Deutscher Whisky und die Menschen, die dahinter stehen, sind ein integraler Bestandteil unserer Leidenschaft für das Wasser des Lebens. Längst sind die Zeiten vorbei, wo nur die großen drei Whiskynationen Schottland, Irland und die USA im Fokus waren. Längst gibt es in unseren Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz Destillerien in allen Facetten und Größen.
Eine davon ist die Wiegand Manufactur Weimar, die in Zusammenarbeit mit einer Münsterländer Brennerei (die Gründe für die Kooperation lesen Sie im Artikel) den Henry Organic Whisky produziert. Unser freier Reporter Jannes Schliephorst war neugierig auf die kleine Brennerei in Weimar und hat sie füruns und unsere Leser besucht – den Artikel und eine kleine Fotogalerie dazu finden Sie untenstehend:
Gastartikel
Autor: Jannes Schliephorst
Deutscher Whisky: Zu Besuch bei der Wiegand Manufactur Weimar – Ein Whisky zum Bauhausjubiläum
Zum Anfang dieses Jahres war ich in einem Restaurant in meiner Heimatstadt Eisenach essen und entdeckte dort auf der Speisekarte, als Tipp hervorgehoben, einen Single Malt Whisky aus Weimar – für vier Jahre in einem Sherry-Fass gereift. Die Chance diesen zu probieren, ließ ich mir natürlich nicht entgehen und wurde geschmacklich überzeugt. Da ich vom „Henry Single Malt“ aus Thüringen bisher noch nichts gehört hatte, folgte im Anschluss an das Essen eine kurze Recherche. Schnell fand ich heraus, dass hinter dem Produkt die – Wiegand Manufactur Weimar – steckte. Diesen Namen merkte ich mir also für einen persönlichen Besuch in der zweiten Jahreshälfte vor…
Und so ging es auf Anfrage bei Matthias Wiegand, dem Inhaber der Manufactur, am 01.08.2026 für mich nach Weimar. Bei strömenden Sommerregen rettete ich mich unweit vom Weimarer Atrium in die Räumlichkeiten der Spirituosenmanufaktur. Hier wurde ich sofort freundlich begrüßt und in den Produktionsbereich geführt. Hier erzählte mir der Inhaber Matthias Wiegand von der Gründung der Manufactur, den Hintergründen und seinen Ambitionen:
Die Wiegand Manufactur Weimar wurde 2011 in dem Bestreben gegründet, hochwertige Spirituosen in Bio-Qualität zu produzieren, welche den Ansprüchen der Thüringer an ein hochwertiges Genussmittel standhalten sollten. Da Wiegand vorher einem anderen Beruf nachging, hatte er keinerlei Berührpunkte mit der Produktion von Spirituosen. Deshalb eignete sich der Gründer sein Wissen unter anderen aus alten Apotheker-Büchern seines Vaters und diversen Weiterbildungen an. Zunächst entstand so die erste Spirituose in Anlehnung an ein Hausrezept aus Zeiten Goethes. Ein Blütenlikör mit dem passenden Namen „Johann“. Später reihten sich zwei Kräuterliköre (Heimatlikör), sowie der Aquavit – OLSEN – und das Markenzeichen der Manufactur der Lyonel Dry Gin (auch als Barrel-Aged Gin), benannt nach Lyonel Feininger, einem der bekanntesten Professoren der Bauhaus Universität in Weimar, in Wiegands Sortiment ein. Doch wie fand nun ein Whisky seinen Weg nach Weimar?
Matthias Wiegand entwickelte seinen Whisky zunächst als Single Malt in Zusammenarbeit mit einem Brauer aus dem Münsterland. Anlass dazu war das 100-jährige Bauhaus-Jubiläum in Weimar im Jahr 2019, zu welchem der Gründer eine neue Spirituose auf den Markt bringen wollte. Die Entscheidung fiel dabei nach reichlicher Überlegung und einer interessanten Weiterbildung auf einen Whisky. Mit Bezug auf den belgischen Architekten Henry van de Velde, welcher in Weimar wirkte, wurde dieser Whisky schlicht – Henry – getauft. Bei der Zusammenarbeit im Münsterland fiel Wiegand jedoch schnell auf, dass er auf den Staub, welcher beim Mahlen des Getreides in die Luft gerät, allergisch reagiert. Entsprechend war die Produktion vom Korn bis zum Endprodukt für ihn in Weimar nicht vollständig abbildbar. Deshalb einigte man sich darauf, dass der Bioland-Zertifizierte Rohbrand im Münsterland produziert wird und der Feinbrand auf einer 150 Liter Kupferbrennblase in der Manufactur in Weimar erfolgt.
Über die Zeit passte Wiegand die Rezeptur an und setzt mittlerweile ausschließlich auf gemälzten Weizen, gemälzten Roggen und das Emmer (Ur)-Korn für den Henry Organic Whisky. Die Reifung des klassischen Henrys erfolgt dabei für fünf Jahre in stark ausgebrannten, amerikanischen Weißeichenfässern (Char 4, auch Alligator Char genannt) und im Anschluss für ein Jahr in einem Sherry-Fass. Einen kleinen Teil der Fässer lagert die Manufactur in den Geschäftsräumen in der Innenstadt, während der Großteil in einem Außenlager seinen Platz findet. Eine Destillerie in den USA, welche ihre Whiskyfässer mit Heavy Metal Musik bespielt und zum Vibrieren bringt, brachte Wiegand auf die Idee die Reifung in den Fässern mithilfe von Schwingungen zu intensivieren. Beim sogenannten – Sonic Aging – sitzt ein Schwingkörper am Fass, bringt die Flüssigkeit durch verschiedenen Schwingungsarten in Bewegung und erhöht somit den Holzkontakt. Diese einzigartige Reifungs-Technik entwickelte Wiegand in Zusammenarbeit mit der Bauhaus-Universität und ließ sich diese 2019 als Gebrauchsmuster eintragen. Leider lässt sich die Beschleunigung der Reifung nicht objektiv messen, weshalb in der Entwicklung Fässer mit Sonic Aging und Fässer mit gewohnter Reifungsart verglichen werden mussten. Der Unterschied in Farbe und Geschmack sei aber deutlich, so Wiegand. Unabhängig davon, ob die Technik deutlich zum Geschmack beiträgt, so ist sie zumindest Teil der Geschichte des Henry Organic Whisky…
Aktuell setzt sich das Whisky-Portfolio der Wiegand Manufactur Weimar somit aus dem Henry Organic Whisky (45% Vol., Reifung wie oben beschrieben), dem Henry Organic Whisky in Fassstärke (58,7% Vol.) und dem Henry Organic Whisky mit Finish in einem Ex-Laphraoig-Fass (45% Vol.) zusammen. Letzterer darf wie die klassische Abfüllung zunächst in stark ausgebrannten Weißeichenfässern reifen, bevor er noch ein bis zwei Jahre in dem eben genannten Ex-Islay-Fass verbringen darf. Diese Sonderabfüllung kommt laut Wiegand demnächst in den Online-Shop der Manufactur. Bei Interesse können Sie, liebe Leser, aber sicherlich auch direkt nachfragen. Sollten Sie einmal in Weimar sein, so lohnt sich ein persönlicher Besuch der Wiegand Manufactur allemal!
Pack den Bademantel ein – so könnte man in Abwandlung eines bekannten Liedtextes die KYRÖ Sauna Stories Roadshow 2026 vorstellen, die auf Einladung von Gradls Whiskyfässla am 20. September 2026 im Leonardo Royal in Nürnberg Station macht. Dort wird dem Vernehmen nach auf die dritte Sauna Edition der finnischen KYRÖ-Destillerie vorgestellt – und auch sonst mit Speis und Trank ein richtiges Saunafest zelebriert (angezogen, versteht sich).
Mehr über die KYRÖ Sauna Stories Roadshow 2026 und wie Sie sich einen der dreißig begehrten Plätze sichern können, lesen Sie untenstehend:
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Die KYRÖ Sauna Stories Roadshow 2026 kommt nach Nürnberg
Da kommt so Einiges auf uns zu! Noch ist vieles unter Verschluss, aber ein Geheimnis dürfen wir schon lüften: Es wird die dritte Sauna Edition von Kyrö geben! Rauch trifft auf Weinfass, trifft auf Saunafinish (der Rest ist noch streng geheim)!
Wie es sich für echte Finnen gehört, wurde die Idee dazu natürlich in der Sauna geboren: Wir holen die Kyrö Sauna Road Show zu uns – inklusive einer original finnischen Sauna, die extra den weiten Weg aus Finnland antritt!
