Die Destillerie Jura auf der gleichnamigen Insel hat vor einiger Zeit ihre Range umgestellt (und dafür, im Speziellen für den Jura 10, unsere Auszeichnung als Whisky des Monats eingeheimst). Nun folgt dem Produktrelaunch auch ein Relaunch der Werbekampagne.
Unter dem Motto „Say Hello To Jura“ möchte man nun neue Fans für die Whisky der Inseldestillerie gewinnen. Kirsteen Beeston, Head of International Malts Brands at Whyte & Mackay, dazu:
“We know our audience are looking for brands with a real sense of purpose, and that when they hear our brand story they are captivated by the role Jura Distillery plays within its surroundings. Jura, as a tiny island community, produces a malt unlike any other because all 212 islanders have an emotional stake in the distillery and the whiskies produced there.”
Einen sechstelligen Betrag in Pfund will man für die Verbreitung der neuen Kampagne in die Hand nehmen, und ein Teil davon ist ein – unserer Meinung nach sehr gelungener – Imagefilm für die Brennerei (auch auf Youtube), den wir Ihnen obenstehend zeigen dürfen.
Gedacht ist der knapp eineinhalbminuten lange Film, so wie die gesamte Werbelinie, für Großbritannien. Dort will man auch mit anderen Werbemitteln, in klassischen Kanälen und in digitalen Medien, an das Herz und die Brieftasche der Konsumenten gelangen.
Im Rahmen des diesjährigen Fèis Ìle auf Islay findet am 30. Mai ein eigenes Festival der unabhängigen Abfüller statt – zentral gelegen in Bowmore. Wir haben zum The Indie Whisky Fèis Ìle einige Informationen erhalten, die wir gerne mit Ihnen teilen. Wenn Sie während des Festivals auf Islay sind, wäre das eine sicher interessante Anregung:
The Indie Whisky Fèis Ìle
Thursday 30th May 2019
1200 – 1700 hrs
Bowmore Hall
Main Street, Bowmore
We are pleased to announce that Islay’s inaugural Independent Bottlers’ festival within the Fèis Ìle will take place in The Bowmore Hall on 30th May 2019 from 12pm to 5pm. The event will showcase Independent Bottlers’ vast array of Islay and Jura whiskies for the first time with the blessing of the Fèis Ìle Committee.
All paying visitors will be provided with a Glencairn glass to keep and use to receive their drams, and will be able to purchase bottles of whisky direct from the exhibitors.
Dramfool will be releasing an official Fèis Ìle bottling for purchase at the event, a 14 year old first fill sherry hogshead of Port Charlotte.
Stovies, oatcakes & Scottish cheddar, Clootie Dumpling, Shortbread, Cranachan and other refreshments will be available to purchase from the adjoining kitchen run by the Ladies from St. John’s Church.
Masterclasses:
Several masterclasses will also be hosted at the festival and will be announced on the Islay Festival website in the run up to the event. The first announced is a Wemyss Malts masterclass in which several of their peaty malt whiskies and new single casks releases will be tasted. Attendees will also help produce a limited edition Peat Chimney malt whisky live at the tasting to bottle and take home.
Zwar haben wir vor zwei Tagen bereits in einem kurzen Artikel über das Ergebnis einer Charity-Auktion bei Sotheby’s berichtet, bei der der The Dalmore L’Anima um satte 108,900 Britische Pfund versteigert wurde – nun aber sendet uns die Destillerie über ihre Agentur eine ausführlichere Pressemitteilung zu diesem erfreulichen Resultat – und diese wollen wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten, zumal sie auch die Tasting Notes zum Whisky enthält:
The Dalmore Whisky Rarität L’Anima 49 Years Old erzielt £108.900 bei Sotheby’s Auktion
Hamburg/London, Mai 2019. The Dalmore Whisky, einer der weltweit begehrtesten Single Malt Scotch Whiskys, und der italienische Michelin-Sternekoch Massimo Bottura haben mit der The Dalmore L’Anima Abfüllung einen herausragenden Whisky geschaffen, der sich als Hommage an die Tradition und Innovation präsentiert, die beide Männer in ihr Handwerk einfließen lassen. Diese Rarität, die in Kooperation mit The Dalmore Master-Blender Richard Paterson entstanden ist, bildet die erste Zusammenarbeit dieser Art für Massimo Bottura und ist weltweit einmalig. Die exklusive Abfüllung konnte vom 25. April bis 09. Mai 2019 exklusiv online beim traditionsreichen Auktionshaus Sotheby’s ersteigert werden und wurde nun für beachtliche £108.900 (ca.126.000€) verkauft. Der gesamte Erlös geht an die von Bottura gegründete Non-Profit-Organisation Food for Soul, die sich für einen verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln einsetzt.
„Die Abfüllung ist ein einzigartiger The Dalmore Whisky. Sie ist das Ergebnis einer fantastischen Zusammenarbeit zwischen Massimo und mir. Als Massimo und ich anfingen die Kooperation zu besprechen, war es ganz klar, dass wir die Leidenschaft dafür teilen, das Leben mit exzellentem Essen und Trinken zu feiern. Diese Leidenschaft wird in dieser behutsam komponierten Abfüllung eingefangen. Es ist wichtig, dass Food for Soul von der Auktion profitiert, damit mehr Menschen die Möglichkeit haben, den einfachen und doch wundervollen Moment des gemeinsamen Essens mit Menschen, die einem wichtig sind, zu genießen. Es ist ein Privileg, die Vision von Massimo zu unterstützen“,
schwärmt Richard Paterson von der gemeinsamen Arbeit.
