Serge verkostet: Zwei Einzelfass-Whiskys aus Glenfiddich

Von Glenfiddich stammen die beiden Abfüllungen, die Serge Valentin heute verkostet, einmal ein unabhängiges Bottling unter falscher Flagge (laut Serge ein teaspooned Glenfiddich, also Wardhead, und Teelöffel wären ebenfalls laut Serge extrem selten in Abfüllstationen zu finden), sowie ein recht seltener, da zu einem Jubiläum für anwesende Gäste abgefüllter Glenfiddich.

Punktemäßig gibt es nix zu meckern, aber die Verfügbarkeit der beiden Bottlings ist eher unter „nicht besonders ausgeprägt“ einzuordnen. Hier die Tabelle der Verkostung:

AbfüllungPunkte

Known As Hector MacBeth 21 yo 1997/2018 (53.6%, The First Editions, Blended Malt, refill hogshead, cask #HL15544, 342 bottles)85 
Glenfiddich 1987 ‚125th Anniversary‘ (49.3%, OB, cask #20043, 250 bottles, 2013)87

Sazerac klagt seinen US-Distributor RNDC auf knapp 40 Millionen Dollar

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Ausgerechnet am „Freitag den 13.“ hat der Getränkemulti Sazerac (ihm gehören Marken wie Buffalo Trace oder Pappy Van Winkle, nebst 450 anderen) seinen amerikanischen Distributor Republic National Distributing Company, LLC (RNDC) auf eine Summe von 38,6 Millionen Dollar verklagt. Grund dafür sei, dass angeblich Rechnungen in dieser Höhe noch offen seien.

Mutmaßlich hat Sazerac Produkte an RNDC abgegeben, und der Distributor habe sie an Geschäfte weitergeleitet und bereits bezahlt bekommen.

Die Klage ist nur ein weiterer Höhepunkt im Streit zwischen Sazerac und RNDC, der im Juni des Vorjahres mit der Ankündigung der Kündigung des Vertrages durch RNDC und der tatsächlichen Kündigung durch Sazerac mit 1. Februar 2023 bereits eskalierte. Angeblich, so Sazerac, habe RNDC Preise von sich aus erhöht, Promotions gecancelt und auch auf andere Art und Weise für Probleme gesorgt. So wären laut Sazerac auf verbotene sogenante konditonale Verkäufe erfolgt, bei denen die Lieferung eines Produktes mit der Abnahme anderer, auch konzernfremder Produkte verknüpft gewesen seien.

Sollte RNDC die Rechnungen bis zum Auslaufen des Vertrags weiter nicht bezahlen, so schätzt Sazerac den Schaden, der dadurch entstehen würde, auf bis zu 48 Millionen Dollar.

Übrigens, ein Tipp nicht nur für die Rechtsanwälte unter unseren Lesern: Die gesamte Klage, eine Zusammenfassung und weitere Akten können auf dieser Seite von Unicourt eingesehen werden.

Bimber bringt viertes Batch der Spirit of the Underground Collection

Die Londoner Bimber Distillery hat das vierte Batch der Spirit of the Underground Collection auf den britischen Markt gebracht – vier Einzelfassabfüllungen mit Vollreifungen in den jeweiligen Fässern, und benannt wie üblich nach berühmten Stationen der Londoner U-Bahn. Wie üblich werden sie der großen Nachfrage wegen in einem Verlosungssystem direkt von der Webseite der Serie aus vergeben, und zwar ab 23. Januar 2023 zum Verkaufspreis von 125 britischen Pfund pro Flasche.

Hier einmal die einzelnen Flaschen in der Übersicht:

  • The Spirit of the Underground – Covent Garden (59,2% vol.) Oloroso Sherry Cask – 321 Flaschen.
  • The Spirit of the Underground – Green Park (59,4% vol.) Moscatel Sherry Cask – 285 Flaschen.
  • The Spirit of the Underground – Leicester Square (60,3% vol.) Virgin American oak Cask – 271 Flaschen.
  • The Spirit of the Underground – Piccadilly Circus (62,1% vol.) PX Sherry Cask – 314 Flaschen.

Die 2021 gestartete Serie wird insgesamt 44 Flaschen umfassen, die bis inkl. 2024 erschienen sein sollen.

Neu bei Kirsch Import: The Single Malts of Scotland, Thomson Whisky und die Seasons Autumn Edition 2022

Auch an diesem Dienstag finden sich in den Neuigkeiten von Kirsch Import jede Menge und interessante Abfüllungen. Von The Single Malts of Scotland kommen, exklusiv für Kirsch Import, fünf Einzelfass-Abfüllungen. Aus Neuseeland von Thomson Whisky erscheinen zwei Bottlings auf dem deutschen Markt. Und wer die Seasons Autumn Edition 2022 bisher vermisste: Bitte schön, hier ist sie nun!

Hier alle Details:

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Bis zu 26 Jahre alte Single Casks: Charakter & Qualität von The Single Malts of Scotland

Premiumfässer mit schottischem Whisky aufstöbern – das stand schon immer im Mittelpunkt der Elixir Distillers. Seit 2002 veröffentlicht der unabhängige Abfüller diese unter dem Namen The Single Malts of Scotland. Die Range besteht aus herausragenden, unverfälschten Vintage-Malts aller schottischer Whiskyregionen. Exklusiv für Kirsch Import kommen nun fünf Einzelfassabfüllungen der Reihe auf den Markt.