WO? LEONARDO ROYAL NüRNBERG WANN? SONNTAG, 20.09.2026 AB 15 UHR PREIS – 59 EURO INCL. 2 LONGDRINKS, DEN WHISKIES UND EINEM FINNISCHEN BÜFETT
WAS EUCH ERWARTET
Empfang & Kick-off: Herzliche Begrüßung an der Leonardo Bar mit einem erfrischenden Kyrö Highball.
Saunasession: Exklusives Sauna Stories Tasting mit Kyrö Co-Founder und Master Distiller Kalle Valkonen, direkt in der mobilen finnischen Sauna (keine Angst, niemand muss sich ausziehen)!
Aufwärmen & Tasting: Rückkehr ins Leonardo Restaurant, zweiter Kyrö Highball zur Abkühlung und anschließendes Whiskytasting mit Kyrö Brand Ambassador Micha Fritzen.
Finnisches Buffet: Stärkt Euch mit finnischen Spezialitäten für den restlichen Abend.
Meet, Greet & Bottle Signing: Kalle und Micha stehen Euch den gesamten Abend für Fragen zur Verfügung. Speziell für dieses Event gibt es die Kyrö Sauna Stories No.3 (und andere Kyrö Whiskys) zum Sonderpreis, die ihr Euch gerne signieren lassen könnt!
Bademantel Special: Wer stilecht im Bademantel erscheint sichert sich beim Kauf eines Kyrö Whiskys eine exklusive Überraschung aus dem Hause Kyrö!
SCHON GEWUSST?
Wir durften dieses Erlebnis bereits vor Ort in Isokyrö testen und versprechen Euch: Es wird unvergesslich! Wir waren garantiert nicht das letzte Mal in Finnland– dort, wo der wahrscheinlich verrückteste Whisky der Welt entsteht.
LASST UNS DIESES BESONDERE EVENT ZAHLREICH GEMEINSAM FEIERN!
Im Rahmen seiner weltweiten Umstrukturierung hat Diageo in Schottland für 172 Beschäftigte in den dortigen Brennereien das Risiko einer Entlassung angemeldet. Ihren Arbeitsplatz könnten 38 Mitarbeiter verlieren. Zu den Brennereien, in denen Arbeitsplätze gefährdet sind, gehören Cardhu, Cragganmore, Port Ellen und Dufftown. Auch an den übrigen Produktions-, Abfüll- und Vertriebsstandorten des Unternehmens in Schottland laufen derzeit ebenfalls Beratungen über den Stellenabbau. Zudem sind in Irland weitere 150 Arbeitsplätze gefährdet.
In Schottland hat Diageo gerade einen vierwöchigen Konsultationsprozess mit der Belegschaft abgeschlossen. Doch die Gewerkschaft GMB Scotland, eine der größten in der Getränkebranche, ist mit dem Verlauf und den Ergebnissen dieses Prozesses mehr als unzufrieden. Es wurde keine Einigung über die Anzahl der potenziell wegfallenden Stellen oder das Verfahren der Entlassungen erzielt. Das britische Unternehmen habe, so GMB Scotland, Alternativen zu betriebsbedingten Kündigungen abgelehnt und ignoriere die Risiken für die ländlichen Gemeinden in den Highlands und auf den Inseln.
Lesley-Anne Macaskill, Gewerkschaftssekretärin der GMB Scotland für die Region Highlands und Islands, sagte:
“We have now had five meetings with the company to discuss its plans, but there has been no serious attempt to engage with our members’ concerns or modify its plans in any way.
“This has not been a genuine consultation but a box-ticking exercise by a company intent on steam-rolling through job losses to a plan that has already been decided.
“The absolute refusal to engage with our members’ concerns is a morally bankrupt betrayal of a skilled, experienced and committed workforce.”
“We detailed a number of measures routinely used across the industry to reduce redundancies and ease the uncertainty of workers, but every other option was rejected out of hand.
“Our members understand the company must respond to changing demand, but that can be done with respect, fairness and genuine consultation. Instead, it has refused to listen or alter its plans in any way.
“It became clear during this sham of a consultation that Diageo executives in the room had no authority to review the proposed redundancies.
“It became obvious the decisions have already been taken elsewhere, miles away from the rural communities where the impact of these redundancies will be felt.”
So habe die Gewerkschaft mehrfach Möglichkeiten wie freiwillige Aufhebungsverträge oder Arbeitsplatzteilung (Job-Sharing) zur Verringerung des Stellenabbaus vorgeschlagen zu haben. Doch die Unternehmensführung habe sich geweigert, diese Optionen überhaupt in Erwägung zu ziehen.
Die Gewerkschaft hat das Konsultationsverfahren offiziell abgelehnt. Auf die Auswirkungen der Entlassungen auf die ländlichen Gemeinden hat sie Politiker in der gesamten Region Highlands and Islands hingewiesen.
Es wird erwartet, dass Dave Lewis, der Vorstandschef von Diageo, im Laufe dieser Woche (am 6. August) über den aktuellen Stand seines Umstrukturierungsplans informiert. Mehr hierzu dann an dieser Stelle.
Unter den heutigen Neuheiten im Whisky-Portfolio von Kirsch Import, die wir Ihnen auch an diesem Dienstag vorstellen können, finden wir vier Abfüllungen aus der Signatorys Un-Chillfiltered Collection, die im neuen Outfit erscheinen, vier Bottlings der Thompson Bros. aus dem schottischen Örtchen Dornoch, sowie zwei Mars Abfüllungen aus Japan: Komagatake 40th Anniversary & Tsunuki 2026 Edition.
Hier nun wie gewohnt alle Details, Einzelheiten und Tasting Notes:
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Un! Chill! Filtered! Sherry-Preistipps von Signatory Un-Chillfiltered
Neuer Look, gewohnte Qualität und ein faires Preis-Genuss-Verhältnis noch dazu: Signatorys Un-Chillfiltered Collection bietet bei idealen 46 Volumenprozenten vollmundigen, authentischen Geschmack ohne Kühlfiltration oder Trübung. Wie das geht, demonstrieren vier Neuheiten aus verschiedenen Sherryfässern.
Oloroso Casks verbinden sich im Benriach 2015/2026 hervorragend mit dem fruchtig-malzigen Hausstil der Brennerei – für alle, die einen klassischen Sherry-Speysider suchen.
Der Whitlaw 2018/2026, ein heimlicher Highland Park, entlockt einem Finish in Pedro Ximénez Butts intensive Noten von Datteln und Schokolade, die mit dem typischen Mix aus Heidehonig und zartem Torfrauch harmonieren.
Der süße Sherry-Stil verfeinert auch den Teaninich 2016/2026 und liefert eine seltene Gelegenheit für Single Malt der Highland-Brennerei. Der Geheimtipp verbindet Rosinen und Pflaumen mit Honig und würzigem Malz.
Wer Neues entdecken will, liegt auch mit dem Auchentoshan 2013/2026 richtig: Hier trifft dreifach destillierter Lowland-Malt auf ein weniger geläufiges Finale in Amontillado Sherry Hogsheads – für Noten von kandierter Orange bis Röstmandeln.
Alkoholgehalt: 46% | Ohne Farbstoff | Nicht kühlgefiltert
Tasting Notes
Aroma: Reife Pflaumen und dunkle Rosinen gehen eine harmonische Verbindung mit der feinen Süße von flüssigem Honig ein. Das Bouquet besticht durch eine elegante Tiefe, die den Charakter der Oloroso-Fässer widerspiegelt.
Geschmack: Am Gaumen entfalten sich dichte Noten von Schokolade und cremigem Karamell, akzentuiert durch eine würzige Zimtnote. Eine dezente Struktur aus Eichenholz verleiht dem Körper ein ausgewogenes und vollmundiges Profil.
Nachklang: Der Abgang präsentiert sich langanhaltend mit einer lebhaften Pfeffernote und verbleibenden Anklängen von trockenem Holz. Eine würzige Zimtnote begleitet das Finale bis zum Schluss.
Wenn gemälzte Gerste und die aromatische Tiefe eines Oloroso-Fasses über ein ganzes Jahrzehnt harmonisch zusammenfinden, entsteht ein Destillat, das die Sorgfalt seiner Herstellung in jedem Schluck erlebbar macht. Dieser Benriach aus dem Jahr 2015 ist ein Paradebeispiel für die Kunst, den klassischen Charakter der Speyside durch ein gezieltes Finish zu veredeln und in seiner reinsten Form zu präsentieren.
