörerischen Signaturen in schwarzer und weißer Farbe bemalt und die Schaufenster der sich anschließenden, leeren Geschäftslokale mit Plakaten, die für eine Sexbar und Gebrauchtwagen warben, in vielen Schichten zugeklebt. Die beiden jungen Frauen, die mir mit pinken Haarfrisuren und in schwarzen Jogging Anzügen auf dem Gehsteig entgegenkamen, schauten drein, als hätten sie versalzenen Porrigde zum Frühstück gegessen. Zwei Männer, die im Abstand auf sie folgten, trugen rotweiß gestreifte Nylonjacken und schwarze Baseball Kappen mit Werbeprints und pafften auch nicht fröhlicher E-Zigaretten. Ihnen lief ein älterer Typ mit Zauselbart hinterher, der Tätowierungen durch den Regen trug, als wollte er beweisen, dass seine armlangen Hautritzungen wasserfest sind. Über dem schwarzen T-Shirt trug er lediglich eine Weste aus Lederimitat, obwohl der Meerwind eisig durch die Straßen pfiff. Einzig die dicht an dicht parkenden Autos machten den Eindruck, als seien sie gepflegt und neueren Datums. Auch waren sie aus deutscher Sicht erstaunlich farbenfroh, ja, ihre Lackierung wie aus dem Malkasten entliehen: rot, blau, weiß, metallic grün, kanariengelb und selten schwarz. Der Kontrast des bunten Blechs zu den müden, aschgrauen und regennaß eingeschwärzten Hausfassaden hübschte das urbane Erscheinungsbild auf und ließ die Union Street weniger trist erscheinen.
Selbst im dreilagigen Zwiebel-Look lief ich fröstelnd durch den kalten Regen und hoffte sehnlichst, dass Cadenhead’s gleich um die Ecke lag. Bis zu dem Laden lief ich zügigen Schritts den Gehsteig entlang, um warm zu werden. Als ich tüchtig ausschritt, meldete sich auf einmal das Sitzfleisch mit einem brennenden Schmerz, so als ahnte es bereits, dass es am folgenden Tag wieder mein ganzes Körpergewicht tragen müsste. Da noch viele Meilen vor mir lagen, schwor ich bei diesem Fingerzeig, meinem Hintern mehr Ruhe zu gönnen.
Ein 13 Jahre alter Ardbeg mit der längsten Fermentation aller Ardbegs im Herstellungsprozess, das ist der Ardbeg Fermutation, der heute in der us-amerikanischen TTB-Datenbank aufgetaucht ist.
Er ist laut dem Rückseitenetikett einem Unfall im Jahr 2007 zu verdanken, als ein Boiler ausfiel und daher die Fermentation in sechs Washbacks über den „point of no return“ dauerte. Das Ergebnis soll der schärfste, wildeste und aufregendste Ardbeg aller Zeiten sein. Wir sind gespannt
Abgefüllt wird der Ardbeg Fermutation mit 49,4% Alkoholstärke, zumindest in der Committee-Ausgabe, und so sehen die giftig scharfen Label aus 🙂
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.