Die Neuheiten reiften fast ausschließlich im Sherry Butt, angefangen beim 10 Jahre alten GlenAllachie 2011/2022. Ein Geheimtipp für Genießer ist der leichte Glentauchers 2011/2022, eine Seltenheit als Single Malt der Teaninich 2006/2022 aus den Highlands, der mit knackigen 63,6% vol. abgefüllt wurde.
 
Senior der Runde ist nach stolzen 26 Jahren im Sherryfass der verlockend dunkle Speyside Distillery 1995/2022. Geschmeidigen Single Malt von Glenlossie reifte für The Single Malts of Scotland im Bourbon Hogshead. Nur 135 Flaschen des Glenlossie 2007/2022 sind verfügbar.

GlenAllachie 2011/2022
The Single Malts of Scotland Speyside Single Malt Scotch Whisky
Exclusively bottled for Kirsch Import

10 Jahre
Dest. 20/04/2011
Abgef. 15/04/2022
Herkunft: Schottland, Speyside
Fasstyp: Sherry Butt
Fassnr. 900222
552 Flaschen
59,7% vol.
0,7 Liter
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Glentauchers 2011/2022
The Single Malts of Scotland Speyside Single Malt Scotch Whisky
Exclusively bottled for Kirsch Import

10 Jahre
Dest. 10/05/2007
Abgef. 15/04/2022
Herkunft: Schottland, Speyside
Fasstyp: Sherry Butt
Fassnr. 900247
492 Flaschen
62,6% vol.
0,7 Liter
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Teaninich 2006/2022
The Single Malts of Scotland Highland Single Malt Scotch Whisky
Exclusively bottled for Kirsch Import

16 Jahre
Dest. 13/04/2006
Abgef. 15/08/2022
Herkunft: Schottland, Highlands
Fasstyp: Sherry Butt
Fassnr. 303008
632 Flaschen
63,6% vol.
0,7 Liter
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Speyside Distillery 1995/2022
The Single Malts of Scotland Speyside Single Malt Scotch Whisky
Exclusively bottled for Kirsch Import

26 Jahre
Dest. 21/11/1995
Abgef. 15/08/2022
Herkunft: Schottland, Speyside
Fasstyp: Sherry Butt
Fassnr. 27
390 Flaschen
56,8% vol.
0,7 Liter
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Glenlossie 2007/2022
The Single Malts of Scotland Speyside Single Malt Scotch Whisky
Exclusively bottled for Kirsch Import

14 Jahre
Dest. 17/10/2007
Abgef. 15/08/2022
Herkunft: Schottland, Speyside
Fasstyp: Bourbon Hogshead
Fassnr. 8283
135 Flaschen
59,9% vol.
0,7 Liter
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert


Rare neuseeländische Raucharomen: Thomson Whisky neu bei Kirsch Import

Unabhängigkeit bedeutet, tun zu können, was und wie man es möchte. Für Mathew und Rachael Thomson heißt das, einen neuseeländischen Whisky aus regionalen Zutaten zu kreieren, der für die Kategorie in ihrer Heimat neue Wege bereitet. Als unabhängige Abfüller gestartet, gründeten die Thomsons 2014 ihre eigene kleine Craft-Brennerei auf dem Gelände der Hallertau Brewery in Riverhead.

Mit Hilfe zweier kupferner Pot Stills (1.900 und 1.000 Liter), Bourbon- sowie Weinfässern lassen sie hier Wirklichkeit werden, womit Mathew schon seit Jahren im kleinen Stil experimentierte: rare Single Malts mit Raucharoma aus einheimischem Manuka-Holz und Südinsel-Torf.

Malz aus Premium-Gerste rein von der neuseeländischen Südinsel (Canterbury) ist die Basis für alle Thomson Whiskys. Für den Manuka Wood Smoke Single Malt wird dieses über Holz des Manuka-Baums geräuchert. Die üblicherweise aus dem Honigregal bekannte neuseeländische Art der Myrte verleiht Aromen von natürlichem Rauch, Zimt, Nelken und Manuka-Ölen.
 
Erdiger Rauch, Jod und süße Vanille zeichnen dagegen den South Island Peat Single Malt aus. Der Whisky besteht aus Gerstenmalz, das über Südinsel-Torf gedarrt wurde. Als Abfüllungen „in progress“ zeigen beide Whiskys Thomson-Handwerk in seiner vielversprechenden und schon jetzt mehrfach goldprämierten Entwicklung.

Manuka Wood Smoke Single Malt – Progress Report
Thomson Whisky New Zealand

Herkunft: Neuseeland
Fasstyp: Bourbon Barrels
46% vol.
0,7 Liter
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

South Island Peat Single Malt – Progress Report
Thomson Whisky New Zealand

Herkunft: Neuseeland
Fasstyp: Bourbon Barrels
46% vol.
0,7 Liter
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert


Weil Herbst immer geht: Die Seasons Autumn Edition 2022 ist (endlich) da

Wer sehnt sich beim Blick aus dem Fenster nicht nach Farben, Sonne und Wärme, wie sie etwa zum Repertoire eines goldenen Herbstes gehören? Als flüssige Antwort auf diese Sehnsucht und damit geradezu schicksalshaft zum richtigen Zeitpunkt ist unsere neue Seasons-Abfüllung eingetroffen. Dass Herbst immer geht, beweist in diesem Fall der Glenrothes 20011/2022 aus dem Warehouse unseres langjährigen Partners Signatory Vintage.

