Unsere Leser haben bereits im Dezember des Vorjahrs von einer neuen Abfüllung aus der Destillerie Glenmorangie erfahren – nun ist sie auch offiziell vorgestell worden: Der neue Glenmorangie The Altus 25 Year Old ist eine permanente Ergänzung der Core Range. Der von Director of whisky creation und Master Distiller Dr Bill Lumsden kreierte Whisky reifte zunächst in Bourbon Casks (wie jeder Glenmorangie bis zu einem gewissen Alter), dann wurde er für ein Finish in Malmsey Madeira wine casks umgelagert.
Dr Bill Lumsden beschreibt ihn wie folgt:
“The Altus’s 25-year journey is a true celebration of Glenmorangie’s acclaimed house style – presenting it at a new pinnacle of flavour. Once our delicate spirit has been distilled in our iconic stills, this whisky has absorbed the creamy, fruity influence of our designer Bourbon casks over the decades, before being combined with a sprinkling of Madeira cask finished Glenmorangie for more depth and fruitiness.
“The Altus elevates our distillery’s signature notes of mandarin, peach and pear to new heights, combined with sweet butter candy tones.”
Der mit 43% vol. Alkoholstärke abgefüllte Glenmorangie The Altus 25 Year Old ist absofort im Besucherzentrum von Glenmorangie in Tain sowie bei ausgesuchten Fachhändler verfügbar – nach Europa wird er wohl auch kommen, ist aber hier unseres Wissens nach noch nicht offiziell angekündigt. Sein Preis in UK liegt bei 550 Pfund, umgerechnet 640 Euro.
Der Altus hatte übrigens in der 10. Folge der Spots mit Harrison Ford bereits einen Cameo-Auftritt – Emily Ross, die Senior Tour Managerin bei Glenmorangie, überreichte Harrison Ford einen nicht näher spezifizierten Whisky zum Verkosten (er schien ihm mehr als nur zu schmecken). Wie sich nun herausstellte, war das der Glenmorangie The Altus 25 Year Old – Grund genug, Ihnen das Video hier noch einmal zu präsentieren:
Die Schlagzahl der Neuerscheinungen ist im Sommer wie immer etwas zurückgegangen, und auch über das Jahr bisher haben sich Destillerien und unabhängige Abfüller mit ihren Neuvorstellungen eher zurückgehalten (was angesichts der kaum mehr zu bewältigenden Anzahl an Neuheiten in den letzten Jahren durchaus als Segen empfunden werden kann), aber seien wir uns ehrlich: So ganz ohne Neues macht Whisky nicht den vollen Spaß.
So freuen wir uns auch heute wie jeden Dienstag, Ihnen die neu nach Deutschland kommenden Abfüllungen aus dem Haus Kirsch Import vorstellen zu dürfen – und das sind fünf Neue in der beliebten 100 Proof Serie von Signatory, zwei Neue von GlenAllachie (der Single Cask exklusiv für Deutschland) und zwei neue Millstone aus der Windmill- und Tulip-Collection. Sie sollten alle in Kürze im deutschen Fachhandel verfügbar sein:
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Niedrige Preise – hohe Prozente: 100 Proof starke Spartipps von Signatory
Single Malts der Signatory-Reihe 100 Proof werden mit 57,1% vol. abgefüllt, dem Mindestgehalt, ab dem mit Alkohol getränktes Schießpulver entzündet werden kann. Was auch zündet? Hohe Prozente treffen dabei auf niedrige Preise. Ihre vorteilhaften Eigenschaften demonstriert die Edition jetzt mit fünf Neuheiten aus Speyside und Highlands.
Wer den würzig-floralen Single Malt der Balmenach Distillery probieren möchte, muss in der Regel auf unabhängige Abfüllungen hoffen – wie den Balmenach 2016/2025. Der Speysider reifte bei Signatory neun Jahre in erstbefüllten Butts. Auf denselben Fasstyp setzte man auch für den Benrinnes 2012/2025 und erschuf ein kraftvolles Erlebnis aus intensiver Trockenfrucht und würziger Tiefe.
In Butts, aber auch intensiver in den kleineren Hogsheads gereift, entfaltet der Miltonduff 2011/2025 vollmundige Noten von Feigenmarmelade, Zimt und gebrannten Mandeln. Der Mannochmore 2014/2025 reifte in Quarter Casks und Hogsheads, die mit dem süßen Pedro Ximénez Sherry vorbelegt waren. Das Resultat? Bei öliger Textur wird die üppige Süße von Datteln und Rosinen durch fruchtige Frische und sanfte Eichenwürze harmonisch ausbalanciert.
Opulent wird es mit dem Ben Nevis 2015/2025: Neun Jahre in First Fill Oloroso Sherry Butts unterstreichen den schweren Charakter des Highlanders mit würzigem Leder, gerösteten Walnüssen, Bitterschokolade und dunklem Sirup.