Speyside-Tradition im Gewand der Un-Chillfiltered Collection
Im Herzen der Speyside destilliert, reifte dieser Single Malt für zehn Jahre, bevor er durch den renommierten unabhängigen Abfüller Signatory Vintage seine finale Bestimmung fand. Die Besonderheit dieser Edition liegt in der Veredelung durch ein Oloroso-Sherry-Finish, welches dem Brand eine bemerkenswerte Komplexität verleiht. In Pitlochry mit Kennerblick ausgewählt, wurde der Whisky im Juni 2026 abgefüllt – konsequent nicht kältefiltriert und ohne den Zusatz von Farbstoffen, um die natürliche Textur und das volle Aromenspektrum des Destillats unverfälscht zu bewahren.
Ein Spiel aus dunkler Frucht und edler Würze
Schon der honigfarbene Glanz im Glas deutet auf die aromatische Intensität hin, die den Genießer erwartet. Das Bouquet eröffnet mit Noten von dunklen Rosinen und reifen Pflaumen, die sich harmonisch mit dem Duft von getoasteter Eiche und einer Spur Waldhonig verbinden. Am Gaumen entfaltet sich ein reichhaltiger Körper mit Nuancen von cremigem Karamell und Zartbitterschokolade, begleitet von einer feinen nussigen Struktur. Der Nachklang zeigt sich trocken und charaktervoll, wobei würziger Zimt und eine Prise Pfeffer noch lange am Gaumen verweilen.
Ein Begleiter für anspruchsvolle Genussmomente
Dieser Single Malt ist eine ausdrückliche Empfehlung für Kenner, die die unverfälschte Kraft eines ehrlichen Handwerks schätzen. Er präsentiert sich idealerweise pur bei Zimmertemperatur, wobei ein kleiner Tropfen Wasser die vielschichtigen Sherry-Aromen noch weiter entfalten kann. Die elegante Präsentation in der schwarzen Zylinderbox und das markante grün-goldene Etikett unterstreichen den kuratierten Charakter dieser limitierten Abfüllung, die als klassischer Digestif oder besonderes Sammlerstück gleichermaßen überzeugt.
Whitlaw 2018/2026 – 8 y.o. 1st Fill PX Sherry Butts Finish – Sig un-chill
Alkoholgehalt: 46% | Ohne Farbstoff | Nicht kühlgefiltert
Tasting Notes
Aroma: Süße Sherrytöne und die tiefen Aromen von Rosinen und Datteln werden von einer feinen, malzigen Basis getragen. Ein dezenter Hauch von Rauch verleiht dem Bouquet eine zusätzliche Dimension.
Geschmack: Am Gaumen entfalten sich kräftiges Malz und cremiges Karamell, die in eine fruchtige Sherry-Süße übergehen. Eine dezente Rauchnote rundet die dichte Struktur des Pedro Ximénez Butts harmonisch ab.
Nachklang: Der Nachhall ist lang und präsent, mit Nuancen von Trockenfrüchten sowie einem würzigen Rauch, der elegant ausklingt.
Für Momente, die nach einem charakterstarken Begleiter verlangen, bietet sich ein Single Malt an, der die maritime Wildheit der Orkney-Inseln mit der opulenten Süße des Südens vermählt. Dieser Whitlaw aus dem Hause Signatory Vintage ist ein Paradebeispiel dafür, wie ein präzises Finish die ursprüngliche Komplexität eines Destillats unterstreichen kann, ohne dessen Herkunft zu verleugnen.
Insel-Destillat trifft auf andalusische Fassreife
Die Wurzeln dieses Whiskys liegen in der renommierten Highland Park Destillerie, wo er im Jahr 2018 destilliert wurde. Nach einer achtjährigen Reifezeit, die in einer Veredelung in First Fill Pedro Ximénez Butts gipfelte, wurde er im Juni 2026 für die geschätzte Un-Chillfiltered Collection abgefüllt. Das Handwerk von Signatory Vintage zeigt sich hier in der bewussten Entscheidung, auf Kältefiltration und Farbstoffe zu verzichten, um die reine Essenz des Malts in seiner ursprünglichen Form zu bewahren.
Ein Spiel aus dunkler Frucht und feinem Rauch
Im Glas präsentiert sich der Whisky in einem warmen Honigton, der die visuelle Vorfreude auf seine dichte Aromatik weckt. Die Nase wird von intensiven Noten dunkler Früchte wie Rosinen und Datteln empfangen, die harmonisch mit einer dezenten, würzigen Rauchnote verwoben sind. Am Gaumen entfaltet sich eine fast sirupartige Textur, geprägt von Karamell und einer malzigen Tiefe, die in einem langanhaltenden, süß-würzigen Finale mit Anklängen von Trockenfrüchten ausklingt.
Der ideale Dram für anspruchsvolle Entdecker
Dieser Single Malt ist eine Empfehlung für Genießer, die das Zusammenspiel von kräftigem Sherry-Einfluss und subtilem Rauch der Orkney-Inseln schätzen. Mit seinem Alkoholgehalt von 46 % vol. bietet er genügend Struktur, um pur genossen zu werden, wobei die edle schwarze Tube mit kupferfarbenen Akzenten den hochwertigen Anspruch unterstreicht. Er ist ein exzellenter Begleiter für besondere Momente, in denen man die handwerkliche Präzision einer limitierten Abfüllung unverfälscht erkunden möchte.
Teaninich 2016/2026 – 10 y.o. 1st Fill PX Sherry Casks Finish – Sig un-chill
Alkoholgehalt: 46% | Ohne Farbstoff | Nicht kühlgefiltert
Tasting Notes
Aroma: Zitrusnoten von Orange und Zitrone treffen auf knackigen Apfel und zarte Grasnoten. Süße Vanille und Honig werden durch eine charakteristische Bienenwachsnote elegant ergänzt.
Geschmack: Am Gaumen zeigt sich ein vollmundiges Zusammenspiel aus Malz und Toffee, begleitet von der feinen Würze der Eiche. Das PX-Finish steuert eine tiefe Fruchtigkeit bei, die harmonisch in die cremige Struktur eingebunden ist.
Nachklang: Der Abgang ist langanhaltend und wird von Honigsüße sowie einer dezenten Trockenheit geprägt. Feine Rosinennoten und die würzige Note der Eiche sorgen für ein stimmiges Finale.
Ein Single Malt, der die charakteristische Lebendigkeit der Highlands mit der tiefen Süße spanischer Eiche verbindet und dabei eine bemerkenswerte Klarheit bewahrt. In der honigfarbenen Flüssigkeit spiegelt sich die Geduld eines Jahrzehnts wider, das dieser Tropfen bis zu seiner Vollendung im Jahr 2026 reifen durfte.
Handwerkskunst aus den Highlands und die Expertise von Signatory Vintage
Im Herzen der Highlands destilliert, steht die Brennerei Teaninich für einen oft unterschätzten, aber unter Kennern hochgeschätzten Stil. Dieser im Jahr 2016 gebrannte Malt reifte volle zehn Jahre, bevor er durch den renommierten unabhängigen Abfüller Signatory Vintage für die Un-Chillfiltered Collection ausgewählt wurde. Sein besonderes Profil verdankt er einem Finish in First-Fill-Pedro-Ximénez-Hogsheads, welche die ursprüngliche Charakteristik der gemälzten Gerste um eine luxuriöse, weinige Ebene ergänzen.
Ein Wechselspiel aus hellen Früchten und dunkler Sherry-Süße
In der Nase entfaltet sich ein lebendiges Bouquet aus Orangen, Zitronen und grünen Äpfeln, das sanft von Vanille und einem Hauch Bienenwachs untermalt wird. Am Gaumen zeigt sich die prägende Kraft der PX-Fässer: Eine cremige, fast ölige Textur trägt Noten von Malz und Toffee, die harmonisch mit intensiven Trockenfrüchten verschmelzen. Der Nachklang bleibt mit Honig und Rosinen lange präsent, wobei eine feine, trockene Mineralität für ein elegantes und strukturiertes Finale sorgt.
Ein Highland-Erlebnis für anspruchsvolle Genießer
Mit einem Alkoholgehalt von 46 % vol. abgefüllt, verzichtet dieser Teaninich konsequent auf Kältefiltration und Farbstoffe, um das unverfälschte Mundgefühl zu bewahren. Er ist eine Empfehlung für jene, die die Balance von Trockenfrüchten und Würze schätzen und einen ehrlichen, handwerklich präsentierten Whisky suchen. Ob pur bei Zimmertemperatur oder mit einem Tropfen Wasser zur Öffnung der Aromen – dieser limitierte Single Malt bereichert jede Sammlung durch seine aromatische Tiefe.