Die Speyside-Brennerei ist in ihrer rund 145-jährigen Geschichte mehrfach wie ein Phönix aus der Asche gestiegen. So kommen Genießer auch heute noch in den Genuss ihres weichen, leichten und fruchtigen Single Malts. Für unsere Seasons Autumn Edition 2022 reifte dieser 11 Jahre lang in Eichenfässern, inklusive First Fill Sherry Butt Finish. Der Effekt: einladende natürliche Bräune und volle, kräftige Aromen von Datteln, Honig, Kaffee und dunkler Schokolade.

Glenrothes 20011/2022 – Autumn Edition 2022
Signatory Single Cask Seasons
Exclusively bottled for Kirsch Import

11 Jahre
Dest. 07/03/2011
Abgef. 15/11/2022
Fasstyp: First Fill Sherry Butt (Finish)
Fassnr. 1
803 Flaschen
51,7% vol.
0,7 Liter
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Tasting Notes

Nase: Voll und kräftig mit Aromen von Datteln, Pflaumen und Gewürzen, begleitet von Honigsüße. Leichte Anklänge von Röstaromen erinnern an frischen Kaffee und dunkle Schokolade.

Gaumen: Süß, mit einer leicht spritzigen Säure in Kombination mit den Aromen der Nase. Der Single Malt legt sich voll und schwer auf die Zunge, wo er dunkle Noten von Honig und Datteln hinterlässt.

Nachklang:
Sehr schöner Abgang mit Eichennoten, Kaffee und dunkler Schokolade, die ein großartiges trockenes Mundgefühl hinterlassen.


Neubesetzung aus eigenen Reihen: Brown-Forman Deutschland ernennt Jin-Ju Biehl zur HR Direktorin

Wie Brown-Forman Deutschland heute in einer Presseaussendung mitteilt, ist die Position der HR Direktorin seit dem 1.1.2023 mit Jin-Ju Biehl neubesetzt. Der bisherige Stelleninhaber Alejandro Barrios Villela wechselt zeitgleich innerhalb der globalen Brown-Forman Organisation in die Rolle des HR Direktors für Developing Europe & Iberia. Er war seit August 2020 als Director Human Resources Brown-Forman Germany-Czechia and Europe Commercial Strategy von Deutschland aus tätig (wir berichteten).

Alle Details zu den Veränderungen nachfolgend:

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Neubesetzung aus eigenen Reihen: Brown-Forman Deutschland ernennt Jin-Ju Biehl zur HR Direktorin, Stelleninhaber wechselt in neue europäische Funktion


Hamburg, 17. Januar 2023 – Seit 1.1.2023 ist mit Jin-Ju Biehl die Position der HR Direktorin bei Brown-Forman Deutschland aus den eigenen Reihen neu besetzt. Sie übernimmt die Verantwortung als Personalchefin für den deutschen Markt vom bisherigen Stelleninhaber Alejandro Barrios Villela, der zeitgleich innerhalb der globalen Brown-Forman Organisation in die Rolle des HR Direktors für Developing Europe & Iberia wechselt.


Jin-Ju Biehl startete ihre Karriere bei Brown-Forman Deutschland im Oktober 2019 als HR Managerin. Sie blickt auf eine über 20-jährige Laufbahn im Personalwesen zurück, die sie bei Unilever begann und bei NXP Germany, der Adidas Group und AstraZeneca fortsetzte, bevor sie ins Brown-Forman Deutschland Team kam. Alejandro Barrios Villela ist seit über 12 Jahren für Brown-Forman tätig und verantwortete seit August 2020 die Position des HR Direktors Brown-Forman Deutschland und Tschechien. Mit seinem Wechsel setzt er seine internationale Karriere bei Brown-Forman fort.


„Unser Geschäftsleitungsteam heißt Jin-Ju herzlich willkommen. Gleichzeitig danken wir Alejandro für sein Engagement, mit dem er zusammen mit seinem Team in den zurückliegenden, herausfordernden Zeiten maßgeblich zur Stabilität und damit zum langfristigen Wachstum unserer Organisation beigetragen hat. Wir freuen uns sehr, die von Alejandro und seinem Team erfolgreich begonnene Umsetzung unserer globalen Diversity & Inclusion Strategie in Deutschland in die Hände von Jin-Ju übergeben zu können. Wir sind überzeugt, dass sie in ihrer neuen Rolle mit ihrem vertrauensvollen Führungsstil unsere wertschätzende Unternehmenskultur bereichern und erfolgreich weiterentwickeln wird“

so Yiannis Pafilis, Geschäftsführer Brown-Forman Deutschland, Tschechien, Polen, Europe Commercial Strategy.


Das börsennotierte Familienunternehmen Brown-Forman zählt zu den Top 5 globalen Spirituosenunternehmen. Der deutsche Markt trägt maßgeblich zum Erfolg und Wachstum des internationalen Unternehmens mit global circa 5.200 Mitarbeiter:innen bei. Für die Brown-Forman Deutschland GmbH mit Sitz in Hamburg ist ein rund 175 Köpfe starkes Team tätig.