11 Jahre Herkunft: Schottland, Speyside Fasstyp: First Fill Pedro Ximénez Sherry Quarter Casks & Refill Hogsheads 57,1% vol. 0,7 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Ben Nevis 2015/2025 Signatory Vintage Highland Single Malt Scotch Whisky 100 Proof Edition #48
9 Jahre Herkunft: Schottland, Highlands Fasstyp: First Fill Oloroso Sherry Butts 57,1% vol. 0,7 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Üppig & überraschend: The GlenAllachie 21 y.o. & ein Single Bourbon Barrel
Die Standard-Range von The GlenAllachie besteht aus mindestens acht Jahre alten Single Malts. Ihr Charakteristikum: Sie reifen insbesondere in erstklassigen Sherryfässern. Ein herausragendes Beispiel ist The GlenAllachie 21 y.o.
Mit einer Expertise, die über ein halbes Jahrhundert umfasst, vermählte Master Blender Billy Walker für das fassstarke Batch 6 handverlesene Pedro Ximénez sowie Oloroso Sherry Puncheons und Hogsheads. Das Resultat? Ein üppiger, luxuriöser Single Malt, der den Gaumen mit vielschichtigen Noten von Sirup, Maraschino-Kirschen, dunkler Schokolade und kandiertem Ingwer glasiert.
Exklusiv für den deutschen Markt präsentiert sich The GlenAllachie von einer seltenen Seite: Das Single Cask The GlenAllachie 2010/2025 stammt aus einem Bourbon Barrel.
Nach Vollreifung in der amerikanischen Eiche entdecken Feinschmecker Noten von Buttercreme und Obstgartenfrüchten neben getrockneten Bananen und Lebkuchen.
Das Einzelfass ergab lediglich 166 Flaschen.
The GlenAllachie 21 y.o. – Batch 6 Speyside Single Malt Scotch Whisky
21 Jahre Herkunft: Schottland, Speyside Fasstyp: Pedro Ximénez & Oloroso Sherry Puncheons & Hogsheads 52,8% vol. Cask Strength 0,7 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Tasting Notes:
Nase: Reife dunkle Kirschen und in Brandy eingelegte Honigwaben, mit Noten von gewürzter Orange, dickflüssigem Sirup und Brombeertorte.
Geschmack: Dunkle Schokolade, getrocknete rote Beeren und Maraschino-Kirschen, gefolgt von Heidehonig und kandiertem Ingwer.
Nachklang: Pflaumenbrand und Mokka.
The GlenAllachie 2010/2025 Speyside Single Malt Scotch Whisky Selected by Billy Walker for Germany
14 Jahre Dest.: 08/11/2010 Abgef.: 06/2025 Herkunft: Schottland, Speyside Fasstyp: Bourbon Barrel Fassnr.: 2471 166 Flaschen 56,3% vol. Cask Strength 0,7 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Tasting Notes:
Nase: Vanille, Butterscotch und pfeffrige Eiche, mit Obstgartenfrüchten, weißem Mokka und getrockneten Bananen.
Gaumen: Buttercreme, Vanille und Lebkuchen, gefolgt von gegrillten Honigwaben, Muscovado-Zucker und hellem Sirup.
Nachklang: Zuckerwatte und in Brandy eingelegte Obstgartenfrüchte.
Whisky-Wahrzeichen: Aus den Niederlanden für den deutschen Markt
Mit sympathischem Understatement brennt Patrick van Zuidam in zweiter Generation und unabhängig neben Genever und Gin auch Whisky. Und zwar unter anderem „grain to glass“ aus eigenem Getreide. Dieses wird in Mühlen gemahlen – für die Whisky-Marke Millstone.
Einem der Wahrzeichen der Niederlande widmen wir mit der Dutch Windmills Collection eine Serie von ungetorften Exklusivabfüllungen für Kirsch-Kunden. Der Millstone 2018/2025 – Oloroso Sherry Cask #18B251 wurde nicht nur von der Windmühle, sondern auch von Piet Mondrians Kompositionen beflügelt, einem der berühmtesten Künstler unseres Nachbarlandes. Das komplexe Single Cask verbindet volle Noten von Zitrus- und Trockenfrüchten mit eleganter Holzwürze.
Zum fünften Mal haben die Zuidam Distillers zudem in der Dutch Tulip Collection ein Heavily Peated Single Cask für den deutschen Markt abgefüllt. Der Millstone 2018/2025 – PX Sherry Cask #17B089 ist ein Kraftpaket mit Charakter. Süße Intensität aus Trockenfrüchten und Sirup vermählt er mit der würzigen Tiefe von Lakritz und Pfeffer sowie markantem Torfrauch.
Millstone 2018/2025 – Oloroso Sherry Cask #18B251 Zuidam Distillers Dutch Single Malt Whisky Dutch Windmills Collection No.3 Selected for you by Kirsch Import
6 Jahre Dest.: 26/09/2018 Abgef.: 14/05/2025 Herkunft: Niederlande Fasstyp: First Fill Oloroso Sherry Butt Fassnr: 18B251 614 Flaschen 54,1% vol. Cask Strength 0,7 Liter Nicht kühlfiltriert Nicht gefärbt
Millstone 2018/2025 – PX Sherry Cask #17B089 – Heavily Peated Zuidam Distillers Dutch Single Malt Whisky Dutch Tulip Collection No.5 Selected for you by Kirsch Import
7 Jahre Dest.: 08/02/2018 Abgef.: 14/05/2025 Herkunft: Niederlande Fasstyp: First Fill Pedro Ximénez Sherry Butt Fassnr.: 17B089 628 Flaschen 54,1% vol. Cask Strength 0,7 Liter Nicht kühlfiltriert Nicht gefärbt
Über die Klage gegen die Nearest Green Distillery, Besitzer der Marke Uncle Nearest, haben wir ja schon vor kurzem berichtet (siehe hier). Zusammengefasst geht es darum, dass die Destillerie dem Hauptkreditgeber, Farm Credit Mid-America, über 108 Millionen Dollar schuldet (eine Summe, die sich durch Zinsen täglich um 28.000 Dollar erhöht) und daher geklagt wurde, um die Rechte des Gläubigers zu sichern. Die Verhandlung zur Klage hat nun stattgefunden.