Auchentoshan 2013/2026 – 13 y.o. 1st Fill Amontillado Sherry Casks Finish – Sig un-chill
Alkoholgehalt: 46% | Ohne Farbstoff | Nicht kühlgefiltert
Tasting Notes
Aroma: Zarte Vanille und süßes Karamell verbinden sich mit saftigem Pfirsich und einer lebendigen Zitrusnote. Getrocknete Feigen und eine feine Holzwürze vervollständigen das vielschichtige Bouquet.
Geschmack: Vollmundig präsentieren sich dunkle Trauben und Feigen, die von herber Schokolade und einer Spur Zimt begleitet werden. Die nussige Präsenz von Mandeln verleiht dem Destillat eine elegante Struktur.
Nachklang: Der Abgang besticht durch das harmonische Zusammenspiel von Karamell und gerösteten Mandeln. Eine dezente Zitrusnote hallt dabei lang und präzise nach.
Nicht jeder Single Malt trägt die Handschrift seiner Macher so offen wie dieser Auchentoshan aus der Un-Chillfiltered Collection von Signatory Vintage. In der Ruhe der Lowlands gereift, offenbart er eine aromatische Tiefe, die weit über die klassische Leichtigkeit seiner Herkunft hinausgeht und den Moment des Genießens besonders macht.
Tradition der Lowlands trifft auf Amontillado-Raffinesse
Die Destillerie Auchentoshan ist für ihren eleganten Stil bekannt, doch erst durch die Expertise des unabhängigen Abfüllers Signatory Vintage erreicht dieser Malt seine volle Komplexität. Nach der Destillation im Jahr 2013 verbrachte der Whisky insgesamt 13 Jahre in ausgesuchten Fässern, bevor er sein entscheidendes Finish in First Fill Amontillado Hogsheads erhielt. Diese spezielle Sherry-Art, die für ihre Balance zwischen biologischer und oxidativer Reifung geschätzt wird, prägt dem Destillat eine charakteristische Trockenheit und nussige Struktur.
Ein Spiel aus Kupferglanz, Steinobst und edler Würze
Im Glas präsentiert sich der Whisky in einem warmen Kupferton, der bereits die Intensität der Fasslagerung erahnen lässt. Das Bouquet besticht durch ein Zusammenspiel von cremiger Vanille, weißem Pfirsich und hellen Zitrusnoten, unterlegt von der tiefen Würze gerösteter Mandeln und getrockneter Feigen. Am Gaumen entfaltet sich eine samtige Textur mit Nuancen von dunklen Trauben und Milchschokolade, die in ein langanhaltendes, trocken-fruchtiges Finale mit einem Hauch von Zimt übergehen.
Ein Begleiter für anspruchsvolle Genussmomente
Mit einer Trinkstärke von 46 % Vol. und dem Verzicht auf Kältefiltration sowie Farbstoffe bleibt das unverfälschte Aromenspektrum dieser limitierten Abfüllung erhalten. Dieser Single Malt ist eine Empfehlung für Kenner, welche die Verbindung von Lowland-Eleganz und komplexem Sherry-Einfluss schätzen. Er präsentiert sich am besten pur bei Zimmertemperatur, wobei die stilvolle schwarze Zylinderbox und das klassische Label-Design den besonderen Charakter dieser Edition unterstreichen.
Aus der Thompson-Wundertüte: Ehrwürdiges, Exklusives & Entdeckungswürdiges
Ein Single Cask von Ben Nevis aus dem starken 1996er-Jahrgang? Speyside-Underdogs von Glen Elgin – teils exklusiv, aber immer für Entdecker? Oder ein seltener Single Malt aus Lomond Stills? Mit ihren neuen Releases belegen die Thompson Bros. einmal mehr, wieso sie in die Riege der spannendsten unabhängigen Abfüller Schottlands gehören.
Dieser Highlander hat alles, was ein guter Whisky braucht: Der Ben Nevis 1996/2026 stammt aus einem der stärksten Jahrgänge der zu Nikka gehörenden Brennerei. Der japanischen Mutter sind die Etiketten der Einzelfassabfüllung gewidmet, die ihre Kraft und Farbe 29 Jahren im Refill Sherry Butt verdankt.
Der Großteil der Produktion von Glen Elgin verschwindet in Blends. Wer den Speysider in Single-Malt-Form ergattert, wird mit floral-fruchtiger Eleganz belohnt – etwa im Glen Elgin 2004/2026, einer 22-jährigen Exklusivabfüllung mit top Preis-Genuss-Verhältnis. Oder im Glen Elgin 2007/2026, der Birnen, Zitronenschale und geröstete Mandeln mit einem Hauch Salz zu Brioche verarbeitet.
Loch Lomond steht synonym für eine beeindruckende Bandbreite an Geschmacksprofilen – unter anderem dank ungewöhnlichen Lomond Stills. In ihnen destillierte Single Malts heißen wie er: Inchmurrin (Loch Lomond) 2013/2026. In einem Bourbon- und einem Oloroso-Fass gereift, verbindet das lebhafte Small Batch überreifen Pfirsich und gesalzene Erdnüsse mit Erdbeere, Graham-Keksen und Limette.
Ben Nevis 1996/2026 – 29 y.o. Refill Sherry Butt #1497 -Thompson Bros.
Alkoholgehalt: 48.9% | Ohne Farbstoff | Nicht kühlgefiltert
Tasting Notes
Aroma: Ein elegantes Zusammenspiel aus Zitrusfrüchten und der Tiefe feiner Trockenfrüchte prägt das Bouquet.
Geschmack: Am Gaumen entfaltet sich geschmeidiger Honig in Verbindung mit der markanten Textur gerösteter Nüsse.
Nachklang: Das Finale verweilt langanhaltend mit edlen Tanninen und einem feinen Nachhall von Zitrusfrüchten.
Die jahrelange Reifung und die stille Ruhe in den schottischen Highlands haben aus diesem Destillat ein flüssiges Zeitzeugnis geformt. Fast drei Jahrzehnte verbrachte dieser Single Malt in der Geborgenheit eines Eichenfasses, um jene Tiefe zu erreichen, die nur durch ungestörte Geduld und die idealen klimatischen Bedingungen am Fuße des Ben Nevis entsteht.
Drei Jahrzehnte Reifung im Schatten des Berges
Dieser Single Malt wurde am 25. Oktober 1996 in der traditionsreichen Ben Nevis Distillery am Fuße des höchsten Berges Großbritanniens destilliert. Die Auswahl und Abfüllung übernahm das renommierte Team der Thompson Bros. aus Dornoch, die für ihr Gespür für außergewöhnliche Fässer bekannt sind. Über 29 Jahre hinweg ruhte der Geist in einem Refill Sherry Butt mit der Nummer 3497, bevor er im Februar 2026 in eine streng limitierte Auflage von lediglich 436 Flaschen überführt wurde. Um den unverfälschten Charakter dieser Highland-Rarität zu bewahren, wurde auf eine Kühlfiltration verzichtet und die natürliche Honigfarbe beibehalten.
Mineralische Eleganz und cremige Fruchtnoten
In der Nase präsentiert sich dieser 29-jährige Whisky zunächst mit einer feinen mineralischen Struktur, die von Zitrusnoten und einer subtilen Andeutung von Trockenfrüchten begleitet wird. Am Gaumen entfaltet sich eine beeindruckend cremige Textur, die den Mundraum mit Aromen von flüssigem Honig, gerösteten Nüssen und dunklen Waldfrüchten auskleidet. Die 48,9 % Vol. Alkoholgehalt sind harmonisch eingebunden und stützen die komplexe Struktur, ohne die feinen Nuancen zu überlagern. Der Nachklang ist bemerkenswert lang und trocken, geprägt von einer mineralischen Note und eleganten Tanninen, die an die lange Zeit im Sherryfass erinnern.
Ein Charakterstück für anspruchsvolle Genießer
Dieser Ben Nevis richtet sich an Kenner, die die Verbindung aus Kraft und Eleganz zu schätzen wissen, für die diese Brennerei berühmt ist. Er eignet sich für jene Momente, in denen die Zeit zweitrangig wird und der Fokus ganz auf der sensorischen Entdeckung liegt. Wir empfehlen, diesen Single Malt pur bei Zimmertemperatur in einem tulpenförmigen Nosing-Glas zu verkosten, um die vielschichtigen Aromen vollständig zu erschließen. Das kunstvoll gestaltete Etikett mit seinen floralen Motiven und Vögeln unterstreicht zudem den kuratorischen Anspruch dieser Abfüllung und macht sie zu einem ästhetischen Highlight in jeder Sammlung hochwertiger Spirituosen.