Bulleit Frontier Whiskey verstärkt Engagement für Nachhaltigkeit

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Bei Diageo’s Bulleit Frontier Whiskey steht weiterhin das Thema Nachhaltigkeit sehr stark im Vordergrund. Die im September 2021 eröffnete Destillerie in Lebanon, Kentucky, arbeitet C02-neutral (wir berichteten). Und nun verstärkt Bulleit sein Engagement bei bestehenden Ökosystemen, wie Bevnet berichtet.

Gemeinsam mit American Forests, der ältesten nationalen Naturschutzorganisation in den Vereinigten Staaten, wird Bulleit sich für Tree Equity engagieren. Eine Partnerschaft mit American Forests besteht bereits seit 2018. Gemeinsam wollte man die Population von White Oak-Bäumen in den Vereinigten Staaten wieder stärken. Ihr ehrgeiziges Ziel, eine Million Bäume zu pflanzen, erreichte man bereits drei Jahre früher als geplant. Nun geht bei der Tree Equity darum, in den Gemeinden Bäume anzupflanzen, die es am dringendsten benötigen. Die erste Pflanzung erfolgt in der Gemeinde Cottage Grove in der Innenstadt von Houston, die vom Hurrikan Harvey verwüstet wurde.

Mit Street Art for Mankind engagiert sich Bulleit im Rahmen des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, das zum Schutz und zur Wiederbelebung von Ökosystemen auf der ganzen Welt aufruft. Street Art for Mankind hat das Ecosystem Restoration Murals-Projekt ins Leben gerufen, in diesem Rahmen werden 50 Wandbilder von prominenten Straßenkünstlern auf der ganzen Welt installiert. Bulleit Frontier Whiskey und Street Art for Mankind enthüllten das Wandbild des Künstlers Martín Ron in Houston. Das 16 Stockwerke hohe Werk wird in den kommenden Jahren in der Innenstadt zu sehen sein.

Photo credit: A Train via Visualhunt / CC BY-ND

Serge verkostet: Ardbegs in einer nutzlosen Session

Welchen Sinn macht es, Tasting Notes zu nicht mehr (oder gar nicht) verfügbaren Abfüllungen zu publizieren? Benötigen wir für unseren Whisk(e)y-Genuss ein Höchstmaß an Exklusivität?

In der recht langen Einleitung zur heutigen Tasting Session finden wir, neben vielen interessanten Fragen und Gedankengängen, auch den Hinweis von Serge Valentin, dass der aktuelle Ardbeg Ten (verkostet Ende Oktober, wir berichteten) ein fantastischer und problemlos erhältlicher Whisky (91 Serge-Punkte) ist.

Nicht unbedingt zwangsläufig besser stehen die drei Ardbegs im heutigen Tasting dar. Die umschließende Klammer der Session ist eine gewisse Exklusivität. Sie gipfelt in der Verkostung einer Abfüllung, von der es nur eine einzige Flasche gibt.
Die heutigen Ardbegs in der Übersicht:

AbfüllungPunkte

Ardbeg 1964/1996 (40%, Gordon & MacPhail, Connoisseurs Choice)88
Ardbeg 25 yo 1976/2002 (53.5%, OB, for Velier, Single Cask, sherry butt, cask #2396, 492 bottles)94
Ardbeg 46 yo 1975/2021 (46.3%, OB, for Geert Béro, cask #404, 1 bottle)xx

Neu bei irish-whiskeys.de: Erstes Lakeview Single Estate-Release

Vom irischen Whiskey Bonder Wayward Irish Spirits aus Killarney, County Kerry erscheint der Lakeview Single Estate Whiskey. Diese Abfüllung, hergestellt aus selbst angebauten Gerste und vollständig im eigenen Warehouse gereift, ist ab sofort bei irish-whiskeys.de erhältlich.
Weitere Infos und Details finden Sie in der Presseaussendung, die wir von irish-whiskeys.de erhalten haben:

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Meilenstein für Wayward Irish Spirits: Erstes Lakeview Single Estate-Release in Deutschland erhältlich

Bislang war der Whiskey Bonder Wayward Irish Spirits bekannt für ausgezeichnete Portwein-Finishes und seine Storehouse Specials unter dem Markennamen The Liberator. Nun erreichte das Unternehmen aus Killarney, County Kerry einen weiteren Meilenstein. Mit dem Lakeview Single Estate Whiskey erscheint das Coming of Age-Release, destilliert aus der selbst angebauten Gerste und vollständig im eigenen Warehouse gereift. Dieser besondere Irish Whiskey ist nun in ausgesuchter Menge auch im deutschen Einzelhandel erhältlich. Dies teilt Importeur Irish-Whiskeys.de mit.

Lakeview Single Estate Coming of Age-Release

Für das Lakeview Single Estate Coming of Age-Release erntete Wayward Irish Spirits im Herbst 2018 zehn Tonnen Gerste vom Hilly Field, einer Ackerfläche auf eigenem Grund. Einen Teil davon ließ Inhaber Sir Maurice O’Connell exklusiv mälzen. Anschließend destillierte die Great Northern Distillery in seinem Auftrage aus der gemälzten und ungemälzten Gerste einen Irish Pot Still New Make. Diesen füllte Wayward Irish Spirits für drei Monate in Ex-Bourbon Barrels. Letztlich kam der Spirit bis zum Reifealter von drei Jahren in Ex-Bordeaux-Fässer. Ein kleiner Teil des Whiskeys kam für weitere drei Monate in Ex-Peated Whiskey Casks.