Laut The Spirits Business hat sich in der Verkandlung die Unstrittigkeit der Forderungen ergeben, nachdem beide Parteien die Höhe der Verbindlichkeiten gleich bewertet haben. Der Verteidiger der Destillerie, die von Fawn und Keith Weaver mitbgeründet wurde, räumte zugleich auch ein, dass eine in der nächsten Zeit fällige Tranche der Kreditrückzahlung von 10 Millionen Dollar nicht stattfinden würde.
King, der Verteidiger, machte dafür aber nicht ein Solvenzproblem, sondern ein Cashflow Problem dafür verantwortlich. Man sei schließlich nach wie vor die am schnellsten wachsende Destillerie der USA. Man habe selbst bereits ein Konkursverfahren nach Chapter 11 überlegt, man wolle aber einen Weg finden, die Schulden selbst und ohne Masseverwalter zurückzuzahlen.
Den Masseverwalter will Farm Credit Mid-America installieren, damit keine Werte der Destillerie entzogen würden, was den Kreditgeber schädigen würde. Der Richter gab jedenfalls bekannt, sich dazu sehr bald zu entscheiden.
Weiters wurde von ihm verboten, zum jetzigen Zeitpunkt Fässer oder andere Assetts der Brennerei zu verkaufen, ansonsten dürfe die momentane Geschäftsleitung bis zu einer Entscheidung die Geschäfte wie gehabt weiterführen.
Als letzten Punkt verfügte der Richter eine Art Maulkorberlass für beide Parteien, die diese Sache nicht mehr öffentlich diskutieren dürfen. Anlass waren wohl die Social Media Postings von Fawn Weaver, die sehr lautstark ihre Sicht der Dinge erzählte. Allerdings dürfe man natürlich weiter mit Shareholdern und Stakeholder sowie potentiellen Kaufinteressenten kommunizieren:
“For the avoidance of doubt, while public statements to the press and on social media are prohibited, all parties are permitted to engage in private discussions with current and potential shareholders/stakeholders, including investors.”
Wir halten Sie in dieser Angelegenheit natürlich weiter informiert…
Sollten Sie zwischen 6. und 10. Oktober nichts Dringliches zu tun haben und irgendwo noch an die 15.000 Euro für ein Whiskyvergnügen der Extraklasse frei haben, dann könnte das folgende Angebot von Chivas Brothers für Sie wie gerufen kommen: Gemeinsam mit Midleton Very Rare veranstaltet man in diesem Zeitraum die Grand Whisk(e)y Tour, eine Führung durch die Whisky-Ikonen von Pernod Ricard.
Die Reise führt an diesen fünf Tagen zu den Destillerien Strathisla (dort wird man von Master Blender Sandy Hyslop betreut) , Glenlivet und Midleton in Schottland und Irland, und man bekommt Einblicke in die Produkte von Royal Salute, Chivas Regal, The Glenlivet und Midleton Very Rare – natürlich in den höchsten Kategorien. Die Tour führt in der Speyside auch in The Vault, wo die „Kronjuwelen“ der Whiskyproduktion von Pernod Ricard im Fass und in Flaschen gelagert sind, sowie ins Linn House, das exklusive Gästehaus von Pernod Ricard. Ein privates Highland-Lunch im Ballindalloch Castle mit dem Gastgebern Laird Guy MacPherson-Grant gehört ebenso zur Tour wie die Überstellung nach Irland mit einem Privatjet. Dort wird man mit Master Distiller Kevin O’Gorman ausgesucht Whiskeys verkosten, darunter auch einen 50 Jahre alten Midleton Very Rare, von dem es weltweit gerade einmal 225 Decanter gibt. In Irland übernachten die Gäste zwei Nächte im Castlemartyr Resort.
Haben Sie Lust auf die Reise bekommen? Das Einzelticket kostet ca. 15.000 Euro – kommen Sie aber mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin, dann beläuft sich der Preis pro Person „nur mehr“ auf etwas über 14.000 Euro. 10 Plätze gibt es, dann wird die Anmeldung geschlossen werden.
Ein Projekt zwischen der Heriot Watt University in Edinburgh und der Arbikie Diatillery in den schottischen Highlands hat es sich zur Aufgabe gemacht, den CO2-Aussstoß bei der Whiskyproduktion deutlich zu reduzieren. Eine logische Partnerschaft, weil die Arbikie Distillery Nachhaltigkeit als eine Hauptsäule ihrer „farm to bottle“-Produktion sieht:
Sustainability is at the heart of everything we do. Anytime we make a business decision, we put sustainability on level pegging with the more traditional considerations.”