Alkoholgehalt: 53.6% | Ohne Farbstoff | Nicht kühlgefiltert
Tasting Notes
Aroma: Filigrane Tulpenblüten treffen auf die geschmeidige Süße von reifem Honig und zarter Vanille.
Geschmack: Ein ausgeprägter Malzcharakter verbindet sich mit einer feinen Würze und der anhaltenden Cremigkeit von Vanille.
Nachklang: Das Finale zeigt sich harmonisch mit dem dezenten Einfluss von trockenem Holz und einem sanften Vanilleausklang.
Was diesen Glen Elgin auszeichnet, ist weniger die laute Geste als vielmehr die subtile Qualität, die nur zwei Jahrzehnte der Lagerung hervorbringen können. Es ist ein Whisky, der nicht um Aufmerksamkeit buhlt, sondern sie durch seine stille Eleganz und handwerkliche Präzision gewinnt. Als Kuratoren schätzen wir an dieser Abfüllung besonders die Geduld, mit der das Destillat zu seiner vollen Reife finden durfte.
Tradition aus der Speyside und die Kunst der Selektion
Die Glen Elgin Distillery, tief verwurzelt in der fruchtbaren Speyside, lieferte am 10. März 2004 das Destillat für dieses außergewöhnliche Einzelfass. Über 22 Jahre reifte der Single Malt in einem Refill Hogshead, bevor er von den renommierten Thompson Bros. exklusiv für den deutschen Markt ausgewählt wurde. Das cremeweiße Etikett mit der feinen Illustration des Dornoch Castle unterstreicht den handwerklichen Anspruch der Brüder Phil und Simon Thompson, die für ihre kompromisslose Fassauswahl bekannt sind.
Ein Spiel aus Blütenhonig und seidiger Textur
In einem warmen Bernstein schimmernd, offenbart dieser Whisky bereits in der Nase ein komplexes Bouquet aus reifen Honignoten und cremiger Vanille, untermalt von zarten floralen Akzenten, die an Tulpen erinnern. Am Gaumen entfaltet sich eine beeindruckende, seidige Textur, die von einer süßen, malzigen Tiefe und dezenten Gewürzen getragen wird. Trotz seiner kräftigen Fassstärke von 53,6 % Vol. bleibt das Profil stets elegant und ausgewogen, wobei der Nachklang harmonisch mit Anklängen von trockenem Holz ausklingt.
Ein exklusiver Begleiter für Kenner
Diese Abfüllung ist eine ausdrückliche Empfehlung für Genießer, die das unverfälschte Profil eines lang gereiften Speyside-Malts schätzen – selbstverständlich ungefiltert und ohne Farbstoffe. Aufgrund der strengen Limitierung auf lediglich 288 Flaschen stellt dieser Vintage 2004 zudem eine seltene Gelegenheit für Sammler dar. Wir empfehlen, diesen Single Malt pur bei Zimmertemperatur zu genießen, um der filigranen Aromenstruktur des Einzelfasses den nötigen Raum zur Entfaltung zu geben.
Alkoholgehalt: 52.2% | Ohne Farbstoff | Nicht kühlgefiltert
Tasting Notes
Aroma: Ein helles Bouquet aus reifem Pfirsich und knackigem grünem Apfel wird von einer feinen Erdnussnote und süßen Sultaninen elegant akzentuiert.
Geschmack: Intensive Noten von Rosinen und getrockneten Aprikosen verbinden sich mit nussiger Haselnuss und röstigem Getreide, während ein Hauch Limette für eine lebendige Note sorgt.
Nachklang: Das Finale überzeugt mit langanhaltenden Akzenten gerösteter Mandeln und einer subtilen Sherry-Tiefe.
Wer das Besondere abseits der bekannten Pfade sucht, findet hier einen Highland Single Malt, der die Vielseitigkeit schottischer Brennkunst in einer limitierten Momentaufnahme einfängt. In der klaren Flasche, geziert von einem künstlerischen Sepia-Etikett mit Berglandschaft, ruht ein Destillat, das durch die kundigen Hände der Thompson Bros. seine Vollendung fand. Es ist ein Tropfen, der die Balance zwischen fruchtiger Leichtigkeit und der Tiefe einer zweifachen Fassreifung meisterhaft hält.
Die Symbiose aus Loch Lomond und Dornoch
Dieser 13-jährige Inchmurrin entspringt der Experimentierfreude der Loch Lomond Distillery, die für ihre unterschiedlichen Destillationsstile und speziellen Brennblasen bekannt ist. Im Jahr 2013 destilliert, erfuhr der Brand eine sorgsame Reifung in einer Kombination aus einem Bourbon Barrel und einem Oloroso Sherry Hogshead. Die Thompson Bros. aus Dornoch haben für diese Abfüllung lediglich 553 Flaschen selektiert, wobei konsequent auf Kühlfiltrierung und Farbstoffe verzichtet wurde, um den unverfälschten Charakter des Destillats zu bewahren.
Exotische Frucht trifft auf maritime Würze
In hellem Ocker schimmernd, entfaltet der Whisky ein Bouquet von reifen Pfirsichen und grünen Äpfeln, das von einer feinen Note gesalzener Erdnüsse kontrastiert wird. Am Gaumen zeigt sich die Kraft der 52,2 % Vol. in einer Textur aus Rosinen, getrockneten Aprikosen und karamellisierten Getreidenoten. Eine zitrusfrische Limettenspitze bringt Lebendigkeit in das komplexe Spiel, bevor der Nachklang langanhaltend mit Aromen von gerösteten Mandeln und einer dezenten Sherry-Tiefe ausklingt.
Ein charakterstarker Begleiter für Entdecker
Dieser Single Malt ist eine Empfehlung für Genießer, die Tiefe und Unverfälschtheit schätzen und Freude an der Analyse komplexer Fassprofile haben. Aufgrund seiner hohen Intensität empfiehlt es sich, ihn zunächst pur im Nosing-Glas zu verkosten, um die Balance zwischen Frucht und Würze zu erleben. Ein paar Tropfen Wasser können die nussigen Facetten weiter entfalten und machen ihn zu einem passenden Begleiter für ruhige Abende.
Whisky aus vier Jahrzehnten: Mars-News blicken zurück & voraus
40 Jahre Komagatake, zehn Jahre Tsunuki: Mit zwei neuen Single Malts feiert Mars zugleich zwei Meilensteine. Während der Komagatake 40th Anniversary Whiskys der Brennerei aus vier Jahrzehnten in einer Flasche vereint, demonstriert die Tsunuki 2026 Edition, wohin sich die Erfolgsgeschichte der 2016 gegründeten Destillerie entwickelt.
Mit dem Komagatake 40th Anniversary würdigt Mars vier Jahrzehnte Brennereigeschichte. Für die limitierte Sonderedition wurden Whiskys aus den 1980er-, 1990er-, 2010er- und 2020er-Jahren vermählt – bewusst ohne Destillate aus den 2000ern, als die Brennerei ruhte. Gereift in Bourbon-, Sherry- und amerikanischen Weißeichenfässern, entstand ein einnehmender, exotischer Single Malt mit Noten von Pflaumen, Eukalyptus und Pfeffer.
Die Tsunuki Edition 2026 ist die fünfte „Annual Edition“ der Brennerei. Die Abfüllung vereint drei bis sieben Jahre alte Single Malts aus Bourbon- und Sherryfässern. Mit Aromen von Rosinen, Orangette, dunklem Kakao, Zitrusölen und zartem Rauch wird sie zu einem ausdrucksstarken, üppigen Botschafter für Tsunukis Entwicklung.
Mars Komagatake 40th Anniversary Special Edition Single Malt Japanese Whisky
Alkoholgehalt: 50% | Ohne Farbstoff | Nicht kühlgefiltert
Tasting Notes
Aroma: In der Nase entfaltet sich ein fruchtiges Zusammenspiel von reifer Aprikose und saftiger Melone, das von der feinen Süße der Agave getragen wird. Sanfte Vanille und dezente Holznuancen verleihen dem Bukett eine edle Struktur.
Geschmack: Das Mundgefühl überzeugt mit dichten Noten von Rosinen und dem cremigen Charakter von Maronen, ergänzt durch fein geröstete Mandeln. Eine subtile Zimtwürze und Anklänge dunkler Schokolade verleihen dem Profil eine bemerkenswerte Tiefe.
Nachklang: Das Finale präsentiert sich langanhaltend und ausgewogen mit einer harmonischen Balance aus milder Süße und einer eleganten, würzigen Herbe.