„Wir fühlen uns geehrt, ein Teil dieser großartigen Kooperation mit The Dalmore zu sein, die die Facetten dieses weltweit angesehenen Whiskys hervorhebt und ihnen eine italienische Note verleiht. Ich bin begeistert, dass dieses außergewöhnliche Projekt, mit der Unterstützung von Sotheby’s, Food for Soul darin unterstützt, Projekte ins Lebens zu rufen, die die Kultur und das gemeinschaftliche Zusammensein auf der ganzen Welt zelebrieren“,
ergänzt Massimo Bottura.
The Dalmore L’Anima (italienisch für „Seele“) ist von den persönlichen Gesprächen zwischen Bottura und Paterson und ihrer gemeinsamen Kreativität inspiriert. Hierfür wählte Paterson erstklassige Whiskys aus, die durch ihre Schokoladen- und Orangennoten bestechen, für die The Dalmore weltweit berühmt ist. Diese typische Charakteristik des Hauses wurde durch Paterson mit Präzision in Einklang mit Geschmacksnoten gebracht, die an das Schaffen von Botturas Kochkunst und seiner italienischen Küche erinnern.
The Dalmore L’Anima ist das Ergebnis dreier Assemblagen, die von Richard Paterson mit außerordentlicher Finesse in den exquisitesten Fässern der Destillerie zusammengeführt worden sind. The Dalmore L’Anima ist eine Vermählung von seltenen Dalmore Abfüllungen, die in frisch geleerten Small-Batch-Bourbon-Fässern, Gonzalez Byass Fässern, in denen zuvor 40 Jahre alter „Pedro Ximénez“ Sherry reifte, und Graham’s Vintage Port Pipes lagerten. In der Nase versprüht The Dalmore L’Anima exotische Aromen sonnengeküsster Rosinen, Bitterschokolade und englischer Marmelade. Am Gaumen entfalten sich ein Hauch von frisch gebrühtem Java-Kaffee, Demerara-Zucker, Pekannuss-Pie und Crème Brûlée, abgerundet vom Geschmack von Sanguinello Blutorgangen, Melasse und saftiger Feigen. Der Whisky hat einen Alkoholgehalt von 41,5% Vol. und schimmert in einem eleganten Dekanter aus Kristallglas, verziert durch edle Elemente aus Sterling-Silber. So unterstreicht der hochwertige Flaschenhals, Korken, ikonische Zwölfender und die hochwertige Gravur die Exklusivität dieser Abfüllung. Eingebettet ist The Dalmore L’Anima in einer maßgeschneiderten, luxuriösen Holzbox aus italienischem Olivenholz, Schwarznussbaum und Ebenholz, handgefertigt vom schottischen Kunsthandwerker John Galvin.
Verkostungsnotiz:
Aroma: sonnengereifte Rosinen, Bitterschokolade und englische armelade
Gaumen: Crème Brulée, Pekannuss-Kuchen und Java-Kaffee
Über 25 Jahre Erfahrung konnte Max McFarlane bei Edringtons Marken und Ex-Marken wie Famous Grouse, Cutty Sark, Bunnahabhain, Tamdhu und Highland Park sammeln. Jetzt gibt die Lowland Destillerie Ardgowan bekannt, dass der Industrieveteran ihr Team als Whisky Maker und damit veranwortlich für die Qualität ihres Outputs unterstützen wird.
Max McFarlane
McFarlane wird dort eine neue Whiskyrange entwickeln, deren Details noch nicht bekannt sind. Aber laut seinen Angaben wird es sich dabei um einen Single Malt, einen Blended Malt und einen Grain Whisky handeln.
Ardgowan entsteht in der Heimatstadt von Max McFarlane, Inverkip, und soll 2020 in Betrieb gehen. Nach allen Quellen scheint der Zeitplan für die Eröffnung auch zu halten – der Baubeginn ist in diesem Jahr. Dementsprechend sind die Whiskys, die McFarlane entwickeln wird, natürlich nicht aus der Brennerei selbst, sondern aus zugekauften Fässern aus ganz Schottland.
Am heutigen Mittwoch sucht Serge Valentin von Whiskyfun nach eigenen Angaben unter einer Menge an Abfüllungen aus der Highland-Brennerei Benrinnes nach solchen, die ihm weniger gefallen – was darauf hindeutet, dass er sich eigentlich ohnehin nur Gutes erwartet.