Kirsty Black, Arbikie’s Distiller und Director
Über The Scottish Food & Drink Net Zero Challange Fund hat man sich Mittel für das Projekt gesichert und mit der Universität eine sogenannte Knowledge Transfer Partnerschaft geschlossen. Kirsty erklärt den Grund, warum man sich zusammengetan hat, so:
“We were looking at older barley varieties and hoped we could do a lower-input malting regime. We knew some things about growing the barleys, but not how they’d perform under these conditions—that’s not something we could have done ourselves.”
Die Ergebnisse der Untersuchungen der Sorten durch die Universität wird man nun in die Produktion einbauen, um damit „saubereren“ Whisky zu produzieren.
Genaueres zeigt dieses knapp vier Minuten lange Video, das Sie auch auf Youtube sehen können:
(Titelbild: Kurt Rottenfusser)
Zudem arbeitet man in der Brennerei im Rahmen der Förderungen auch mit der Edinburgh Napier University und der University of Dundee an einem Projekt, um Produktionsabfälle aus der Whiskyerzeugung für umweltfreundliches Verpackungsmaterial zu verwenden. Einen Artikel dazu finden Sie in Deadlinenews.co.uk.
Die Schlumberger Österreich (seit 2014 im Besitz von Marussia Beverages) mit ihrer Vertriebsgesellschaft Top Spirit (sie importiert und vertreibt in Österreich unter anderem Glenfiddich, Macallan, Torabhaig, Bruichladdich und andere Whiskys) stellt ihr Führungsteam nach dem bevorstehenden Abgang des Langzeit-CSO Eugen Lamprecht neu auf. Als neuer CEO übernimmt Florian Czink, unterstützt von Anne Glatz als Vertriebsdirektorin und Nicole Cappato im Marketing.
Wir gratulieren dem gesamten neuen Team recht herzlich und wünschen Eugen Lamprecht viel Freude und Erfolg auf seinem weiteren Weg!
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Wechsel in der Geschäftsführung von Schlumberger: Florian Czink übernimmt als neuer CEO
Florian Czink
Wien, 12.08.2025 – Nach achteinhalb Jahren im Unternehmen verlässt Dr. Eugen Lamprecht auf eigenen Wunsch die Schlumberger Wein- und Sektkellerei mit Ende September 2025, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu widmen. Im Zuge dieses Wechsels wird Mag. Florian Czink mit 1. Oktober 2025 zum neuen CEO bestellt. Zeitgleich rücken Anne Glatz (Vertrieb) und Dipl.-BW (FH) Nicole Cappato (Marketing) in das Management-Team auf. Der Fokus liegt künftig auf Stabilität in herausfordernden Zeiten sowie einer zukunftsorientierten Ausrichtung mit klarer Marktbearbeitungs-, Digitalisierungs- und Innovationsstrategie.
Im Zuge des geplanten Ausscheidens von Eugen Lamprecht mit Ende September 2025 stellt die Schlumberger Wein- und Sektkellerei GmbH ihre Geschäftsführung neu auf. Mit 1. Oktober übernimmt Florian Czink die Geschäftsleitung als CEO von Schlumberger Österreich. Gleichzeitig verstärken Anne Glatz als Vertriebsdirektorin und Nicole Cappato als Marketingdirektorin das Management-Team.
Florian Czink wird CEO und führt Unternehmen durch wirtschaftlich herausfordernde Zeiten
Florian Czink (45) ist seit über 20 Jahren in leitenden Funktionen im Unternehmen tätig. Als Chief Marketing Officer und Co-Geschäftsführer der Tochtergesellschaft Top Spirit verantwortete er zuletzt unter anderem die Markenführung der Traditionsmarken Schlumberger, Hochriegl, Goldeck und Mozart, das nationale Distributionsgeschäft sowie den Ausbau des Bereichs „New Business Development“. Als neuer CEO übernimmt er die Gesamtverantwortung für das Österreich-Geschäft.
„Ich danke für das Vertrauen und freue mich, gemeinsam mit unserem engagierten Team Verantwortung zu übernehmen. Unser Fokus liegt darauf, Schlumberger sicher durch die aktuell wirtschaftlich sehr herausfordernden Zeiten zu führen und gleichzeitig zukunftsfit aufzustellen. Mit klarer Marktbearbeitungsstrategie, digitalem Fokus inklusive KI-Anwendungen sowie kontinuierlicher Innovation werden wir die Erfolgsgeschichte des Unternehmens fortschreiben“
Florian Czink
Abschied nach achteinhalb erfolgreichen Jahren
Eugen Lamprecht (47), Chief Sales Officer, Mitglied der Geschäftsführung und Sprecher des Gremiums, verlässt das Unternehmen mit Ende September nach mehr als acht Jahren. In dieser Zeit verantwortete er zentrale Unternehmensbereiche und trieb insbesondere die strategische Neuausrichtung des Vertriebs, die Weiterentwicklung der Tochtergesellschaft P.M. Mounier und den Ausbau der HR- und Kommunikationsagenden maßgeblich voran.