Hierbei erfolgte die Lagerung im Storehouse von Wayward Spirits auf dem historischen Familiengrundstück der O’Connells an den Seen von Killarney. Dazu O’Connell:

“Hier zwischen den höchsten Bergen Irlands, dem Atlantik und den Seen von Killarney herrscht ein sehr eigenes, unbeständiges Klima. Dieses ist denkbar ungeeignet, um ertragreich Getreide anzubauen. Jedoch glauben wir, dass durch das Klima, dem Getreide ein besonderer Geschmack verliehen wird. Zudem herrschen in unserem Storehouse durch das wechselhafte Wetter extrem günstige Lagerbedingungen für Whiskey.“

Vol.: 46 %
Füllmenge: 0,7 Liter

Aroma: Kirschnoten, Honig, würzige Noten
Geschmack: Süße vom Honig, vollmundig, ganz leichter Rauch, etwas Frucht
Nachklang: langanhaltend mit Frucht und Würze16

UVP: 189,90 €, hier im Webshop

Wie die Kombination aus Klima, Getreide, Destillat und Lagerhaus wirkt, soll das erste, dreijährige Lakeview Single Estate Coming of Age-Release dem Genießer nun zeigen. Der Single Pot Still Irish Whiskey hat 46 Prozent Alkoholvolumen. Zu jeder Flasche gehört ein extra Sample von vier Zentilitern. Das Coming of Age-Release ist das erste einer nun kommenden Serie von Lakeview Single Estate Whiskeys.

Wayward Spirits: Whiskey Bonders aus Killarney

Die Geschichte von Wayward Irish Spirits beginnt im Jahr 2018. Zu der Zeit bestückte Inhaber Sir Maurice O’Connell, Nachfahre des berühmten Iren Daniel O’Connell, ein 300 Jahre altes Steingebäude auf dem historischen Familiengrundstück mit Whiskeys und New Makes aus verschiedenen Brennereien. Ihnen gab der Whiskey Bonder ausgesuchte Finishes und veröffentlichte diese über die Jahre unter der Marke The Liberator. Insbesondere Wein-Finishes sind die Spezialität von O’Connell. Vor allem Portwein hat es dem Weinkenner angetan. In 2020 erschien mit The Liberator Tawny Port Finish das erste Release.

Historisch ist auch O’Connells Bezug zu Wein, denn seine Familie war im 17. und 18. Jahrhundert im Südwesten Irlands berühmt für den Handel mit Weinen und Spirituosen vom europäischen Kontinent und aus Übersee. Somit liegt das Whiskey Bonding, also Fassreifung von Whiskey, Blending und Finishing, in der O’Connell-DNA.

Zukünftig plant Wayward Irish Spirits den Bau einer eigenen Brennerei. Hierin soll sich schließlich der Kreis schließen und der Lakeview Single Estate Whiskey zu 100 Prozent selbst hergestellt werden.

Sansibar Whisky mit neuen Bottlings von Hidden Spirits

Sansibar Whisky stellt uns in ihrer heutigen Presseaussendung vier Abfüllungen des italienischen Independent Bottler Hidden Spirits vor, die jetzt auf dem deutschen Markt erhältlich sind. Hier alle weiteren Details und Infos zu den Bottlings sowie Tasting Notes:

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Neue Bottlings von Hidden Spirits aus Italien für den deutschen Whiskymarkt

Der italienische Independent Bottler Hidden Spirits hat sie abgefüllt, Sansibar Whisky hat sie für den deutschen Whiskymarkt importiert – vier junge, wilde schottische Malts mit einer Reifezeit um die 10 Jahre. Mastermind Andrea Ferrari erfreut sowohl die Genießer als auch die Sammler seiner Abfüllungen mit 3 Speyside Single Malts und einem Campbeltown Blended Malt. Bei den Speyside Destillerien handelt es sich um Benriach, Tomintoul und Glen Spey, der Campbeltown Blend ist eine Vermählung von Whiskys der drei dort beheimateten Destillerien Springbank, Glengyle und Glen Scotia. Kraftvoll und ungezähmt kommen sie daher, sind frisch und spritzig an der Nase und am Gaumen, eine enorme Fruchtigkeit zeichnet sie aus. Alle vier sind nicht kühlfiltriert und ungefärbt, zwei in Fassstärke abgefüllt (Highproof Serie), zwei auf etwas erhöhte Trinkstärke von 48.0% alc./vol. angepasst (Classic Serie).

Aber nun zu den einzelnen Whiskys:

Benriach 7y old
(Classic Serie)

Dieser Single Malt aus der südlich von Elgin gelegenen Destillerie Benriach wurde 2015 destilliert und reifte über 7 Jahre in einem ehemaligen Bourbon Hogshead, Cask ref. BH1522. 2022 wurden 240 Flaschen mit 48.0% abv. abgefüllt.