Können die sechs Bottlings von heute in der Verkostung seinen Ansprüchen gerecht werden? Urteilen Sie selbst:
Benrinnes 15 yo (43%, OB, Flora & Fauna, +/-2018): 85 Punkte
Benrinnes 23 yo 1995/2019 (49.6%, Signatory Vintage for The Single Malt Whisky Shop, Belgium, Italian Cars Series, hogshead, cask #9059, 222 bottles): 88 Punkte
Benrinnes 26 yo 1991/2018 (49.2%, The Single Malts of Scotland, cask #509, 165 bottles): 90 PUnkte
Benrinnes 20 yo 1997/2018 (54.9%, Signatory Vintage, 30th Anniversary, sherry hogshead, cask #9731, 212 bottles): 90 Punkte
Benrinnes 14 yo 2004/2018 (56.9%, Cadenhead, Authentic Collection, bourbon hogshead, 294 bottles): 88 Punkte
Benrinnes 18 yo 2000/2018 (58.5%, Cadenhead, Authentic Collection, bourbon barrel, 150 bottles: 88 Punkte
Der sprichwörtliche Griff ins Klo war da heute also sicher nicht dabei. Mal sehen, wie es morgen im vermuteten zweiten Teil weitergeht…
Anfang Mai begeht die auf historischen Grund entstandene Lindores Abbey Distillery die „Burning of the Bear Ceremony„, eine Tradition, die von der McKenzie Familie vor 50 Jahren ins Leben gerufen und jetzt von der Destillerie übernommen wurde. Fassbesitzer und Mitglieder des Vereins zur Pflege der Abbeyruine sind dazu eingeladen.
Zwei der geladenen Gäste waren auch Stefan Bügler und Nicole Krohn aus Hamburg, die dort fotografierten und ihre Eindrücke zu einem lesenswerten Reisebericht zusammenstellten. Stefan Bügler stellte uns seinen Text und seine Bilder sowie die Bilder von Nicole Krohn zum Publizieren für unsere Leser zur Verfügung – wofür wir uns sehr herzlich bedanken.
Kommen Sie also mit auf eine Reise an den Ursprungsort des schottischen Whiskys:
Burning of the Bear Ceremony, Lindores Abbey, am 4. Mai 2019
Zwischen Perth und Dundee, auf der Südseite des River Tay am Ortsende von Newburgh liegt die Lindores Abbey Distillery. Der Ort an dem sie steht, gilt als Wiege des schottischen Whiskys und Heimat von Friar John Cor, der 1494 die Genehmigung bekam, „8 bolls of malt“ für den König zu destillieren.
Die sichtbaren Überreste des ehemaligen Tironenser Klosters befinden sich nördlich der Abbey Road, die gleichzeitig die Highland-Lowland Line darstellt. Auf der anderen Straßenseite in den Lowlands liegt die Destillerie, die seit dem 20. Dezember 2017 ihren New Make Spirit produziert.
Am letzten Wochenende fand die traditionelle „Burning of the Bear Ceremony“ statt. Das Symbol des „Bären mit Stab“ geht über 1000 Jahre auf den Earl of Warwick zurück. Es steht im weitesten Sinn für Mut und findet in Großbritannien immer wieder Verwendung.
Im besonderen Fall von Lindores geht die Tradition auf den „bear stone“ zurück, der im Haus des Klosterabtes vermauert war. Vor rund 50 Jahren ließ die McKenzie Familie – heute Eigentümer der Destillerie – das Logo eines Bären mit Stab in einen Hügel unweit der Klosterruine pflügen und nutzte dessen Entzündung als Höhepunkt von Festivitäten, die u.a. Theaterstücke und historische Umzüge beinhalteten.
Die Tradition wurde nun von der Destillerie übernommen. Sie ist der jährliche Anlass, Mitglieder des Fördervereins zur Erhaltung und Pflege der Abbeyruine und Lindores Fassbesitzer einzuladen, um die Rückkehr der Destillation an diesen geschichtsträchtigen Ort zu feiern.
Natürlich ist der Bär auch im Lindores Logo verewigt.
Der Abend startete mit einem Warehouse Tasting. Destillerie Manager Gary Haggart, der in gleicher Funktion bei Cragganmore wirkte, stellte Lindores Mitarbeiter aus Produktion, Marketing und Sales vor, die als persönliche Paten für die jeweiligen Fassproben eines Lindores Spirit fungierten.
Schnell entwickelten sich Gespräche unter den Gästen und mit den Lindores Mitarbeitern. Viele zeigten sich sehr beeindruckt, dass der sehr volle, cremige und fruchtige Lindores New Make in der kurzen Lagerzeit über alle Proben hinweg schon eine sehr bemerkenswerte Reife und Geschmack erlangt hat.
Dann wurde es Zeit für die Rede des Destillerie Inhabers Drew McKenzie-Smith. Im Stillhouse schilderte er sehr emotional den Weg von der ersten Idee an dieser historischen Stelle wieder Whisky zu produzieren bis hin zu diesem Samstagabend. Das große Spotlight schien dabei auf den leider zu früh verstorbenen Whiskyexperten Dr. James Swan, der sehr großen Anteil und Einfluss auf die Gestaltung des Produktionsprozesses bei Lindores hatte. Ihm zu Ehren wurde dann auf viele kommende Jahre Whiskyproduktion mit einer Fassprobe aus einem STR-Cask (Shaved, Toasted, Re-Charred Wine Cask) angestoßen, eine Fassart, die Dr. Swan entwickelt hat. Slàinthe Mhaht!
Es legte sich nun langsam die Dämmerung über die Destillerie und den nahen River Tay. Die mittlerweile zahlreichen Besucher, die vor allem aus den umliegenden Ortschaften zu diesem traditionellen Fest strömten, versammelten sich auf der anderen Straßenseite in den „Highlands“, auf dem Gelände der alten Abbey und verfolgten die Entzündung des Bären auf dem nahen Hügel.