Eugen Lamprecht
„Schlumberger war für mich mehr als ein Job. Es war Leidenschaft, Verantwortung und eine Herzensangelegenheit. Ich danke meinem Team und der gesamten Gruppe für das Vertrauen und die gemeinsamen Erfolge“,
so Lamprecht.
Mag. Benedikt Zacherl, Vice President Continental Europe der Marussia Beverages Group, der Schlumberger seit 2014 angehört:
„Ich danke Eugen Lamprecht für seinen Einsatz, sein strategisches Denken und seine Leidenschaft für unsere Marken. Für seine nächsten beruflichen Schritte wünsche ich ihm persönlich wie fachlich alles Gute und weiterhin viel Erfolg. Gleichzeitig freut es mich, dass mit Florian Czink ein langjähriger, erfahrener Mitarbeiter die Rolle des CEOs bei Schlumberger übernimmt und das gesamte Management-Team mit Expertise und Erfahrung aus den eigenen Reihen besetzt werden kann.“
Anne Glatz wird Vertriebsdirektorin
Mit 1. Oktober übernimmt Anne Glatz (51) die Vertriebsleitung und wird Teil der erweiterten Geschäftsleitung. Die gebürtige Wienerin ist seit 2002 im Unternehmen und bringt fundierte Erfahrung aus Marketing und Vertrieb mit – unter anderem als Brand Managerin, Key Account Managerin und zuletzt als Leiterin Vertriebsinnendienst & Kundenservice. In ihrer neuen Rolle verantwortet sie die gesamte Vertriebsstrategie und berichtet direkt an CEO Florian Czink.
Anne Glatz
„Schlumberger ist für mich mehr als ein Arbeitgeber. Ich freue mich, künftig in neuer Rolle unsere Marktposition weiter zu stärken und gemeinsam mit unserem Team nachhaltige Kundenbeziehungen und zukunftsorientierte Lösungen voranzutreiben“,
so Glatz.
Nicole Cappato übernimmt Marketingagenden
Zeitgleich übernimmt Nicole Cappato (42) die Leitung des Marketings und rückt als neue Marketingdirektorin ebenfalls in die erweiterte Geschäftsleitung von Schlumberger Österreich nach. Seit ihrem Eintritt als Senior-Brand-Managerin im Oktober 2023 und der Übernahme der Vertriebsmarkenverantwortung im Juni 2024 hat sie maßgeblich zur Weiterentwicklung des Marketings beigetragen. Zuvor war sie unter anderem für Moët Hennessy in der Schweiz sowie Louis Vuitton in Österreich tätig.
„Es ist mir ein großes Anliegen, unsere starken Marken mit klarer Positionierung und emotionaler Relevanz im Markt zu verankern. Gemeinsam mit meinem Team möchte ich Impulse setzen, Begehrlichkeit für unsere Marken schaffen und unser Markenportfolio dem Zeitgeist und den Trends entsprechend weiterentwickeln“,
so Cappato.
Neue Zusammensetzung der Geschäftsleitung von Schlumberger Österreich
Neben CEO Mag. Florian Czink und CFO Mag. Stephan Dubach setzt sich die Geschäftsleitung der Schlumberger Wein- und Sektkellerei künftig wie folgt zusammen:
• Dipl.-BW (FH) Nicole Cappato – Marketingdirektorin • Anne Glatz – Vertriebsdirektorin • Aurore Jeudy, MBA – Chef-Önologin & Kellermeisterin • Patrick Meszarits, MBA – Direktor Produktion & Supply Chain
Als wir im Sommer vor zwei Jahren auf Islay unser Interview mit Georgie Crawford führten, die für Elixir Distillers das Management für ihre beiden Destillerien Portintruan und Tormore ausübte, hat sie uns (und damit Ihnen) schon einiges über die Pläne, die man mit der Brennerei Tormore vorhatte, erzählt. Unter anderem ging es um die Neuaufstellung der Range dort, und diese wird mit 2026 abgeschlossen sein. Die drei „Blueprint“-Abfüllungen, die in diesem Frühjahr erschienen sind, sind erste Vorboten des Stils der Speyside-Brennerei, und eine Abfüllung davon hat Serge heute, gemeinsam mit vier unabhängig abgefüllten Tormore verkostet.
Wie sie bei ihm ankamen, zeigt unsere Tabelle der Verkostung:
Royal Mile Whiskies ist eines der wenigen Outlets in UK, die noch nach Europa liefern (natürlich mit all den seit dem Brexit entstandenen Zusatzkosten). Für Fans der Isle of Harris Distillery ist daher vielleicht interessant, dass man gemeinsam eine Einzelfassabfüllung auf den Markt bringt, die ab 15. August verfügbar sein wird.
Beim Bottling handelt es sich um einen im Bourbonfass gereiften The Hearach Single Cask aus dem Bourbonfass, der mit leicht getorftem Spirit erzeugt wurde. Das First Fill Bourbon Barrel wurde mit57,4% vol. Alkoholstärke geleert und ergab 225 Flaschen.