Es gibt Abfüllungen, die lediglich ein Alter markieren, und solche, die eine ganze Ära einfangen. Dieser Single Malt aus den japanischen Alpen ist eine flüssige Chronik, die vier Jahrzehnte Destilleriegeschichte in einer präzisen Komposition vereint und den Charakter eines Hauses feiert, das wie kaum ein anderes für Beständigkeit und Tradition steht.
Ein flüssiges Archiv aus vier Jahrzehnten
Die 1985 gegründete Mars Komagatake Distillery begeht ihr 40-jähriges Jubiläum mit einer außergewöhnlichen Assemblage. Dieser Single Malt vereint handverlesene Bestände aus den 1980ern, 1990ern, 2010ern und 2020ern – eine bewusste Auslassung der 2000er Jahre, in denen die Brennerei ruhte. Die Reifung erfolgte in einer vielschichtigen Kombination aus Bourbon-Fässern, Sherry-Fässern und American White Oak, was dem Destillat eine enorme historische Tiefe verleiht.
Fruchtige Eleganz trifft auf alpine Würze
Im Glas präsentiert sich der Whisky in einem warmen, einladenden Honigton. Das Bouquet eröffnet mit reifen Aprikosen und saftiger Melone, fein abgestimmt durch Vanille und einen Hauch von Agavenhonig. Am Gaumen entfaltet sich eine dichte Textur mit Noten von süßen Rosinen, gerösteten Mandeln und einer Spur dunkler Schokolade, während die 50,0 % vol. für eine kraftvolle und dennoch harmonische Präsenz sorgen. Durch den Verzicht auf Kältefiltration bleiben die natürlichen Öle und die volle aromatische Komplexität bis in den langanhaltenden, cremig-süßen Abgang erhalten.
Ein Sammlerstück für den besonderen Moment
Diese limitierte Special Edition ist weit mehr als ein reines Sammlerobjekt; sie ist eine Einladung, die stilistische Entwicklung einer der profiliertesten Destillerien Japans nachzuvollziehen. Wir empfehlen den Genuss pur bei Zimmertemperatur, um der Vielschichtigkeit der verschiedenen Dekaden ausreichend Raum zur Entfaltung zu geben. Die hochwertige Präsentation in einer dunkelbraunen Box mit goldenen Akzenten unterstreicht den exklusiven Charakter dieses Whiskys und macht ihn zu einer exzellenten Empfehlung für Kenner japanischer Brennkunst.
Mars Tsunuki 2026 Edition Single Malt Japanese Whisky
Alkoholgehalt: 49% | Ohne Farbstoff | Nicht kühlgefiltert
Tasting Notes
Aroma: Dunkle Aromen von getrockneten Datteln verschmelzen mit der lebhaften Note von Orangenschale und dem Duft reifer Äpfel. Geröstete Nüsse verleihen der Nase eine noble Tiefe.
Geschmack: Süßer Honig umhüllt exotische Ananas und samtigen Pfirsich, während die herbe Spritzigkeit der Kumquat für eine lebendige Dynamik sorgt.
Nachklang: Der Abgang verweilt mit sanfter Vanille und einer charaktervollen Sherry-Note. Eine feine Trockenheit rundet den eleganten Ausklang ab.
Wenn gemälzte Gerste und das besondere Mikroklima von Kagoshima über Jahre in ausgewählten Fässern zusammenfinden, entsteht ein Destillat, das die Geduld seiner Schöpfer in jedem Schluck spürbar macht. Die Mars Tsunuki 2026 Edition ist das Ergebnis einer präzisen Vermählung, die den Charakter einer noch jungen, aber bereits hochgeschätzten Brennerei perfekt einfängt. Es ist ein Whisky, der nicht nur die Zeit im Fass, sondern auch die Identität seiner japanischen Heimat widerspiegelt.
Ein Jahrzehnt Handwerkskunst im Klima von Kagoshima
Die Mars Tsunuki Distillery markiert mit dieser Abfüllung ihr zehnjähriges Bestehen seit der Gründung im Jahr 2016. Gelegen im Süden Japans, profitiert die Destillerie von einem kesselartigen Beckenklima, dessen markante Temperaturschwankungen die Reifung in den Bourbon- und Sherryfässern intensivieren. Das weiche Quellwasser der Region bildet das Fundament für diesen Single Malt, der von Hombo Shuzo mit höchster Präzision aus gemälzter Gerste komponiert wurde.
Fruchtige Komplexität und lebendige Tiefe
Im Glas präsentiert sich der Whisky in einem warmen Honigton, der auf die unfiltrierte Abfüllung und die handverlesene Fassauswahl hindeutet. Das Bouquet besticht durch Noten von getrockneten Datteln und Orangenschalen, während am Gaumen eine exotische Melange aus saftiger Ananas und Pfirsich auf die feine Säure von Kumquats trifft. Der Nachklang ist lang und verbindet die Süße von Vanille mit der charakteristischen Würze des Sherrys zu einem eleganten, trockenen Finale.
Ein Sammlerstück für Kenner japanischer Destillierkunst
Diese limitierte Edition ist eine ausdrückliche Empfehlung für Genießer, welche die dynamische Entwicklung japanischer Whiskys abseits der großen Traditionsmarken schätzen. Dank der kräftigen 49 % vol. bewahrt der Single Malt eine enorme Struktur und eignet sich ideal für den puren Genuss bei Zimmertemperatur. Das ästhetische Design mit dem cremefarbenen Etikett, dem roten Mars-Logo und der feinen Illustration der Brennerei unterstreicht den kuratorischen Wert dieses japanischen Originals.
Wie angekündigt und erwartet beendet The Macallan ihre The Harmony Collection mit der sechsten und zugleich letzten Edition. Der finale Teil der Reihe besteht allerdings aus zwei Abfüllungen. Neben Inspired By Fresh Coconut, die sich angekündigt hatte, erscheint ebenfalls Inspired By Toasted Coconut.
Beide Abfüllungen kommen in einer Verpackung daher, die aus ausrangierten Kokosfasern gefertigt ist. Ein emissionsfreies Herstellungsverfahren verleiht ihr dabei ihren schwarzen Farbton. Die Whiskys reiften in einer Kombination aus Ex-Bourbon-Fässern und Fässern aus amerikanischer Eiche, die zuvor mit Sherry belegt waren. Auf ihrer Website beschreibt The Macallan den Charakter der ausgewählten Fässer so:
„Specifically selected casks have developed coconut notes through the high levels of oak lactones found in the wood, allowing this rare and distinctive note to shine in the finished whisky.“
The Macallan The Harmony Collection Inspired by Fresh Coconut ist mit einem Alkoholgehalt von 46,3 % Vol. abgefüllt und für die jeweiligen Landes-Märkte bestimmt. Auf der Website der Brennerei ist die Abfüllung für 163,63 € erhältlich.
Nose: Fresh coconut, zesty lime, citrus notes of lemon and orange, tropical mango and papaya, layered with vanilla, almond, sweet oak, and a hint of nutmeg and cinnamon.
Palate: Sweet lime, lemon and vanilla sponge with desiccated coconut, icing sugar, coconut milk, sweet oak with dried tropical fruits.
Finish: Bursts of coconut and floral honey.
The Macallan The Harmony Collection Inspired by Toasted Coconut kam mit einem Alkoholgehalt von 43,3 % Vol. in die Flaschen und ist für den Travel Retail vorgesehen.
Begleitet wird die Veröffentlichung von sechs Cocktail-Varianten, die den Kokosnuss-Charakter in unterschiedlicher Art interpretieren und hervorheben. Zusätzlich stellt The Macallan noch sechs Pairings des Pâtissiers Jordi Roca vor. Die Rezept der Cocktail-Kreationen und der ergänzenden Food-Pairings finden Sie ebenfalls auf der Website von The Macallan.