In vielen Gesprächen bei Burgern und Getränken zeigte sich die Verbundenheit der Einwohner mit dieser Tradition, die sie schon als Kinder erlebt hatten. Umso größer ist die Freude, dass sich im Ort die Lindores Abbey Destillerie etabliert hat, als wichtiger wirtschaftlicher und sozialer Faktor in der Region. Das wurde bis spät in die Nacht gefeiert.
Mein persönlicher perfekter Ausklang des Abends in der Bar von Lindores, einer Partner-Bar der Scotch Malt Whisky Society, war ein letztes Dram aus dem STR Cask, das sich gegen die Whiskies in der Bar schon behaupten konnte.
Mit dem immer noch brennenden Bären auf dem Hügel im Blick ging ich mit der Gewissheit in die Nacht, dass bei Lindores Abbey sehr viele interessante Abfüllungen für den Whiskyfan heranreifen und irgendwo Friar John Cor und Dr. James Swan ganz sicher zufrieden lächeln.
Im Februar haben wir ihn bereits auf der Datenbank der amerikanischen Zollbehörde gefunden – heute ist er offiziell vorgestellt worden: Der Laphroaig Càirdeas in seiner Ausgabe für 2019 trägt den Beititel „Triple Wood“, was von der Reifung in drei Fassarten kündet.
Die Dreifachreifung geschah in ex-bourbon Fässern, danach in quarter casks und zuletzt in europäischen Eichenfässern, die zuvor mit Oloroso Sherry belegt waren. Abgefüllt ist er mit 51,4% vol. – auf dem Label in der Datenbank war er noch mit einem Platzhalter von 48% Alkoholstärke angegeben.
Was meint John Campbell zum Laphroaig Càirdeas Triple Wood (Càirdeas steht übrigens für Freundschaft auf gälisch)? Laut The Whiskygg Business liest sich sein Kommentar so:
Our friends are very important to us at Laphroaig. It’s a polarising whisky, so it means a great deal that our fans remain loyal to our liquid and continue to push for newer expressions. Friends of Laphroaig gives us a great opportunity to engage with our supporters and give back to them with this exclusive Càirdeas whisky.
Den Laphroaig Càideas Triple Wood gibt es ab sofort online (nur für Friends of Laphroaig) und im Distillery Shop. Kostenpunkt: 77 Britische Pfund.
Vor einiger Zeit veranstaltete Beam Suntory in Wien einen Highball-Event mit Jim Beam Highball Experte Taki Nakatani , um diese in Japan und den USA bereits sehr beliebte Form, Whisky zu genießen, auch in Europa bekannter zu machen (wir haben dazu vor kurzem ein Video gebracht, Sie finden es hier).
Was es mit dem Highball auf sich hat, können Sie in der nachfolgenden Presseaussendung nachlesen. Und danach bringen wir für Sie ein PDF mit einfachen, aber sehr köstlichen Higball Rezepten zum Ausprobieren. Viel Vergnügen!
Beam Suntory erfindet den Highball neu
Whisky ist nur etwas für harte Männer? Stimmt nicht! Im heurigen Sommer freuen wir uns schon auf Whisky-Drinks für jeden Geschmack. Leicht, erfrischend und trotzdem mit Whisk(e)y! Als leichter, erfrischender Drink und idealer Begleiter für ein After Work get together passt der Highball auch zu einem frühen Abendessen.
Jim Beam Highball Experte Taki Nakatani
Der Highball wird der perfekte Sommerdrink!
In den 30-er Jahren war er der klassische „Drink of the day“. Weltweit entdecken einige der besten Bars gerade diesen klassischen Whisky Mix wieder neu. Beam Suntory hat schon jetzt die besten Rezepte für den kommenden Trenddrink des heurigen Sommers! Thomas Reicher, Sales Manager bei Beam Suntory: „Wir freuen uns, dass wir mit unseren weltweit führenden Whiskys eine große Bandbreite an hochwertigen Spirituosen für jeden Geschmack anbieten können. Zwei unserer Whiskys möchten wir speziell für die Zubereitung eines Highballs empfehlen. Neben unserem Jim Beam Kentucky Straight Bourbon, einem weichen und gut ausbalancierten Whiskey, laden wir mit dem Toki aus The House of Suntory dazu ein, auch eine völlig neue Geschmackserfahrung mit einem japanischen Blend zu machen!“ Der Jim Beam, gemischt in der klassischen Variante mit Soda, schmeckt würzig und pfeffrig mit einem klaren Nachklang. In diesem Highball ergänzen sich die weichen Bourbon-Karamelltöne und dessen natürliche Süße mit erfrischenden Zitrusnoten zu einem ausbalancierten Geschmack. Der Highball mit Toki Whisky aus The House of Suntory sollte mit stark kohlensäurehaltigem Wasser serviert werden und entfaltet dann seine komplexen und reichen Getreidearomen in Kombination mit frischen, grünen Noten wie grünem Apfel oder Basilikum. Für den österreichischen Geschmack empfiehlt es sich den Highball mit Cranberry-Sirup aufzupeppen oder anstelle des Sodawassers zB Ginger Ale zu verwenden.