Der The Hearach Single Cask wird von Blenderin Shona Macleod geschmacklich wie folgt beschrieben: Aromen von Crème Brûlée und tiefem Karamell, die sich in getrocknete Zitrusschalen und Gerstenzucker verwandeln, mit einer Vielzahl gemischter Blumennoten, die in sanften Lavendel übergehen. Am Gaumen entfalten sich laut ihr sanfte, warme Gewürze von old-style Pudding und Ingwerkuchen. Das Finish wird als langer und cremiger Abgang mit einem Hauch von Lakritz und einem anhaltenden Hauch von Torfrauch der Hebriden beschrieben.
Die 225 Flaschen vom The Hearach Single Cask sind wie gesagt ab 15. August im Onlineshop von Royal Mile Whiskies in Edinburgh zu finden, zum Preis von £94,95 (P&P sowie Zölle kommen da noch dazu, wenn man ihn aus Deutschland oder Österreich bestellt). Zusätzlich gibt es auch in einigen, leider nicht näher spezifizierten Bars in Edinburgh und Umgebung als Dram, sodass man – sollte man in der Gegend sein – ihn vor einem Kauf auch verkosten kann…
Die Isle of Harris Distillery auf der gleichnamigen Hebrideninsel wird auch im Hinblick auf die Community der Insel geführt und musste im April des Jahres eine Porduktionskürzung und Kündigungsbestrebungen verlautbaren (wir berichteten). Im schwierigen momentanen Umfeld will man so die Wettbewerbsfähigkeit (die laut Manager Simon Erlanger nach wie vor gegeben sei) auch für die Zukunft sicherstellen.
Handwerklich erzeugter Whisky ist die Domäne der Brennerei Ballindalloch in der Speyside, die nicht auf Masse, sondern auf Qualität setzt. Der deutsche Importeur Prineus bringt nun zwei neue Abfüllungen nach Deutschland, beide mit Bensonderheiten: Der leicht getorfte Ballindalloch The Castle kommt mit einem Krimibuch von John Sutherland, der Ballindalloch Distillery Exclusive Engraved 2014 ist eigentlich nur in der Brennerei erhältlich, einige wenige Flaschen davon wurden aber nun exklusiv für deutsche Kunden exportiert.
Lesen Sie hier mehr über die beiden Whiskys, die in Kürze beim Fachhändler Ihres Vertrauens zu finden sein werden:
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Prineus bringt zwei neue Ballindalloch-Abfüllungen nach Deutschland
Wir freuen uns, Ihnen die neuen Abfüllungen der Ballindalloch Distillery vorstellen zu können.
Die erste ist der Ballindalloch The Castle, der erste leicht getorfte Whisky von Ballindalloch, der in Zusammenarbeit mit einem der führenden Krimiautoren Großbritanniens, John Sutherland, entstanden ist. Das legendäre Ballindalloch Castle inspirierte den Autor als Vorlage für das Schloss seines Thrillers. Für den Ballindalloch The Castle wurde eine Mischung von first-fill und second-fill Bourbon Barrels aus dem Jahre 2015 ausgewählt, wobei die second-fill Fässer zuvor getorften Whisky enthielten. Dadurch entstand ein Whisky, der die Fruchtigkeit von Ballindalloch mit einem Hauch von Rauch kombiniert. Der Whisky wurde nicht kältefiltriert und ungefärbt mit 50,0 Vol.% abgefüllt. Im Lieferumfang jeder Flasche Ballindalloch The Castle ist eine Ausgabe des Buches „The Castle“ enthalten.
Ballindalloch Distillery – The Castle inkl. Buch
50,0% vol.
0,7 l
UVP 119,90 €
Wir freuen uns, dass wir Ihnen als zweite neue Abfüllung den Ballindalloch Distillery Exclusive Engraved 2014 vorstellen können. Der Whisky reifte über ein Jahrzehnt in einem Sherry Hogshead und entwickelte dabei eine reiche Tiefe und Komplexität. Der Whisky wurde nicht kältefiltriert, ungefärbt und fassstark mit 59,1 Vol.% abgefüllt. Diese Abfüllung ist normalerweise nur exklusive in der Brennerei zu erhalten. Wir konnten ein kleines Kontingent für Deutschland bekommen. Erwarten Sie einen köstlichen, vollmundigen Tropfen mit verwöhnenden Noten, die typisch für die Reifung im Sherryfass sind. In der Nase ist der PX-Charakter deutlich zu erkennen, wobei Rosinen und Sultaninen im Vordergrund stehen. Allerdings eher ein Dundee-Kuchen als ein Weihnachtskuchen. Der Gaumen weckt weitere kulinarische Aromen mit wunderschönen Kakaonoten, die sich mit getrockneten Früchten vermischen, um ein erstaunlich reifes Geschmackserlebnis zu bieten, das ihn definitiv reifer als sein tatsächliches Alter wirken lässt.
Viele Whiskyfreunde kannten Brendan McCarron als „Sideckick“ von Dr Bill Lumsden, wo er eigentlich als Nachfolger desselben gehandelt wurde. Dann aber führten ihn seine Wege zu Bunnahabhain, Deanston und Tobermory, wo er 2021 als Master Distiller angeheuert wurde (wir berichteten hier). Nach der Trennung dort arbeitete er als unabhängiger Konsulent, so auch unter anderem für die Benbecula Distillery auf den Äußeren Hebriden.