Tastingnotes

Farbe: Stroh

Nase: reife Birne, mehliger Apfel, Mango, Limette mit Zuckerguss und aroma-tischer Kräuternote

Mund: weich und samtig, fruchtig mit tropischen Akzenten, feine Süße, Vanille und Kräuter

Abgang: lang, trocken und mineralisch, fruchtiger Nachgeschmack


Campbeltown Blend 8y old
(Classic Serie)

Die drei Destillerien in Campbeltown spendierten jeweils in 2014 produzierte Destillate, die in einem refill Sherry Cask (Cask ref. HS02B) bis 2022 reiften. Mit einem Alter von 8 Jahren und einem ABV von 48.0% wurden 256 Flaschen abgefüllt.

Tastingnotes

Farbe: Stroh

Nase: Malz, Zitrus, grasig und floral, mit Grapefruit, Bitterorange und mineralischer Note

Mund: fruchtig, mit feinem Rauch, Malz und etwas Salz, pfeffrig und deutlich mineralisch

Abgang: würzig und trocken, mit feiner Adstringenz


Tomintoul 11y old
(Highproof Serie)

In dieser im Herzen der Speyside und nicht weit vom gleichnamigen, höchstgelegenen Dorf der schottischen Highlands entfernt, wurde dieser Tomintoul 2011 destilliert. Nach einer mehr als 11jährigen Reifezeit in einem refill Sherry Cask (Cask ref. TM1122S) wurden 2022 genau 271 Flaschen mit 52.3% abv. abgefüllt.

Tastingnotes

Farbe: Gold

Nase: Marzipan, Leder und Toffee, mit Trockenfrüchten, Datteln und Malz

Mund: malzig mit schöner Fruchtigkeit, cremiges Mundgefühl, mit Karamell, Schokolade und Trockenfrüchten

Abgang: lang, mit Karamell, kandiertem Apfel, Honig und floralen Noten


Glen Spey 12y old
(Highproof Serie)

In dieser eher unbekannten Destillerie, gelegen im kleinen Örtchen Rothes neben solch mächtigen Nachbarn wir Glen Grant, Glenrothes und ehemals Caperdonich, destillierte man diesen Whisky 2009. Danach schlummerte er mehrere Jahre in einen refill Hogshead, bevor er für ein Finish in ein Oloroso Sherry Cask umgebettet wurde. Nach insgesamt 12 Jahren Reifezeit wurde der Glen Spey 2022 gebottelt. Die Abfüllung ergab 259 Flaschen mit einem ABV von 53.9%.

Tastingnotes

Farbe: Stroh

Nase: Banane, Papaya, Ananas, frisch gesägtes Holz, weiße Schokolade, Nuss und Malz

Mund: fruchtig, angenehm weich, gut eingebundenes Holz und Alkohol, Rosinen, Nuss und pfeffrige Würze

Abgang: sehr lang und sehr trocken, pfeffrig und adstringent

Die schottische Regierung verärgert die Scotch Whisky Industrie

Im November legte die schottische Regierung ein Papier zur Begutachtung bis zum 9. März vor, dass extrem strenge Beschränkungen bei Werbung für und Kommunikation über alkoholische Getränke vorsieht (wir berichteten). Eine endgültige Entscheidung ist hier noch nicht gefallen, der Prozess der Meinungsbildung sowie -findung noch nicht abgeschlossen, und die Argumente für und wider dieser Maßnahmen werden gesucht, gefunden und veröffentlicht. Hier heißt es dann auch für alle Beteiligten, auch auf kleinere Statements aufmerksam zu werden und entsprechend zu reagieren. So wie zum Beispiel heute: In Bemerkungen, die im Rahmen einer Konsultation zur Beschränkung von Werbung und Verkaufsförderung für Alkohol, hieß es nach The spirit business:

“Without branding and other marketing strategies, alcohol products in each beverage sub-sector are essentially variations of the same thing.”

Übersetzt: Ohne Branding und andere Marketingstrategien seien Alkoholprodukte in jedem Untersektor im Wesentlichen Variationen derselben Sache. Und natürlich muss so eine These nicht lange auf Widerspruch warten. Whisky Consultant und Broker Blair Bowman findet, die „Ignoranz“ der schottischen Regierung sei „erstaunlich“. Der Bericht habe Jahrhunderte des Geschicks und Handwerks in der Herstellung von Scotch Whisky, einer „weltweit ikonischen Spirituose“, auf „nur eine Spielerei“ reduziert. Bereits vor zwei Tagen zeigte er sich gegenüber der BBC wütend bezüglich des Berichtes.

Und auch die Scotch Whisky Association als Interessenverband der Scotch-Whisky-Industrie reagierte. Sie sei tief besorgt über die Maßnahmen, die die schottische Regierung vorgelegt hat und verwies auf ihre eigenen Code of Practice for the Responsible Marketing and Promotion of Scotch Whisky, dem sie erst im November die Influencer Guiding Principles hinzufügte (wir berichteten).

Forgotten Masterpieces – Gordon & MacPhail Lost Distilleries Tasting im Brühler Whiskyhaus

Das Unwiderbringliche übt einen eigenen Reiz aus, denn es birgt die wohl gewichtigste Form von Exklusivität. Bei Whisky bedeutet es: Jeder Whisky aus den Beständen einer verloren gegangenen Brennerei verringert gnadenlos die Bestände, bis tatsächlich nichts mehr davon erhältlich ist. Und darum faszinieren Whiskys aus diesen Destillerien Whiskyfreunde auf der ganzen Welt.