The Art of the Highball:
Whisky, Soda und Eis – ein moderner Klassiker. Einfach herzustellen und gleichzeitig die Basisrezeptur für kreative Ideen, Garnierungen und individuelle Serves! Mit Jim Beam Kentucky Straight Bourbon gelingt der perfekte Highball mit Zitronensaft, Zuckersirup und Soda oder einfach mit Soda und Limetten- sowie Zitronenspalten. Perfekt ergänzt wird der Highball auch mit Zuckersirup und Minze („Jim Beam Limette und Minze Highball“). Varianten zum klassischen Highball mit Soda sind „Jim Beam Cola“, „Jim Beam Ginger Ale“ oder „Jim Beam Tonic“, der „Kentucky Splash“ gelingt mit Lime Cordial (gesüßtem Limettensaft), der „Jim Beam Cranberry Highball“ mit Cranberry Sirup.
Erfunden im United Kingdom, populär geworden in den United States und perfektioniert in Japan – daher wird der Highball auch oft als japanischer Drink bezeichnet und mit dem Mizuwari verwechselt, der ebenfalls Whisky und Wasser enthält. Der wichtige Unterschied, der den Highball ausmacht: Das Sodawasser!
Bei seiner Verkostung heute bewegt sich Serge in der Speyside – und probiert Abfüllungen der vielleicht berühmtesten aller Destillerien dort: Macallan. Alterslose und solche mit Altersangaben befinden sich darunter, und die Wertungen der Abfüllungen bewegen sich zwischen 80 und 93 Punkten.
Das Bottling mit 93 Punkten ist natürlich nichts Übliches, sondern ein 25 Jahre alter Macallan aus dem Jahr 1975. Hier die gesamten Wertungen der Verkostung von heute:
Macallan ‘Classic Cut 2018’ (51.2%, OB): 82 Punkte
Macallan ‘Classic Cut 2017’ (58.4%, OB): 80 Punkte
Macallan 13 yo 1990/2004 (46%, Eilan Gillan, France, sherry/bourbon casks, 190 bottles): 87 Punkte
Macallan 25 yo 1975 (54%, Casa De Vinos, Australia, sherry butt, cask #17113, +/-2000): 93 Punkte
Unser Leser Jochen Wied hat uns noch eine schöne Fotostrecke überlassen, nämlich jene zum Lochranza Castle (dem Namensgeber der neuesten Sonderabfüllung aus der Destillerie Arran) und zu der Destillerie selbst.
In 18 Aufnahmen nimmt er uns mit an diese beiden Orte, und natürlich auch in die Brennerei selbst, wo wir uns im Still Room ebenso umsehen können wie bei den angrenzenden Washbacks. Viel Vergnügen bei den Bildern!
In den nächsten acht Tagen kommt es wegen einer Auslandsreise der Redaktion bei News zu ungewohnten Veröffentlichungszeiten. Statt pünklich am Morgen werden einige Nachrichten erst „verspätet“ am Nachmittag oder Abend erscheinen.
Grund dafür ist die Zeitverschiebung, die uns an unserem Rechercheort erwartet: Sie beträgt sieben Stunden. Wenn bei Ihnen um 9 Uhr die Bürozeit beginnt, ist es für uns dann erst zwei Uhr am Morgen.
Am Dienstag sind zudem die Flugzeiten derart, dass wir über den Tag nur dann updaten können, wenn während des Transatlantikfluges eine Internetverbindung besteht. Sollte das nicht der Fall sein, werden manche News erst am Mittwoch erscheinen können.
Wir bitten um Verständnis – wir bringen, sozusagen als Kompensation, sicher interessante Berichte für Sie mit!
Und hier ist nun auch die offizielle Pressemitteilung zum Launch des ersten Single Malts von den St. Kilian Distillers:
Whisky-Premiere: St. Kilian Distillers feiert den ersten Single Malt
St. Kilian Distillers – Der Signature One
Rüdenau, 13. Mai 2019. „One“ heißt er und ist der erste Whisky, mit dem St. Kilian Distillers, Deutschlands größte Whisky-Destillerie, den Markt für Single Malt Fans bereichern. Diesen Meilenstein feierte das Team um Master Distiller Mario Rudolf gebührend. Am Freitagabend wurde der Whisky – made in Germany vor 400 Gästen präsentiert.
St. Kilian Distillers – Master Distiller Mario Rudolf vor der Brennblase
„Es ist ein wahnsinnig gutes Gefühl jetzt hier zu stehen, drei Jahre nachdem wir unser erstes Fass befüllt haben, mit unserem Whisky in der Hand!“ Master Distiller Mario Rudolf präsentiert das Ergebnis von Experimentierfreude, Teamgeist und hochwertigen Zutaten mit spürbarer Begeisterung. „Unsere allererste Abfüllung, First Kilian, war mit 760 Flaschen stark limitiert und im Vorverkauf sehr schnell weg. Daher haben wir zum Whisky-Start mit unserem One noch einen weiteren großartigen Single Malt nachgelegt“,
erklärt Mario Rudolf zur Premiere der neuen Reihe „Signature“. Ganz nach dem Motto des neuen Markenauftritts von St. Kilian Distillers: Echt. Überraschend.