Nun aber gab die Lakes Distillery bekannt, dass sie Brendan McCarron mit der Posititon des Whiskymaker betraut haben, die er am 1. September von Sarah Burgess übernehmen wird (sie kam 2023 von Macallan zu The Lakes Distillery – siehe unseren Bericht). Er wird dort mit The Lakes’ Assistant Whiskymaker, Grace Frith, und Bruce Smith, Head of Distilling and Whisky operations, zusammenarbeiten.
Brendan’s Statement zu seiner neuen Aufgabe:
“I am delighted to be stepping into this new role at what is an incredibly exciting time for The Lakes. Following the launch of Signature single malt whisky – a significant flag in the sand for The Lakes – I look forward to working with this brilliant team to develop what comes next.”
Brandon soll bei The Lakes Distillery die aus der Cognac- und Weinerzeugung bekannte „Élevage“ als besonderes Markenzeichen der Brennerei einführen und entwickeln, eine Methodik, in der der Spirit durch Umlagerung, Verschnitt mit anderen Fässern und eventuell auch Verdünnung des Spirits zu einem bestimmten Geschmacksprofil „erzogen“ werden soll. McCarron dazu:
“Élevage provides endless opportunities for flavour development, and I feel privileged to be able to work with such an innovative, future-facing distillery.”
Dementsprechend begeistert gibt sich auch Eric Heerema, der Besiter und CEO der Nyetimber Group, die die Lakes Distillery im Juni 2024 gekauft haben:
“Our key focus at The Lakes is to embrace and explore the possibilities of using élevage to create innovative and intriguing flavours for our premium single malt whiskies. Having Brendan at the forefront of this will be a fantastic asset for The Lakes whiskymaking moving forward.”
Für Whiskygenießer ist Marussia Beverages vor allem mit den Marken Torabhaig und Chaisteal Chamuis verbunden – von dort erreicht uns die Mitteilung, dass der bisherige Geschäftsführer Sascha Cordes mit Jahresende das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen wird (Er kam mit Dezember 2023 von Anheuser Busch zu Marussia – wir berichteten hier). Bernd Meyer wird ihm dann nachfolgen. Wir wünschen beide das Beste für die kommende Zeit,
Mehr zum Wechsel und zum Nachfolger hat uns Marussia Beverages mit der nachfolgenden Presseinfo für Sie gesendet:
Presseartikel
Für den Inhalt ist das Unternehmen verantwortlich
Geschäftsführer Sascha Cordes verlässt das Unternehmen – Bernd Meyer wird CEO
Thurnau, 11. August 2025 – Marussia Beverages Germany gibt bekannt, dass Sascha Cordes, Geschäftsführer Marketing & Vertrieb, das Unternehmen zum 31. Dezember 2025 auf eigenen Wunsch verlassen und sich neuen beruflichen Herausforderungen stellen wird.
„Nach erfolgreichen Jahren bei Marussia Beverages Germany freue ich mich auf spannende neue Aufgaben in der Zukunft“, erklärt Cordes. „Stolz blicke ich zurück auf das, was wir als Team im vergangenen Jahr erreicht haben – sei es die strategische Neuausrichtung des Unternehmens, die erfolgreiche Erweiterung unseres Handelsportfolios oder die innovative Weiterentwicklung unserer Kernmarken. Besonders freut mich die damit verbundene Stärkung unserer Marktposition. Mein Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, insbesondere meinem direkten Team, sowie unseren Geschäftspartnern für die engagierte und erfolgreiche Zusammenarbeit.“
Die Nachfolge tritt Bernd Meyer an, der bislang als Geschäftsführer für Finanzen, IT, Logistik und Operations verantwortlich war. Er übernimmt zum 1. Januar 2026 in der Funktion des CEO die Gesamtleitung von Marussia Beverages Germany. Gemeinsam mit dem gesamten Team wird er das Unternehmen im Einklang mit den strategischen Zielen der Gruppe nachhaltig und profitabel weiterentwickeln.
Bernd Meyer
„Wir freuen uns, dass wir Bernd Meyer für die neue Position des CEO gewinnen konnten und werden ihn bei dieser spannenden Herausforderung bestmöglich unterstützen“,
so Benedict Zacherl, Regional Vice President Continental Europe der Marussia Beverages Group.
Ein recht ausführlicher und übersichtlicher Artikel über den wirtschaftlichen Erfolg und die momentanen Schwierigkeiten der Bourbon-Produzenten ist heute auf der Webseite der BBC erschienen. Man beleuchtet dort die Gründe für das fast stetige Wachstum seit der Prohibition und die plötzliche Unterbrechung der Erfolgsgeschichte.
A picture of barrels in Buffalo Trace Distillery warehouse.
Besonders die Zeit zwischen 2011 und 2020 mit einem weltweiten Wachstum von Bourbon von 7% (mehr als das doppelte der Vorperiode) ließ die Begehrlichkeiten rund um Bourbon wachsen:
„Everyone was going crazy over the bourbon market, and treating like a commodity, like a stock,“ recalls Robin Wynne, a general manager and beverage director for Little Sister in Toronto, Canada, who has been a bar manager for about 25 years.