Wenn es in der Whiskywelt so etwas wie einen Kurator für die letzten Bestände vieler dieser Brennereien gibt, dann ist es zweifellos Gordon & MacPhail. Der unabhängige Abfüller aus Elgin besitzt wohl die größte Sammlung von Fässern aus Destillerien, die es nicht mehr gibt oder die nicht mehr produzieren. Das ist deshalb, weil das Unternehmen als alteingesessener Familienbetrieb seit über 125 Jahren beste Kontakte zu den Brennereien pflegt – UND schon früh die Bedeutung eigener Lagerbestände erkannt hat. So finden sich in den Warehouses des Unternehmens echte Schätze – die knapp vor Weihnachten bei einem besonderen Tasting im Brühler Whiskyhaus verkostet werden konnten.

Das Tasting war das einzige seiner Art in Europa – und wenn man sich ansieht, was Gordon Muir, European Sales Manager bei Gordon & MacPhail in den Whiskyshop von Marco Bonn mitnahm, dann versteht man auch warum. Flankiert von einem Longmorn 1987 und einem Strathisla 1987, die von Marco Bonn und Kirsch Import zur Verfügung gestellt wurden, hatte Muir sechs Losts im Gepäck:

  • Imperial 1993
  • Glen Mhor 1982
  • Lochside 1981
  • St. Magdalene 1982
  • Convalmore 1982 und
  • Banff 1975

Begleitet wurde die Verkostung, mitveranstaltet von dem deutschen Importeur von Gordon & MacPhail, Kirsch Import sowohl kulinarisch – mit einem dem Anlass entsprechend ausgezeichneten 4 Gänge Menü, als auch den Informationen und Anekdoten von Gordon Muir und Marco Bonn.

Ob nun Lost Distillery oder nicht: jeder einzelne der an diesem Abend von den rund 30 Gästen verkostete Whisky konnte auf seine Art überzeugen – und zeugte damit von dem Fachverstand der Menschen bei Gordon & MacPhail, die ihre insgesamt 38.000 lagernden Fässer erstens bestens betreuen und zweitens aus Erfahrung wissen, wann der beste Zeitpunkt für eine Abfüllung der Schätze gekommen ist.

Gordon Muir gewährte im Lauf der Verkostung aus sehr interessante Einblicke in die Arbeitsweise von Gordon & MacPhail. Man kauft nur selten direkt New Make, um ihn in den eigenen Warehouses reifen zu lassen. Zumeist lagern die Fässer, die Gordon & MacPhail selbst zur Verfügung stellt (man will gerne die komplette Kontrolle über die Fassreifung behalten) noch in den Ursprungsdestillerien, bevor sie nach ca. sechs Jahren in die Lagerhäuser des unabhängigen Abfüllers überführt werden.

Apropos Schätze: Natürlich sind die Whiskys aus Lost Distilleries nicht günstig, und in der allgemeinen Preisentwicklung stechen sie nochmals hervor, da sie tatsächlich immer seltener und daher für den Markt immer wertvoller werden. Imperial, als einer der noch halbwegs verfügbaren Whiskys aus Lost Distilleries, ist da mit seinen unter 400 Euro pro Flasche eine Ausnahme – Raritäten wie Banff oder Lochside sind nur mehr um das Zehnfache davon zu erhalten.

Eine immer wieder gerne gestellte Frage: Schmeckt man, dass ein Whisky mehrere tausend Euro kostet? Die Antwort ist eindeutig: Nein. Man schmeckt, dass er etwas Außergewöhnliches ist, denn die meisten dieser Whiskys haben eine Art von Geschmack, die man in den aktuellen Kreationen der Destillerien nicht findet – einerseits wegen der zumeist langen Reifungszeit, andererseits aber auch deshalb, weil die Produktion vor 40, 50 Jahren einfach noch ganz anders erfolgte und die Rohstoffe anders waren. Der Preis orientiert sich aber weniger am Geschmack als an der Seltenheit und der Nachfrage – diese beiden Dinge bezahlt man zu allererst, wenn man einen Lost verkosten will.

Die Whiskygenießer, die an diesem Abend zugegen waren, konnten am Ende des Abends ihren Lieblingswhisky per Applaus bestimmen – nach Nennung der einzelnen Whiskys durch Michel Reick, der für den Importeur Kirsch Import mit bei Marco Bonn war. Sieger wurde, unserer Meinung nach völlig zu Recht,  der Lochside mit seinen 40 Jahren und einem sehr lebendingen, fruchtigen und tiefgehenden Geschmacksprofil – eben very old style. Aber wie schon gesagt: Verstecken brauchte sich in dieser Verkostung kein einziger Whisky – und die perfekte Menübegleitung tat das Ihre dazu, dass dieser Abend ein ganz besonderer wurde.

Unsere drei ganz persönlichen Top Whiskys waren jedenfalls der Lochside, der wunderbar lowlandische St. Magdalene und der Glen Mhor, der weniger durch Geschiffenheit als durch das Ursprüngliche, etwas Ruppige und Nussige überzeugte. Und jetzt, da diese Zeilen geschrieben sind, ist die Lust, die acht Whiskys des Abends nochmals zu verkosten, zwar nutzlos, aber nur schwer beherrschbar…

Unser Dank gilt Kirsch Import für die Einladung zu diesem Tasting, Marco Bonn für die Gastfreundschaft im Brühler Whiskyhaus und Gordon Muir von Gordon & MacPhail für die fachkundige Begleitung. Ein Interview mit Marco Bonn und einen Videorundgang durch den Tasting-Raum und das Geschäft in Brühl finden Sie hier.