Der „One“ ist ein echter Single Malt Whisky – made in Germany, aber zu Hause auf der ganzen Welt: 100 Prozent gemälzte Gerste aus Deutschland, original schottische Brennblasen der Firma Forsyths, fünf exzellente Fässer. Ehemalige Bourbon-, Rum- und PX-Sherryfässer sowie Ex-Bourbon-Quarter-Casks und Fässer aus Kastanie kreieren einen weichen Single Malt mit Noten von tropischen Früchten und einem malzigen Abschluss. Der Signature „One“ ist jetzt für 38,90€ im Online-Shop der Destillerie sowie im Fachhandel erhältlich.
St. Kilian Distillers – Der Signature One
ECHTER SINGLE MALT WHISKY – MADE IN GERMANY
Was lange währt, wird endlich gut. Im Fall von Whisky sind das mindestens drei Jahre. Viel Zeit, um zu experimentieren, Ideen zu entwickeln, eine Marke aufzubauen. St. Kilian Distillers hat die vergangenen 36 Monate gut genutzt. Für einen herausragenden White Dog etwa. Auf dem klaren Destillat basiert der erste Single Malt Whisky von St. Kilian. 2018 wurde er bei den World Whiskies Awards als „Worlds Best White Dog“ gekürt. Die Whisky-Destillerie aus der Nähe von Frankfurt am Main begeisterte ihre Fan-Gemeinde außerdem mit dem „Spirit of St. Kilian“: Für sieben Abfüllungen holten die Distillers den Spirit nach 8 bis 27 Monaten aus den Fässern. „Weil der Spirit weniger als drei Jahre im Fass reifte, war er noch kein Whisky. Geschmacklich aber schon sehr nah dran.“ Was dieser sogenannte fassgelagerte Malzbrand also besonders gut kann? Vorfreude auf den ersten Whisky machen. Und der? Ist jetzt da!
St. Kilian Distillers – Der Master Distiller und sein Whisky auf der Bühne
DAS ERSTE KAPITEL DER ST. KILIAN-GESCHICHTE
„Jetzt starten wir richtig durch! Dabei wollte ich doch eigentlich nur Bier brauen“, lacht Mario Rudolf. Der gelernte Braumeister ist ein bisschen wie sein Signature „One“: Geboren in Unterfranken, made in Germany, inspiriert von Whiskykulturen aus der ganzen Welt – sympathisch. „Für die Signature Edition haben wir eine ganze Reihe weiterer Whiskys in Planung. Getorft, ungetorft – alle mit der Handschrift von ausgezeichneten Fässern.“ Gezeichnet ist der Single Malt auch von den Kupferbrennblasen aus Schottland – geschmacklich natürlich, aber auch im Design: Die Pot Stills standen Modell für die Flasche des Whiskys von St. Kilian Distillers.
WHISKY FÜR ALLE: TAG DER OFFENEN TÜR
Bei der Premierenfeier am Freitagabend hatten Vertreter der Presse sowie die Käuferinnen und Käufer des „First Kilian“ bereits Gelegenheit, den Signature „One“ zu kosten. Freunden, Fans und Nachbarn der jungen Destillerie präsentierte St. Kilian Distillers den „One“ gestern bei einem Tag der offenen Tür, dem bislang größten Moment in der Geschichte der Rüdenauer Whisky-Brennerei. Dieser bescherte dem beschaulichen unterfränkischen Dorf, in dem St. Kilian Distillers seinen Sitz hat, einen spontanen Bevölkerungsanstieg. Tausende lockte der erste Single Malt in die Region. Für die Besucher stand einiges auf dem Programm – in erster Linie natürlich Whisky. Den gab es in drei exklusiven Master-Classes mit Whisky-Experte Patrick „Pat“ Hock und einem speziellen Warehouse-Tasting mit dem Master Distiller sowie in Form eines eigenen Fasses, das ein glücklicher Gewinner nun sein Eigen nennen darf.
St. Kilian Distillers – Destillerie-Führung mit Pat Hock
ÜBER ST. KILIAN DISTILLERS
Die Whisky-Destillerie der St. Kilian Distillers liegt nur eine Autostunde von Frankfurt am Main entfernt am Rande von Rüdenau in Unterfranken. Die Region ist eng mit dem irischen Heiligen Kilian verbunden. Dieser hätte sich vor 1500 Jahren wahrscheinlich kaum erträumen können, Namensgeber einer Whisky-Destillerie zu werden. Heilig ist bei St. Kilian Distillers aber nur der Name. Der Auftrag? Außergewöhnliche Spirits kreieren – made in Germany, aber zu Hause auf der ganzen Welt. Ausgezeichnete New Makes wie der White Dog und komplexe Abfüllungen fassgelagerter Malzbrände in der Reihe „Spirit of St. Kilian“ bereiteten den Weg für echten Single Malt von St. Kilian: 100 Prozent Gerstenmalz aus Deutschland, gebrannt in schottischen Pot Stills, gelagert in exzellenten Fässern von Texas über Islay bis Italien.
Im Februar stellte Dalmore eine einzigartige Abfüllung namens L’Anima vor (siehe hier). The Dalmore ‘L’Anima’ (italienisch für „Seele“) ist ein 49-jähriger Single Malt, abgefüllt mit 41,5 Vol. % in einen Dekanter aus Kristall-Glas mit dem berühmten Dalmore-Hirschkopf in Sterlingsilber. Die Flasche befindet sich in einem handgefertigten Kästchen aus italienischem Olivenholz, amerikanischem Nussbaum und Ebenholz. Gefertigt hat diese der Kunst-Handwerker und Designer John Galvin.