Whiskyfun beendet die seit Freitag andauernde Pause der täglichen Verkostungen, und startet heute eine Grain Whisky Reihe. Es stehen insgesamt 30 Bottlings für dieses Tasting bereit, die sich auf 3 Verkostungen aufteilen. Im Part 1 finden wir zwölf Abfüllungen, ihre Grain Whiskys stammt aus den Brennereien Strathclyde, North British, Port Dundas, Cambus, Dumbarton und Carsebridge. Die zwölf Bottlings und ihre jeweiligen Benotungen in unserer Übersicht:
Abfüllung
Punkte
Strathclyde 12 yo 2013/2025 (43.5%, Jean Boyer, Gifted Stills of Scotland, small batch, 1st fill St Estèphe, 2153 bottles)
84
North British 30 yo 1995/2026 (41.6%, Lady of the Glen, refill bourbon barrel, cask #55185, 216 bottles)
82
North British 43 yo 1982/2025 (52.6%, Milroy’s of Soho, Vintage Reserve, 2nd fill hogshead)
83
North British 34 yo 1991/2025 (40.1%, Thompson Bros. for The Whisky Exchange)
83
Port Dundas 35 yo (50.5%, Living Souls, refill bourbon barrel, 2025)
85
North British 32 yo 1993/2025 (52.2%, Corman Collins, Taste Still, 1st fill PX, cask #49576)
Colorado kann in diesem Sommer zwei besondere Jubiläen feiern. Da ist zuerst selbstverständlich der 250. Jahrestag der Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika. Und auch der US-Bundesstaat selbst kann ein Jubiläum feiern. Am 1. August 1876 schloss sich Colorado als 38. Bundesstaat den Vereinigten Staaten an.
Die in Denver/Colorado ansässige Stranahan’s Distillery nimmt diese Jubiläen auf, und veröffentlicht anlässlich dieser den ältesten „Bottled-in-Bond“-Whiskey aus Colorado. Bei „Bottled-in-Bond“ handelt es sich um eine der strengsten Standards der Whiskey-Herstellung, die auf den „Bottled-in-Bond Act“ von 1897 zurückgeht. Der American Single Malt Whiskey wurde in einer einzigen Saison destilliert (bei dieser Abfüllung Januar bis Juni 2015) , reifte in einem staatlich überwachten Zolllager und ist mit exakt 100 Proof (50 % Vol.) abgefüllt.
“Bottled-in-Bond has always stood for transparency, integrity and craftsmanship. For us, it means showing exactly what authentic Colorado whiskey is at its best. This release is as honest and hands-on as it gets – one grain, one distilling season, distilled, aged and bottled entirely here in Denver. Our mile-high climate does something special to our whiskey over time, drawing out a refined character and depth you can’t replicate anywhere else. After 11 years of maturation, it’s a whiskey that’s unmistakably Stranahan’s, which means unmistakably Colorado, while honouring the traditions that set the standards for American whiskey.”
Stranahan’s Bottled-in-Bond reifte elf Jahre in level 3 char American white oak barrels in einem warehouse in Denver. Erhältlich ist die Abfüllung direkt über die Brennerei sowie im ausgewählten US-Einzelhandel zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 159,99 US-Dollar erhältlich.
Im Jahr 2024 wurde die Speyside-Brennerei Glenfiddich offizieller F1-Sponsor bei Aston Martin (wir berichteten). Im vergangenen Jahr erschien dann Glenfiddich & Aston Martin Formula One Team 16-Year-Old Limited Edition Release No. 1 (mehr zu diesem Bottling finden Sie hier). Zusätzlich erreichte ein 19 Jahre alter Malt den Duty Free. Ein weitere Abfüllung aus dieser Partnerschaft kündigt sich bereits an, doch nun erscheint erst einmal die zweite Ausgabe des 16 Jahre alten Glenfiddich.
Glenfiddich & Aston Martin Formula One Team 16-Year-Old Limited Edition Release No. 2, so der vollständige Name der neuen Abfüllung. Sie entstand in einer Zusammenarbeit zwischen Glenfiddich-Malt-Master Brian Kinsman und Adrian Newey, dem Managing Technical Partner des Aston Martin Formel-1-Teams. Für die Reifung des Whiskys fanden fünf Fassarten Verwendung: First-Fill-Bourbon-Fässer, Portwein-Pipes, Oloroso-Sherry-Fässer, Weinfässer und Fino-Sherry-Butts.
Wie bei The spirts business zu lesen, ist der Whisky als „weich und seidig-geschmeidig“ beschrieben, mit einer „cremigen, buttrigen Toffee-Süße“. Zu den weiteren Geschmacksnoten zählen „karamellisierter Rohrzucker“ und „trockene Eichentannine“.
Glenfiddich & Aston Martin Formula One Team 16-Year-Old Limited Edition Release No. 2 kam mit einem Alkoholgehalt von 43 % Vol. in die Flaschen. Sie ist bei britischen Einzelhändlern wie Selfridges und Master of Malt für £75 erhältlich. Ob die Abfüllung auch offiziell unsere Märkte erreicht, darüber können wir Sie dann gegebenenfalls informieren .
Der in Leith/Edinburgh ansässige unabhängige Whisky-Maker Woven Whisky stellt mit der Markenentwicklungsagentur GHF einen neuen Partner vor. Im Rahmen der neuen Partnerschaft übernimmt GHF die Federführung für Vertrieb, Distribution und den „kommerziellen Markenaufbau“ im Vereinigten Königreich, wie auf Harpers zu lesen.
Erst kürzlich ist Woven Whisky in neue Märkte expandiert, darunter Frankreich, Spanien, Italien und Neuseeland. Zudem stellte das 2020 gegründete Unternehmen im Mai seine Pläne vor, am „The Shore“ in Leith eine neue Anlage für ihr Whisky-Blending zu errichten (wir berichteten). Das dortige neue „Blending Rooms“-Erlebnis ist bereits eröffnet.
Die Markenentwicklungsagentur aus London ist seit Januar neuer Besitzer von Fielden Whisky (ex Oxford Artisan Distillery), wie wir berichteten. Zudem Anfang Juli schloss eine ähnliche Vereinbarung wie mit Woven Whisky bereits mit Isle of Raasay Whisky, hier berichtete Harpers ebenfalls.
Nach einer jahrelangen Entwicklung brachten Moët Hennessy und die US-amerikanische R&B- und Pop-Sängerin sowie Schauspielerin Beyoncé im Jahr 2024 die American Whisky Marke SirDavis auf den Markt (wir berichteten). Moët Hennessy’s Director of whisky creation Dr. Bill Lumsden entwickelte die Rezeptur gemeinsam mit Cameron George, dem Head Blender der Marke, sowie Beyoncé selbst. Benannt ist die Marke nach dem Urgroßvater der Sängerin väterlicherseits. Davis Hogue war während der Prohibition im Süden der USA als Farmer und auch als Schwarzbrenner tätig. Der Whisky wird von dem externen Spirituosenhersteller MGP Ingredients hergestellt. Anschließend wird dieser dann in Beyoncé’s Heimat Texas gefinished, geblended und abgefüllt.
Left image photographed by Mason Poole. Right image photographed by Julian Dakdouk.
Nun ist Beyoncé Knowles-Carter, so der volle Name der Künstlerin, die alleinige Eigentümerschaft an SirDavis American Whisky. Finanzielle Einzelheiten zur Übernahme der Marke durch Beyoncé sind nicht bekannt. The Spirits Business bat Moët Hennessy um eine Stellungnahme.
Mit Spirits Treasure stellt sich heute auf Whiskyexperts eine neue europäische Plattform für sicheren Handel mit seltenem Whisky vor. Dort kaufen und verkaufen verifizierte Sammler untereinander Flaschen über Festpreis-Angebote und zeitlich begrenzte Auktionen.
Mehr zu Spirits Treasure können Sie in der Aussendung erfahren, die wir von der neuen Plattform erhalten haben:
Externer Text
Inhalt verantwortet das Unternehmen
Spirits Treasure: Neue europäische Plattform für den sicheren Handel mit seltenem Whisky
Venray, August 2026. Seit diesem Monat ist Spirits Treasure online, eine neue europäische Peer-to-Peer-Plattform für den Handel mit seltenen Spirituosen. Verifizierte Sammler kaufen und verkaufen dort Flaschen direkt untereinander, über Festpreis-Angebote und zeitlich begrenzte Auktionen. Im Mittelpunkt steht Whisky, daneben lassen sich auch Cognac, Rum, Wein und Champagner handeln.
Der Anlass für die Gründung ist ein Problem, das viele Sammler kennen. Beim privaten Handel mit teuren Flaschen lauern Risiken durch Fälschungen, unklare Herkunft und Zahlungsausfälle. Genau hier setzt die Plattform an. Jedes Mitglied durchläuft eine Identitätsprüfung (KYC) über den regulierten Anbieter iDenfy. Jede Zahlung läuft über ein Treuhandsystem (Escrow) von Online Payment Platform. Das Geld wird erst freigegeben, wenn beide Seiten ihren Teil erfüllt haben, sodass weder Käufer noch Verkäufer ein Risiko trägt.