Jameson mit Kampagne für verantwortungsvollen Alkoholkonsum

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Die irisch Whiskey-Marke Jameson stellt heute ihre neue Werbekampagne vor. Nach „Widen the Circle“ und „The Drop“ geht es diesmal nicht direkt um ihren Irish Whiskey. Haupthema der Kampagne Easy Does It ist der verantwortungsvolle Alkoholkonsum. Wie bereits in „Widen the Circle“ spielt die Schauspielerin und Komikerin Aisling Bea erneut eine Hauptrolle. Die neue Werbekampagne entwickelte TBWA Dublin, Tom Merilion inszenierte sie und für die Produktion war Speers Film zuständig. Sie zeigt, wie es bei The spirit business heißt, mehrere typische gesellschaftliche Trinkgelegenheiten, die jeweils den sozialen Druck hervorheben, der zu übermäßigem Konsum führt. Brendan Buckley, International Marketing Director bei Irish Distillers, dem Eigentümer von Jameson, sagte:

„Jameson setzt sich dafür ein, verantwortungsbewusstes Trinken unter den Verbrauchern zu fördern. Unser Ziel ist es, bei allen Trinkern Anklang zu finden, indem wir auf verständliche und authentische Weise über ein ernstes Thema sprechen und die Haltung der Marke widerspiegeln. Wir hoffen, dass unsere Botschaft glasklar ist – Sie müssen nicht trinken, um sich zu amüsieren.“

Die Kampagne wird am 16. Januar in Irland debütieren, später im Jahr werden dann weltweit TV-, Digital- und Social-Media-Plattformen folgen. Auf Youtube ist der Film zur Easy Does It-Kampagne bereits zu sehen:

Robb Report über den ersten chinesischen Single Malt Whisky

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Single Malt Whisky aus China? Uns fallen bei diesem Thema die Chuan Malt Whisky Distillery von Pernod Ricard und die Eryuan Malt Whisky Distillery von Diageo ein. Bis diese beiden Brennereien ihren Spirit als Whisky abfüllen werden, wird es noch einige Zeit brauchen. Doch der erste chinesische Single Malt Whisky kommt aus der Liuyang Goalong Liquor Distillery. Sie befindet sich in Changsha, der Hauptstadt und größten Stadt der Provinz Hunan.

Seit 2018 stellt die Destillerie (unter anderem auch) Whisky her, und exportiert sowohl Grain als auch Malt Whisky in 50 Ländern. Jonah Flicker beschäftigt sich im Robb Report etwas näher mit der Brennerei und verkostet den Goalong 1st Chinese single malt whiskey (Die Schreibweise des Produktes variert), der in einer sehr ausgefallen Flasche erscheint, und auf dem US-amerikanischen Markt für zwischen 130 und 150 US-Dollar erhältlich ist. Die Gerste für den Single Malt Whisky kommt aus Australien, der Whisky hat ein Alter von 5 Jahren, die er in Ex-Bourbon-Casks verbrachte. Jonah Flicker beschreibt den Malt als schmackhaften und fruchtigen Single Malt, dem etwas die Komplexität fehlt. Dies liegt allerdings etwas in der Natur der kurzen Reifung, und findet sich ebenfalls bei vielen anderen jungen Whiskys.

Screenshot aus dem Video The 1st Chinese Single Malt Whiskey by Goalong Distillery

Auf Youtube findet sich ein Video mit Altersbeschränkung zu dieser Abfüllung. Es wurde im November 2020 hochgeladen. Und so kollidieren die Altersangabe des Whiskys und der Start der Whisky-Produktion ein wenig. Ebenfalls auf Youtube und auch mit einer Altersbeschränkung findet sich ein recht neuer Clip zu einer Small Batch Abfüllung.

Mehr Infos zur Liuyang Goalong Liquor Distillery finden Sie auf der Website der Brennerei. In ihrem Portfolio findet sich neben dem Single Malt Whisky auch verschiedene Blends, Brandy, Vodka und Gin sowie weitere alkoholische Getränke.

Serge verkostet: Bladnoch im Duett

Eine Menge aktiver Fass-Einfluss sowie deutliche Citrus-Noten erwarten uns heute im Tasting auf Whiskyfun. Im Fokus steht die Lowland-Brennerei Bladnoch. Neben der Destillerie-Abfüllung Liora aus dem vergangenen Jahr (wir stellten Ihnen diese Abfüllung im Oktober vor) verkostet Serge Valentin den 27-jährigen Bladnoch aus der Darkness! Serie. Für die beiden unterschiedlichen Whiskys wurden jeweils andere Fass-Arten eingesetzt (frische amerikanischen Weißeiche auf der einen, Finish in kleinen PX-Casks auf der anderen Seite). Die Benotung fällt jedoch bei Beiden gleich aus.

Btw: Liora kommt aus dem Hebräischen und bedeutet „das Geschenk des Lichts“.

AbfüllungPunkte

Bladnoch ‚Liora‘ (52,2% , OB, 2022)87
Bladnoch 27 yo (56.7%, Master of Malt, Darkness!, cask #30337, 100 bottles, 2017)87
Bladnoch. Ölbild von David Christopher Schlierenkämper