Die Flasche stand nun beim Aktionshaus Sotheby’s seit dem 25. April zur Versteigerung, diese Auktion endete am 9. Mai. Erwartet hat man sich knapp £65,000 – geworden sind es nun satte £108,900.
Freuen dürfen sich nicht nur der neue Besitzer, der neben der Flasche auch ein Essen für 2 Personen in Massimo Botturas Restaurant Osteria Francescana in Modena erhält, sondern auch die Wohltätigkeitsorganisation „Food for Soul“. Diese von Bottura gegründete gemeinnützige Organisation hilft den Gemeinden bei der Bekämpfung von Lebensmittelverschwendung, indem sie armen und bedürftigen Menschen in ihrer Umgebung Mahlzeiten anbietet.
Drei Jahre lang haben die St. Kilian Distillers, so wie jede andere Whiskydestillerie, darauf warten müssen, dass aus ihrem fassgelagerten New Make endlich per definitionem Whisky wurde. Jetzt war es soweit, und die Brennerei konnte ihren ersten Single Malt der Öffentlichkeit präsentieren. Am Freitag einer Runde geladener Gäste, und am Sonntag dann endlich auch den vielen Fans, die nach Rüdenau angereist kamen.
Wir waren am Freitag bei der Präsentation dabei und haben Ihnen neben einigen Bildern natürlich auch unsere eigenen Eindrücke vom Signature One, dem ersten Whisky der Brennerei, mitgebracht. Für die Ungeduldigen: Der Dreijährige ist in unseren Augen eine äußerst gelungene Premiere, auch dank einer innovativen Fassauswahl. Mehr dazu etwas später im Lauf unserer Bilderstrecke:
Schön im „schottischen“ Sinne ist die Brennerei von außen ja nicht – sie ist eher so etwas wie das deutsche Deanston, denn auch hier in Rüdenau ist die Brennerei in einem ehemaligen Textilbetrieb entstanden. Wer sich das Innere genauer ansehen will, den verweisen wir auf unseren früheren Besuchsbericht, in dem man das ungleich schmuckere Innenleben im Detail sehen kann.
Immer wieder schön jedenfalls die vier hölzernen Washbacks mit einem Fassungsvermögen von 10.800 Litern (1 Washback = 2 Destillationen), hier von unten betrachtet. Im Rahmen einer Pressetour führte uns der Master Distiller Mario Rudolf, der mittlerweile auch Geschäftsführer der Destillerie ist, an ihnen vorbei durch die Räumlichkeiten der Brennerei und erklärte den interessierten Pressevertretern die genauen Abläufe.
Hier steht Mario vor dem 12.000 Liter fassenden Mash Tun, den wir gleich noch in zwei Einstellungen sehen werden. Für getoften Whisky kommt das Malz aus der Glenesk Mälzerei in Schottland, ungetorfter Whisky wird mit Pilsener Malz der deutschen Firma Weyermann produziert. Bemerkenswert an seinen Ausführungen war jedenfalls, dass man sich bei St. Kilian als durchaus experimentierfreudig sieht und immer wieder einmal etwas Neues versucht. Dementsprechend wird man zu Beginn auch keine Core Range mit gleichbleibenden, aber älter werdenden Abfüllungen präsentieren, sondern weiter, wie beim Spirit of St. Kilian, in Batches arbeiten.
In einem der Fasslager von St. Kilian kam dann der große Moment: Mario Rudolf präsentierte den ersten frei erhältlichen Single Malt aus der Brennerei (es gibt auch eine – komplett vergriffene – Sammleredition, dazu etwas später).
Der One aus der Signature Edition ist mit 45% vol. in einer an die Form der Stills erinnernde 0.5l-Flasche abgefüllt. Er ist der erste einer Reihe von Abfüllungen in dieser Signature Edition, die immer wieder etwas unterschiedlich sein werden.
Der Signature One, wie er kurz genannt wird, stammt aus 5 verschiedenen Fässern, und diese Zusammensetzung ist auch höchst transparent auf der Flasche angegeben.
37% stammen aus Ex Martinique Rhum Fässern (ein Agricole-Rhum aus Zuckerrohr, der nicht so süß ist wie jene aus Melasse), 37% aus Ex Bourbon Casks. 18% der Fässer waren Ex PX-Sherryfässer, 3% kamen aus Ex Bourbon Quarter Casks. Die restlichen 5% sind vielleicht die Bemerkenswertesten: Es sind Fässer aus deutschem Kastanienholz – und obwohl ihr Anteil wie gesagt nur 5% beträgt, ist er doch bemerkbar: Er gibt eine etwas nussige, leicht holzige Note.
Wer sich jetzt fragt: Kastanie? Ist das erlaubt? Nun, würde die Destillerie in Schottland stehen, dann hätte man ganz schnell einen Streit mit der SWA (Scotch Whisky Association) an der Backe – wie einige Destillerien dort, die mit etwas anderem als Eiche experimentierten, selbst leidvoll feststellen mussten. In Irland hingegen wäre es ebensowenig ein Problem wie in Deutschland (Teeling zum Beispiel bietet oder bot in der Destillerie in Dublin einen Distillery Only Whisky an, der in Kastanienfässern gefinisht wurde).