Besonders für Whisky-Liebhaber interessant sind die ausführlichen Filter in den Auktionen. So lässt sich zum Beispiel nach Whisky-Typ filtern, etwa Single Malt, Blend oder Single Grain. Auch die Auflagenhöhe lässt sich frei eingrenzen, von 1 bis 20.000 abgefüllten Flaschen, sodass man gezielt zum Beispiel auf 777 Stück filtern kann. Ebenso frei wählbar ist das exakte Alter, etwa von 25 bis 55 Jahren. Weitere Filter kommen hinzu. So findet jeder Sammler, Investor oder Genießer genau die Flasche, die zu ihm passt, ob als Wertanlage oder für den besonderen Moment im Glas.
Kaufen ist europaweit möglich. Verkaufen ist in der Anfangsphase auf die Niederlande, Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Österreich beschränkt. Weitere Länder kommen hinzu, sobald dort mehr Sammler und Liebhaber aktiv sind. Das Einstellen im Marktplatz ist kostenlos. Auktionen sind im August 2026 ebenfalls kostenlos. Danach fällt eine Gebühr von fünf Euro ausschließlich bei einem erfolgreichen Verkauf an. Ohne Verkauf entstehen keine Kosten.
Ein Hinweis für die deutschsprachigen Leser. Die Plattform ist derzeit auf Englisch verfügbar, eine deutsche Übersetzung ist geplant. Bis dahin lässt sich die Seite bequem mit Google Translate übersetzen.
Gegründet wurde Spirits Treasure von Jarni Stevens. „Ich wurde beim Kauf seltener Flaschen selbst mehrfach betrogen und wollte einen Weg schaffen, auf dem Sammler ohne dieses Risiko handeln können“, sagt Stevens. Ihm gehe es um ein Umfeld, in dem Käufer und Verkäufer gleichermaßen geschützt sind.
Über Spirits Treasure
Die Plattform ist ein europäischer Peer-to-Peer-Marktplatz und eine Auktionsseite für seltene Spirituosen mit Sitz in den Niederlanden. Verifizierte Sammler handeln Whisky, Cognac, Rum, Wein und Champagner über Festpreis-Angebote und Auktionen, abgesichert durch Identitätsprüfung und Treuhandzahlungen.
Nach den Partnerschaften mit der Major League Soccer (MLS) und der English Football League (EFL) beginnt für die Irish Whiskey Marke Jameson nun auch eine Zusammenarbeit mit der National Football League (NFL). Die Partnerschaft umfasst offizielle weltweite Rechte der Liga (mit Ausnahme von Brasilien und Mexiko). Zusätzlich wird Jameson bei vier der jährlichen internationalen Spiele als offizieller Sponsor auftreten. Insgesamt neun Spiele werden in sieben Ländern ausgetragen.
Zu den geplanten Initiativen gehören lokale Angebote für Fans, Cocktail-Rezepte für den Spieltag, Gewinnspiele mit Co-Branding sowie spezielle Aktionen im direkten Umfeld der Fans. Zusätzlöich wird Jameson auch „Presenting Sponsor“ des Super-Bowl-Tailgate-Konzerts.
Willkommen zur 505. Folge der Whiskyvideos der Woche. In ihr finden Sie wie immer eine Übersicht und Zusammenfassung der Beiträge, die uns von Vloggern und Podcastern für Sie zugeschickt wurden. Die Liste der teilnehmenden Vlogs ist nicht fix: Wenn Sie meinen, dass Ihr Video oder Podcast ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre.
In der neuen Ausgabe 505 finden Sie die folgendenVerkostungsvideos:
Videos:
Whisky & Film – The Old Friends – Ben Nevis
https://www.youtube.com/watch?v=vPjVlHdCuXs
The Bourbon Diaries – Old Crow Bourbon
World Wide Whisky – Glenrothes 20 Jahre – The Duchess
The Whisky Waiter –
Friendly Mr. Z – Tomatin 16yo (rauchig) von Pure.Whisky
Whisky Evening – Harrison Ford und Willem Dafoe
Wasser und Malz – Laphroaig Càirdeas 2026 French Oak
Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos oder Podcasts zum Thema Whisky Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos oder Podcasts zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video oder den Podcast und einer Inhaltsangabe dazu jeweils bis Freitag, 12 Uhr an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Thema sind ausschließlich Verkostungsvideos (diese Vorgabe gilt nicht für Podcasts). Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos und Podcasts!
Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.
In der deutschen Whiskyszene gibt es kaum jemanden, der mehr über die Chemie des Whiskys weiß als „Whiskyprofessor“ Dr. Heinz Weinberger. Viele kennen ihn noch aus seiner Zeit bei St. Kilian, wo er unter anderem im Rahmen der Live-Tastings chemische Vorgänge bei der Reifung und im Zusammenhang mit Whiskyaromen einfach und unterhaltsam erklärte.
Und weil Whisky seine Leidenschaft ist, tut er das nach dem Abgang bei St. Kilian weiter: BeiFacebook – und nun auch bei uns auf Whiskyexperts, wo wir unter anderem seine Erklär-Postings in lockere Abfolge an Wochenenden wiedergeben wollen.
In der sechsten Folge der Serie beschreibt Dr. Heinz Weinberger mit einem Gefühl, das wir Whiskygenießer alle kennen: Manche Whiskys kommen mit einer gewissen Schärfe auf der Zunge daher. Dass das kein Geschmack ist, den wir mit den Geschmacksknospen aufnehmen, sondern reine Nervensache, erklärt Dr. Heinz Weinberger heute:
Hier ist noch der Link zu den ersten drei Artikeln, falls Sie die versäumt haben:
Whisky & Chemie – Ein Blick hinter die Aromen (Teil 6): „Dieser Whisky brennt auf der Zunge!“
Diesen Satz hat vermutlich jeder Whiskygenießer schon einmal gehört oder selbst ausgesprochen. Und ja, sensorisch ist er vollkommen nachvollziehbar. Doch was genau brennt da eigentlich? Und wie nehmen wir dieses Brennen wahr?
Verantwortlich für dieses Brennen und die als „scharf“ wahrgenommene Wirkung des Whiskys in unserem Mund ist kein Geschmacksrezeptor, sondern ein Wärme- und Schmerzrezeptor: der TRPV1. Derselbe Rezeptor, der auf hohe Temperaturen reagiert. Und auf Capsaicin, den Scharfstoff in Chilischoten.
Im Whisky übernimmt Ethanol diese Rolle, denn auch dieser Alkohol kann den TRPV1-Rezeptor aktivieren. Unser Gehirn wiederum interpretiert diese Signale als Wärme- und Reizempfindung.
Vermittelt wird dieses Empfinden dabei nicht über die Geschmacksknospen, sondern über den Trigeminusnerv. Dieser ist zuständig für Temperatur-, Schmerz- und chemische Reize im Mund- und Nasenraum. Das erklärt, warum ein Whisky gleichzeitig süß, fruchtig und malzig schmecken und dennoch deutlich „scharf“ wirken kann. Zwei verschiedene Systeme arbeiten parallel.
Besonders spannend ist dabei eine weitere Eigenschaft des TRPV1-Rezeptors: Seine Aktivierungsschwelle liegt normalerweise bei etwa 42 °C – also deutlich oberhalb der Körpertemperatur. Ethanol kann diese Schwelle auf rund 34 °C senken, was ungefähr der Temperatur der Zunge entspricht. Es reicht also, den Whisky im Mund kurz zu bewegen, bis er sich auf Körpertemperatur erwärmt hat und schon ist die Schwelle überschritten. Das Brennen entsteht nicht trotz normaler Temperatur, sondern wegen ihr.
Bei fassstarken Whiskys merkt man das Brennen deutlicher. Es gilt: Je höher der Alkoholgehalt, desto stärker die Reizung. Schon die Zugabe weniger Tropfen Wasser kann hier viel bewirken, um das Brennen abzumildern.
Übrigens: Wer bemerkt, dass der erste Whisky eines Tastingabends noch deutlich brennt, der vierte oder fünfte aber kaum noch, muss nicht an seiner Wahrnehmung zweifeln. Denn der TRPV1-Rezeptor verliert bei wiederholter Stimulation vorübergehend seine Empfindlichkeit. Die Sensorikforschung nennt das Desensitisierung. Der Volksmund nennt es Gewöhnung.
Die Beschreibung „scharfer Alkoholgeschmack“ ist also streng genommen ungenau. Was wir als „Schärfe“ wahrnehmen, ist keine Geschmacksempfindung, sondern die Aktivierung unseres körpereigenen Wärme- und Schmerzsystems.
Anm.: Titelbild durch AI generativ erweitert mit Firefly Fill & Expand