„People would go in as a prospector, to flip bottles for two to three times the value.“
Die Pandemie und das Barsterben, das mit ihr resultierte, sowie die geänderten Trinkgewohnheite der Gen-Z, setzten diesem Boom aber ein jähes Ende. Zwar wuchs der Markt zwischen 2021 und 2024 nochmals um 2%, aber mittlerweile sind durch Zölle und Unsicherheiten am Weltmarkt die Erzeuger sehr unter Druck geraten:
Liquor giant Diageo, reported that sales of Bulleit, a Kentucky distillery that makes bourbon, rye and whiskey, where down 7.3% this fiscal year.
Wild Turkey – a Kentucky bourbon owned by Campari – sales were down 8.1% over the past six months.
While big, international brands will likely be able to weather the storm, the sales hit has led to a growing list of casualties.
In July, LMD Holdings filed for Chapter 11 bankruptcy – just one month after opening the Luca Mariano Distillery in Danville, Kentucky.
This spring, Garrard County Distilling went into receivership.
And in January, Jack Daniel’s parent company closed a barrel-making plant in Kentucky.
Der „Boden des Fasses“ sei aber noch nicht erreicht, warnt ein Experte, und erwartet weitere Probleme bis hin zu bankrotten Erzeugern und notgedrungenen Konsolidationen. Aber, so der Experte weiter, schwere Zeiten waren immer auch der Motor für Innovationen, und so liege auch in dieser Krise eine Chance. Kanada, so meint er, profitiere bereits vom Zollkrieg und hätte die Chance darin ergriffen – mit einer Besinnung auf die Eigenständigkeit.
„We’ve got lots of grains to make these whiskeys without having to rely on the States.“
Unsere Suche in den us-amerikanischen TTB-Datenbank hat wieder einige interessante mögliche Neuerscheinungen zu Tage gebracht, die wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten wollen.
Fangen wir in den Highlands an: Dort bereitet die Brennerei Deanston die Veröffentlichung eines neuen 17 Jahre alten Whiskys vor, der ein Finish in Vino de Naranja Casks erhielt. Der Deanston 17 Years Old Finished in Orange Wine Cask wird mit 53,6% vol. Alkoholstärke und ohne Farbstoff und Kühlfiltration abgefüllt werden. Er soll Zitrusnoten, bittersüße Orangenaromen und solche von gerösteten Nüssen und sonnengereiften Früchten bieten, mit einem wachsigem Mundgefühl und einem langen, lebendigen Finish. Und so siehen die Etiketten aus:
Nächster Kandidat für eine baldige Veröffentlichung ist ein neuer Ardnamurchan. Es ist der Ardnamurchan Sauternes Cask Release Peated, also eine getorfte Version des bereits existenten Ardnamurchan Sauternes Cask Release. Er ist mit 50% vol. Alkoholstärke abgefüllt, die Etiketten verraten aber nichts über den Geschmack oder weitere Details:
Dann werden in absehbarer Zeit zwei neue Kilchoman bei den Händlern zu finden sein. Der erste davon ist die 15. Ausgabe des Kilchoman 100% Islay, bei dem alle Komponenten des Whiskys, von Gerste über Wasser bis Torf von Islay stammen. Die Tasting Notes versprechen in der Nase Vanille, tropische Früchte, frisches Heu und geröstete Eiche mit grasigen Noten und gesalzener Butter, am Gaumen dann Milchschokolade, gesalzenes Karamell und frischer Torfrauch mit kandierten Zitrusfrüchten, Zitrone, reifer Birne und einem Hauch von weißem Pfeffer. Im langen Finish sollen maritimer Torfrauch mit frischen Früchten und honigsüßen Noten zu finden sein. Hier die Etiketten:
Und dann gibt es noch den Kilchoman Sherry Cask Matured, der – wie der Name schon sagt – ausschließlich in Sherryfässern gereift wurde. Er ist 11 Jahre alt, und seine Tasting Notes versprechen ein recht vielschichtiges Geschmackserlebnis: in der Nase Orangenschale, getrocknete Früchte, leichter Torfrauch und süße Gewürze. am Gaumen kräftiger Rauch und dunkle Schokolade mit Honig, gekochten Äpfeln und malziger Süße, im Finish schließlich dann gegrillte Pflaumen, Johannisbeeren und anhaltender Holzrauch. Auch hier wieder die Etiketten für Sie:
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.
Burnside ist der Name für einen teaspooned Balvenie, also einen Balvenie mit einer kleinen Komponente eines anderen Whiskys (der, weil die Burnside in-house bei William Grant & Sons produziert werden, entweder Glenfiddich oder Kininvie ist), also ein Blended Malt. Einen solchen von Cadenhead (die übrigens Besitzer der Marke „Burnside“ sind) und einen Balvenie Single Malt, einen 19 Jahre alten Whisky aus der „The Balvenie Stories“-Serie, verkostet Serge heute, beide mit sehr guten Bewertungen.
So sieht daher heute die Tabelle der Verkostung aus:
Abfüllung
Punkte
Burnside 28 yo 1996/2025 (46%, Cadenhead, Original Collection)
87
Balvenie 19 yo ‘A Revelation of Cask and Character’ (47.5%, OB, The Balvenie Stories, European oak sherry, 2023)