Wie schmeckt der Signature One nun? Die offiziellen Tasting Notes finden Sie in einer Pressemitteilung, die wir heute ebenfalls veröffentlichen, hier aber unser ganz persönlicher Eindruck:
In der Nase zeigt er sich sehr fruchtig mit Birne und Apfel, und dabei fast verspielt leicht ohne alkoholisches Stechen, am Gaumen flutet im ersten Moment eine unerwartete Bandbreite von fruchtigen Noten an, die dann von einer eher würzigen, leicht nussigen und holzigen Note abgelöst wird. Im Finish, das erwartungsgemäß eher kurz ist, ist er dann vor allem malzig und süß, der holzige Unterton (von der Kastanie) schwingt immer noch mit.
In Summe gefällt uns der Signature One ausgesprochen gut – er ist ein gelungener Einstand der Brennerei und ein Whisky, den man nicht nur sammeln, sondern sicher auch immer wieder mal trinken will, weil er richtig Freude bereitet. Die Gesamtauflage (20.000 Flaschen) und der im Rahmen einer Erstausgabe durchaus akzeptable Preis (38,90 Euro für 0.5 Liter) sprechen auch sehr dafür, den auch tatsächlich zu öffnen und mit Freunden zu genießen.
Es gibt auch (oder besser gesagt: gab, denn sie ist restlos ausverkauft) eine Sammleredition, die allerdings anders konzipiert ist: Sie stammt aus Fass 2 und 3 (Fass 1 bleibt in der Destillerie) und, das sind reine Ex Bourbonfässer. Von dieser Ausgabe gab es nichts zu probieren (selbst der Gründer der Brennerei, Andreas Thümmler, hat nur eine Flasche, weil er sie zum Geburtstag, den er am Freitag hatte, geschenkt bekam – der Rest ist bei den Fans). Aber im Rahmen des Dekonstruktionstastings in der Abendveranstaltung, in der die einzelnen Bestandteile des Signature One verkostet wurden, gab es auch das reine Ex Bourbonfass zu genießen – und daraus lässt sich sagen, dass die Besitzer des First Kilian, so sie denn die Flasche öffnen werden, ihre Freude mit ihm haben sollten: Der Spirit, der im reinen Bourbonfass reifte, kann als Whisky seine Qualität voll und ganz zeigen.
Zu hoffen wäre es, dass es auch einmal eine Edition gibt, die nur aus dem Kastanienfass kommt. Im Dekonstruktionstasting war sie höchst interessant, mit einer Note in der Nase, die an einen gut gereiften Oloroso-Whisky erinnerte, und einem breiten Bouquet an Frucht (wohl aus dem Spirit), Nussigkeit und Holztönen am Gaumen.
Nach dem Presserundgang begann dann der offizielle Teil für hunderte geladene Gäste, die zunächst ebenfalls die Brennerei und die Fasslager erkunden durften.
Der nächste Programmpunkt war die offizielle Vorstellung des ersten Whiskys aus der Brennerei St. Kilian, im großen Saal der Destillerie. Mario Rudolf erzählte einiges über die Geschichte der Brennerei, ein aufwendig gemachter Imagefilm wurde gezeigt. Und dann gab es endlich den Whisky für alle.
Das obenstehende Bild zeigt jene drei Menschen, denen wir die neueste (und nebenbei größte) deutsche Whiskybrennerei verdanken: Links David Hynes, das irische Masterbrain hinter Whiskeys wie Connemara oder Kilbeggan, der bei St. Kilian die Pot Stills plante und immer mit Rat und Tat zur Seite stand. In der Mitte Andreas Thümmler, Investmentbanker und Whiskyliebhaber aus Rüdenau, der mit dem Bau der Brennerei nicht nur einen eigenen Traum verwirklichte (und damit wohl auch ein gewinnbringendes Investment tätigte), sondern auch für seine Heimatgemeinde, die ansonsten nicht der Nabel der Welt ist, Impulse für Wirtschaft und Tourismus setzte. Rechts Master Distiller Mario Rudolf, ein ehemaliger Bierbrauer, dessen Enthusiasmus und Können für die Brennerei unverzichtbar ist. Nicht umsonst meinte David Hynes, als er den Turf Dog im Rahmen der Veranstaltung verkostete: „The pupil has surpassed the master“. Der Schüler hat also den Meister übertroffen – und was kann einem als Meister Besseres passieren?
Aber natürlich kann so ein Projekt nur gelingen, wenn ein ambitioniertes Team hinter ihm steht. Und dieses Team wurde zum Ende des offiziellen Teils der Veranstaltung auf die Bühne geholt, um sich dort den verdienten Applaus abzuholen – für diesen ersten, gelungenen Schritt der Brennerei St. Kilian.
Wir bedanken uns jedenfalls herzlich für die Einladung zum Eröffnungsfest. Wir sind gespannt darauf, was uns noch aus der Destillerie St. Kilian erwarten wird – der Signature One ist jedenfallsein dickes, höchst erfreuliches Ausrufezeichen in der deutschen Whiskylandschaft: St. Kilian ist da – und sicher nicht als einer unter vielen, sondern ganz vorne mit dabei.